DE10064244A1 - Fügevorrichtung, insbesondere Stanznietzange - Google Patents
Fügevorrichtung, insbesondere StanznietzangeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Fügevorrichtung, insbesondere eine Stanznietzange (10), mit einem Gehäuse (14) und einer darin linear zwischen einer Ausgangsstellung und einer Arbeitsstellung verschiebbaren Fügeeinheit (16). Die Fügeeinheit (16) weist einen Niederhalter (22) und einen Stempel (26) zur Durchführung einer Fügeoperation auf, die beide unabhängig voneinander durch Fluiddruck relativ zur Fügeeinheit (16) hin- und herbeweglich sind. Vom Gehäuse (14) zum Niederhalter (22) und zum Stempel (26) erstrecken sich Fluiddruck-Zuleitungen in Gestalt teleskopischer Rohrleitungen. Um die Fügevorrichtung konstruktiv zu vereinfachen und ihr dynamisches Verhalten zu verbessern, sind die teleskopischen Rohrleitungen als Kolben/Zylinder-Einheiten (60, 62, 64) ausgebildet, mittels derer die Fügeeinheit (16) durch Fluiddruck zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung verschiebbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Fügevorrichtung, insbesondere eine
Stanznietzange, mit einem Gehäuse und einer darin linear zwi
schen einer Ausgangsstellung und einer Arbeitsstellung ver
schiebbaren Fügeeinheit, die einen Niederhalter und einen
Stempel zur Durchführung einer Fügeoperation aufweist, die
beide unabhängig voneinander durch Fluiddruck relativ zur
Fügeeinheit hin- und her beweglich sind, wobei die Fluiddruck-
Zuleitungen vom Gehäuse zum Niederhalter und zum Stempel tele
skopische Rohrleitungen sind. Eine solche Fügevorrichtung ist
aus der DE 198 42 104 A1 bekannt.
Eine Fügevorrichtung dient zum Verbinden zweier Werkstücke,
beispielsweise zweier Bleche. Die vorliegende Erfindung wird am
Beispiel einer Stanznietzange erläutert, ist aber ebenso bei
anderen Fügevorrichtungen einsetzbar, bei denen eine Fügeein
heit zur Durchführung einer Fügeoperation linear zwischen einer
Ausgangsstellung und einer Arbeitsstellung verschoben werden
muß.
Beim Stanznieten werden Werkstücke mit einem geeigneten Niet
ohne Vorlochen der Werkstücke miteinander verbunden. Die zu
verbindenden Werkstücke werden während des Nietvorganges von
Werkzeugen gehalten und eingespannt und ein Stempel führt die
Nietbewegung aus. Der Niet, der teilweise hohl ist und deshalb
als Halbhohlniet bezeichnet wird, durchstanzt dabei das dem
Stempel zugewandte Werkstück und verformt das vom Stempel
abgewandte Werkstück plastisch, ohne letzteres zu durchstanzen.
Der Niet verformt sich bei dem Nietvorgang ebenfalls plastisch
und nimmt in seinem Hohlraum das ausgestanzte Material des dem
Stempel zugewandten Werkstückes auf. Durch den beschriebenen
Stanznietvorgang entsteht eine form- und kraftschlüssige Ver
bindung zwischen den Werkstücken und dem Niet. Zur Durchführung
des Stanznietvorganges sind hohe Druckkräfte erforderlich,
üblich sind beispielsweise ca. 50 kN.
Das Stanznieten findet zum Beispiel in der Automobilindustrie
Anwendung, um Aluminiumteile einer Fahrzeugkarosserie miteinan
der zu verbinden. In automatisierten Fertigungsanlagen ist die
Stanznietzange bei solchen Anwendungen am Ende eines Roboterar
mes befestigt, der die Stanznietzange handhabt und zu den
verschiedenen Verbindungspunkten der Fahrzeugkarosserie führt.
Für eine effiziente Anwendung des Stanznietverfahrens sind ein
schneller Ablauf und eine hohe Genauigkeit der einzelnen Stanz
nietvorgänge entscheidend, um eine kurze Taktzeit und eine
gleichmäßige Qualität der Verbindungspunkte zu erreichen.
Eine Stanznietvorrichtung umfaßt üblicherweise zwei Werkzeuge
zum Einspannen der zu verbindenden Werkstücke während des
Stanznietvorganges sowie einen Stempel zum Aufbringen der
Nietkraft. Die beiden Werkzeuge zum Einspannen werden als
Niederhalter und als Gegenhalter bezeichnet. Der Niederhalter
befindet sich auf der dem Stempel zugewandten Seite der Werk
stücke und drückt die zu verbindenden Werkstücke mit einer
Kraft, die deutlich kleiner als die eigentliche Stanznietkraft
ist, auf den starren Gegenhalter, der auf der vom Stempel
abgewandten Seite der Werkstücke angeordnet ist. Der Gegenhal
ter hat darüber hinaus noch die Funktion einer Matrize, deren
Gestalt die plastische Verformung der zu verbindenden Werk
stücke und des Niets mitbestimmt. Wenn die zu verbindenden
Werkstücke zwischen dem Niederhalter und dem Gegenhalter einge
spannt sind, kann der eigentliche Stanznietvorgang stattfinden,
bei dem der Stempel der Stanznietvorrichtung die oben bereits
erläuterte Nietbewegung ausführt.
Bei der eingangs erwähnten, bekannten Fügevorrichtung wird die
Fügeeinheit mittels eines Kniehebelantriebes zwischen der
Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung hin- und her verscho
ben. Der Kniehebelantrieb ist relativ platz- und konstruktions
aufwendig und auch sein dynamisches Verhalten ist im Sinne
einer möglichst kurzen Taktzeit nicht optimal.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fügevorrichtung,
insbesondere eine Stanznietzange, dahingehend zu verbessern,
daß die genannten Nachteile des Kniehebelantriebes behoben
sind.
Diese Aufgabe ist ausgehend von einer Fügevorrichtung der
eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
teleskopischen Rohrleitungen als Kolben/Zylinder-Einheiten
ausgebildet sind, mittels derer die Fügeeinheit durch Fluid
druck zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung
verschiebbar ist. Der bisherige Kniehebelantrieb entfällt auf
diese Weise vollständig. Die erfindungsgemäße Fügevorrichtung
gestaltet sich damit konstruktiv einfacher, kompakter und
zeichnet sich darüber hinaus durch ein besseres dynamisches
Verhalten aus, d. h. die Fügeeinheit kann schneller als bisher
zwischen ihrer Ausgangsstellung und ihrer Arbeitsstellung
verschoben werden. Aufgrund des geringen Querschnittes der
Kolben/Zylinder-Einheiten, die auf den bereits vorhandenen,
teleskopisch ausgebildeten Rohrleitungen basieren, sind auch
die Fluidvolumina klein, die bei einer Verschiebung der Füge
einheit zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung
bewegt werden müssen, wodurch sich problemlos eine hohe Ver
schiebegeschwindigkeit realisieren läßt. Zusätzliche Anschlüsse
für ein Druckmedium werden nicht benötigt, da die Kolben/Zylin
der-Einheiten neben ihrer Funktion der linearen Verschiebung
der Fügeeinheit zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeits
stellung auch die Zuleitung eines. Druckmediums zu dem Nieder
halter und dem Stempel übernehmen, d. h. die ursprüngliche
Funktion der teleskopisch ausgebildeten Rohrleitungen. Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Fügevorrichtung liegt in
dem Wegfall des Gewichtes des bisher verwendeten Kniehebelan
triebes. Die erfindungsgemäße Fügevorrichtung läßt sich auf
grund des deutlich verringerten Gewichts leichter handhaben und
zeigt beim Einsatz als Roboter-Fügevorrichtung ein verbessertes
dynamisches Verhalten, da die vom Roboterarm zu bewegende träge
Masse herabgesetzt ist.
Die erfindungsgemäße Fügevorrichtung ist vorzugsweise so ausge
staltet, daß eine einzige Kolben/Zylinder-Einheit die Verschie
bung der Fügeeinheit aus der Arbeitsstellung zurück in die
Ausgangsstellung bewirkt. In konstruktiv vorteilhafter Weise
dient diese Kolben/Zylinder-Einheit zugleich als Zuleitung für
den zum Ausfahren des Stempels aus der Fügeeinheit und zum
Durchführen der Fügeoperation notwendigen Fluiddruck.
Obwohl es auch möglich wäre, nur eine weitere Kolben/Zylinder-
Einheit die Verschiebung der Fügeeinheit von der Ausgangs
stellung in die Arbeitsstellung bewirken zu lassen, sind hier
für in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Fügevorrichtung zwei weitere Kolben/Zylinder-Einheiten vorgese
hen. Eine dieser beiden weiteren Kolben/Zylinder-Einheiten
dient dabei zugleich als Zuleitung für den zum Ausfahren des
Niederhalters aus der Fügeeinheit und zum anschließenden Halten
des Niederhalters in der ausgefahrenen Stellung notwendigen
Fluiddruck. Die andere der beiden weiteren Kolben/Zylinder-
Einheiten dient vorzugsweise zugleich als Zuleitung für den zum
Einfahren des Niederhalters und des Stempels in die Fügeeinheit
notwendigen Fluiddruck. Auf diese Weise kommt eine solche
Ausführungsform mit nur drei als Kolben/Zylinder-Einheiten
ausgestalteten teleskopischen Rohrleitungen für alle Bewegungen
der Fügeeinheit aus. Zum Verschieben der Fügeeinheit von der
Ausgangsstellung in die Arbeitsstellung sind allerdings keine
zwei Kolben/Zylinder-Einheiten erforderlich, es würde ausrei
chen, nur eine Kolben/Zylinder-Einheit zu diesem Zweck vorzuse
hen und die andere teleskopische Rohrleitung als solche zu
belassen.
Um eine möglichst schnelle Hin- und Herbewegung der Fügeeinheit
zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung zu errei
chen und gleichzeitig die mechanische Beanspruchung der Füge
vorrichtung gering zu halten, sind bei bevorzugten Ausführungs
formen der erfindungsgemäßen Fügevorrichtung die Kolben/Zylin
der-Einheiten mit Enlagendämpfungseinrichtungen versehen, die
bei einer zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung
erfolgenden Verschiebung der Fügeeinheit deren Bewegung kurz
vor Erreichen der Ausgangsstellung oder der Arbeitsstellung
dämpfen. Vorzugsweise weist jede Endlagendämpfungseinrichtung
ein topfförmiges Element mit einem Innendurchmesser auf, der
nur geringfügig größer als der Außendurchmesser eines Endab
schnitts des Kolbens der zugehörigen Kolben/Zylinder-Einheit
ist. Der Endabschnitt des Kolbens taucht kurz vor Erreichen der
jeweiligen Endlage des Kolbens in das topfförmige Element ein,
wobei sich zwischen dem Endabschnitt des Kolbens und dem topf
förmigen Element ein Ringspalt bildet, durch den das im Topf
befindliche Fluid, das von dem eintauchenden Kolben verdrängt
wird, nur gedrosselt ausströmen kann. In einer bevorzugten
Ausgestaltung ist das topfförmige Element als Einschraubteil
ausgebildet, das in eine den Zylinder der zugehörigen Kol
ben/Zylinder-Einheit bildende Bohrung eingeschraubt ist.
Zur weiteren Verbesserung der Dynamik des Verschiebevorganges
der Fügeeinheit zwischen den genannten beiden Stellungen sind
die Endlagendämpfungseinrichtungen vorzugsweise so ausgestal
tet, daß der mit dem topfförmigen Element zusammenwirkende
Endabschnitt des Kolbens ein Rückschlagventil enthält, das beim
Eintauchen des Kolbens in das topfförmige Element einen Fluid
strom aus letzterem in dem Kolben unterbindet, und das beim
Herausfahren des Kolbens aus dem topfförmigen Element einen
Fluidstrom aus dem Kolben in das topfförmige Element zuläßt.
Zur Erklärung sei in diesem Zusammenhang angemerkt, daß die
Kolben der Kolben/Zylinder-Einheiten zumindest bereichsweise
hohl ausgeführt sind, um zugleich als Rohrleitungen dienen zu
können. Die beschriebene Ausgestaltung mit dem Rückschlagventil
im Endabschnitt des zumindest dort hohlen Kolbens bewirkt dem
nach, daß der Ringspalt zwischen dem Endabschnitt des Kolbens
und dem topfförmigen Element beim Eintauchen des Kolbens in das
topfförmige Element die gewünschte Drosselwirkung hat, um die
Kolbenbewegung zu dämpfen, weil das Rückschlagventil ein Ein
strömen des im topfförmigen Element enthaltenen Fluids in den
hohlen Kolben verhindert. Andererseits läßt das Rückschlagven
til beim Herausfahren des Kolbens aus dem topfförmigen Element
Fluid aus dem hohlen Kolben in das topfförmige Element strömen,
wodurch die Drosselwirkung des Ringspaltes aufgehoben wird, die
ansonsten den Kolben zu Beginn seiner Verschiebung bremsen
würde.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Fügevorrich
tung weisen eine Endlagenverriegelungseinrichtung auf, die
wahlweise eine Verschiebung der Fügeeinheit aus der Ausgangs
stellung und/oder der Arbeitsstellung verhindert. Bei diesen
Ausführungsformen wird die Fügeeinheit nach Erreichen der Aus
gangsstellung bzw. der Arbeitsstellung in dieser Stellung arre
tiert, um insbesondere während eines Fügevorganges jegliche
sich qualitätsmindernd auswirkende Zurückverschiebung der
Fügeeinheit zu unterbinden. Die Arretierung der Fügeeinheit in
der Ausgangsstellung ist unter sicherheitstechnischen Gesichts
punkten vorteilhaft, denn es ist auf diese Weise sicherge
stellt, daß während eines Verfahrvorganges der Fügevorrichtung
zu einer anderen Fügeposition immer der maximale Abstand zwi
schen dem Niederhalter und dem Gegenhalter bestehen bleibt. Das
während eines Verfahrvorganges bestehende Risiko einer Kollisi
on der Fügevorrichtung mit zu bearbeitenden Werkstücken ist
damit minimiert.
Vorzugsweise ist die Endlagenverriegelungseinrichtung eine
mechanische Verriegelungsvorrichtung. In einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Fügevorrichtung umfaßt die Endlagenver
riegelungseinrichtung zum Arretieren der Fügeeinheit in der
Ausgangsstellung einen Bolzen, der quer zur Verschieberichtung
der Fügeeinheit mit letzterer in Eingriff treten kann. Der
Bolzen kann beispielsweise mittels eines Elektromagneten in die
und aus der Verriegelungsstellung bewegt werden.
Zum Arretieren der Fügeeinheit in der Arbeitsstellung umfaßt
die Endlagenverriegelungseinrichtung vorzugsweise wenigstens
einen quer zur Verschieberichtung der Fügeeinheit bewegbaren
Schieber, der in der Verriegelungsstellung mit mindestens einem
an der Fügeeinheit angeordneten Vorsprung formschlüssig in
Eingriff ist. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen der
oder die bewegbaren Schieber Zähne auf, die durch Zahnlücken
voneinander getrennt sind. Bei einer solchen Ausgestaltung ist
die Fügeeinheit mit korrespondierenden Zähnen und Zahnlücken
versehen, wobei in der Verriegelungsstellung des oder der
Schieber deren Zähne mit den Zähnen der Fügeeinheit fluchten,
während in einer Entriegelungsstellung des oder der Schieber
deren Zahnlücken mit den Zähnen der Fügeeinheit fluchten. Zur
Entriegelung braucht demnach jeder Schieber nur um die Breite
eines Zahnes relativ zur Fügeeinheit verschoben zu werden.
Bei einer Fügevorrichtung mit einer Endlagenverriegelungsein
richtung, die einen Bolzen zum Arretieren der Fügeeinheit in
der Ausgangsstellung sowie einen oder mehrere Schieber zum
Arretieren der Fügeeinheit in der Arbeitsstellung umfaßt, sind
vorzugsweise der Bolzen und der oder die Schieber auf einer
quer zur Verschieberichtung der Fügeeinheit bewegbaren Platte
befestigt. Zum Verriegeln und Entriegeln der Fügeeinheit in der
Arbeitsstellung bzw. der Ausgangsstellung braucht dann ledig
lich diese bewegbare Platte ein kleines Stück quer zur Ver
schieberichtung der Fügeeinheit bewegt zu werden. Eine
einzige Antriebsvorrichtung ist demnach für eine solche
Endlagenverriegelungseinrichtung ausreichend.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Fügevorrich
tung weisen zur Erzeugung des für die Bewegung von Niederhal
ter, Stempel und Fügeeinheit erforderlichen Fluiddrucks zwei
voneinander unabhängige Hydraulikkreisläufe auf. Auf diese
Weise werden Druckschwankungen vermieden, die bei nur einem
Hydraulikkreis beispielsweise auftreten können, wenn die zur
Durchführung eines Fügevorganges notwendige Kraft auf den
Stempel ausgeübt wird. Solche Druckschwankungen wirken sich
äußerst negativ auf den Stanzvorgang aus. Beispielsweise können
sich erhöhte Einschnürungen im Blech ergeben, worunter die
Formschlüssigkeit der Verbindung erheblich leidet. Ein Nachlas
sen der auf den Niederhalter wirkenden Kraft kann ferner zu
einem Verrutschen der Werkstücke führen, bevor der Stempel den
eigentlichen Fügevorgang ausführt.
Vorzugsweise kann jeder der zwei voneinander unabhängigen
Hydraulikkreisläufe zumindest zwei verschiedene Druckniveaus
bereitstellen. Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Fügevorrichtung wird dies dadurch bewerkstelligt, daß jeder
Hydraulikkreislauf zwei Druckregelventile zur Einstellung der
unterschiedlichen Druckniveaus sowie ein Druckumschaltventil
aufweist.
Ein als Stanznietzange ausgebildetes, bevorzugtes Ausführungs
beispiel einer erfindungsgemäßen Fügevorrichtung wird im fol
genden anhand der beigefügten, schematischen Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Füge
vorrichtung in Gestalt einer sogenannten Stanzniet
zange von der Seite,
Fig. 2 den horizontalen Längsschnitt II-II aus Fig. 1 in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 den horizontalen Längsschnitt III-III aus Fig. 1 in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 einen vertikalen Längsschnitt entlang der Linie IV-IV
in Fig. 5,
Fig. 5 den Querschnitt V-V aus Fig. 4,
Fig. 6 den Querschnitt VI-VI aus Fig. 4,
Fig. 7 den Längsschnitt VII-VII aus Fig. 6,
Fig. 8 eine auch in den Fig. 3 und 4 gezeigte Endlagen
dämpfungseinrichtung in vergrößerter Darstellung,
Fig. 9 die Stanznietzange aus Fig. 1 ohne Rahmen und Nietzu
führeinrichtung in räumlicher Darstellung, und
Fig. 10 eine schematische Darstellung zweier Hydraulikkreis
läufe zur Druckversorgung der Stanznietzange gemäß
Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Fügevorrichtung in Gestalt einer Stanzniet
zange 10, die im wesentlichen aus einem C-förmigen Rahmen 12
und einem daran befestigten Gehäuse 14 besteht, in dem eine
linear zwischen einer Ausgangstellung und einer Arbeitsstellung
verschiebbare und hier als Nieteinheit 16 bezeichnete Fügeein
heit aufgenommen ist. Falls gewünscht, kann die Stanznietzange
10 mittels des Rahmens 12 an einem hier nicht gezeigten Robo
terarm befestigt werden.
Mit 18 und 20 sind zwei blechförmige Werkstücke bezeichnet, die
durch einen von der Stanznietzange 10 auszuführenden Stanzniet
vorgang miteinander verbunden werden sollen. Hierzu sind die
Werkstücke 18, 20 zwischen einem sogenannten Niederhalter 22
der Nieteinheit 16 und einem vom Rahmen 12 getragenen Gegenhal
ter 24 angeordnet.
Um einen Stanznietvorgang durchführen zu können, wird zunächst
die Nieteinheit 16 relativ zum Rahmen 12 bis in die Nähe der
Werkstücke 18, 20 verfahren (sogenannter Eilhub). Dann wird der
Niederhalter 22 so weit in Richtung des Gegenhalters 24 aus der
Nieteinheit 16 ausgefahren, bis die Werkstücke 18, 20 zwischen
dem Niederhalter 22 und dem Gegenhalter 24 eingeklemmt sind.
Der Niederhalter preßt dabei die Werkstücke 18, 20 mit einer
vorbestimmten Kraft, die beispielsweise 10 kN beträgt, gegen
den Gegenhalter 24. Sodann drückt zur Durchführung des eigent
lichen Stanznietvorganges ein aus Fig. 2 ersichtlicher Stempel
26, der in dem hohlzylindrisch ausgeführten Niederhalter 22
angeordnet und relativ zu ihm hin- und her bewegbar ist, einen
Niet 28, der mittels einer hier nicht weiter erläuterten Niet
zuführeinrichtung 30 vor die Spitze des Stempels 26 positio
niert worden ist, mit hoher Kraft auf die Werkstücke 18 und 20,
beispielsweise mit 50 kN (sogenannter Krafthub). Der Niet 28
durchdringt dabei das Werkstück 18 und verformt das Werkstück
20 plastisch.
Bei dem Niet 28 handelt es sich um einen sogenannten Halbhohl
niet, dessen Hohlraum das aus dem Werkstück 18 ausgestanzte
Material aufnimmt. Bei dem Stanznietvorgang wird durch eine am
Gegenhalter 24 angebrachte Matrize 32 sichergestellt, daß sich
nicht nur das Werkstück 20, sondern auch der Halbhohlniet 28
definiert verformt, so daß eine form- und kraftschlüssige
Verbindung zwischen den beiden Werkstücken 18, 20 und dem Niet
28 entsteht.
Es wird nun der Aufbau und die Funktion der im Gehäuse 14
aufgenommenen Nieteinheit 16 unter Bezug auf die Fig. 2 bis
10 näher erläutert.
Fig. 2 zeigt den horizontalen Längsschnitt II-II aus Fig. 1.
In dem mit dem Rahmen 12 fest verbundenen Gehäuse 14 ist ein
Zylinder 34 gleitend und längsverschieblich gelagert. Der
Zylinder 34 weist eine mehrfach gestufte Bohrung 36 auf, in der
der rohrförmige Niederhalter 22 und der koaxial zu letzerem
angeordnete Stempel 26 aufgenommen sind. Der Niederhalter 22
und der Stempel 26 sind an ihrem von den Werkstücken 18 und 20
abgewandten Ende jeweils als doppeltwirkender Kolben 38 bzw. 40
ausgebildet. Die Kolben 38 und 40 sind in durch die Bohrung 36
definierten Kammern 42 und 44 hin- und her verschiebbar. Hierzu
können die Kammern 42 und 44 beidseitig mit Hydraulikdruck
beaufschlagt werden, wie im folgenden noch näher erläutert
werden wird.
Der Zylinder 34 ist durch Deckelteile 46 und 48 verschlossen,
wobei das Deckelteil 46 von einem rohrförmigen Fortsatz 50 des
Stempels 26 und das Deckelteil 48 vom Niederhalter 22 durch
setzt wird. Wo erforderlich, sind nicht näher gezeigte und
beschriebene Dichtungen vorhanden, um die mit Hydraulikflüssig
keit gefüllten Kammern 42 und 44 gegenüber der Umgebung abzu
dichten.
An dem den Werkstücken 18 und 20 zugewandten Ende bilden der
Niederhalter 22 und der Stempel 26 eine zylindrische Aufnahme
52 für den nur in Fig. 1 gezeigten Niet 28. Ein mit dem Stempel
26 verschraubter, auswechselbarer Stempelendabschnitt 54 weist
eine Innenbohrung 56 auf, die in später noch näher erläuterter
Weise mit Unterdruck beaufschlagbar ist, um einen in der Aufnahme
52 befindlichen Niet 28 festzuhalten. Auch der Niederhal
ter 22 weist eine auswechselbare Spitze 58 auf, die aus einem
verschleißbeständigeren Material als der übrige Niederhalter 22
gefertigt sein kann.
Aus den Fig. 3 bis 7 ist ersichtlich, wie die Zuleitung des
Fluiddrucks in die Kammern 42 und 44 erfolgt, der für die Er
zeugung der notwendigen, vom Niederhalter 22 und vom Stempel 26
aufzubringenden Halte- bzw. Nietkräfte erforderlich ist. Hierzu
sind im Gehäuse 14 drei als Kolben/Zylinder-Einheiten 60, 62
und 64 ausgebildete, teleskopische Rohrleitungen vorhanden,
durch die das Druckfluid von Fluidanschlüssen 66, 68 und 70 am
Gehäuse 14 auf beide Seiten der Kolben 38 und 40 in die Kammern
42 und 44 gelangen kann.
Neben ihrer Funktion der Zuleitung von unter Druck stehendem
Hydraulikfluid zu den Kammern 42 und 44 dienen die Kolben/Zy
linder-Einheiten 60, 62 und 64 allerdings zunächst dazu, die
Nieteinheit aus der Ausgangsstellung in die Arbeitsstellung und
wieder zurück verfahren zu können. In diesem Zusammenhang sind
die beiden Kolben/Zylinder-Einheiten 62 und 64 dafür zuständig,
die Nieteinheit 16 aus der dargestellten Ausgangsstellung in
die Arbeitsstellung zu verfahren. Hierzu wird Hydraulikdruck an
die Fluidanschlüsse 68 und 70 angelegt, der durch Bohrungen 72
und 74 im Gehäuse 14 in die Kolben/Zylinder-Einheiten 68 und 70
gelangt, deren Kolben 76 bzw. 78 sich daraufhin unter Mitnahme
der Nieteinheit 16 nach vorne aus dem Gehäuse 14 herausbewegen
(siehe Fig. 3 und 6).
Die Kolben/Zylinder-Einheit 60 ist dafür zuständig, die Niet
einheit 16 aus der Arbeitsstellung wieder zurück in die in den
Figuren dargestellte Ausgangsstellung zu verfahren. Hierzu wird
Hydraulikdruck an den Fluidanschluß 66 angelegt, der durch eine
Bohrung 80 im Gehäuse 14 zur Kolben/Zylinder-Einheit 60 gelangt
und deren Kolben 82 unter Mitnahme der Nieteinheit 16 nach hin
ten aus dem Gehäuse 14 herausbewegt (siehe Fig. 4 und 5).
Damit die Hin- und Herbewegung der Nieteinheit 16 schnell und
ohne große mechanische Beanspruchung ablaufen kann, sind die
beiden Kolben/Zylinder-Einheiten 60 und 62 mit je einer Endla
gendämpfungseinrichtung 84 versehen. In Fig. 8 ist eine End
lagendämpfungseinrichtung 84 am Beispiel der Kolben/Zylinder-
Einheit 62 vergrößert dargestellt. Jede Endlagendämpfungsein
richtung 84 umfaßt demnach ein topfförmiges Element 86, das bei
88 einen Innendurchmesser aufweist, der nur geringfügig größer
als der Außendurchmesser eines Endabschnitts 90 des Kolbens 76
bzw. 82 der zugehörigen Kolben/Zylinder-Einheit 62 bzw. 60 ist.
Das topfförmige Element 86 ist in das Gehäuse 14 eingeschraubt
und verschließt die Bohrung der zugehörigen Kolben/Zylinder-
Einheit 60 oder 62. Kurz vor Erreichen der Arbeitsstellung bzw.
der Ausgangsstellung taucht der Endabschnitt 90 in das topfför
mige Element 86 ein und das in letzterem enthaltene Fluid kann
nur durch den schmalen, bei 88 gebildeten Ringspalt aus dem
topfförmigen Element herausströmen, wodurch die Bewegung des
Kolbens 76 bzw. 82 wirksam gedämpft wird. Ein im Endabschnitt
90 aufgenommenes Rückschlagventil 92 verhindert dabei, daß im
topfförmigen Element 86 befindliches Fluid in den hohlgebohrten
Kolben 76 bzw. 82 gelangen kann. Zum Ausfahren des Kolbens 76
bzw. 82 wird in später noch genauer erläuterter Weise Hydrau
likfluid unter Druck durch eine im Kolben 76 bzw. 82 vorhandene
Querbohrung 112 bzw. 104 zugeführt und der Hydraulikdruck sorgt
für eine Öffnung des Rückschlagventils 92 der zugehörigen
Endlagendämpfungseinrichtung 84, so daß Fluid aus dem hohlge
bohrten Kolben 76 bzw. 82 in das topfförmige Element 86 strömen
und der Kolben 76 bzw. 82 ungehindert aus dem topfförmigen
Element 86 herausfahren kann. Die Herausbewegung des Kolbens 76
bzw. 82 aus dem topfförmigen Element 86 verläuft demnach unge
drosselt und damit schnell.
Die Zuführung von unter Druck stehendem Hydraulikfluid zu den
Kammern 42 und 44 findet wie folgt statt: Zum Ausfahren des
Niederhalters 22 wird Fluiddruck an den Fluidanschluß 70 ange
legt, von wo aus der Fluiddruck durch die Bohrung 74 im Gehäuse
14 zur Kolben/Zylinder-Einheit 64 gelangt (siehe Fig. 6 und
Fig. 7). Durch eine Querbohrung 94 im Kolben 78 der Kolben/Zylinder-Einheit
64 pflanzt sich der Fluiddruck in den
hohlgebohrten Kolben 78 fort, tritt unten aus letzterem aus und
gelangt durch einen im Deckelteil 48 ausgebildeten Kanal 96 und
einen damit fluchtenden, im Zylinder 34 ausgebildeten Kanal 98
in die Kammer 42 (siehe Fig. 7). Der Kanal 98 mündet nahe dem
hinteren, in Fig. 7 rechten Ende des Kolbens 38 in die Kammer
42, so daß der Fluiddruck den Kolben 38 und damit den Nieder
halter 22 nach vorne, d. h. in Fig. 7 nach links, aus der Niet
einheit 16 herausdrückt. Ein im Zylinder 34 und im Deckelteil
48 ausgebildeter Kanal 100 dient zur Entlüftung des hydrauli
schen Systems bei der Erst- oder Wiederbefüllung mit Hydraulik
fluid. Lediglich der Vollständigkeit halber sei darauf
hingewiesen, daß eine Öffnung 102 im Deckelteil 48 im Betrieb
der Stanznietzange 10 durch einen nicht dargestellten Stopfen
druckfest verschlossen ist.
Zum Ausfahren des Stempels 26 wird Fluiddruck an den Fluidan
schluß 66 angelegt, von wo aus der Fluiddruck durch die Bohrung
80 im Gehäuse 14 zur Kolben/Zylinder-Einheit 60 gelangt (siehe
Fig. 5 und Fig. 4). Der Kolben 82 der Kolben/Zylinder-Einheit
60 weist die bereits erwähnte Querbohrung 104 auf, durch die
Fluiddruck sich in das Innere des hohlgebohrten Kolbens 82
fortpflanzen kann. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang
darauf, daß der Kolben 82 sich dann, wenn der Stempel 26 ausge
fahren werden soll, nicht in der in Fig. 4 dargestellten, nach
hinten ausgefahrenen Stellung befindet, sondern in das Gehäuse
14 eingefahren ist, so daß eine druckleitende Verbindung zwi
schen der Bohrung 80 und der Querbohrung 104 besteht. Der
Fluiddruck tritt aus dem in Fig. 4 rechten Ende des Kolbens 82
aus und pflanzt sich durch einen im Deckelteil 46 ausgebildeten
Kanal 106, dessen Öffnung 108 im Betrieb mit einem hier nicht
dargestellten Stopfen druckdicht verschlossen ist, bis in die
Kammer 44 fort. Dort wirkt er auf die Rückseite des Kolbens 40
und verschiebt diesen und damit den Stempel 26 in Richtung auf
die zu bearbeitenden Werkstücke 18 und 20.
Zum Wegbewegen von Niederhalter 22 und Stempel 26 von den
Werkstücken 18 und 20 nach einem erfolgten Stanznietvorgang,
d. h. zum Zurückbewegen von Niederhalter 22 und Stempel 26 in
die Nieteinheit 16, wird Fluiddruck an den Fluidanschluß 68
angelegt, von wo aus der Fluiddruck durch die Bohrung 72 im
Gehäuse 14 zur Kolben/Zylinder-Einheit 62 gelangt (siehe Fig. 4
und Fig. 6). Durch die bereits erwähnte Querbohrung 112 im
Kolben 76 der Kolben/Zylinder-Einheit 62 gelangt der Fluiddruck
dann in das Innere des hohlgebohrten Kolbens 76 und pflanzt
sich durch einen im Deckelteil 48 ausgebildeten Kanal 114 in
einen damit fluchtenden, im Zylinder 34 ausgebildeten Kanal 116
fort. Der Kanal 116 mündet wie in Fig. 4 dargestellt sowohl in
die Kammer 42 als auch in die Kammer 44, so daß der Fluiddruck
gleichzeitig auf die Vorderseiten der Kolben 38 und 40 wirkt,
wodurch der Niederhalter 22 und der Stempel 26 gemeinsam nach
rechts in ihre in Fig. 4 wiedergegebene Ausgangsstellung bewegt
werden. Ein im Zylinder 34 und im Deckelteil 48 ausgebildeter
Kanal 110 und ein im Deckelteil 46 ausgebildeter Kanal 118
dienen der Entlüftung des hydraulischen Systems bei der Erst-
oder Wiederbefüllung mit Hydraulikfluid. Eine Öffnung 120 im
Deckelteil 48 ist im Betrieb mit einem hier nicht gezeigten
Stopfen druckfest verschlossen.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 3 und 9 wird nun eine End
lagenverriegelungseinrichtung der Stanznietzange 10 erläutert,
die dazu dient, die Nieteinheit 16 in der Ausgangsstellung und
in der Arbeitsstellung arretieren zu können. Die Endlagenver
riegelungseinrichtung weist hierzu einen Bolzen 122 auf, der an
einer Platte 124 befestigt ist und quer zur Verschieberichtung
der Nieteinheit 16 mit dem Deckelteil 46 in Eingriff treten
kann (siehe Fig. 1 und Fig. 3). Das Deckelteil 46 ist hierzu
mit einer Ausnehmung 126 versehen (siehe Fig. 3), in die der
querverschiebliche Bolzen 122 paßt. Die Platte 124 ist mittels
eines Antriebes 127 quer zur Verschieberichtung der Nieteinheit
16 bewegbar, d. h. in Fig. 1 und 9 nach oben und unten. In der
Verriegelungsstellung, die der oberen Stellung der Platte 124
entspricht, greift der Bolzen 122 in die Ausnehmung 126 ein und
arretiert die Nieteinheit 16 in der in Fig. 1 wiedergegebenen
Ausgangsstellung, in der der Abstand zwischen der Spitze 58 des
Niederhalters 22 und dem Gegenhalter 24 maximal ist.
Die Endlagenverriegelungseinrichtung umfaßt des weiteren zwei
ebenfalls an der Platte 124 befestigte Schieber 128, 129, die
seitlich links und rechts des Zylinders 34 angeordnet und quer
zur Verschieberichtung der Nieteinheit 16 bewegbar sind (siehe
Fig. 9). Jeder Schieber 128, 129 ist mit einer Reihe von ab
wechselnd aufeinanderfolgenden Zähnen 130 und Zahnlücken 132
versehen.
Wie insbesondere in Fig. 9 gut zu erkennen ist, sind seitlich
am Deckelteil 46 ebenfalls Zähne 130' ausgebildet, die durch
Zahnlücken 132' voneinander getrennt sind. Wenn die am Deckel
teil 46 ausgebildeten Zähne 130' mit den Zahnlücken 132 der
Schieber 128, 129 fluchten, kann die Nieteinheit 16 aus der in
Fig. 9 wiedergegebenen Ausgangsstellung in ihre Arbeitsstellung
fahren, wobei die Zähne 130' die Zahnlücken 132 passieren. Ist
die Arbeitsstellung der Nieteinheit 16 erreicht, werden die
Schieber 128, 129 um eine Zahnbreite nach oben verschoben,
indem die Platte 124 entsprechend bewegt wird. Nun fluchten die
an den Schiebern 128, 129 ausgebildeten Zähne 130 mit den
Zähnen 130' des Deckelteils 46 und die Nieteinheit kann sich
nicht mehr rückwärts aus der Arbeitsstellung bewegen. In dieser
Stellung findet der Stanznietvorgang statt und die Nietkräfte
werden über die Zähne 130' und 130 in den Rahmen 12 eingelei
tet. Nach einem erfolgten Stanznietvorgang wird die bewegliche
Platte 124 wieder um eine Zahnbreite nach unten bewegt, so daß
die Verriegelung der Nieteinheit 16 aufgehoben wird und eine
Bewegung zurück in die Ausgangsstellung stattfinden kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wurde bereits erwähnt, daß vor
einem Stanznietvorgang der Niet 28 durch Unterdruck in der
zylindrischen Aufnahme 52 festgehalten wird. Hierzu ist eine
nicht dargestellte Unterdruckquelle über einen ebenfalls nicht
dargestellten Unterdruckanschluß, der am Rahmen 12 der Stanz
nietzange 10 vorgesehen ist, mit einer Unterdruckleitung 134
verbunden, die im Gehäuse 14 der Nieteinheit 16 ausgebildet ist
(siehe Fig. 2). Diese Unterdruckleitung 134 steht in fluidlei
tender Verbindung mit einer teleskopischen Rohrleitung 136, die
ähnlich den Kolben/Zylinder-Einheiten 60, 62 und 64 ausgeführt
ist. Durch die teleskopische Rohrleitung 136 gelangt der ange
legte Unterdruck durch eine im Deckelteil 48 ausgebildete
Leitung 138 zu einem Durchlaß 140 im Niederhalter 22. Zwischen
dem Niederhalter 22 und dem Stempel 26 besteht ein kleiner,
hohlzylindrischer Ringspalt 142, durch den sich der angelegte
Unterdruck vom Durchlaß 140 bis zu einer Querbohrung 144 fort
pflanzen kann, die im Stempelendabschnitt 54 ausgebildet ist
und mit der dort vorhandenen Innenbohrung 56 in Verbindung
steht.
Anhand von Fig. 10, in der die Komponenten der Stanznietzange
10 schematisch in einem Schaltplan dargestellt sind, wird nun
die hydraulische Verschaltung der Stanznietzange 10 näher
erläutert. Zur Erzeugung der Bewegungen von Niederhalter 22 und
Stempel 26 der Nieteinheit 16 dienen zwei voneinander getrennte
Hydraulikkreisläufe 146, 148. Durch diese zwei voneinander
unabhängigen Hydraulikkreisläufe 146, 148, die von einem Hy
draulikaggregat 150 gespeist werden, ist eine gegenseitige
Beeinflussung der Bewegungen von Niederhalter 22 und Stempel 26
ausgeschlossen.
Innerhalb der beiden Hydraulikkreisläufe 146, 148 können mit
tels Druckregelventilen 152, 154 sowie 156, 158 je zwei ver
schiedene Druckniveaus eingestellt und konstant gehalten
werden. Durch entsprechende Einstellung der genannten Druckre
gelventile können somit unterschiedliche Antriebskräfte für die
Bewegungen von Niederhalter 22 und Stempel 26 der Nieteinheit
16 eingestellt werden. In jedem Hydraulikkreislauf 146, 148 ist
ein Druckumschaltventil 160 bzw. 162 vorhanden, das die Um
schaltung zwischen dem niedrigen Druckniveau und dem hohen
Druckniveau eines Hydraulikkreislaufes bewirkt. Ventile 164,
166 und 168 sind über Hydraulikleitungen 170, 172 mit den
Druckumschaltventilen 160 und 162 verbunden, so daß die unter
schiedlichen hydraulischen Drücke auf die Kolbenflächen des
Niederhalters 22 und des Stempels 26 aufgebracht werden können.
Zum Ausfahren der Nieteinheit 16 aus dem Gehäuse 14 stellt der
Hydraulikkreislauf 146 über die Hydraulikleitung 170 ein niedriges
Druckniveau bereit. Das Ventil 164 schaltet von der
dargestellten Grundstellung in seine andere mögliche Stellung
und den Kolben/Zylinder-Einheiten 62 und 64 wird über Hydrau
likleitungen 174, 176 dieses niedrige Druckniveau zugeführt, so
daß die Nieteinheit 16 aus ihrer Ausgangsstellung in die Ar
beitsstellung verfährt.
Das Ventil 164 schaltet nun wieder zurück in seine Grundstel
lung und das Druckumschaltventil 160 schaltet um, so daß der
Hydraulikkreislauf 146 über die Hydraulikleitung 170 nun ein
hohes Druckniveau bereitstellt. Das Ventil 166 schaltet von
seiner in Fig. 10 dargestellten, mittleren Grundstellung in
seine linke Arbeitsstellung, wodurch der Niederhalter 22 über
die Hydraulikleitung 174 mit hohem Hydraulikdruck versorgt
wird, um die Werkstücke 18, 20 einzuspannen. Der Hydraulik
kreislauf 148 stellt über die Hydraulikleitung 172 ebenfalls
ein hohes Druckniveau bereit. Das Ventil 168 schaltet von der
in Fig. 10 wiedergegebenen Grundstellung in die Arbeitsstellung
um, so daß dem Stempel 26 über eine Hydraulikleitung 178 hoher
Hydraulikdruck zugeführt wird, um einen Stanznietvorgang auszu
führen.
Nach einem Stanznietvorgang schalten die Ventile 166 und 168
wieder in ihre Grundstellung, woraufhin das Druckumschaltventil
162 umschaltet, so daß der Hydraulikkreislauf 148 nun in der
Hydraulikleitung 172 ein niedriges Druckniveau bereitstellt.
Das Ventil 168 schaltet dann wieder in seine Arbeitsstellung
und führt der Kolben/Zylinder-Einheit 60 dieses niedrige Druck
niveau zu, so daß die Nieteinheit 16 aus ihrer Arbeitsstellung
zurück in die Ausgangsstellung verschoben wird.
Nachdem die Nieteinheit 16 ihre Ausgangsstellung erreicht hat,
nimmt das Ventil 168 wieder seine Grundstellung ein. Das Ventil
166 schaltet aus seiner Grundstellung in seine rechte Arbeits
stellung, so daß der Niederhalter 22 und der Stempel über die
Hydraulikleitung 176 mit Hydraulikdruck versorgt und in ihre
Ausgangsstellung zurückbewegt werden. Nun kann ein neuer Niet
zyklus beginnen.
Zur Überwachung der Stanznietzange 10 dienen Druckschalter 180,
182 und 184, mittels derer die Drücke in den jeweiligen End
stellungen des Niederhalters 22 und des Stempels 26 erfaßt
werden können.
Claims (18)
1. Fügevorrichtung, insbesondere eine Stanznietzange (10),
mit einem Gehäuse (14) und einer darin linear zwischen einer
Ausgangsstellung und einer Arbeitsstellung verschiebbaren
Fügeeinheit (16), die einen Niederhalter (22) und einen Stempel
(26) zur Durchführung einer Fügeoperation aufweist, die beide
unabhängig voneinander durch Fluiddruck relativ zur Fügeeinheit
(16) hin- und her beweglich sind, wobei die Fluiddruck-
Zuleitungen vom Gehäuse (14) zum Niederhalter (22) und zum
Stempel (26) teleskopische Rohrleitungen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die teleskopischen Rohrleitungen
als Kolben/Zylinder-Einheiten (60, 62, 64) ausgebildet sind,
mittels derer die Fügeeinheit (16) durch Fluiddruck zwischen
der Ausgangsstellung und der Arbeitsstellung verschiebbar ist.
2. Fügevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Kolben/Zylinder-
Einheit (60) die Verschiebung der Fügeeinheit (16) von der
Arbeitsstellung in die Ausgangsstellung bewirkt.
3. Fügevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Verschiebung der Fügeein
heit (16) von der Arbeitsstellung in die Ausgangsstellung
bewirkende Kolben/Zylinder-Einheit (60) als Zuleitung für den
zum Ausfahren des Stempels (26) aus der Fügeeinheit (16) und
zum Durchführen der Fügeoperation notwendigen Fluiddruck dient.
4. Fügevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei weitere Kolben/Zylinder-
Einheiten (62, 64) die Verschiebung der Fügeeinheit (16) von
der Ausgangsstellung in die Arbeitsstellung bewirken.
5. Fügevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine (64) der beiden weiteren
Kolben/Zylinder-Einheiten (62, 64) als Zuleitung für den zum
Ausfahren des Niederhalters (22) aus der Fügeeinheit (16) und
zum Halten des Niederhalters (22) in der ausgefahrenen Stellung
notwendigen Fluiddruck dient.
6. Fügevorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die andere (62) der beiden weiteren
Kolben/Zylinder-Einheiten (62, 64) als Zuleitung für den zum
Einfahren des Niederhalters (22) und des Stempels (26) in die
Fügeeinheit (16) notwendigen Fluiddruck dient.
7. Fügevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben/Zylinder-Einheiten (60,
62, 64) mit Endlagendämpfungseinrichtungen (84) versehen sind,
die bei einer zwischen der Ausgangsstellung und der Arbeits
stellung erfolgenden Verschiebung der Fügeeinheit (16) deren
Bewegung kurz vor Erreichen der Ausgangsstellung oder der
Arbeitsstellung dämpfen.
8. Fügevorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Endlagendämpfungseinrichtung
(84) ein topfförmiges Element (86) mit einem Innendurchmesser
aufweist, der nur geringfügig größer als der Außendurchmesser
eines Endabschnitts (90) des Kolbens (76 oder 82) der zugehöri
gen Kolben/Zylinder-Einheit (62 oder 60) ist, und daß dieser
Endabschnitt (90) kurz vor Erreichen der jeweiligen Endlage des
Kolbens (76 oder 82) in das topfförmige Element (86) eintaucht.
9. Fügevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das topfförmige Element (86) in
eine den Zylinder der zugehörigen Kolben/Zylinder-Einheit
bildende Bohrung des Gehäuses (14) eingeschraubt ist.
10. Fügevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem topfförmigen Element
(86) zusammenwirkende Endabschnitt des hohlen Kolbens (76 oder
82) ein Rückschlagventil (92) enthält, das beim Eintauchen des
Kolbens (76 oder 82) in das topfförmige Element (86) einen
Fluidstrom aus letzterem in den Kolben (76 oder 82) unterbindet,
und das beim Herausfahren des Kolbens (76 oder 82) aus dem
topfförmigen Element (86) einen Fluidstrom aus dem Kolben (76
oder 82) in das topfförmige Element (86) zuläßt.
11. Fügevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Endlagenverriegelungseinrich
tung vorhanden ist, die wahlweise eine Verschiebung der Füge
einheit (16) aus der Ausgangsstellung und/oder der
Arbeitsstellung verhindert.
12. Fügevorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Endlagenverriegelungseinrich
tung zum Arretieren der Fügeeinheit (16) in der Ausgangsstel
lung einen Bolzen (122) umfaßt, der quer zur Verschieberichtung
der Fügeeinheit (16) mit letzterer in Eingriff treten kann.
13. Fügevorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Endlagenverriegelungseinrich
tung zum Arretieren der Fügeeinheit (16) in der Arbeitsstellung
wenigstens einen quer zur Verschieberichtung der Fügeeinheit
(16) bewegbaren Schieber (128) umfaßt, der mit mindestens einem
an der Fügeeinheit (16) angeordneten Vorsprung formschlüssig in
Eingriff treten kann.
14. Fügevorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der oder die bewegbaren Schieber
(128, 129) Zähne (130) aufweisen, die durch Zahnlücken (132)
voneinander getrennt sind, und daß die Fügeeinheit (16) mit
ebensolchen Zähnen (130') und Zahnlücken (132') versehen ist,
derart, daß in einer Verriegelungsstellung des oder der Schie
ber (128, 129) deren Zähne (130) mit den Zähnen (130') der
Fügeeinheit (16) fluchten, während in einer Entriegelungsstel
lung des oder der Schieber (128, 129) deren Zahnlücken (132')
mit den Zähnen (130) der Fügeeinheit (16) fluchten.
15. Fügevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (122) und der oder die
bewegbaren Schieber (128, 129) auf einer quer zur Verschieberichtung
der Fügeeinheit (16) bewegbaren Platte (124) befestigt
sind.
16. Fügevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des für die Bewegung
von Niederhalter (22), Stempel (26) und Fügeeinheit (16) erfor
derlichen Fluiddrucks zwei voneinander unabhängige Hydraulik
kreisläufe (146, 148) vorhanden sind.
17. Fügevorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder der zwei Hydraulikkreisläufe
(146, 148) zumindest zwei verschiedene Druckniveaus bereitstel
len kann.
18. Fügevorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hydraulikkreislauf (146, 148)
zwei Druckregelventile (152, 154; 156, 158) zur Einstellung der
unterschiedlichen Druckniveaus sowie ein Druckumschaltventil
(160, 162) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000164244 DE10064244A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fügevorrichtung, insbesondere Stanznietzange |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000164244 DE10064244A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fügevorrichtung, insbesondere Stanznietzange |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10064244A1 true DE10064244A1 (de) | 2002-07-04 |
Family
ID=7668424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000164244 Withdrawn DE10064244A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fügevorrichtung, insbesondere Stanznietzange |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10064244A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20305239U1 (de) | 2003-04-01 | 2003-05-28 | Böllhoff GmbH, 33649 Bielefeld | Setzwerkzeug mit Freiraum über dem Setzkopf |
| WO2011000907A1 (de) * | 2009-07-02 | 2011-01-06 | Gustav Klauke Gmbh | Hydraulisches pressgerät |
| DE102017205659A1 (de) * | 2017-04-03 | 2018-10-04 | Robert Bosch Gmbh | Stanznietvorrichtung zum setzen eines stanzniets mit einer eine stempelkraft unterstützenden schwingung und verfahren zum stanznieten mit einer solchen stanznietvorrichtung |
-
2000
- 2000-12-22 DE DE2000164244 patent/DE10064244A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
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| CN102481689A (zh) * | 2009-07-02 | 2012-05-30 | 古斯塔夫.克劳克有限责任公司 | 液压的挤压装置 |
| US8844436B2 (en) | 2009-07-02 | 2014-09-30 | Textron Innovations, Inc. | Hydraulic press unit |
| DE102017205659A1 (de) * | 2017-04-03 | 2018-10-04 | Robert Bosch Gmbh | Stanznietvorrichtung zum setzen eines stanzniets mit einer eine stempelkraft unterstützenden schwingung und verfahren zum stanznieten mit einer solchen stanznietvorrichtung |
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