DE10064475B4 - Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz-Einsteller - Google Patents
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Abstract
Verriegelungsvorrichtung
für einen Fahrzeugsitz-Einsteller,
insbesondere für
einen Längseinsteller
eines Kraftfahrzeugsitzes, die zwischen einer ersten Schiene (5)
des Einstellers (3) und einer relativ zur ersten Schiene (5) in
Längsrichtung
verschiebbaren zweiten Schiene (8) wirksam ist, mit einem an der
zweiten Schiene (8) beweglich angeordneten Verriegelungselement
(12), welches im verriegelten Zustand der Verriegelungsvorrichtung
(10) über
Zahnelemente (16, 17) mit der ersten Schiene (5) in Eingriff steht
und durch ein Sicherungselement (20) gegen ein Öffnen gesichert wird, wobei
das Sicherungselement (20) als ein um eine Achse schwenkbarer Hebel
ausgebildet ist und bei Einwirkung einer Entriegelungskraft (F)
das Verriegelungselement (12) mit der ersten Schiene (5) außer Eingriff
bringt, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (20)
mittels zweier seitlicher Stifte (24) innerhalb schräg zur Längsrichtung
der Schienen (5, 8) verlaufender Kulissen (26) verschiebbar und
um die Achse der Stifte schwenkbar gelagert und bei Einwirkung der
Entriegelungskraft (F) innerhalb der Kulissen (26) verschieblich
ist, und dass das...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz-Einsteller, insbesondere eines Kraftfahrzeugsitzes, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.
- Eine Verriegelungsvorrichtung ist aus der
DE 196 02 250 A1 bekannt. Als Verriegelungselement ist ein Riegel vorgesehen, welcher quer zur Schienenlängsrichtung beweglich in einer Oberschiene gelagert ist und über eine Verzahnung mit einer Zahnstange der Unterschiene zusammenwirkt. Im verriegelten Zustand spannt ein federbelasteter Steuernocken als Sicherungselement den Riegel gegen die Zahnstange. Wird im Crashfall die Federbelastung des Steuernockens überwunden, kann diese kraftschlüssige Verriegelung öffnen. - Die
DE 199 18 718 A1 offenbart eine Verriegelungsvorrichtung der eingangs genannten Art mit einem um eine Achse schwenkbaren Spannstück als Sicherungselement, welches kraftschlüssig die als Verriegelungselement dienende Klinke sichert. Bei der Verriegelungsvorrichtung gemäß derDE 41 02 312 C2 erfolgt die Sicherung des als Verriegelungselement dienenden Sperrstücks kraftschlüssig mittels eines durch Federbelastung gestreckten Kniegelenks, welches zugleich der Entriegelung dient. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Verriegelungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verriegelungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Dadurch, dass das Sicherungselement mittels zweier seitlicher Stifte innerhalb schräg zur Längsrichtung der Schienen verlaufender Kulissen verschiebbar und um die Achse der Stifte schwenkbar gelagert ist, ergibt sich ein einfaches Öffnen der Verriegelungsvorrichtung. Das Sicherungselement entfernt sich vom Verriegelungselement durch eine überlagerte Schwenk- und Verschiebebewegung und hebt den Formschluss auf. Die durch die schräg zur Längsrichtung der Schienen verlaufenden Kulissen definierte Verschiebung erfolgt quer, d.h. in radialer Richtung bezüglich der Schenkbewegung, wobei sich die Stifte von den im verriegelten Zustand in Längsrichtung nebeneinander angeordneten Zähnen der Zahnelemente entfernen, so dass letztere außer Eingriff kommen können.
- Dadurch, dass das Sicherungselement im verriegelten Zustand das Verriegelungselement formschlüssig gegen ein Öffnen sichert, besteht im Crashfall nicht mehr die Gefahr, dass die Verriegelungsvorrichtung sich öffnet, da der Formschluss den Crashkräften auch bei Deformationen standhält. Formschlüssig ist dabei so zu verstehen, dass die zusammenwirkenden Teile der Sicherung zur Vermeidung von Klappergeräuschen mit einem geringfügig elastischen Material beschichtet sein können, d.h. zumindest eines dieser Teile im Bereich der Berührpunkte elastisch ausgestaltet ist. Es kann auch etwas Spiel vorhanden sein. Im verriegelten Zustand befinden sich die Stifte in seitlichen Aufnahmen der Kulissen. Dadurch, dass das Sicherungselement zugleich als ein Entriegelungselement ausgebildet ist, welches bei Einwirkung einer Entriegelungskraft das Verriegelungselement mit der ersten Schiene außer Eingriff bringt, wird die Anzahl der notwendigen Bauteile gering gehalten.
- Günstige Kräfteverhältnisse ergeben sich vorzugsweise dadurch, dass das Verriegelungselement als schwenkbar gelagerter Hebel ausgebildet ist, welcher im verriegelten Zustand vom Sicherungselement an dem von der Schwenkachse abgewandten Ende formschlüssig umgriffen wird, und die Entriegelungskraft an dem vom sichernden Ende abgewandten Ende des Sicherungselementes angreift, welches ebenfalls vorzugsweise als schwenkbarer Hebel ausgebildet ist. Ein einfacher Formschluss wird vorzugsweise dadurch realisiert, dass ein gabelförmiger Teil des Sicherungselementes einen Teil des Verriegelungselements von zwei Seiten umgreift.
- Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung wird vorzugsweise bei einem Längseinsteller eines Fahrzeugsitzes, insbesondere eines Kraftfahrzeugsitzes, eingesetzt, kann aber auch bei anderen Einstellern Anwendung findet, beispielsweise einem Höheneinsteller oder einem Sitzkissen-Neigungseinsteller.
- Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine schematische Seitenansicht des Ausführungsbeispiels im verriegelten Zustand, -
2 eine Darstellung entsprechend1 im geöffneten Zustand, und -
3 eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeugsitzes. - Ein Fahrzeugsitz
1 für ein Kraftfahrzeug ist mit einem Längseinsteller3 versehen, mittels dessen die Längsposition des Fahrzeugsitzes1 innerhalb des Kraftfahrzeuges einstellbar ist. Die verwendeten Richtungsangaben beziehen sich auf die normale Anordnung des Fahrzeugsitzes1 innerhalb des Kraftfahrzeuges und dessen gewöhnliche Fahrtrichtung. Der Längseinsteller3 weist auf beiden Seiten des Fahrzeugsitzes1 je eine fahrzeugstrukturfeste Unterschiene5 und je eine in der Unterschiene5 in Längsrichtung gleitend geführte, sitzstrukturfeste Oberschiene8 auf, welche durch eine nachfolgend näher beschriebene Verriegelungsvorrichtung10 miteinander verriegelbar sind. Im folgenden ist der Einfachheit halber nur auf einer Fahrzeugsitzseite die Verriegelungsvorrichtung10 beschrieben, welche im wesentlichen auf beiden Fahrzeugsitzseiten symmetrisch ist. - Die Verriegelungsvorrichtung
10 weist einen Verriegelungshebel12 auf, welcher um eine horizontale Achse schwenkbar an einem Verriegelungshebellager14 angelenkt ist. Das oberschienenfeste Verriegelungshebellager14 ist vorzugsweise auf der nach unten gewandten Innenseite der Oberschiene8 angebracht. Der Verriegelungshebel12 weist an einem radialen Schenkel12' mehrere Zähne16 auf, weiche im verriegelten Zustand jeweils in entsprechende Zahnaufnahmen17 der Unterschiene5 formschlüssig eingreifen. An dem vom Verriegelungshebellager14 abgewandten Ende des radialen Schenkels12' steht senkrecht von diesem ein tangentialer Schenkel12'' ab, welcher durch eine Öffnung in der Oberschiene8 nach oben ragt. An seinem freien Ende weist der tangentiale Schenkel12'' einen pilzförmig ausgestalteten Kopf18 auf. - Ein Sicherungshebel
20 ist in einem oberschienenfesten Sicherungshebellager22 auf der Oberseite der Oberschiene8 gelagert, wobei die Lagerung mittels zwei seitlicher Stifte24 des Sicherungshebels20 erfolgt, die in der Art von Schlitz-Zapfen-Führungen in je eine Kulisse26 des Sicherungshebellagers22 greifen. An dem dem Kopf18 zugewandten Ende weist der Sicherungshebel20 eine Gabel28 auf, welche im verriegelten Zustand mit einem langen Zinken28' auf dem Kopf18 aufliegt und mit einem kurzen Zinken28'' den Kopf18 untergreift, so daß dieser formschlüssig festgelegt ist. Im verriegelten Zustand sichert der Sicherungshebel20 dadurch den Verriegelungshebel12 . Die Stifte24 befinden sich dabei am unteren Ende der schräg nach oben verlaufenden Kulissen26 in seitlichen Aufnahmen der Kulissen26 . Die Stifte24 werden in diese Sicherungsstellung hinein durch vorzugsweise je ein Federelement, beispielsweise eine Zug- oder Druckfeder, vorgespannt. - Zum Entriegeln des Längseinstellers
3 wird auf den Sicherungshebel20 an seinem von der Gabel28 abgewandten Ende eine Entriegelungskraft F nach oben ausgeübt. Der Sicherungshebel20 wird zum einen mit seinen Stiften24 , entgegen der Kraft der gegebenenfalls vorhandenen Federelemente, über die Kulissen26 schräg nach oben gezogen und zum anderen zu einer Schwenkbewegung um seine Stifte24 nach oben gezwungen. Dabei wird der kurze Zinken28'' , der eventuell mit einem Radius versehen ist, unter dem Kopf18 herausgezogen, so daß der Kopf18 freigegeben ist. Zugleich drückt der lange Zinken28' den Kopf18 nach unten. Der Verriegelungshebel12 schwenkt dadurch – bis zur Anlage des Kopfes18 an der Oberschiene8 – nach unten, so daß die Zähne16 die Zahnaufnahmen17 freigeben. Die Oberschiene8 kann nun relativ zur Unterschiene5 verschoben werden. Nicht näher dargestellte Federn, beispielsweise zwischen dem Verriegelungshebel12 und der Oberschiene8 sowie zwischen dem Sicherungshebel20 und der Oberschiene8 sorgen dafür, daß bei nachlassender Entriegelungskraft F die Verriegelungsvorrichtung10 wieder den Längseinsteller3 verriegelt. -
- 1
- Fahrzeugsitz
- 3
- Längseinsteller
- 5
- Unterschiene
- 8
- Oberschiene
- 10
- Verriegelungsvorrichtung
- 12
- Verriegelungshebel
- 12'
- radialer Schenkel
- 12''
- tangentialer Schenkel
- 14
- Verriegelungshebellager
- 16
- Zahn
- 17
- Zahnaufnahme
- 18
- Kopf
- 20
- Sicherungshebel
- 22
- Sicherungshebellager
- 24
- Stift
- 26
- Kulisse
- 28
- Gabel
- 28'
- langer Zinken
- 28''
- kurzer Zinken
- F
- Entriegelungskraft
Claims (6)
- Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz-Einsteller, insbesondere für einen Längseinsteller eines Kraftfahrzeugsitzes, die zwischen einer ersten Schiene (
5 ) des Einstellers (3 ) und einer relativ zur ersten Schiene (5 ) in Längsrichtung verschiebbaren zweiten Schiene (8 ) wirksam ist, mit einem an der zweiten Schiene (8 ) beweglich angeordneten Verriegelungselement (12 ), welches im verriegelten Zustand der Verriegelungsvorrichtung (10 ) über Zahnelemente (16 ,17 ) mit der ersten Schiene (5 ) in Eingriff steht und durch ein Sicherungselement (20 ) gegen ein Öffnen gesichert wird, wobei das Sicherungselement (20 ) als ein um eine Achse schwenkbarer Hebel ausgebildet ist und bei Einwirkung einer Entriegelungskraft (F) das Verriegelungselement (12 ) mit der ersten Schiene (5 ) außer Eingriff bringt, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (20 ) mittels zweier seitlicher Stifte (24 ) innerhalb schräg zur Längsrichtung der Schienen (5 ,8 ) verlaufender Kulissen (26 ) verschiebbar und um die Achse der Stifte schwenkbar gelagert und bei Einwirkung der Entriegelungskraft (F) innerhalb der Kulissen (26 ) verschieblich ist, und dass das Sicherungselement (20 ) im verriegelten Zustand das Verriegelungselement (12 ) formschlüssig gegen ein Öffnen sichert und dabei sich die Stifte (24 ) in seitlichen Aufnahmen der Kulissen (26 ) befinden. - Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (
12 ) als schwenkbar gelagerter Hebel ausgebildet ist und dass im verriegelten Zustand das Sicherungselement (20 ) den Verriegelungshebel (12 ) an dem von der Schwenkachse des Verriegelungshebels (12 ) abgewandten Ende formschlüssig umgreift. - Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im verriegelten Zustand ein gabelförmiger Teil (
28 ) des Sicherungselementes (20 ) einen Teil (18 ) des Verriegelungselements (12 ) von zwei Seiten umgreift. - Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungskraft (F) an dem vom sichernden Ende (
28 ) des Sicherungselementes (20 ) abgewandten Ende des Sicherungselementes (20 ) angreift. - Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (
24 ) in die seitlichen Aufnahmen der Kulissen (26 ) hinein vorgespannt sind. - Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im verriegelten Zustand die Zahnelemente (
16 ,17 ) des Verriegelungselements (12 ) und der ersten Schiene (5 ) in Längsrichtung der Schienen (5 ,8 ) einander zugewandt und jeweils nebeneinander angeordnet sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE10064475A1 DE10064475A1 (de) | 2002-07-04 |
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