DE10100929A1 - Vorrichtung zur Reinigung von Oberflächen - Google Patents
Vorrichtung zur Reinigung von OberflächenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Reinigung von Oberflächen mit einem schwammartigen Grundkörper (2, 9) und wenigstens einer mit dem Grundkörper verbundenen Zusatzschicht, wobei die Zusatzschicht als Kunstfaservliesschicht (3, 10) ausgebildet ist und wobei im schwammartigen Grundkörper (2, 9) wenigstens eine taschenförmige Aufnahme (5, 12) für ein festes, lösliches Reinigungsmittel (6, 13) ausgebildet ist, soll so weiter entwickelt werden, dass vor allem auch unebene oder strukturierte Oberflächen einwandfrei gereinigt werden können, ohne dass die Gefahr der Beschädigung der Oberflächen besteht. DOLLAR A Dies wird dadurch erreicht, dass die Kunstfaservliesschicht (3, 10) offene Faserenden (4, 11) aufweist, die borstenartig und strukturiert in eine Richtung (4a, 11a) weisen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von
Oberflächen mit einem schwammartigen Grundkörper und wenig
stens einer mit dem Grundkörper verbundenen Zusatzschicht, wo
bei die Zusatzschicht als Kunstfaservliesschicht ausgebildet
ist und wobei im schwammartigen Grundkörper wenigstens eine
taschenförmige Aufnahme für ein festes, lösliches Reinigungs
mittel ausgebildet ist.
Vorrichtungen in Form von Reinigungsschwämmen sind seit langem
bekannt. Diese Reinigungsschwämme bestehen aus einem schwamm
artigen Grundkörper und einer mit dem schwammartigen Grundkör
per verbundenen Zusatzschicht aus einem Material mit einer
sehr rauhen Oberfläche. Zur Reinigung von unebenen und/oder
strukturierten Oberflächen, die kratzempfindlich sind, sind
solche Reinigungsschwämme jedoch nicht geeignet, da sie die zu
reinigende Oberfläche leicht verkratzen und damit dauerhaft
beschädigen können. Dem kann zwar teilweise durch Verwendung
eines flüssigen Reinigungsmittels abgeholfen werden, das auf
die Zusatzschicht aufgebracht wird. Es ist für den Anwender in
der Praxis jedoch schwierig, das Reinigungsmittel in richtig
dosierter Menge aufzubringen.
Um die Beschädigung kratzempfindlicher Oberflächen beim Reini
gen zu vermeiden, können grundsätzlich auch Reinigungsschwämme
verwendet werden, die nur aus einem schwammartigen Körper be
stehen. Mit solchen Reinigungsschwämmen ist jedoch nur eine
unzureichende Reinigung von insbesondere unebenen und/oder
strukturierten Flächen möglich.
Vorrichtungen zur Reinigung von Oberflächen sind auch in Form
von Reinigungspads für Wischmops oder dgl. bekannt, mit denen
es aber ebenfalls nicht zufriedenstellend möglich ist, unebene
bzw. strukturierte Oberflächen, wie beispielsweise Fussboden
flächen mit Fliesenbelag mit rauher Oberfläche (Sicherheits
fliesen), gründlich zu reinigen.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus DE 21 21 388 A1 be
kannt. Eine solche Vorrichtung weist einen schwammartigen
Grundkörper mit einer taschenförmigen Aufnahme für ein festes
lösliches Reinigungsmittel auf sowie eine Zusatzschicht aus
einem Nylonfaservlies. Diese Vorrichtung weist aufgrund ihres
schwammartigen Grundkörpers ein gutes Wassertragevermögen auf.
Das in der Aufnahme befindliche Reinigungsmittel kann sich
deshalb gut dosiert auflösen und beim Reinigungsvorgang mit
abgegeben werden, wobei durch die Faservliesschicht auch stark
verschmutzte Oberflächen abrasiv gereinigt werden können. Al
lerdings kann es bei empfindlichen Flächen zu einem Verkratzen
der Oberfläche kommen, wodurch diese beschädigt wird. Ferner
hat sich herausgestellt, dass bei einer solchen Vorrichtung
schwer zugängliche Stellen, beispielsweise Vertiefungen in
strukturierten Oberflächen, nicht gereinigt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine gattungsgemäße Vor
richtung so weiter zu entwickeln, dass vor allem auch unebene
oder strukturierte Oberflächen einwandfrei gereinigt werden
können, ohne dass die Gefahr der Beschädigung der Oberflächen
besteht.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs bezeich
neten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Kunstfa
servliesschicht offene Faserenden aufweist, die borstenartig
und strukturiert in eine Richtung weisen.
Aufgrund dieser Ausgestaltung der Kunstfaservliesschicht hat
sich herausgestellt, dass in Verbindung mit dem schwammartigen
Grundkörper und das in diesem befindliche Reinigungsmittel
auch schwer zugängliche Vertiefungen in strukturierten Ober
flächen, wie beispielsweise Sicherheitsfliesen im Sanitärbe
reich, erreicht und kratzfrei gereinigt werden können, was mit
herkömmlichen Borsten, beispielsweise auch mit einem Nylon
vlies gemäß DE 21 21 388 A1 nicht möglich ist. Die Reinigungs
leistung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dabei derart,
dass sie diejenige von abrasiv wirkenden Reinigungsmitteln er
reicht, ohne dass jedoch ein Verkratzen und damit eine Beschä
digung der zu reinigenden Oberfläche eintritt.
Vor der Anwendung der Vorrichtung wird vom Anwender das Reini
gungsmittel portioniert, beispielsweise in Form einer kleinen
Tablette, ohne Umhüllung in die taschenförmige Aufnahme der
Vorrichtung eingegeben, wodurch sich in Verbindung mit der
Vliesschicht ein außerordentlich gutes Reinigungsergebnis er
reichen läßt, da die jeweils erforderliche Reinigungsmittel
menge ohne die Gefahr von Dosierfehlern vorgegeben ist. Bei
dem Reinigungsmittel handelt es sich dann vorzugsweise um ein
Extrudat, welches an die Reinigungsbedingungen, die verwendete
Wassermenge, die Wassertemperatur, die einwirkende Mechanik,
usw. über Löslichkeit, chemische Zusammensetzungen und Form
angepasst ist. Neben der dadurch wesentlich verbesserbaren
Reinigungsleistung wird auch die Handhabung vereinfacht, da
lediglich das Reinigungsmittel in die taschenförmige Aufnahme
eingegeben werden muss und ein genaues Portionieren der Reini
gungsmittelmenge beispielsweise aus einer Reinigungsmittel
flasche vollständig entfällt. Durch die direkte Kombination
der Vorrichtung mit dem in die Aufnahme derselben eingegebenen
Reinigungsmittel besteht auch ein wirksamer Schutz gegen eine
Kontamination durch Schmutzreste. Bei handelsüblichen Spül
schwämmen läßt es sich nämlich nicht vermeiden, dass gewisse
Anteile an Speise- oder Schmutzresten nach Gebrauch am Spül
schwamm verbleiben. Dies führt aber zwangsläufig zu einer Kon
tamination des Spülschwammes auch mit Mikroorganismen. Durch
die direkte Kombination der Vorrichtung mit dem Reinigungs
mittel, welches gezielt keimtötend eingestellt werden kann,
ist eine solche Kontamination zuverlässig vermieden.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Faserenden der
Kunstfaservliesschicht in eine Richtung quer, also senkrecht,
zur Oberfläche weisen. Gewünschtenfalls kann aber auch eine
andere Orientierung realisiert werden.
Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kunstfaser
vliesschicht eine Mikrofaser ist, sie besteht bevorzugt aus
Polyester und/oder Polyamid.
Die Kunstfaservliesschicht ist vorzugsweise auf den schwammar
tigen Grundkörper aufkaschiert, was die Herstellung der Vor
richtung besonders einfach macht.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorzugsweise in Form
eines Reinigungsschwammes oder eines Reinigungspads für einen
Wischmop ausgebildet. Grundsätzlich sind aber auch andere An
wendungen möglich.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispiel
haft näher erläutert. Diese zeigt jeweils in perspektivischer
Darstellung in
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Form eines
Reinigungsschwamms,
Fig. 1a ein Detail der Vorrichtung nach Fig. 1 und in
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Form eines
Reinigungspads für einen Wischmop.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reinigung von Oberflä
chen in Form eines Reinigungsschwammes ist in Fig. 1 allgemein
mit 1 bezeichnet. Dieser Reinigungsschwamm 1 weist zunächst
einen schwammartigen Grundkörper 2 auf, auf den wenigstens an
einer Seite eine Kunstfaservliesschicht 3 aufkaschiert ist.
Diese von einer Mikrofaser, z. B. aus Polyamid oder Polyester,
gebildete Kunstfaservliesschicht 3 weist an der äußeren Ober
fläche offene Faserenden 4 auf, welche borstenartig und struk
turiert in eine Richtung weisen, wie am besten aus Fig. 1a
hervorgeht. Diese hier senkrecht zur Oberfläche angeordnete
Richtung ist durch einen Pfeil 4a verdeutlicht.
Weiterhin sind beim Ausführungsbeispiel im schwammartigen
Grundkörper 2 zwei taschenförmige Aufnahmen 5 ausgebildet, die
zur Aufnahme eines festen löslichen Reinigungsmittels bei
spielsweise in Form einer Reinigungsmitteltablette 6 dienen.
Vor dem Beginn des Reinigungsvorganges wird der Reinigungs
schwamm 1 zunächst in ausreichendem Maße befeuchtet, so dass
der schwammartige Grundkörper 2 eine bestimmte Wassermenge
aufnehmen kann. Anschließend oder bereits zuvor gibt der Be
nutzer mit seiner Hand 7 eine Reinigungsmitteltablette 6 in
die taschenförmige Aufnahme 5 des Reinigungsschwammes 3 ein,
worauf sich die Reinigungsmitteltablette 6 je nach Produktei
genschaften über einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich auf
löst, so dass bei der Anwendung vom Reinigungsschwamm 1 Wasser
mit gelöstem Reinigungsmittel abgegeben wird. Zum Reinigen
wird der Reinigungsschwamm 1 so ergriffen, dass die zu reini
gende Fläche von der Kunstfaservliesschicht 3, und zwar mit
den offenen Faserenden 4 beaufschlagt wird. Dadurch sind auch
schlecht zugängliche Stellen, z. B. bei oberflächenrauhen Bo
denfliesen, leicht zugänglich und kratzfrei gründlich zu rei
nigen.
Wie an sich bekannt, kann der schwammartige Grundkörper 2 eine
andere als die gezeigte Gestaltung aufweisen. So kann er bei
spielsweise seitlich Handhabungsmulden aufweisen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung in Form eines Reinigungspads 8 realisiert. Dieses
Reinigungspad 8 besteht aus einem schwammartigen Grundkörper
9, auf den unterseitig eine Kunstfaservliesschicht 10 mit au
ßenseitigen offenen Faserenden 11 aufkaschiert ist. Seitlich
können im schwammartigen Grundkörper 9 ebenfalls taschenförmi
ge Aufnahmen 12 für eine Reinigungsmitteltablette 13 vorgese
hen sein. Die offenen Faserenden 11 sind ebenfalls struktu
riert und borstenartig in eine gemeinsame Richtung 11a ausge
richtet (vgl. Faserenden 4 in Fig. 1a).
Oberseitig ist der schwammartige Grundkörper 9 in an sich be
kannter Weise mit einer Haftschicht 14 verbunden, die zur lös
baren Verbindung mit einer entsprechend gestalteten, haftenden
Unterseite einer Befestigungsplatte 14 eines Padhalters 15
dient.
Mit einem solchen Reinigungspad 8 ist es möglich, ohne Beschä
digungsgefahr für die zu reinigende Oberfläche auch Oberflä
chen gründlich zu reinigen, die eine rauhe Oberflächenstruktur
aufweisen, beispielsweise Antirutsch- oder Sicherheitsfliesen.
Dabei werden vorzugsweise vor Beginn der Reinigung eine oder
mehrere Reinigungsmitteltabletten 13 in die taschenförmigen
Aufnahmen 12 eingegeben.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Aus
führungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen der er
findungsgemäßen Vorrichtung sind möglich, ohne den Grundgedan
ken zu verlassen. So kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
auch in anderer Form realisiert werden, beispielsweise in Form
einer Reinigungsbürste, d. h. einem Reinigungsschwamm mit zu
sätzlichem Handhabungsgriff.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Reinigung von Oberflächen mit einem schwamm
artigen Grundkörper (2, 9) und wenigstens einer mit dem Grund
körper verbundenen Zusatzschicht, wobei die Zusatzschicht als
Kunstfaservliesschicht (3, 10) ausgebildet ist und wobei im
schwammartigen Grundkörper (2, 9) wenigstens eine taschenförmi
ge Aufnahme (5, 12) für ein festes, lösliches Reinigungsmittel
(6, 13) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kunstfaservliesschicht (3, 10) offene Faserenden (4,
11) aufweist, die borstenartig und strukturiert in eine Rich
tung (4a, 11a) weisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faserenden (4, 11) der Kunstfaservliesschicht (3, 10)
in eine Richtung (4a, 11a) quer zur Oberfläche weisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kunstfaservliesschicht (3, 10) eine Mikrofaser ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kunstfaservliesschicht (3, 10) aus Polyester und/oder
Polyamid besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kunstfaservliesschicht (3, 10) auf den schwammartigen
Grundkörper (2, 9) aufkaschiert ist.
6. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden als Reinigungsschwamm.
7. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden als Reinigungspad für einen Wischmop oder dgl.
Priority Applications (3)
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Family
ID=7628264
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1413240B2 (de) † | 2002-10-25 | 2011-10-26 | LEIFHEIT Aktiengesellschaft | Feuchtwischtuch |
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2001
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|---|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ECOLAB GMBH & CO. OHG, 40589 DUESSELDORF, DE |
|
| 8130 | Withdrawal |