DE10060328C1 - Hochturbulenz-Stoffauflauf, insbesondere für Hochgeschwindigkeits-Papiermaschinen - Google Patents
Hochturbulenz-Stoffauflauf, insbesondere für Hochgeschwindigkeits-PapiermaschinenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Hochturbulenz-Stoffauflauf, insbesondere für Hochgeschwindigkeits-Papiermaschinen. Um eine Beeinflussung des Auslaufspaltes des Stoffauflaufes durch die bei diesen Papiermaschinen hohen Düsenaufweitkräfte weitestgehend zu unterbinden und eine mechanische Belastung des Turbulenzerzeugers zu verhindern, sind nach der Erfindung mehrere über die Maschinenbreite verteilt angeordnete C-förmige Rippen angeordnet, an deren Schenkel die Düsenwände befestigt sind. Die auf die Düsenwände wirkenden Düsenaufweitkräfte werden von den C-förmigen Rippen vollständig aufgenommen. Die Turbulenzerzeuger sind auf diesen Rippen nur einseitig befestigt, so daß diese von Düsenaufweitkräften nicht belastet werden. DOLLAR A Wenigstens einer der Schenkel der C-förmigen Rippen ist zur Verstellung der Düsengeometrie über ein Gelenk und eine Verstelleinrichtung schwenkbar gestaltet. Es ist auch möglich, zur Verstellung der Düsengeometrie die untere Düsenwand direkt auf dem Unterteil anzuordnen und demgegenüber mittels Gelenk und Verstelleinrichtung die Einheit aus Turbulenzerzeuger, Rippen, oberer Schenkel und obere Düsenwand zu schwenken.
Description
Die Erfindung betrifft einen Hochturbulenz-Stoffauflauf,
insbesondere für Hochgeschwindigkeits-Papiermaschinen. Der
artige Stoffaufläufe haben einen Turbulenzerzeuger, an den
sich in Strömungsrichtung eine über die Auslaufbreite rei
chende Düse anschließt. Die Faserstoffsuspension wird dem
Turbulenzerzeuger über Sektionsstromleitungen oftmals auch
unter Zwischenschaltung einer maschinenbreiten Anströmkammer
zugeführt. In der Düse wird die Faserstoffsuspension auf die
erforderliche Austrittsgeschwindigkeit beschleunigt. Am
Düseneintritt ist der statische Druck, insbesondere bei hohe
Austrittsgeschwindigkeiten der Faserstoffsuspension, sehr
groß. Er bewirkt dementsprechend hohe Düsenaufweitkräfte, die
von der mechanischen Konstruktion des Stoffauflaufs sicher
aufgenommen werden müssen, ohne dass der Auslaufspalt eine
Aufweitung erfährt.
Ein derartiger Stoffauflauf ist beispielsweise in der
EP 0 323 468 B1 beschrieben. Danach ist der Stoffauflauf quer
zur Auslaufrichtung in Sektionen unterteilt. Die Düsenwände
der Sektionen sind mit einer Rückwand zu einer C-förmigen
Klammer verbunden. Durch die Rückwand wird die Faserstoff
suspension dem Düsenraum zugeführt. Entsprechend den zuzufüh
renden Mengen an Faserstoffsuspension, die insbesondere bei
Hochgeschwindigkeitsausführungen pro Meter Auslaufbreite bis
16 m3/min betragen kann, ist die in dieser Veröffentlichung
dargestellte Ausführung der C-Klammerbauweise mit kleinen
Strömungsquerschnitten nicht möglich. Die durchzusetzenden
Faserstoffmengen erfordern deshalb, dass die zur Verfügung
stehenden Querschnitte weitestgehend für den Strömungsquer
schnitt genutzt und damit die Rückwand als Lochplatte ausge
bildet werden muss. Auf Grund der Perforation kann jedoch die
Lochplatte nur begrenzt Kräfte aufnehmen. Die durch den
Düseninnendruck erzeugten Aufweitkräfte bewirken, insbeson
dere bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten, die Verformung
der Lochplatte und der Düsenwände, was zu Abweichung der
Parallelität des Auslaufspaltes führt.
Werden, wie in den Ausführungsbeispielen des Stoffauflaufs
nach der EP 0 323 468 dargestellt, im Düsenraum Turbulenz
rohrbündel und/oder Strömungsgitter angeordnet, können diese
die Festigkeit der C-förmigen Klammer nicht wesentlich erhö
hen, weil es zur Stabilität des Stoffstrahls erforderlich
ist, die offene Fläche im Übergang vom Turbulenzerzeuger zur
Düse so groß wie möglich zu halten und deshalb die Turbulenz
erzeuger aus dünnwandigen Diffusorrohren bestehen müssen.
Dies kann aber nur auf Kosten der Steifigkeit des Turbulenz
erzeugers realisiert werden. Der Turbulenzerzeuger selbst und
auch eine den Turbulenzerzeuger haltende Lochplatte, stellen
damit mechanisch schwache Elemente dar, welche Düsenaufweit
kräfte nur sehr begrenzt aufnehmen können.
Nach der DE 198 45 722 A1 ist ein weiterer gattungsgemäßer
Stoffauflauf in dieser C-Klammerbauweise bekannt. Bei diesem
Stoffauflauf sind zur Versteifung an den durchgehend ausge
bildeten oberen und unteren Düsenwänden getrennte Abstütz
einrichtungen angeordnet, über welche die aus dem Düseninnen
druck resultierenden Aufweitkräfte in ein Zentralteil gelei
tet werden, in welchem auch die Turbulenzerzeuger und die
diese aufnehmenden Lochplatten aufgenommen sind. Über dieses
Zentralteil sollen die resultierenden Kräfte abgefangen
werden. Dieses Zentralteil weist jedoch die Durchtritts
öffnungen für die Turbulenzerzeuger auf und ist deshalb aus
den oben dargestellten Gründen, für die Übertragung hoher
Düsenaufweitkräfte nicht geeignet. Die oben erläuterten
Nachteile, dass an dieser Stelle nur begrenzte Kräfte aufge
nommen werden können, ist also auch bei dieser Ausführungs
form gegeben, wenn auch die Kraftübertragung auf zwei im
Zentralteil enthaltene Lochplatten aufgeteilt wird.
Ein weiterer Nachteil dieses Stoffauflaufs besteht darin,
dass das an der oberen Düsenwand befindliche Gelenk zur
Verstellung des Auslaufspaltes der Düse mit dem Turbulenz
erzeuger mechanisch gekoppelt ist. Dieser muß, da über das
Gelenk keine Biegekräfte übertragen werden können, die
Aufweitkräfte infolge des Düseninnendrucks vollständig
aufnehmen.
Nach der DE 199 27 241 A1 ist ein weiterer Stoffauflauf der
gattungsgemäßen Art bekannt. Hier ist die untere Düsenwand
über mehrere über Maschinenbreite verteilt angeordnete ge
trennte Rippen auf dem Maschinenfundament abgestützt. Die
sich vertikal erstreckenden Rippen sind quer zur Maschinen
laufrichtung nachgiebig ausgebildet. Mit ihnen wird verhin
dert, dass sich temperaturbedingte Längenänderung des Stoff
auflaufs als Biegekräfte auf diesen übertragen und dadurch zu
einer Beeinflussung des Auslaufspaltes führen.
Die verstellbar ausgeführte obere Düsenwand ist mit einem
Gelenk an einem Zentralteil befestigt, welches über die
Maschinenbreite durchgehende Wände aufweist, in denen die
Zuführrohre für die Faserstoffsuspension und ggf. hier einge
setzte Turbulenzerzeuger gehalten werden. Diese sind damit
ebenfalls als Lochplatten ausgeführt und für die Kraftüber
tragung wenig geeignet. Ein weiterer Nachteil auch dieser
Lösung besteht darin, dass das Gelenk zur Verstellung des
Auslaufspaltes an der ausgangsseitigen Wand des Turbulenz
erzeugers angeordnet ist, über welche wegen der geringen
Querschnitte nur geringe Kräfte übertragen werden können.
Zum heutigen Stand der Technik ist es möglich, Turbulenz
erzeuger kostengünstig in Kunststoff auszuführen. Bei den
beschriebenen Ausführung des Standes der Technik, insbeson
dere bei den Ausführungen welche am Ende des Turbulenz
erzeugers Gelenke zur Düsenverstellung aufweisen, können
solche Turbulenzerzeuger, da sie zur Kraftübertragung völlig
ungeeignet sind, nicht eingesetzt werden.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, einen Stoffauflauf der
gattungsgemäßen Art, insbesondere für Hochgeschwindigkeits-
Papiermaschinen zu schaffen, bei dem die Düsenaufweitkräfte
ohne mechanische Belastung der Turbulenzerzeuger und der
diese haltenden Lochplatten sicher aufgenommen werden können
und so deren Auswirkungen auf den Auslaufspalt verhindert
werden. Es sollen somit für solche Papiermaschinen Voraus
setzungen für den Einsatz von Turbulenzerzeugern aus Kunst
stoff geschaffen werden.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Erfindungsgemäß sind die Düsenwände der sich an die
Turbulenzerzeuger anschließenden Düse des Stoffauflaufs über
mehrere über die Maschinenbreite verteilt angeordnete C-för
mige Rippen biegesteif miteinander verbunden. Im Einlaufbe
reich der Düse, d. h. in dem Bereich der Düse, welcher sich
an den Turbulenzerzeuger unmittelbar anschließt, wirken
größere statische Drücke als im Auslaufbereich der Düse. Die
C-förmige Rippen, an deren Schenkeln die Düsenwände befestigt
sind, bestehen aus Vollmaterial und weisen gegenüber den von
den Düsenwänden ausgehenden Aufweitkräften ein hohes Wider
standsmoment auf.
Dadurch können die insbesondere bei hohen Arbeitsgeschwindig
keiten der Papiermaschine an der Düse auftretenden großen
Kräfte sicher aufgefangen werden, ohne daß eine störende
Aufweitung des Auslaufspaltes zu befürchten ist. Die Turbu
lenzerzeuger und die ggf. zu deren Halterung angeordneten
Lochplatten werden durch die Aufweitkräfte nicht beeinflusst.
Die flexiblen Sektionsstromleitungen können problemlos an den
eine geringe Breite aufweisenden Rippen vorbeigeführt werden.
Die Turbulenzerzeuger selbst und die Turbulenzerzeuger hal
tenden Lochplatten können so befestigt werden, dass über
diese keine Düsenaufweitkräfte geleitet werden. Damit ist
deren Auslegung allein nach Gesichtspunkten der Strömungs
technik und der Eigenfestigkeit möglich. Da die Rippen in
Richtung der Maschinenbreite relativ schmal gehalten werden
können, ist es ohne weiteres möglich, die von einem
Stoffverteiler kommenden Sektionsstromleitungen zu den
Turbulenzerzeugern an diesen seitlich vorbeizuführen. Eine
Begrenzung des für die Sektionsstromleitung erforderlichen
Querschnitts ergibt sich praktisch nicht.
Zur Verstellung der Düsengeometrie kann in einer vorteilhaf
ten Ausführung der Erfindung der obere oder der untere Schen
kel der C-förmigen Rippen, bei Mehrschichtstoffaufläufen auch
beide, über in den Ebenen der Düsenwände liegende Gelenke und
im radialen Abstand dazu angeordnete Verstelleinrichtungen
schwenkbar angeordnet werden, wobei wenigstens ein Teil der
in Richtung der Maschinenbreite getrennt ausgeführten Dü
senwände an den schwenkbaren Schenkeln der C-förmigen Rippen
befestigt sind. Bei entsprechender konstruktiver Gestaltung
ist es ausreichend die Drehgelenke in den Nähe der Ebenen der
Düsenwände anzuordnen, wenn dafür Sorge getragen ist, dass
beim Schwenken zwischen den Teilen der Düsenwand kein
störender Spalt entsteht.
Diese Ausführungsform kann dadurch variiert werden, dass der
untere Schenkel der C-förmigen Stützrippe durch das Unterteil
des Stoffauflaufs ersetzt wird, d. h. die untere Düsenwand
ist direkt auf dem Unterteil befestigt. Da in diesem Fall die
den Turbulenzerzeuger haltenden Rippen bei der Verstellung
der Düsengeometrie gegenüber dem Unterteil geschwenkt werden,
sind die Sektionsstromleitungen flexibel ausgeführt.
Damit die größten Düsenaufweitkräfte, welche im ersten Drit
tel der Düse auftreten, nicht über die Gelenke geleitet wer
den, können die Düsenwände so geteilt werden, dass die dem
Turbulenzerzeuger zugewandten Teile der Düsenwände sich
wenigstens über 1/3 der Düsenlänge erstrecken.
Im Auslaufbereich der Düse wirken niedrigere statische
Drücke, dementsprechend geringere Düsenaufweitkräfte. Der
Einfluss der Temperatur auf die Verformung des Auslaufspaltes
ist in diesem Bereich dominierend. Demzufolge ist es
zweckmäßig, im Auslaufbereich der Düse Heizkammern an den
Düsenwänden anzubringen, damit deren Temperatur an die der
Faserstoffsuspension angeglichen werden kann.
Durch die in Richtung der Maschinenbreite biegeweiche Gestal
tung der Rippen wird verhindert, daß aus Temperaturänderungen
resultierende Längenänderungen im Stoffauflauf Biegespannung
en entstehen, die den Auslaufspalt beeinflussen könnten.
Die unteren und die oberen Düsenwände bleiben durch die er
findungsgemäße Lösung bei der Änderung der Temperatur und des
Drucks eben und der Auslaufspalt demgemäß unbeeinflußt.
Zur Erhöhung der Festigkeit des Stoffauflaufs können die
Rippen durch einen oder mehrere Querträger miteinander ver
bunden werden.
Wird zwischen den Sektionsstromleitungen und den Turbulenz
erzeugern die Anordnung einer aufklappbaren Anströmkammer
vorgesehen, müssen die Rippen eine dementsprechende Ausspa
rung aufweisen.
Vorteilhafterweise wird als Stoffverteiler ein Rundverteiler
eingesetzt, da diese in der Regel fexible Sektionsstromlei
tungen aufweisen.
Die Gelenke zwischen den Rippen und den Schenkeln werden
durch die Düsenaufweitkräfte hohen einseitigen Belastungen
unterworfen. Durch in unmittelbarer Nähe der Gelenke angeord
nete Federn, welche das Gelenk entgegen der Wirkungsrichtung
der Düsenaufweitkräfte vorspannen, lassen sich die maximal
auf das Gelenk wirkenden Kräfte fast auf die Hälfte reduzie
ren. Eine weitere Reduzierung der auf das Gelenk wirkenden
Kräfte ist erzielbar, wenn an Stelle von Federn sensorisch
gesteuerte hydraulische Stellglieder verwendet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie
len erläutert.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung eines
Stoffauflaufes in C-Klammerbauweise
Fig. 2 eine schematisierte Darstellung eines Zweischicht-
Stoffauflaufes mit verstellbarer Düsengeometrie
Fig. 3 eine schematisierte Darstellung eines Stoffauflaufes
mit verstellbarer Düsengeometrie und einer fest
angeordneten unterer Düsenwand
Fig. 4 eine schematisierte Darstellung eines Zweischicht-
Stoffauflaufes mit verstellbarer Düsengeometrie und
einer fest angeordneten unteren Düsenwand
In Fig. 1 ist der Querschnitt durch einen einfachen Stoffauf
lauf gemäß der Erfindung dargestellt. Dieser in seiner Düsen
geometrie nicht verstellbare Stoffauflauf besteht aus einer
Düse 1, einem Turbulenzerzeuger 2 aus Kunststoff, einem
Schlauchstutzen 3 für die von einem nicht näher dargestellten
Stoffverteiler kommenden Sektionsstromleitungen 9.
Die Düse 1 weist eine obere Düsenwand 4 und eine untere
Düsenwand 5 auf. Die Düsenwände 4 und 5 sind über Schenkel 14
aufweisende Rippen 6 miteinander biegesteif verbunden. Die
Rippen 6, von denen mehrere gleichmäßig über die Maschinen
breite verteilt sind, bestehen aus Vollmaterial und weisen
ein hohes Widerstandsmoment gegen Verformungen auf. Die
Düsenaufweitkräfte werden ausschließlich über die Düsenwände
4 und 5, die Schenkeln 14 und die Rippen 6 abgefangen.
Zum problemlosen Anschließen der Sektionsstromleitungen 9 an
die unmittelbar neben- und übereinander liegenden Schlauch
stutzen 3 weisen die Rippen 6 Aussparungen 10 auf.
Zur mechanischen Stabilisierung des Stoffauflaufs sind zwi
schen den Schenkeln 14 der Rippen 6 Querträger 7 angeordnet.
Die in Richtung der Maschinenbreite biegeweich gestalteten
Rippen 6 sind auf dem Unterteil 8 befestigt.
Ein derartiger Stoffauflauf weist gegenüber den Düsenaufweit
kräften eine sehr hohe mechanische Stabilität auf.
Der in Fig. 2 dargestellte Stoffauflauf entspricht im Wesent
lichen dem in Fig. 1 erläuterten. Variierend dazu ist dieser
Stoffauflauf als Zweischicht-Stoffauflauf ausgelegt und die
Geometrie der durch das Trennelement 13 aufgeteilten Düse 1
kann verändert werden. Die Einstellung des Auslaufspaltes
erfolgt über die mittels der Gelenke 11 und der Verstellein
richtungen 12 schwenkbaren Schenkel 14. Dazu sind die Düsen
wände 4 und 5 in Richtung der Maschinenbreite geteilt ausge
führt. Der Abstand der Gelenke 11 vom Turbulenzerzeuger 2
beträgt etwa 1/3 der Länge der Düse 1. Da die größten Düsen
aufweitkräfte im weitesten Teil der Düse 1 auftreten, erfolgt
die Übertragung der Düsenaufweitkräfte hier im Wesentlichen
über den Teil der Düsenwände 4 und 5, die unmittelbar mit den
Rippen 6 verbunden sind. Die auf die Schenkel 14 wirkenden
Düsenaufweitkräfte werden über die Gelenke 11 und die Ver
stelleinrichtungen 12 auf die Rippen 6 übertragen.
Fig. 3 stellt eine besonders einfache Ausführung eines Stoff
auflaufs nach der Erfindung dar. In diesem Beispiel ist die
untere Düsenwand 5 direkt auf dem Unterteil 8 befestigt. Der
Auslaufspalt der Düse 1 wird durch Schwenken der aus den
Rippen 6, Turbulenzerzeuger 2, Querträger 7 und oberer
Düsenwand 4 bestehenden Einheit gegenüber dem Unterteil 8
bewirkt. Dazu sind zwischen dem Unterteil 8 und den Rippen 6
Gelenke 11 und Verstelleinrichtungen 12 angeordnet. Da mit
den Rippen 6 der Turbulenzerzeuger 2 schwenkbar ist, macht es
sich erforderlich, die Sektionsstromleitungen 9, wie bei
Rundverteilern ohnehin gegeben, flexibel zu gestalten.
Eine Variante dieses zuletzt beschriebenen Ausführungsbei
spiels für einen Zweischicht-Stoffauflauf ist in Fig. 4
dargestellt. Hier kann wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2
der obere Teil des Auslaufspaltes der Düse 1 durch Schwenken
des Schenkels 14 separat verstellt werden. Die Schwenkbarkeit
wird über ein in der Ebene der Düsenwand 4 liegendes Gelenk
11 und die im radialen Abstand zur Drehachse des Gelenks 11
zwischen den Rippen 6 und den Schenkeln 14 angeordnete
Verstelleinrichtung 12 erzielt.
Bei allen Ausführungsbeispielen ist der Turbulenzerzeuger 2
nur an einer seiner Seiten mit den Rippen 6 verbunden. Die
Düsenaufweitkräfte werden so nicht in den Turbulenzerzeuger 2
eingeleitet und dessen Dimensionierung kann ausschließlich
auf Gesichtspunkte der Strömungstechnik und der
Eigenfestigkeit beschränkt werden.
1
Düse
2
Turbulenzerzeuger
3
Schlauchstutzen
4
obere Düsenwand
5
untere Düsenwand
6
Rippen
7
Querträger
8
Unterteil
9
Sektionsstromleitung
10
Aussparung
11
Gelenk
12
Verstelleinrichtung
13
Trennelement
14
Schenkel
Claims (10)
1. Hochturbulenz-Stoffauflauf, insbesondere für
Hochgeschwindigkeits-Papiermaschinen, bestehend aus
- - einem über die Maschinenbreite reichenden Turbulenzerzeuger (2), der eingangsseitig über Sektions stromleitungen (9) mit einem Stoffverteiler in Verbindung steht,
- - eine am Turbulenzerzeuger (2) ausgangsseitig angeord nete über die Maschinenbreite reichende, eine obere und eine unteren Düsenwand (4, 5) aufweisende Düse (1) und
- - mehrere über die Maschinenbreite verteilt angeordnete, mit dem Unterteil (8) verbundene, Schenkel (14) aufwei sende Rippen (6), mit welchen die obere Düsenwand (4) mit der unteren Düsenwand (5) zur Aufnahme von Düsenaufweit kräften biegesteif verbunden sind.
2. Stoffauflauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
- - der untere und/oder der obere Schenkel (14) mit den Rip pen (6) über Gelenke (11) und im radialen Abstand zu deren Drehachsen angeordnete Verstelleinrichtungen (12) verbun den sind,
- - wobei die Gelenke (11) in den Ebenen der jeweiligen in Richtung der Maschinenbreite geteilt ausgeführten Düsen wände (4, 5) oder nahe dieser Ebenen quer zur Maschinen laufrichtung angeordnet sind und
- - die in Auslaufrichtung hinter den Gelenken angeordneten Teile Düsenwände (4, 5) an den Schenkeln (14) befestigt sind.
3. Stoffauflauf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rippen (6) über die mit der unteren Düsenwand (5) ver
bundenen Schenkel (14) am Unterteil (8) befestigt und die
zwischen dem Turbulenzerzeuger (2) und dem Stoffauflauf
angeordneten Sektionsstromleitungen (9) flexibel ausge
führt sind.
4. Stoffauflauf nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, dass die untere und/oder die obere Düsenwand (4, 5)
so geteilt ist, dass der dem Turbulenzerzeuger (2) zuge
wandte Teil wenigstens 1/3 der Länge der Düse (1) auf
weist.
5. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass im Auslaufbereich der Düse (1) die
obere Düsenwand (4) und/oder die untere Düsenwand (5)
Heizkammern aufweisen.
6. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rippen (6) und die Schenkel (14)
in Richtung der Maschinenbreite biegeweich oder nachgiebig
gestaltet sind.
7. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rippen (6) und/oder die Schenkel
(14) mit einem oder mehreren Querträgern (7) mechanisch
stabilisiert sind.
8. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen dem Turbulenzerzeuger (2)
und den Sektionsstromleitungen (9) eine aufklappbare An
strömkammer angeordnet ist und die Rippen (6) im Bereich
der Anströmkammer Aussparungen zum Öffnen der Anströmkam
mer aufweisen.
9. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der Stoffverteiler ein Rundverteiler
ist.
10. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen den Rippen (6) und den
Schenkeln (14), in unmittelbarer Nähe der Gelenke (11) Fe
dern oder sensorisch gesteuerte hydraulische Stellglieder
angeordnet sind, mit denen die Gelenke (11) den Düsenauf
weitkräften entgegenwirkend vorgespannt sind.
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