DE10061000A1 - Mauerwerksdurchführung - Google Patents
MauerwerksdurchführungInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16L5/00—Devices for use where pipes, cables or protective tubing pass through walls or partitions
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Abstract
Eine Durchführung (10) zum Einschalen in Mauerwerke (11) und zum Aufnehmen von Installationselementen (12) besitzt einen etwa längsmittig und außenumfangsseitig angeordneten Sperrflansch (13), der mit mehreren nebeneinander angeordneten Durchführungsrohren (24 bis 27) in Ausnehmungen (14 bis 17) des Sperrflansches (13) versehen ist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Durchführung
für Mauerwerke, insbesondere zum Einschalen in Mauerwerke, wie
Einbetonieren, zum Aufnehmen von Leitungs-,
Medienschutzrohren, Kabeln, Kanälen oder dergleichen
Installationselemente nach dem Oberbegriff des Ansruchs 1.
Bekannt sind Durchführungen in Form einer einzelnen
zylindrischen Hülse, die etwa längsmittig außenumfangsseitig
von einem als Feuchtigkeitssperre dienenden Sperrflansch
umgeben ist. Innenumfangsseitig wird zwischen dieser
Durchführung und dem betreffenden Installationselement eine
druckdichte Abdichtung über eine Ringraumdichtung
beispielsweise in Form einer Gliederkettendichtung vorgesehen.
Dabei wird die nachträglich eingebrachte Durchführung an den
Durchmesser des betreffenden Installationselementes angepasst.
Ein Aufnehmen von mehreren parallelen Installationselementen
in einer Durchführung scheitert bei den bekannten
Durchführungen für Gliederkettendichtungen daran, dass eine
Abdichtung zwischen zwei benachbarten Installationselementen
und dem Innenumfang der Durchführung praktischerseits nicht
möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Durchführung
für Mauerwerke der eingangs genannten Art zu schaffen, die im
Vorgriff auf zwei oder mehr einbringbare Installationselemente
ausgerichtet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einer Durchführung für
Mauerwerke der genannten Art die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale vorgesehen.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen ist eine Durchführung für
Mauerwerke erreicht, die im Vorgriff in das zu errichtende
Mauerwerk, wie Betonwand oder dergleichen, mit eingeschalt
bzw. eingebracht wird und dabei so ausgestaltet ist, dass zwei
oder mehr voneinander getrennte Durchgänge für die
betreffenden Installationselemente entstehen. Damit ist im
Vorgriff eine Mehrfachnutzung eingeplant, die in einfacher
Weise in zeitlich unterschiedlichen Etappen ausgebaut werden
kann.
In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Merkmale nach Anspruch
2 vorgesehen, wobei zweckmäßigerweise auch die Merkmale nach
Anspruch 3 beinhaltet sind. Dies führt zu einer in
kostengünstiger Weise herzustellenden Mehrfachdurchführung,
die darüberhinaus beim Einbetonieren in das Mauerwerk in
einfacher Weise gehalten werden kann.
Der Sperrflansch der Mehrfachdurchführung kann in
unterschiedlicher Weise ausgebildet sein, beispielsweise in
der Weise, dass die die Durchführungsrohre aufnehmenden
axialen Ausnehmungen in dreieckiger, quadratischer,
ringförmiger oder sonstiger Anordnung vorgesehen sind. Gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung
sind jedoch die Merkmale nach Anspruch 4 vorgesehen. Dies
führt zu einer relativ einfachen Lösung, die in schneller
Weise gefertigt werden kann.
Gemäß den Merkmalen nach Anspruch 5 wird in jeweils einem
Durchführungsrohr ein Installationselement mittels einer
Ringraumdichtung druckdicht gehalten.
Mit dem Merkmal nach Anspruch 6 ist erreicht, dass für ein
Installationselement zunächst nicht benutzte
Durchführungsrohre dennoch druckdicht abgedichtet werden
können. Dabei kann ein derartiger Blindstopfen nach dem
Merkmal des Anspruchs 7 ausgestaltet sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Vorderansicht eine Durchführung für
Mauerwerke gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1.
Die in der Zeichnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
dargestellte Durchführung 10 dient zum Einschalen bzw.
Einbetonieren in ein entstehendes Mauerwerk 11 bzw. Betonwand,
-decke, -boden oder dergleichen und dabei zum Abdichten von
mehreren in paralleler Anordnung druckdicht durchzuführenden
Installationselementen 12, wie beispielsweise Leitungs-,
Medienrohre, Kabel, Kanäle oder dergleichen.
Die Durchführung 10 besitzt einen plattenförmigen Sperrflansch
13, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine
rechteckige Form mit kreisförmig abgerundeten Enden besitzt.
Der Sperrflansch 13 weist mehrere, hier vier axiale
Ausnehmungen 14, 15, 16 und 17 auf, die im Abstand
nebeneinander und jeweils mittig auf der Längsmittellinie 18
des Sperrflansches 13 angeordnet sind. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel sind alle vier axiale Ausnehmungen 14 bis
17 kreisförmig und mit unterschiedlichem Durchmesser versehen.
Es versteht sich, dass die axialen Ausnehmungen 14 bis 17 nur
zwei unterschiedliche Durchmesser oder jeweils identischen
Durchmesser besitzen können. Auch können mehr oder weniger
Ausnehmungen, mindestens jedoch zwei vorgesehen sein, und/oder
längs der Oberkante des Sperrflansches 13 ausgerichtet sein.
In jede der axialen Ausnehmungen 14 bis 17 des Sperrflansches
13 ist ein Durchführungsrohr 24, 25, 26 bzw. 27 eingesteckt.
Der Außendurchmesser der Durchführungsrohre 24 bis 27
entspricht jeweils dem Innendurchmesser der axialen
Ausnehmungen 14 bis 17. Die Durchführungsrohre 24 bis 27 sind
beispielsweise mittig (oder in beliebigem Längenverhältnis) in
den axialen Ausnehmungen 14 bis 17 gehalten, vorzugsweise in
dieser Position mit dem Sperrflansch 13 verschweißt, wie dies
insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist.
In einbetoniertem Zustand der Durchführung 10 dient der
Sperrflansch 13 als Feuchtigkeits- und Dampfsperre bzw.
Wassersperre durch das Mauerwerk 11 längs der einzelnen
Durchführungsrohre 24 bis 27.
Fig. 2 zeigt ein durch das Durchführungsrohr 24
durchlaufendes Installationselement 12 in Form eines
elektrischen Kabels, wobei zwischen diesen beiden ein Ringraum
21 besteht, der abzudichten ist. Hierzu dient eine
Ringraumdichtung 31, die ein aus elastomerem Material
bestehendes ringförmiges Dichtelement 32 aufweist. Ein
derartiges Dichtelement 32 kann durch eine einstückige
Kompaktdichtung gebildet oder wie hier bevorzugt verwendet,
durch mehrere Gliederketten zusammengesetzt sein, wie sie in
der DE 196 01 288 C2 beschrieben ist. Ein derartiges
ringförmiges Dichtungselement 32 ist in einem gewissen
Toleranzbereich an die Größe des Ringraums 21 zwischen dem
Durchführungsrohr 24 bis 27 und dem Installationselement 12
anpassbar. Das ringförmige Dichtelement 32 ist an über den
Umfang gleichmäßig verteilt angeordneten Stellen einer
mittigen Ringlinie mit mehreren axialen Durchgangsbohrungen 33
versehen und von Schraubbolzen 34 axialer Spannmittel 35
durchdrungen. Die Spannmittel 35 sind mit Druckscheiben 38
kombiniert, die an den beiden axialen Stirnflächen des
ringförmigen Dichtelements 32 angeordnet und von den
Schraubbolzen 34 durchdrungen sind. Auf die Schraubbolzen, die
einenends einen Kopf 36 besitzen, sind Muttern 37
aufgeschraubt. Nach dem Einsetzen des ringförmigen
Dichtelements 32 werden die Spannmittel 35 angezogen, so dass
das ringförmige Dichtelement 32 während des axialen
Zusammendrückens über die Druckscheiben 38 in radialer
Richtung sowohl zum inneren Körper (Installationselement 12)
als auch zum äußeren Körper (Durchführungsrohr 24 bis 27)
elastisch aufweitet, wodurch sich eine druckdichte Abdichtung
des Ringraums 21 gegenüber dem axial benachbarten Innen- und
Außenraum ergibt.
Fig. 3 zeigt anhand eines Beispiels ein Durchführungsrohr 25,
das nicht mit einem Installationselement 12 belegt ist, das
aber dennoch eine Abdichtung zwischen einem Innen- und einem
Außenraum, die durch das Mauerwerk 11 von diesem
Durchführungsrohr 25 verbunden sind, erhalten soll. Hierzu ist
ebenfalls eine Ringraumdichtung 31' in das Durchführungsrohr
25 eingebracht, wobei statt eines Installationselementes 12
ein Blindstopfen 40 eingesetzt ist. Der Blindstopfen 40 ist
aus Vollmaterial, beispielsweise Kunststoff, und besitzt
beidendseitig einen Flansch 41 bzw. 42, deren lichter Abstand
etwa der axialen Dicke der Ringraumdichtung 31' entspricht.
Durch Anziehen der axialen Spannmittel 35 erfolgt auch hier
eine druckdichte Abdichtung des Ringraumes 21' zwischen
Durchführungsrohr 25 und Blindstopfen 40. Es versteht sich,
dass nachträglich der Blindstopfen 40 herausgenommen und ein
Installationselement 12 eingebracht werden kann, wobei je nach
Größe des Installationselementes 12 im Verhältnis zum
ursprünglich eingesetzten Blindstopfen 40 gegebenenfalls auch
die Ringraumdichtung 31 bzw. 31' angepasst wird.
Die Installationselement-Belegung oder Blindstopfen-Belegung
der beiden anderen Durchführungsrohre 26 und 27 der
Durchführung 10 ist hier offengelassen.
Wenn auch die Durchführung 10 in Form an einem Sperrflansch 13
nebeneinander angeordneter Durchführungsrohre 24 bis 27
beschrieben worden ist, versteht es sich, dass die
geometrische Anordnung der Durchführungsrohre 24 bis 27 auch
in anderer Weise erfolgen kann, beispielsweise in
entsprechender Anordnung an einem dreieckförmigen,
quadratischen, rechteckigen, kreisrunden oder dergleichen
Sperrflansch 13, an dem die axialen Ausnehmungen und die
Durchführungsrohre in entsprechender geometrischer Anordnung
vorgesehen sind. Wesentlich ist, dass der Sperrflansch 13
längs aller Außenflächen der Durchführungsrohre eine Dampf-
bzw. Feuchtigkeitsdichtigkeit beispielsweise durch das
Verschweißen gewährleistet.
Es versteht sich ferner, dass die Durchführung 10 in
bestehende Mauerwerke auch nachträglich eingebracht werden
kann.
Claims (7)
1. Durchführung (10) für Mauerwerke (11), insbesondere zum
Einschalen in Mauerwerke, bspw. Einbetonieren, zum
Aufnehmen von Leitungs-, Medienschutzrohren, Kabeln,
Kanälen oder dergleichen Installationselemente (12), mit
einem vorzugsweise etwa längsmittig und
außenumfangsseitig angeordneten Sperrflansch (13),
gekennzeichnet durch zwei oder mehr über- und/oder
nebeneinander angeordneter Durchführungsrohre (24 bis
27), die vom Sperrflansch (13) umgeben sind.
2. Durchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrflansch (13) zwei oder mehr über und/oder
nebeneinander angeordnete axiale Ausnehmungen (14 bis 17)
besitzt, die von den Durchführungsrohren (24 bis 27)
durchdrungen und in denen diese gehalten sind.
3. Durchführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchführungsrohre (24 bis 27) am Sperrflansch
(13) angeschweißt sind.
4. Durchführung nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrflansch
(13) eine langgestreckte endseitig abgerundete Form
aufweist und mit mehreren nebeneinander in einer Flucht
angeordneten kreisförmigen Ausnehmungen (14 bis 17)
identischen oder unterschiedlichen Durchmessers versehen
ist.
5. Durchführung nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Durchführungsrohr (24 bis 27) zwischen seinem Innenumfang
und dem Außenumfang eines durchgeführten
Installationselementes (12) mit einer Ringraumdichtung
(31), vorzugsweise in Form einer Gliederkettendichtung,
bestückbar ist.
6. Durchführung nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Durchführungsrohr (24 bis 27) mit einer sich an seinem
Innenumfang anlegenden Ringraumdichtung (31),
vorzugsweise in Form einer Gliederkettendichtung
bestückbar ist, in deren Innenumfang ein Blindstopfen
(40) einbringbar ist.
7. Durchführung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Blindstopfen (40) endseitige Flansche (41, 42)
besitzt, deren Abstand etwa der axialen Dicke der
Ringraumdichtung (31) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2000161000 DE10061000A1 (de) | 2000-12-08 | 2000-12-08 | Mauerwerksdurchführung |
Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10061000A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1701077A3 (de) * | 2005-03-11 | 2009-04-08 | Hauff-Technik GmbH & Co. KG | Vorrichtung zum flüssigkeits- oder gasdichten gegenseitigen Abgrenzen zweier Räume |
-
2000
- 2000-12-08 DE DE2000161000 patent/DE10061000A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1701077A3 (de) * | 2005-03-11 | 2009-04-08 | Hauff-Technik GmbH & Co. KG | Vorrichtung zum flüssigkeits- oder gasdichten gegenseitigen Abgrenzen zweier Räume |
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