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DE1006736B - Steuerventil fuer lastabhaengige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhaengerfahrzeugen des Strassenverkehrs - Google Patents

Steuerventil fuer lastabhaengige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhaengerfahrzeugen des Strassenverkehrs

Info

Publication number
DE1006736B
DE1006736B DEK24292A DEK0024292A DE1006736B DE 1006736 B DE1006736 B DE 1006736B DE K24292 A DEK24292 A DE K24292A DE K0024292 A DEK0024292 A DE K0024292A DE 1006736 B DE1006736 B DE 1006736B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
piston
brake cylinder
valve
vehicles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK24292A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Wydra
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DEK24292A priority Critical patent/DE1006736B/de
Publication of DE1006736B publication Critical patent/DE1006736B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/18Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution
    • B60T8/1812Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution characterised by the means for pressure reduction
    • B60T8/1818Lever mechanism

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Hydraulic Control Valves For Brake Systems (AREA)

Description

  • Steuerventil für lastabhängige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhängerfahrzeugen des Straßenverkehrs Bei Steuerventilen für lastabhängige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhängerfahrzeugen des Straßenverkehrs, ist es bekannt, den Steuer-und Rückführkolben über ein Gestänge zu verbinden, dessen Drehpunkt in Abhängigkeit von der jeweiligen Beladung des Fahrzeuges eingestellt wird. Hierbei war der Rückführkolben von einer Hülse getragen, welche ein Doppelventil für die Be- und Entlüftung des Bremszylinders betätigte. Letzteres Doppelventil, das durch eine Feder belastet ist und außerdem im geschlossenen Zustand durch den Druck im Hilfsluftbehälter einseitig beaufschlagt und auf seinen Einlaßsitz gepreßt wird, mußte bei Einleitung einer Bremsung durch den Steuerkolben bisher über das jeweils eingestellte Verhältnis der Hebelarme gegen diese Widerstände angehoben werden. Dies hatte zur Folge, daß mit der Änderung des Hebelverhältnisses sich auch der Druckabfall in der Steuerleitung ändern mußte, welcher die Voraussetzung für das Ansprechen des Steuerventils bildete. Die Ansprechpunkte eines solchen Steuerventils fielen also in für die Praxis unzuverlässiger Weise auseinander.
  • Es ist demgegenüber die Aufgabe der Erfindung, diesen Nachteil der Inkonstanz des Ansprechens eines Steuerventils zu beseitigen und das letztere so zu gestalten, daß unabhängig von den eingestellten Hebelverhältnissen zwischen Steuer- und Rückführkolben das Ansprechen des Steuerventils immer bei gleicher Druckabsenkung in der Steuerleitung erfolgt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Steuerventil der genannten Art durch eine solche Anordnung des Überwachungsorgans für die Be- und Entlüftung des Bremszylinders im Gehäuse des Steuerventils gelöst, daß die Belastung des Steuerkolbens durch den Öffnungswiderstand dieses Überwachungsorgans von Änderungen des Hebelverhältnisses zwischen den beiden Kolben unbeeinflußt bleibt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Weise dargestellt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel eines Anhängersteuerventils gemäß Fig. 1 ist in einem Gehäuse 1 ein Kolben 3 gelagert, welcher auf seiner in der Zeichnung unteren Seite dem Druck der Außenluft ausgesetzt ist, während seine obere Seite von dem im Raum 5 jeweils herrschenden Druck des Bremszylinders 7 beaufschlagt wird. Dieser Bremszylinder ist über eine Leitung 9 an das Gehäuse 1 angeschlossen, welche sich im Gehäuseinnern in einem Kanal 11 fortsetzt. Der Kolben 3 wird von einer Kolbenstange 13 getragen, die bei 15 im Gehäuse 1 abgedichtet geführt und bei 17 an einem Waagebalken 19 angelenkt ist. Dieser Waagebalken findet seinen Drehpunkt am Teil 21, welcher über bekannte und daher nicht gezeigte Mittel in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrzeugbelastung in den Pfeilrichtungen eingestellt wird. Das andere Ende 23 des Waagebalkens ist gelenkig mit einem beidseitig offenen Hülsenglied 25 verbunden, welches seinerseits seine abgedichtete Führung im Lager 27 des Gehäuses 1 erhält. Die Hülse 25 trägt einen Steuerkolben 29, der auf seiner in der Zeichnung oberen Seite (Raum 31) dem Druck des Hilfsluftbehälters 33 ausgesetzt ist, welcher über die Leitung 35 zugeführt wird. Die untere Seite des Kolbens 29 wird von einer Feder 37 beeinflußt und steht außerdem unter dem im Raum 39 herrschenden Druck der Steuerleitung 41, die in bekannter Weise zum Triebfahrzeug führt, wo sie der Überwachung durch das vom Fahrer zu betätigende Anhängerbremsventil unterliegt. Das Hülsenglied 25 findet seine zweite Lagerstelle im Gehäuse 1 bei 43 und ragt durch dieses Lager hindurch in einen Raum 45, wo es mit dem Auslaßventi147 eines Doppelventils zusammenwirkt, für dessen Einlaßventil49 ein Sitz 51 im Gehäuse vorgesehen ist. Das Doppelventil 47, 49 wird durch eine Feder 53 beeinflußt und unterliegt außerdem dem Druck im Hilfsluftbehälter 33, der über eine Leitung 55 zum Gehäuseraum 57 gelangt.
  • Die Wirkungsweise des beschriebenen Steuerventils ist folgende: Der Stein 21, welcher als Drehpunkt für den Waagebalken 19 wirkt, wird in Abhängigkeit davon, ob das Fahrzeug unbeladen ist oder sich im beladenen Zustand befindet, in Pfeilrichtung eingestellt. Die übrigen Teile nehmen im gelösten Zustand der Bremse die aus Fig. 1 ersichtlichen Lagen ein. Der Steuerkolben 29 steht auf seiner Oberseite (Raum 31) unter dem Druck des Hilfsluftbehälters 33. Dieser Behälter ist aus der Hauptluftleitung 41 über die als Rückschlagventil wirkende Manschette des Kolbens 29 mit dem höchsten Regeldruck der Steuerleitung aufgefüllt, so daß in der Leitung 41 und im Behälter 33 Druckgleichheit herrscht. Dementsprechend wirkt auch auf der Unterseite des Kolbens 29 (Raum 39) der gleiche Überdruck wie auf dessen Oberseite, wozunoch die Kraft der Feder 37 kommt, welche den Steuerkolben in seiner gezeigten Endlage hält, in der das Ende des Hülsengliedes 25 vom Auslaßventil 47 abgehoben ist, so daß das Einlaßventil 49 durch die Kraft der Feder 53 und den Überdruck im Raum 57 auf seinen Sitz 51 gepreßt wird. Über das geöffnete Ventil 47 und die Kanäle 11, 45 ist der Raum 5 oberhalb des Rückführkolbens 3 in die Hülse 25 und damit ins Freie entlüftet.
  • Wird vom Fahrer des Triebwagens durch Verringerung des Druckes in der Steuerleitung 41 und damit auch im Raum 39 eine Bremsung eingeleitet, so kommt es unter dem entstehenden Überdruck im Raum 31 des Gehäuses 1 zu einer Abwärtsbewegung des Kolbens 29 gegen die Feder 37, wobei das Auslaßventil47 geschlossen und das Einlaßventi1 49 von seinem Sitz 51 abgehoben wird.
  • Druckluft aus dem Behälter 33 kann nun über das geöffnete Ventil 49 und den Kanal 11 einerseits zur Leitung 9 und damit zum Bremszylinder 7 und andererseits parallel hierzu zum Raum 5 strömen. Der ansteigende Bremszylinderdruck nimmt in gleichem Maße auch im Raum 5 zu und belastet den Kolben 3, bis der letztere je nach dem durch den Stein 21 eingestellten Übersetzungsverhältnis am Waagebalken 19 den Steuerkolben 29 und damit die Hülse 25 bei einem bestimmten Druck im Bremszylinder nach oben zieht, wobei er durch die Feder 37 und den verbliebenen Überdruck im Raum 39 unterstützt wird. Diese Bewegung endet mit dem erneuten Aufsetzen des Ventils 49 auf seinen Sitz 51, ohne daß das Entlüftungsventil 47 noch geöffnet würde. Damit ist eine Bremsabschlußstellung erreicht, aus welcher durch erneutes Verringern des Druckes in der Steuerleitung 41 eine weitere Bremsstufe einstellbar ist.
  • Wie schon erwähnt, ist die Stellung des Steines 21 maßgebend für das gegenseitige Wirkungsverhältnis zwischen dem Steuerkolben 29 und dem Rückführkolben 3. Bei der gezeigten Einstellung des Steines 21 z. B. bedarf es infolge des auf den Rückführkolben entfallenden größeren Hebelarmanteiles nur einer kleineren Druckerhöhung im Bremszylinder 7, um das Kolbensystem in die Abschlußstellung zu zwingen, als in einem anderen Falle, in welchem durch Verstellung des Steines 21 dem Steuerkolben 29 der größere Hebelarm zugemessen wird. Die gezeigte Einstellung entspricht dem leeren oder nur wenig beladenen Anhängerfahrzeug.
  • Durch die gezeigte unmittelbare Betätigung des Doppelventils 47, 49 mittels des Steuerkolbens 29 wird erreicht, daß unabhängig von allen Stellungen des Steines 21 der aus der Kraft der Ventilfeder 53 sowie den das Einlaßventil 49 beaufschlagenden Druck im Raum 57 sich zusammensetzende Öffnungswiderstand dieses Ventils immer in gleicher Größe der Bewegung des Steuerkolbens 29 entgegensteht, so daß auch das Ansprechen des Steuerventils immer den gleichen Druckabfall in der Steuerleitung 41 voraussetzt.
  • In Fig. 2 ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Anhängersteuerventil gezeigt, bei welchem zum Unterschied gegenüber dem vorhergehenden Beispiel die unmittelbare Beeinflussung des Ein- und Auslaßventils für den Bremszylinder durch den Steuerkolben noch über eine konstante Übersetzung erfolgt. Im einzelnen ist dieses Anhängersteuerventil in folgender Weise aufgebaut: Im Gehäuse 59 desselben ist ein Rückführkolben 61 verschiebbar angeordnet, welcher als Membrankolben ausgebildet ist. Der Gehäuseraum 63 oberhalb dieses Kolbens ist über die Leitung 65 mit dem Bremszylinder 7 parallel geschaltet und wird über die Leitungen 67, 69, deren Überwachung später noch im einzelnen zu beschreiben ist, mit Druckluft aus dem Hilfsluftbehälter 33 versorgt. Der Membrankolben 61 ist mittels einer Kolbenstange 71 an einem Waagebalken 73 angelenkt, welcher seinen Drehpunkt wiederum an dem lastabhängig verschiebbaren Stein 21 findet. Der Waagebalken 73 steht außerdem in Gelenkverbindung mit einer Kolbenstange 75, die zu dem ebenfalls als Membrankolben ausgebildeten Steuerkolben 77 führt. Letzterer ist auf seiner in der Zeichnung oberen Seite (Gehäuseraum 79) durch den Druck im Hilfsluftbehälter 33 beaufschlagt, der dem Steuerventilgehäuse 59 durch die Leitung 81 zugeführt wird. Zur Füllung des Behälters 33 ist ein Rückschlagventil 83 vorgesehen, über welches Druckluft aus der Leitung 41 über den Gehäusekanal 85 und die Leitung 81 zum Behälter 33 strömen kann. Eine Strömung in umgekehrter Richtung ist dagegen durch das Ventil 83 verhindert. Parallel zum Kanal 85 ist der Gehäuseraum 87 an die Steuerleitung 41 angeschlossen, wodurch die in der Zeichnung untere Seite des Kolbens 77 mit dem Steuerleitungsdruck beaufschlagt wird. Außerdem wirkt, diesen Steuerleitungsdruck unterstützend, eine Feder 89 auf den Kolben ein. Die Kolbenstange 75 des Membrankolbens 77 ist in der Wand des Raumes 87 abgedichtet gelagert und führt, wie bereits erläutert, zum Waagebalken 73. Außerdem ist mit der Kolbenstange 75 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise ein Lenker 91 drehbar verbunden, der mit seinem einen Ende auf einem im Gehäuse 59 befestigten Bolzen 93 aufliegt, während sein anderes Ende ein hülsenförtmiges Glied 95 trägt. Das letztere Glied besitzt Auslaßöffnungen 97, welche in den über eine Öffnung 99 mit der Außenluft verbundenen Raum des Gehäuses 59 münden. Das Hülsenglied 95 ragt durch eine abgedichtete Lagerstelle 101 in einen Gehäuseraum 103, in welchen die Leitung 67 mündet. Der Raum 103 ist durch eine Zwischenwand 105 von einem weiteren Raum 107 getrennt, der über die Leitung 69 mit dem Hilfsluftbehälter 33 in Verbindung steht. Die Zwischenwand 105 ist als Sitz für ein durch eine Feder 109 beaufschlagtes Einlaßventil 111 ausgebildet, welches mit einem Auslaßventil 113 zu einem Doppelventil vereinigt ist. Als Sitz für das Auslaßventil dient das in der Zeichnung untere, offene Ende des Hülsengliedes 95. Das letztere steht unter dem Einfluß einer Druckfeder 115, welche die Anlage des Lenkers 91 am Bolzen 93 bei geöffnetem Auslaßventil113 sichert.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung gemäß Fig. 2 ist folgende: Der Stein 21 wird durch gebräuchliche Mittel in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeuges eingestellt, womit das Übersetzungsverhältnis zwischen Steuerkolben 77 und Rückführkolben 61 festliegt. Die übrigen in Fig. 2 gezeigten Teile nehmen im gelösten Zustand der Bremse die aus der Zeichnung ersichtliche Lage ein. Der Bremszylinder 7 und damit auch der Raum 63 über dem Rückführkolben 61 sind durch die Leitung 67, das geöffnete Auslaßventil 113 und die Auslässe 97, 99 ins Freie entlüftet. Das Einlaßventil 111 ist durch die Kraft der Feder 109 und den einseitig auf ihm lastenden Überdruck der Luft aus dem Behälter 33 auf seinen Sitz gepreßt, wodurch der Bremszylinder 7 vom Behälter 33 getrennt ist. Der Steuerkolben 77 ist beidseitig vom gleichen Überdruck der Druckluft beaufschlagt, nachdem der Behälter 33 mit dem in der Steuerleitung 41 herrschenden höchsten Regeldruck über das Rückschlagventil 83 aufgefüllt ist. Die Feder 89 sorgt für die Einhaltung der einen Endlage des Kolbensystems 61, 77, wobei der Lenker 91 die Hülse 95 vom Auslaßventil 113 abhebt.
  • Bei Einleitung einer Bremsung und der damit verbundenen Verringerung des Druckes in der Steuerleitung 41 sowie im Raum 87 bewegt sich der Membrankolben 77 unter dem Überdruck im Raum 79 nach abwärts mit der Folge, daß der um den Drehpunkt 93 mitgeschwenkte Lenker 91 die Hülse 101 unter Abschluß des Auslaßventils 113 auf das letztere aufsetzt und bei seiner weiteren Bewegung das Einlaßventil 111 gegen dessen einseitige Druckbeaufschlagung sowie seine Beeinflussung durch die Feder 109 öffnet. Druckluft kann nun aus dem Behälter 33 über die Leitungen 69 und 67 sowie die Räume 103, 107 zum Bremszylinder 7 strömen, was die Betätigung der Bremsbacken durch den Bremskolben zur Folge hat. Der ansteigende Druck im Bremszylinder kommt in gleichem Maße auch in dem parallel geschalteten Raum 63 zur Wirkung, wodurch der Rückführkolben 61 beaufschlagt wird. Der letztere zwingt - und zwar je nach Einstellung des Steines 21 bei einem größeren oder kleineren Überdruck im Bremszylinder 7 - das Kolbensystem 61, 77 in die Abschlußstellung zurück, wobei der Lenker 91 das Hülsenglied 95 in einem solchen Maße anhebt, daß das Einlaßventil 111 schließt, das Auslaßventil 113 aber noch nicht öffnet. Eine Bremsabschlußstellung ist damit erreicht, eine weitere Verstärkung der Bremsung kann hierauf durch weiteres Absenken des Druckes in der Steuerleitung 41 herbeigeführt werden.
  • Wie die Fig.2 erkennen läßt, ist auch in diesem Fall das Be- und Entlüftungsventil 111, 113 für den Bremszylinder 7 wieder so angeordnet, daß es vom Steuerkolben 77 - wenn auch unter Zwischenschaltung des Lenkers 91 - in der Weise betätigt wird, daß bei allen Hebelverhältnissen des Waagebalkens 73 der aus der Kraft der Feder 109 und der Druckbeaufschlagung des Ventils 111 sich zusammensetzende Öffnungswiderstand des Doppelventils 111, 113 von diesen veränderlichen Hebelverhältnissen unberührt und konstant bleibt.
  • Die Einschaltung des Lenkers 91 hat den Vorteil, daß infolge der durch ihn erzielten konstanten Übersetzung zwischen dem Weg des Steuerkolbens 77 und demjenigen des Hülsengliedes 95 der Kolbenweg so klein gehalten werden kann, daß die Verwendung eines betrieblich vorteilhaften Membrankolbens möglich wird. Bei der Kleinheit des Weges des Steuerkolbens 77 kann auch derjenige des Rückführkolbens 61 in solchen Grenzen gehalten werden, daß hier ebenfalls ein Membrankolben verwendbar ist. Zur Erzielung günstiger baulicher Verhältnisse wäre es auch möglich, den Lenker 91 sowie das von ihm getragene Hülsenglied 95 einschließlich des Doppelventils 111, 113 aus seiner gezeigten, in der Zeichenebene liegenden Anordnung herauszunehmen und diese Teile z. B. senkrecht zur Zeichenebene anzuordnen.
  • Das Lösen der Bremse vollzieht sich sowohl bei dem in Fig. 1 als auch bei dem in Fig. 2 gezeigten Steuerventil in der üblichen Weise durch Erhöhen des Druckes in der Anhängersteuerleitung 41 und der dadurch bedingten wachsenden Beaufschlagung des Steuerkolbens 29. Der Vorgang einschließlich der verschiedenen Löseabschlußstellungen hält sich im Rahmen des Bekannten und erbringt hinsichtlich der Erfindung keine neuen Merkmale. Eine diesbezügliche Einzelbeschreibung erübrigt sich daher.
  • Schließlich bleibt noch zu erwähnen, daß der Erfindungsgedanke nicht auf Steuerventile beschränkt ist, deren Steuerkolben nach dem indirekten Bremsprinzip einerseits vom Behälterdruck und andererseits von dem bei der Bremsung zu verringernden Steuerleitungsdruck beaufschlagt ist. Seine Verwirklichung ist ohne weiteres auch bei Steuerventilen möglich, welche nach dem direkten Prinzip arbeiten, d. h. bei denen der Steuerkolben auf seiner einen Seite von einem beim Bremsvorgang sich erhöhenden Überdruck beaufschlagt wird, während seine andere Seite dem Druck der Außenluft ausgesetzt ist. Auch in diesem Fall ist durch die besondere Anordnung des Be- und Entlüftungsventils dafür gesorgt, daß dessen Öffnungswiderstand trotz Änderungen des Übersetzungsverhältnisses in gleichbleibender Weise dem Ansprechen des Steuerkolbens entgegenwirkt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE'. 1. Steuerventil für lastabhängige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhängerfahrzeugen des Straßenverkehrs, bei welchem zwecks Berücksichtigung der Fahrzeugbelastung das Verhältnis der Hebelarme zwischen Steuer- und Rückführkolben veränderbar ist, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung des Überwachungsorgans für die Be- und Entlüftung des Bremszylinders im Gehäuse des Steuerventils, daß die Belastung des Steuerkolbens durch den Öffnungswiderstand dieses Überwachungsorgans von Änderungen des Hebelverhältnisses zwischen den beiden Kolben unbeeinflußt bleibt.
  2. 2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelventil (47, 49) für die Be- und Entlüftung des Bremszylinders durch den auf seiner einen Seite vom Druck in der Steuerleitung und auf seiner anderen Seite vom Druck im Hilfsluftbehälter beaufschlagten Steuerkolben (29) unmittelbar betätigt wird.
  3. 3. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelventil (111, 113) für die Be- und Entlüftung des Bremszylinders durch den Steuerkolben (77) über Mittel (91), welche eine konstante Übersetzung zwischen Doppelventil und Steuerkolben ergeben, betätigt wird.
DEK24292A 1954-12-07 1954-12-07 Steuerventil fuer lastabhaengige Regelung des Bremszylinder-Druckes in Druckluft-Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere von Anhaengerfahrzeugen des Strassenverkehrs Pending DE1006736B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181570B (de) * 1962-01-20 1964-11-12 Bosch Gmbh Robert Bremskraftregler fuer Druckluftbremsen von Kraftfahrzeugen
DE1212427B (de) * 1962-08-03 1966-03-10 Knorr Bremse Gmbh Lastabhaengig einstellbares Steuerventil fuer Druckluftbremsanlagen in Strassenfahrzeug-Anhaengewagen

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DE1181570B (de) * 1962-01-20 1964-11-12 Bosch Gmbh Robert Bremskraftregler fuer Druckluftbremsen von Kraftfahrzeugen
DE1212427B (de) * 1962-08-03 1966-03-10 Knorr Bremse Gmbh Lastabhaengig einstellbares Steuerventil fuer Druckluftbremsanlagen in Strassenfahrzeug-Anhaengewagen

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