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Kurvengängiges Förderband mit Querfalten Zusatz zur Patentanmeldung
St 7134 XI/8le (Auslegeschrift 1 005 898) Die Erfindung bezieht sich auf ein kurvengängiges
Förderband, welches aus Gummiquerfalten und steifen Abschnitten besteht sowie ein
mittleres Zugorgan aufweist, wobei als Zugorgan eine Längsleiste aus Gummi od. dgl.
mit eingehettetem Drahtseil od. dgl. dient, welche an den steifen Bandabschnitten
starr befestigt sowie mit drei Laufflächen für Trag- und Führungsrollen versehen
ist, wobei die Laufflächen in dreieckförmiger Anordnung ein seitliches Kippen des
Bandes verhindern, nach Patentanmeldung St 7134 XI/81 e.
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Dieses kurvengängige Förderband soll natürlich ein Traggerüst aufweisen,
mit welchem die große Kurvengängigkeit des Bandes ausgenutzt werden kann. Zu diesem
Zweck werden nach der Hauptpatentanmeldung weiterhin Rollenböcke vorgesehen, welche
in Längsrichtung des Förderbandes lediglich mittels druckfester. stangenförmiger
Stützen und z. B. Kardangelenke allseitig gelenkig miteinander verbunden sind.
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Will man bei einem solchen Bandförderer die Abwurfstelle seitlich
verlegen, so müssen jeweils so viele der anschließenden Böcke nachversetzt werden.
daß die seitliche Abwinkelung des Förderbandes an jedem Bock das zulässige Maß nicht
überschreitet und der Krümmungsradius des Förderbandes zwischen den einzelnen Böcken
möglichst gleichmäßig ist. Die Anzahl der zu versetzenden Böcke ist also um so größer.
je größer die seitliche Verlegung der Abwurfstelle ist. Die mit der seitlichen Verlegung
der Abwurfstelle verbundene Arbeit ist zeitraubend und kostspielig.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Verlegung des Bandförderers
zu vereinfachen. Zu diesem Zweck sind die Böcke wenigstens quer verfahrbar und mit
den Stangen begrenzt gelenkig verbunden. Auf diese Weise wird erreicht. daß eine
vorbestimmte Winkelstellung zweier benachbarter Böcke zueinander nicht überschritten
werden kann.
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Es ist an sich bekannt, ein Bandtraggerüst aus einzelnen Schüssen
zusammenzusetzen, wobei die Schüsse derart miteinander verbunden sind, daß die Schienen
und Tragstützen sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung innerhalb
gewisser Grenzen gegeneinander beweglich sind und leichte Knicke machen können.
Ferner sind schon Rahmenschüsse allseitig gelenkig miteinander verbunden worden.
Nach einem älteren, nicht vorbekannten Vorschlag wurde ein Bandtraggerüst, das zwei
seitliche Längsholme aufweist, in Schüsse unterteilt und mittels an den beiden Rohren
vorgesehener Kugelgelenke in vertikaler und horizontal er Richtung begrenzt verschwenkbar
ausgebildet.
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Ein Bandtraggerüst aus sich aneinander anschließenden Schüssen erfordert
einen wesentlich größeren Materialaufwand und ist daher erhel,lich sdwerer und teurer
als ein aus einzelnen. in Abständen voneinander angeordneten und nur durch eine
Abstands-
stütze miteinander verbundenen Böcken bestehendes Traggerüst. Auch ist
die gelenkige Verbindung von Schüssen komplizierter und daher anfälliger gegen Störungen
als die gelenkige Verbindung eines Bockes mit einer Abstandsstütze. Insbesondere
läßt ein aus Schüssen bestehendes Traggerüst nur ein Knicken oder Abwinkeln des
Förderbandes an den Verbindungsstellen der Schüsse zu, es gestattet aber keine gleichmäßige
Krümmung des Förderbandes in einer Kurve, und es können daher nur Kurven mit verhältnismäßig
sehr großem Krümmungsradius gebildet werden. Es ist auch ein Traggerüst aus verfahrbaren
Böcken und einer auf den Böcken gelagerten Schiene bekannt, wobei die Schiene aus
einem hochkant stehenden Bandeisen besteht, auf das ein von einzelnen Stükken gebildeter
Schienenkopf aufgesetzt ist, so daß die Schiene in horizontaler Ebene wesentlich
gleichmäßiger gekrümmt werden kann als ein Traggerüst aus Schüssen; in vertikaler
Ebene ist die Schiene aber praktisch starr. Bei diesem Traggerüst verlaufen zu beiden
Seiten der Schiene an den Böcken unbegrenzt gelenkig befestigte Stangen, deren Abstand
von der Schiene so gewählt ist, daß die Krümmung der Schiene ein bestimmtes Maß
nicht überschreiten kann, und ferner sind die Böcke zu beiden Seiten der Schiene
durch Abstandsstützen miteinander verbunden, welche unbegrenzt gelenkig an den Böcken
befestigt sind und aus einem Rohr, einer darin geführten Stange sowie einem durch
Rohr und Stange führenden Querstift hestehen. In einer Kurve wird die äußere Abstandsstütze
entsprechend verlängert und die innere verkürzt, wodurch die Schiene gebogen wird.
Dieses Traggerüst vermeidet die vorgenannten Nachteile der aus Schüssen bestehenden
Traggerüste nicht und bedarf zudem bei jeder Verlegung im Betrieb einer Verstellung
der Abstandsstützen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Bandförderers, Fig. 2 eine Aufsicht
auf das Bandtraggerüst, Fig. 3 einen Ausschnitt zu Fig. 1, Fig. 4 einen Querschnitt
nach der Linie-IV-IV in Fig. 3.
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Mit 1 ist ein kurvengängiges Förderband bezeichnet, welches aus biegsamen
Gummiquerfalten 4 und zwischen diesen angeordneten quersteifen Bandabschnitten 2,
3 besteht. Die steifen Bandabschnitte bestehen aus einer Gummidecke2, die auf ein
Versteifungsblech3 aufvulkanisiert ist. Das Förderband weist auf der Unterseite
als Zugorgan eine mittlere Gummilängsleiste 5 auf, welche mit Laufflächen 6,8 für
Trag-und Führungsrollen 7, 9 versehen ist und eine biegsame, um ihre Längsachse
verwindbare und in Längsrichtung nicht dehnbare Seele aufweist, die von einem eingebetteten
Drahtseil 10 gebildet wird.
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Das Förderband 1 wird von Böcken getragen, die aus einer Traverse
26 und Rollenträgern 28 bzw. 29 bestehen. Der Rollenträger 28 ist an der Traverse
26 mittels eines Bolzens 30 schwenkbar befestigt. Der Rollenträger 29 ist mit Laschen
31 und Spannschrauben 32, welche in einem Schlitz 33 der Traverse 26 gleiten, versehen.
Der Rollenträger 29 ist somit seitlich verschiebbar und wird mittels der Spannschrauben
32 festgelegt. An den Rollenträgern 28, 29 sind auf Achsstummeln 34 Stütz- bzw.
Führungsrollen 9 gelagert. Zwischen den beiden Rollenträgern ist eine Tragrolle
7 angeordnet, mittels deren Achse 35 und Muttern 36 die beiden Rollenträger lösbar
miteinander verbunden sind. Die Rollenträger sind ferner mit spiegelbildlich zu
den Obertrumrollen 9 angeordneten Achsstummeln 38 und Tragrollen 37 für das Untertrum
versehen. Die Traverse 26 des Bockes ist mit schwenkbaren Laufrollen 51 versehen,
so daß die Böcke sowohl in der Förderrichtung als auch quer hierzu verfahren werden
können.
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Gemäß Fig. 1 bis 3 sind die Böcke in Längsrichtung des Förderbandes
1 durch druckfeste, stangenförmige Stützen 52 allseitig gelenkig miteinander verbunden.
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Die beiden Enden jeder Stange sind mit Gewindebohrungen 53 und eingeschraubten
Gewindebolzen 54 versehen, so daß die Länge der Stützen verändert werden kann. Die
freien Enden der Bolzen 54 sind kugelig ausgebildet und in rohrförmigen Haltern55
gelagert, welche an den Böcken (Fig. 4) befestigt sind.
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Diese Gelenke 54, 55 lassen nicht zu, daß eine bestimmte Winkelstellung
zweier benachbarter Böcke zueinander überschritten wird. Die Größe dieser Winkelstellung
wird von der Länge des Rohres 55 und dem Bolzen- bzw. Rohrdurchmesser bestimmt.
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Will man also beispielsweise die Abwurfstelle des Bandförderers seitlich
verlegen, so braucht lediglich der die Umkehrrolle tragende Bock seitlich verfahren
zu
werden. Sobald die Stange 52. welche den Umkehrrollenbock mit dem nächstfolgenden
Bock verbindet, um das vorbestimmte zulässige Höchstmaß in den beiden Gelenken 54,55
eingeknickt ist, wird dieser nächstfolgende Bock bei der weiteren Verschiebung des
Umkehrrollenbockes mitgenommen und ebenfalls seitlich verfahren usw. Die Stangen
der so verfahrenen Böcke bilden also (Fig. 2j ein Polygon, dessen Seiten Winkel
miteinander bilden, die das zulässige Höchstmaß nicht überschreiten können. Der
Radius der Kurve, die der Bandförderer beschreibt. ist von der Länge der Stangen
52 abhängig. Bei Kurven mit großem Radius werden die stangenförmigen Abstandsstützen
verlängert und bei Kurven mit kleinem Radius verkürzt.
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Selbstverständlich kann jeder beliebige Teil des Bandförderers seitlich
verschoben werden, wobei die Gelenke 54, 55 in gleicher Weise verhindern, daß eine
bestimmte Winkelstellung zweier benachbarter Böcke zueinander überschritten wird.
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Die Erfindung ist nicht nur bei kurvengängigen Bandförderern mit
einer am Band befestigten Längsleiste anwendbar, wobei die Leiste zwischen Trag-und
Führungsrollen läuft, sondern auch bei Bandförderen, bei denen die Rollen am Band
befestigt und an einer mittleren, biegsamen Laufschiene mit z. B. dreieckähnlichem
Querschnitt geführt sind. Läuft das Förderband auf einer Doppelschiene, so ist selbstverständlich
neben der Biegsamkeit auch noch eine Dehnbarkeit der Schiene in ihrer Längsrichtung
erforderlich.
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PATTANSPUC: 1. Kurvengängiges Förderband mit Querfalten, dessen Böcke
mittels druckfester Stangen allseitig gelenkig miteinander verbunden sind, nach
Patentanmeldung St 7134 XI/81 e, dadurch gekennzeichnet, daß die Böcke wenigstens
quer verfahrbar und mit den Stangen (52) begrenzt gelenkig verbunden sind.