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DE10065600B4 - Formwerkzeug und Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils - Google Patents

Formwerkzeug und Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils Download PDF

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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/22Dies; Die plates; Die supports; Cooling equipment for dies; Accessories for loosening and ejecting castings from dies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Formwerkzeug zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils (10), insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil (10) mindestens ein einteilig mit dem Bauteil (10) gegossenes Massenausgleichselement (28) aufweist, umfassend einen Formwerkzeugkörper (42, 44) mit einem Formhohlraum (48), der einen korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) aufweist, wobei in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) mindestens ein Formelement (52) in den Formhohlraum (48) vorspringt und wobei eine Eindringtiefe des Formelements (52) in den Formhohlraum (48) veränderbar ist, um eine variabel ausgestaltbare Formgebung des Massenausgleichselements (28) zu ermöglichen.

Description

  • Stand der Technik
  • Der Erfindung geht aus von einem Formwerkzeug zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils, insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie von einem Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.
  • Es ist bekannt, daß es bei der Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils einer Elektrowerkzeugmaschine häufig erforderlich ist, einen Massenausgleich vorzunehmen. Dies dient dazu, die Vibrationen der Elektrowerkzeugmaschine bei deren Betrieb möglichst gering zu halten. Hierzu kann das rotierend antreibbare Bauteil mit einem sogenannten Massenausgleichselement versehen sein. Das Massenausgleichselement kann als formgebundenes Bauteil ausgeführt sein, d.h. das Massenausgleichselement ist Bestandteil des rotierend antreibbaren Bauteils und ist einstückig mit diesem gefertigt.
  • Das rotierend antreibbare Bauteil, das beispielsweise ein Kunststoffteil, Sinterteil oder ein Zink-Druckgußteil sein kann, wird in der Regel in einem entsprechenden Formwerkzeug, d.h. beispielsweise in einer Sinterform oder einer Spritzgußform, hergestellt. Bisher erfolgt die Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils einer Elektrowerkzeugmaschine und die Anpassung des rotierend antreibbaren Bauteils derart, daß in einem ersten Schritt das mindestens eine beim Betrieb der Elektrowerkzeugmaschine rotierende Massenausgleichselement des rotierend antreibbaren Bauteils theoretisch ausgelegt wird und auf dieser Grundlage in einem zweiten Schritt ein entsprechendes Muster hergestellt und getestet wird. Wenn dann die Vibrationen noch zu hoch sind, wird ein neues Muster des rotierend antreibbaren Bauteils mit einem modifizierten Massenausgleichselement hergestellt. Hierzu ist es erforderlich, Änderungen am Formwerkzeug vorzunehmen, was bisher so erfolgt, daß in den Formbereich, der korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildet ist, Korrekturelemente eingeschweißt werden.
  • Aus der DE 195 29 614 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung von Druckgieß-Formen bekannt, in dem eine schnelle Anpassung von konturbildenden Teilen der Form durch auswechselbare Formeinsätze ermöglicht wird.
  • Aus der DE 100 33 974 A1 ist ein Gießverfahren für eine Motorwelle bekannt, in dem in eine Sandform ein als Metallkörper ausgebildetes Einlegeteil eingebracht wird, welches als Gewichtsausgleich in der Motorwelle dient.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die Erfindung geht aus von einem Formwerkzeug zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils, insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil mindestens ein Massenausgleichselement aufweist, umfassend einen Form werkzeugkörper mit einem Formhohlraum, der ein korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich aufweist.
  • Es wird vorgeschlagen, daß in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich mindestens ein Formelement angeordnet ist, welches eine variabel ausgestaltbare Formgebung des Massenausgleichselements ermöglicht. Ein dermaßen ausgebildetes Formelement hat den Vorteil, daß nach der Herstellung eines Musters eines rotierend antreibbaren Bauteils die Form und damit die Masse des herzustellenden Massenausgleichselements auf einfache Weise, und zwar durch Modifikation des Formelements selbst oder durch Änderung von dessen Anordnung, eingestellt werden kann. Die hierzu bisher erforderlichen, sich aufwendig gestaltenden Schweiß- bzw. Montagearbeiten an dem Formwerkzeug können entfallen.
  • Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Formwerkzeugs nach der Erfindung ist das mindestens eine Formelement, das in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereichs angeordnet ist, wechselbar ausgeführt. Dies ermöglicht es, das Formelement auf eine besonders einfache Weise an die bestehenden Erfordernisse anzupassen. Beispielsweise können Formelemente unterschiedlicher Abmessungen vorgehalten werden und je nach Anforderungen in den Formwerkzeugkörper eingesetzt werden. Auch ist es so möglich, das Formelement bei etwaiger Abnutzung durch ein entsprechendes funktionsfähiges Formelement zu ersetzen.
  • Das Formelement des Formwerkzeugs nach der Erfindung ist zweckmäßigerweise stiftartig ausgebildet. Ein stiftartig ausgebildetes Formelement, dessen eines Ende in einen Formhohlraum des Formwerkzeugs, das sogenannte Formnest, vorspringt, erzeugt bei der Herstellung des rotierend antreibbaren Bauteils eine Ausnehmung in dem Massenausgleichselement. Durch eine Änderung der Eindringtiefe des stiftartigen Formelements kann auf einfache Weise eine Anpassung der Masse bzw. der Form des Massenausgleichselements erfolgen.
  • Die Anpassung der Eindringtiefe kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß das stiftartige Formelement im Formwerkzeug abgeschliffen wird. Vorteilhafter ist es aber, daß das stiftartige Formelement selbst axial verschiebbar ausgeführt ist und so die Eindringtiefe desselben in den Formhohlraum einstellbar ist. Das Formelement kann beispielsweise als Schraube ausgeführt und in den Formwerkzeugkörper eingeschraubt sein. Eine Massenanpassung des Massenausgleichselements kann dann dadurch erfolgen, daß an der Schraube gedreht wird und so beispielsweise der Kopf der Schraube etwas weiter in den Formhohlraum eingebracht oder ein Stück aus dem Formhohlraum zurückgezogen wird. Gerade diese Ausführungsform erlaubt eine besonders schnelle Optimierung der Masse des Massenausgleichselements nach der Herstellung eines Musters des rotierend antreibbaren Bauteils.
  • Alternativ oder zusätzlich zu einem stiftartig ausgebildeten Formelement kann in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich eine Ausnehmung ausgebildet sein, welche beispielsweise einen verstellbaren Boden aufweist. Eine solche Ausnehmung erzeugt an dem rotierend antreibbaren Bauteil im Bereich des Massenausgleichselements eine Erhebung.
  • Es ist aber auch möglich, mindestens ein Formelement als verschiebbaren Boden des korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereichs auszubilden. Mittels eines solchen Bodens kann die Höhe des Massenausgleichselements und damit ebenfalls dessen Masse auf einfache Weise eingestellt werden.
  • Die Erfindung hat ferner ein Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil mindestens ein Massenausgleichselement umfaßt, zum Gegenstand. Hierzu wird das Formwerkzeug, das einen Formwerkzeugkörper mit einem Formhohlraum aufweist, in dem ein korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeter Formbereich ausgebildet ist, eingesetzt und zur Festlegung der Masse des Massenausgleichselements mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich angeordnetes Formelement so eingestellt, daß das rotierend antreibbare Bauteil des Elektrowerkzeugs beim Betrieb der Elektrowerkzeugmaschine im wesentlichen massenausgeglichen ist.
  • Ein solcher Massenausgleich kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Formelement durch ein entsprechendes Formelement mit anderen Abmessungen ersetzt wird und/oder die Länge eines in den Formhohlraum vorspringenden Bereichs eines stiftartig, beispielsweise als Schraube, ausgebilde ten Formelements verändert wird, und/oder, wenn das Formelement als Vertiefung ausgebildet ist, der Boden dieser Vertiefung verschoben wird.
  • Zeichnung
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische, perspektivische Ansicht eines Lüfters eines Exzenterschleifers;
  • 2 eine schematische, perspektivische Ansicht der Unterseite des Lüfters nach 1;
  • 3 einen Schnitt des Lüfters nach 1 und 2;
  • 4 einen 3 entsprechenden Schnitt eines Formwerkzeugs zur Herstellung des in 1, 2 und 3 dargestellten Lüfters und
  • 5 einen vergrößerten Ausschnitt V aus 4.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • In den 1 bis 3 ist ein sogenannter Kombilüfter 10 dargestellt, der für eine nicht näher dargestellte Elektrohandwerkzeugmaschine, und zwar einen Exzenterschleifer, bestimmt ist. Der Kombilüfter 10 dient einerseits zur Kühlung eines nicht näher dargestellten Elektromotors des Exzenterschleifers und andererseits zur Unterstützung eines Abtransports von mittels des Exzenterschleifers bei dessen Einsatz erzeugtem Abrieb in einen nicht näher dargestellten Staubbehälter, der an dem Exzenterschleifer befestigt ist.
  • Der Kombilüfter 10 weist eine Grundplatte 12 auf. In die Grundplatte 12 ist im mittleren Bereich in eine Ausnehmung eine Nabe eingepreßt, an deren in 1 oben angeordneten Seite ein Zapfen 14 ausgebildet ist, der bezüglich der kreisrunden Grundplatte 12 zentrisch angeordnet ist und eine kreisrunde Ausnehmung 16 zur Befestigung eines nicht näher dargestellten Bolzens für einen ebenfalls nicht näher dargestellten Schleifteller des Exzenterschleifers besitzt. Zur Befestigung des Bolzens weist die Ausnehmung 16 ein Innengewinde auf.
  • An der dem Zapfen 14 abgewandten Seite ist an der Nabe eine Plattform 18 ausgebildet, in welcher eine Aufnahme 20 mit kreisrundem Querschnitt zum Eingriff einer mit dem Elektromotor verbundenen Antriebswelle ausgebildet ist. Die Aufnahme 20 ist bezüglich der kreisrund ausgebildeten Grundplatte 12 des Kombilüfters 10 exzentrisch angeordnet.
  • An der in 1 oben dargestellten Seite des Kombilüfters 10 sind auf der Grundplatte 12 über einen Großteil dessen Umfangs im wesentlichen radial ausgerichtete, leicht gebogene Rippen 22 sowie ein bogenförmiges Massenausgleichselement 24 angeordnet. Die Rippen 22 dienen zur Unterstützung des Abtransports des mittels des Exzenterschleifers erzeugten Abriebs.
  • An der anderen Seite der Grundplatte 12, an welcher die Aufnahme 20 ausgebildet ist, d.h. an der dem Elektromotor zugewandten Seite, weist der Kombilüfter 10 eine Vielzahl von ebenfalls im wesentlichen radial ausgebildeten, leicht gebogenen Rippen 26 auf, die in Umfangsrichtung der Grundplatte 12 im wesentlichen äquidistant aufgereiht sind und zur Belüftung des Elektromotors diesen. Die Anordnung der Rippen 26 ist von einem Massenausgleichselement 28 unterbrochen, welches bogenförmig ausgebildet ist. Das Massenausgleichselement 28 ist gegenüber dem Massenausgleichselement 24 bzw. um 180° versetzt zu diesem angeordnet. Das Massenausgleichselement 28 dient für einen dynamischen und das Massenausgleichselement 24 für einen statischen Massenausgleich.
  • Das Massenausgleichselement 28 hat eine parallel zu der Grundplatte 12 ausgerichtete Oberseite, an der eine sacklochartige Ausnehmung 30 ausgebildet ist.
  • In 4 ist ein Formwerkzeug 40 zur Herstellung des Kombilüfters 10 nach 1 bis 3 schematisch dargestellt. Das Formwerkzeug 40 dient zur Herstellung des Kombilüfters 10 nach einem Zink-Druckgußverfahren.
  • Das Formwerkzeug 40 umfaßt einen Formwerkzeugköper aus zwei Formhälften 42 und 44, die über eine Trennebene 46 miteinander verbunden sind. Die Formhälften 42 und 44 begrenzen einen korrespondierend zu dem Kombilüfter 10 ausgebildeten Formhohlraum 48.
  • In der Formhälfte 42 ist eine sacklochartige, gestufte Bohrung 50 ausgebildet, deren Bereich geringeren Durchmessers mit einem Innengewinde versehen ist (5). In der sacklochartigen Bohrung 50 ist ein stiftartiges Formelement 52 geführt, das als Schraube mit einem Zylinderkopf 54 ausgebildet ist. Der Schaft des Formelements 52 ist in dem Bereich geringeren Durchmessers der Bohrung 50 geschraubt. Der Zylinderkopf 54 des Formelements 52 ist in dem Bereich größeren Durchmessers der gestuften Bohrung 50 angeordnet, dichtet in Richtung Bohrung 50 ab und springt in einen Bereich 56 des Formhohlraums 48 vor. Der Bereich 56 des Formhohlraums 48 ist korrespondierend zu dem Massenausgleichselement 28 des Kombilüfters 10 nach 1 bis 3 ausgebildet. Der in den Bereich 56 des Formhohlraums 48 vorspringende Zylinderkopf 54 des Formelements 52 formt beim Gießen des Kombilüfters 10 die sacklochartige Ausnehmung 30 des Massenausgleichselements 28.
  • Des weiteren weist der Formhohlraum 48 einen Formbereich 58 auf, der korrespondierend zu dem Massenausgleichselement 24 ausgebildet ist, das an der dem Schleifteller zugewandten Seite des Kombilüfters 10 angeordnet ist.
  • Die Herstellung eines Prototyps des Kombilüfters 10 in dem Formwerkzeug 40 erfolgt in nachfolgend beschriebener Weise.
  • Zur Herstellung des Kombilüfters 10 werden zunächst die Abmessungen desselben und insbesondere die Form bzw. die Masse des Massenausgleichselements 28 theoretisch ausgelegt. Entsprechend wird das Formelement 52 des Formwerkzeugs so eingestellt, daß der Zylinderkopf 54 des Formelements 52 einen theoretisch ermittelten Wert in den Bereich 56 des Formhohlraums 48 vorsteht. Dann werden die Formhälften 42 und 44 zusammengesetzt, und es wird ein geeigneter Werkstoff nach einem Zink-Druckgußverfahren in den Formhohlraum 48 des Formwerkzeugs 40 eingebracht, bis dieser vollständig ausgefüllt ist.
  • Nachdem das Muster des Kombilüfters 10 ausgehärtet ist und entformt wurde, wird dasselbe in einem betreffenden Exzenterschleifer getestet. Werden bei dem Test zu hohe Vibrationen festgestellt, so wird ein neues Muster des Kombilüfters 10 mit einem entsprechend angepaßten Massenausgleichselement 28 hergestellt. Dem Massenausgleichselement 28 wird dann eine andere Masse bzw. Form gegeben. Dies erfolgt dadurch, daß das Formelement 52 entweder weiter in die sacklochartige Bohrung 50 eingeschraubt wird, so daß der Zylinderkopf 54 in den Bereich 56 des Formhohlraums 48 weniger weit vorspringt, oder aus der Bohrung 50 herausgedreht wird, so daß der Zylinderkopf 54 weiter in den Bereich 56 des Formhohlraums 48 vorspringt. Durch dieses Vorgehen läßt sich die Masse des Massenausgleichselements 28 des zu gießenden Kombilüfters 10 einstellen.
  • Nach einem erneuten Gießvorgang und dem Entformen des nun hergestellten Kombilüfters 10, wird dieser erneut in dem betreffenden Exzenterschleifer auf Vibrationen getestet.
  • Sind die Vibrationen nun hinreichend klein, ist ein Prototyp des Kombilüfters 10 hergestellt, und das nun auf diesen Prototyp eingestellte Formwerkzeug 40 mit einem entsprechend in den Bereich 56 des Formhohlraums 48 vorspringenden Zylinderkopf 54 des Formelements 52 kann zur Serienproduktion des Kombilüfters 10 eingesetzt werden.
  • Im anderen Fall, d.h. wenn beim Test des Kombilüfters 10 noch zu hohe Vibrationen festgestellt werden, wird das Formwerkzeug 40, d.h. dessen Formelement 52, erneut eingestellt, und es wird ein weiteres Muster hergestellt und auf die oben beschriebene Weise getestet. Dieser Vorgang kann so lange wiederholt werden, bis ein Muster eines Kombilüfters 10 mit zufriedenstellendem Vibrationsverhalten hergestellt ist.
  • Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr kann das Formwerkzeug nach der Erfindung auch ein von einer Schraube abweichendes Formelement aufweisen, das eine variabel ausgestaltbare Formgebung des oder der Massenausgleichselemente ermöglicht. Beispielsweise kann ein von außen einstellbarer Stift eine der Formhälften durchgreifen und in den Formhohlraum eintauchen. Die Eindringtiefe dieses Stifts in den Formhohlraum kann dann von außen einstellbar sein. Der Stift kann entweder in den Körper des Formwerkzeugs eingeschraubt oder auch nur eingeschoben sein. Es ist auch möglich, daß entsprechende Vorrichtungen in mehreren Bereichen eines Formhohlraums angeordnet sind. Im oben beschriebenen Beispiel könnte dann beispielsweise eine Schraube in den Bereich 56 und eine weitere Schraube in den Bereich 58 des Formhohlraums 48 vorspringen und so eine variabel ausgestaltbare Form- und Massengebung beider Massenausgleichselemente 24 und 28 ermöglichen.
  • 10
    Kombilüfter
    12
    Grundplatte
    14
    Zapfen
    16
    Ausnehmung
    18
    Plattform
    20
    Aufnahme
    22
    Rippen
    24
    Massenausgleichselement
    26
    Rippen
    28
    Massenausgleichselement
    30
    Ausnehmung
    40
    Formwerkzeug
    42
    Formhälfte
    44
    Formhälfte
    46
    Trennebene
    48
    Formhohlraum
    50
    Bohrung
    52
    Formelement
    54
    Zylinderkopf
    56
    Bereich
    58
    Bereich

Claims (10)

  1. Formwerkzeug zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils (10), insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil (10) mindestens ein einteilig mit dem Bauteil (10) gegossenes Massenausgleichselement (28) aufweist, umfassend einen Formwerkzeugkörper (42, 44) mit einem Formhohlraum (48), der einen korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) aufweist, wobei in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) mindestens ein Formelement (52) in den Formhohlraum (48) vorspringt und wobei eine Eindringtiefe des Formelements (52) in den Formhohlraum (48) veränderbar ist, um eine variabel ausgestaltbare Formgebung des Massenausgleichselements (28) zu ermöglichen.
  2. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) angeordnete Formelement (52) wechselbar ausgeführt ist.
  3. Formwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) angeordnetes Formelement (52) stiftartig ausgebildet ist.
  4. Formwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindringtiefe des stiftartig ausgebildeten Formelements (52) in den Formhohlraum (48) veränderbar ist.
  5. Formwerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das stiftartig ausgebildete Formelement (52) in den Formwerkzeugkörper (42, 44) eingeschraubt ist.
  6. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich angeordnetes Formelement als Ausnehmung ausgebildet ist.
  7. Formwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung einen verstellbaren Boden aufweist.
  8. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Formelement als verschiebbarer Boden des korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereichs ausgebildet ist.
  9. Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils (10), insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, insbesondere eines Lüfters einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil (10) mindestens ein Massenausgleichselement (28) umfaßt, mit einem Formwerkzeug, das einen Formwerkzeugkörper (42, 44) mit einem Formhohlraum (48) aufweist, der einen korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich (56) umfaßt, wobei zur Festlegung der Masse und der Form des Massenausgleichselements (28) mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) angeordnetes Formelement (52) so eingestellt wird, daß das rotierend antreibbare Bauteil (10) bei Betrieb im wesentlichen massenausgeglichen ist und wobei mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) angeordnetes Formelement (52) stiftartig ausgebildet ist und in den Formhohlraum (48) vorspringt und zur Einstellung der Masse und der Form des Massenausgleichselements (28) die Eindringtiefe dieses stiftartig ausgebildeten Formelements (52) in den Formhohlraum (48) verändert wird.
  10. Verfahren zur Herstellung eines rotierend antreibbaren Bauteils (10), insbesondere einer Elektrowerkzeugmaschine, insbesondere eines Lüfters einer Elektrowerkzeugmaschine, welches Bauteil (10) mindestens ein Massenausgleichselement (28) umfaßt, mit einem Formwerkzeug, das einen Formwerkzeugkörper (42, 44) mit einem Formhohlraum (48) aufweist, der einen korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich (56) umfaßt, wobei zur Festlegung der Masse und der Form des Massenausgleichselements (28) mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement (28) ausgebildeten Formbereich (56) angeordnetes Formelement (52) so eingestellt wird, daß das rotierend antreibbare Bauteil (10) bei Betrieb im wesentlichen massenausgeglichen ist und wobei mindestens ein in dem korrespondierend zu dem Massenausgleichselement ausgebildeten Formbereich angeordnetes Formelement als Vertiefung ausgebildet ist und zur Einstellung der Masse des Massenausgleichselements der Boden dieser Vertiefung verschoben wird.
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