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DE1008108B - Vorrichtung zum Abfangen des Querreissens von Papierbahnen - Google Patents

Vorrichtung zum Abfangen des Querreissens von Papierbahnen

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Publication number
DE1008108B
DE1008108B DEP9485A DEP0009485A DE1008108B DE 1008108 B DE1008108 B DE 1008108B DE P9485 A DEP9485 A DE P9485A DE P0009485 A DEP0009485 A DE P0009485A DE 1008108 B DE1008108 B DE 1008108B
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DE
Germany
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web
intercepting
paper web
spray nozzles
devices
Prior art date
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Pending
Application number
DEP9485A
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English (en)
Inventor
Hermann Proffen
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE1008108B publication Critical patent/DE1008108B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F7/00Other details of machines for making continuous webs of paper
    • D21F7/04Paper-break control devices

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen Bei der Papierherstellung entstehen bekanntlich durch das häufige Querreißen der Papierbahn beträchtliche Betriebsverluste. Mit keiner der bereits in Vorschlag gebrachten Einrichtungen zum Abfangen der Einrisse, wie sie sich insbesondere in der Papierbahn beim Verlassen der Saugwalze oft ergeben, ist es nämlich bisher gelungen, das Einreißen zuverlässig abzufangen. Noch viel weniger ist es bisher möglich gewesen, nach erfolgtem Abfangen eines Einrisses die Papierbahn ohne Zuhilfenahme des bekannten Gautschknechtes wieder in ihrer vollen Breite herzustellen.
  • Die bisher bekannten Abfangvorrichtungen zur Verhütung des Abreißens der Papierbahn während ihrer Herstellung sind, wenn sie überhaupt eine vollselbsttätige Erfassung des Einreißens und eine anschließende Wiederherstellung der vollen Papierbahnbreite zustande bringen sollte, umständlich und damit unwirtschaftlich gewesen. Darüber hinaus ließen die vorgesehenen Überwachungseinrichtungen, mit denen das Einreißen zu den Abfangvorrichtungen gemeldet wird, ein zuverlässiges Erfassen der im Betrieb vorkommenden Einrisse nicht zu. Die Ursache dafür lag in der verhältnismäßig großen Eigenzeit, die zwischen dem Ansprechen der Überwachungseinrichtungen und dem Wirksamwerden der Abfangmaßnahmen verging. Als Folge dieser Unzulänglichkeit riß die Papierbahn während der Herstellung trotz der Anwendung an sich teurer Überwachungseinrichtungen dennoch meist völlig durch, und es machten sich dadurch vielfach Betriebsstillsetzungen mit dem bekannten langwierigen erneuten Aufführen der Papierbahn erforderlich.
  • Durch die Erfindung ist dieser schwerwiegende Nachteil der bekannten Einrichtungen zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen; insbesondere bei ihrer Herstellung, und zum anschließenden Nachführen der vollen Bahnbreite behoben. Die Erfassung von Einrissen erfolgt dabei durch die an sich bekannte Verwendung von strahlungsempfindlichen Zellen, die bei eintretendem Querreißen über Verstärker Abfangvorrichtungen betätigen. Diese Erfassungsmaßnahme ist mit der Verwendung von Antriebsmitteln verbunden, mit denen die Abfangvorrichtungen zum Zweck des Nachführens bewegt werden. Nach der Erfindung sind nun die auf beiden Seiten der Bahnmitte vorgesehenen Abfangvorrichtungen wechselweise zu den ebenfalls auf den beiden Seiten derselben wirksam werdenden Strahlungsstellen angeordnet, derart, daß bei einem Wirksamwerden der einen Zelle diejenige Abfangvorrichtung in Tätigkeit tritt, die. zur Mitte der Bahn auf einer anderen Seite liegt als die wirksam werdende Strahlungsstelle. Auf der Grundlage einer solchen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das zuverlässige Abfangen jedes Einrisses, gleichgültig an welcher Stelle der Papierbahn er eintritt, gewährleistet. Es ist dabei zwar in Kauf genommen, daß die Abfangvorrichtung, also z. B. die an sich bekannte Spritzdüse, unter Umständen in einer gewissen Entfernung zum Ende des Einrisse: wirksam wird. Ausschlaggebend war jedoch die Erzielung einer völligen Verhinderung des Abreißens nicht nur an sich, sondern durch Anwendung einfachster und daher wirtschaftlichster Vorkehrungen. Die erwähnte wechselseitige Zuordnung der auf einer Seite der Bahnmitte vorhandenen Abfangvorrichtung zu der auf der anderen Seite der Bahnmitte wirksam werdenden Strahlungsstelle, also z. B. des Kreuzungspunktes zwischen einem Lichtstrahl und der Papierbahn, verbürgt eine sichere Begrenzung des Einrisses selbst in denjenigen Fällen, in denen er sich quer zur Papierbahn mit beträchtlicher Geschwindigkeit ausbreitet. Der Vorlauf des Begrenzungseinstichs, den z. B. eine Spritzdüse in Längsrichtung der Bahn herbeiführt, ist dann in jedem Fall ausreichend, um ein völliges Durchlaufen des Einrisses zu unterbinden.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung, unter Umständen sogar unabhängig von der Benutzung der bereits behandelten erfindungsgemäßen ?Maßnahme, ist eine beträchtliche Vereinfachung der bisher bekannten einschlägigen Vorkehrungen dadurch erzielt, daß die beiden Abfangvorrichtungen auf verschiedenen Seiten eines endlosen Förderbandes vorgesehen sind, das um eine horizontale Antriebsscheibe und eine Rolle von nur einer Antriebsstelle aus motorisch bewegt wird. Die Vereinfachung beruht dabei nicht nur auf dem Vorhandensein eines einzigen Antriebsmotors, sondern auch auf der dadurch ermöglichten Herabsetzung der erforderlichen Steuermittel, namentlich beim vollselbsttätigen Betrieb. Ein solcher vollselbsttätiger Betrieb ist gerade bei solchen Anordnungen von Vorteil, die zur Durchführung der geschilderten Maßnahmen dienen und bei denen, wie an sich bekannt, jeder strahlungsempfindlichen Zelle relaisgesteuerte Schaltkontakte zugeordnet sind. In weiterer Ausbildung der Erfindung sind nun jeder strahlungsempfindlichen Zelle relaisgesteuerte Schaltkontaktsätze mit gegenseitiger Sperrung zugeordnet, von denen die Betriebsvorgänge unter Verwendung von Verzögerungsrelais für die Schaltung des einzigen Antriebsmotors und von Endschaltern für die bewegten Spritzdüsen selbsttätig, d. h. ohne jeden Eingriff durch das Bedienungspersonal, gesteuert werden, indem die erforderliche Folge des Betriebsablaufs durch Staffelschaltungen zustande kommt. Die Spritzdüsen, die hierbei beispielsweise als Abfangvorrichtungen dienen, sind in an sich bekannter Weise magnetventilgesteuert. Ihr Düsenkopf ist - wie ebenfalls an sich bekannt - zur Papierbahn geneigt, wodurch eine glatte Schnittlinie erzielt wird. Sind erfindungsgemäß weiterhin die Zuleitungen zu den Spritzdüsen seitlich der Papierbahn abgestützt und über der Bahn durch eine Kniegelenkführung verstellbar gehalten., so ist nicht nur eine dem Stand, der Technik gegenüber vorteilhafteres Abstützung über dar Papierbahn erzielt, sondern auch noch eine Drehung des Düsenkopfes während seiner Bewegung quer zur Papierbahn vermittelt, durch die eine weitere Verbesserung der Schnittkante erreicht wird.
  • Die weiteren Merkmale der Erfindung sind, aus der nachstehenden Beschreibung und aus der Zeichnung ersichtlich. Darin ist ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung zur Durchführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
  • Fig. 1 und 2 lassen im Auf- und Seitenriß die für eine Erläuterung der Erfindung wichtigen Bestandteile einer Papiermaschine erkennen; aus Fig.3 ist insbesondere die Anordnung und Ab- stützung der Wasserzuleitungen zu den Spritzdüsen ebenfalls in einer Teildarstellung der Papiermaschine im Grundriß ersichtlich: Fig.4 schließlich zeigt das Schaltbild für die Durchführung eines vollselbsttätigen Betriebs, wobei ein handbetätigter, viergliedriger Umschalter vorgesehen ist, mit welchem das Aufführen der Bahn beim Betriebsbeginn. unter Zuhilfenahme derjenigen Betriebsmittel zustande- gebracht werden kann, mit denen das Abfangen sowie das anschließende Nachführen bewerkstelligt wird.
  • Nach den. Fig. 1 und 2 ist die Saugwalze 1 über ihre Welle 2 in, den Ständern 3 und 4 der Papiermaschine gelagert. Von diesen Ständern werden auch die Lichtquellen 5 und 6 getragen, die schräg über die Walze 1 je einen stark gebündelten Lichtstrahl auf die Photozellen 7 und 8 werfen. Die Photozellen 7 und 8 sind auf den Gehäusen 9 und 10 mit Hilfe der Arme 11 und 12 angebracht, die ihrerseits auf den Ständern 4 und 3 abgestützt sind. In dem Gehäuse 9 ist der Verstärker für die. Ströme der Photozelle 7 und in dem Gehäuse 10 ist der Verstärker für die Photozelle 8 sowie der Motorantrieh für ein endloses Band vorgesehen, durch welches die Spritzdüsen 13 und 14 auf den Führungen 15 und 16 (vgl. Fig. 3) verschoben werden.
  • Nach Fig. 3 werden die Spritzdüsen. 13 und 14 von der motorisch angetriebenen Scheibe 17 aus über das endlose Band 18 betätigt. Sie verschieben sich dabei auf den stangenförmigen Führungen 15 und 16 über der Saugwalze 1. Die Antriebsscheibe 17 wird von dem Gehäuse 10 getragen. Die Rolle 19, über die das endlose Band 18 auf der anderen Seite der Walze 1 geführt ist, wird von dem Gehäuse 9 abgestützt. Von den Kniegelenken 20 und 21, die ebenfalls an den Gehäusen 9 und 10 zu beiden Seiten der Walze 1 abgestützt sind, werden die Wasserzuleitungen 22 und 23 zu den Spritzdüsen 13 und 14 getragen.
  • Die Papierbahn. 24 wird auf dem Langsieb 25 zur Saugwalze 1 geleitet. Sie löst sich von ihr an der Stelle 26 ab und wird anschließend von dem über die Walze. 27 geführten endlosen Filz 28 übernommen (vgl. Fig. 2 und 3). Der Lichtstrahl der Photozelle 5 trifft die Papierbahn 24 an der Kreuzungsstelle 29, während der Lichtstrahl der Photozelle 6 diese Bahn an der Stelle 30 kreuzt. Solange sich entlang der Ab-Lauflinie 26 der Papierbahn auf der Saugwalze 1 kein Einriß zeigt, werden die Strahlen der Lichtquellen 5 und 6 von der Papierbahn 24 absorbiert und können demzufolge von den Photozellen 7 und 8 nicht aufgenommen werden. Die Überwachungsanordnung mit den strahlungsempfindlichen Zellen 7 und 8 als wichtigsten Bestandteilen kommt jedoch dann sofort zur Wirkung, wenn sich quer zur Papierbahn ein Einriß ergibt, bevor die Einrißstelle die durch die Lichtstrahlen gebildete Ebene: durchsetzt.
  • Reißt die Papierbahn z. B. bei Verlassen der Saugwalze .1 in der Fig. 1 von ihrem linken Rand in Richtung auf die Bahnmitte hin ein, so gelangt der Strahl der Lichtquelle 5, wo er nach dem Einreißen von der Papierbahn nicht mehr absorbiert wird, sofort auf die Photozelle 7. Der Strom dieser Zelle wird durch den Verstärker im Gehäuse 9 verstärkt und verursacht ohne nennenswerten Zeitverlust das Ansprechen der magnetventilgesteuerten Spritzdüse 13, durch die in an sich bekannter Weise mittels eines feinen Flüssigkeitsstrahls ein Aufschlitzen der Papierbahn 24 in Längsrichtung zustande kommt. Es ist dabei der Erfindung entsprechend von ausschlaggebender Bedeutung, daß beim Einreißen der Papierbahn 24 von links her und demzufolge bei einem Wirksamwerden der Photozelle 7 diejenige Spritzdfise 13 in Tätigkeit tritt, die zur Mitte der Papierbahn 24 auf einer anderen Seite liegt als der Kreuzungspunkt 29 des betreffenden Strahlenganges mit der Ebene der Papierbahn. Wäre das Einreißen von dem anderen Rand der Papierbahn 24, d. h. von rechts her (in Fig. 1) erfolgt, so wäre der von der Lichtquelle 6 aus ausgehende Strahl am Kreuzungspunkt 30 nicht mehr absorbiert worden, sondern hätte die Photozelle 8 heaufschlagt. In diesem Fall wäre die Spritzdüse 14 nach entsprechender Verstärkung des Photostromes der Zelle 8 durch den Verstärker im Gehäuse 10 zur Wirkung gelangt, also wiederum eine Spritzdüse 14 auf derjenigen Seite: zur Mitte der Papierbahn 24, die der anderen Seite gegenüberliegt, auf der sich der Kreuzungspunkt 30 befindet. Wegen dieser bereits eingangs erwähnten wechselseitigen Zuordnung der auf beiden Seiten der Bahnmitte vorgesehenen Abfangvorrichtungen (Spritzdüsen) zu den ebenfalls auf den beiden Seiten derselben wirksam werdenden Strahlungsstellen 29, 30 werden. die Einrisse, die von den Rändern der Papierbahn 24 aus erfolgen, jeweils mit Sicherheit erfaßt, denn das Aufschlitzen der Papierbahn in Längsrichtung durch die Flüssigkeitsstrahlen der Düsen 13 und 14 ist dann, wenn der Riß bis zu dieser Schnittlinie gelangt, stets längst vor sich gegangen, so, daß ein völliges Abreißen immer verläßlich unterbunden wird. Bei den an sich seltener vorkommenden Einrissen von dem Mittelabschnitt der Papierbahn aus liegen die Verhältnisse ebenso. Se:zt z. 13. der Einriß links von der Kreuzungsstelle 9 :iius ein und bz2m-egt er sich in Rie:htung auf die Bahnmitte ::u, dann wird er von dem durch diese I#,'reuzungsstelle laufenden Lichtstrahl beim Auftreffet auf dis Photozile 7 erfaßt und der Einriß durch den Längsschnitt des Flüssigkeitsstrahles der Düse 13 begrenzt.
  • Die aus den Fig. 1 bis 3 ersichtliche Anordnung dient jedoch nicht nur zum Abfangen von ()u.°rrissen, die sich in der Papierbahn 24 ergeben, sondern mit ihr läßt sich darüber hinaus auch, wie es bereits eingangs dargelegt wurde, der Einriß vollselbsttätig ausschneiden. Zu diesem Zweck wird die Spritzdüse, die den Längsschnitt zur Begrenzung des Einrisses zustande gebracht hat, unter dem Einfluß der Antriebsscheibe 17 und des endlosen Bandes 18 (vgl. Fig.3) während des fortlaufenden Transporte der Papierbahn 24 auf ihrer Führungsstange nach der Seite hin verschoben., von der aus der Einriß erfolgt war. Hat er sich, so wie es in dem ersten Beispiel angenomm.ii wurde, vom linken Rand (Fig. 1 und 3) der Papierbahn 24 nach der Bahnmitte hin ausgebildet, so wird die Düse 13 auf der Führungsstange 16 voii dein endlosen Band 18 unter Linksdrehung der Scheibe 17 zum linken Rand der Bahn. 24 hin bewegt, wobei der Flüssigkeitsstrahl fortlaufend ein Abschneiden bewirkt und damit die Nachführung eines in seiner Breite ständig zunehmenden unverletzten Bahnstreifens zustande bringt. Ist die Spritzdüse 13 im Verlauf dieses Betriebsvorganges am linken Rand der Papierbahn 24 angekommen., so ist der E.inrißschaden behoben und die Papierbahn auf ihrer vollen Breite wiederhergestellt. Da der Spritzkopf der Düse 13 schräg zur Bahnebene liegt und unter dem Einfluß des sich bei Bewegung der Düse 13 auf der Führungsstange 16 nach dem linken Rand der Bahn 24 hin zusammenspreizenden Kniegelenks 20 verdreht, wird vin glatter Schnitt entlang der Trennungslinie verinittelt.
  • ach Fi.g. 4 befinden sich in den wiederum mit 9 und 10 angedeuteten Gehäusen je eine Verstärkereinrich.tung, zu der bei derjenigen im Gehäuse 9 die Elektronenröhre 31 und zu der im Gehäuse 10 die Elektronenröhre 32 gehört. Wenn diese Röhren 31 und 32 aufgeheizt sind, kommen A.nodenströnie zustande, durch die über die Magnetspulen 33 und 34 die Anker 35 bzw. 36 angezogen werden. Hierdurch werden die Stromkreise über Glimmlampen 37 bzw. 38 geschlossen und durch, das Leuchten dieser Lampen die Betriebsbereitschaft der Anlage gemeldet. 1.:s werden daraufhin die Kippsclia.lter 39 und 40 eingelegt, wodurch der Betrieb der Anlage. zum Abfangen von Papierbahneinrissen und zum vollselbsttätigen Ausschneiden der Rißstel.le vorbereitet ist.
  • Wird, so wie es bereits geschildert wurde, durch einen Einriß der Photozelle 7 belichtet, dann wird im Verstärker 9 bzw. in der Röhre 31 der Anodenstrom unterbrochen, und als Folge davon fällt der Anker 35 in die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung zurück. Durch diese Umschaltung wird die Spu:e deis Elektro inagneten 41 von der Sicherung 42 über den Kippschalter 39, den Anker 35, den Vorwiderstand 43 über die Kontakte 44 und 45 des Schaltkontaktsatzes 46 des Relais 47 zur Sicherung 48 geschlissen. Der Schaltkontaktsatz 49 des` Relais 41 wird dadurch umgeschaltet. Hierdurch wird der Kontakt 50 mit dem Kontakt 51, der Kontakt 52 mit dem Kontakt 53 und der Kontakt 54 mit dem Kontakt 55 verbunden, und die Verbindungen zwischen den Kontakten 54 und 56 sowie 52 und 57 werden aufgehoben. Durch die Trennung der Kontakte 52 und 55 wird der Spulenstronikreis für das Relais 47 unterbrochen und dieses somit gesperrt.
  • Durch die Trennung der Kontakte 54 und 56 wird die Zuleitung zum Kontakt 58 des Endschalters 59 unterbrochen. Schließlich wird durch die Verbindung der Kontakte 52 und 53 die Sicherung 48 a.11 das Magnetventil 60 gelegt, und die von diesem Ventil beaufschlagte Spritzdüse 13 tritt in Tätigkeit.
  • Über die Verbindung der Kontakte 54 und 55 wird die Sicherung 48 üb,-r die Kontakte 61 und 62 des Schaltkontaktsatzes 46 an das Verzögerungsrelais 63 gelegt. Dieses Relais zieht an und verbindet nach einer einstellbaren Verzögerungszeit die Kontakte 64 und 65. Durch die Verbindung der Kontakte 50 und 51 wird die Sicherung 42 über die Kontakte 66 und 67 des Endschalters 68 an die Kontakte 69 und 70 des Motorrelais 71 gelegt.
  • Hat sich nach Ablauf der Verzögerungszeit der Kontakt 64 mit dem Kontakt 65 verbunden, so steht die Sicherung 48 über die Kontakte 64 und 65 mit der Spule des Motorrelais 71 in Verbindung, und dieses schaltet um.
  • Durch diese Umschaltung werden am Motorrelais 71 die Kontakte 70 mit 72 und 73 mit 74 verbunden. Als Folge davon läuft der Anker des Einphasen-Wechselstrommotors 75 in Linksdrehung an, denn ein Stromkreis ist jetzt von der Sicherung 76 über die Klemme 77 der Ständerwicklung 78 und über die Kontakte 79 und 80 des Motorrelais 81 sowie über die Läuferwicklung 82-83 und über die Kontakte 73 und 74 des Motorrelais 71 mit der Sicherung 84 verbunden. Durch den Antrieb des Wechselstrommotors 75 auf die Förderscheibe 17 des endlosen Bandes 18 werden die Spritzdüsen 13 und 14 in Richtung auf die Mitte der Papierbahn zu bewegt. Beim Anlaufen der Spritzdüse 13 hat sich als Vorbereitung für den Rücklauf der Endschalter 59 geschlossen und die Kontakte 58 und 85 verbunden.
  • Durch die Umschaltung des Motorrelais 71 und die Verbindung der Kontakte 69 und 86 ist der Haltestromkreis für das Relais 41 geschlossen worden. Wenn jetzt durch Ausschneiden des Einrisses die Photozelle 7 verdunkelt und damit der Anker 35 des Elelctromagiizten 33 wieder angezogen wird und sich in die Bereitschaftsstellung für dem nächsten, Einriß vom gleichen Bahnrand begeben hat, so kann das Relais 41 nicht abfallen, sondern muß den vollen Arbeitsgang abwarten, da die Magnetspule 41 jetzt einen geschilossenen Haltestromkreis von der Sicherung 48 über die Kontakte 45 und 44 des Scha.ltkontaktsatzes 46, die Magnetspule 41, den Vorwiderstand 43, die: Kontakte, 69 und 86 des Motorrelais 71, die Kontakte 67 und 66 des Endschalters 68 und, die Kontakte 51 und 50 des Schaltkonta,ktsatzes 49 zur Sicherung 42 hin hat.
  • Kommun jetzt die Düsen 13 und 14 in ihre Endstellung, dann öffnet die Spritzdüse 14 den Endschalter 68 und löst den vorher beschriebenen Halt= stromki-eis durch Öffnen der Kontakte 66 und 67 auf. Der Schaltküntaktsatz 49 fällt dadurch in seine Ruhestellung zurück. Da die Verbindungen der Kontakte 52 111151 53 unterbrochen werden., wird das Magnetventil 60 geschlossen. Die Spritzdüse 13 tritt damit außer Betrieb.
  • Durch die Auflösung der Verbindung zwischen den Kontakten 54 und 55 wird der Spulenstronikreis des Verzögerungsrelais 63 geöffnet. Das Relais fällt ab und öffnet die Verbindung zwischen den Kontakten 64 und 65. Hierdurch wird die Spule des Motorrelais 71 stromlos; das Relais fällt ab und öffnet dadurch den Motorstromkreis für den Linkslauf durch Trennung der Verbindung zwischen den Kontakten 73 und 74.
  • Durch die Rückführung des Sehaltkontaktsatzes 49 in seine Ausgangsstellung sind hier die Kontakte 54 und 56 wieder verbunden worden:. Dadurch ist der Rücklaufstromkreis von der Sicherung 48 über die Kontakte 61 und 62 des Schaltkontaktsatzes 46, die Kontakte 54 und 56 des Scllaltlcontaktsatze-s 49, die Kontakte 58 und 85 des Endschalters 59, die Kontakte 87 und 88 des viergliedrigen Umschalters 89 zur Spule des Verzögerungsrelais 90 über die Kontakte 91 und 92 des Umschalters 89 zur Sicherung 42 geschlossen. Das -#,erzögerungsrelaiis 90 zieht infolgedessen an und schließt nach Ablauf der voreingestellten Verzögerungszeit den Spulenstromkreis für das Motorrelais 81 von der Sicherung 48 über die Keiltakte 93 und 94 des Verzögerungsrelais 90, die Spule des Mo.torrela.is 81, den Vorwiderstand 95 zur Sicherung 42. Dadurch zieht das Motorrelais 81 seinen Anker an und öffnet die Verbindung der Kontakte 79 und 80 bei gloichzeitigem Schließen des Motorstromkreises für Rechtslauf durch; Verbindung der Kleinmen 80 und 96. Der Stromkreis verläuft jetzt von der Sicherung 76 aus über die Klemme 77 der Ständerwicklung 78 zu den Klemmen 97 und 73 des Motorrelais 71 durch die Läuferwicklung 82-83 zu den Klemmen. 80 und 96 des Relais 81 und schließlich zur Sicherung 84.
  • Durch den Rechtslauf des Motors 75 und der mit ihm verbundenen Förderscheibe 17 werden die! Spritzdüsen 13 und. 14 in ihre Anfangsstellung zurückgeführt, wo die Spritzdüse 13 durch Öffnen des Endschalters 59 die Verbindung zwischen den Klemmen 58 und 85 und damit den Rücklaufstromkreis wieder öffnet. Hierdurch. ist sowohl das Verzögerungsrelais 90 als auch das Motorrelais 81 wieder abgefallen.
  • Durch das im vorstehenden geschilderte Einschalten des Magnetventils 60 werden gleichzeitig der Einrißzähler 98 der einen Pa,pierb-ahns-eite (z. B. Bedienungsseite), das Lichtsignal 99 dieser Einrißseite und das Läutewerk 100 für die Dauer der Tätigkeit des Magnetventils 60 in Betrieb gesetzt. Bei einem Einriß auf der anderen Papierl)ahn.seite (Antriebsseite) erfolgt eine entsprechende Betätigung des Einrißzählers 101, des Lichtsignals 102 und wiederum des Läutewerkes 100.
  • Um die, bereits eingangs erwähnte Aufführung der Papierbahn bei Betriebsbeginn durchführen zu können, werden durch die zweite Betriebsstellung des mehrgliedrigen Umschalters 89 die Stromkreise der Zähler 98 und 101, der Lichtsignale; 99 und 102 und. dies Läutewerks 100 durch Öffnen der Verbi.nd.ung zwischen den Kontakten 92 und 91 unterbrochen. Weiter wird durch Öffnen der Kontakte 87 und 88 der Rücklaufstromkreis unterbrochen und durch Schließen der Kontakte 103 und 104 der Motorstromkreis für Linkslauf, wie oben beschrieben., unter Umgehung des Verzögerungsrelais geschlossen. Dadurch werden die Spritzdüsen 13 und 14 ohne Betätigung ihrer Magnetventile (z. B. 60) gegenseitig in die Endstellung gefahren. Bei der dritten Betriebsstellung des Umschalters 89 wird die Verbindung zwischen den Kontakte:1103 und 104 wieder geöffnet, wodurch die beiden Düsen 13 und 14 stehenbleiben. Durch die vierte Schalterstellung wird der Kontakt 103 mit dem Kontakt 105 verbunden und umter Umgehung des Verzögerungsrelais der Motorstromkreis lür Rücklauf geschlossen. Die Spritzdüsen bewegen sich jetzt wieder in Richtung auf ihre Ausgangsstellung. Bei der fünften Schalterstellung wird dieser Stromkreis wieder geöffnet und die Verbindung der Kontakte 103 und 106 hergestellt, wodurch die Spritzdüse 13 in stehendem Zustand spritzt. Bei der sechsten Schalterstellung wird der Motorstromkreisrücklauf wieder eingeschaltet. Die Düse 13 läuft spritzend woiter. In der siebenten Schalterstellung bleiben beide Spritzdüsen 13 und 14 stehen. Die Spritzdüse 14 wird ein-und die Spritzdüse 13 ausgeschaltet. In der achten Schalterstellung läuft die Spritzdüse 14 im Linkslauf spritzend in die Endstellung und schneidet dadurch die Papierbahn auf volle Breite. Bei der nächsten Betriebsstellung ist der Umschalter 89 wieder in seiner Ausgangsstellung angelangt uni damit diejenige Schaltstellung erreicht, von der zu Beginn ausgegangen wurde. Da sich die Spritzdüsen 13 und 14 jetzt in ihrer Endstellung befinden, ist der Rücklaufstroinkreis über das Verzögerungsrelais 90 geschlossen, und die Spritzdüsen 13 und 14 kehren, ohne zu spritzen, in ihre Anfangsstellung zurück.
  • Die einzelnen Bestandteile der Schalt- und Betätigungseinrichtung für den Betriebsablauf können baukastenartig zusammengefa,ßt und sämtlich außerhalb des Bereichs der Papierbahn angeordnet werden. So können die, Zähler, der Umschalter und die Signaleinrichtung in dem einen Deckel des gemeinsamen Gehäuses und die Verstärker und Relaissätze sowie der Motorantrieb in dem anderen Deckel untergebracht sein.

Claims (7)

  1. PATEN TAWSPR( CFIE: 1. Vorrichtung zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen, insbesondere bei ihrer Herstellung, und zum anschließenden Nachführen der vollen Balmbruite unter Verwendung von strahlungsempfindlichen Zellen, die bei eintretendem Querreißen über N'erstä.rker Abfangvorrichtungen betätigen, sowie unter Verwendung von Antriebsmitteln, mit denen, die Abfangvorrichtungen zum Zweclc des Nachführens bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die. auf beiden Seiten der Bahnmitte vorgesehenen Abfangvorrichtungen (13, 14) wechselweise zu den ebenfalls auf den beiden Seiten derselben wirksam werdenden Strahlungsstelle.n (29, 30) angeordnet sind, derart, daß bei einem Wirksamwerden der einen Zelle (z. B. 7) diejenige Abfangvorrichtung (13) in Tätigkeit tritt, die zur Mitte der Bahn auf einer anderen Seite liegt als die wirksam werdende Strablungsstelle (29).
  2. 2. Vorrichtung zum Abfangen des Querreißens von Papierbahnen, insbesondere bei ihrer Herstellung, und zum anschließenden Nachführen der vollen Bahnbreite unter Verwendung von strahlungsempfindlichen Zellen, die bei eintretendem Querreißen über Verstärker Abfangvorrichtungen betätigen, sowie unter Verwendung von Antriebsmitteln, mit denen die Abfangvorrichtungen zum Zweck des Nachführens bewegt werden, insbeso.iidere nach Anspruch 1, dadurch: gekennzeichnet, daß die beiden Abfangvorrichtungen (13, 14) a-- f verschiedenen Seiten eines endlosen Förderband °s (18) vorgesehen sind, das um eine horizontale Antriebsscheibe (17) und eine Rolle (19) von nur einer Antriebsstelle (17) aus motorisch bewegt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß - wie an sich bekannt - als Abfangvorrichtung inagnetven:tilgesteuerte Spritzdüsen (13, 14) vorgesehen sind, deren Düsenkopf zur Papierbahn (24) geneigt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Zuleitungen (22, 23) zu den Spritzdüsen (13,14) seitlich der Papierbahn (24) abgestützt und über der Bahn durch eine Kniegelenkführung (20, 21) verstellbar gehalten, sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, mit jeder strahlungsempfindlichen Zelle zugeordneten relaisgesteuerten. Scha,ltkonta,kten., gekennzeichnet durch Schaltkontaktsätze (46, 49) mit gegenseitiger Sperrung, von denen die Betriebsvorgänge unter Verwendung von Verzögerungsrelais (63, 90) für die Schaltung des einzigen Antriebsmotors (75) und von Endschaltern (59, 68) für die bewegten Spritzdüsen (13, 14) vollselbsttätig gesteuert werden, indem die erforderliche Folge des Betriebsablaufs durch Staffelschaltungen zustande kommt.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bestandteile der Schalt- und Betätigungseinrichtung für den Betriebsablauf baukastenartig zusammengefaßt und diese Kästen (9, 10) sämtlich außerhalb des Bereichs der Papierbahn angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch einen vielgliedrigen Umschalter (89) im Schaltkreis für die vollselbsttätige Steuerung der Betriebsvorgänge, der so eingeschaltet ist, daß die Antriebsmittel für die Spritzdüsen (13,14) auch zum Aufführen dar Bahn bei Betriebsbeginn dienen können., indem die einzelnen Betriebsphasen des Aufführens entsprechenden Stellungen des Umschalters (89) zugeordnet sind. B. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Betätigung jedes Magnetventils (z. B. 60) für die Spritzdüsen (z. B. 13) gleichzeitig ein Einrißzähler (z. B. 98) beaufschlagt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 539 144, 656 506, 748 348; österreichische Patentschriften Nr.116298, 123264; USA.-Patentschrift Nr. 1838 603.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1215501B (de) * 1960-11-21 1966-04-28 Vickerys Ltd Schabevorrichtung fuer Papiermaschinen

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