DE10100065A1 - Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen (20) insbesondere für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der Fertigungsprüfung. Bei dem Verfahren wird Prüffluid von einem Einspritzsystem (20) in eine Messkammer eingespritzt. Das eingespritzte Prüffluidvolumen (Vi) wird erfasst und aus dem erfassten Volumen (Vi) ein auf mindestens eine Vergleichsbedingung bezogene Vergleichsgröße (Vinorm) bestimmt. Um die Präzision dieser Bestimmung zu erhöhen, wird die Gesamtmasse (SIGMAmi) des eingespritzten Prüffluids erfasst, welche sich aus den Einzelmassen einer Mehrzahl von Einzeleinspritzungen zusammensetzt. Diese Gesamtmasse (SIGMAmi) wird zur Ermittlung der Einzel-Vergleichsgrößen (Vinorm), vor allem der Einzelmassen (mi) und der Einzel-Vergleichsvolumina (Vinorm), der Einzeleinspritzungen verwendet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst, ein Verfahren
zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen,
insbesondere für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der
Fertigungsprüfung, bei dem ein Prüffluid von einem
Einspritzsystem in eine Messkammer eingespritzt, das
eingespritzte Prüffluidvolumen erfasst und aus dem
erfassten Volumen eine auf mindestens eine
Vergleichsbedingung bezogene Vergleichsgröße, insbesondere
ein Vergleichsvolumen, bestimmt wird.
Ein solches Verfahren ist vom Markt her bekannt. Die
Anwendung des Verfahrens erfolgt unter Verwendung einer
Vorrichtung, die als EMI (Einspritzmengenindikator)
bezeichnet wird. Dieser besteht aus einem Gehäuse, in dem
ein Kolben geführt ist. Der Innenraum des Gehäuses und der
Kolben begrenzen eine Messkammer. Diese weist eine Öffnung
auf, an die ein Einspritzsystem, beispielsweise ein
Injektor mit einer Einspritzdüse, druckdicht ansetzbar ist.
Spritzt das Einspritzsystem Kraftstoff in die Messkammer
ein, wird ein sich in der Messkammer befindliches Fluid
verdrängt. Hierdurch bewegt sich der Kolben, was von einem
Wegsensor erfasst wird. Aus dem Weg des Kolbens kann auf
die Volumenänderung der Messkammer bzw. des dort gehaltenen
Fluids und hierdurch auf die eingespritzte Kraftstoffmenge
geschlossen werden.
Zur Messung der Bewegung des Kolbens wird bei dem bekannten
Einspritzmengenindikator mit einer Anordnung aus einem
Messstößel und einem induktiven Wegmesssystem gemessen. Der
Messstößel ist als Taster ausgeführt oder fest mit dem
Kolben verbunden. Bei einer Bewegung des Kolbens wird also
auch der Messstößel in Bewegung versetzt, und letztlich
wird die Bewegung des Messstößels erfasst und ein
entsprechendes Signal an eine Auswerteeinheit
weitergeleitet.
In der Verarbeitungseinheit erfolgt unter Berücksichtigung
des Kolbenquerschnitts auch die Umrechnung des Weges des
Messstößels in ein Volumen und, unter Zugrundelegung
bestimmter Vergleichsbedingungen, die Umrechnung des
Volumens in eine Fluidmasse und auf ein bestimmtes
Vergleichsvolumen. Bei den Vergleichsbedingungen handelt es
sich im Allgemeinen um den Druck und/oder die Temperatur
des Prüffluids in der Messkammer.
Im Hinblick auf die erfasste Bewegung des Messstößels
arbeitet das bekannte Verfahren bereits mit sehr hoher
Genauigkeit. Die aus dieser Bewegung ermittelte Masse des
eingespritzten Prüffluids sowie das ebenfalls hieraus
berechnete Vergleichsvolumen des eingespritzten Prüffluids
liegen im Hinblick auf die Genauigkeit aber hinter der
Wegmessung etwas zurück. Dieses Problem ist umso stärker,
je geringer die Bewegung des Kolbens ist, d. h. je geringer
die eingespritzte Prüffluidmenge ist. Bei modernen
Einspritzsystemen sind jedoch gerade solche geringen
Prüffluidmengen von besonderem Interesse.
Die vorliegende Erfindung hat daher die Aufgabe, ein
Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzubilden,
dass eine auf mindestens eine bestimmte Umgebungs-
Vergleichsbedingung bezogene Vergleichsgröße auch einer
kleinen Einzeleinspritzung mit hoher Genauigkeit bestimmt
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, dass die Gesamtmasse des
eingespritzten Prüffluids erfasst wird, welche sich aus den
Einzelmassen einer Mehrzahl von Einzeleinspritzungen
zusammensetzt, und diese Gesamtmasse zur genauen Ermittlung
der Einzel-Vergleichsgrößen, insbesondere der Einzel-
Vergleichsvolumina, der Einzeleinspritzungen verwendet
wird.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die Ungenauigkeiten bei
der Ermittlung der Vergleichsgrößen damit zusammenhängen,
dass die Temperatur im Prüffluid in der Messkammer
zeitlichen und örtlichen Schwankungen unterliegt und der
Ausdehnungskoeffizient, welcher für die Umrechnung
verwendet wird, von den tatsächlich herrschenden
Vergleichsbedingungen in der Messkammer abhängt. Ebenso
können unterschiedliche Typen von Einspritzsystemen
unterschiedliche Strömungsverhältnisse in der Messkammer
bewirken. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird diese
Problematik dadurch umgangen, dass die Masse des
eingespritzten Prüffluids direkt, und zwar vorzugsweise
durch eine Waage, gemessen wird. Da jedoch die Messung
kleinster Einzelmassen, wie sie bei kleinen Einzel-
Einspritzungen auftreten, messtechnisch unmöglich oder, bei
der geforderten Genauigkeit, nicht mit vertretbarem
messtechnischem Aufwand zu realisieren ist, wird die
Gesamtmasse des eingespritzten Prüffluids erfasst.
Diese Gesamtmasse setzt sich aus den kleinen Einzelmassen
einer Mehrzahl von Einzeleinspritzungen zusammen. Die
Anzahl von Einzeleinspritzungen ist dabei so gewählt, dass
die Gesamtmasse, also die Summe der betrachteten
Einzelmassen, eine Größe erreicht, welche mit messtechnisch
vertretbarem Aufwand und hoher Genauigkeit gemessen werden
kann.
Bei dieser Gesamtmasse handelt es sich um eine Größe,
welche absolut ist. Hierunter ist zu verstehen, dass sie
nicht von bestimmten Zustandsparametern, wie z. B.
Temperatur und Druck, abhängt, sondern für jede
Einspritzung unveränderlich festliegt. Mit dieser
Gesamtmasse kann also insbesondere die Umrechnung der bei
jeder Einzeleinspritzung erfassten Einzelvolumina in
entsprechende Einzel-Vergleichsvolumina kalibriert werden.
Diese Kalibrierung gilt natürlich nur für einen mittleren
Zustand des Prüffluids in der Messkammer, der während der
Bildung der Gesamtmasse, also während der Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen, angetroffen wird. Versuche haben
jedoch gezeigt, dass bereits mit einer solchen Kalibrierung
eine erhebliche Verbesserung der Genauigkeit bei der
Bestimmung der Einzel-Vergleichsvolumina bzw. bei der
Bestimmung der Einzelmassen erzielt werden kann.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es also möglich,
aus dem bei einer Einzeleinspritzung gemessenen
Einzelvolumen auf hochgenaue Art und Weise ein bei
bestimmten Bedingungen vorliegendes Vergleichsvolumen zu
bestimmen (dieses wird auch als "Normvolumen" bezeichnet).
Dabei ist der messtechnische Aufwand relativ gering.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
Unteransprüchen angegeben.
So wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, dass aus der
erfassten Gesamtmasse und dem Gesamtvolumen, welches sich
aus den Einzelvolumina der Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen zusammensetzt, eine mittlere Dichte
des Prüffluids während der Einzeleinspritzungen ermittelt
und diese mittlere Dichte zur Bestimmung der Einzelmassen
der Einzeleinspritzungen verwendet wird. Hierbei handelt es
sich um eine einfache Möglichkeit, die ermittelte
Gesamtmasse zur Kalibrierung zu verwenden.
Erfindungsgemäß werden einfach die während der Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen gemessenen Einzelvolumina zu einem
Gesamtvolumen aufaddiert. Aus diesem lässt sich zusammen
mit der erfassten Gesamtmasse eine Dichte des Prüffluids
ermitteln, welche während der Einzeleinspritzungen im
Mittel in der Messkammer vorlag. Diese mittlere Dichte des
Prüffluids in der Messkammer dient dann wiederum dazu, aus
dem bei jeder Einzeleinspritzung ermittelten Einzelvolumen
die entsprechende Einzelmasse zu berechnen. Auf diese Weise
ist eine äußerst präzise Bestimmung auch kleinster
Einzelmassen möglich.
Dabei ist besonders bevorzugt, wenn aus den Einzelmassen
und der bei bestimmten Vergleichsbedingungen herrschenden
Vergleichsdichte des Prüffluids Einzel-Vergleichsvolumina
der Einzeleinspritzungen bestimmt werden. Diese
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dazu
verwendet, ebenfalls auf äußerst einfache Art und Weise
einen für den Vergleich einzelner Einspritzungen bzw.
einzelner Einspritzsysteme sehr wichtigen Parameter zu
bestimmen, nämlich das bei einer Einzeleinspritzung
eingespritzten Einzelvolumen an Prüffluid bezogen auf ganz
bestimmte Umgebungsbedingungen, den sogenannten
Vergleichsbedingungen.
Wenn die ermittelten Größen unterschiedlicher
Einspritzsysteme, also beispielsweise Injektoren mit
unterschiedlichen Einspritzdüsen, auf die gleichen
Vergleichsbedingungen bezogen sind, ist eine
aussagekräftige Qualifizierung der Eigenschaften der
jeweiligen Einspritzsysteme möglich. Bei dem
vorgeschlagenen Verfahren ist zur Bestimmung eines solchen
Vergleichsvolumens weder die Messung einer Temperatur noch
eines Druckes erforderlich, da die Bestimmung auf der Basis
des von diesen Umgebungsbedingungen unabhängigen
Massenwertes und eines Wertes für die Dichte des Prüffluids
erfolgt, wie sie für die gewünschten Vergleichsbedingungen
angenommen wird.
Eine einfache Möglichkeit, die Gesamtmasse des
eingespritzen Prüffluids zu ermitteln, besteht darin, dass
die Messung dieser Gesamtmasse mittels einer Waage erfolgt.
Alternativ kann die Messung auch über ein Coriolis-
Messverfahren erfolgen.
Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogramm, welches
zur Durchführung des obigen Verfahrens geeignet ist, wenn
es auf einem Computer ausgeführt wird. Dabei ist besonders
bevorzugt, wenn das Computerprogramm auf einem Speicher,
insbesondere auf einem Flash-Memory, abgespeichert ist.
Die Erfindung betrifft schließlich auch eine Vorrichtung
zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen
insbesondere für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der
Fertigungsprüfung, mit einer Messkammer, in welche
Prüffluid von einer Einspritzsystem eingespritzt werden
kann, und mit einer Einrichtung, die das eingespritzte
Prüffluidvolumen erfasst, und mit einer
Verarbeitungseinrichtung, welche aus dem erfassten Volumen
eine auf mindestens eine Vergleichsbedingung bezogene
Vergleichsgröße, insbesondere ein Vergleichsvolumen,
bestimmt.
Um die Genauigkeit bei der Bestimmung der Vergleichsgröße
insbesondere bei kleinsten Einspritzmengen zu erhöhen, wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass bei der genannten
Vorrichtung eine Einrichtung vorhanden ist, welche die
Gesamtmasse des eingespritzten Prüffluids erfasst, die sich
aus den Einzelmassen einer Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen zusammensetzt, und die
Verarbeitungseinrichtung diese Gesamtmasse zur Kalibrierung
der Bestimmung der Einzel-Vergleichsgrößen, insbesondere
der Einzel-Vergleichsvolumina, der Einzeleinspritzungen
verwendet. Eine solche Vorrichtung ist relativ preiswert
herzustellen und ermöglicht eine hochgenaue Bestimmung der
Einzel-Vergleichsgrößen der Einzeleinspritzungen.
Besonders bevorzugt ist dabei, wenn die
Verarbeitungseinrichtung mit einem Computerprogramm nach
einem der obigen Ansprüche versehen ist.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
ist eine Fluidleitung vorgesehen, über die das Prüffluid
aus der Messkammer zur Einrichtung zur Erfassung der
Gesamtmasse gelangt, wobei die Fluidleitung zur Einrichtung
hin eine Öffnung aufweist, an der eine Abtropfspitze
angeordnet ist. Hierdurch wird vermieden, dass beim
Ablassen des Prüffluids aus der Messkammer in die
Erfassungseinrichtung für die Masse (im allgemeinen eine
Waage) Tropfen an der Leitungsöffnung hängenbleiben, welche
an sich mitgewogen werden sollten. Die Abtropfspitze sollte
hierzu möglichst spitz sein.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung dieser
Weiterbildung umfasst die Abtropfspitze einen Sinterkörper,
welcher die Öffnung verschließt, und/oder eine
Zylinderspitze. Hiedurch wird noch besser sichergestellt,
dass im Bereich der Öffnung immer die gleichen
reproduzierbaren Bedingungen vorliegen.
Ferner kann die Einrichtung zur Erfassung der Gesamtmasse
einen Behälter zur Aufnahme des Prüffluids umfassen, wobei
in dem Behälter ein Auftreffelement mit einer schrägen
Auftreffwand angeordnet ist. Hierdurch wird vermieden, dass
beim Ablassen des Prüffluids in den Behälter und beim
Auftreffen einzelner Tropfen auf bereits im Behälter
vorhandenem Prüffluid ein "Spritznebel" entsteht, durch den
an sich zu wiegendes Prüffluid aus dem Behälter entweicht.
Dies könnte die Messung, wenn auch leicht, verfälschen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung im Detail
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Vorrichtung zum Messen
der Einspritzmenge von Einspritzsystemen;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung von Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung von Fig. 1;
Fig. 4 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben
der Vorrichtung von Fig. 1;
Fig. 5 eine teilsweise geschnittene Seitenansicht eines
Bereichs der Vorrichtung von Fig. 1 mit einer
Abtropfspitze; und
Fig. 6 einen Detailschnitt durch die Abtropfspitze von
Fig. 5.
In Fig. 1 trägt eine Vorrichtung zum Messen der
Einspritzmenge von Einspritzsystemen insgesamt das
Bezugszeichen 10. Sie umfasst in ihrem unteren Bereich eine
Grundplatte 12, auf der ein Hülse 14 gehalten ist. Im
oberen Bereich erkennt man einen Adapter 16, in den von
oben her ein ein Einspritzsystem, vorliegend ein Injektor
18 mit seiner Düse 20, eingeführt ist (die Düse 20 ist in
den Fig. 1 und 2 an sich nicht sichtbar; das
Bezugszeichen verweist nur auf ihre ungefähre Position).
Der Injektor 18 ist an eine in der Figur nicht sichtbare
Hochdruck-Prüffluidversorgung angeschlossen. Unterhalb des
Adapters 16 befindet sich ein Kopf 22. Dieser umschließt
bereichsweise wiederum eine Messkammer (nicht sichtbar), in
die das Prüffluid von der Einspritzdüse 20 eingespritzt
werden kann. Das eingespritzte Prüffluidvolumen wird von
einer volumetrischen Messeinrichtung erfasst.
Die volumetrische Messeinrichtung ist in der Zeichnung
nicht sichtbar. Sie umfasst einen Kolben, welcher die
Messkammer bereichsweise begrenzt. Wird von der
Einspritzdüse 20 Prüffluid in die Messkammer eingespritzt,
erhöht sich das Volumen des Prüffluids in der Messkammer,
wodurch der Kolben entgegen der Kraft einer Schraubenfeder
bewegt wird. Diese Bewegung wird von einem Bewegungssensor
erfasst, und ein entsprechendes Signal wird über einen
nicht dargestellten Anschluss des volumetrischen
Messsystems an eine Verarbeitungseinheit 24 geleitet.
Die Messkammer kann über ein Magnetventil 26, ein
Gleichdruckventil 28 und einen nicht sichtbaren Kanal mit
zwei weiteren Ventilen verbunden werden, nämlich einem
Waagenventil 30 und einem Rückflussventil 32. Die beiden
Ventile 30 und 32 sind so verschaltet, dass immmer nur
eines von beiden geöffnet sein kann. Bei geöffnetem
Waagenventil 30 kann das Prüffluid aus der Messkammer über
einen Kanal 33 (vgl. Fig. 5) in einen Messbehälter 34
fließen, welcher auf eine Waage 35 aufgesetzt ist bzw. auf
dieser steht (die Waage 35 sowie die beiden Ventile 30 und
32 sind an die Verarbeitungseinheit 24 angeschlossen). Bei
geöffnetem Rückflussventil 32 wiederum ist die Messkammer
über einen nicht dargestellten Schlauch mit der
Mediumversorgung der Vorrichtung 10 verbunden,
beispielswiese mit einem Vorratsbehälter, aus dem die
Hochdruck-Prüffluidverosrgung gespeist wird, so dass ein
geschlossener Prüffluidkreislauf geschaffen wird.
Der Kanal 33, der Messbehälter 34 und die Waage 35 sind in
den Fig. 5 und 6 im Detail dargestellt. Aus Fig. 5 ist
ersichtlich, dass der Messbehälter 34 auf der Waage 35
steht. Oberhalb des Messbehälters ist eine Öffnung 72 des
Kanals 33 vorhanden, über die Prüffluid aus der Messkammer
in den Messbehälter 34 abgelassen werden kann. Im
Messbehälter 34 ist ein Auftreffelement 74 angeordnet,
welches eine relativ zum Boden des Messbehälters 34 schräge
Auftreffwand 76 aufweist. Das Auftreffelement 74 wird im
Messbehälter 34 auf hier nicht näher dargestellte Art und
Weise gehalten (beispielsweise durch Absätze an der
Innenwand des Messbehälters 34). In der Auftreffwand 76
sind mehrere Durchgangsöffnungen 78 vorhanden, welche die
Oberseite der Auftreffwand 76 mit der Unterseite verbinden.
Das Auftreffelement 74 ist aus einer kunststoffbe
schichteten Pappe hergestellt. Zusätzlich oder an Stelle
der Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 78 kann in der
Auftreffwand 76 auch im Bereich der tiefsten Stelle ein
Spalt vorgesehen sein. Auf die Funktion des
Auftreffelements 74 wird weiter unten eingegangen.
In die Öffnung 72 des Kanals 33 ist eine Abtropfspitze 80
eingeschraubt (vgl. Fig. 6). Diese besteht aus einem im
wesentlichen zylindrischen, rohränlichen Sinterkörper 82
mit einem umlaufenden Ringbund 81. Der Sinterkörper 82 ist
bis zum Ringbund 81 in die Öffnung 72 des Kanals 33
eingeschraubt, so dass der untere Bereich des Sinterkörpers
82 aus dem Kanal 33 herausragt. In die vom Kanal 33
abgewandte untere Öffnung des Sinterkörpers 82 ist eine
Zylinderspitze 84 aus Stahl eingepresst. Deren Oberfläche
ist poliert und ihre Spitze ist mit steigender Krümmung
maximal spitz ausgeführt.
Das in den Messbehälter 34 gelangte Prüffluid kann mit
einer aus Gründen der Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht
dargestellten Absaugvorrichtung aus dem Messbehälter 34
entfernt werden. Diese Absaugvorrichtung wird hierfür
zunächst über den oben offenen Messbehälter 34 gefahren und
anschließend in den Messbehälter 34 hinein abgesenkt. Nun
wird das Prüffluid aus dem Messbehälter 34 abgesaugt und
zum Vorratsbehälter der Hochdruck-Prüffluidversorgung
geleitet. Anschließend wird die Absaugvorrichtung aus dem
Messbehälter 34 nach oben bewegt und zur Seite gefahren.
Die Vorrichtung 10 wird folgendermaßen betrieben:
Um die Qualität eines Einspritzsystems zu messen, wird dieses von der Verarbeitungseinheit 24 so angesteuert, dass verschiedene Einzeleinspritzungen von Prüffluid, welches von der Hochdruck-Prüffluidversorgung bereitgestellt wird, durch den Injektor 18 mit der Einspritzdüse 20 in die Messkammer erfolgen (möglich ist auch, dass diese Ansteuerung durch eine separate Einheit erfolgt). Die Verarbeitungseinheit 24 dient also nicht nur zur Verabeitung von Messsignalen sondern auch zur Ansteuerung von Komponenten der Vorrichtung 10 (beispielsweise auch der Ventile 30 und 32). Das Volumen einer Einzeleinspritzung kann dabei sehr klein sein. Die Volumenänderung des Prüffluids in der Messkammer, welche jeweils dem Volumen einer Einzeleinspritzung entspricht, wird vom volumetrischen Messsystem erfasst und ein entsprechendes Signal an die Verarbeitungseinheit 24 übermittelt.
Um die Qualität eines Einspritzsystems zu messen, wird dieses von der Verarbeitungseinheit 24 so angesteuert, dass verschiedene Einzeleinspritzungen von Prüffluid, welches von der Hochdruck-Prüffluidversorgung bereitgestellt wird, durch den Injektor 18 mit der Einspritzdüse 20 in die Messkammer erfolgen (möglich ist auch, dass diese Ansteuerung durch eine separate Einheit erfolgt). Die Verarbeitungseinheit 24 dient also nicht nur zur Verabeitung von Messsignalen sondern auch zur Ansteuerung von Komponenten der Vorrichtung 10 (beispielsweise auch der Ventile 30 und 32). Das Volumen einer Einzeleinspritzung kann dabei sehr klein sein. Die Volumenänderung des Prüffluids in der Messkammer, welche jeweils dem Volumen einer Einzeleinspritzung entspricht, wird vom volumetrischen Messsystem erfasst und ein entsprechendes Signal an die Verarbeitungseinheit 24 übermittelt.
Zu Beginn einer Messkampagne, welche im Allgemeinen aus der
Messung eines bestimmten Einspritzzyklus besteht, werden
die Ventile 30 und 32 von der Verarbeitungseinheit 24 so
angesteuert, dass nach einer Einzeleinspritzung oder auch
einer bestimmten Anzahl von Einzeleinspritzungen das in die
Messkammer eingespritzte Prüffluidvolumen aus dieser in den
Messbehälter 34 auf der Waage 35 entleert wird. Nach einer
Kalibrierung, also einer bestimmten Anzahl von
Einzeleinspritzungen, welche beispielsweise der Anzahl der
Einspritzungen eines Einspritzzyklus entsprechen kann (die
Kalibirierung selbst ist weiter unten im Detail erläutert),
werden die beiden Ventile 30 und 32 von der
Verarbeitungseinheit 24 so angesteuert, dass die Entleerung
des Prüffluids aus der Messkammer nun wieder nicht in den
Messbehälter 34 auf der Waage 35, sondern wieder zum
Vorratsbehälter der Hochdruck-Prüffluidversorgung erfolgt.
Möglich ist auch, dass dieser Weg der Entleerung nur für
eine bestimmte Anzahl von Messkampagnen bzw. Einpritzzyklen
gewählt werden kann.
Um sicherzustellen, dass exakt jene Menge, die in die
Messkammer eingespritzt wurde, auch in den Messbehälter 34
abgelassen wird, werden vor Beginn einer Messkampagne alle
zum Messbehälter 34 führenden Räume und Leitungen mit
Prüffluid gefüllt. Dies wird vorliegend dadurch
herbeigeführt, dass die Ventile 30 und 32 so angesteuert
werden, dass für eine gewissen Zeit Prüffluid vom Injektor
über die Messkammer und den Kanal 33 in den Messbecher 34
strömen kann. Somit sind vor Beginn einer Messkampagne alle
Fluidräume gleichmäßig mit Prüffluid gefüllt. Nach diesem
"Spülvorgang" werden die Ventile 30 und 32 wieder so
angesteuert, wie es für den normalen Prüfbetrieb
erforderlich ist.
Um eine maximale Messgenauigkeit zu erreichen, ist es
erforderlich, dass sich vor und nach einer Messkampagne
immer die gleiche Menge an Prüffluid in den Fluidräumen
zwischen Messkammer und Messbehälter 34 befindet. Die oben
beschriebene Abtropfspitze dient dazu, in diesem Sinne
exakt definierte und reproduzierbare Verhältnisse zu
schaffen: Zunächst wird durch den Sinterkörper 82 erreicht,
dass dieser wie ein Schwamm vor und nach einer Messkampagne
immer mit der gleichen Menge an Prüffluid getränkt ist.
Durch den Sinterkörper 82 hindurchtretendes Prüffluid
fließt, bedingt durch die Oberflächenspannung des
Prüffluids, mindestens teilweise außen am Sinterkörper 82
entlang. Ferner wird durch die Abtropfspitze 80 verhindert,
dass am Ende des Kanals 33 im Bereich der Öffnung 72
Tropfen hängen bleiben. Hierzu ist der Spitzenwinkel der
Zylinderspitze 84 so spitz gewählt, dass sich an ihrem
unteren Ende kein anhaftender Tropfen ausbilden kann. Eine
auf der Zylinderspitze 84 angebrachte Antihaftbeschichtung
(nicht dargestellt) unterstützt diese Eigenschaft. Ein
Leerlaufen des Kanals 33 wird im übrigen dadurch
verhindert, dass sein Durchmesser relativ klein ist.
Das Auftreffelement 74 dient ebenfalls dazu, die
Messgenauigkeit Mess- und Kalibriervorgangs zu maximieren:
Wenn ein Prüffluidtropfen 86 (vgl. Fig. 5) von der
Abtropfspitze 80 direkt in den Messbehälter 34 fallen
würde, könnten durch das Auftreffen des Tropfens 86 auf der
geschlossenen Flüssigkeitsoberfläche des im Messbehälter 34
vorhandenen Prüffluids 88 Prüffluidtropfen entstehen,
welche in Form eines Nebels den Messbehälter 34 verlassen
und somit nicht mitgewogen werden. Des weiteren kann es bei
hohen Temperaturen des abfließenden Prüffluids dazu kommen,
dass kleine Mengen an Prüffluid aus dem Messbehälter 34
verdunsten und ebenfalls nicht mitgewogen werden.
Durch die Auftreffwand 76 des Auftreffelements 74 wird der
Effekt ausgenutzt, dass ein Tropfen, der auf eine starre
(ggf. elastisch aufgehängte) und zur Bewegungsrichtung des
Tropfens schräg angestellte Wand oder einen porösen Körper
trifft, weniger kleine Fluidtropfen verursacht als ein
Tropfen, der direkt auf eine Fluidoberfläche trifft.
Von der Auftreffwand 76 wird das Prüffluid durch die
Durchgangsöffnungen 78 nach unten geleitet und/oder strömt
an der Innenwand des Messbehälters 34 nach unten ab. Die
dabei gegebenenfalls entstehenden kleinen Fluidspritzer
verurschen keinen Messfehler, da sich diese an der
Innenwand des Messbehälters 34 oder an der Unterseite der
Auftreffwand 76 niederschlagen und somit mitgewogen werden.
Die vom volumetrischen Messsystem und von der Waage 35
bereitgestellten Signale werden in der Verarbeitungseinheit
24 gemäß einem Verfahren für eine Kalibrierung verwendet,
welches als Computerprogramm in der Verarbeitungseinheit 24
abgespeichert ist. Der Ablauf dieses Verfahrens bzw.
Computerprogramms wird nun anhand von Fig. 4 erläutert:
Das Verfahren beginnt in einem Startblock 36. Aus den vom volumetrischen Messsystem bereitgestellten Signalen wird im Block 38 für jede Einzeleinspritzung der Weg si bestimmt, um den sich der Kolben bei der Einzeleinspritzung bewegt hat. Hieraus wird unter Zugrundelegung geometrischer Daten (Block 40), welche in einem Speicher 42 abgelegt sind, im Block 44 das Einzelvolumen Vi einer jeden Einzeleinspritzung ermittelt. Bei den geometrischen Daten im Block 40 handelt es sich z. B. um den Durchmesser des Kolbens. Gegebenenfalls können auch andere, z. B. strömungstechnisch relevante Daten verarbeitet werden.
Das Verfahren beginnt in einem Startblock 36. Aus den vom volumetrischen Messsystem bereitgestellten Signalen wird im Block 38 für jede Einzeleinspritzung der Weg si bestimmt, um den sich der Kolben bei der Einzeleinspritzung bewegt hat. Hieraus wird unter Zugrundelegung geometrischer Daten (Block 40), welche in einem Speicher 42 abgelegt sind, im Block 44 das Einzelvolumen Vi einer jeden Einzeleinspritzung ermittelt. Bei den geometrischen Daten im Block 40 handelt es sich z. B. um den Durchmesser des Kolbens. Gegebenenfalls können auch andere, z. B. strömungstechnisch relevante Daten verarbeitet werden.
Mittels eines Summenbildners wird im Block 46 das
Gesamtvolumen ΣVi ermittelt, welches sich aus den
Einzelvolumina Vi der Mehrzahl von Einzeleinspritzungen
zusammensetzt. Weiterhin wird in einem Block 48 abgefragt,
ob eine Kalibrierung erfolgen soll. Dies kann automatisch
nach einer bestimmten Anzahl von Messkampagnen bzw.
Einspritzzyklen erfolgen oder auch manuell angefordert
werden. Ist die Antwort im Block 46 ja, werden im Block 50
die Ventile 30 und 32 so angesteuert, dass die Messkammer
in den Messbehälter 34 auf der Waage 35 entleert werden
kann. Dies geschieht im Block 52. Es versteht sich, dass
zuvor die Waage 35 austariert wurde, d. h., dass sie auf
einen Ausgangswert, i. a. Null, zurückgesetzt wurde.
Anschließend wird im Block 54 die Gesamtmasse Σmi des aus
der Messkammer abgelassenen Prüffluids aufgrund des an die
Verabeitungseinheit 24 übertragenen Messsignals von der
Waage 35 in der Verarbeitungseinheit 24 bestimmt. Bei der
Gesamtmasse Σmi handelt es sich um die nach der bestimmten
Anzahl von Einzeleinspritzungen in der Messkammer
aufgelaufene und in den Messbehälter 34 abgelassene Masse
an Prüffluid. Um sicher zu stellen, dass das gesamte in der
Messkammer vorhandene Prüffluid in den Messbehälter 34
abgelassen wird, können die zum Messbehälter 34 führenden
Räume und Leitungen jeweils vor und nach der Zyklusmessung
auch beispielsweise mit Pressluft gespült werden. Es
versteht sich, dass die Einzeleinspritzungen, aus denen die
Einzelvolumina Vi und das Gesamtvolumen ΣVi ermittelt
werden und welche für die Bildung der Gesamtmasse mi
verwendet werden, die gleichen sind.
Nach erfolgter Messung wird der Messbehälter 34 im Block 56
entleert, indem das gesammelte Prüffluid in der oben
beschriebenen Art und Weise abgesaugt und zum
Vorratsbehälter der Hochdruck-Prüffluidversorgung gebracht
wird. Außerdem werden im Block 58 die Ventile 30 und 32 so
geschaltet, dass die Entleerung der Messkammer wieder
direkt zum Vorratsbehälter der Hochdruck-
Prüffluidversorgung erfolgt.
Aus dem mit dem volumetrischen Messsystem gemessenen
Gesamtvolumen ΣVi und der mit der Waage 35 gemessenen
Gesamtmasse Σmi wird nun durch Divison im Block 60 eine
mittlere Dichte mρi des Prüffluids während der
Einzeleinspritzungen ermittelt, welche zuvor für die
Bildung des Gesamtvolumens ΣVi im Block 46 bzw. der
Gesamtmasse Σmi im Block 50 verwendet wurden. Bei dieser
Dichte mρi handelt es sich also um eine durchschnittliche
Dichte während dieser Anzahl von Einzeleinspritzungen. Im
Block 62 werden nun die im Block 44 ermittelten und
abgespeicherten Einzelvolumina Vi jeweils mit der mittleren
Dichte mρi multipliziert. Dies führt im Block 62 zu den
Einzelmassen mi, welche der jeweiligen eingespritzten Masse
bei einer Einzeleinspritzung entsprechen. Obwohl also die
Einzelmassen bei den Einzeleinspritzungen nicht gemessen
wurden, sondern nur eine Gesamtmasse Σmi mit der Waage 35
im Block 50 ermittelt wurde, können auf diese Weise sehr
einfach und mit großer Genauigkeit die Einzelmassen mi
berechnet werden.
Für die Qualifizierung unterschiedlicher Einspritzsysteme
ist die Bestimmung sogenannter Einzel-Vergleichsvolumina
Vnorm besonders wichtig. Hierbei handelt es sich um ein
"theoretisches" Volumen, welches auf dem tatäschlich
eingespritzten Volumen Vi (Block 44) basiert, aber auf
bestimmte Vergleichsbedingungen (Vergleichsdruck,
Vergleichstemperatur usw.) bezogen ist. Nur wenn die für
jedes Einspritzsystem 20 ermittelten Betriebsgrößen auf
dann zwar theoretische, aber gleiche Umgebungsbedingungen
bezogen werden, können die verschiedenen Einspritzsysteme
miteinander verglichen werden.
Die Ermittlung dieser Einzel-Vergleichsvolumina Vinorm
erfolgt im Block 64 auf besonders einfache Art und Weise
durch einfache Multiplikation der im Block 62 ermittelten
Einzelmassen mi mit einer bestimmten Vergleichsdichte
ρnorm. Bei dieser Vergleichsdichte ρnorm, welche im Block
66 bereitgestellt wird, handelt es sich um jene Dichte des
Prüffluids, wie sie bei einer bestimmten "theoretischen"
Temperatur und einem bestimmten "theoretischen" Druck
vorliegen würde. Die Ermittlung der Einzel-
Vergleichsvolumina Vinorm im Block 64 ist also möglich,
ohne dass die Temperatur oder der Druck im Prüffluid
tatsächlich gemessen werden.
Das Verfahren endet in einem Endblock 68. Ist die Antwort
im Block 48 nein, soll also keine Kalibrierung erfolgen,
erfolgt die Entleerung der Messkammer im Block 70 direkt in
den Vorratsbehälter der Hochdruck-Prüffluidversorgung und
ein Sprung zum Block 62 (die Standardstellung der Ventile
30 und 32 ist derart, dass eine Entleerung der Messkammer
zum Vorratsbehälter hin erfolgt).
Man sieht, dass die Bestimmung der für die Qualifizierung
eines Einspritzsystems maßgeblichen Parameter mi
(Einzelmasse) und Vinorm (Einzel-Vergleichsvolumen) durch
den Einsatz der Waage 35 und die Bestimmung einer mittleren
Dichte mρi des Prüffluids auf äußerst einfache und dennoch
präzise Art und Weise möglich ist. Mit der Ermittlung der
Gesamtmasse mi im Block 62 ist also eine Kalibrierung der
Bestimmung der Einzel-Vergleichsvolumina Vinorm der
Einzeleinspritzungen möglich. Diese Kalibrierung muss nicht
bei jeder Messkampagne bzw. nicht bei jedem Messzyklus
eines Einspritzsystems erfolgen. Wie oft eine solche
Kalibrierung notwendig oder sinnvoll ist, hängt davon ab,
wie unterschiedlich die Prüfbedingungen bei den einzelnen
Messpunkten und den verschiedenen Einspritzsystemen sind.
Claims (12)
1. Verfahren zum Messen der Einspritzmenge von
Einspritzsystemen (20) insbesondere für Kraftfahrzeuge und
insbesondere in der Fertigungsprüfung, bei dem ein
Prüffluid von einem Einspritzsystem (20) in eine Messkammer
eingespritzt, das eingespritzte Prüffluidvolumen (Vi)
erfasst und aus dem erfassten Volumen (Vi) eine auf
mindestens eine Vergleichsbedingung bezogene
Vergleichsgröße, insbesondere ein Vergleichsvolumen
(Vinorm), bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die
Gesamtmasse (Σmi) des eingespritzten Prüffluids erfasst
wird, welche sich aus den Einzelmassen einer Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen zusammensetzt, und diese Gesamtmasse
(Σmi) zur Ermittlung der Einzel-Vergleichsgrößen,
insbesondere der Einzelmassen (mi) und/oder der Einzel-
Vergleichsvolumina (Vinorm), der Einzeleinspritzungen
verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
aus der erfassten Gesamtmasse (Σmi) und dem Gesamtvolumen
(ΣVi), welches sich aus den Einzelvolumina (Vi) der
Mehrzahl von Einzeleinspritzungen zusammensetzt, eine
mittlere Dichte (mρi) des Prüffluids während der
Einzeleinspritzungen ermittelt und diese mittlere Dichte
(mρi) zur Bestimmung der Einzelmassen (mi) der
Einzeleinspritzungen verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
aus den Einzelmassen (mi) und der bei bestimmten
Vergleichsbedingungen herrschenden Vergleichsdichte (mρi)
des Prüffluids Einzel-Vergleichsvolumina (Vinorm) der
Einzeleinspritzungen bestimmt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der Gesamtmasse
(Σmi) des eingespritzten Prüffluids mittels einer Waage
(32) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der Gesamtmasse
(Σmi) des eingespritzten Prüffluids über ein Coriolis-
Messverfahren erfolgt.
6. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet, dass es zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 geeignet ist, wenn es auf einem Computer ausgeführt wird.
7. Computerprogramm nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass es auf einem Speicher, insbesondere
auf einem Flash-Memory, abgespeichert ist.
8. Vorrichtung (10) zum Messen der Einspritzmenge von
Einspritzsystemen (20) insbesondere für Kraftfahrzeuge und
insbesondere in der Fertigungsprüfung, mit einer
Messkammer, in welche Prüffluid von einem Einspritzsystem
(20) eingespritzt werden kann, und mit einer Einrichtung,
die das eingespritzte Prüffluidvolumen (Vi) erfasst, und
mit einer Verarbeitungseinrichtung (24), welche aus dem
erfassten Volumen (Vi) eine auf mindestens eine
Vergleichsbedingung bezogene Vergleichsgröße, insbesondere
ein Vergleichsvolumen (Vinorm), bestimmt, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (35) vorhanden ist,
welche die Gesamtmasse (Σmi) des eingespritzten Prüffluids
erfasst, die sich aus den Einzelmassen einer Mehrzahl von
Einzeleinspritzungen zusammensetzt, und die
Verarbeitungseinrichtung (24) diese Gesamtmasse (Σmi) zur
Ermittlung der Einzel-Vergleichsgrößen, insbesondere der
Einzelmassen (mi) und/oder der Einzel-Vergleichsvolumina
(Vinorm), der Einzeleinspritzungen verwendet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verarbeitungseinrichtung (24) mit einem
Computerprogramm nach einem der Ansprüche 6 oder 7 versehen
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Fluidleitung (33) vorgesehen ist,
über die das Prüffluid aus der Messkammer zur Einrichtung
(35) zur Erfassung der Gesamtmasse gelangt, wobei die
Fluidleitung (33) zur Einrichtung (35) hin eine Öffnung
(72) aufweist, an der eine Abtropfspitze (80) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abtropfspitze (80) einen Sinterkörper (82)
welcher die Öffnung (72) verschließt, und/oder eine
Zylinderspitze (84) umfasst.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung (35) zur Erfassung der
Gesamtmasse einen Behälter (34) zur Aufnahme des Prüffluids
(88) umfasst und in dem Behälter (34) ein Auftreffelement
(74) mit einer schrägen Auftreffwand (76) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001100065 DE10100065B4 (de) | 2001-01-02 | 2001-01-02 | Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001100065 DE10100065B4 (de) | 2001-01-02 | 2001-01-02 | Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10100065A1 true DE10100065A1 (de) | 2002-07-25 |
| DE10100065B4 DE10100065B4 (de) | 2005-04-07 |
Family
ID=7669691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001100065 Expired - Lifetime DE10100065B4 (de) | 2001-01-02 | 2001-01-02 | Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10100065B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010055781A1 (de) * | 2010-12-23 | 2012-06-28 | Manfred Völker | Mischanlage |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4026734A1 (de) * | 1990-08-24 | 1992-02-27 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zur pruefung von kraftstoffeinspritzventilen |
| JP2806019B2 (ja) * | 1990-09-13 | 1998-09-30 | 株式会社デンソー | 噴射量計測装置 |
-
2001
- 2001-01-02 DE DE2001100065 patent/DE10100065B4/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010055781A1 (de) * | 2010-12-23 | 2012-06-28 | Manfred Völker | Mischanlage |
| DE102010055781B4 (de) * | 2010-12-23 | 2014-07-24 | Manfred Völker | Mischanlage |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10100065B4 (de) | 2005-04-07 |
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