DE100646C - - Google Patents
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- DE100646C DE100646C DENDAT100646D DE100646DA DE100646C DE 100646 C DE100646 C DE 100646C DE NDAT100646 D DENDAT100646 D DE NDAT100646D DE 100646D A DE100646D A DE 100646DA DE 100646 C DE100646 C DE 100646C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J9/00—Forging presses
- B21J9/10—Drives for forging presses
- B21J9/12—Drives for forging presses operated by hydraulic or liquid pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Metallbearbeitung, mechanische.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1897 ab.
Die bisherigen Treibapparate für hydraulische Arbeitsmaschinen bestehen im Wesentlichen aus
einer hydraulischen Pumpe, deren Kolben direct von einem Dampfkolben angetrieben wird (siehe
die deutschen Patente Nr. 37917, 43774, 86797,
sowie das englische Patent Nr. 19584 v. J. 1889). Dieser directe Antrieb des Treibkolbens
ist in vielen Fällen für einen rationellen Betrieb ungeeignet. So mufs beispielsweise, wenn man
gezwungen ist, den Cylinder des Treibapparates sehr lang zu machen, auch der Dampfcylinder
eine entsprechende Länge erhalten, .wodurch die Cylinderabkühlung und daher der Dampfverbrauch
ein grofser wird. Zu diesen Nachtheilen gesellt sich ferner der Uebelstand, dafs
für jeden Treibapparat ein besonderer Dampfcylinder sein mufs und man, wie dies bei Anwendung
mehrerer an verschiedenen Stellen eines Betriebes befindlicher Treibapparate vortheilhaf't
wäre, diese nicht von einer Centrale aus antreiben kann.
Diese Erfindung betrifft nun eine Antriebsvorrichtung für derartige Treibapparate, durch
welche alle diese UebeJstä'nde vermieden werden.
Zu diesem Zweck wird zwischen den Antriebsmotor, der in beliebiger Entfernung vom
Treibapparat stehen kann, und den Treibapparat selbst eine Vorrichtung eingeschaltet,
die einmal gestattet, die Gröfse des Antriebsmotors ganz unabhängig von der Hubgröfse
des Treibapparates zu machen, sowie mehrere der letzteren durch einen einzigen Motor anzutreiben.
Um dies zu erreichen, wird die Bewegung des Motors nicht, wie dies bisher
geschah, auf den Treibkolben, sondern auf mit den Treibkolben verbundene Schraubenspindeln
übertragen, bei deren Drehung die damit verbundenen Treibkolben auf- oder niedergehen.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Antriebsvorrichtung dargestellt; es
zeigt
Fig. ι einen mit der Antriebsvorrichtung versehenen Treibapparat nebst der von diesem
betriebenen hydraulischen Arbeitsmaschine,
Fig. 2 eine Abänderung der Antriebsvorrichtung.
Der Treibapparat besitzt zwei. Druckcylinder c c, von denen ersterer in den Arbeitseylinder
a, letzterer gemeinsam in die beiden Hebecylinder b b der Schmiedepresse oder
sonstigen hydraulischen Arbeitsmaschine arbeitet. Die beiden .Kolben d dl der Druckcylinder
arbeiten gemäfs der entgegengesetzten Wirkung des Arbeitscylinders α und der Hebecylinder
b in entgegengesetzter Richtung. Ihre Geschwindigkeit kann durch die sogleich zu
beschreibende Antriebsvorrichtung geregelt werden, wodurch dann durch die Geschwindigkeit
des im Arbeitscylinder α und der in den Hebecylindern
b b arbeitenden Kolben geregelt wird. Zu diesem Zweck sind die Kolben d d1 als an
einem Ende geschlossene Muttern ausgebildet, in die die im Gestell ν in Spurlagern laufenden,
mit Gewinde versehenen Spindeln g gx geschraubt sind. Diese bilden die Achsen
zweier in einander . greifender Zahnräder / m,
die unter Zwischenschaltung der Kegelräder i k von einem Wechselvorgelege h oder einer
Dynamomaschine n> oder einem anderen Motor mit leicht umkehrbarer Bewegungsvorrichtung
und veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben werden. Hierdurch erhalten die beiden Spin--
dein g g1 eine entgegengesetzte Drehung, so
dafs sich der eine Druckkolben niederbewegt und der andere hochgeht. Auf der Zeichnung
ist beispielsweise der Augenblick dargestellt, in welchem der Kolben d das hydraulische
Wasser in die Hebecylinder b b gedrückt hat. Soll nun der Druckkolben d seinen in den
Arbeitscylinder α mitwirkenden Hub machen, so müssen die Spindeln g gl in entgegengesetzter
Richtung gedreht werden, was dadurch geschieht , dafs man die Antriebsrichtung des
Wechselvorgeleges h oder des Motors w ändert. Da es nun leicht ist, die Geschwindigkeit des
Motors iv bezw. des Wechselvorgeleges h beliebig
zu ändern, so kann man auch den Druckkolben ddl und daher auch je nach Erfordernifs
den Arbeitskolben α und den Hebecylindern b b eine beliebig gröfsere oder kleinere
Geschwindigkeit geben.
Anstatt die Druckkolben d dl als auf den
Spindeln g gl auf- und niederschraubbare Muttern zu construiren, kann man sie auch,
wie in Fig. 2 gezeichnet, fest mit dem oberen Theil der Spindeln fest verbinden und die
Räder k und m als Muttern ausbilden, in denen die als Schrauben gegen Drehuns sesicherten
Spindeln g g1 in entgegengesetztem Sinne hoch- oder niederbewegt werden, indem
sie den Druckkolben d d1 eine gleiche Bewegung mittheilen.
Die Regelung der Gröfse des Arbeitshubes und Leerhubes geschieht bei dieser Vorrichtung
durch automatisch oder von Hand bethätigte, in die Druckwasserleitung e f geschaltete
Schieber η ο. Um beispielsweise den Arbeitshub zu regeln, ist in die Druckwasserleitung
e ein Schieber 0 eingesetzt, dessen Ventilkörper bei der einen Stellung das Druckwasser
des Cylinders c in den Arbeitscylinder a, bei der anderen Stellung dagegen in das
Niederdruckreservoir u läfst. Ein Hebel t dient zur Einstellung des Schiebers 0 durch Hand
oder durch irgend eine mit der Drucktraverse verbundene, constructiv bekannte automatische
Vorrichtung. Hat der Arbeitskolben beispielsweise einen kleinen Hub zu machen, so mufs
der Schieber ο früher verstellt werden, als wenn er einen grofsen Hub zu machen hat.
Dabei geht dann während des Arbeitshubes das Druckwasser aus dem Rohre in den ,Arbeitscylinder
α und bei Umstellung des Schiebers 0 in das Reservoir, wobei dann natürlich
der Kolben des Arbeitscylinders mangels eines auf ihm lastenden Druckes stehen bleibt. Der
Druckkolben kann jedoch während dessen seinen vollen Hub vollenden, ist aber nur
während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens belastet. Während des Arbeitshubes ist der
Druckkolben d zurückgegangen und der Druckcylinder c hat sich mit dem aus den Hebecylindern
durch Rohr f austretenden Wasser gefüllt. Bewegt man jetzt durch Umkehr der
Drehung der Spindeln g g1 den Kolben d nieder
und den Kolben dl hoch, so wird das in c befindliche Wasser durch Rohr f und, die
Zweigrohre χ χ fliefsen und die Hebekolben der Hebecylinder b b hochdriicken. Dadurch
wird bei entsprechender Stellung des Schiebers 0 das im Arbeitscylinder α befindliche
Wasser durch Rohr e in den Cylinder d zurücktreten; gleichzeitig läfst man aus dem
Reservoir u Wasser bis zur Füllung in den Cylinder c. Durch erneute Umkehr der Bewegung
der Spindeln g g1 wird dann wieder ein Arbeitshub geleistet. '.
Man kann aber auch den Leerhüb regeln. Zu diesem Zweck ist in die Leitung f eir.
Schieber η geschaltet, den man durch Hand oder automatisch so einstellen kann, dafs das
Wasser aus der Röhre f nicht mehr in die Hebecylinder b b, sondern durch ein Rohr r in
das Reservoir u fliefst, wobei dann der Druckkolben
d1 keine nennenswerthe Arbeit zu leisten hat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Treibapparat für hydraulische Arbeitsmaschinen, bei welchem die Kolbenstange eine Gewindespindel bildet und die Uebertragung der Arbeitskraft auf den Treibkolben durch eine Schraubenmutter erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100646C true DE100646C (de) |
Family
ID=371440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100646D Active DE100646C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100646C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2581434A (en) * | 1947-11-05 | 1952-01-08 | Nowak Alois Karl | Press for metal stamping |
| US2581435A (en) * | 1948-03-31 | 1952-01-08 | Nowak Alois Karl | Press with mechanical drive having harmonic motion and hydraulic transmission |
-
0
- DE DENDAT100646D patent/DE100646C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2581434A (en) * | 1947-11-05 | 1952-01-08 | Nowak Alois Karl | Press for metal stamping |
| US2581435A (en) * | 1948-03-31 | 1952-01-08 | Nowak Alois Karl | Press with mechanical drive having harmonic motion and hydraulic transmission |
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