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Vorrichtung zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen Bei der
Papierherstellung entstehen bekanntlich durch das häufige Querreißen der Papierbahn
beträchtliche Betriebsverluste. Mit keiner der bereits in Vorschlag gebrachten Einrichtungen
zum Abfangen der Einrisse, wie sie sich insbesondere in der Papierbahn beim Verlassen
der Saugwalze oft ergeben, ist es nämlich bisher gelungen, das Einreißen zuverlässig
abzufangen. Noch viel weniger ist es bisher möglich gewesen, nach erfolgtem Abfangen
eines Einrisses die Papierbahn ohne Zuhilfenahme des bekannten Gautschknechtes wieder
in ihrer vollen Breite herzustellen.
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Die bisher bekannten Abfangvorrichtungen zur Verhütung des Abreißens
der Papierbahn während ihrer Herstellung sind, wenn sie überhaupt eine vollselbsttätige
Erfassung des Einreißens und eine anschließende Wiederherstellung der vollen Papierbahnbreite
zustande bringen sollte, umständlich und damit unwirtschaftlich gewesen. Darüber
hinaus ließen die vorgesehenen Überwachungseinrichtungen, mit denen das Einreißen
zu den Abfangvorrichtungen gemeldet wird, ein zuverlässiges Erfassen der im Betrieb
vorkommenden Einrisse nicht zu. Die Ursache dafür lag in der verhältnismäßig großen
Eigenzeit, die zwischen dem Ansprechen der Überwachungseinrichtungen und dem Wirksamwerden
der Abfangmaßnahmen verging. Als Folge dieser Unzulänglichkeit riß die Papierbahn
während der Herstellung trotz der Anwendung an sich teurer Überwachungseinrichtungen
dennoch meist völlig durch, und es machten sich dadurch vielfach Betriebsstillsetzungen
mit dem bekannten langwierigen erneuten Aufführen der Papierbahn erforderlich.
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Durch die Erfindung ist dieser schwerwiegende Nachteil der bekannten
Einrichtungen zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen; insbesondere bei ihrer
Herstellung, und zum anschließenden Nachführen der vollen Bahnbreite behoben. Die
Erfassung von Einrissen erfolgt dabei durch die an sich bekannte Verwendung von
strahlungsempfindlichen Zellen, die bei eintretendem Querreißen über Verstärker
Abfangvorrichtungen betätigen. Diese Erfassungsmaßnahme ist mit der Verwendung von
Antriebsmitteln verbunden, mit denen die Abfangvorrichtungen zum Zweck des Nachführens
bewegt werden. Nach der Erfindung sind nun die auf beiden Seiten der Bahnmitte vorgesehenen
Abfangvorrichtungen wechselweise zu den ebenfalls auf den beiden Seiten derselben
wirksam werdenden Strahlungsstellen angeordnet, derart, daß bei einem Wirksamwerden
der einen Zelle diejenige Abfangvorrichtung in Tätigkeit tritt, die. zur Mitte der
Bahn auf einer anderen Seite liegt als die wirksam werdende Strahlungsstelle. Auf
der Grundlage einer solchen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
das zuverlässige Abfangen jedes Einrisses, gleichgültig an welcher Stelle der Papierbahn
er eintritt, gewährleistet. Es ist dabei zwar in Kauf genommen, daß die Abfangvorrichtung,
also z. B. die an sich bekannte Spritzdüse, unter Umständen in einer gewissen Entfernung
zum Ende des Einrisse: wirksam wird. Ausschlaggebend war jedoch die Erzielung einer
völligen Verhinderung des Abreißens nicht nur an sich, sondern durch Anwendung einfachster
und daher wirtschaftlichster Vorkehrungen. Die erwähnte wechselseitige Zuordnung
der auf einer Seite der Bahnmitte vorhandenen Abfangvorrichtung zu der auf der anderen
Seite der Bahnmitte wirksam werdenden Strahlungsstelle, also z. B. des Kreuzungspunktes
zwischen einem Lichtstrahl und der Papierbahn, verbürgt eine sichere Begrenzung
des Einrisses selbst in denjenigen Fällen, in denen er sich quer zur Papierbahn
mit beträchtlicher Geschwindigkeit ausbreitet. Der Vorlauf des Begrenzungseinstichs,
den z. B. eine Spritzdüse in Längsrichtung der Bahn herbeiführt, ist dann in jedem
Fall ausreichend, um ein völliges Durchlaufen des Einrisses zu unterbinden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung, unter Umständen sogar unabhängig
von der Benutzung der bereits behandelten erfindungsgemäßen ?Maßnahme, ist eine
beträchtliche Vereinfachung der bisher bekannten einschlägigen Vorkehrungen dadurch
erzielt, daß die beiden Abfangvorrichtungen auf verschiedenen Seiten eines endlosen
Förderbandes vorgesehen sind, das um eine horizontale Antriebsscheibe und eine Rolle
von nur einer Antriebsstelle aus motorisch bewegt wird. Die Vereinfachung beruht
dabei nicht nur auf dem Vorhandensein eines einzigen Antriebsmotors, sondern auch
auf der dadurch ermöglichten Herabsetzung der erforderlichen Steuermittel, namentlich
beim vollselbsttätigen Betrieb.
Ein solcher vollselbsttätiger Betrieb
ist gerade bei solchen Anordnungen von Vorteil, die zur Durchführung der geschilderten
Maßnahmen dienen und bei denen, wie an sich bekannt, jeder strahlungsempfindlichen
Zelle relaisgesteuerte Schaltkontakte zugeordnet sind. In weiterer Ausbildung der
Erfindung sind nun jeder strahlungsempfindlichen Zelle relaisgesteuerte Schaltkontaktsätze
mit gegenseitiger Sperrung zugeordnet, von denen die Betriebsvorgänge unter Verwendung
von Verzögerungsrelais für die Schaltung des einzigen Antriebsmotors und von Endschaltern
für die bewegten Spritzdüsen selbsttätig, d. h. ohne jeden Eingriff durch das Bedienungspersonal,
gesteuert werden, indem die erforderliche Folge des Betriebsablaufs durch Staffelschaltungen
zustande kommt. Die Spritzdüsen, die hierbei beispielsweise als Abfangvorrichtungen
dienen, sind in an sich bekannter Weise magnetventilgesteuert. Ihr Düsenkopf ist
- wie ebenfalls an sich bekannt - zur Papierbahn geneigt, wodurch eine glatte Schnittlinie
erzielt wird. Sind erfindungsgemäß weiterhin die Zuleitungen zu den Spritzdüsen
seitlich der Papierbahn abgestützt und über der Bahn durch eine Kniegelenkführung
verstellbar gehalten., so ist nicht nur eine dem Stand, der Technik gegenüber vorteilhafteres
Abstützung über dar Papierbahn erzielt, sondern auch noch eine Drehung des Düsenkopfes
während seiner Bewegung quer zur Papierbahn vermittelt, durch die eine weitere Verbesserung
der Schnittkante erreicht wird.
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Die weiteren Merkmale der Erfindung sind, aus der nachstehenden Beschreibung
und aus der Zeichnung ersichtlich. Darin ist ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung
zur Durchführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
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Fig. 1 und 2 lassen im Auf- und Seitenriß die für eine Erläuterung
der Erfindung wichtigen Bestandteile einer Papiermaschine erkennen; aus Fig.3 ist
insbesondere die Anordnung und Ab-
stützung der Wasserzuleitungen zu den Spritzdüsen
ebenfalls in einer Teildarstellung der Papiermaschine im Grundriß ersichtlich: Fig.4
schließlich zeigt das Schaltbild für die Durchführung eines vollselbsttätigen Betriebs,
wobei ein handbetätigter, viergliedriger Umschalter vorgesehen ist, mit welchem
das Aufführen der Bahn beim Betriebsbeginn. unter Zuhilfenahme derjenigen Betriebsmittel
zustande- gebracht werden kann, mit denen das Abfangen sowie das anschließende Nachführen
bewerkstelligt wird.
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Nach den. Fig. 1 und 2 ist die Saugwalze 1 über ihre Welle 2 in, den
Ständern 3 und 4 der Papiermaschine gelagert. Von diesen Ständern werden auch die
Lichtquellen 5 und 6 getragen, die schräg über die Walze 1 je einen stark gebündelten
Lichtstrahl auf die Photozellen 7 und 8 werfen. Die Photozellen 7 und 8 sind auf
den Gehäusen 9 und 10 mit Hilfe der Arme 11 und 12 angebracht, die ihrerseits auf
den Ständern 4 und 3 abgestützt sind. In dem Gehäuse 9 ist der Verstärker für die.
Ströme der Photozelle 7 und in dem Gehäuse 10 ist der Verstärker für die Photozelle
8 sowie der Motorantrieh für ein endloses Band vorgesehen, durch welches die Spritzdüsen
13 und 14 auf den Führungen 15 und 16 (vgl. Fig. 3) verschoben werden.
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Nach Fig. 3 werden die Spritzdüsen. 13 und 14 von der motorisch angetriebenen
Scheibe 17 aus über das endlose Band 18 betätigt. Sie verschieben sich dabei auf
den stangenförmigen Führungen 15 und 16 über der Saugwalze 1. Die Antriebsscheibe
17 wird von dem Gehäuse 10 getragen. Die Rolle 19, über die das endlose Band 18
auf der anderen Seite der Walze 1 geführt ist, wird von dem Gehäuse 9 abgestützt.
Von den Kniegelenken 20 und 21, die ebenfalls an den Gehäusen 9 und 10 zu beiden
Seiten der Walze 1 abgestützt sind, werden die Wasserzuleitungen 22 und 23 zu den
Spritzdüsen 13 und 14 getragen.
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Die Papierbahn. 24 wird auf dem Langsieb 25 zur Saugwalze 1 geleitet.
Sie löst sich von ihr an der Stelle 26 ab und wird anschließend von dem über die
Walze. 27 geführten endlosen Filz 28 übernommen (vgl. Fig. 2 und 3). Der Lichtstrahl
der Photozelle 5 trifft die Papierbahn 24 an der Kreuzungsstelle 29, während der
Lichtstrahl der Photozelle 6 diese Bahn an der Stelle 30 kreuzt. Solange sich entlang
der Ab-Lauflinie 26 der Papierbahn auf der Saugwalze 1 kein Einriß zeigt, werden
die Strahlen der Lichtquellen 5 und 6 von der Papierbahn 24 absorbiert und können
demzufolge von den Photozellen 7 und 8 nicht aufgenommen werden. Die Überwachungsanordnung
mit den strahlungsempfindlichen Zellen 7 und 8 als wichtigsten Bestandteilen kommt
jedoch dann sofort zur Wirkung, wenn sich quer zur Papierbahn ein Einriß ergibt,
bevor die Einrißstelle die durch die Lichtstrahlen gebildete Ebene: durchsetzt.
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Reißt die Papierbahn z. B. bei Verlassen der Saugwalze .1 in der Fig.
1 von ihrem linken Rand in Richtung auf die Bahnmitte hin ein, so gelangt der Strahl
der Lichtquelle 5, wo er nach dem Einreißen von der Papierbahn nicht mehr absorbiert
wird, sofort auf die Photozelle 7. Der Strom dieser Zelle wird durch den Verstärker
im Gehäuse 9 verstärkt und verursacht ohne nennenswerten Zeitverlust das Ansprechen
der magnetventilgesteuerten Spritzdüse 13, durch die in an sich bekannter Weise
mittels eines feinen Flüssigkeitsstrahls ein Aufschlitzen der Papierbahn 24 in Längsrichtung
zustande kommt. Es ist dabei der Erfindung entsprechend von ausschlaggebender Bedeutung,
daß beim Einreißen der Papierbahn 24 von links her und demzufolge bei einem Wirksamwerden
der Photozelle 7 diejenige Spritzdfise 13 in Tätigkeit tritt, die zur Mitte der
Papierbahn 24 auf einer anderen Seite liegt als der Kreuzungspunkt 29 des betreffenden
Strahlenganges mit der Ebene der Papierbahn. Wäre das Einreißen von dem anderen
Rand der Papierbahn 24, d. h. von rechts her (in Fig. 1) erfolgt, so wäre der von
der Lichtquelle 6 aus ausgehende Strahl am Kreuzungspunkt 30 nicht mehr absorbiert
worden, sondern hätte die Photozelle 8 heaufschlagt. In diesem Fall wäre die Spritzdüse
14 nach entsprechender Verstärkung des Photostromes der Zelle 8 durch den Verstärker
im Gehäuse 10 zur Wirkung gelangt, also wiederum eine Spritzdüse 14 auf derjenigen
Seite: zur Mitte der Papierbahn 24, die der anderen Seite gegenüberliegt, auf der
sich der Kreuzungspunkt 30 befindet. Wegen dieser bereits eingangs erwähnten wechselseitigen
Zuordnung der auf beiden Seiten der Bahnmitte vorgesehenen Abfangvorrichtungen (Spritzdüsen)
zu den ebenfalls auf den beiden Seiten derselben wirksam werdenden Strahlungsstellen
29, 30 werden. die Einrisse, die von den Rändern der Papierbahn 24 aus erfolgen,
jeweils mit Sicherheit erfaßt, denn das Aufschlitzen der Papierbahn in Längsrichtung
durch die Flüssigkeitsstrahlen der Düsen 13 und 14 ist dann, wenn der Riß bis zu
dieser Schnittlinie gelangt, stets längst vor sich gegangen, so, daß ein völliges
Abreißen immer verläßlich unterbunden wird. Bei den an sich seltener vorkommenden
Einrissen von dem Mittelabschnitt der Papierbahn aus liegen die Verhältnisse ebenso.
Se:zt
z. 13. der Einriß links von der Kreuzungsstelle 9 :iius ein und bz2m-egt er sich
in Rie:htung auf die Bahnmitte ::u, dann wird er von dem durch diese I#,'reuzungsstelle
laufenden Lichtstrahl beim Auftreffet auf dis Photozile 7 erfaßt und der Einriß
durch den Längsschnitt des Flüssigkeitsstrahles der Düse 13 begrenzt.
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Die aus den Fig. 1 bis 3 ersichtliche Anordnung dient jedoch nicht
nur zum Abfangen von ()u.°rrissen, die sich in der Papierbahn 24 ergeben, sondern
mit ihr läßt sich darüber hinaus auch, wie es bereits eingangs dargelegt wurde,
der Einriß vollselbsttätig ausschneiden. Zu diesem Zweck wird die Spritzdüse, die
den Längsschnitt zur Begrenzung des Einrisses zustande gebracht hat, unter dem Einfluß
der Antriebsscheibe 17 und des endlosen Bandes 18 (vgl. Fig.3) während des fortlaufenden
Transporte der Papierbahn 24 auf ihrer Führungsstange nach der Seite hin verschoben.,
von der aus der Einriß erfolgt war. Hat er sich, so wie es in dem ersten Beispiel
angenomm.ii wurde, vom linken Rand (Fig. 1 und 3) der Papierbahn 24 nach der Bahnmitte
hin ausgebildet, so wird die Düse 13 auf der Führungsstange 16 voii dein endlosen
Band 18 unter Linksdrehung der Scheibe 17 zum linken Rand der Bahn. 24 hin bewegt,
wobei der Flüssigkeitsstrahl fortlaufend ein Abschneiden bewirkt und damit die Nachführung
eines in seiner Breite ständig zunehmenden unverletzten Bahnstreifens zustande bringt.
Ist die Spritzdüse 13 im Verlauf dieses Betriebsvorganges am linken Rand der Papierbahn
24 angekommen., so ist der E.inrißschaden behoben und die Papierbahn auf ihrer vollen
Breite wiederhergestellt. Da der Spritzkopf der Düse 13 schräg zur Bahnebene liegt
und unter dem Einfluß des sich bei Bewegung der Düse 13 auf der Führungsstange 16
nach dem linken Rand der Bahn 24 hin zusammenspreizenden Kniegelenks 20 verdreht,
wird vin glatter Schnitt entlang der Trennungslinie verinittelt.
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ach Fi.g. 4 befinden sich in den wiederum mit 9 und 10 angedeuteten
Gehäusen je eine Verstärkereinrich.tung, zu der bei derjenigen im Gehäuse 9 die
Elektronenröhre 31 und zu der im Gehäuse 10 die Elektronenröhre 32 gehört. Wenn
diese Röhren 31 und 32 aufgeheizt sind, kommen A.nodenströnie zustande, durch die
über die Magnetspulen 33 und 34 die Anker 35 bzw. 36 angezogen werden. Hierdurch
werden die Stromkreise über Glimmlampen 37 bzw. 38 geschlossen und durch, das Leuchten
dieser Lampen die Betriebsbereitschaft der Anlage gemeldet. 1.:s werden daraufhin
die Kippsclia.lter 39 und 40 eingelegt, wodurch der Betrieb der Anlage. zum Abfangen
von Papierbahneinrissen und zum vollselbsttätigen Ausschneiden der Rißstel.le vorbereitet
ist.
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Wird, so wie es bereits geschildert wurde, durch einen Einriß der
Photozelle 7 belichtet, dann wird im Verstärker 9 bzw. in der Röhre 31 der Anodenstrom
unterbrochen, und als Folge davon fällt der Anker 35 in die aus der Zeichnung ersichtliche
Stellung zurück. Durch diese Umschaltung wird die Spu:e deis Elektro inagneten 41
von der Sicherung 42 über den Kippschalter 39, den Anker 35, den Vorwiderstand 43
über die Kontakte 44 und 45 des Schaltkontaktsatzes 46 des Relais 47 zur Sicherung
48 geschlissen. Der Schaltkontaktsatz 49 des` Relais 41 wird dadurch umgeschaltet.
Hierdurch wird der Kontakt 50 mit dem Kontakt 51, der Kontakt 52 mit dem Kontakt
53 und der Kontakt 54 mit dem Kontakt 55 verbunden, und die Verbindungen zwischen
den Kontakten 54 und 56 sowie 52 und 57 werden aufgehoben. Durch die Trennung der
Kontakte 52 und 55 wird der Spulenstronikreis für das Relais 47 unterbrochen und
dieses somit gesperrt.
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Durch die Trennung der Kontakte 54 und 56 wird die Zuleitung zum Kontakt
58 des Endschalters 59 unterbrochen. Schließlich wird durch die Verbindung der Kontakte
52 und 53 die Sicherung 48 a.11 das Magnetventil 60 gelegt, und die von diesem Ventil
beaufschlagte Spritzdüse 13 tritt in Tätigkeit.
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Über die Verbindung der Kontakte 54 und 55 wird die Sicherung 48 üb,-r
die Kontakte 61 und 62 des Schaltkontaktsatzes 46 an das Verzögerungsrelais 63 gelegt.
Dieses Relais zieht an und verbindet nach einer einstellbaren Verzögerungszeit die
Kontakte 64 und 65. Durch die Verbindung der Kontakte 50 und 51 wird die Sicherung
42 über die Kontakte 66 und 67 des Endschalters 68 an die Kontakte 69 und 70 des
Motorrelais 71 gelegt.
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Hat sich nach Ablauf der Verzögerungszeit der Kontakt 64 mit dem Kontakt
65 verbunden, so steht die Sicherung 48 über die Kontakte 64 und 65 mit der Spule
des Motorrelais 71 in Verbindung, und dieses schaltet um.
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Durch diese Umschaltung werden am Motorrelais 71 die Kontakte 70 mit
72 und 73 mit 74 verbunden. Als Folge davon läuft der Anker des Einphasen-Wechselstrommotors
75 in Linksdrehung an, denn ein Stromkreis ist jetzt von der Sicherung 76 über die
Klemme 77 der Ständerwicklung 78 und über die Kontakte 79 und 80 des Motorrelais
81 sowie über die Läuferwicklung 82-83 und über die Kontakte 73 und 74 des Motorrelais
71 mit der Sicherung 84 verbunden. Durch den Antrieb des Wechselstrommotors 75 auf
die Förderscheibe 17 des endlosen Bandes 18 werden die Spritzdüsen 13 und 14 in
Richtung auf die Mitte der Papierbahn zu bewegt. Beim Anlaufen der Spritzdüse 13
hat sich als Vorbereitung für den Rücklauf der Endschalter 59 geschlossen und die
Kontakte 58 und 85 verbunden.
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Durch die Umschaltung des Motorrelais 71 und die Verbindung der Kontakte
69 und 86 ist der Haltestromkreis für das Relais 41 geschlossen worden. Wenn jetzt
durch Ausschneiden des Einrisses die Photozelle 7 verdunkelt und damit der Anker
35 des Elelctromagiizten 33 wieder angezogen wird und sich in die Bereitschaftsstellung
für dem nächsten, Einriß vom gleichen Bahnrand begeben hat, so kann das Relais 41
nicht abfallen, sondern muß den vollen Arbeitsgang abwarten, da die Magnetspule
41 jetzt einen geschilossenen Haltestromkreis von der Sicherung 48 über die Kontakte
45 und 44 des Scha.ltkontaktsatzes 46, die Magnetspule 41, den Vorwiderstand 43,
die: Kontakte, 69 und 86 des Motorrelais 71, die Kontakte 67 und 66 des Endschalters
68 und, die Kontakte 51 und 50 des Schaltkonta,ktsatzes 49 zur Sicherung 42 hin
hat.
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Kommun jetzt die Düsen 13 und 14 in ihre Endstellung, dann öffnet
die Spritzdüse 14 den Endschalter 68 und löst den vorher beschriebenen Halt= stromki-eis
durch Öffnen der Kontakte 66 und 67 auf. Der Schaltküntaktsatz 49 fällt dadurch
in seine Ruhestellung zurück. Da die Verbindungen der Kontakte 52 111151 53 unterbrochen
werden., wird das Magnetventil 60 geschlossen. Die Spritzdüse 13 tritt damit außer
Betrieb.
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Durch die Auflösung der Verbindung zwischen den Kontakten 54 und 55
wird der Spulenstronikreis des Verzögerungsrelais 63 geöffnet. Das Relais fällt
ab und öffnet die Verbindung zwischen den Kontakten 64 und 65. Hierdurch wird die
Spule des Motorrelais
71 stromlos; das Relais fällt ab und öffnet
dadurch den Motorstromkreis für den Linkslauf durch Trennung der Verbindung zwischen
den Kontakten 73 und 74.
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Durch die Rückführung des Sehaltkontaktsatzes 49 in seine Ausgangsstellung
sind hier die Kontakte 54 und 56 wieder verbunden worden:. Dadurch ist der Rücklaufstromkreis
von der Sicherung 48 über die Kontakte 61 und 62 des Schaltkontaktsatzes 46, die
Kontakte 54 und 56 des Scllaltlcontaktsatze-s 49, die Kontakte 58 und 85 des Endschalters
59, die Kontakte 87 und 88 des viergliedrigen Umschalters 89 zur Spule des Verzögerungsrelais
90 über die Kontakte 91 und 92 des Umschalters 89 zur Sicherung 42 geschlossen.
Das -#,erzögerungsrelaiis 90 zieht infolgedessen an und schließt nach Ablauf der
voreingestellten Verzögerungszeit den Spulenstromkreis für das Motorrelais 81 von
der Sicherung 48 über die Keiltakte 93 und 94 des Verzögerungsrelais 90, die Spule
des Mo.torrela.is 81, den Vorwiderstand 95 zur Sicherung 42. Dadurch zieht das Motorrelais
81 seinen Anker an und öffnet die Verbindung der Kontakte 79 und 80 bei gloichzeitigem
Schließen des Motorstromkreises für Rechtslauf durch; Verbindung der Kleinmen 80
und 96. Der Stromkreis verläuft jetzt von der Sicherung 76 aus über die Klemme 77
der Ständerwicklung 78 zu den Klemmen 97 und 73 des Motorrelais 71 durch die Läuferwicklung
82-83 zu den Klemmen. 80 und 96 des Relais 81 und schließlich zur Sicherung 84.
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Durch den Rechtslauf des Motors 75 und der mit ihm verbundenen Förderscheibe
17 werden die! Spritzdüsen 13 und. 14 in ihre Anfangsstellung zurückgeführt, wo
die Spritzdüse 13 durch Öffnen des Endschalters 59 die Verbindung zwischen den Klemmen
58 und 85 und damit den Rücklaufstromkreis wieder öffnet. Hierdurch. ist sowohl
das Verzögerungsrelais 90 als auch das Motorrelais 81 wieder abgefallen.
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Durch das im vorstehenden geschilderte Einschalten des Magnetventils
60 werden gleichzeitig der Einrißzähler 98 der einen Pa,pierb-ahns-eite (z. B. Bedienungsseite),
das Lichtsignal 99 dieser Einrißseite und das Läutewerk 100 für die Dauer
der Tätigkeit des Magnetventils 60 in Betrieb gesetzt. Bei einem Einriß auf der
anderen Papierl)ahn.seite (Antriebsseite) erfolgt eine entsprechende Betätigung
des Einrißzählers 101, des Lichtsignals 102 und wiederum des Läutewerkes 100.
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Um die, bereits eingangs erwähnte Aufführung der Papierbahn bei Betriebsbeginn
durchführen zu können, werden durch die zweite Betriebsstellung des mehrgliedrigen
Umschalters 89 die Stromkreise der Zähler 98 und 101, der Lichtsignale;
99 und 102 und. dies Läutewerks 100 durch Öffnen der Verbi.nd.ung zwischen
den Kontakten 92 und 91 unterbrochen. Weiter wird durch Öffnen der Kontakte 87 und
88 der Rücklaufstromkreis unterbrochen und durch Schließen der Kontakte 103 und
104 der Motorstromkreis für Linkslauf, wie oben beschrieben., unter Umgehung des
Verzögerungsrelais geschlossen. Dadurch werden die Spritzdüsen 13 und 14 ohne Betätigung
ihrer Magnetventile (z. B. 60) gegenseitig in die Endstellung gefahren. Bei der
dritten Betriebsstellung des Umschalters 89 wird die Verbindung zwischen den Kontakte:1103
und 104 wieder geöffnet, wodurch die beiden Düsen 13 und 14 stehenbleiben. Durch
die vierte Schalterstellung wird der Kontakt 103 mit dem Kontakt 105 verbunden und
umter Umgehung des Verzögerungsrelais der Motorstromkreis lür Rücklauf geschlossen.
Die Spritzdüsen bewegen sich jetzt wieder in Richtung auf ihre Ausgangsstellung.
Bei der fünften Schalterstellung wird dieser Stromkreis wieder geöffnet und die
Verbindung der Kontakte 103 und 106 hergestellt, wodurch die Spritzdüse
13 in stehendem Zustand spritzt. Bei der sechsten Schalterstellung wird der
Motorstromkreisrücklauf wieder eingeschaltet. Die Düse 13 läuft spritzend woiter.
In der siebenten Schalterstellung bleiben beide Spritzdüsen 13 und 14 stehen. Die
Spritzdüse 14 wird ein-und die Spritzdüse 13 ausgeschaltet. In der achten Schalterstellung
läuft die Spritzdüse 14 im Linkslauf spritzend in die Endstellung und schneidet
dadurch die Papierbahn auf volle Breite. Bei der nächsten Betriebsstellung ist der
Umschalter 89 wieder in seiner Ausgangsstellung angelangt uni damit diejenige Schaltstellung
erreicht, von der zu Beginn ausgegangen wurde. Da sich die Spritzdüsen 13 und 14
jetzt in ihrer Endstellung befinden, ist der Rücklaufstroinkreis über das Verzögerungsrelais
90 geschlossen, und die Spritzdüsen 13 und 14 kehren, ohne zu spritzen, in ihre
Anfangsstellung zurück.
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Die einzelnen Bestandteile der Schalt- und Betätigungseinrichtung
für den Betriebsablauf können baukastenartig zusammengefa,ßt und sämtlich außerhalb
des Bereichs der Papierbahn angeordnet werden. So können die, Zähler, der Umschalter
und die Signaleinrichtung in dem einen Deckel des gemeinsamen Gehäuses und die Verstärker
und Relaissätze sowie der Motorantrieb in dem anderen Deckel untergebracht sein.