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Die
Erfindung betrifft eine Schaltung, aufweisend: eine Kernschaltung
mit wenigstens einem MOSFET-Bauelement, zwei externe Spannungsversorgungsleitungen,
wobei wenigstens eine der externen Spannungsversorgungsleitungen
mit einer zugehörigen
internen Spannungsversorgungsleitung gekoppelt ist, und eine mit
der Kernschaltung gekoppelte und die wenigstens eine interne Spannungsversorgungsleitung
umfassende Steuerschaltung zum Reduzieren eines Leckstroms der Kernschaltung,
wobei die Steuerschaltung eine Vorrichtung aufweist, die die wenigstens
eine interne Spannungsversorgungsleitung mit der zugehörigen externen
Spannungsversorgungsleitung koppelt, wobei die Vorrichtung einen Schlafmodus-FET
aufweist, der im Normalbetrieb der Kernschaltung eingeschaltet ist
und dann die wenigstens eine interne Spannungsversorgungsleitung
mit der zugehörigen
externen Spannungsversorgungsleitung verbindet, und der ausgeschaltet
ist, wenn sich die Kernschaltung in einem Schlafmodus befindet.
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Mit
dem Aufkommen von Komplementär-Metall-Oxid-Halbleiter(CMOS)-Prozessen
im tiefen Submikrometerbereich (Deep-submicron-CMOS-Prozesse) hat
sich der Leckstrom eines Stroms unterhalb des Schwellenwerts Ioff bei einem ausgeschalteten Transistor
dramatisch gegenüber
dem früherer CMOS-Prozesse
erhöht.
Je feiner die Submikrometermerkmale sind, d. h. je schmaler die
Leitungsbreiten und Prozeßmerkmale
sind, desto ausgeprägter ist
die Erhöhung
des Leckstroms Ioff eines Drains eines Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekt-Transistors (MOSFET).
Dieser hohe Ioff führte zu sehr hohen kumulativen
Strömen
(Ioff(chip)), die bei sehr hoch integrierten
Schaltungen (VLSI-Schaltungen) auftreten, die sich in einem untätigen oder inaktiven
Zustand befinden. Ein untätiger
Zustand ist als ein Zustand definiert, in welchem keine Schaltaktivitäten auftreten und
in welchem keine Gleichvorspannungs-Ströme vorhanden sind.
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Der
Leckstrom (Ioff(chip)) erhöhte sich
bis zu einem Punkt, bei dem es sein kann, daß die Produkte der integrierten
Schaltungs-IC-Familien der neuen Generation nicht die Ioff(chip)-Stromspezifikationen,
die bei früheren
Prozessen erreichbar waren, erfüllt
werden. Bei früheren
Prozessen war es möglich Ioff(chip)-Ströme in der Größenordnung
von 10–100
Mikroampere für
einen Mikroprozessor mit etwa 2 Millionen Transistoren beispielsweise
zu erreichen. Bei Mikroprozessoren höherer Leistung, die mittels Low-Feature-Submikrometer-Prozessen hergestellt sind,
kann Ioff ( chip ) im Bereich
von etwa 10–100
Milliampere bei ICs, die eine feinere Geometrie aufweisen, liegen.
Dieser höhere
Leckstrom liegt zwischen dem 100- bis 1000-fachen des Leckstroms
der früheren
Submikrometerbauelemente und verursacht ein beträchtliches Problem für IC-Bauteile,
wie beispielsweise Mikroprozessoren, die bei Anwendungen benutzt
werden, die eine extrem niedrige Stand-by-Leistung erfordern.
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1 zeigt
einen Drain-Source-Strom (Ids) als Funktion
der Gate-Source-Spannung (Vgs) für einen
Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekt-Transistor (MOSFET).
Idealerweise ist dann, wenn Vgs des MOSFET
unterhalb der Schwellenspannung (Vt) ist, d.
h. Vgs – Vt < 0
ist, Ids gleich 0. In der Realität ist Ids ungleich 0 bei Gate-Spannungen, die niedriger
als Vt sind, wie man aus der Kurve 102 ersehen
kann, die den Logarithmus von Ids als Funktion
von Vgs darstellt. Wenn Vgs gleich
0 Volt ist, fließt
ein Leckstrom Ioff1 durch den Transistor.
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An
vielen Stellen, wie beispielsweise im Fall mobiler Geräte, die
von Batterien versorgt werden, werden die Prozeßfeatures verkleinert und die
Spannungsversorgungspegel werden auf immer niedrigere Spannungen
reduziert, so daß die
Batterien länger reichen.
Wenn der Prozeß maßstäblich verkleinert wird
und die Versorgungsspannungen auf niedrigere Spannungen reduziert
werden, werden die Drain-Source-Span nungen (Vds)
heruntergedrückt.
In diesen Fällen
wird bei niedrigeren Versorgungsspannungen Vdd Vt ebenfalls abgesenkt, um den Prozeß schneller
zu machen. Außerdem
wird für
feinere Prozesse, wie beispielsweise Submikrometer-CMOS-Geometrie-Prozesse, Vdd abgesenkt, um die elektrischen oder elektromagnetischen
Felder davon abzuhalten, den Transistorkanalbereich zu durchbrechen
(punch through). Wenn Vt nicht verringert
würde,
müßte eine
relativ große
Spannung an das Gate eines MOSFET angelegt werden, um den Transistor
einzuschalten. Dies würde
eine Verschlechterung der Leistung der elektronischen Schaltung
zu einer suboptimalen MOSFET-Charakteristik führen. Wenn Vt verringert
wird, erhöht
sich der Leckstrom auf Ioff2, wie man aus
der Kurve 104 ersehen kann. Der Leckstrom Ioff2 ist
in dem Zustand, in dem Vt abgesenkt wird,
wie es von der Kurve 104 angezeigt ist, höher als
der Leckstrom Ioff1 für den durch die Kurve 102 gezeigten
Zustand. In dem Maße,
wie Ioff ansteigt, steigt die von der den
MOSFET enthaltenden elektronischen Schaltung verbrauchte Energie
ebenfalls an. Es ist wünschenswert,
den Energieverbrauch bei CMOS-Prozessen mit feineren Strukturen,
wie beispielsweise Submikrometer-CMOS-Prozessen, zu reduzieren.
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Aus
der Patentschrift
US 5,726,946 ist
eine Schaltung der eingangs genannten Art bekannt. Die dort beschriebenen
Schaltungen dienen der Absenkung der Leckströme bei CMOS-Invertierern, wie sie insbesondere in
Halbleiterspeicherschaltungen verwendet werden. In einem Schlafmodus
soll einerseits der Leckstrom minimiert, andererseits der logische Zustand
der CMOS-Invertierer erhalten werden. Zu diesem Zweck wird in der
Druckschrift vorgeschlagen, einerseits die interne Versorgungsspannung (V
CL) nur geringfügig unter die Versorgungsspannung (V
CC) abzusenken (dies dient der Zustandserhaltung),
andererseits die jeweiligen Invertiererstufen-MOSFETs derart mit
der externen und der internen Spannungsversorgung zu koppeln, dass
entweder das Gate oder das Substrat negativ so vorgespannt wird,
dass der Leckstrom abgesenkt wird.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, den Leckstrom der Kernschaltung weiter abzusenken.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Schaltung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung basiert auf
dem Grundgedanken, dass durch weiteres Zusammenfallen-Lassen der
internen Versorgungsspannungen im Schlafmodus der Leckstrom noch
weiter abgesenkt werden kann, wobei ein Verlust der logischen Zustände in diesem
Schlafmodus hingenommen wird. Zum Erhalt der logischen Zustände ist
dann ein weiterer Dämmer-Modus
vorgesehen, in dem ebenfalls ein minimaler Leckstrom erreicht wird.
Das weitere Absenken des Leckstroms wird insbesondere durch eine
Optimierung des Verhältnisses
der Breiten des Schlafmodus-FET gegenüber der Breiten der Transistoren
in der Kernschaltung erreicht. Eine Verringerung der Breite des
Schlafmodus-FET führt
zu einem stärkeren
Zusammenfallen der Versorgungsspannung und somit zu einem geringeren
Leckstrom; allerdings muss die Breite noch in einem Bereich liegen,
dass die Schlafmodus-FET im normalen Modus einen ausreichenden Strom
zur Verfügung
stellen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Breite des Schlafmodus-FET im Bereich von 10% der Breite
des wenigstens einen MOSFET-Bauelements der Kernschaltung liegt.
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Vorteilhafte
und/oder bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Die
Aufgaben, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
deutlicher sichtbar aus der folgenden detaillierten Beschreibung,
den anhängigen
Ansprüchen
und den beigefügten
Zeichnungen, in welchen:
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1 ein
Graph eines Drain-Source-Stroms (Ids) als
Funktion der Gate-Source-Spannung (Vds)
bei einem Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekt-Transistor (MOSFET)
ist;
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2 ein
Ausführungsbeispiel
einer Leckstrom-Steuerschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung
veranschaulicht; und
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3 eine
Schaltung eines statischen Speichers mit wahlfreiem Zugriff (SRAM)
veranschaulicht, die ein Ausfüh rungsbeispiel
der Leckstrom-Steuerschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet.
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4 veranschaulicht
Wortleitungstreiber zur Verwendung bei einer SRAM-Schaltung.
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5 veranschaulicht
eine Implementierung des Wortleitungstreibers gemäß 4 auf
Gatterebene.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist eine integrierte Schaltung (IC) mit
einer Steuerschaltung, die einen Leckstrom kontrolliert. Diese Schaltung
kann in Verbindung mit fein strukturierenden Komplementär-Metall-Oxid-Halbleiter(CMOS)-Prozessen,
wie beispielsweise Deep-submicron-CMOS-Prozessen, verwendet werden,
um die bei Kern-CMOS-Schaltungen
verbrauchte Energie zu reduzieren, wenn diese Schaltungen sich in
einem Leerlaufmodus befinden, d. h., wenn diese Schaltungen nicht
dynamisch arbeiten und keine Gleichvorspannungs-Ströme aufweisen.
Um Energie zu sparen und darüber
hinaus die logischen Zustände
der Kernschaltung zu halten, wenn dies gewünscht wird, kann das Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Schaltung
in zwei Zustände
(Modi) versetzt werden: Einem aktiven Schlafmodus und einem zustandsbewahrenden
(Dämmer-)Modus. Das
Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Schaltung
enthält
eine Kernschaltung, die mit einer Steuerschaltung gekoppelt ist.
Die Steuerschaltung reduziert einen Leckstrom in der Kernschaltung
beträchtlich,
wenn sich die Kernschaltung in einem Schlafmodus befindet. Darüber hinaus
hält die
Steuerschaltung einen logischen Zustand der Kernschaltung, wenn
sich die Kernschaltung in einem Dämmer-Modus befindet.
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Während des
Schlaf-Modus dient die Steuerschaltung dazu, die Kernschaltung in
ihren Zustand eines geringstmöglichen
Leckstroms zu bringen. In diesem Modus geht der logische Zustand
der Speicherelemente auf dem IC, die einen RAM-Speicher, Latch-Speicher
und Flip-Flops einschließen,
wahrscheinlich verloren, weil die Strompfade von Leckströmen im Gegensatz
zu solchen Strömen,
die von den Transistoren, die "EIN" vorgespannt sind,
entwickelt werden, dominiert werden. Während des Schlaf-Modus wird
die Schaltung aktiv bei Vdd vorgespannt,
statt die Vdd-Spannungsversorgung extern auf
Massepotential zu bringen. Während
des Dämmer-Modus
dient die Steuerschaltung dazu, einen ausreichenden Strom zur Verfügung zu
stellen, um zu sichern, daß die
Speicherelemente der Kernschaltung ihren gespeicherten logischen
Zustand behalten, ohne jedoch die Energie zu verbrauchen, die anderenfalls
verbraucht würde,
wenn die Speicherelemente in einem Leerlauf- oder aktiven Betrieb sind. Beispielsweise
ist der durch die Bauelemente der Kernschaltung während des
Dämmer-Modus
fließende
Strom etwa 20–100
Mal geringer als der Strom, der durch die Bauelemente in den Leerlaufbetriebsmodus
fließt.
Der Vorteil des Dämmermodus
gegenüber
dem Schlafmodus besteht darin, daß die Schaltung aus dem Dämmer-Modus
in den vollständig
aktiven Betrieb gebracht werden kann, ohne den Verlust eines Maschinen-"Zustands" zu verursachen. Dies
ist für
einen richtigen Betrieb von Mikroprozessoren sehr wichtig, da bei
Mikroprozessoren, die den Dämmermodus
implementieren, es nicht erforderlich ist, den Maschinen-Zustand
des Mikroprozessors in einem externen Speicher zu sichern.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung veranschaulicht 2 ein Ausführungsbeispiel
einer Schaltung 200, die eine integrierte Leck-Steuerschaltung 204 einschließt. Die
Schaltung 204 kann in Verbindung mit elektronischen Schaltungen
verwendet werden, die fortgeschrittene Komplementär-Metall-Oxid-Halbleiter(CMOS)-Prozesse
inmplementieren. Die Kernschaltung 202 enthält elektronische Bauelemente,
wie beispielsweise Transistoren, die die vorgesehene Funktion dieser
Schaltung implementieren. Die Steuerschaltung 204 kontrolliert
einen Leckstrom durch die Kernschaltung 202, wenn die Kernschaltung 202 entweder
in einem Schlaf- oder einem Dämmer-Modus
ist.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
der Schaltung gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
die Kernschaltung 202 einen Invertierer, obwohl die Schaltung 202 auch
andere Arten von Schaltungen enthalten kann. Invertierer oder Ein-Stapel-Strukturen sind Hauptquellen
von Pfaden hohen Leckstroms in integrierten Schaltungen. Beispielweise
erzeugen Invertierer-Strukturen
einen großen
Teil des Leckstroms bei gegenwärtigen Mikroprozessoren.
Typischerweise enthält
ein Invertierer, wie beispielsweise ein logischer CMOS-Invertierer,
einen einzelnen P-Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekt-Transistor (MOSFET)
und einen einzelnen N-MOSFET. Im Betrieb wird einer dieser beiden
MOSETs auf EIN vorgespannt, während
der andere MOSFET auf AUS vorgespannt wird. Der Leckstrom wird durch
den Ioff des Bauelements (P-MOSFET oder
N-MOSFET) bestimmt, das ausgeschaltet ist.
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Wenn
sich der Invertierer oder die Ein-Stapel-Struktur in einem Zustand
befindet, bei dem sich der Gesamt-Spannungsabfall über dem
Invertierer oder der Ein-Stapel-Struktur bei der vollständigen Potential-Differenz
Vdd oder, für den Fall, wenn Vss verschieden
von Null ist, (Vdd – Vss)
befindet und die Spannung zwischen der Source und der Masse Vsb bei 0 Volt liegt, verbraucht der Invertierer
eine hohe Leckleistung. Der Gesamtspannungsabfall ist der Spannungsabfall
zwischen dem Drain des mit der höheren
Versorgungsspannungsschiene Vdd gekoppelten
MOSFET und der Source des mit der niedrigeren Spannungsversorgungsschiene
Vss gekoppelten MOSFET. Um den Effekt des
Verbrauchs einer hohen Leckleistung zu überwinden, ist das Ausführungsbeispiel
der Schaltung 200 gemäß der vorliegenden
Erfindung so konfiguriert, daß dann,
wenn die Kernschaltung 202 nicht aktiv ist, die Source-Masse-Spannung
Vsb auf einen Spannungswert eingestellt
wird, der bewirkt, daß die
Schwellenspannung Vt des ausgeschalteten
MOSFET der Kernschaltung 202 signifikant abgesenkt wird.
Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
wird dies durch Vorspannen der Masse-zu-Source-Sperrschicht in Sperr-Richtung
ausgeführt.
Eine Erhöhung
von Vsb bewirkt darüber hinaus eine Erhöhung bei
Vt, da Vt mit der
Quadratwurzel von (2 ϕs + Vsb) variiert, wobei ϕs das
Fermi-Niveau ist. Ein Erhöhen
von Vt bewirkt ein Absenken des Leckstroms
Ioff wie es oben in der sich auf 1 beziehenden
Diskussion erläutert
worden ist. Folglich sichert die Steuerschaltung 204, daß dann,
wenn sich die Kernschaltung 202 im Schlaf-Modus befindet,
Vsb für
den ausgeschalteten Kern-Transistor abgesenkt wird, was zu der oben
erläuterten
Absenkung von Ioff+ führt.
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Die
Steuerschaltung 204 stellt einen zusätzlichen Mechanismus zur Verfügung, durch
welchen Ioff für die Kernschaltung abgesenkt
wird. Dies bewirkt eine Reduktion der Spannung Vds des
ausgeschalteten Kern-Transistors der Kernschaltung 200.
Eine Reduktion von Vds über dem ausgeschalteten Transistor
oder den ausgeschalteten Transistoren bewirkt große Einsparungen
bei Ioff. Die Absenkung von Vds für die Transistoren
der Kernschaltung, die eine Leckleistung aufweisen (im folgenden
als ausgeschaltete Kerntransistoren bezeichnet) bewirkt eine Absenkung
bei Ioff für diese Transistoren infolge
der exponentiellen Abhängigkeit
von Ioff von Vds.
Die Reduktion bei Vds für den ausgeschalteten Kern-Transistor tritt
hauptsächlich
auf, weil der Gesamtspannungsabfall über den gestapelten Elementen
der Kernschaltung, wie beispielsweise dem P-MOSFET 218 und
dem N-MOSFET 217, reduziert wird.
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Die
Reduktion des Gesamtspannungsabfalls über der Kernschaltung 202 wird
auf folgende Weise geschaffen. Die Schaltung 200 enthält ein Paar
interner Versorgungsschienen 214 (Vddi)
und 216 (Vssi), die die Spannungsversorgung
für die
Kernschaltung 202 zur Verfügung stellen. Im Schlaf-Modus
bewirkt die Steuerschaltung 204 ein "Zusammenfallen" des internen Versorgungsschienen 214 und 216 auf Spannungen
(Vddi und Vssi),
die in ihrem Absolutwert geringer als die Spannungen der externen
Schienen Vdd und Vss sind.
Im Ergebnis wird Vds für den ausgeschalteten Kerntransistor
bei dem Zusammenfallen der internen Spannungsversorgungsschienen 214 und 216 geringer.
Bei einem Ausführungsbeispiel wird
das Zusammenfallen der Spannungen der internen Versorgungsschienen
und die Kontrolle von Ioff von den Paaren
stromsteuernder Transistoren (207, 209) und (213, 219)
zur Verfügung
gestellt. Die stromsteuernden Transistoren 207, 209 und 215 arbeiten
zwischen Vssi und Vss,
während
die stromsteuernden Transistoren 213, 219 und 208 zwischen
Vddi und Vdd arbeiten.
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Wenn
die Schaltung 200 sich in einem Schlaf-Modus befindet,
sind die Transistoren 207, 209, 213 und 217 ausgeschaltet,
indem die Gate-Source-Spannungen (Vgs) dieser
Transi storen auf Spannungen unterhalb der Schwellenspannung gesetzt
werden. Im Schlaf-Modus wird der Leckstrom durch die Transistoren 207 und 213 kontrolliert.
Der Beitrag der Transistoren 207 und 213 ist ein
dominanter Teil des Gesamtleckstromes Ioff,
der durch die ausgeschalteten Kern-Transistoren fließt, da die Transistoren
viel breiter sind als die Transistoren 208, 209, 219 und 215.
Folglich ist der durch die Transistoren 219 und 209 erzeugte
Leckstrom gegenüber dem
Leckstrom durch die Transistoren 207 und 213 vernachlässigbar.
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Der
Leckstrom Ioff, der durch die Transistoren 207 und 213 fließt, verursacht
einen Spannungsabfall (Vds) zwischen den
Drains und den Sources der Transistoren 207 und 213 in
der Größenordnung
von Hunderten Millivolt. Im Ergebnis des über den Transistoren 207 und 213 während des
Schlaf-Modus entwickelten Spannungsabfalls Vds verringert
sich der Abstand zwischen den Spannungen der internen Versorgungsschienen 214 und 216 gegenüber dem Spannungsabstand,
den diese internen Versorgungsschienen hatten, als beide Transistoren 207 und 213 eingeschaltet
waren. Das Annähern
der internen Spannungsversorgungsschienen 214 und 216 führt zu einem
Absinken von Vds für die Kerntransistoren 218 und 217.
Diese Absenkung von Vds für die Transistoren 217 und 218 führt zu einem
geringeren Ioff für diese Transistoren, da Ioff eine exponentielle Abhängigkeit
von Vds aufweist. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Differenz zwischen Vdd und Vss etwa 1,3 Volt, während das Zusammenfallen der
internen Spannungsversorgungsschienen 214 und 216 einen
Spannungsabfall zwischen diesen im Bereich von etwa 1–200 Millivolt
verursacht. Darüber
hinaus kann es bei einem Ausführungsbeispiel
der Schaltung 200 nur eine interne Spannungsversorgungsschiene
geben, d. h. entweder 214 oder 216. In diesem
Fall kann der Gesamtspannungsabfall der Transistoren der Kernschaltung
im Ergebnis des Zusammenfallen der internen Versorgungsschienen
ebenfalls abfallen. Darüber
hinaus ist zu beachten, daß ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung implementiert werden könnte, wo
es mehr als ein Paar interner Schienen gibt, d. h. mehrere interne Versorgungsschienen,
die für verschiedene
Strukturen der Kernschaltung verwendet werden können.
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Der
Spannungsabfall Vds über den Transistoren 207 und 213 bewirkt
einen "passiven" Vsb-Aufbau in
den N-MOSFET- und P-MOSFET-Bauelementen 218 und 217 der
Kernschaltung 202 aus den folgenden Gründen. Die Substrate und die
Sources für
den N-MOSFET 217 und
den P-MOSFET 218 des Kerns sind mit verschiedenen Versorgungsspannungen
gekoppelt. Die Source des N-MOSFET 217 ist
mit Vssi gekoppelt, während sein Substrat mit Vss gekoppelt ist. Die Source des P-MOSFET 218 ist
mit Vddi gekoppelt, während sein Substrat mit Vdd gekoppelt ist. Der passive Vsb-Aufbau
in den Transistoren 217 und 218 der Kernschaltung
bewirkt, daß ihre
Schwellenspannung Vt sich zu einem größeren Wert
hin verschiebt. Da Ioff umgekehrt proportional
zu Vt ist, fällt Ioff mit
einer Erhöhung
von Vt ab.
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Die
internen Versorgungsschienen 214 und 216 spannen
adaptiv die Kern-Transistoren 217 und 218 vor,
um einen niedrigen Strom Ioff während des Schlaf-Modus
zu sichern. Dies ergibt sich aus einem inhärenten negativen Rückkopplungsmechanismus, bei
welchem ein höherer
Leckstrom Ioff in der Kernschaltung 202 einen
größeren Vds-Abfall bei den Schlaf-Modus-Steuertransistoren 206 und 213 bewirkt.
Der größere Vds-Abfall
in den Transistoren 207 und 213 "hinterläßt" eine geringere Spannung
zwischen den internen Versorgungsschienen 214 und 216,
da die Spannungsdifferenz zwischen Vdd und
Vss fest vorgegeben ist. Somit "verbleibt" eine geringere Vds für
die Kerntransistoren 217 und 218. Die geringere
Vds für
die Transistoren 217 und 218 bewirkt einen geringeren
Ioff-Strom durch diese Transistoren.
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Das
Verhältnis
der effektiven Breiten der Schlaf-Steuertransistoren 207 und 213 zu
denen der Kerntransistoren 217 und 218 ist ein
bestimmender Parameter beim Bestimmen von Ioff.
Geringere Verhältnisse
der oben erwähnten
Breiten bewirken größere Vds-Abfälle über den
Transistoren 207 und 213, die eine weitere Reduktion
des Stroms Ioff bewirken, da der Strom von
Ioff der Transistoren 207 und 213 dominiert
wird. Dieser Ioff-Strom ist in erster Linie
von den Breiten der zwei Transistoren 207 und 213 abhängig. Da
die Transistoren 207 und 213 den Kernstrom während des
aktiven Betriebsmodus zur Verfügung
stellen, muß das
oben erwähnte
Verhältnis
unter Beachtung sowohl der Schlaf-Modus- als auch der aktiven Modus-Betriebs-Spezifikationen
abgeglichen werden. Bei einem Ausführungsbeispiel kann ein 10%-Verhältnis zwischen
der Breite der Schlaf-Steuer-Transistoren 207, 213 und
der Kerntransistoren 217 bzw. 218 den Strom Ioff während
des Schlaf-Modus in einen gewünschten
Bereich bringen. Im aktiven Modus würde dieses Verhältnis zu weniger
als 50 Millivolt Gesamtspannungsabfall über den Bauelementen 207 und 213 bei
Unterstützung
einer ausreichenden On-Chip-Entkopplungskapazität C1 zwischen
Vddi und Vssi führen.
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Wenn
sich die Schaltung 200 in dem Dämmer-Modus befindet, wird gegenüber dem Schlaf-Modus
ein zusätzlicher
Betrag des Stroms Ioff zur Verfügung gestellt,
um zu sichern, daß die
Vddi – Vssi-Potentialdifferenz über der Kernschaltung 202 nicht
auf einen Punkt zusammenfällt,
hinter welchem Vds und somit Vgs für den eingeschalteten
Kerntransistor so gering ist, daß die Leitfähigkeit dieses Transistors
geringer wird als die des ausgeschalteten Kerntransistors. Dieser
zusätzliche
Strom sichert, daß die
Vddi – Vssi-Potentialdifferenz ausreicht, so daß eingeschaltete
Transistoren eine ausreichende Vgs-Spannung
aufweisen, und ihre Leitfähigkeit
gegenüber
der der ausgeschalteten Transistoren dominiert. Der zusätzliche
Betrag des Stroms, der von der Steuerschaltung 204 in dem
Dämmer-Modus zur Verfügung gestellt
wird, sichert, daß keine
internen Knoten infolge der Ioff-Ströme in sämtlichen
der logischen Gatter der Kernschaltung in einen Logikzustand "umgeschaltet" werden können. Da
infolge des "Stromaushungerns" kein Speicherelement
seinen Zustand verlieren kann, hat der Dämmer-Modus die Eigenschaft, zustandsbewahrend
zu sein, während er
einen minimalen Strom Ioff verbraucht.
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Der
Mechanismus zum Bereitstellen des zusätzlichen Stroms Ioff für Kernbauelemente
in dem Dämmer-Modus
schließt
die Transistoren 209, 215, 208 und 219 ein.
Die Transistoren 209 und 219 dienen als Schalter,
um den Dämmer-Modus
einzuleiten, während
die als Dioden-geschalteten Transistoren 208 und 215,
die in der Sättigung
arbeiten, einen kontrollierten zusätzlichen Strom für den Dämmer-Modus
zur Verfügung
stellen. Der Sättigungsstrompegel
wird von dem Drain-Source-Potential (Vds)
gesteuert, das von den Differenzen (Vdd – Vddi) und (Vss – Vssi) und durch die Breiten der Transistoren 208 und 215 bestimmt
wird. Bei einem Ausführungsbeispiel
können
die Breiten der Transistoren 208 und 215 auf 0,1%
der effektiven Breiten der Kerntransistoren 217 und 218 eingestellt
werden. Dies sichert eine Dämmer-Strom-Pegel
im Bereich weniger Hunderter Mikroampere für einen sehr niedrigen Submikrometer-CMOS-Prozeß, während gesichert
wird, daß ein
robustes Vddi – Vssi-Potential
entwickelt wird. Diese Anordnung ist darüber hinaus adaptiver Natur – Vds der Transistoren 208 und 215 steigt
mit einer Quadratwurzelabhängigkeit
von Ids(Ioff) an,
um den von der Kernschaltung geforderten Strom zur Verfügung zu
stellen. Dies ist ein weiterer negativer Rückkopplungsmechanismus, der
den Minimalstrom liefert, der erforderlich ist, um die Kernschaltung 202 stabil
vorzuspannen. Dieser Mechanismus schafft darüber hinaus einen zusätzlichen
Strom in dem Fall, in dem bei einigen der Transistoren 200 "Leckdefekte" vorhanden sind.
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3 veranschaulicht
eine Schaltung 300, die ein Ausführungsbeispiel einer Schaltung
zum Reduzieren des Leckstroms gemäß der vorliegenden Erfindung
benutzt. Schaltung 300 enthält eine Mehrzahl statischer
Speicherzellen mit wahlfreiem Zugriff (SRAM-Zellen). Eine solche
SRAM-Zelle 302 ist innerhalb der gestrichelten Linie gezeigt.
Die SRAM-Zelle 302 enthält
zwei kreuzgekoppelte Invertierer, die aus Paaren von MOSFETs (303, 304)
und (305, 306) gebildet sind. Die SRAM-Zelle 302 enthält darüber hinaus
Durchlaß-Transistoren 308 und 310, die
mit den Ausgangsknoten 320 bzw. 322 der SRAM-Zelle
gekoppelt sind. Die Durchlaß-Transistoren 308 und 310 sind
darüber
hinaus mit den Bit-Leitungen 326 bzw. 328 gekoppelt.
Die Schaltung 300 kann in Verbindung mit der zuvor beschriebenen Leck-Steuerschaltung 204,
die in 2 gezeigt ist, verwendet werden, um eine Reduktion
des Leckstroms des kreuzgekoppelten Invertierers der SRAM-Zelle 302 zu
bewirken, wenn sich diese Zelle im Schlaf-Modus befindet, und um
ferner einen zusätzlichen
Strom zur Verfügung
zu stellen, wenn sich diese Zelle in dem Dämmer-Modus befindet.
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Zusätzlich zur
SRAM-Zelle 302 enthält
die Schaltung 300 eine Wortleitungs(WL)-Treiberschaltung 312,
die einen reduzierten Leckstrom in der SRAM-Schaltung ermöglicht.
Die Wortleitungs(WL)-Treiberschaltung steuert die SRAM-Wortleitung(WL) 330 an.
Der Wortleitungstreiber 312 enthält interne Spannungsversorgungsschienen
Vddi 314 und Vssi 316,
die auf dieselbe Weise arbeiten, wie die oben in Verbindung mit
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 2 erläuterten
internen Spannungsversorgungsschienen. Zusätzlich enthält die Schaltung 312 zwei
Invertierer. Der erste Invertierer enthält die Transistoren 313 und 315,
und der zweite Invertierer enthält
die Transistoren 318 und 320.
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Die
Schaltung 312 ist so konstruiert, daß sie die Leckströme durch
die Durchlaß-Transistoren 308 und 310 reduziert,
wenn diese Transistoren ausgeschaltet sind. Darüber hinaus verbraucht die Schaltung 312 einen
begrenzten Leistungsbetrag, wenn einige ihrer Bauelemente ausgeschaltet
sind. Es sei angenommen, daß sich
die SRAM-Zelle 302 in einem Zustand befindet, bei der der
Knoten 320 auf eine logische 1 gesetzt ist, während der
Knoten 322 auf eine logische 0 gesetzt ist. Folglich hat
der Durchlaß-Transistor 308 eine
logische 1 an seinem Drain. Der Durchlaß-Transistor 308 weist
darüber
hinaus eine logische 1 an seiner Source auf, welche mit der Bit-Leitung 326 gekoppelt
ist, da die Bit-Leitungen anfänglich
auf eine Spannung Vddi vor-aufgeladen werden,
die gleich der Spannung ist, auf welche die höhere interne Versorgungsschiene 316 gesetzt wird.
Die Bit-Leitungen 326 und 328 werden auf der Voraufladespannung
von Vddi während irgendeiner Periode der
Inaktivität,
die die Abschaltmodi Schlaf-, Leerlauf- und Dämmer-Modus einschließt, gehalten. Bei
dem Transistor 308 ist folglich im wesentlichen dieselbe
Spannung an das Drain und die Source angekoppelt.
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Wenn
die Wortleitung WL 330 auf logisch 0 gesetzt ist, ist der
Transistor 308 ausgeschaltet. Da jedoch sowohl das Drain
als auch die Source des Transistors 308 eine gleiche angekoppelte
Spannung, d. h. Vddi, aufweisen, ist Vds über
dem Transistor 308 näherungsweise
gleich 0 Volt. Folglich fließt
kein Leckstrom (Ioff) durch den Transistor 308.
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Das
Drain des Durchlaß-Transistors 310 ist mit
der Bit-Leitung 328 gekoppelt,
die auf Vddi vor-aufgeladen wird. Die Source
des Transistors 310 wird auf logisch 0 mit Hilfe des Transistors 306 gesetzt, der
diesen Knoten auf die untere interne Schiene Vssi zieht.
Dies ist der Punkt, wo die komplementäre Spannung, d. h. logisch
0, auf der anderen Seite der SRAM-Zelle gespeichert wird. Um den
Leckstrom durch den Durchlaß-Transistor 310 hindurch
zu reduzieren, stellt die Schaltung 312 einen Weg des Vorspannens
des Gates des Transistors 310 auf der geringeren externen
Schiene Vss anstelle der geringeren internen
Schiene Vssi zur Verfügung. Demzufolge weist die
Gate-Source-Spannung (Vgs) für den Transistor 310 einen
Wert unterhalb des Schwellenwerts auf, da die Source-Spannung am Knoten 322 etwa gleich
Vssi und die Spannung am Gate gleich Vss ist. Die Gate-Source-Spannung (Vgs) unterhalb des Schwellenwerts trägt zur Verringerung
des Leckstroms Ioff bei.
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Für weitere
detaillierte Erläuterungen
siehe Physics of Semiconductor Devices von S. M. Sze (Wiley Publications
1969). Wie man sehen kann, hängt
der Leckstrom exponentiell von Vgs ab. Da
der Leckstrom für
den Transistor 310 jetzt etwa 40% des durch die SRAM-Zelle
fließenden
Leckstroms bildet, kann eine Einsparung der tatsächlichen Leistung von etwa
40% für
die SRAM-Schaltung (Array) in Abhängigkeit von der Betriebsspannung
und der Breitenverhältnisse
der Transistoren erreicht werden.
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Ein
Leckstrom durch den Transistor 306 wird durch den Mechanismus
reduziert, gemäß welchem die
internen Versorgungsschienen zusammenfallen, was die Entwicklung
einer Source-Substrat-Spannung Vsb für die Transistoren
der SRAM-Zelle bewirkt.
Diese Energieeinsparung ist analog der in der Kernschaltung, die
zuvor in Verbindung mit 2 beschrieben wurde. Die Symmetrie
der SRAM-Zelle erzeugt die gleiche Leckstrom(Ioff)-Reduktion,
wenn der gespeicherte Zustand innerhalb der Zelle entgegengesetzt
dem oben beschriebenen ist, d. h. wenn der Knoten 320 auf
eine logische 0 setzt und der Knoten 322 auf eine logische
1 gesetzt ist.
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Um
die Wortleitung 330 auf Vss anstelle
von Vssi zu setzen, werden die zwei Invertierer
auf die folgende Weise verwendet. Bei dem ersten Invertierer, welcher
die Transistoren 313 und 315 enthält, wird die
Source des Transistors 313 auf Vss anstelle
von Vssi gesetzt. Wenn eine Spannung einer
logischen 1 an die Gates der Transistoren 313 und 315 angelegt wird,
zieht der Transistor 313 die Spannung an seinem Drain,
welches mit der Wortleitung 330 gekoppelt ist, auf Vss anstelle von Vssi.
Dies bewirkt, daß die Wortleitung 330 auf
Vss gesetzt wird, wodurch der Leckstrom
des Durchlaßtransistors 310 auf
den Punkt verringert wird, bei dem er als vernachlässigbar
angesehen werden könnte.
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Der
zweite Invertierer enthält
die Transistoren 318 und 320. Die Source des Transistors 320 ist mit
Vdd statt Vddi gekoppelt.
Wenn das Wortleitungsauswahlsignal WLSEL, das über die Leitung 340 angesteuert
wird, auf Vssi gesetzt wird, zieht der Transistor 320 den
Ausgangsknoten 332 des zweiten Invertierers auf einen Spannungswert,
der im wesentlichen gleich Vdd ist, da die
Source des Transistors 320 mit Vdd gekoppelt
ist. Da der Knoten 332 mit den Gates der Transistoren 313 und 315 gekoppelt
ist, hat die Gate-Source-Spannung
für den
Transistor 315 einen Wert unterhalb der Schwellenspannung, da
Vdd größer als
Vddi ist. Dies bewirkt, daß der Leckstrom
des Transistors 315 beträchtlich geringer ist, als er
anderenfalls wäre,
da die Gate-Source-Spannung Vgs für diesen
Transistor positiv ist. Die positive Vgs verringert
den Leckstrom exponentiell, da das P-MOS-Bauelement durch die negative
Vgs weiter eingeschaltet und durch die positive
Vgs weiter ausgeschaltet wird. Die oben
erwähnten
Gleichungen, die die Abhängigkeit
von Ioff von Vgs ausdrücken, sind auf
die P-MOS-Bauelemente
anwendbar, aber mit umgekehrten Polaritäten, wie es Fachleuten gut
bekannt ist. Auf diese Weise wird gesichert, daß der Leckstrom durch das relativ
breite Bauelement 315 nicht unnötig durch die höhere Vds, die durch das Koppeln des Drains des
Transistors 315 mit Vss anstelle
von Vssi erzeugt wird, verschlimmert wird.
Anderenfalls könnte
dieser größere Leckstrom
den Nutzen, der sich daraus ergibt, daß die Wortleitung 330 auf
Vss für
die angekoppelte SRAM-Zelle 302 liegt, zunichte
machen. Man beachte, daß es
bei dem SRAM wahrscheinlich ist, daß viele derartige SRAM-Zellen
mit der Wortleitung 330 gekoppelt sind. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Anzahl der SRAM-Zellen gleich 140.
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Der
erhöhte
Leckstrom, der infolge des Koppelns der Source des Transistors 320 mit
Vdd über das
Bauelement 318 erzeugt werden kann, wird durch die geringeren
Größen der
Transistoren 320 und 318 gemildert. Diese Transistoren
sind groß genug,
um die am Knoten 332 präsentierte
kapazitive Last anzusteuern, d. h. die Gates der Bauelemente 315 und 313.
Darüber
hinaus erzeugt in dem Abschaltzustand der Serienstapel, der die
Bauelemente 318, 329 und 334 enthält, einen
sehr geringen Leckstrom, da alle drei Serienbauelemente ausgeschaltet sind.
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Die
Schaltung 300 enthält
ferner eine NAND-Schaltung, die aus den Transistoren 329, 333, 334 und 392 besteht.
Die größere Vdd-zu-Vssi-Spannung,
welcher der zweite Invertierer ausgesetzt ist, fällt über dem Dreifach-Stapel ab,
der aus 318, 329 und 334 besteht, welche
sämtlich
sich im Abschaltbetriebsbereich in dem heruntergeschalteten Zustand befinden.
Die Serienkombination erzeugt eine Source-Substrat-Spannung an beiden
oberen Bauelementen 318 und 329, während Vds jedes Transistors durch Aufteilung der
Differenz (Vdd – Vssi)-Spannung zwischen
ihnen erzeugt wird, wobei jeder Transistor eine Vds von
etwa (Vdd – Vssi)/3
sieht.
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Der
Transistor 333 ist mit Doppelstapel von 329 und 334 gekoppelt,
der einen sehr geringen Leckstrom aufweist, wenn diese Bauelemente
AUS sind. Bei dieser Konfiguration ist der Gesamtleckstrom der WL-Treiberschaltung
etwa 30 des Gesamtleckstroms einer herkömmlichen WL-Treiberschaltung.
Demzufolge wird durch Verwendung dieser WL-Treiberschaltung der
Leckstrom nicht nur bei den Array-Bauelementen reduziert, sondern
darüber
hinaus beträchtlich
in der WL-Treiberschaltung selbst.
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Fachleute
werden erkennen, daß der
Knoten 332 im wesentlichen tri-stated ist, wenn WLSEL angelegt
wird, aber die virtuelle Masse (VGND) 338 auf logisch 1,
d. h. auf Vddi, ist. Knoten 332 wird
durch den P-MOS-Transistor 335 und das VNGD#-Signal über die
Leitung 336, welches stets in den dem VNGD-Signal über die
Leitung 338 entgegengesetzten Zustand angesteuert wird,
auf dem hohen Zustand gehalten. Die Source dieses P-MOS-"Halter"-Bauelements 335 ist
auf Vdd.
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Bei
einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung kann eine herkömmlichere
Wortleitungs-WL-Treiberschaltung, wie beispielsweise die in 4 gezeigte,
so modifiziert werden, daß ihr
Leckstrom auf eine Weise reduziert wird, die analog der in 3 beschriebenen
ist. Die WL-Treiberschaltung, die aus dem NAND-Gatter 402 und
dem Invertierer 403 zusammengesetzt ist, treibt die Wortleitung
(WL) 430 auf der Grundlage des Auswahleingangssignals WLSEL
(404) und des Synchronisiertakteingangssignals CLK (405).
Wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel
wird der Ioff bei den Durchlaßtransistoren
der SRAM-Zelle reduziert, indem die WL-Spannung auf Vss statt
auf Vssi reduziert wird. Dies wird durch
die Schaltungskonfiguration, die in 5 gezeigt
ist, ausgeführt.
In 5 besteht der Invertierer 403 aus den
Kerntransistoren 415 und 413. Transistor 413 ist
so konfiguriert, daß sowohl
seine Source als auch sein Substrat mit Vss (Knoten 414)
gekoppelt sind, so daß der
WL-Knoten auf 0 Volt (Vss) statt auf Vssi angesteuert wird, wie es oben beschrieben worden
ist. Wie gerade zuvor beschrieben, würde die höhere Vds an
dem Transistor 415 den Leckstrom durch das Bauelement 415 übermäßig erhöhen, wenn
dieser Effekt nicht durch eine positive Vgs an
dem P-MOS-Bauelement 415, die von dem NAND-Gatter 402 erzeugt
wird, gemildert würde.
Diese Spannung wird durch die Erzeugung eines WLN-Signals über die
Leitung 431 auf Vdd statt auf Vddi erzeugt, was die Sources der Transistoren 420 und 421 mit
Vdd koppelt. Wie bei dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel
begrenzt dies den Ioff durch den Wortleitungstreiber-Transistor 415.
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Die
erhöhte
Spannung, die dem Reihen-Stapel, der aus den Transistoren 422 und 423 besteht, präsentiert
wird, erzeugt keinen großen
Ioff durch diese Transistoren, da sie in
einer Stapel-Konfiguration konfiguriert sind, die wirksam bei der
Begrenzung des Leckstroms ist, wie oben beschrieben worden ist. Während das
in Verbindung mit 3 beschriebene Ausführungsbeispiel
bei der Begrenzung des Energieverbrauchs infolge von Ioff bei
einem SRAM-Array effektiver sein kann, kann das in den 4 und 5 veranschaulichte
Ausführungsbeispiel
wegen seiner Einfachheit erwünscht
sein.