DE10064735A1 - Fassade - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Fassade (40), eine Putzprofilanordnung (46), Putzprofile (48, 50) sowie eine Putzträgerplattenanordnung. Um die Erstellung einer Fassade zu ermöglichen, die über die gesamte Gebrauchsdauer eines Gebäudes frei von Rissen und Verwerfungen bleibt, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Verputz (42) oder die Verputzschicht mindestens eine Trennfuge (44) aufweist, wobei im Bereich der Trennfuge (44) die Unterkonstruktion (14, 16, 30) mit einer Abdeckung versehen ist. Die Trennfuge (44) erlaubt es, daß sich Teile der Unterkonstruktion (14, 16) zueinander verlagern, ohne daß an dem Verputz (42) oder der Verputzschicht Risse oder Verwerfungen auftreten. Durch die im Bereich der Trennfuge (44) vorgesehene Abdeckung wird dabei erreicht, daß die Unterkonstruktion (14, 16, 30) nicht durch Wetter- oder Schädlingseinfluß geschädigt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Fassade, eine Putzprofilanord
nung, Putzprofile sowie eine Putzträgerplattenanordnung.
Im Baugewerbe werden zunehmend großflächige Fertigbauteile
verwendet, um Gebäude zu errichten. Nach der Montage dieser
Fertigbauteile werden die Fertigbauteile häufig mit Wetter
schutzbauteilen verkleidet, welche zur Erzielung einer
guten Optik der Fassade mit einem Putz überzogen werden.
Ein im Baugewerbe vergleichsweise neues Gebiet ist die Er
richtung von Häusern mit Fertigbauteilen, insbesondere Fer
tigbauwänden auf einer Unterkonstruktion und insbesondere
auf der Basis einer Holzunterkonstruktion, wobei die Fer
tigbauwände durchaus Teil der Holzunterkonstruktion sein
können. Auch solche Häuser werden in der Regel mit einem
Wetterschutz und einer Putzschicht versehen, wobei die
Putzschicht auf Putzträgern angeordnet ist.
Insbesondere bei Häusern auf der Basis einer Holzunterkon
struktion besteht das Problem, daß sich die Lage der Fer
tigbauteile zueinander während der Gebrauchsdauer der Häu
ser ändert, wobei bei Holzhäusern insbesondere die Feuch
tigkeitsaufnahme und -abgabe der Holzunterkonstruktion so
wie die auf die Holzunterkonstruktion wirkenden Lasten die
Lageänderung hervorrufen. Die Lageänderungen der Fertigbau
teile führen regelmäßig zu Rissen und Verwerfungen in der
Fassade.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Erstellung
einer Fassade zu ermöglichen, die über die gesamte Ge
brauchsdauer eines Gebäudes frei von Rissen und Verwerfun
gen bleibt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den
Merkmalen der Ansprüche 1, 2, 13 bzw. 15.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß der Verputz oder
die Verputzschicht mindestens eine Trennfuge aufweist, wo
bei im Bereich der Trennfuge die Unterkonstruktion mit ei
ner Abdeckung versehen ist. Die Trennfuge erlaubt es, daß
sich Teile der Unterkonstruktion zueinander verlagern, ohne
daß an dem Verputz oder der Verputzschicht Risse oder Ver
werfungen auftreten. Durch die im Bereich der Trennfuge
vorgesehene Abdeckung wird dabei erreicht, daß die Unter
konstruktion nicht durch Wetter- oder Schädlingseinfluß ge
schädigt wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
dabei eine Putzprofilanordnung verwendet, welche ein erstes
Putzprofil und ein zweites Putzprofil aufweist. Das erste
Putzprofil weist einen ersten Befestigungsabschnitt, einen
ersten Übergangsabschnitt und eine von diesem unter einem
stumpfen Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputz
leiste auf. Das zweite Putzprofil weist einen zweiten Befe
stigungsabschnitt, einen zweiten Übergangsabschnitt und
eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende
zweite Ablauf- und Anputzleiste auf, wobei die erste Ab
lauf- und Anputzleiste im montierten Zustand der Putzpro
filanordnung in einer Projektion auf die Putzträger ober
halb des zweiten Übergangsabschnittes liegt. Das erste und
zweite Putzprofil, welche miteinander nicht verbunden sind,
aber zusammenwirken, ermöglichen die Ausbildung einer
Trennfuge im Verputz, wobei jedoch gleichzeitig die Unter
konstruktion durch die Putzprofilanordnung abgedeckt ist.
In der Putzprofilanordnung ist daher schon die Erfindung
verwirklicht, so daß für die Putzprofilanordnung auch unab
hängig von dem Anspruch 1 Schutz beansprucht wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verläuft der Über
gangsabschnitt des ersten Putzprofils zu dem Befestigungs
abschnitt unter einem stumpfen Winkel. Dies, wie auch die
weitere bevorzugte Ausführungsform, nach der der Übergangs
abschnitt und der Befestigungsabschnitt des ersten Putz
profils in parallelen, zueinander versetzten Ebenen ange
ordnet sind, gewährleistet eine leichte Montage der Putz
profile, ohne daß die Putzprofilanordnung im montierten Zu
stand ein Klemmen verursacht und es damit zu Rissen in oder
Verwerfungen der Verputzschicht kommen kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der Neigungswinkel der ersten und/oder zweiten Ablauf- und
Anputzleiste zu dem jeweiligen Befestigungsabschnitt 120°
bis 150°, vorzugsweise 135°. Durch eine solche Ausführungs
form wird sichergestellt, daß sich im Bereich der Ablauf-
und Anputzleiste keine Staunässe bilden kann, wodurch ande
renfalls die Putzprofilanordnung oder die Verputzschicht
geschädigt werden könnte. Die Schrägstellung der Ablauf-
und Anputzleisten verhindert auch das Eindringen von Kapil
larfeuchtigkeit.
Um eine präzise Montage der Putzprofile der Putzprofil
anordnung zu erleichtern, weisen das erste und/oder das
zweite Putzprofil einen quer zu dem jeweiligen Befesti
gungsabschnitt verlaufenden ersten bzw. zweiten Positionierabschnitt
auf. Dieser Positionierabschnitt, der nach
Art eines Anschlages funktioniert, ermöglicht es auch,
Putzprofile nicht nur auf der Baustelle, sondern schon
werkseitig an einem Putzträger, insbesondere einer Putzträ
gerplatte anzuordnen. Eine besonders einfache Montage er
gibt sich, wenn der erste und/oder der zweite Positionier
abschnitt als Klemmprofil zur Umklammerung des Putzträgers
ausgebildet sind.
Bei einer Fassade, bei der Teile der Unterkonstruktion und
insbesondere benachbarte Putzträger relativ zueinander ver
lagerbar sind, ist vorzugsweise auch zwischen den Putzträ
gern eine Fuge vorzusehen. Um diese Fuge abzudichten, ist
es vorteilhaft, eine Dichtung vorzusehen, welche an dem er
sten oder an dem zweiten Putzprofil angeordnet sein sollte.
Die werksseitige Anordnung einer Dichtung, insbesondere ei
ner Hohlkammerdichtung erleichtert den Einsatz der Putzpro
filanordnung auf der Baustelle, da weniger einzelne Teile
zu handhaben sind, und es wird dadurch ferner ein verse
hentliches Weglassen der Dichtung verhindert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind der erste
und/oder der zweite Befestigungsabschnitt des ersten bzw.
zweiten Putzprofils lochblechartig ausgebildet. Eine solche
Ausbildung führt zu einem besseren Haften der Putzschicht,
und es werden gleichzeitig damit auch die Putzprofile an
ihrem Untergrund zusätzlich verankert.
Eine besonders gute Optik läßt sich erreichen, wenn das er
ste und/oder das zweite Putzprofil mit einer farbigen Pul
verbeschichtung versehen oder aus einem farbigen Kunststoff
gefertigt sind. Die farbige Beschichtung bzw. der farbige
Kunststoff erlauben es, die Putzprofilanordnung in der
Farbe des Verputzes zu gestalten, so daß die Trennfuge aus
einem Abstand betrachtet nicht mehr sichtbar ist.
Die Bauzeit eines Gebäudes kann verkürzt werden, wenn min
destens eines der Putzprofile bereits mit einer Putzträger
platte insbesondere eine Außenbeplankung eines Wandelemen
tes vorkonfektioniert ist. Daher wird für eine solche Putz
trägerplattenanordnung gemäß Anspruch 15 auch unabhängig
von der Fassade gemäß Anspruch 1 Schutz begehrt.
Vorzugsweise ist das Putzprofil mit der Putzträgerplatte
verklebt. Dadurch wird ein Springen oder Reißen der Putz
trägerplatte, welches bei der Verwendung mechanischer Befe
stigungsmittel in der Vorkonfektionierung auftreten könnte,
ausgeschlossen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Schnitt durch einen Deckenanschlußbereich eines
Hauses mit einer Unterkonstruktion aus Holz mit ei
ner erfindungsgemäßen Fassade,
Fig. 2 die in der erfindungsgemäßen Fassade gemäß Fig. 1
verwendete Putzprofilanordnung gemäß einer ersten
Ausführungsform in vergrößerter Darstellung, und
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Putzprofilanordnung.
In Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen Deckenanschlußbereich
eines Hauses mit einer Unterkonstruktion aus Holz gezeigt.
Dieses Haus weist vorgefertigte Wandelemente 10, 12 auf,
welche als Teil der statischen Struktur die Außenwände des
Hauses bilden. Die Wandelemente 10, 12 weisen ihrerseits
Holzrahmen 14, 16 auf, welche an ihrer Außenseite mit einer
Außenbeplankung 18, 20 und an ihrer Innenseite mit einer
Innenbeplankung 22, 24 versehen sind. Zwischen der Außenbe
plankung 18, 20 und der Innenbeplankung 22 bzw. 24 befinden
sich Wärmedämmeinlagen 26, 28, welche beispielsweise aus
Holzwolle oder Glaswolle bestehen können.
Die Außenbeplankungen 18, 20 bestehen aus hoch belastbaren
Zement- oder Leichtbetonplatten, welche Zuschläge aus Bläh
ton, geschäumtem Glas und/oder Glasfaser aufweisen können.
Die Außenbeplankung 18, 20 erfüllt nicht nur statische Auf
gaben, sondern sie dient gleichzeitig auch als Wetter
schutz, Brandschutz und Putzträger.
Die Wandelemente 10, 12 dienen dazu, Decken- oder Dachbal
ken 30 eines darüberliegenden Geschosses oder Daches zu
tragen. Solche Balken 30, welche aus Holz gefertigt sind,
können eine Dicke von 200 bis 300 mm aufweisen. Sie werden
auch als Querholz bezeichnet. Die Decken- und Dachbalken 30
sowie die Holzrahmen 14, 16 bilden eine Holzunterkonstruk
tion.
Der Übergangsbereich zwischen einem unteren Wandelement 12
und einem oberen Wandelement 10, in welchem sich die Dach
balken 30 befinden, wird nach der Aufstellung der Wandele
mente 10, 12 mit einer Übergangsplatte 32 verschlossen,
welche lediglich an ihrem unteren Ende 34 mit dem Holzrah
men 16 des unteren Wandelementes 12 verbunden ist. An ihrem
oberen Ende 36 ist die Übergangsplatte 32 gegenüber dem
oberen Wandelement 10 verschiebbar gelagert. Da zwischen
der Übergangsplatte 32 und der Außenbeplankung 18 des obe
ren Wandelementes 10 eine Fuge verbleibt, welche mit einem
Kompriband 38 oder einer anderen Dichtung ausgefüllt sein
kann, kann der Deckenbalken 30 sich aufgrund von Last oder
Feuchtigkeitseinfluß ausdehnen oder zusammengedrückt wer
den, ohne daß die Übergangsplatte 32 gegen die obere Außen
beplankung 18 stößt. Dabei können Quell- und Schwindbewe
gungen, die bei dem Deckenbalken 30 quer zur Faser auftre
ten, durchaus im Bereich von 10 mm liegen.
Die Außenbeplankungen 18, 20 und die Übergangsplatte 32
bilden in dem in Fig. 1 gezeigten Abschnitt mit einem Ver
putz 42 die Fassade 40 des Hauses. Der Verputz 42 weist
eine Trennfuge 44 auf. Im Bereich der Trennfuge 44 ist eine
Putzprofilanordnung 46 mit einem ersten Putzprofil 48 und
einem zweiten Putzprofil 50 angeordnet. Die Putzpro
filanordnung 46, die im Bereich der Trennfuge 44 die Unter
konstruktion, im vorliegenden Falle den Dachbalken 30 und
den Holzrahmen 14 des oberen Wandelementes 10 bereichsweise
abdeckt, ist in der Fig. 2 im Detail gezeigt.
Das in Fig. 2 gezeigte, als Teil der Putzprofilanordnung 46
gemäß der ersten Ausführungsform vorgesehene erste Putzpro
fil 48 weist einen lochblechartig ausgebildeten ersten Be
festigungsabschnitt 52, einen ersten Übergangsabschnitt 54
und eine erste Ablauf- und Anputzleiste 56 auf. Ferner
weist das erste Putzprofil 48 einen ersten Positionierab
schnitt 58 auf, welcher das Anbringen des ersten Putzpro
fils 48 an der Außenbeplankung 18, 20 eines Wandelementes
10 oder einer anderen als Putzträger vorgesehenen Konstruktion
erleichtert. Der Positionierabschnitt 58 erstreckt
sich dabei in einem Schnitt quer durch das erste Putzprofil
52 im wesentlichen senkrecht zu dem Befestigungsabschnitt
52. Der Übergangsabschnitt 54 des ersten Putzprofiles 48,
welches durch Faltung und Biegung, Tiefziehen oder Walzen
aus einem Edelstahlblech gefertigt ist, erstreckt sich im
wesentlichen parallel zu dem Befestigungsabschnitt 52, wo
bei die Ebenen des Befestigungsabschnittes 52 und des Über
gangsabschnittes 54 allerdings zueinander versetzt sind,
wodurch ein schräg verlaufender Anschluß 60 ausgeformt ist.
Der Versatz der Ebenen des Befestigunsabschnittes 52 und
des Übergangsabschnittes 54 sollte einige 0,1 mm, maximal
2,0 mm größer sein, als die Materialstärke des zweiten
Putzprofils 50.
An seinem unteren Ende geht der Übergangsabschnitt 44 in
die Ablauf- und Anputzleiste 56 über, welche sich zu der
Ebene des Übergangsabschnittes 54 unter einem Winkel von
135° erstreckt. Im verbauten Zustand trägt der Übergangsab
schnitt 54 den Verputz 42 ohne ein dahinterliegendes Bau
teil, wobei sich der Verputz 42 (siehe Fig. 1) bis an die
Ablauf- und Anputzleiste 56 erstreckt. Im Bereich des loch
blechartig ausgebildeten Befestigungsabschnittes 52 durch
dringt der Verputz 42 das erste Putzprofil 48 im Bereich
von Durchbrechungen 62, wodurch der Verputz 42 auch an der
im verbauten Zustand hinter dem Befestigungsabschnitt 52
liegenden Putzträger haftet.
Das zweite Putzprofil 50 der Putzprofilanordnung 46 gemäß
der ersten Ausführungsform weist einen zweiten Befesti
gungsabschnitt 64 auf, der wie der erste Befestigungsab
schnitt 52 des ersten Putzprofils 48 lochblechartig ausge
bildet und mit Durchbrechungen 66 für das Anhaften des Verputzes
48 ausgebildet ist. An diesen Befestigungsabschnitt
64 schließt sich die zweite Ablauf- und Anputzleiste 66 an,
welche wie die erste Ablauf- und Anputzleiste 56 nach unten
gerichtet ist, und zu einem oberhalb davon ausgebildeten
zweiten Übergangsabschnitt 70 unter einem Winkel von 135°
verläuft. An den Übergangsabschnitt 70 schließt sich ein
dazu im wesentlichen senkrecht verlaufender Positionierab
schnitt 72 an, welcher die Montage des zweiten Putzprofiles
50 erleichtert.
Der zweite Übergangsabschnitt 70 wirkt derart mit der er
sten Ablauf- und Anputzleiste 56 und ggf. mit dem ersten
Übergangsabschnitt 54 zusammen, daß ein Eindringen von
Schädlingen praktisch ausgeschlossen ist. Darüber hinaus
verhindert diese Ausgestaltung einen Durchblick durch die
Trennfuge 44 auf die dahinter liegenden Teile der Unterkon
struktion.
Die Erstellung eines Gebäudes unter Verwendung der erfin
dungsgemäßen Putzprofile 48, 50 wird erleichtert, wenn das
erste Putzprofil 48 bereits werksseitig mit der Außenbe
plankung 18 eines Wandelementes 10 verklebt ist, wobei sich
für eine solche Verklebung ein Polyurethanklebstoff als be
sonders geeignet erwiesen hat. Darüber hinaus kann die Ver
arbeitung dadurch erleichtert werden, daß das zweite Putz
profil 50 mit einer Übergangsplatte 32 verklebt ist, wobei
diese Übergangsplatte 32 auf der Baustelle an ihrer Unter
kante auf das gewünschte Maß gebracht werden kann. Auch für
diese Verklebung ist ein Polyurethanklebstoff gut geeignet.
Alternativ oder ergänzend zu einer Verklebung der Putzpro
file 48, 50 kann eine Verklemmung vorgesehen sein, wobei
dazu an dem ersten bzw. zweiten Putzprofil 48, 50 Klemmabschnitte
74, 76 auszubilden sind. Die Klemmabschnitte 74,
76 sind bei der Putzprofilanordnung 46 gemäß der ersten
Ausführungsform nicht vorgesehen, so daß die Abschnitte le
diglich gestrichelt dargestellt sind.
Wenn zugunsten einer Verklemmung der Putzprofile 48, 50 auf
eine Verklebung verzichtet wird, hat dies den Vorteil, daß
bei der späteren Anbringung des Verputzes, der sich von
oben bis an die erste Ablauf- und Anputzleiste 56 und von
unten bis an die zweite Ablauf- und Anputzleiste 66 er
streckt, dieser unmittelbar an dem darunterliegenden Putz
träger anhaften kann.
Die Putzprofilanordnung 146 gemäß der zweiten Ausführungs
form in Fig. 3 entspricht im wesentlichen der Putzprofil
anordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform in Fig. 2.
Daher werden für Abschnitte der Putzprofilanordnung 146 ge
mäß der zweiten Ausführungsform, die Abschnitten der Putz
profilanordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform ent
sprechen, Bezugszeichen verwendet, die gegenüber der ersten
Ausführungsform um 100 erhöht sind. Auf die entsprechenden
Beschreibungsteile wird hiermit verwiesen.
Im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform sind bei der
zweiten Ausführungsform an dem ersten Putzprofil 148 und an
dem zweiten Putzprofil 150 Klemmabschnitte 174 bzw. 176
ausgebildet. Diese wirken mit dem jeweils zugehörigen Posi
tionierabschnitt 158, 172 und Befestigungs- bzw. Übergangs
abschnitt 152, 170 als Klemmprofil, wobei sie beim Anbrin
gen an einer Außenbeplankung oder einer Übergangsplatte auf
diese eine Klemmkraft ausüben.
Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform ist darüber hinaus
der erste Übergangsabschnitt 154 nicht in einer Ebene ange
ordnet, welche parallel zur Ebene des ersten Befestigungs
abschnittes 152 verläuft, sondern der erste Übergangsab
schnitt 154 verläuft insgesamt zu dem Befestigungsabschnitt
152 leicht geneigt, was die Fertigung des ersten Putzpro
files 148 gemäß der zweiten Ausführungsform erleichtert. Es
sei an dieser Stelle erwähnt, daß sich die Putzprofile 48,
50, 148, 150 besonders vorteilhaft als Walzprofile herstel
len lassen.
Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform weist die zweite
Ausführungsform darüber hinaus ein aus Gummi oder einem
Kunststoff gefertigtes Hohlkammerprofil 178 auf, welches
als Dichtung vorgesehen ist und bereits werksseitig mit dem
ersten Putzprofil 148 verklebt ist.
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß es die erfin
dungsgemäße Fassadengestaltung erstmals erlaubt, Bauplatten
gleichzeitig als statisches Element, Wetterschutzplatte,
Putzträgerplatte und Brandschutzplatte zu verwenden und di
rekt auf der Unterkonstruktion zu befestigen, wobei auf
eine Hinterlüftung verzichtet werden kann. Aufgrund der er
findungsgemäßen Trennfugengestaltung kann dabei Wasser
nicht eindringen, so daß die Erfindung insbesondere für
Holzunterkonstruktionen aus unbehandelten Hölzern geeignet
ist, wobei wie gesagt eine Hinterlüftung oder Fachwerksbe
lüftung nicht erforderlich ist.
Die Putzprofilanordnungen 46, 146, die ein den gezeigten
Ausführungsformen aus Edelstahlblech bestehen, sind mit ei
ner Pulverbeschichtung (nicht gezeigt) in der Farbe des
Verputzes 42 versehen. Dadurch ist die Trennfuge 44 optisch
kaum wahrnehmbar.
Claims (21)
1. Fassade mit einer Anordnung mindestens zweier Putzträger
(18, 20, 32), welche einen Verputz (42) oder eine
Verputzschicht tragen und an einer mehrteiligen
Unterkonstruktion (14, 16, 30) angeordnet sind, wobei
Teile (14, 16) der Unterkonstruktion zueinander
verlagerbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verputz (42) oder die Verputzschicht mindestens
eine Trennfuge (44) aufweist, wobei im Bereich der
mindestens einer Trennfuge (44) die Unterkonstruktion
(14. 16, 30) mit einer Abdeckung versehen ist.
2. Putzprofilanordnung zur Anbringung eines Verputzes (42)
auf zueinander verlagerbaren Putzträgern (18, 32), mit
einem ersten Putzprofil (48; 148) und einem zugehörigen
zweiten Putzprofil (50; 150),
wobei das erste Putzprofil (48; 148) einen ersten Befestigungsabschnitt (52; 152), einen ersten Übergangsabschnitt (54; 154) und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputzleiste (56; 156) aufweist,
wobei das zweite Putzprofil (50; 150) einen zweiten Befestigungsabschnitt (64; 164), einen zweiten Übergangsabschnitt (70; 170) und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende zweite Ablauf- und Anputzleiste (68; 168) aufweist, und
wobei die erste Ablauf- und Anputzleiste (56, 68; 156, 168) im montiertem Zustand der Putzprofilanordnung (46; 146) in einer Projektion auf die Putzträger oberhalb des zweiten Übergangsabschnitts (70; 170) liegt.
wobei das erste Putzprofil (48; 148) einen ersten Befestigungsabschnitt (52; 152), einen ersten Übergangsabschnitt (54; 154) und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputzleiste (56; 156) aufweist,
wobei das zweite Putzprofil (50; 150) einen zweiten Befestigungsabschnitt (64; 164), einen zweiten Übergangsabschnitt (70; 170) und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende zweite Ablauf- und Anputzleiste (68; 168) aufweist, und
wobei die erste Ablauf- und Anputzleiste (56, 68; 156, 168) im montiertem Zustand der Putzprofilanordnung (46; 146) in einer Projektion auf die Putzträger oberhalb des zweiten Übergangsabschnitts (70; 170) liegt.
3. Putzprofilanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Übergangsabschnitt (154)
des ersten Putzprofils (148) zu dem ersten
Befestigungsabschnitt (152) unter einem stumpfen Winkel
verläuft.
4. Putzprofilanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Übergangsabschnitt (54) und
der erste Befestigungsabschnitt (52) des ersten
Putzprofils (48) in parallelen, zu einander versetzten
Ebenen angeordnet sind.
5. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der ersten
und/oder zweiten Ablauf- und Anputzleiste (56, 68; 156,
168) zu dem jeweiligen Befestigungsabschnitt (52, 64;
152, 164) 120° bis 150°, vorzugsweise 135° beträgt.
6. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite
Putzprofil (48, 50; 148, 150) einen quer zu dem
jeweiligen Befestigungsabschnitt (52, 64; 152, 164)
verlaufenden ersten bzw. zweiten Positionierabschnitt
(58, 72; 158, 172) aufweisen.
7. Putzprofilanordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite
Positionierabschnitt (158, 172) als Klemmprofil zur
Umklammerung des Putzträgers ausgebildet sind.
8. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten oder zweiten
Putzprofil (148) eine Dichtung, insbesondere eine
Hohlkammerdichtung (178) zur gegenseitigen Abdichtung
benachbarter Putzträger angeordnet ist.
9. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite
Befestigungsabschnitt (52, 64; 152, 164) lochblechartig
ausgebildet sind.
10. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder der zweite
Putzprofil (48, 50; 148, 150) aus Blech, vorzugsweise aus
Edelstahlblech gefertigt sind.
11. Putzprofilanordnung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite
Putzprofil (48, 50; 148, 150) mit einer farbigen
Beschichtung, vorzugsweise einer farbigen
Pulverbeschichtung versehen sind.
12. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite
Putzprofil aus einem farbigen Kunststoff gefertigt sind.
13. Putzprofil zur Anbringung eines Verputzes (42) auf einem
Putzträger, mit einen Befestigungsabschnitt (52, 64; 152,
164), einen Übergangsabschnitt und einer von diesem unter
einem stumpfen Winkel vorspringenden Ablauf- und
Anputzleiste (56, 68; 156, 168).
14. Putzprofil nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eines
der kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 2 bis 11.
15. Putzträgerplattenanordnung, gekennzeichnet durch ein
Putzprofil (48, 50; 148, 150) nach einem der Ansprüche 13
oder 14.
16. Putzträgerplattenanordnung nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Putzprofil (48, 50)
mit einer Putzträgerplatte (18, 20, 32) verklebt ist.
17. Putzträgerplattenanordnung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Putzträgerplatte (18, 20,
32) aus Leichtbeton, insbesondere einem Leichtbeton mit
Zuschlägen aus Blähton und/oder geschäumtem Glas besteht.
18. Putzträgerplattenanordnung nach einem der Ansprüche 15
bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Putzträgerplatte
(18, 20, 32) glasfaserverstärkt ist.
19. Fassade nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei die Unterkonstruktion durch die Putzprofilanordnung
(46; 146) abgedeckt ist.
20. Fassade nach Anspruch 1 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Putzträger (18, 20, 32) ohne Hinterlüftung direkt
auf einer Unterkonstruktion aus Holz, insbesondere einem
Holzfachwerk (14, 16, 30) montiert ist.
21. Fassade nach Anspruch einem der Ansprüche 1, 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Putzträger mindestens
eine Putzträgerplattenanordnung nach einem der Ansprüche
15 bis 18 aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000164735 DE10064735A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fassade |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000164735 DE10064735A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fassade |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10064735A1 true DE10064735A1 (de) | 2002-08-14 |
Family
ID=7668782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000164735 Withdrawn DE10064735A1 (de) | 2000-12-22 | 2000-12-22 | Fassade |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10064735A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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