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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von
Kohlenasche (Verbrennungsasche von Kohle), genauer ein Verfahren
zur Herstellung eines Entschwefelungsmittels und eines Bodenverbesserungsmittels
durch Mischbehandlung von Kohlenasche mit Wasser und ein Verfahren
zur Entschwefelung mit einem Entschwefelungsmittel in einem Kohlebrenner.
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Stand der Technik
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Abgase
von Kohleverbrennungs-Dampferzeugern enthalten im allgemeinen von
100 bis 200 ppm (bezogen auf das Volumen) schädliche Substanzen wie Schwefeloxide.
Da diese sauren Regen und photochemischen Smog verursachen, ist
es erwünscht,
sie wirksam zu behandeln. Bislang wurden ein Trockenverfahren wie
der Aktivkohleprozess und ein Nassverfahren wie der Kalk-Gips-Prozess
entwickelt. Der Trockenprozess ist jedoch problematisch, da das
Entfernungsverhältnis
für die
schädlichen
Substanzen nicht mehr erhöht
werden konnte. Beim Nassverfahren ist das Entfernungsverhältnis für die schädlichen
Substanzen hoch, aber es ist dadurch problematisch, dass die Behandlung
des Abwassers schwierig ist und die Ausrüstungskosten und die Betriebskosten
hoch sind.
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Um
die Probleme zu lösen,
ist ein Entschwefelungsverfahren erwünscht, bei dem das Entfernungsverhältnis für die schädlichen
Substanzen hoch ist, und das bei niedrigen Kosten betrieben werden
kann, wobei kein Abwasser produziert wird. Daher wurden, abgesehen
von den oben erwähnten
Verfahren, für
die Entschwefelung von Kohleverbrennungs-Dampferzeugern vorgeschlagen: <1> ein Halbtrockenverfahren,
bei dem gelöschter
Kalk oder eine Aufschlämmung
davon in das Abgas gesprüht
wird, <2> ein Trockenverfahren, bei
dem Kalkstein in einem Hochtemperaturgas in einem Gaskanal zerstäubt wird,
und <3> ein Trockenverfahren,
bei dem Kalkstein direkt in den Brenner gefördert wird. Verglichen mit
dem Aktivkohleverfahren und dem Kalk-Gips-Verfahren, sind diese
Verfahren günstig,
da die Ausrüstungskosten
und die Betriebskosten dafür niedrig
sind, aber sie sind noch immer problematisch, da das Entfernungsverhältnis für die schädlichen
Substanzen darin nicht immer hoch ist.
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Insbesondere
die Verfahren <1> und <2> sind problematisch,
da die Zeit für
den Kontakt zwischen dem Abgas und der Entschwefelungs-Komponente
nicht mehr verlängert
werden konnte. Daher wird das Verfahren <3> des
Förderns
von Kalkstein in den Brenner, insbesondere in eine Fließschicht
oder einen Fließbettbrenner
derzeit als günstig
angesehen. Insbesondere für
Brennersysteme, die effizient Kohle darin verbrennen können, z.B,
solche vom Zirkulationstyp, wurden Kohleverbrennungs-Dampferzeuger,
die mit Fließbettbrennern
ausgerüstet
sind, in der Praxis angewendet, worin das Fließbett aus relativ großformatigen
Körnern
gebildet wird.
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Zur
Absorption von schwefelhaltigen Gasen wird in US -A- 4,387,653 die
Verwendung von Kalkgranulaten vorgeschlagen. Diese Kalkgranulate
werden aus einer Mischung von fein gemahlenem Kalkstein und einem
Bindemittel hergestellt. Die so hergestellten Kalkgranulate sind äußerst stabil
und eigenen sich zur Anwendung in Kohleverbrennungsanlagen vom Fließbett-Typ.
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Ein
weiteres Verfahren wird beschrieben in US -A- 5,814,288. Kalkstein
wird in den Brenner gefördert. Das
Hochtemperaturgas wird aus dem Brenner einer Filteranlage zugeführt welche
sämtliche
Teilchen abtrennt. Die Teilchen werden daraufhin mit Wasser zu einer
Aufschlämmung
aufgearbeitet, welche in einem Gaschwäscher als Waschflüssigkeit
verwendet wird. Dieses Verfahren erhöht die Effizienz der Entschwefelung.
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Der
Kohleverbrennungs-Dampferzeuger des Typs, der mit einem Fließbettbrenner
ausgerüstet
ist, wird mit Blick auf die konzeptionelle Darstellung, die ihn
zeigt, beschrieben. 1 ist
eine erläuternde
Ansicht der Konzeption, die einen Kohleverbrennungs-Dampferzeuger
vom Fließbett-Typ
als eine Ausführungsform
für das
Entschwefelungsverfahren der vorliegenden Erfindung zeigt. Der Kohleverbrennungs-Dampferzeuger vom
Fließbett-Typ
umfasst einen Fließbettbrenner 1,
der ein Fließbett 2 in
einem Teil davon aufweist; einen Zyklon 3 für die Abtrennung
von Teilchen aus dem Abgas des Brenners 1; einen außenliegenden
Wärmetauscher 4,
der die Wärme
der Teilchen, die aus dem Zyklon 3 abgetrennt wurden, ausnutzt;
und eine Wärmetransfereinheit
vom Konventionstyp 5.
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In
dem Brenner 1 wird das Fließbett 2 z.B. gebildet
aus Kies mit ungefähr
10 bis 20 mm Größe; und ein
Entschwefelungsmittel wie Kalkstein wird zusammen mit der Kohle
in das Fließbett
durch den Fördereingang 7 eingeführt. Unterhalb
des Fließbettes 2 wird
Luft in den Brenner durch eine primäre Lufteinleitungsöffnung 8 gefördert, mit
der die Kohle in dem Brenner verbrannt wird. Die verbrannte Asche
und Kohlenstoff und andere kleine Körner aus Kalkstein und Grundkies
werden in den Zyklon 3 befördert. Die kleinen Körner werden
im Zyklon 3 abgetrennt und fallen in den externen Wärmetauscher 4,
der unterhalb des Zyklons 3 angeordnet ist, hinein.
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Die
kleinen Körner,
aus denen die Wärme
durch den Wärmeaustauscher 4 isoliert
wurde, werden zurückgeführt in das
Fließbett 2.
Das Hochtemperaturgas, das von den kleinen Körnern im Zyklon 3 abgetrennt wird,
wird in die Wärmetransfereinheit 5 vom
Konvektionstyp gefördert,
worin das Gas Wasser in der Wärmetransferleitung 10 erhitzt,
um Dampf zu erzeugen und es wird dadurch abgekühlt. Anschließend wird
das Gas in einen Schlauchabscheider 6 geleitet, worin feine
Teilchen in dem Gas aufgefangen werden, und das Gas, das keine Teilchen
mehr enthält,
wird aus dem System geleitet.
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Die
so aufgefangene Kohlenasche in dem Schlauchabscheider (Aschesammler)
wird als „Schlauchabscheiderasche" bezeichnet, und
diese feinen Teilchen besitzen eine Größe von einigen Mikron und stauben. Im
allgemeinen wird daher Wasser hinzugegeben. So benetzt, werden sie
entsorgt oder für
die Wiederurbarmachung verwendet, oder ein Teil davon wird für die Zementherstellung
verwendet. Der Standort für
die Kohleverbrennungs-Dampferzeugungsanlagen
liegt jedoch nicht immer in der Nähe der Standorte für die Wiederurbarmachung
oder die Standorte der Zementfabriken, und die Verwendung der Kohlenasche
für die
Wiederurbarmachung oder für
die Zementherstellung ist problematisch, da die Transportkosten
dafür hoch
sind. Auf der anderen Seite wurde die Verwendung der Kohlenasche
für andere
Baumaterialien, z.B. für
Zementaggregate und Straßenbettmaterialien
untersucht. Da die Zusammensetzung der Kohlenasche jedoch nicht
immer konstant ist, ist ihre Qualitätskontrolle für solche
Baumaterialien schwierig. Gegenwärtig
ist die praktische Verwendung der Kohlenasche daher beschränkt.
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Bei
der Verbrennung von Steinkohle in Kohlekraftwerken entsteht sogenanntes
Schmelzkammergranulat. In
DE
44 18 499 C2 wird beschrieben, dass dieses Schmelzkammergranulat
als glutflüssige
Schlacke in Wasser geleitet wird, wobei sie sofort unter Ausbildung
eines glasigen Granulats erstarrt. Durch seine amorphe, glasartige
Struktur ist das Material chemisch inert und neutral und ist hervorragend
geeignet als Pflanzensubstrat verwendet zu werden.
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In
Kohleverbrennungs-Dampferzeugern wird Kalkstein in das Fließbett in
dem Brenner zusammen mit der Kohle gegeben, um das Schwefeldioxid
(SO2) von der verbrannten Kohle zu absorbieren.
Daher enthält die
Kohlenasche ungefähr
10 bis 40 Gew.-% einer Aschen-Komponente, die sich von Kalkstein
ableitet. Von der Komponente, die sich von Kalkstein ableitet, liegt
der Calciumanteil, das Schwefeldioxid aufgenommen hat, darin im
allgemeinen bei ungefähr
30 Gew.-%. In dem anderen Teil der Aschen-Komponente hat der Kalkstein
das Schwefeldioxid lediglich an der Oberfläche absorbiert und sich zu
Gips (CaSO4) verfestigt, aber im Inneren
des Gips wird der Kalkstein (CaCO3) erhitzt
und in gebrannten Kalk (CaO) überführt, was
bedeutet, dass dieser Teil nicht umgesetzt wird.
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Es
ist daher nicht erwünscht,
die Kohlenasche, die den nichtumgesetzten Kalk enthält, wie
sie ist, für die
Wiederurbarmachung zu verwenden, unter dem Gesichtspunkt der Schonung
der natürlichen
Ressourcen und der Kostenreduktion. Zusätzlich ist es gut bekannt,
dass, wenn Wasser hinzugesetzt wird, der nichtumgesetzte gebrannte
Kalk hydratisiert wird unter Bildung von Calciumhydroxid (Ca(OH)2), wobei plötzlich eine große Wärme gebildet
wird und eine starke Expansion stattfindet. Unter Ausnutzung dieses
Wissens wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen für das Recyceln
der Kohlenasche, die den nicht umgesetzten Kalk enthält.
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Z.B.
wurde für
einen Kohleverbrennungs-Dampferzeuger vom Fließbett-Typ, wie in 1 <1> in
dem japanischen Patent mit der Offenlegungsnummer 166110/1996 ein
Verfahren zum Recyceln der Verbrennungsasche aus dem Fließbettbrenner
vorgeschlagen, das umfasst: den Schritt der Verknetung und Verfestigung der
Asche, die aus dem Zyklon isoliert wurde, mit Wasser oder mit Wasser
und einem zementartigen Verfestiger, den Schritt des Vermahlens
des resultierenden Feststoffes in Körner und den Schritt der Rückführung der Körner in
den Brenner; und <2> im japanischen Patent
mit der Offenlegungsnummer 42614/1997 wurde ein Verfahren für das Recyceln
von Verbrennungsasche aus einem Fließbettbrenner vorgeschlagen,
das umfasst: den ersten Schritt des Benetzens der Verbrennungsasche,
die aus dem Schlauchfilter isoliert wurde, unter Mischen und Rühren für die Hydratisierung,
um sie dadurch in reaktivierte Asche zu überführen, einen zweiten Schritt
des Trocknens der reaktivierten Asche und einen dritten Schritt
der Zirkulierung der getrockneten reaktivierten Asche in den Brenner.
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Auf
der anderen Seite wurde <3> durch das japanische
Patent mit der Offenlegungsnummer 35827/1986 ein anderes Verfahren
für die
Reinigung von Abgas entsprechend dem Trockenkalkverfahren vorgeschlagen,
das das Überführen der
Teilchen, die aus der Verbrennungsasche in dem Schlauchfilter abgetrennt
wurden, in einen Klassierer, worin die Teilchen in die Gruppe grober,
großformatiger
Teilchen, die Flugasche enthalten, und eine Gruppe von feinen, kleinformatigen
Teilchen, die Kalkpartikel enthalten, deren Oberfläche mit
einer schädlichen
sauren Substanz verbunden ist, um eine Hülle zu bilden, die jedes Partikel
bedeckt, geteilt werden, anschließendes Hydratisieren der Kalkpartikel
aus der Gruppe der feinen Teilchen mit Dampf, um ihre Hüllen zu
brechen und zu entfernen aufgrund der Volumenexpansion durch Hydratisierung, um
den nichtumgesetzten Kalk an die Oberfläche zu bringen, um recycelte
Kalkpartikel zu bilden und das Zirkulieren der recycelten Kalkpartikel
in das Abgas umfasst.
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In
US -A- 4,41 1,879 wird ein Verfahren beschrieben, das eine Vermischung
von Kohlenasche mit Wasser enthaltender Kohle umfasst. Zusätzliches
Wasser kann dieser Mischung aus Wasser enthalternder Kohle und Kohlenasche
noch zugesetzt werden. Die Mischung aus Wasser enthaltender Kohle
und Kohleasche wird dem Kohleverbrennungssystem zugeführt. Der
optionale Zusatz von Wasser wird nicht weiter ausgeführt, genauere
Angaben in bezug auf die relative menge Wasser oder die Temperaturen
beim Vermischen werden nicht angegeben.
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Bei
diesen Verfahren wird die Gipsschicht, die sich um die Kalkpartikel
durch die Reaktion der Schwefeloxide mit dem Kalk in der Kohlenasche
bildet, durch die Hydratisierung des Kalks gebrochen, so dass die Hydratisierung
des Kalks dabei effizient ausgenutzt wird. Daher wird in diesen
Verfahren das endgültige
Entschwefelungsmittel, geeignet für die Stelle, an der es in
das Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem
gefördert
wird, und für
die Einheit, mit der es dorthin befördert wird, erzeugt und in
dem System zirkuliert, wodurch eine effiziente Entschwefelung darin
sichergestellt wird, und die Kohlenasche im System verringert wird.
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Nachdem
jedoch die Leistungsfähigkeit
des Entschwefelungsmittels, das durch die Hydratisierung von Kohlenasche
mit Wasser oder Dampf gebildet wird, untersucht und bewertet worden
war, fand der vorliegende Erfinder, dass der Grad der Entschwefelung
mit dem Entschwefelungsmittel nicht hoch ist. Es wird daher angenommen,
dass das Entschwefelungsverfahren für die Kohleverbrennung des
Dampferzeugungssystems unter Verwendung des Entschwefelungsmittels,
das durch die Hydratisierung von Kohlenasche mit Wasser oder Dampf
gebildet wird, in der Praxis nicht angewendet werden kann. Daher
besteht ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung in der Bereitstellung
eines Verfahrens für
die Behandlung von Kohlenasche, das es ermöglicht, die behandelte Asche
als Entschwefelungsmittel in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem
zu recyceln (zu zirkulieren) und ein Entschwefelungsverfahren für ein Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem
bereitzustellen.
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Offenbarung der Erfindung
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Um
die oben erwähnten
Probleme im Stand der Technik zu lösen, untersuchte der vorliegende
Erfinder das Verfahren zur Behandlung von Kohlenasche, die eine
Komponente enthält,
die sich von Kalkstein ableitet, um die behandelte Asche als Entschwefelungsmittel
in dem Verfahren recycelbar zu machen, und als Ergebnis wurde gefunden,
dass die Bedingungen für
die Hydratisierung in dem Verfahren einen signifikanten Einfluss auf
die Fähigkeit
der behandelten Asche für
die Entschwefelung aufweisen. Auf der Grundlage dieser Befunde vervollständigte der
Erfinder die vorliegende Erfindung.
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Genauer
schließt
die Erfindung folgendes ein:
- 1. Ein Verfahr1en
zum Mischen von Kohlenasche welche eine Komponente enthält die sich
von Kalkstein ableitet, das umfasst:
Mischen von 100 Gewichtsteilen
der Kohlenasche mit von 20 bis 200 Gewichtsteilen Wasser, unter
Bedingungen dass die Kohlenasche eine Temperatur zwischen 80 und
150°C aufweist
und Wasser eine Temperatur zwischen 2 und 50°C aufweist, während sie
gemischt werden.
- 2. Ein Verfahren zum Mischen von Kohlenasche welche eine Komponente
enthält
die sich von Kalkstein ableitet, das umfasst:
Mischen von 100
Gewichtsteilen der Kohlenasche mit von 20 bis 200 Gewichtsteilen
heißes
Wasser, das umfasst: Mischen der Kohlenasche mit Raumtemperatur
mit Wasser mit einer Temperatur die zwischen 60 und 98°C liegt während sie
gemischt werden.
- 3. Ein Verfahr3en zum Mischen von Kohlenasche nach den Punkten
1 oder 2, worin die Mischung der Kohlenasche und des Wassers eine
durchschnittliche Korngröße von 0,1
bis 20 mm aufweist.
- 4. Ein Entschwefelungsmittel, das eine Mischung von Kohlenasche
und Wasser, erhalten durch das MischWasserverfahren nach irgend
einem der Punkte 1 bis 3 umfasst.
- 5. Ein Bodenverbesserungsmittel, das eine Mischung von Kohlenasche
und Wasser, erhalten durch das Mischverfahren nach irgend einem
der obigen Punkte 1 bis 3 umfasst.
- 6. Ein Verfahren zur Entschwefelung in einem Kohlenverbrennungs-Dampferzeugungssystem,
das umfasst: Mischen von 100 Gewichtsteilen Kohlenasche, die von
einem Ascheabscheider im System abgetrennt wurde, und die eine Komponente,
die sich von Kalkstein ableitet, enthält, mit von 20 bis 200 Gewichtsteilen
Wasser unter Bedingungen, bei denen die Kohlenasche eine Temperatur
zwischen 80 und 150°C
aufweist und das Wasser eine Temperatur zwischen 2 und 50°C, während sie
gemischt werden, und Fördern
der resultierenden Mischung, die als Entschwefelungsmittel dient,
in den Kohlebrenner im System.
- 7. Ein Verfahren zur Entschwefelung in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem,
das umfasst: Mischen von 100 Gewichtsteilen Kohlenasche, die von
dem Ascheabscheider im System abgetrennt wurde, und die eine Komponente
enthält,
die sich von Kalkstein ableitet, mit von 20 bis 200 Gewichtsteilen Wasser
unter den Bedingungen, dass die Kohlenasche Raumtemperatur aufweist,
und das Wasser eine Temperatur aufweist, die zwischen 60 und 80°C liegt,
während
sie vermischt werden, und die resultierende Mischung, die als Entschwefelungsmittel
dient, in dem Kohlebrenner im System zirkuliert wird.
- 8. Ein Entschwefelungsverfahren nach irgend einem der Punkte
6 oder 7, worin die Mischung aus der Kohlenasche und dem Wasser
eine durchschnittliche Korngröße von 0,1
bis 20 mm aufweist.
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Kurze Beschreibung der
Abbildung
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1 ist
eine konzeptionelle, erläuternde
Ansicht, die ein Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem vom Fließbett-Typ
als eine Ausführungsform
für das
Entschwefelungsverfahren der Erfindung zeigt, Die Referenznummern
und Symbole sind wie folgt:
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- 1
- Fließbettbrenner
- 2
- Fließbett
- 3
- Zyklon
- 4
- Externer
Wärmeaustauscher
- 5
- Konfektionstyp-Wärmetransfereinheit
- 6
- Schlauchfilter
- 7
- Kohleförderöffnung
- 8
- Primäre Lufteinführungsöffnung
- 9
- Rohrleitung
- 10
- Wärmetransferröhre
- A
- Dampf
- B
- Wasser
- C
- Kohlenasche
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Beste Ausführungsform
der Erfindung
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Die
Erfindung wird nun detailliert beschrieben.
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Das Verfahren
zur Behandlung der Kohlenasche der Erfindung umfasst das
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Mischen
der Kohlenasche, die eine Komponente enthält, die sich von Kalkstein
ableitet, mit Wasser, worin die Kohlenasche und das Wasser eine
Temperatur-Differenz
aufweisen, während
sie gemischt werden. Die Kohlenasche ist eine solche, die sich ableitet
von Kohle, Kalkstein, das als Entschwefelungsmittel dient und regenerierter
Verbrennungsasche, durch Verbrennung davon in einem Brenner in einem
Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem und dies liegt nach dem
Zyklon, insbesondere nach dem Schlauchfilter im System vor.
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Wie
hierin zuvor erwähnt,
enthält
die Kohlenasche zusätzlich
zu der Asche der Verbrennungskohle ungefähr 30 Gew.-% der Komponente,
die sich von Kalkstein ableitet und eine kleine Menge Kohlenstoff.
Die Temperatur-Differenz zwischen der Kohlenasche und dem Wasser,
während
die beiden vermischt werden, beträgt bevorzugt mindestens 30°C, noch bevorzugter
mindestens 50°C
und noch bevorzugter mindestens 60°C. Die Temperatur-Differenz
ist bevorzugt größer, da
die Fähigkeit
der resultierenden Mischung für
die Entschwefelung höher
ist. Um die Temperatur-Differenz zwischen den beiden zu erzielen,
wird entweder die Temperatur der Kohlenasche oder die des Wassers
höher gehalten.
Bevorzugt wird die Temperatur der Kohlenasche höher gehalten, nämlich im
Bereich zwischen 80 und 150°C,
bevorzugt zwischen 100 und 130°C,
und die Temperatur des Wassers wird mindestens 30°C, noch bevorzugter
mindestens 50°C
niedriger gehalten, gemäß der Erfindung
liegt die Temperatur zwischen 2 und 50°C. Z.B. kann die Hochtemperatur-Kohlenasche,
die aus dem Schlauchfilter entnommen wurde (Ascheabscheider) in
einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem direkt mit Wasser
von Raumtemperatur vermischt werden. Bei diesem Verfahren kann der
Energieverlust reduziert werden, und die Arbeitseffizienz kann erhöht werden,
und zusätzlich
kann die Entschwefelungskapazität
der resultierenden Mischung erhöht
werden. Auf der anderen Seite ist es ebenfalls möglich, heißes Wasser, das auf eine hohe
Temperatur erhitzt wurde, zu verwenden im Hinblick auf die Arbeitseffizienz,
die Temperatur-Steuerung und die Handhabbarkeit in dem Verfahren.
Bei dieser Ausführung
des Verfahrens ist die Temperatur des heißen Wassers bevorzugt um mindestens
30°C höher als
die der kalten Asche, und liegt sie erfindungsgemäß sie zwischen
60 und 98°C
und bevorzugt zwischen 70 und 98°C.
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In
der Erfindung besteht die Temperatur-Differenz im Anfangsstadium
des Mischens des Wassers und der Asche, und die Temperatur-Differenz
zwischen den beiden im Anfangsstadium des Mischens ist von Bedeutung.
Die Menge des Wassers, das mit der Kohlenasche vermischt wird unterliegt
keiner besonderen Definition, und sie ist nicht kleiner als die
Menge des Wassers, die ausreichend für die Hydratisierung des gebrannten
Kalks ist, um diesen in Calciumhydroxid zu überführen. Die Verbrennungsasche
enthält
jedoch zusätzlich
zu der Komponente, die sich von Kalkstein ableitet, eine große Menge
einer Verbrennungsaschen-Komponente,
die sich von Kohle ableitet, Daher beträgt angesichts der Wasserabsorption
der Aschen-Komponente, die sich von Kohle ableitet, die Menge des
Wassers, die mit der Verbrennungsasche vermischt wird, bevorzugt
zwischen 20 und 200 Gewichtsteilen, noch bevorzugter zwischen 30
und 150 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Verbrennungsasche.
Die Menge des Wassers kann bestimmt werden unter Berücksichtigung
der Mischbarkeit der Asche mit dem Wasser, der Fähigkeit des gebrannten Kalks
in der Asche mit Wasser hydratisiert zu werden, der Korngröße der behandelten
Mischung und der Nachbehandlung der Mischung.
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Im
Falle, dass die behandelte Asche als Entschwefelungsmittel verwendet
wird, wie in der im folgenden beschriebenen Ausführungsform, kann es erwünscht sein,
dass die behandelte Asche so eingestellt wird, dass die Körner eine
Korngröße von einigen
mm bis einigen cm aufweisen. Aus diesem Grund kann die behandelte
Asche nicht gut in Körner
härten,
wenn der Kalkgehalt der Kohlenasche gering ist. Wenn dies der Fall ist,
können
von 1 bis 10 Gewichtsteile eines zement artigen Verfestigungsmittels
hinzugegeben werden, um die behandelte Asche in Körner mit
einer geeigneten mechanischen Festigkeit zu härten.
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In
dem Erfindungsgemäßen Verfahren
zur Behandlung der Kohlenasche mit Wasser liegt zwischen der Asche
und dem Wasser, während
sie miteinander vermischt werden, eine Temperatur-Differenz. Die
resultierende Mischung kann als Entschwefelungsmittel verwendet
werden, und ihre Fähigkeit
zur Entschwefelung ist hoch. Obwohl die Ursachen hierfür nicht
völlig
klar sind, wird angenommen, dass die Fähigkeit der Mischung für die Entschwefelung
erhöht
werden kann aus den folgenden Gründen:
das Brechen der Gipsschicht, die um die Kalkpartikel der Kohlenasche
gebildet ist, kann durch den thermischen Schock auf der Oberfläche der
Partikel beschleunigt werden; die thermische Expansion der Partikel
kann durch die beschleunigte Kalkhydrations-Geschwindigkeit beschleunigt
werden; und die beiden Effekte können
vereint auftreten.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Behandlung der Kohlenasche mit Wasser ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Asche und das Wasser, während
sie miteinander vermischt werden, eine Temperatur-Differenz aufweisen.
Die spezifische Behandlung, die durch die Temperatur-Differenz charakterisiert
ist, erhöht
signifikant die Entschwefelungskapazität der resultierenden Mischung
aus Asche und Wasser, die bei einer gewöhnlichen Behandlung von Kohlenasche
mit Wasser, bei der keine Temperatur-Steuerung der beiden und bei einer
gewöhnlichen
Behandlung von Kohlenasche mit Dampf bislang nicht realisiert werden
konnte. Dies liegt daran, dass die Oberflächen der Kalkpartikel in der
Asche vollständig
gebrochen werden, und die Partikel vollständig durch die Temperaturgesteuerte
Behandlung des Verfahrens der Erfindung hydratisiert werden. Die behandelte
Mischung der Erfindung kann nicht nur als Entschwefelungsmittel,
sondern auch als Bodenverbesserer verwendet werden, wobei sie den
Vorteil der stabilen Eigenschaften aufweist.
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Hinsichtlich
der Morphologie nach der Hydratisierung kann die behandelte Mischung
von Kohlenasche mit Wasser der Erfindung auf beliebige Weise gesteuert
werden, so dass sie von feinen Teilchen mit einer Größe von einigen Mikron bis zu großen festen Teilchen mit einer
Größe von einigen
Zentimetern mit Blick auf die Aufgabe und die Art ihrer Verwendung
variieren kann. Die behandelte Mischung von Kohlenasche mit Wasser kann
daher unter Rühren
erhitzt werden, um das Wasser daraus zu entfernen; oder eine nasse
Mischung kann in Blöcke
verfestigt werden, oder sie kann in Granulate geeigneter Größe granuliert
werden; oder bei Bedarf können
die festen Blöcke
oder Granulate in kleine Körner
geeigneter Größe vermahlen
werden. Zusätzlich können die
Blöcke,
die Granulate und die feinen Körner
gehärtet
werden, um ihre mechanische Festigkeit zu verbessern. Nachdem sie
so gehärtet
worden sind, können
sie bequemer gehandhabt werden. Wenn es weiterhin gewünscht wird,
können
sie getrocknet werden, um ihren Wassergehalt zu verringern. Auf
diese Weise kann die behandelte Mischung Körner einer durchschnittlichen
Korngröße von 0,1
bis 20 mm, bevorzugt 0,2 bis 5 mm aufweisen.
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Die
behandelte Mischung, die durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Behandlung
von Kohlenasche erhalten wurde, kann als Entschwefelungsmittel in
einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem verwendet werden.
Im Falle, dass die behandelte Mischung in ein feines Pulver vermahlen
wird, kann sie in das Abgas der Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssysteme
zum Zwecke der Entschwefelung davon hineingesprüht werden. Die Mischung, die
in dem Behandlungsverfahren der Erfindung erhalten wird, wird bevorzugt
für die
Entschwefelung in dem unten erwähnten
Verfahren eingesetzt.
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Genauer
wird in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem die Kohlenasche
die aus einem Schlauchfilter abgetrennt wurde und die eine Komponente
enthält,
die sich von Kalkstein ableitet, mit Wasser gemischt in dem Zustand,
dass zwischen beiden eine Temperatur-Differenz besteht, während sie
miteinander vermischt werden, und die resultierende Mischung, die
als Entschwefelungsmittel dient, wird in den Kohlebrenner des Systems
gefördert.
Daher stellt die Erfindung weiterhin ein Entschwefelungsverfahren
aus der Mischung aus Kohlenasche und Wasser bereit. In dem Verfahren
wird das Entschwefelungsmittel der Mischung bevorzugt in einem Kohlebrenner
in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem zirkuliert. Die
Temperatur-Differenz zwischen der Kohlenasche und dem Wasser, beträgt, während sie
miteinander vermischt werden, bevorzugt mindestens 30°C, bevorzugter
mindestens 50°C,
noch bevorzugter mindestens 60°C.
Die Temperatur-Differenz ist bevorzugt größer, da die Kapazität des Entschwefelungsmittels
der Mischung höher ist.
Die Temperatur-Differenz zwischen beiden kann dadurch erzeugt werden,
dass entweder die Temperatur der Kohlenasche oder die des Wassers
höher gehalten
wird. In einer Ausführung
der Erfindung wird die Temperatur der Kohlenasche höher gehalten,
nämlich
zwischen 80 und 150°C,
bevorzugt zwischen 100 und 130°C,
und die Temperatur des Wassers wird um mindestens 30°C niedriger,
noch bevorzugter mindestens 50°C
niedriger gehalten, sie liegt im Bereich zwischen 2 und 50°C. Z.B. kann
die Hochtemperatur-Kohlenasche, die aus dem Taschenfilter eines
Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystems entnommen wurde, direkt
mit Wasser von Raumtemperatur vermischt werden. Bei diesem Verfahren
kann der Energieverlust reduziert werden, und die Arbeitseffizienz
kann erhöht
werden, und zusätzlich
kann das Entschwefelungsvermögen der
resultierenden Mischung vergrößert werden.
Auf der anderen Seite ist es ebenso möglich, heißes Wasser, das auf eine hohe
Temperatur erhitzt wurde, zu verwenden, im Hinblick auf die Arbeitseffizienz,
die Temperatur-Steuerung und die Handhabbarkeit des Verfahrens.
Bevorzugt ist die Temperatur des heißes Wassers um mindestens 30°C höher als
die der kalten Asche und liegt gemäß dieser Ausführung der
Erfindung zwischen 60 und 98°C,
bevorzugt zwischen 70 und 98°C.
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Die
obigen Temperatur-Bedingungen sind im Hinblick auf den thermischen
Schock infolge der Temperatur-Differenz zwischen der Kohlenasche
und des Wassers und der Hydratisierungs-Geschwindigkeit des Kalks
in der Asche bevorzugt. In dem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem
kann der Kohlebrenner eine feste Schicht oder ein festes Bett aufweisen.
Das Verfahren ist bei beliebigen Typen von Kohlebrennern anwendbar.
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Bevorzugt
wird das Entschwefelungsmittel in gelöschten Kalk getrocknet mit
einer durchschnittlichen Korngröße von etwa
0,1 bis 20 mm. Die Korngröße wird
so ausgewählt,
dass das getrocknete Entschwefelungsmittel gut passt zu dem Pulver
und der Funktion des Kohlebrenners, in die es gefördert wird,
damit das Entschwefelungsmittel in einem Fließbett oder dem Bett des Brenners
gut verweilen kann, um seine Verweilzeit darin sicherzustellen.
Das Entschwefelungsmittel kann in dem Brenner getrocknet werden,
da es dort erhitzt wird. Im Hinblick auf die Leichtigkeit der Lagerung,
des Transports und der Förderung
in die Brenner ist es jedoch bevorzugt, dass das Entschwefelungsmittel
vorher getrocknet wird.
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In
dem Entschwefelungsverfahren der Erfindung wird die Hochtemperatur-Kohlenasche (80 bis 150°C), die im
wesentlichen aus dem Schlauchfilter isoliert wurde, mit Wasser von
Raumtemperatur (ungefähr 2
bis 50°C)
unter Rühren
miteinander vermischt. Alternativ kann die Kohlenasche, die im wesentlichen
aus einem Schlauchfilter entnommen wurde, gekühlt werden, und die kalte Asche
(Raumtemperatur) wird mit heißem Wasser von 60 bis 98°C unter Rühren vermischt. Durch die Behandlung
wird die Hülle
der Gipsasche, die sich um die Kalkpartikel gebildet hat, in der
Mischung gebrochen, wobei der innere gebrannte Kalk rasch hydratisiert
wird unter Expansion, wobei sehr viel Wärme gebildet wird. Die Mischung
wird weiter gerührt,
und die Kalkpartikel darin werden weiter hydratisiert, und ihre
Hydratisierung ist in ungefähr
20 bis 90 Minuten abgeschlossen. Bei dieser Behandlung kann die
Vorbehandlung des Brechens der Gipshülle um die Kalkpartikel in der
Mischung annährend
gleichzeitig mit der Hydratisierung der Kalkpartikel erfolgen. Die
Hydratisierung ist wesentlich für
das Brechen der Gips(Calciumsulfat)-Hülle, die sich um die Kalkpartikel
durch die Reaktion des Kalks mit dem Schwefeldioxid in der Kohlenasche
gebildet hat, um dadurch den inneren aktiven gebrannten Kalk an
die Außenseite
der so aufgebrochenen Kalkpartikel zu befördern, und nicht nur für eine einfache
Hydratisierung. Daher dehnt sich die Mischung der Kohlenasche mit
heißem
Wasser aus und entwickelt sehr viel Hitze durch die Hydratisierung,
und nachdem sie so hydratisiert ist, ist sie leicht zu verfestigen.
Im allgemeinen wird die so verfestigte Mischung gehärtet, so
dass sie eine gewisse mechanische Festigkeit aufweist. Der Feststoff
kann in einer Mühle
in Körner
mit einer durchschnittlichen Korngröße von höchstens 20 mm vermahlen werden.
Die Körner
können
eine durchschnittliche Korngröße von etwa
0,3 bis 10 mm aufweisen.
-
Das
so erhaltene Entschwefelungsmittel wird auf solche Weise in den
Brenner in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem wie in 1 durch
die Kohleförderöffnung 7 gefördert, im
allgemeinen zusammen mit der Kohle, die darin mit einer Förderanlage
gefördert
wird. Die Kohle und das Entschwefelungsmittel, die so in den Brenner
gefördert
wurden, werden auf ungefähr
800°C in
dem Fließbett
des Brenners erwärmt.
In dem Entschwefelungsverfahren der Erfindung kann das Entschwefelungsmittel
aus der regenerierten Kohlenasche allein verwendet werden, es kann
aber auch mit frischem Kalkstein kombiniert werden. Die Menge des
Entschwefelungsmittels, die verwendet wird, kann basierend auf dem
Schwefeloxidgehalt des Abgases und auf dem aktiven Kalkgehalt des
Entschwefelungsmittels bestimmt werden. Z.B. kann das molare Verhältnis von
Ca/S zwischen etwa 1,5 bis 5, bevorzugt zwischen etwa 2 und 4 liegen.
Das Entschwefelungsmittel ist fest, und nicht alles kann in der
Entschwefelung wirksam sein. Daher muss eine gewisse Überschussmenge
des Entschwefelungsmittels verwendet werden.
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Die
durch die Behandlung der Kohlenasche mit Wasser in dem Verfahren
der Erfindung erhaltene Mischung wird vorteilhaft als Entschwefelungsmittel
in Kohleverbrennungs-Dampferzeugern verwendet, wie zuvor erwähnt, Die
durch das Verfahren der Erfindung behandelte Kohlenasche ist gut
hydratisiert, oder d.h., die Kalk-Komponente der Asche ist gut in
Calciumhydroxid überführt, und
die Qualität
der hydratisierten Asche ist stabil. Daher kann die behandelte Mischung
als Bodenverbesserer für
die Neutralisierung, Verdickung und die Verfestigung von Böden in der
Behandlung von Schlämmen,
der Behandlung von sauren Böden
und der Behandlung von Wüstenböden verwendet
werden. Zusätzlich
kann die behandelte Mischung auf anderen verschiedenen Gebieten
verwendet werden, z.B. bei Baustoffen und Baumaterialien.
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Die
Erfindung wird genauer mit Blick auf die Beispiele, Vergleichsbeispiele
und Referenzbeispiele beschrieben, die jedoch nicht beabsichtigen,
den Umfang der Erfindung zu beschränken.
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Beispiel 1, Vergleichsbeispiele
1 und 2, Referenzbeispiele 1 bis 3; Experiment I:
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[Behandlung von Kohlenasche]
-
Verbrennungsasche
(mit einem Calciumverbindungsgehalt von ungefähr 23 Gew.-%) wurde aus dem Schlauchfilter
eines Kohleverbrennungs-Dampferzeugers
vom Fließbett-Typ
isoliert, Sie wurde mit Wasser in der unten beschriebenen Weise
vermischt.
- <1> 4,6 kg heißes Wasser
bei 95°C
wurde zu 5 kg der Kohlenasche bei Raumtemperatur gegeben und für 10 Minuten
vermischt und verknetet. Die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur
(30°C) verfestigt.
Der Festkörper
wurde in einer Mühle
in Körner
von nicht größer als
2 mm vermahlen (mit einer durchschnittlichen Korngröße von 0,5
mm). Die behandelte Mischung wird als Entschwefelungsmittel verwendet.
- <2> 4,6 kg Wasser bei
25°C wurden
zu 5 kg Kohlenasche bei Raumtemperatur gegeben, und für 10 Minuten
vermischt und verknetet. Die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur
(30°C) getrocknet
und verfestigt. Der Festkörper
wurde in einer Mühle
in Körner
von mehr als 2 mm Größe vermahlen
(mit einer durchschnittlichen Korngröße von 0,5 mm). Die behandelte
Mischung des Vergleichsbeispiels 1 wird als Entschwefelungsmittel
verwendet.
- <3> 10 kg der Kohlenasche
bei Raumtemperatur wurde mit Dampf bei 150°C für 6 Stunden in Kontakt gebracht,
Die so behandelte Asche wurde bei Raumtemperatur (30°C) getrocknet,
und die Körner
in eine durchschnittliche Korngröße von 0,5
mm vermahlen. Dies ist das Entschwefelungsmittel des Vergleichsbeispiels
2.
- <4> Dies ist nicht behandelte
Kohlenasche (mit einer Partikelgröße von 10 bis 20 μm). Diese
diente als Entschwefelungsmittel.
- <5> Dies ist ein Basisentschwefelungsmittel,
dessen Kalksteinkörner
nicht größer als
1 mm sind (durchschnittliche Korngröße 0,5 mm).
- <6> Es wurde kein Entschwefelungsmittel
verwendet.
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[Entschwefelungsverfahren;
Bewertung des Entschwefelungsvermögens]
-
In
einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem vom Fließbett-Typ
gemäß 1 wurde
Kohlepulver mit höchstens
2 mm Größe (durchschnittliche
Korngröße 0,5 mm)
in einen kleinformatigen Kohlebrenner mit einer Höhe von 5
m bei einer Kohleförderungs-Geschwindigkeit
von 4 kg/hr gefördert
und darin verbrannt. Vor der Förderung
in den Brenner wurde die Kohle mit irgend einem der oben erwähnten Entschwefelungsmittel
vermischt und anschließend
in den Brenner gefördert.
Die Schwefeloxidkonzentration im Abgas des Systems wurde gemessen,
woraus der Grad der Entschwefelung im System erhalten wurde. Die
Menge des zugegebenen Entschwefelungsmittels zur Kohle ist in Tabelle
1 als das Verhältnis
von Ca/S gezeigt, das die Menge von CaO im Entschwefelungsmittel
relativ zu dem Schwefelgehalt (S) der Kohle bezeichnet.
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Die
Testergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Der
Grad der Entschwefelung jedes Entschwefelungsmittels, das untersucht
wurde, wurde mit dem von Kalkstein verglichen und ist in Tabelle
1 relativ zu den Kontrolldaten für
Kalkstein angegeben. Es ist deutlich, dass das Entschwefelungsvermögen der
regenerierten Entschwefelungsmittel von Beispiel 1 besser ist als
dasjenige der Vergleichsentschwefelungsmittel von Vergleichsbeispiel
1 und 2.
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Beispiel 2, Referenzbeispiele
4 und 5; Experiment II:
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[Behandlung von Kohlenasche]
-
Kohlenasche
wurde aus dem Taschenfilter isoliert, aber sie war von der in dem
Experiment I untersuchten verschieden, Die Asche wurde mit Wasser
in der unten beschriebenen Weise vermischt.
- <7> 7 kg kaltes Wasser
von 28°C
wurde zu 5 kg Kohlenasche bei 120°C
gegeben und für
10 Minuten vermischt und verknetet. Die resultierende Mischung wurde
bei Raumtemperatur (30°C)
getrocknet und verfestigt. Der Festkörper wurde in einer Mühle in Körner von
nicht mehr als 2 mm Größe (durchschnittliche Partikelgröße von 0,5
mm) vermahlen. Dies diente als Entschwefelungsmittel.
- <8> Dabei handelt es sich
um ein Basis-Entschwefelungsmittel, dessen Kalksteinkörner nicht
größer als
1 mm waren (durchschnittliche Korngröße 0,5 mm). Dies ist das gleiche
wie oben <5>.
- <9> Es wurde kein Entschwefelungsmittel
verwendet,
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[Entschwefelungsverfahren;
Bewertung des Entschwefelungsvermögens]
-
Die
Entschwefelungsmittel wurden in der gleichen Weise wie in Experiment
I hinsichtlich ihres Entschwefelungsvermögens untersucht.
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Die
Kohle, die in diesem Experiment verwendet wurde, unterschied sich
jedoch von der in Experiment I.
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Die
Testergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
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Es
ist ersichtlich, dass das Entschwefelungsvermögen des regenerierten Entschwefelungsmittels
von Beispiel 2 höher
ist, und dass der Grad der Entschwefelung mit dem regenerierten
Entschwefelungsmittel von Beispiel 2 auf dem gleichen Niveau liegt,
wie der der Entschwefelung mit Kalkstein.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Es
ist ersichtlich, dass die Entschwefelungsfähigkeit des Entschwefelungsmittels,
das in der Erfindung durch Behandlung der Kohlenasche mit Wasser,
insbesondere mit heißem
Wasser erhalten wurde, höher
ist als diejenige eines Entschwefelungsmittels, das durch eine konventionelle
Hydratisierung von Kohlenasche mit Wasser oder mit Dampf erhalten
wurde. Der Grund, warum die Kohlenasche, die mit heißem Wasser
in der Erfindung behandelt wurde, besser ist, als die mit Dampf,
der heißer
als heißes
Wasser ist, behandelt wurde, wird in den folgenden Ursachen gesehen.
Die Calciumsulfathülle,
die die nicht umgesetzten Calciumoxidpartikel bedeckt, kann leicht
aufgrund des thermischen Schocks, der dadurch in beiden Fällen verursacht
wird, gebrochen werde, aber die nachfolgende Hydratisierung der
Asche unterscheidet sich in den beiden Fällen. Im Falle der Behandlung
der Asche mit Dampf ist die Behandlungsdauer lang, und der Behandlungsdruck
ist hoch. Daher ist unter dem Gesichtspunkt der Ausrüstungskosten,
das Verfahren der Erfindung besser als das konventionelle Dampfbehandlungsverfahren.
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Die
Wirkung des Mechanismus des Entschwefelungsmittels, das durch die
Behandlung von Hochtemperatur-Kohlenasche mit kaltem Wasser erhalten
wird, ist die gleiche wie oben. Im Falle, dass die Temperatur-Differenz
zwischen der Kohlenasche und Wasser größer gemacht werden kann, kann
die Entschwefelungsfähigkeit
der behandelten Mischung, die als Entschwefelungsmittel dient, erhöht werden.
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Daher
macht es die Erfindung möglich,
die Verbrennungsasche in einem Kohleverbrennungs-Dampferzeugungssystem
zu recyceln (zirkulieren), was zu einer Verringerung der Menge von
Kohlenaschenabfällen, die
entsorgt werden müssen,
und zu einer Verringerung des verwendeten Kalksteins führt. Durch
das Entschwefelungsverfahren und das Verfahren zur Herstellung des
Entschwefelungsmittels der vorliegenden Erfindung wird die Substanz,
die die nicht verbrannten Kohlenstoffkörner in der Verbrennungsasche
bedeckt, gebrochen, und als Ergebnis wird der nicht verbrannte Kohlenstoff
nach außen
gebracht. Daher wird die Brennbarkeit des nicht verbrannten Kohlenstoffs
in der Kohlenasche gefördert,
und die Verbrennungseffizienz in den Brennern wird erhöht. Zusätzlich ist,
selbst wenn die behandelte Mischung verworten wird, ihre Qualität stabil. Daher
kann die behandelte Mischung der Erfindung nützlich für verschiedene Bodenverbesserungsmittel
verwendet werden.
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Die
Referenznummern und Symbole sind wie folgt:
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- 1
- Fließbettbrenner
- 2
- Fließbett
- 3
- Zyklon
- 4
- Externer
Wärmeaustauscher
- 5
- Konfektionstyp-Wärmetransfereinheit
- 6
- Schlauchfilter
- 7
- Kohleförderöffnung
- 8
- Primäre Lufteinführungsöffnung
- 9
- Rohrleitung
- 10
- Wärmetransferröhre
- A
- Dampf
- B
- Wasser