DE1008080B - Vorrichtung zum Beizen von Blechen und Platten - Google Patents
Vorrichtung zum Beizen von Blechen und PlattenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Beizen von Blechen und Platten Die Erfinidung betrifft Vorrichtungen zum Beizen von Blechen, Platten oder sonstigen zu beizenden Teilen, bestehend aus einem waagerechten Grundbauteil und zwei oder mehr an diesem sitzenden lotrechten Seitenhaltestangen oder Seitenhaltestangengruppen.
- Bei bekannten Beizvorrichtungen dieser Art ist der als Gußkörper ausgebildete Grundbauteil unten angeordnet, bildet also den Boden der Beizvorrichtung und ist daher während des Beizvorganges unmittelbar und dauernd der Beizflüssigkeit ausgesetzt. Das bedingt einen hohen und kostspieligen Verschleiß; denn der Grundbauteil muß aus wertvollem Werkstoff, zumeist Bronze, hergestellt werden, und insbesondere die bei Gußstücken nie zu vermeidenden Lunker oder sonstigen Fehlerstellen werden von der Beize stark angegriffen und führen häufig zu einem schnellen Unbrauchbarwerden der Beizvorrichtung.
- Durch die Erfindung wird erreicht, .daß der Beinflüssigkeit bedeutend geringere Mengen des Werkstoffs der Beinvorrichtung ausgesetzt werden, und zwar vorteilhaft nur solche Teile, die nicht gegossen zu werden brauchen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß Seitenhaltestangen in einzelnen Reihen lotrecht an den als Gußkörper oder Schweißteil ausgebildeten Grundbauteil angehängt sind und die Seitenhaltestangen einer Reihe am unteren Ende über leicht lösbare Querriegel, auf denen sich die zu beizenden Teile abstützen, verbunden sind.
- In Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens wird vorgeschlagen, die Querriegel an ihrer Unterseite mit Rastaussparungen zum Halten der äußeren Seitenhaltestangen und gegebenenfalls der zwischen ihnen vorgesehenen Seitenhaltestangen zu versehen.
- Bezüglich der Befestigung von Querriegel und Seitenhaltestangen sind verschiedene bauliche Ausführungsformen möglich. In dieser Hinsicht wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Seitenhalte-Stangen unten je ein Halteauge zum Hindurchstecken der mit Rasten versehenen Querriegel aufweisen. Bei einer davon abweichenden Ausführungsform werden die unteren Enden der Seitenhaltestangen T-förmig ausgebildet, wobei die T-Balken-Stücke zur Aufnahme eines oder mehrerer U-förmiger Querriegel dienen können. Hierfür sowie für die erstere Ausführungsform ist es besonders vorteilhaft, daß der Querriegel aus je zwei, vorteilhaft gleich langen und in der Mitte der Beinvorrichtung zusammentreffenden Querriegelhalbstücken besteht.
- Erfindungsgemäß wird außerdem in Vorschlag gebracht, daß die Riegelhalbstücke an ihrem Außenende eine Ausnehmung zur Aufnahme eines die seitliche Fortnahme ermöglichenden oder erleichternden Werkzeugs aufweisen.
- Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Sicherung des Beingutes gegen Querbewegung beim Beinvorgang und beim Ein- und Ausbringen derart, daß die vier äußeren Seitenhaltestangen eine oder mehrere Haltevorrichtungen zur Aufnahme von waagerechten Bügeln aufweisen, welche die seitliche Bewegung der zu beizenden Bleche, Platten od. dgl. verhindern oder begrenzen.
- Die Erfindung betrifft schließlich noch eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung des Grundbauteils, vor allem dann, wenn dieser als Gußkörper ausgebildet wird. Hierfür wird in Vorschlag gebracht, daß der Grundbauteil aus zwei in Richtung der zu beizenden Bleche oder Platten verlaufenden Längsstege besteht, welche durch je zwei einen Befestigungshaken oder Haltebügel in ihrer Mitte tragende Querstege und durch zwei oder drei Haltestege für die Befestigung der lotrechten Seitenhaltestücke miteinander verbunden sind.
- Die Erfindung soll nunmehr ausführlicher an Hand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen erläutert werden, und zwar zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch einen bekannten Reizkorb, und zwar gemäß der Schnittlinie I-I in Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1, Fig.3 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Beinvorrichtung, und zwar in die Beinflüssigkeit eingetaucht, Fig. 4 eine Seitenansicht der Beinvorrichtung nach Fig. 3, Fig. 5 die Beinvorrichtung gemäß den Fig. 3 und 4, nachdem sie aus dem Beinbad herausgehoben worden ist und vordern Aufsetzen auf eine Abladevorrichtung, Fig.6 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 5, Fig.7 eine Draufsicht auf den Grundbauteil der erfindungsgemäßen Beizvorrichtung in vergrößertem 2 aßstab, Fig.8 den unteren Teil einer abgeänderten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beizvorrichtung, Fig.9 einen Schnitt nach der Schnittlinie IX-IX in Fig. 8, während Fig. 10 einen Schnitt nach der Schnittlinie X-X in Fig. 8 wiedergibt.
- Der (bekannte) Beizkorb B gemäß den Fig. 1 und 2 besteht aus einem waagerechten, den Korbboden bildenden Grundbauteil G, der meist aus Bronze gegossen ist und :die Seitenhaltestangen S hält. Über zwei Befestigungshaken H wird der Beizkorb von einer Traverse T gehalten, die während des Beizvorganges eine Auf undabb,ewegung ausführt. Diese wird üblicherweise durch eine Wippe übertragen, an .deren einem Hebelarm die Traverse T hängt, während am anderen Hebelarm eine zweite Traverse für einen anderen Beizko.rb angehängt ist. Der als verhältnismäßig verwickelter Gußkörpcr ausgebildete Grundbauteil B befindet sich während,des Beizvo:rganges innerhalb der Beizflüssigkeit und wird, wie bereits dargelegt, deshalb schnell zerstört.
- Bei den erfindungsgemäßen Beizvorrichtungen gemäß den Fig. 3 bis 10 ist der Grundbauteil 2 (der als Stahlgußkörper oder als geschweißter Bauteil ausgebildet sein kann) der Bei.zvorrichtung 1 oberhalb des Spiegels 3 der Beizflüssigkeit 4 angeordnet und hält die - hier lotrecht nach unten führenden - Seitenhaltestangen 5. Die zu beizenden Bleche 6 stehen paketförmig zwischen den Seitenhaltestangen 5, so daß eine gute Benetzung durch die Beizflüssigkeit 4 gewährleistet ist, und sie werden unten von Querriegeln 7 gehalten" :die, wie Fig. 4 erkennen läßt, :durch Halteaugen 8 am unteren Ende 5" der Seitenhaltestangen 5 hindurchgeführt werden. Das Aneinanderliegen der dünnen Bleche in,der Beizvorrichtung wird dabei verhindert, indem die einzelnen Bleche an ihren oberen Längskanten, und zwar dann, wenn sie in die Beizvorrichtung eingebracht sind, mittels eines Handhebewerkzeuges an mehreren Stellen leicht eingeknickt werden. Nach dem Einknicken der nach oben gerichteten Blechkanten wird jedes zweite der Bleche danach leicht in Längsrichtung verschoben, wodurch von Blech zu Blech ein genügender Zwischenraum entsteht, der die Beizflüssigkeit zwischen ihnen. hindurchströmen läßt und somit das Bespülen aller Bleche sichert. Die Bleche stellen sich dabei von selbst entsprechend der oberen erzwungenen Blechordnung mit Zwischenraum etwa senkrecht auf, um dem Strömungswiderstand der Beizflüssigkeit weniger ausgesetzt zu sein. Die Querriegel 7 können, wie in Fig. 3 angedeutet, in einem Stück ausgebildet sein; sie können aber auch, wie Fig. 5 zeigt, aus zwei Halbstücken 7Q, 71, bestehen, die in der Mitte 7, der Vorrichtung aneinanderstoßen. Die Querriegel 7 bzw. die Riegelhalbstücke 7" 7b weisen an ihrer Unterseite 7d Rastaussparungen 8a od.:dgl. auf, über welche @die Querriegel 7 bzw. die Riegelhalbstücke 7a, 7b in den Halteaugen 8 od. dgl. der Seitenhaltestangen 5 gegen seitliches Verschieben sicher gehalten werden. Die Querriegel 7 bzw. die Riegelhalbstücke 7Q, 7b verbinden :dabei die freien Enden je einer Gruppe von Seitenhaltestangen 5 in Querrichtung miteinander. Nach Beendigung des Beizvorganges wird die Beizvorrichtung 1 auf die Entlaidevorrichtung 9 aufgesetzt, die so eingerichtet ist, daß die Querriegel? bzw. 7a, 7b von .den zu beizenden Platten 6 entlastet werden und :dann seitlich aus der Beizvorrichtung 1 herausgezogen werden können. Zur Erleichterung dieser seitlichen Bewegung weisen die Querriegelhalbstücke 7Q, 7b an ihren Außenenden Aussparungen 10 zur Aufnahme eines Werkzeugs 21 (Fig. 8, 10) auf.
- Wie Fig. 4 zeigt, weisen die an :den vier Ecken der Beizvorrichtung 1 vorgesehenen äußeren SeitenhaItestangen 5' zwei Halteaugen 11 auf, an denen zwei waagerechte Bügel 12 einstellbar zu befestigen sind, die eine Sicherung der zu beizenden Bleche 6 in Querrichtung bewirken. Die Befestigung der Bügel 12 ist besonders deutlich aus Fig. 7 zu ersehen.
- Wie sich ebenfalls aus Fig. 7 ergibt, besteht der Grundbauteil 2 aus zwei in Richtung der Bleche 6 verlaufenden Längsstegen 13, welsche über zwei Querstege 14 und über drei Haltestege 15 für die Befestigung der Seitenhaltestangen 5 miteinander verbunden sind. Die Querstege 14 tragen in ihrer Mitte je einen Befestigungshaken oder Haltebügel 16.
- Bei der abgeänderten Ausführungsform der Querriegel gemäß den Fig. 8 bis 10 sind :die Seitenhaltestangen 5 an ihrem unteren Ende 5" T-förmig ausgebildet, wobei die T-Balken-Stücke 17 Aussparungen 18 zum Halten :der ebenfalls ausgesparten Querriegelseitenteile 19 der in diesem Falle U-förmig ausgebildeten Querriegelhalbstücke 7a, 7b aufweisen. Diese Querriegel zeichnen sich zwar durch eine größere Abstützfläche aus; im allgemeinen ist aber die Querriegelausbildung gemäß den Fig. 3 bis 6 vorzuziehen.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Beizen von Blechen, Platten oder sonstigen zu beizenden Teilen, bestehend aus einem waagerechten Grundbauteil und zwei oder mehr an diesem sitzenden lotrechten Seitenhaltestan.gen oder Gruppen von Seitenhaltestangen, dadurch gekennzeichnet, daß :die Seitenhaltestangen (5') in einzelnen Reihen (5) lotrecht an den als Gußkörper oder Schweißteil ausgebildeten Grundbauteil angehängt sind und die Seitenhaltestangen einer Reihe am unteren Ende über leicht lösbare Querriegel (7, 7a, 7b), auf denen sich die zu beizenden Teile (6) abstützen, verbunden sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querriegel (7, 7a, 7b) an ihrer Unterseite (7d) Rastaussparungen (8a) zum Halten der äußeren Seitenhaltestangen (5') und gegebenenfalls der zwischen ihnen vorgesehenen Seitenhaltestangen (5) aufweisen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenhaltestangen (5) unten je ein Halteauge (8) zum Hindurchsteckender mit Rasten (8Q) versehenen Querriegel (7, 7a, 7b) aufweisen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden (5a) -der Seitenhaltestangen (5) T-förmig ausgebildet sind, wobei die T-Balken-Stücke (17) zur Aufnahme eines oder mehrerer U-förmiger Querriegel (7, 7, 7b) dienen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querriegel (7) aus je zwei, vorteilhaft gleich langen und in der Mitte (7,) der Beizvorrichtung (1) zusammentreffenden Querriegelhalbstücken (7Q, 7b) besteht.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelhalbstücke (7a, 7b) an ihrem Außenende eine Ausnehmung (10) zur Aufnahme .eines die seitliche Fortnahrne ermöglichenden oder erleichternden Werkzeugs (21) aufweisen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die vier äußeren Seitenhaltestangen (5') ein oder mehrere Haltevorrichtungen (11) zur Aufnahme von waagerechten Bügeln (12) aufweisen. B. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dar Grundbauteil (2) aus zwei in Richtung der zu beizenden Bleche oder Platten (6) verlaufenden Längsstege (13) besteht, welche durch zwei je einen Befestigungshaken oder Haltebügel (16) an ihrer Mitte tragende Querstege (14) und durch zwei oder drei Haltestege (15) für die Befestigung der lotrechten Seitenhaltestangen (5) miteinander verbunden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 685 516, 662 472, 647 837; französische Patentschriften Nr. 501376.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES32185A DE1008080B (de) | 1953-02-13 | 1953-02-13 | Vorrichtung zum Beizen von Blechen und Platten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES32185A DE1008080B (de) | 1953-02-13 | 1953-02-13 | Vorrichtung zum Beizen von Blechen und Platten |
Publications (1)
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| DE1008080B true DE1008080B (de) | 1957-05-09 |
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ID=7480770
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES32185A Pending DE1008080B (de) | 1953-02-13 | 1953-02-13 | Vorrichtung zum Beizen von Blechen und Platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008080B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1245848B (de) | 1961-11-22 | 1967-07-27 | Otto & Co Gmbh Dr C | Vorrichtung zum Be- und Entladen von Beizkoerben fuer Tafelbleche |
| DE1269453B (de) * | 1961-12-12 | 1968-05-30 | Voest Ag | Beizanlage fuer Tafelbleche |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR501376A (fr) * | 1917-05-12 | 1920-04-13 | John Paton | Perfectionnements aux machines pour le décapage des toles de fer, d'acier et autres |
| DE647837C (de) * | 1936-01-05 | 1937-07-14 | Ardeltwerke G M B H | Beizkorb fuer das Beizen von Blechen |
| DE662472C (de) * | 1937-07-01 | 1938-07-14 | Huettenwerke Siegerland Akt Ge | Vorrichtung zur stapelweisen Aufnahme und Befoerdern von zu beizenden Platinen, Sturzen, Blechen oder sonstigem Beizgut in und aus dem Beizbottich |
| DE685516C (de) * | 1937-06-13 | 1939-12-19 | Huettenwerke Siegerland Akt Ge | Einrichtung zur stapelweisen Aufnahme und zum Befoerdern von zu beizenden Platinen, Sturzen oder Blechen in und aus ihrem Beizbottich |
-
1953
- 1953-02-13 DE DES32185A patent/DE1008080B/de active Pending
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| DE1245848B (de) | 1961-11-22 | 1967-07-27 | Otto & Co Gmbh Dr C | Vorrichtung zum Be- und Entladen von Beizkoerben fuer Tafelbleche |
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