DE10100403A1 - Verbinder für zylindrische Rohre, insbesondere Handlaufabschnitte - Google Patents
Verbinder für zylindrische Rohre, insbesondere HandlaufabschnitteInfo
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Abstract
Ein Verbinder zur Verbindung von zwei zylindrischen Rohren (40, 42), insbesondere Handlaufabschnitten, weist zwei längliche Klemmkörper (10, 12) auf, die mit je einer ihrer Längsseiten benachbart zueinander angeordnet und mit ihren in Längsrichtung voneinander abgewandten Enden in die Enden der zwei zu verbindenden Rohre einführbar sind. In dem ersten Klemmkörper ist mindestens ein Durchgangsloch (16, 18) mit einem Gewinde vorgesehen. Die Klemmkörper sind so ausgebildet, daß die in die Rohrenden eingeführten Klemmkörper mittels einer durch mindestens eine Ausnehmung in mindestens einer der Rohrwände in das Gewinde eingeschraubten Schraube (48, 50) gegeneinander verspreizbar und in den Rohrenden einklemmbar sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Verbinder zur Verbindung von zwei zy
lindrischen Rohren, insbesondere Handlaufabschnitten.
Handläufe, wie sie z. B. an Treppen oder Geländern Verwendung finden,
werden vielfach aus zylindrischen Rohren hergestellt. Dazu werden
Handlaufabschnitte aus solchen Rohren, die gerade oder auch gebogen
sein können, zu Handläufen verbunden, was vielfach durch Verschweißen
erfolgt. Dies hat den Nachteil, daß zum einen Schweißverbindungen sehr
aufwendig sind, da die Schweißnähte in der Regel nicht sichtbar sein sol
len, und zum anderen solche Geländer nicht mehr einfach zu demontieren
sind, falls dies wegen Renovierungsarbeiten notwendig ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine einfache, lösbare Verbindung von zwei
zylindrischen Rohren, insbesondere Handlaufabschnitten, zu schaffen.
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Verbinder mit den Merkmalen nach
Anspruch 1.
Ein erfindungsgemäßer Verbinder dient der Verbindung von zwei zylindri
schen Rohren, die grundsätzlich aus einem beliebigen Rohrmaterial, ins
besondere z. B. Kunststoff, faserverstärkter Kunststoff oder Metall beste
hen können. Insbesondere eignet sich der Verbinder zur Verbindung von
zylindrischen Rohren die Teile von Handläufen sind, er kann aber auch
für beliebige andere Rohrverbindungen eingesetzt werden.
Dazu weist der Verbinder zwei längliche Klemmkörper auf, die aus einem
an sich beliebigen, hinreichend steifen Material gefertigt sind; hierbei
kann es sich insbesondere um Kunststoff, faserverstärkte Kunststoffe oder
Metalle, insbesondere Stahl oder Aluminium, handeln. Die Klemmkörper,
die grundsätzlich unterschiedlich ausgebildet sein können, weisen eine
solche Form auf, daß sie mit je einer ihrer Längsseiten benachbart zuein
ander angeordnet mit ihren in Längsrichtung voneinander abgewandten
Enden in die Enden der zwei zu verbindenden Rohre einführbar sind.
Zum Auseinanderspreizen der Klemmkörper mit einer Schraube weist der
erste Klemmkörper ein Durchgangsloch mit einem Gewinde auf. Das Ge
winde kann dabei in das Durchgangsloch in dem Klemmkörper geschnit
ten sein. Es kann aber auch durch eine Mutter gebildet werden, die auf
der dem zweiten Klemmkörper zugewandten Seite des ersten Klemmkör
pers hinter dem entsprechenden Durchgangsloch mit dem ersten Klemm
körper, z. B. durch eine Schweiß- oder Lötverbindung, verbunden ist.
Die Klemmkörper sind insgesamt so ausgebildet, daß die in den Rohren
den eingeführten Klemmkörper mittels einer in das Gewinde einge
schraubten Schraube gegeneinander verspreizbar und in den Rohrenden
einklemmbar sind. Dazu muß in mindestens einer der Rohrwände minde
stens eine Ausnehmung vorgesehen sein, durch die die Schraube in das
Durchgangsloch mit dem Gewinde einführbar ist. Unter "einklemmbar"
wird hier verstanden, daß der Verbinder nach Einklemmen in keinem der
Rohrenden bewegbar, insbesondere kippbar ist.
Bei den Schrauben kann es sich grundsätzlich um beliebige Arten von
Schrauben handeln, die jedoch hinreichend lang sein müssen, um ein
hinreichendes Verspreizen zu ermöglichen. Vorzugsweise sind das Durch
gangsloch und die Schraube so ausgebildet, daß die Schraube nicht nach
außen hervorsteht. Dazu kann bei Verwendung einer Schraube mit Kopf
in dem Durchgangsloch auf der dem Rohr zugewandten Seite eine ent
sprechende Erweiterung zum Versenken des Schraubenkopfes in dem
Klemmkörper vorgesehen sein. Bevorzugt werden jedoch Gewindestifte mit
Innensechskant verwendet, da diese nur ein einfaches Durchgangsloch
mit einem Gewinde erfordern, andererseits aber auch sicher mit hohen
Kräften wie sie beim Spreizen und Klemmen auftreten, eingedreht werden
können.
Die erfindungsgemäßen Klemmkörper sind länglich, d. h., daß ihre Länge
vorzugsweise größer ist als der Innendurchmesser der zylindrischen Roh
re. Hierdurch werden die Kräfte auf einen größeren Bereich der Rohrenden
verteilt, wodurch sich der Verbinder auch für dünne Rohre oder solche
aus einem weniger festen Material eignet.
Die erfindungsgemäßen Verbinder ermöglichen eine sehr einfache, nur mit
einem Schraubenzieher, Schraubenschlüssel oder einem Inbusschlüssel
herzustellende Verbindung von zylindrischen Rohren, die ebenso einfach
wieder lösbar ist. Darüber hinaus ist der Verbinder bei geeigneter Ausbil
dung und Anordnung der Schrauben, die vorzugsweise bei der Montage
von unten eingeschraubt werden, von oben oder von der Seite nicht sicht
bar.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in der Beschreibung, den
Zeichnungen und den Unteransprüchen beschrieben.
Um einerseits die für eine gute Klemmwirkung notwendigen hohen Rei
bungskräfte zwischen Klemmkörper und Rohrwänden zu erzielen, und
andererseits die Kräfte gleichmäßig auf die Rohrwände zu verteilen, wei
sen die Klemmkörper bevorzugt Oberflächen auf, die wenigstens teilweise
mit den Rohrinnenwänden flächig zur Anlage bringbar sind und deren
Normalen Komponenten in Spreizrichtung haben. Dabei ist es bevorzugt,
daß die Klemmkörper je mindestens eine Oberfläche aufweisen, die mit
den Rohrinnenflächen in einem Winkelbereich von mindestens 45° im we
sentlichen flächig zur Anlage bringbar ist. Besonders bevorzugt ist ein
Winkelbereich von etwa 180°. Hierdurch wird der Verbinder in den Rohr
enden besonders stabil gehalten, so daß auch die Rohrenden stabil zuein
ander positioniert sind.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders
weisen die Oberflächen der Klemmkörper wenigstens teilweise eine rei
bungserhöhende Struktur oder Schicht, bevorzugt im Kontaktbereich mit
der Rohrwand, auf, wodurch auch bei geringeren Spreizkräften schon eine
gute Kraftübertragung zwischen Klemmelementen und Rohrinnenflächen
erfolgt. Bei den reibungserhöhenden Schichten kann es sich insbesondere
um beidseitig klebende Klebestreifen oder Gummischichten handeln. Be
vorzugt werden als reibungserhöhende Strukturen Aufrauhungen der
Oberflächen oder besonders bevorzugt Riffelungen verwendet. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Riffelung dabei etwas über den eigentlichen
Umfang der Oberfläche hervorsteht, bevorzugt um 1/10 bis 3/10 mm. Ei
ne solche Riffelung kann unter Verwendung einer Rändelmaschine hergestellt
werden, da die Rändelmaschine nicht nur das Material eindrückt,
sondern auch "nach außen vorquetscht". Die Flächen, die die reibungser
höhende Struktur oder Schicht aufweisen, müssen dabei nicht unbedingt
an beiden Enden des Verbinders symmetrisch oder auch gleich groß aus
gebildet sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in dem ersten
Klemmkörper mindestens zwei, in Längsrichtung voneinander beabstan
dete Durchgangslöcher mit je einem Gewinde zur Spreizung der Klemm
körper vorgesehen. Hierdurch wird ein sehr gleichmäßiges Spreizen der
Klemmkörper ermöglicht, insbesondere wird ein Abkippen eines Klemm
körpers entlang der Längsachse sicher vermieden. Darüber hinaus sind,
wenn die Durchgangslöcher in Längsrichtung hinreichend weit voneinan
der beabstandet sind, keine so großen durch die Schrauben auszuüben
den Klemmkräfte notwendig, so daß die Dimensionen der Schrauben re
duziert und die Anforderungen an die Festigkeit des Materials insbesonde
re auch der Gewinde in dem ersten Klemmkörper, herabgesetzt sind.
Besonders bevorzugt sind die Durchgangslöcher in Richtung der Längs
achse angeordnet. Während zur Verbindung gerader Rohrabschnitte die
Durchgangslöcher bevorzugt gleiche Abstände zu den Enden des ersten
Klemmkörpers aufweisen, kann es zur Verbindung eines gebogenen und
eines geraden Rohres vorteilhaft sein, daß der Abstand eines Lochs von
dem ihm am nächsten liegenden Ende an dem Ende, das in das gebogene
Rohr eingeführt wird, geringer ist als der entsprechende Abstand des
Lochs an dem anderen Ende. Hierdurch wird bei gleichem Abstand der
Löcher bzw. Schrauben von den Rohrenden eine Verbindung nahe einer
Biegung ermöglicht, wobei dann ein kürzerer Teil des Verbinders in dem
gebogenen Rohrende und ein längerer Teil in dem geraden Rohrende sitzt.
Weiterhin bevorzugt ist mindestens ein Durchgangsloch so angeordnet,
daß es im geklemmten Zustand radial zu den Rohrachsen verläuft. Hier
durch wird die Rotationssymmetrie der Rohre ausgenutzt, um ein Kippen
der Klemmkörper zu vermeiden. Insbesondere ergibt sich eine besonders
gleichmäßige Kraftverteilung.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem
zweiten Klemmkörper mindestens eine Ausnehmung oder mindestens ein
Loch zur Aufnahme wenigstens der Spitze einer durch das Gewinde des
ersten Klemmkörpers geschraubten Schraube vorgesehen. Hierdurch wird
zum einen eine sichere Positionierung des zweiten Klemmkörpers gegen
über dem ersten Klemmkörper schon im nicht voll gespreizten Zustand
ermöglicht, so daß ein Abgleiten des zweiten Körpers auf dem ersten aus
geschlossen ist. Auch im verklemmten Zustand wird die Lage der beiden
Klemmkörper zueinander zusätzlich stabilisiert, insbesondere kann es
nicht zu einem Abgleiten oder einem Verkippen der Klemmkörper kom
men.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist einer
der Klemmkörper rinnenförmig ausgebildet, wobei die konvexe Oberfläche
im gespreizten Zustand an der Rohrinnenwand zu Liegen kommt. Ein sol
cher Klemmkörper ist besonders materialsparend und leicht, erfordert
aber, wenn durch ihn die Schraube zum Spreizen führt, entweder eine
große Wanddicke zur Aufnahme des Gewindes oder eine auf der konkaven
Seite des Klemmkörpers mit diesem fest verbundene Mutter, um die
Spreizkräfte aufnehmen zu können.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist mindestens einer der
Klemmkörper jedoch als Vollkörper ausgebildet. Dadurch kann der
Klemmkörper entlang seiner Längsrichtung sehr hohe Biegekräfte auf
nehmen. Darüber hinaus ermöglicht ein erster Klemmkörper, der als Voll
körper ausgebildet ist, ein langes Gewinde, das hohe Spreizkräfte auf
nehmen kann.
In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist wenigstens einer der
Klemmkörper aus einem Halbzylinder gebildet. Der Halbzylinder kann
hierbei sehr einfach durch Schneiden eines Stabs mit Kreisprofil entlang
seiner Achse erhalten werden. Bevorzugt ist der Radius des dem Halbzy
linderquerschnitt zugrunde liegenden Kreises so groß wie der Innenradius
der Rohre oder nur wenig kleiner, so daß eine möglichst große Anlageflä
che zwischen Klemmkörper und Rohrinnenwand gegeben ist. Diese
Klemmkörper sind sehr einfach herstellbar und ermöglichen doch eine
sehr stabile und sichere Verbindung.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die
Klemmkörper wenigstens an den Kanten zwischen den Oberflächen, die
mit den Rohrinnenwänden zur Anlage bringbar sind, und den Stirnseiten
der Klemmkörper angefast, was das Einführen der Klemmkörper in die
Rohrenden wesentlich erleichtert.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Klemmkörper
Elemente auf, mittels derer sie im nicht gespreizten Zustand relativ zueinander
positionierbar sind, so daß sie während des Einschiebens in die
Rohrenden nicht gegeneinander abgleiten. Hierbei kann es sich um sich
entsprechende Ausnehmungen und Vorsprünge auf den beim Einschieben
benachbarten Längsseiten der beiden Klemmelemente handeln, die eine
Verschiebung gegeneinander verhindern. Die Klemmkörper können jedoch
auch z. B. durch ein Klebeband zusammengehalten werden.
Besonders bevorzugt weisen die Klemmkörper Nuten auf, durch die beim
Einschieben des Verbinders in die Rohrenden Gummiringe verlaufen, die
die Klemmkörper zusammenhalten. Beim Spreizen der Klemmkörper wer
den die Gummiringe von den Rohrinnenwänden in den Nuten zusammen
gepreßt und behindern so das Klemmen nicht. Hierdurch wird eine sehr
einfache und stabile Positionierung der Klemmkörper zueinander erreicht.
Ragen die Gummiringe über die Oberfläche hinaus, ist es möglich, den
Verbinder im nicht gespreizten Zustand durch die Reibung der Gummirin
ge in den Rohrenden so zu halten, daß er sich zwar nicht von selbst be
wegt, aber doch noch mit geringem Kraftaufwand in den Rohrenden insge
samt verdrehbar ist, was die Justierung bei der Montage erleichtert.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in dem ersten Klemm
körper ein weiteres Loch zur Aufnahme einer Stütze für die Rohre vorge
sehen. Bei der Stütze kann es sich um den Arm eines Wandhalters oder
auch die Strebe eines Geländers handeln. In jedem Fall kann die Stütze
noch Befestigungselemente zu ihrer Befestigung in dem Loch aufweisen.
Das Loch kann dabei als Durchgangsloch oder als Grundloch ausgebildet
sein. Zur Montage muß mindestens eines der Rohrenden mindestens eine
Ausnehmung aufweisen durch die die Stütze in das Loch in dem ersten
Klemmkörper einführbar ist. Diese Ausführungsform ermöglicht es, mit
einfachsten Mitteln die Rohre, insbesondere Handlaufabschnitte eines
Geländers, an ihrem günstigsten Punkt, nämlich dem Verbindungspunkt
zu stützen und gleichzeitig zu verbinden, was den Montageaufwand für
derartige Handläufe wesentlich reduziert.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist das Loch zur Aufnahme der Stütze
im wesentlichen nur entlang der Längsachse des ersten Klemmkörpers
gegenüber dem Durchgangsloch versetzt, so daß es möglich wird, daß sich
sowohl die Stütze als auch die Schrauben zum Spreizen der Klemmkörper
auf der gleichen, bevorzugt der unteren Seite der verbundenen Rohre be
finden und somit von oben oder der Seite nicht sichtbar sind. Sind zwei
Durchgangslöcher zur Aufnahme von Schrauben zum Spreizen der
Klemmkörper vorgesehen, ist das Loch zur Aufnahme der Stütze bevorzugt
zwischen diesen angeordnet.
In einer weiter bevorzugten Weiterbildung weist das Loch zur Aufnahme
der Stütze ein Gewinde auf, so daß sich die Stütze, wenn sie ein Außen
gewinde aufweist, direkt in das Gewinde eindrehen läßt. Hierdurch wird
eine besonders sichere Fixierung der Rohre auf der Stütze, insbesondere
auch in vertikaler Richtung, ermöglicht. Weist die Stütze ein Innengewin
de auf, kann die Verbindung auch mittels eines Gewindestifts erfolgen, der
nach Eindrehen in das Gewinde des Lochs zur Aufnahme der Stütze aus
der Rohrwand hervorsteht. Weiterhin kann in dem zweiten Klemmkörper
eine Ausnehmung vorgesehen sein, in die eine Schraube, die in das Loch
zur Aufnahme einer Stütze geschraubt wird, eingreift und so eine bessere
Fixierung der Stütze gegenüber Kippbewegungen ermöglicht. Prinzipiell
kann natürlich auch eines der Durchgangslöcher zum Spreizen bei Verwendung
einer so hervorstehenden Stiftschraube gleichzeitig dazu dienen,
eine Verbindung mit einer Stütze zu ermöglichen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist mindestens einer der
Klemmkörper aus Aluminium gebildet, was zum einen das Gewicht redu
ziert und zum anderen eine einfachere Verarbeitung ermöglicht.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine zylindrische Man
schette zur Aufnahme eines Längsabschnittes der mit je einer ihrer
Längsseiten benachbart zueinander angeordneten Klemmkörper vorgese
hen. Der Innendurchmesser dieser Manschette ist im wesentlichen gleich
dem der zu verbindenden Rohre und in ihr sind eine oder mehrere Durch
brechungen vorgesehen, die so angeordnet und ausgebildet sind, daß
durch sie und mindestens ein Durchgangsloch in dem ersten Klemmkör
per eine Schraube in das entsprechende Gewinde drehbar ist. Hierdurch
ist es möglich, Rohre auch ohne entsprechende Ausnehmungen oder Lö
cher in den Rohrwänden mit dem erfindungsgemäßen Verbinder zu ver
binden, da sich die Schrauben zur Spreizung der Klemmkörper im Bereich
der Manschette befinden. Bevorzugt entspricht die Manschette in ihrer
Wanddicke und ihrer Oberflächenbeschaffenheit dabei den zu verbinden
den Rohren, insbesondere kann sie aus einem Abschnitt eines solchen
Rohrs hergestellt sein. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines
Verbinders mit Manschette im Bereich einer Stütze, da sonst die Ausneh
mung für die Stütze in den Rohrwänden bei möglichst gleichmäßiger Stüt
zung durch je eine halbkreisförmige Ausnehmung an jedem der Rohren
den gebildet sein müßte, was eine genaue Bearbeitung gerade langer oder
auch gebogener Rohre erfordern würde. In der Manschette ist daher be
vorzugt ein Durchbruch zur Aufnahme der Stütze vorgesehen.
Weiterhin kann dieser Verbinder auch am Ende eines Handlaufs allein zur
Stützung verwendet werden, wenn die Klemmkörper auf der einen Seite
entsprechend kurz ausgebildet sind. Bevorzugt ist die Manschette dann
an einem Ende durch eine Platte verschlossen.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Handlaufsy
stem mit mindestens zwei zylindrischen Rohren, die mit einem Verbinder
nach einer der geschilderten Ausführungsformen verbindbar sind und
mindestens einem Verbinder nach einer der geschilderten Ausführungs
formen. Insbesondere in dem Fall, daß nicht ausschließlich Verbinder mit
Manschetten verwendet werden, sind die zylindrischen Rohre hersteller
seitig mit den Ausnehmungen, durch die die Schrauben zur Spreizung
eindrehbar sind, ausgestattet, da dies einen einfachen und sehr paßge
nauen Einbau ermöglicht.
Besonders bevorzugt sind die Ausnehmungen in den Rohren dabei so an
geordnet, daß sie mittels eines Verbinders ohne Manschette so verbindbar
sind, daß sich ihre Enden berühren, so daß kein störender Spalt in der
Oberfläche eines mit dem Handlaufsystem gebildeten Handlaufs ergibt.
Bei der Verwendung von Verbindern mit Manschette sind die Rohre mit
dem Verbinder vorzugsweise so verbindbar, daß die Enden der so verbun
denen Rohre direkt an den Enden der Manschette anliegen, so daß sich
auch hier kein störender Spalt in der Oberfläche des Handlaufs ergibt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun beispielhaft
anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Verbinders
nach einer bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Verbinder in Fig. 1 mit abge
nommener Manschette;
Fig. 3 eine Schnittansicht durch den Verbinder in Fig. 2 entlang der
Linie A-A;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch zwei Rohrenden, die mit dem Ver
binder in Fig. 1 verbunden sind; und
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Verbinder in Fig. 4 entlang der
Ebene B-B.
In Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßer Verbinder einen ersten und einen
zweiten, jeweils im wesentlichen halbzylindrischen Klemmkörper 10 bzw.
12 sowie eine Manschette 14 auf, in die die mit ihren ebenen Flächen be
nachbart zueinander angeordneten Klemmkörper 10 und 12 in Längs
richtung eingeführt sind. Die aus Aluminium bestehenden Klemmkörper
10 und 12 sind durch Schneiden eines zylindrischen Aluminiumstabes
entlang seiner Längsachse hergestellt. Zur Erhöhung der Reibung weisen
sie auf ihrer Oberfläche zwei geriffelte Streifen 15 zur Reibungserhöhung
auf, die mit einer Rändelmaschine hergestellt werden.
In den Fig. 2 und 3 sind die Klemmkörper im nicht gespreizten Zustand
genauer gezeigt. Der erste Klemmkörper 10 weist Durchgangslöcher 16
und 18 auf, in die jeweils ein Gewinde geschnitten ist. Der zweite Klemm
körper 12 enthält an entsprechenden Stellen Ausnehmungen 20 und 22,
durch die in die Durchgangslöcher 16 und 18 eingeführte Schrauben ein
greifen können. Diese Löcher sind jeweils von den Enden des Verbinders
unterschiedlich weit entfernt angeordnet, so daß eine Verbindung eines
geraden und eines gebogenen Rohrs möglich ist. Wie in Fig. 3 gezeigt, er
strecken sich die Durchgangslöcher und auch die Ausnehmungen in ra
dialer Richtung von der Längsachse der Halbzylinder aus.
Zwischen den beiden Durchgangslöchern 16 und 18 befindet sich ein
Durchgangsloch 24 mit eingeschnittenem Gewinde, gegenüber dem im
Klemmkörper 12 eine Ausnehmung 26 zur Aufnahme einer Spitze einer
durch das Durchgangsloch 24 geschraubten Schraube vorgesehen ist.
Auch dieses Durchgangsloch 24 ist radial zur Zylinderachse ausgerichtet
und in der durch die beiden Durchgangslöcher 16 und 18 gebildeten Ebe
ne angeordnet.
Die Klemmkörper 10 und 12 sind an den gewölbten Kanten ihrer Stirn
seiten, wie in Fig. 2 gezeigt, gefast, um das Einschieben der Klemmkörper
in die Rohrenden zu erleichtern.
Um die Klemmkörper 10 und 12 im nicht gespreizten Zustand relativ zu
einander zusammenhalten und positionieren zu können, weisen die
Klemmkörper 10 und 12 auf ihren zylindrischen Oberflächen verlaufende
Nuten 28, 30 bzw. 32, 34 auf. In diese Nuten eingelegt sind Gummiringe
36 und 38, deren Durchmesser so groß ist, daß sie etwas über die Ober
fläche der Zylinder hinausragen. Die Größe der Gummiringe ist dabei so
gewählt, daß die beiden Klemmkörper locker zusammengehalten sind. Da
die in die Nuten eingelegten Gummiringe auch durch die Seitenflächen der
Nuten geführt sind, wird darüber hinaus eine Verschiebung der Klemm
körper zueinander entlang ihrer Längsachse verhindert.
Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei Rohrenden 40 und 42, die mit dem in den
Fig. 1 bis 3 gezeigten Verbinder verbunden sind. Die Klemmkörper 10 und
12 sind in den beiden Rohrenden 40 und 42 und der zwischen den Roh
renden angeordneten Manschette 14 verklemmt.
Die Manschette 14 ist aus dem gleichen Rohrmaterial wie die Rohrenden
40 und 42 hergestellt. In ihr sind Durchbrüche 44 und 46 vorgesehen,
durch die Schrauben in die Gewindelöcher 16 und 18 einführbar sind.
Die Klemmkörper 10 und 12 sind durch Stiftschrauben 48 und 50 mit In
nensechskant, die in die durch die Durchbrüche 44 und 46 in die Gewin
delöcher 16 und 18 geschraubt sind und in die Ausnehmungen 20 und 22
in dem Klemmkörper 12 drücken, auseinandergespreizt und in den Roh
ren 40 und 42 sowie der Manschette 14 verklemmt. Die Gummiringe 36
und 38 in den Nuten 28 und 32 bzw. 30 und 34 sind dabei durch das
Verspreizen gegen die Innenwand der Manschette 14 zusammengepreßt.
Wie in Fig. 5 gezeigt, liegt die Oberfläche der Halbzylinder dabei in einem
Winkelsegment von ca. 70° an der Innenfläche der Manschette 14 an. Da
die Manschette 14 aus dem gleichen Rohrmaterial wie die Rohre 40 und
42 hergestellt ist, liegen die Klemmkörper auch entsprechend an den
Rohrinnenwänden an. Dadurch, daß die Oberfläche und der Klemmkörper
nicht nur in der Richtung der Spreizung, sondern auch in dagegen ge
neigten Richtungen Kontakt mit den Rohrinnenwänden hat, kann die
Rohrverbindung Kräfte in jede Richtung aufnehmen und garantiert damit
eine stabile Verbindung der Rohre.
Eine Stütze 52 mit einem Innengewinde 54 ist durch eine Stiftschraube 56
mit Innensechskant, die durch das Gewindeloch 24 mit ihrer Spitze bis in
die Ausnehmung 26 geschraubt ist und aus der Manschette herausragt,
mit den Klemmkörpern 10 und 12 verbunden. Die Manschette 14 weist
dazu einen Durchbruch 58 auf, in den nicht nur die Stiftschraube 56,
sondern auch die Stütze 54 einführbar ist, wodurch sich eine Verbindung
ergibt, die von der Seite aus gesehen keine Fuge ausweist.
Zur Herstellung der Verbindung werden zunächst die Klemmelemente 10
und 12 mit benachbarten ebenen Flächen, die durch die Gummiringe 36
und 38 zusammengehalten sind, in die Manschette 14 eingeführt. Durch
die Durchbrüche 44 und 46 in der Manschette können nun, soweit nicht
schon geschehen, die Stiftschrauben 48 und 50 mit Innensechskant in die
Gewindelöcher 16 und 18 geschraubt werden, ohne die Elemente wesent
lich auseinander zu spreizen. Durch die Gummiringe 36 und 38 werden
die Klemmkörper in diesem Stadium bereits in der Manschette 14 lose ge
halten. Als nächstes werden die Enden des Verbinders in die Rohrenden
40 und 42 eingeführt, so daß die Enden der Rohre 40 und 42 an die Man
schette 14 anstoßen. Nun werden durch Eindrehen der Schrauben 48 und
50 die Klemmkörper 10 und 12 auseinandergespreizt und eingeklemmt.
Danach kann die Schraube 56 zur Halterung der Stütze 52 durch den
Durchbruch 58 in das Gewindeloch 24 eingeschraubt werden bis ihre
Spitze in die Ausnehmung 26 greift. Auf diese Stiftschraube mit In
nensechskant wird dann die Stütze 52 geschraubt.
10
Erster Klemmkörper
12
Zweiter Klemmkörper
14
Manschette
15
Riffelung
16
Durchgangsloch mit Gewinde
18
Durchgangsloch mit Gewinde
20
Ausnehmung
22
Ausnehmung
24
Durchgangsloch mit Gewinde
26
Ausnehmung
28
Nut
30
Nut
32
Nut
34
Nut
36
Gummiring
38
Gummiring
40
Rohrende
42
Rohrende
44
Durchbrechung
46
Durchbrechung
48
Stiftschraube
50
Stiftschraube
52
Stütze
54
Innengewinde
56
Stiftschraube mit Innensechskant
58
Durchbrechung
Claims (21)
1. Verbinder zur Verbindung von zwei zylindrischen Rohren (40, 42),
insbesondere Handlaufabschnitten, mit
zwei länglichen Klemmkörpern (10, 12),
die mit je einer ihrer Längsseiten benachbart zueinander angeordnet
und mit ihren in Längsrichtung voneinander abgewandten Enden in
die Enden der zwei zu verbindenden Rohre einführbar sind, und
von denen der erste mindestens ein Durchgangsloch (16, 18) mit ei
nem Gewinde aufweist,
wobei die Klemmkörper so ausgebildet sind, daß die in die Rohren
den eingeführten Klemmkörper mittels einer durch mindestens eine
Ausnehmung in mindestens einer der Rohrwände in das Gewinde
eingeschraubten Schraube (48, 50) gegeneinander verspreizbar und
in den Rohrenden einklemmbar sind.
2. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmkörper (10, 12) je mindestens eine Oberfläche aufwei
sen, die mit den Rohrinnenflächen in einem Winkelbereich von min
destens 45°, vorzugsweise von etwa 180°, im wesentlichen flächig
zur Anlage bringbar ist.
3. Verbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurchgekennzeichnet,
daß die Oberflächen wenigstens teilweise eine reibungserhöhende
Struktur (15) oder Schicht aufweisen.
4. Verbinder nach Anspruch 3,
dadurchgekennzeichnet,
daß die Oberflächen wenigstens teilweise geriffelt sind.
5. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens zwei, in Längsrichtung voneinander beabstandete
Durchgangslöcher (16, 18) mit je einem Gewinde zur Spreizung der
Klemmkörper vorgesehen sind.
6. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens ein Durchgangsloch (16, 18) so angeordnet ist, daß
es im geklemmten Zustand radial zu den Rohrachsen verläuft.
7. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem zweiten Klemmkörper mindestens eine Ausnehmung
(20, 22) oder mindestens ein Loch zur Aufnahme der Spitze einer
durch das Gewinde des ersten Klemmkörpers (10) geschraubten
Schraube (48, 50) vorgesehen ist.
8. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Klemmkörper (10, 12) rinnenförmig ausge
bildet ist.
9. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens einer der Klemmkörper (10, 12) ein Vollkörper ist.
10. Verbinder nach Anspruch 9,
dadurchgekennzeichnet,
daß der Klemmkörper (10, 12) ein Halbzylinder ist.
11. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß wenigstens die Kanten zwischen den Oberflächen der Klemm
körper (10, 12), die mit den Rohrinnenwänden zur Anlage bringbar
sind, und den Stirnseiten der Klemmkörper (10, 12) angefast sind.
12. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß die Klemmkörper Elemente (28, 30, 32, 34) aufweisen, mittels
derer sie im nicht gespreizten Zustand relativ zueinander positio
nierbar sind.
13. Verbinder nach Anspruch 12,
dadurchgekennzeichnet,
daß die Klemmkörper Nuten (28, 30, 32, 34) aufweisen und durch in
den Nuten verlaufende Gummiringe (36, 38) zusammengehalten
sind.
14. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß der erste Klemmkörper (10) ein weiteres Loch (24) zur Aufnah
me einer Stütze (52) für die Rohre aufweist.
15. Verbinder nach Anspruch 14,
dadurchgekennzeichnet,
daß das Loch (24) zur Aufnahme einer Stütze im wesentlichen nur
entlang der Längsachse des ersten Klemmkörpers gegenüber dem
Durchgangsloch (16, 18) versetzt ist.
16. Verbinder nach Anspruch 14 oder 15,
dadurchgekennzeichnet,
daß das Loch (24) zur Aufnahme einer Stütze ein Gewinde (54) auf
weist.
17. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche;
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens einer der Klemmkörper (10, 12) aus Aluminium ist.
18. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet,
daß eine zylindrische Manschette (14) zur Aufnahme eines Längsab
schnitts der mit je einer ihrer Längsseiten benachbart zueinander
angeordneten Klemmkörper (10, 12) vorgesehen ist, deren Innen
durchmesser im wesentlichen gleich dem der zu verbindenden Roh
re ist, und die eine oder mehrere Durchbrechungen (44, 46) auf
weist, die so angeordnet und ausgebildet sind, daß durch sie in
mindestens ein Durchgangsloch (16, 18) in dem ersten Klemmkör
per (10) eine Schraube in das entsprechende Gewinde drehbar ist.
19. Handlaufsystem mit mindestens zwei zylindrischen Rohren (40, 42),
die mit einem Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 18 ver
bindbar sind, und mindestens einem Verbinder nach einem der An
sprüche 1 bis 18.
20. Handlaufsystem nach Anspruch 19,
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens zwei Rohre (40, 42) mit einem Verbinder nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 16 so verbindbar sind, daß sich die Enden
der so verbundenen Rohre berühren.
21. Handlauf nach Anspruch 19,
dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens zwei Rohre (40, 42) mit einem Verbinder nach An
spruch 17 so verbindbar sind, daß die Enden der so verbundenen
Rohre direkt an den Enden der Manschette anliegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001100403 DE10100403A1 (de) | 2001-01-05 | 2001-01-05 | Verbinder für zylindrische Rohre, insbesondere Handlaufabschnitte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001100403 DE10100403A1 (de) | 2001-01-05 | 2001-01-05 | Verbinder für zylindrische Rohre, insbesondere Handlaufabschnitte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10100403A1 true DE10100403A1 (de) | 2002-07-11 |
Family
ID=7669883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001100403 Withdrawn DE10100403A1 (de) | 2001-01-05 | 2001-01-05 | Verbinder für zylindrische Rohre, insbesondere Handlaufabschnitte |
Country Status (1)
| Country | Link |
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