DE10063725C1 - Laderaumschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Laderaumschutzvorrichtung für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Eine Laderaumschutzvorrichtung mit wenigstens einer sich zwischen zwei becherartigen Seitenteilen erstreckenden Lagerwelle für ein auf- und abrollbares Flächengebilde, wobei die Seitenteile lösbar in fahrzeugseitigen Halterungen festlegbar sind, indem wenigstens eines der beiden Seitenteile federbelastet koaxial zu einer Lagerachse der Lagerwelle zwischen zwei Positionsanschlägen beweglich angeordnet ist, die eine die fahrzeugseitigen Halterungen freigebende Entnahmeposition einerseits und eine in den fahrzeugseitigen Halterungen fixierbare Rastposition andererseits definieren, ist bekannt. DOLLAR A Erfindungsgemäß sind die fahrzeugseitigen Halterungen an einem gemeinsamen fahrzeugseitigen Wandungsabschnitt, insbesondere einer Rückenlehnenanordnung, angeordnet. DOLLAR A Einsatz für Kombi-Personenkraftwagen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Laderaumschutzvorrichtung für ein
Kraftfahrzeug mit wenigstens einer sich zwischen zwei becher
artigen Seitenteilen erstreckenden Lagerwelle für ein auf-
und abrollbares Flächengebilde, wobei die Seitenteile lösbar
in fahrzeugseitigen Halterungen festlegbar sind, indem we
nigstens eines der beiden Seitenteile federbelastet koaxial
zu einer Lagerachse der Lagerwelle zwischen zwei Positionsan
schlägen beweglich angeordnet ist, die eine die fahrzeugsei
tigen Halterungen freigebende Entnahmeposition einerseits und
eine in den fahrzeugseitigen Halterungen fixierbare Rastposi
tion andererseits definieren.
Aus der DE 44 41 260 C2 ist eine Laderaumabdeckung für ein
Kraftfahrzeug bekannt, bei der eine Lagerwelle für eine auf-
und abrollbare Abdeckplane zwischen zwei becherartigen Sei
tenteilen drehbar gelagert ist. Eines der beiden becherarti
gen Seitenteile ist federbelastet koaxial zur Drehachse der
Lagerwelle begrenzt beweglich, so dass die gesamte Breite der
Laderaumabdeckung für eine Montage oder Demontage bezüglich
fahrzeugfester Halterungen veränderbar ist. Durch ein Zusam
menschieben des becherartigen Seitenteiles in Richtung zum
gegenüberliegenden Seitenteil kann somit die Laderaumabde
ckung im montierten Zustand aus den fahrzeugfesten Halterungen
entnommen und entsprechend umgekehrt für eine Montage
zwischen die fahrzeugfesten Halterungen gebracht und nach
Freigabe des beweglichen Seitenteiles durch die federbelaste
te Verschiebung des Seitenteiles nach außen in den fahrzeug
festen Halterungen fixiert werden. Zudem ist dem beweglichen
Seitenteil eine Blockiereinrichtung zugeordnet, die das Sei
tenteil in der nach innen verschobenen Freigabeposition blo
ckiert und durch einen Betätigungsknopf die Bewegung des Sei
tenteiles nach außen freigibt, so dass das Seitenteil von
selbst nach außen schnappen kann. Durch die Blockiereinrich
tung für die schmälere Freigabeposition der Laderaumabdeckung
ist es nicht notwendig, während der Montage ständig manuell
einen entsprechenden Gegendruck gegen die nach außen wirkende
Federkraft des Seitenteiles aufzubringen. Vielmehr wird diese
Gegenkraft durch die eingerastete Blockiereinrichtung über
nommen. Die fahrzeugfesten Halterungen befinden sich in den
gegenüberliegenden Seitenwänden des Laderaumes. Falls das
Kraftfahrzeug mit einer umklappbaren Rückenlehne im Anschluss
an den Laderaum zur Vergrößerung des Laderaumes versehen ist,
muss die Laderaumabdeckung entfernt werden, um kein Hindernis
für die Be- oder Entladung des vergrößerten Laderaumes bei
umgeklappter Rückenlehne darzustellen.
Es ist auch eine Laderaumschutzvorrichtung bekannt (DE 197 11 868 C1),
bei der ein vertikal aufspannbares Trennnetz auf ei
ner Lagerwelle auf- und abwickelbar gehalten ist. Die Lager
welle ist in einem Gehäuse drehbar gelagert, das für eine
Montage in fahrzeugseitige Aufnahmen von oben her einlegbar
ist, ohne dass eine Fixierung direkt in diesen Aufnahmen er
folgt. An der Unterseite des Gehäuses sind Spannmittel in
Form von Spanngurten vorgesehen, die das in die Aufnahmen
eingesetzte Gehäuse nach unten mit am Fahrzeugboden befindli
chen fahrzeugseitigen Halteösen verbinden. Durch ein Spannen
der Spanngurte wird das Gehäuse in die Aufnahmen eingepresst,
wodurch der sichere, formschlüssige Rückhalt des Gehäuses in
den fahrzeugseitigen Aufnahmen, die in den gegenüberliegenden
Seitenwänden des Laderaumes vorgesehen sind, erzielt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Laderaumschutzvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine vereinfachte
Montage und Demontage gewährleistet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die fahrzeugseitigen
Halterungen an einem gemeinsamen fahrzeugseitigen Wandungs
abschnitt, inbesondere einer Rückenlehnenanordnung, angeord
net sind. Dadurch ist eine vereinfachte Montage und Demontage
der Seitenteile und damit der Laderaumschutzvorrichtung er
zielbar, da nicht mehr - wie beim Stand der Technik - die
Ausrichtung relativ zu gegenüberliegenden Seitenwänden erfol
gen muss. Der gemeinsame Wandungsabschnitt kann durch eine
Seitenwand, aber auch durch einen Abschnitt des Laderaumbo
dens oder der Laderaumdecke oder schließlich in besonders be
vorzugter Weise durch eine Rückenlehnenanordnung gebildet
sein. Die Rückenlehnenanordnung muss nicht notwendigerweise
durch eine einteilige Rückenlehne gebildet sein, sondern kann
sich auch aus zwei oder mehr in Fahrzeugquerrichtung aneinan
der anschließenden Rückenlehnenteilen zusammensetzen, wobei
diese für die Befestigung der Laderaumschutzvorrichtung dann
vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein soll
ten. Die Laderaumschutzvorrichtung kann Seitenteile aufwei
sen, die gemäß der DE 29 41 711 A1 federbelastet beweglich
sind, ohne Blockiervorrichtungen aufzuweisen. In gleicher
Weise kann die Laderaumschutzvorrichtung bezüglich ihrer Sei
tenteile auch gemäß der DE 44 41 260 C2 ausgeführt sein, in
dem wenigstens eines der Seitenteile in einer Freigabepositi
on fixierbar ist. Der gemeinsame Wandungsabschnitt, an dem
die Seitenteile und damit die Laderaumschutzvorrichtung fi
xierbar sind, kann mit einer sich über die Breite der Lade
raumschutzvorrichtung erstreckenden Aussparung versehen sein,
so dass die becherartigen Seitenteile samt der Lagerwelle und
gegebenenfalls dem aufgerollten Flächengebilde im montierten
Zustand teilweise in diese Aussparung eingebettet sind. Die
Laderaumschutzvorrichtung kann auch außen - d. h. ohne teil
weise Integration - auf dem Wandungsabschnitt montiert sein.
In allen Fällen sind die fahrzeugseitigen Halterungen entwe
der jeweils stirnseitig der becherartigen Seitenteile oder
aber seitlich auf der dem Wandungsabschnitt zugewandten Seite
der Seitenteile angeordnet. Die becherartigen Seitenteile
können die Lagerwelle entweder offen lagern, so dass das auf-
und abrollbare Flächengebilde sichtbar ist, oder aber seit
lich an ein Kassettengehäuse angesetzt sein, indem die Lager
welle und auch der aufgerollte Teil des Flächengebildes ge
schützt untergebracht sind. Je nach Wahl des geeigneten Wan
dungsabschnittes ist das jeweilige Flächengebilde quer oder
längs zur Fahrtrichtung oder vertikal von oben nach unten
oder von unten nach oben ausziehbar.
In Ausgestaltung der Erfindung sind die Seitenteile mit - im
fixierten Zustand - zu dem Wandungsabschnitt hin abragenden
Auslegern versehen, die in der fixierten Rastposition in kor
respondierende Aufnahmen der fahrzeugseitigen Halterungen
einsetzbar sind. Die Aufnahmen sind in dem fahrzeugseitigen
Wandungsabschnitt integriert, so dass sie bei demontierter
und entfernter Laderaumschutzvorrichtung lediglich als Öff
nungen oder Aussparungen erkennbar sind und die Laderaumkapa
zität nicht platzraubend beeinträchtigen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jeder Ausleger
einen parallel zur Lagerachse der Lagerwelle abragenden Steg
fortsatz auf, der im montierten Zustand einen korrespondie
renden Randsteg der zugeordneten Aufnahme des Wandungs
abschnittes formschlüssig hintergreift. Hierdurch wird die
sichere Fixierung der Laderaumschutzvorrichtung im montierten
Zustand erzielt, wobei die Federkraft, die auf wenigstens ei
nes der beiden Seitenteile wirkt, den Stegfortsatz hinter den
Randsteg drückt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Ausleger
derart dimensioniert, dass im montierten Zustand die becher
artigen Seitenteile in Abstand zu dem Wandungsabschnitt posi
tioniert sind. Dies schafft die Möglichkeit, zwischen dem
Wandungsabschnitt und den becherartigen Seitenteilen, d. h.
der Laderaumschutzvorrichtung, eine weitere Funktionseinheit
zu positionieren. Falls die Laderaumschutzvorrichtung als ho
rizontale Laderaumabdeckung mit einer entsprechend horizontal
ausziehbaren Abdeckplane gestaltet ist, kann zwischen den be
cherartigen. Seitenteilen und dem Wandungsabschnitt auch noch
ein vertikal aufspannbares Trennnetz als Funktionseinheit
vorgesehen sein, das unabhängig von der Laderaumabdeckung
eingesetzt werden kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind das Kassettenge
häuse oder die becherartigen Seitenteile mit einer Auflage
fläche zum Abstützen eines Lagergehäuses für ein weiteres
ausziehbares Flächengebilde, insbesondere ein vertikal auf
spannbares Trennnetz, versehen, wobei das Lagergehäuse durch
Spannmittel mit entgegengesetzt zu dem Ausziehbereich des
Flächengebildes beabstandeten, fahrzeugfesten Befestigungs
punkten verbindbar ist. Dadurch ist es möglich, ein Trenn
netz, wie es aus der DE 197 11 868 C1 bekannt ist, an dem
Kassettengehäuse oder den becherartigen Seitenteilen abzu
stützen, so dass eine zusätzliche fahrzeugseitige Abstützung
dieses Lagergehäuses nicht mehr erforderlich ist.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von
bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand
der Zeichnungen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Ausfüh
rungsform einer erfindungsgemäßen Laderaumschutz
vorrichtung vor einer Montage an einer Rückenlehne
einer Rücksitzbank in einem Fahrzeuginnenraum,
Fig. 2 die Laderaumschutzvorrichtung nach Fig. 1 im mon
tierten Zustand,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemä
ßen Laderaumschutzvorrichtung in einer nicht mon
tierten Lage,
Fig. 4 in einem Ausschnitt die Befestigung eines Auslegers
eines becherartigen Seitenteiles der Laderaum
schutzvorrichtung nach den Fig. 1 und 2 oder 3 in
der montierten Endposition und
Fig. 5 die Laderaumschutzvorrichtung nach Fig. 3 in ihrer
montierten Endposition.
In einem Kraftfahrzeug in Form eines Kombi-Personen
kraftwagens oder einer Großraumlimousine ist gemäß den Fig. 1
bis 3 und 5 heckseitig ein Laderaum vorgesehen, der auf gege
nüberliegenden Fahrzeugseiten durch zwei Seitenwände, in
Fahrzeuglängsrichtung nach vorne durch eine Rückenlehne 4 ei
ner Rücksitzbank und nach unten durch einen Laderaumboden 13
begrenzt ist. Rückseitig ist in nicht näher dargestellter,
aber bekannter Weise ein bewegliches Karosserieteil in Form
einer Heckklappe oder einer Hecktür vorgesehen. Sowohl die
Seitenwände als auch der Laderaumboden 13 oder eine Rückseite
der Rückenlehne 4 stellen Wandungsabschnitte im Sinne der Er
findung dar.
Dem Laderaum ist gemäß den Fig. 1 und 2 sowie 4 eine Lade
raumschutzvorrichtung 1 zugeordnet, die ein Kassettengehäuse
aufweist, in dem ein ausziehbares Flächengebilde in Form ei
ner horizontal ausziehbaren Abdeckplane 8 untergebracht ist.
Die Abdeckplane 8 ist auf einer nicht näher dargestellten La
gerwelle gehalten, die drehbar zwischen zwei becherartigen
Seitenteilen 2, 3 gelagert ist und sich längs durch das Kas
settengehäuse erstreckt. Die beiden becherartigen Seitenteile
2, 3 übergreifen das Hohlprofil des Kassettengehäuses auf ge
genüberliegenden Seiten jeweils stirnseitig. Das in Fahrt
richtung gesehen linke Seitenteil 2 ist fest mit dem Hohlpro
fil des Kassettengehäuses verbunden. Das rechte Seitenteil 3
ist koaxial zur Lagerwelle relativ zu dem Hohlprofil zwischen
zwei Positionsanschlägen verschiebbar gelagert, wodurch die
Laderaumschutzvorrichtung 1 je nach Stellung des rechten Sei
tenteiles 3 unterschiedliche Breiten aufweist. In der nach
innen geschobenen Freigabeposition des Seitenteiles 3 ist die
durch den Betätigungsknopf 9 dargestellte Blockiervorrichtung
wirksam, die der in der DE 44 41 260 C2 beschriebenen Blo
ckiervorrichtung entspricht. Die becherartigen Seitenteile 2,
3 und das Kassettengehäuse werden an der Rückseite der Rü
ckenlehne 4 befestigt. Hierzu weisen die beiden Seitenteile 2
jeweils einen in Fahrzeuglängsrichtung nach vorne zu der Rü
ckenlehne 4 hin abragenden Ausleger 10 auf, die als einstü
ckige Fortsätze der becherartigen Seitenteile 2 gestaltet
sind und sich fluchtend zu den gegenüberliegenden Stirnseiten
der becherartigen Seitenteile 3 erstrecken.
Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfin
dung sind die Ausleger weiter innen an den Seitenteilen, d. h.
zur Mitte der Laderaumschutzvorrichtung hin verschoben, ange
ordnet.
An der Rückseite der Rückenlehne 4 sind korrespondierende
Aufnahmen 12 vorgesehen, die in der Rückenlehne 4 integriert
sind. Die beiden rückenlehnenseitigen Aufnahmen 12 sind in
einem Abstand zueinander positioniert, der dem Abstand der
beiden Ausleger 10 der Seitenteile 2 und 3 in der nach innen
verschobenen (siehe Pfeilrichtung) Freigabeposition des Sei
tenteiles 3 entspricht. Dadurch können die Ausleger 10 zum
Montieren der Laderaumschutzvorrichtung 1 in Fahrzeuglängs
richtung in die Aufnahmen 12 eingesetzt werden, wobei die Hö
he der Ausleger 10 der Höhe eines Einsetzbereiches 12a jeder
Aufnahme 12 entspricht, so dass jeder Ausleger 10 nach oben
und nach unten durch die Ränder des Einsetzbereiches 12a
formschlüssig gestützt ist.
Nach der Freigabe des Seitenteiles 3 durch die Entriegelung
der Blockiervorrichtung mittels des Betätigungsknopfes 9 wird
das Seitenteil 3 durch die entsprechende Federkraft koaxial
zur Lagerwelle der Abdeckplane 8, d. h. in Fahrzeugquerrich
tung, nach außen gedrückt, wodurch jeweils ein von dem jewei
ligen Ausleger 10 an seinem vorderen Ende seitlich nach außen
ragender Stegfortsatz 11 in einen Eintauchraum 12b der Auf
nahme 12a eintaucht. Der Eintauchraum 12b ist nach außen
durch einen Randsteg 12c der Aufnahme 12 verschlossen, so
dass der Stegfortsatz 11, 11a den Randsteg 12c hintergreift.
Innenseitig, d. h. auf der dem Eintauchraum 12b zugewandten
Innenseite, weist der Randsteg 12c eine Anlaufschräge auf,
der am Stegfortsatz 11 eine korrespondierende Anlaufschräge
zugeordnet ist. Dadurch wird der Ausleger und der Stegfort
satz 11 durch die Federkraft, die auf das Seitenteil 3 wirkt,
so weit in den Eintauchraum 12b eingeschoben, bis der Steg
fortsatz 11 spielfrei gegen die Innenseite des Randsteges 12c
gedrückt ist. Die Federkraft, die auf das bewegliche Seiten
teil 3 wirkt, drückt in gleicher Weise auch das gegenüberlie
gende, mit dem Kassettengehäuse fest verbundene Seitenteil 2
zur gegenüberliegenden Fahrzeugseite hin nach außen, so dass
auch der gegenüberliegende Stegfortsatz 11 des gegenüberlie
genden Auslegers 10 des Seitenteiles 2 in den korrespondie
rend außenseitig zum Einsetzbereich 12a benachbarten Ein
tauchraum 12b der in Fahrtrichtung gesehen linken Aufnahme 12
eintaucht.
Wie anhand der Fig. 2 und 4 erkennbar ist, sind die becherar
tigen Seitenteile 3 und das Kassettengehäuse der Laderaum
schutzvorrichtung 1 im montierten Zustand in Abstand zur Rü
ckenlehne positioniert. Hierdurch ist es möglich, eine weite
re Funktionseinheit in Form eines vertikal aufspannbaren
Trennnetzes 5 zwischen der Rückenlehne 4 und der Laderaum
schutzvorrichtung 1 hindurchzuführen. Beim Ausführungsbei
spiel nach den Fig. 1 und 2 ist das Trennnetz 5 relativ ein
fach gestaltet, indem es neben einer oberen Einhängeleiste
eine untere Halteleiste 6 aufweist, an der Spanngurte 7 an
greifen, die mit nicht näher dargestellten, laderaumbodenseitigen
Ösen fest verbunden sind und das Trennnetz 5 in der in
den Fig. 1 und 2 dargestellten Position aufspannen.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3, 4 und 5 entspricht
im wesentlichen dem zuvor anhand der Fig. 1, 2 und 4 be
schriebenen Ausführungsbeispiel, so dass nachfolgend ledig
lich noch auf die gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach den
Fig. 1, 2 und 4 verbleibenden Unterschiede eingegangen wird.
Die becherartigen Seitenteile 2a, 3a der Laderaumschutzvor
richtung 1a nach den Fig. 3 und 5 sind mit einer Zusatzfunk
tion versehen, indem sie mit verlängerten Auslegern 10a ver
sehen sind, die zusätzlich jeweils mit einer muldenartigen
Vertiefung 15 zum Einbetten eines Gehäuses 6a versehen sind.
Das Gehäuse 6a dient zur Lagerung einer Lagerwelle, auf der
das ausziehbare Trennnetz 5a gehalten ist. Das Trennnetz 5a
wie auch das Gehäuse 6a entsprechen - auf ihre Funktion bezo
gen - der Sicherungsvorrichtung, wie sie aus der DE 197 11 868 C1
bekannt ist. Allerdings wird das Gehäuse 6a beim vor
liegenden Ausführungsbeispiel in die muldenartigen Vertiefun
gen 15 eingelegt, um sich dort abzustützen und die Verspan
nung mittels der Spanngurte 7a zu ermöglichen. Gestaltung und
Funktion der Ausleger 10a und der Stegfortsätze 11a wie auch
der Aufnahmen 12 entsprechen im übrigen dem schematisch dar
gestellten Ausschnitt nach Fig. 4.
Durch die Befestigung der Laderaumschutzvorrichtungen 1, 1a
nach den Fig. 1 bis 5 an der Rückenlehne 4 ist es möglich,
die Laderaumschutzvorrichtungen gemeinsam mit der Rückenlehne
4 nach vorne umzuklappen. Je nach Gestaltung des in dem Kas
settengehäuse untergebrachten flexiblen Flächengebildes kann
dieses somit sowohl zur horizontalen Laderaumabdeckung oder -
sicherung als auch - in der nach vorne umgeklappten Liegepo
sition der Rückenlehne - zur vertikalen Laderaumsicherung he
rangezogen werden, indem das Flächengebilde dann in dachhim
melseitigen Halterungen eingehängt wird. In gleicher Weise
ist es gemäß anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung auch
möglich, in dem Kassettengehäuse und damit zwischen den becherartigen
Seitenteilen nicht lediglich ein Flächengebilde,
sondern zwei Flächengebilde anzuordnen, wobei dann das eine
zur horizontalen Laderaumabdeckung und das andere zur verti
kalen Laderaumsicherung herangezogen werden kann. Durch die
Anordnung der Laderaumschutzvorrichtungen 1, 1a an der Rü
ckenlehne 4 ist bei einem Seitenaufprall des Kraftfahrzeugs
ein höherer Schutz gegen Lösen der Laderaumschutzvorrichtung
aus seinen fahrzeugseitigen Halterungen geboten, da bei einer
Halterung der Laderaumschutzvorrichtung in den gegenüberlie
genden Seitenwänden der Karosserie - wie es beim Stand der
Technik der Fall ist - ein frühzeitiges Herausdrücken der La
deraumschutzvorrichtung aus ihren fahrzeugseitigen Halterun
gen bei einem entsprechenden Seitenaufprall erfolgen kann.
Die spezielle Gestaltung der erfindungsgemäßen Laderaum
schutzvorrichtungen 1, 1a gewährleistet zudem die Möglichkeit
einer Montage und Demontage in aufrechter Funktionsposition
der Rückenlehne 4, da der Zugang der Aufnahmen 12 von hinten
aus in Fahrtrichtung nach vorne erfolgt. Die Montage erfolgt
somit durch eine Einsetzbewegung der becherartigen Seitentei
le 2, 3; 2a, 3a etwa rechtwinklig zu dem Wandungsabschnitt
und damit bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen in Fahr
zeuglängsrichtung nach vorne, wobei das Kassettengehäuse in
seiner horizontalen Position ausgerichtet ist.
Claims (8)
1. Laderaumschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit we
nigstens einer sich zwischen zwei becherartigen Seitenteilen
erstreckenden Lagerwelle für ein auf- und abrollbares Flä
chengebilde, wobei die Seitenteile lösbar in fahrzeugseitigen
Halterungen festlegbar sind, indem wenigstens eines der bei
den Seitenteile federbelastet koaxial zu einer Lagerachse der
Lagerwelle zwischen zwei Positionsanschlägen beweglich ange
ordnet ist, die eine die fahrzeugseitigen Halterungen freige
bende Entnahmeposition einerseits und eine in den fahrzeug
seitigen Halterungen fixierbare Rastposition andererseits de
finieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
die fahrzeugseitigen Halterungen (12) an einem gemeinsamen
fahrzeugseitigen Wandungsabschnitt (4), insbesondere einer
Rückenlehnenanordnung, angeordnet sind.
2. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Seitenteile (2, 3; 2a, 3a) mit - im
fixierten Zustand - zu dem Wandungsabschnitt (4) hin abragen
den Auslegern (10, 10a) versehen sind, die in der fixierten
Rastposition in korrespondierende Aufnahmen (12) der fahr
zeugseitigen Halterungen eingesetzt sind.
3. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Aufnahmen (12) in dem Wandungs
abschnitt (4) integriert sind.
4. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass jeder Ausleger (10, 10a) einen parallel
zur Lagerachse der Lagerwelle abragenden Stegfortsatz (11,
11a) aufweist, der im montierten Zustand einen korrespondie
renden Randsteg (12c) der zugeordneten Aufnahme (12) des Wan
dungsabschnittes (4) formschlüssig hintergreift.
5. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass jede Aufnahme (12) einen nach außen offe
nen Einsetzbereich (12a) sowie einen seitlich an den Einsetz
bereich (12a) anschließenden, nach außen durch den Randsteg
(12c) begrenzten Eintauchraum (12b) aufweist, in den der kor
respondierende Stegfortsatz (11, 11a) des Auslegers (10, 10a)
bei der Montage eintaucht.
6. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Ausleger (10, 10a) derart dimensio
niert sind, dass im montierten Zustand die becherartigen Sei
tenteile (2, 3; 2a, 3a) in Abstand zu dem Wandungsabschnitt
(4) positioniert sind.
7. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass die becherartigen Seitenteile (2, 3; 2a,
3a) einem Kassettengehäuse zugeordnet sind, in dem die Lager
welle gelagert ist.
8. Laderaumschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, da
durch gekennzeichnet, dass das Kassettengehäuse oder die be
cherartigen Seitenteile (2, 3; 2a, 3a) mit einer Auflageflä
che (15) zum Abstützen eines Lagergehäuses (6a) für ein wei
teres ausziehbares Flächengebilde, insbesondere ein vertikal
aufspannbares Trennnetz (5a), versehen sind, wobei das Lager
gehäuse (6a) durch Spannmittel (7a) mit zu dem Ausziehbereich
des Flächengebildes (5a) beabstandeten, fahrzeugfesten Befes
tigungspunkten (14) verbindbar ist.
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