DE10100910A1 - Heberfarbwerk für Druckmaschinen - Google Patents
Heberfarbwerk für DruckmaschinenInfo
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Abstract
Ein Heberfarbwerk (2) für Druckmaschinen (1) enthält eine Farbzufuhrwalze (3), eine Farbabnahmewalze (5), einen ersten Hebel (16) zur periodischen Hin- und Herbewegung einer Heberwalze (4) zwischen der Farbzufuhrwalze (3) und der Farbabnahmewalze (5) und eine Verstelleinrichtung (23, 24) zur Verstellung der Heberwalze (4) in eine Verbindungsstellung, in der die Heberwalze (4) an der Farbzufuhrwalze (3) und gleichzeitig an der Farbabnahmewalze (5) anliegt. DOLLAR A Die Verstelleinrichtung (23, 24) ist am ersten Hebel (16) angebracht, so daß die Heberwalze (4) mittels der Verstelleinrichtung (23, 24) relativ zum ersten Hebel (16) verstellbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Heberfarbwerk für Druckmaschinen, mit einer
Farbzufuhrwalze, einer Farbabnahmewalze, einem ersten Hebel zur periodischen Hin- und
Herbewegung einer Heberwalze zwischen der Farbzufuhrwalze und der Farbabnahmewalze
und mit einer Verstelleinrichtung zur Verstellung der Heberwalze in eine
Verbindungsstellung, in der die Heberwalze an der Farbzufuhrwalze und gleichzeitig an
der Farbabnahmewalze anliegt, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In der EP 0 692 382 B1 ist ein solches Farbwerk beschrieben, dessen Verstelleinrichtung
als eine Exzenterlagerung ausgebildet ist, mittels welcher die Heberwalze und ein diese
tragender Rollenhebel, in welchem eine Kurvenrolle gelagert ist, zusammen in eine
Reinigungsstellung verstellbar sind. Die Heberwalze ist nicht relativ zum Rollenhebel
verstellbar.
In der JP-A Sho 57-120443 ist ein weiteres, der eingangs genannten Gattung
entsprechendes Farbwerk beschrieben, dessen Verstelleinrichtung aus einem Stützhebel
besteht, in welchem ein die Heberwalze hin- und herbewegender Rollenhebel gelagert ist.
Durch ein Schwenken des Stützhebels sind der Rollenhebel und die Heberwalze zusammen
in eine Reinigungsstellung verstellbar. Auch die in letztgenannter Druckschrift
beschriebene Heberwalze ist nicht relativ zum Rollenhebel verstellbar.
Zwar ermöglichen die in den Druckschriften beschriebenen Farbwerke eine Reinigung der
Farbzufuhr- bzw. Farbkastenwalze über die Heberwalze; jedoch sind die
Verstelleinrichtungen konstruktiv bedingt nicht für alle Druckmaschinen geeignet.
In der DE 198 00 475 A1 ist eine Einrichtung zur Beeinflussung der Farbverteilung in
Heberfarbwerken beschrieben, welche einen Winkelhebel zur Hin- und Herbewegung einer
Heberwalze und einen Schwenkhebel, in welchem der Winkelhebel drehbar gelagert ist,
umfaßt. Die Heberwalze wird von einem ersten Hebelarm und eine Kurvenrolle von einem
zweiten Hebelarm des Winkelhebels getragen. Durch eine Schwenken des Schwenkhebels
läßt sich der Winkelhebel zusammen mit der Heberwalze in eine Stellung verlagern, in
welcher eine Farbkastenwalze, die Heberwalze und eine Reibwalze in Wirkverbindung
stehen, so daß überschüssige Farbe aus dem Farbwerk in einen Farbkasten gefördert
werden kann. Jedoch ist die Heberwalze nicht relativ zum Winkelhebel verstellbar.
Ferner ist in der DE 33 42 459 C2 ein nicht der eingangs genannten Gattung
entsprechendes und vom Film- auf Heberbetrieb umstellbares Farbwerk beschrieben,
dessen im Filmbetrieb als Film- oder Leckwalze fungierende Kombiwalze in beiden
Betriebsarten in permanenter Anlage an einer Reiberwalze gehalten ist, weil die
Schwenkachse eines mehrteiligen Schwenkhebels zum Schwenken der Kombiwalze mit
der Drehachse der Reiberwalze zusammenfällt. Der Schwenkhebel ist aus zwei mittels
zweier Einstellschrauben relativ zueinander verstellbaren Hebeln zusammengesetzt. In
einem der Hebel ist die Kombiwalze und im anderen Hebel ist eine Kurvenrolle
drehgelagert. Die Einstellschrauben dienen zur Einstellung der Größe eines Spaltes
zwischen der Kombiwalze und einer Farbkastenwalze, der laut der Patentschrift eine
direkte Berührung zwischen den beiden zuletzt genannten Walzen verhindert. Eine
Reinigung der Farbkastenwalze über die Kombiwalze ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Heberfarbwerk zu
schaffen, dessen Farbzufuhrwalze über eine Heberwalze reinigbar ist.
Die Aufgabe wird durch ein Heberfarbwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Heberfarbwerk zeichnet sich dadurch aus, daß am ersten Hebel eine
Verstelleinrichtung angeordnet ist, mittels welcher die Heberwalze relativ zum ersten
Hebel verstellbar ist.
In einer Druckbetriebsstellung schwingt die Heberwalze zwischen der Farbzufuhrwalze
und der Farbabnahmewalze zyklisch hin und her, so daß die Heberwalze auf Abstand zur
Farbzufuhrwalze ist, wenn die Heberwalze an der Farbabnahmewalze anliegt und auf
Abstand zur Farbabnahmewalze ist, wenn die Heberwalze an der Farbzufuhrwalze anliegt.
Mit anderen Worten gesagt, liegt die Heberwalze im Druckbetrieb nur intermittierend an
der Farbabnahmewalze an.
Mittels der Verstelleinrichtung kann die Heberwalze aus der Druckbetriebsstellung in eine
Reinigungsstellung verlagert werden, in der die Heberwalze sowohl mit der
Farbzufuhrwalze als auch mit der Farbabnahmewalze in Abrollkontakt steht. Die
Verlagerung der Heberwalze in die Reinigungsstellung und aus dieser wieder zurück in die
Druckbetriebsstellung sind ohne eine Verlagerung des ersten Hebels möglich, der in seiner
Stellung verharren kann, so daß auch eine im ersten Hebel gelagerte Kurvenrolle in
Kontakt zu einer den ersten Hebel über die Kurvenrolle betätigenden Steuerkurve
verbleiben kann.
Vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Heberfarbwerks sind in den
Unteransprüchen genannt.
Bei einer hinsichtlich einer fernbedienten Verlagerung der Heberwalze aus der
Druckbetriebsstellung in die Reinigungsstellung und wieder zurück vorteilhaften
Ausführungsform umfaßt die Verstelleinrichtung einen Stellantrieb. Der Stellantrieb kann
ein elektrischer Motor oder ein hydraulischer Hubkolbenzylinder sein und ist vorzugsweise
ein pneumatischer Hubkolbenzylinder.
Bei einer hinsichtlich der Anbringung einer zum Stellantrieb zusätzlichen
Justiereinrichtung am ersten Hebel vorteilhaften, weiteren Ausführungsform ist im ersten
Hebel ein zweiter Hebel gelagert, in welchem wiederum die Heberwalze gelagert ist. Die
Justiereinrichtung dient ebenso wie die Verstelleinrichtung einer Verlagerung der
Heberwalze relativ zum ersten Hebel. Allerdings wird durch die mit der Justiereinrichtung
durchgeführte Verlagerung eine Variation des Freiraumes bezweckt, welcher während des
Druckbetriebes der Heberwalze zum Hin- und Herschwingen zwischen der
Farbzufuhrwalze und Farbabnahmewalze zur Verfügung steht. Aus der Größe des
eingestellten Freiraumes ergibt sich der Anpreßdruck der Heberwalze an die
Farbzufuhrwalze und auch der Anpreßdruck der Heberwalze an die Farbabnahmewalze,
wenn die Heberwalze mit der jeweiligen Walze in Abrollkontakt kommt. Die
Justiereinrichtung ist stufenlos einstellbar und kann als ein Schraubengetriebe mit einer
zum Auseinanderspreizen und Zusammenziehen der Hebel verdrehbaren Gewindespindel
ausgebildet sein. Die Justiereinrichtung kann aber auch einen drehfest angebrachten
Gewindebolzen umfassen, auf welchen ein Knebel mehr oder weniger aufschraubbar ist,
wodurch die Winkellage der Hebel zueinander einstellbar ist.
Anstelle des zweiten Hebels kann auch eine Exzenterlagerung am ersten Hebel angebracht
sein, in welcher die Heberwalze gelagert ist und die durch den Stellantrieb verdrehbar ist,
um die Heberwalze relativ zum ersten Hebel zu verstellen.
Bei Verwendung des elektrischen Motors als Stellantrieb kann dieser eine Gewindespindel
antreiben, durch welche entweder bei Vorhandensein der Exzenterlagerung diese verdreht
wird oder bei Vorhandensein des zweiten Hebels die beiden Hebel in ihrer relativen
Winkellage zueinander verstellt werden. Bei Vorhandensein der Exzenterlagerung kann
diese vom elektrischen Motor auch über ein Schneckengetriebe verdreht werden, welches
aus einem mit der Exzenterlagerung drehfest verbundenen Zahnrad und einem mit diesem
kämmenden Schneckenrad besteht, welches auf der Motorwelle des Motors sitzt.
Eine Anbringung des Stellantriebes am ersten Hebel, so daß der Stellantrieb mit dem ersten
Hebel mitschwingt, ist selbstverständlich auch dann gegeben, wenn der Stellantrieb am
zweiten Hebel und über diesen am ersten Hebel befestigt ist.
Das erfindungsgemäße Heberfarbwerk ist besonders gut für Rotationsdruckmaschinen und
insbesondere für Offsetrotationsdruckmaschinen geeignet.
Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Heberfarbwerks ergeben sich aus der Beschreibung und der Figur.
In dieser ist eine Offsetrotationsdruckmaschine 1 im Ausschnitt dargestellt. Der Ausschnitt
zeigt ein Heberfarbwerk 2 der Druckmaschine 1, welches aus einer als Farbzufuhrwalze
dienenden Farbkastenwalze 3, einer Heberwalze 4, einer als Farbabnahmewalze dienenden
und axial oszillierenden Reiberwalze 5, Übertragungswalzen 6, weiteren Reiberwalzen 7
und Auftragswalzen 8 besteht, wobei von den Walzen 6, 7 und 8 zur Vereinfachung jeweils
nur eine einzige gezeigt ist.
Im Druckbetrieb ist ein Farbkasten 9 an die Walze 3 angestellt und wird diese von einem
elektrischen Motor 10 über ein Getriebe 11 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn rotativ
angetrieben. Die Walze 4 schwingt zwischen den Walzen 3 und 5 hin und her und kommt
dabei abwechselnd mit den Walzen 3 und 5 in Abrollkontakt, wodurch die Farbe von der
Walze 3 auf die Walze 5 übertragen wird. Mit anderen Worten gesagt, liegt die Walze 4 im
Druckbetrieb nicht permanent sondern intermittierend an der Walze 5 an. Die Schwingung
der Walze 4 wird von einem elektrischen Motor 13 angetrieben, der eine Steuerkurve 12
eines Kurvengetriebes rotiert. Auf der Kurve 12 läuft eine durch eine Feder 14 in Anlage
an der Kurve 12 gehaltene Kurvenrolle 15 ab, die in einem Rollenhebel 16 drehgelagert ist,
der um ein gestellfestes Drehgelenk 17 schwenkbar ist.
Die Rotation der Walzen 5 bis 8 sowie einer mit dem Farbwerk 2 einzufärbenden
Druckform 18 und eines diese tragenden Druckformzylinders wird über ein mit
gestrichelten Linien schematisch dargestelltes Zahnradgetriebe von einem elektrischen
Motor 19 angetrieben, welcher der Hauptantrieb der Druckmaschine 1 ist.
Zur Reinigung des Farbwerks 2 nach dem Drucken wird der Farbkasten 9 von der Walze 3
abgestellt, die Rotation der Kurve 12 stillgesetzt und werden die Walzen 8 von der
Druckform 18 abgehoben. Es wird mittels einer als Sprührohr ausgebildeten
Zuführeinrichtung 20 eine Waschflüssigkeit in das Farbwerk 2 gegeben, an die Walze 7
eine als Reinigungseinrichtung eingesetzte Rakel 21 mit einer Wanne 22 angestellt und
durch Umschaltung des Motors 10 oder des Getriebes 11 die Walze 3 im
Uhrzeigerdrehsinn rotiert. Weiterhin wird ein kurzhubiger Hubkolbenzylinder 23 durch
Druckluftbeaufschlagung seiner Kammer ausgefahren, wodurch ein Walzenhebel 24 um
ein diesen mit dem Hebel 23 verbindendes Drehgelenk 25 geschwenkt wird. Durch das
Schwenken des Hebels 24 wird die in diesem drehgelagerte Walze 4 in ihre gezeigte
Reinigungsstellung mit Abrollkontakt mit der Walze 3 und gleichzeitig mit der Walze 5
verlagert.
In der Figur ist zu sehen, daß das Gelenk 25 achsparallel versetzt zum Gelenk 17 und um
dieses schwenkbar und beide Gelenke 17 und 25 achsparallel versetzt zur
Farbabnahmewalze 5 angeordnet sind.
Dem an den Hebeln 16 und 24 angelenkten Zylinder 23 ist eine Gewindeverbindung 26
zugeordnet, die als eine Einrichtung zur Justage der Winkelstellung des Hebels 24 zum
Hebel 16 und damit der Breite der Preßstreifen dient, welche die gummielastische Walze 4
im Druckbetrieb abwechselnd und in der Reinigungsstellung gleichzeitig mit den Walzen 3
und 5 bildet. Somit können mittels der als die Gewindeverbindung 26 ausgebildeten
Justiereinrichtung sich auf die Preßstreifenbreite auswirkende und durch Aufquellen oder
Abriebverschleiß bedingte Veränderungen des Durchmessers der Walze 4 kompensiert
werden. Der Zylinder 23 und die Gewindeverbindung 26 sind in axialer Flucht
hintereinander angeordnet. Die Gewindeverbindung 26 besteht aus einer mit zwei
verschiedenen Gewinden versehenen Mutter, deren selbsthemmendes Rechtsgewinde mit
einer Kolbenstange 28 und deren selbsthemmendes Linksgewinde mit einer
Verbindungsstange 29 verschraubt ist. Je nach Drehrichtung der Mutter werden die
Stangen 28 und 29 durch die längenvariable Gewindeverbindung 26 auseinandergeschoben
oder zusammengezogen.
Über die während der Reinigung durch Friktionsmitnahme von der Walze 5 rotativ
angetriebene Walze 4 gelangt die Waschflüssigkeit auf die Walze 3 und die von der Walze
3 zu entfernende Farbe zur der Walze 5 im Farbstrom nachgeordnete Rakel 21 und über
diese in die Wanne 22, worin die mit der Waschflüssigkeit vermischte Farbe aufgefangen
wird.
Nach der Reinigung wird die Rakel 21 von der Walze 7 abgestellt, der Farbkasten 9 in
seine mit unterbrochener Linie dargestellte Position an die Walze 3 angeschwenkt und die
Druckluftbeaufschlagung des einfachwirkenden Zylinders 23 aufgehoben, wodurch dieser
durch die Wirkung einer diesem zugeordneten Rückstellfeder 27 wieder einfährt.
Der Zylinder 23 kann auch als ein doppeltwirkender Hubkolbenzylinder ohne
Rückstellfeder ausgebildet sein, der durch eine zum Ausfahren entgegengesetzte
Druckluftbeaufschlagung einer anderen Kammer des Zylinders 21 einfahrbar ist.
Durch das Einfahren des gezeigten Zylinders 23 wird der Hebel 24 in seine
Ausgangsstellung um das Gelenk 25 zurückgeschwenkt, in welcher der Hebel 24 während
des Druckbetriebs von der Rückstellfeder 27 permanent gehalten wird. Infolge des
Zurückschwenkens des Hebels 24 wird die Walze 4 von mindestens einer der Walzen 3
und 5 wieder abgehoben. Vorzugsweise wird die Walze 4 um den Betrag ihrer
Schwingungsamplitude, die wenige Millimeter beträgt, abgehoben. Zum Übergang aus
dem Reinigungsbetrieb in den Druckbetrieb ist es lediglich noch erforderlich, die
Drehrichtung der Walze 3 zurückzuschalten, so daß diese entgegengesetzt zum
Uhrzeigerdrehsinn angetrieben wird und den Motor 13 einzuschalten, oder die Steuerkurve
12 mit dem Motor 13 über eine Kupplung wieder zu verbinden, so daß die Steuerkurve 12
wieder rotiert.
An dieser Stelle sei angemerkt, daß sich die in der Figur mit unterbrochenen Linien
eingetragenen Bewegungspfeile der Teile 3, 16 und 12 ausschließlich auf den Druckbetrieb
beziehen.
Letztendlich soll noch hervorgehoben werden, daß das Farbwerk 2 die Teile 14 bis 17 und
23 bis 29 in doppelter Ausführung enthält. In der Figur sind jedoch nur die vor den Walzen
3, 4 und 5 angeordneten, vorderen Teile zu sehen, weil die senkrecht zur Bildebene versetzt
hinter den Walzen 3, 4 und 5 angeordneten, hinteren Doppelteile von den vorderen Teilen
verdeckt werden. Beispielsweise ist die Walze 4 mit einem Achszapfen an ihrem vorderen
Ende in dem Hebel 24 und mit einem Achszapfen an ihrem hinteren Ende in einem
ebensolchen Hebel gelagert. Der Hebel 16 und der diesem entsprechende hintenliegende
Hebel können von ein und derselben Steuerkurve 12 gleichzeitig betätigt werden. Die
Steuerkurve 12 kann dazu mehrteilig ausgebildet sein und aus einer Kurvenwelle 30
bestehen, auf der eine Kurvenscheibe 31 und eine weitere solche Kurvenscheibe drehfest
sitzt. Auf der Kurvenscheibe 31 rollt die Rolle 15 und auf der weiteren Kurvenscheibe eine
Rolle des dem Hebel 16 entsprechenden hinteren Hebels ab. Durch die Betätigung des
vorderen Hebelgetriebes und des hinteren Hebelgetriebes durch die Steuerkurve 12 ist eine
sehr verwindungssteife Konstruktion gegeben.
1
Offsetrotationsdruckmaschine
2
Heberfarbwerk
3
Farbkastenwalze
4
Heberwalze
5
Reiberwalze
6
Übertragungswalze
7
Reiberwalze
8
Auftragswalze
9
Farbkasten
10
Motor
11
Motor
12
Steuerkurve
13
Motor
14
Feder
15
Kurvenrolle
16
Rollenhebel
17
Drehgelenk
18
Druckform
19
Motor
20
Zuführeinrichtung
21
Rakel
22
Wanne
23
Hubkolbenzylinder
24
Walzenhebel
25
Drehgelenk
26
Gewindeverbindung
27
Rückstellfeder
28
Kolbenstange
29
Verbindungsstange
30
Kurvenwelle
31
Kurvenscheibe
Claims (12)
1. Heberfarbwerk (2) für Druckmaschinen (1), mit einer Farbzufuhrwalze (3), einer
Farbabnahmewalze (5), einem ersten Hebel (16) zur periodischen Hin- und
Herbewegung einer Heberwalze (4) zwischen der Farbzufuhrwalze (3) und der
Farbabnahmewalze (5) und mit einer Verstelleinrichtung (23, 24) zur Verstellung der
Heberwalze (4) in eine Verbindungsstellung, in der die Heberwalze (4) an der
Farbzufuhrwalze (3) und gleichzeitig an der Farbabnahmewalze (5) anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstelleinrichtung (23, 24) am ersten Hebel (16) angebracht ist, so daß die
Heberwalze (4) mittels der Verstelleinrichtung (23, 24) relativ zum ersten Hebel (16)
verstellbar ist.
2. Heberfarbwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstelleinrichtung (23, 24) einen Stellantrieb (23) umfaßt, welcher am
ersten Hebel (16) angebracht ist, der um ein erstes Drehgelenk (17) schwenkbar
angeordnet ist.
3. Heberfarbwerk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstelleinrichtung (23, 24) einen zweiten Hebel (24) umfaßt, der mit dem
ersten Hebel (16) über ein zweites Drehgelenk (25) verbunden ist und die
Heberwalze (4) trägt.
4. Heberfarbwerk nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß am ersten Hebel (16) eine Justiereinrichtung (26) zur Justage des Anpreßdruckes
der Heberwalze (4) angebracht ist.
5. Heberfarbwerk nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstelleinrichtung (23, 24) einen am ersten Hebel (16) angebrachten Stellantrieb (23) und einen zweiten Hebel (24) umfaßt,
daß der erste Hebel (16) um ein erstes Drehgelenk (17) schwenkbar angeordnet und mit dem zweiten Hebel (24) über ein zweites Drehgelenk (25) verbunden ist und
daß der Stellantrieb (23) mit dem zweiten Hebel (24) zu dessen Schwenken um das zweite Drehgelenk (25) verbunden ist.
daß die Verstelleinrichtung (23, 24) einen am ersten Hebel (16) angebrachten Stellantrieb (23) und einen zweiten Hebel (24) umfaßt,
daß der erste Hebel (16) um ein erstes Drehgelenk (17) schwenkbar angeordnet und mit dem zweiten Hebel (24) über ein zweites Drehgelenk (25) verbunden ist und
daß der Stellantrieb (23) mit dem zweiten Hebel (24) zu dessen Schwenken um das zweite Drehgelenk (25) verbunden ist.
6. Heberfarbwerk nach Anspruch 2 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellantrieb (26) ein druckfluidbeaufschlagbarer Hubkolbenzylinder ist.
7. Heberfarbwerk nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Justiereinrichtung (26) eine Gewindeverbindung ist.
8. Heberfarbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine vom Farbwerk (2) einfärbbare Druckform (18) und eine Steuerkurve (12)
zur Hin- und Herbewegung der Heberwalze (4) von zwei verschiedenen
Motoren (13 und 19) rotativ antreibbar sind.
9. Heberfarbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbzufuhrwalze (3) zur Umkehrung von deren Drehsinn ein umschaltbarer
Motor (19) oder ein umschaltbares Getriebe (11) zugeordnet ist.
10. Heberfarbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Farbwerk (2) eine Reinigungseinrichtung (21, 22) enthält, die der
Heberwalze (4) in Farbflußrichtung nachgeordnet ist.
11. Heberfarbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Hebel (16) von einem Kurvengetriebe (12, 13) antreibbar ist.
12. Druckmaschine (1) mit einem nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildeten
Heberfarbwerk (2).
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Publications (2)
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| DE10100910B4 DE10100910B4 (de) | 2012-03-08 |
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| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20120609 |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |