DE10060004A1 - Absperrorgan mit einer verschwenkbaren Drehklappe und einer an einem Stützring gehaltenen, entropieelastischen Dichtring - Google Patents
Absperrorgan mit einer verschwenkbaren Drehklappe und einer an einem Stützring gehaltenen, entropieelastischen DichtringInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Absperrorgan (1) mit einem in eine Rohrleitung einsetzbaren, einteiligen Gehäuse (2) und einer von einer Antriebswelle (3) verschwenkbaren Drehklappe (4), die in ihrer Schließposition von einer an einer Stirnseite (5) des Gehäuses (2) von einem Stützring (6) gehaltenen sowie durch eine Leitungsverbindung von einem Fluid beaufschlagbaren, aufblähbaren, entropieelastischen Ringdichtung (7) mit U-förmigem Querschnitt gegenüber dem Gehäuse abgedichtet ist. DOLLAR A Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Absperrorgan der eingangs genannten Gattung zu schaffen, dessen entropieelastische Ringdichtung im Falle einer Undichtigkeit durch Herausnahme mit dem Stützring rasch und einfach ausgetauscht werden kann. DOLLAR A Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ringdichtung (7) mit zwei kreisringförmigen, aufeinanderzu gerichteten Vorsprüngen (11, 12) in je eine Kreisringnut (13, 14) in jeder Stirnfläche (15, 16) des Stützringes (6) dichtend eingreift, in jede ihrer Seitenaußenflächen (17, 18) je ein vorspringender Dichtring (19, 20) integriert ist und der Stützring (6) in seinem außerhalb der Ringdichtung (7) liegenden Bereich mit mehreren herkömmlichen Innensechskantschrauben (8) am Gehäuse (2) befestigt ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Absperrorgan mit einem in
eine Rohrleitung einsetzbaren, einteiligen Gehäuse und einer
von einer Antriebswelle verschwenkbaren Drehklappe, die in
ihrer Schließposition von einer an einer Stirnseite des
Gehäuses von einem Stützring gehaltenen sowie durch eine
Leitungsverbindung von einem Fluid beaufschlagbaren,
aufblähbaren, entropieelastischen Ringdichtung mit
U-förmigem Querschnitt gegenüber dem Gehäuse abgedichtet
ist.
Bei einem bekannten Absperrorgan dieser Art nach der
DE 195 42 568 C2 ist der in den U-förmigen Querschnitt der.
Ringdichtung eingreifende Innenbereich des Stützringes an
seinem Außenbereich mit Bohrungen für den Durchgriff
selbstdichtender Schrauben durchsetzt und mit diesen lösbar
sowie fluiddicht stirnseitig im Rücksprung des Gehäuses
befestigt sowie an seiner Außenumfangsfläche über einen
O-Ring gegenüber dem Rücksprung im Rohrgehäuse
abgedichtet. Dabei hat sich trotz der unbestrittenen Vorteile
dieses Absperrorgans bei verschiedenen Auswechslungen des
Stützringes mit der Ringdichtung herausgestellt, daß sich der
O-Ring an der Außenumfangsfläche des Stützringes am
Gehäuse enorm "festgesaugt" hatte, was die Entfernung des
Stützringes auch nach Lösen und Herausnahme der
selbstdichtenden Schrauben erheblich erschwert. Ferner hat
sich der Aufwand mit den selbstdichtenden Schrauben als
nachteilig herausgestellt, weil bei einer Undichtigkeit nur
einer Schraube das die Ringdichtung beaufschlagende Fluid
dadurch nach außen entweichen konnte.
Ferner ist aus der DE-OS 15 00 181 ein Absperrorgan
der vorstehend genannten Art bekannt geworden, das
aufgrund der darin beschriebenen Querschnitts- und
Materialwahl einen äußerst schwierig herzustellenden
Dichtring offenbart, weil dessen Außenfläche verhältnismäßig
fest und uneleastisch, hingegen der mittlere Innenbereich mit
einer Abdichtfläche elastisch ausgebildet sein sollen.
Insgesamt sind für die Abdichtung in einem einteiligen
Gehäuse eine komplizierte Ringdichtung aus einem
entropieelastischen Werkstoff, ein starrer Ring und ein
Stützring offenbart. Zur Befestigung des Stützringes findet
sich kein Hinweis. Das kann nur bedeuten, daß der Stützring
entweder bei der Montage in dem einteiligen Gehäuse durch
Verspannung im Flansch der Rohrleitung gegen den Dichtring
gepreßt wird, was zu Undichtigkeiten führt oder als
Schrumpfring in das Gehäuse eingespannt wird. In jedem Fall
ist zur Reparatur eines defekten Dichtringes Fachpersonal
erforderlich, welches den gesamten Aufbau und die
fluidführenden Leitungen dieses Absperrorgans kennen muß.
Bei Verwendung eines derartigen Absperrorgans in einem
Mediumstrom mit abrasiven Partikeln oder Kristallen
verschleißt die entropieelastische Ringdichtung relativ schnell
und muß durch eine neue ersetzt werden. Zu diesem Zweck
muß das gesamte Absperrorgan aus der entsprechenden
Rohrleitung herausgebaut und an den Hersteller
zurückgesandt werden, der sodann die defekte Ringdichtung
entfernen und durch eine neue ersetzen muß. Eine solche
Reparatur ist nicht sehr Zeit- und kostenaufwendig, sondern
auch mit dem Nachteil behaftet, daß zur Vermeidung größerer
Stillstandzeiten entweder in die Rohrleitung ein neues, in
Reserve gehaltenes Absperrorgan eingesetzt oder auf die
Reparatur des entfernten Absperrorgans gewartet werden
muß.
In der US-PS 1,844,641 ist ein gattungsfremdes
Absperrorgan offenbart, welches aus einem zweiteiligen
Gehäuse mit beidendigen Ringflanschen besteht, mit denen es
in eine Rohrleitung eingesetzt wird. Die beiden
Gehäusehälften werden über einen Ring mit
entropieelastischer Ringdichtung über Schrauben
gegeneinander verspannt sowie starr durch Spannschrauben
und durch Schrumpfringe miteinander verbunden und bilden
einen ringförmigen, inneren Rücksprung. Zum Lösen eines
derartigen mehrteiligen durch Spannbolzen und
Schrumpfringe zusammengehaltenen Gehäuses sowie zum
Auswechseln des Ringes mit seiner entropieelastischen
Ringdichtung ist unbedingt Fachpersonal erforderlich. Aus
diesem Grunde muß entweder das gesamte Absperrorgan an
die Herstellerfirma zur Reparatur eingesandt und auf dessen
Reparatur gewartet werden, wodurch sich die Stillstandzeit
verlängert, oder es muß ein neues Absperrorgan eingesetzt
werden, was wiederum die Betriebskosten erhöht.
Aus der DE 38 74 059 T2 ist ein gattungsfremdes
Absperrorgan offenbart, welches keinen Stützring aufweist,
sondern mit welchem die entropieelastische Ringdichtung mit
zwei aufeinanderzu gerichteten Vorsprüngen den Innenbereich
des Gehäuses dichtend umgreift und von einer zentralen
Antriebswelle der Drehklappe durchsetzt ist. Diese
Antriebswelle muß beidendig fluiddicht gegenüber sowohl dem
die Rohrleitung durchströmenden Medium als auch gegenüber
dem Fluid zur Aufblähung der entropieelastischen
Ringdichtung abgedichtet werden. Zum Austausch dieser
Ringdichtung ist unbedingt Fachpersonal erforderlich, weil
sowohl die Abdichtungen der Antriebswelle bei deren
Entfernung und Wiedereinsetzung und ebenso auch die
Entfernung und Ersetzung einer defekten Ringdichtung durch
eine neue nicht von Hilfskräften durchgeführt werden kann.
Aus diesem Grunde muß auch dieses Absperrorgan an die
Herstellerfirma zur Reparatur eingesandt und auf dessen
Reparatur gewartet werden, wodurch sich die Stillstandzeit
entsprechend verlängert, oder es muß ein neues Absperrorgan
eingesetzt werden, was wiederum die Betriebskosten nicht
unbeträchtlich erhöht.
Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Absperrorgan der
eingangs genannten Gattung zu schaffen, dessen
entropieelastische Ringdichtung im Falle einer Undichtigkeit
durch Herausnahme mit dem Stützring unter erheblicher
Herabsetzung der Stillstandzeiten der betreffenden
Rohrleitung leicht und rasch sowie unter Vermeidung weiterer
Dichtungsprobleme repariert werden kann.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem eingangs
genannten Gattungsbegriff erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Ringdichtung mit zwei kreisringförmigen,
aufeinanderzu gerichteten Vorsprüngen in je eine
Kreisringnut in jeder Stirnfläche des Stützringes dichtend
eingreift, in jede ihrer Seitenaußenflächen je ein
vorspringender Dichtring integriert ist und der Stützring in
seinem außerhalb der Ringdichtung liegenden Bereich mit
mehreren herkömmlichen Innensechskantschrauben am
Gehäuse befestigt ist. Durch die spezielle Ausbildung der
Ringdichtung mit den beiden aufeinanderzu gerichteten
Vorsprüngen in Verbindung mit den an jeder ihrer
Seitenaußenflächen integrierten vorspringenden Dichtringe ist
ein Rücksprung in der Stirnseite des betreffenden Gehäuses
nicht mehr erforderlich, vielmehr kann nunmehr der Stützring
mit der Ringdichtung auf eine ebene Stirnfläche des Gehäuses
aufgelegt und mit herkömmlichen Innensechskantschrauben
mit letzterem verbunden werden kann. Dabei können diese
Innensechskantschrauben auch durch andere versenkbare
Schrauben ersetzt werden.
Durch die in die Ringdichtung integrierten Dichtringe an
den beiden Seitenaußenflächen sind die bisher notwendigen
selbstdichtenden Schrauben zur Befestigung des Stützringes
am Gehäuse nicht mehr erforderlich. Dadurch vereinfacht
sich nicht nur die Montage und Demontage von Stützring mit
Ringdichtung, sondern ist auch erheblich rascher
durchzuführen. Und schließlich ist auch ein Festsaugen einer
dieser Ringdichtungen, wie bei dem bisherigen O-Ring nach
dem nächstkommenden Stand der Technik nicht mehr
feststellbar.
Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung sind die kreisringförmigen, aufeinanderzu
gerichteten Vorsprünge der Ringdichtung in ihrer
Querschnittsform der Querschnittsform der aufnehmenden
Kreisringnut formschlüssig angepaßt und in ihrem Bereich
auf den beiden Seitenaußenflächen die vorspringenden
Dichtringe angeordnet. Durch das Übermaß der beiden
vorspringenden Dichtringe gegenüber den Seitenaußenflächen
werden nach dem Anziehen der Innensechskantschrauben
und damit des Stützringes am Gehäuse sowie nach dem
Einsatz und Festspannung des Absperrorgans innerhalb einer
Rohrleitung von diesen beiden Dichtringen auch die beiden
kreisringförmigen, aufeinanderzu gerichteten Vorsprünge der
Ringdichtung wie O-Ringe abdichtend in ihre Ringnuten
gepreßt. Dadurch wird sowohl eine Außenabdichtung
gegenüber dem durch die Rohrleitung strömenden Fluid als
auch eine Innenabdichtung gegenüber dem die
entropieelastische Ringdichtung aufblähenden Fluid erzielt.
Zu diesem Zweck weisen die in jeder der Seitenaußenflächen
integrierten Dichtringe vorteilhaft einen halbkreisförmigen
oder kreisabschnittsförmigen Querschnitt auf.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
der Stützring an seiner Innenumfangsfläche mit einer
Fluiddruckkammer in Form einer umlaufenden Kreisringnut
versehen, in welche eine gegenüber der Außenatmosphäre
fluiddicht abgedichtete Fluidanschlußleitung zur
Druckbeaufschlagung der Ringdichtung direkt einmündet.
Diese Fluidanschlußleitung ist mit einer herkömmlichen
Verschraubung und diese zur Abdichtung entweder mit einem
dichtenden Metallring oder einem Klebemittel versehen. Im
Gegensatz zum nächstkommenden Stand der Technik gemäß
der DE 195 42 568 C2 führt die Fluidanschlußleitung nicht
mehr durch das Gehäuse, sondern direkt von der
Außenumfangsfläche radial in den Stützring. Dadurch entfällt
die bisher erforderliche Abdichtung mittels eines O-Ringes an
der Außenumfangsfläche des Stützringes. Da die beiden
kreisringförmigen, aufeinanderzu gerichteten Vorsprünge der
Ringdichtung, die in je eine Kreisringnut an der Stirnfläche
des Stützringes eingreifen, infolge ihrer Anpressung durch die
an den Seitenaußenflächen angeordneten vorspringenden
Dichtringe als O-Ring-Dichtungen wirken, wird der gesamte
Druckkammerraum zum Aufblähen der Ringdichtung
fluiddicht gegenüber sowohl der Außenatmosphäre als auch
gegenüber dem Innenraum der Rohrleitung in einfacher, aber
sehr effektiver Weise abgedichtet.
Zur weiteren Vereinfachung der Montage und Demontage
ist der Stützring auf die ihm zugekehrte Stirnfläche des
Gehäuses aufgelegt und lediglich an den zwei diametral
gegenüberliegenden Bereichen der Durchführung der
Drehklappenwelle von zentrierenden Eindrehungen umfaßt.
Diese zentrierenden Eindrehungen lassen sich deshalb nicht
vermeiden, weil von den beiden diametral gegenüberliegenden
Bereichen zur Durchführung der Drehklappenwelle das
Gehäuse entsprechend verbreitert werden muß. Diese
Verbreiterung wird nunmehr zur Zentrierung des Stützringes
auch mit seinen dazwischenliegenden Bereichen zum Gehäuse
ausgenutzt. Nach Zentrierung des Stützringes kann er mit der
aufblähbaren Ringdichtung unmittelbar mit den
herkömmlichen Innensechskantschrauben in einfacher Weise
am Gehäuse befestigt werden. Eine umlaufende Zentrierung
in Form eines ausgeprägten Rücksprunges ist nicht mehr
erforderlich.
Das Gehäuse ist an seiner von der Ringdichtung
abgewandten Stirnfläche in an sich bekannter Weise von
einem in eine Ringnut eingelegten O-Ring gegenüber dem an
dieser Stirnfläche angreifenden Rohrleitungsende abgedichtet.
Zur Schonung der entropieelastischen Ringdichtung und
damit zur Verlängerung ihrer Standzeiten wird die Drehklappe
in ihre und aus ihrer Schließposition berührungslos zur
Ringdichtung verschwenkt. Die Ringdichtung wird erst nach
Erreichen der Schließposition der Drehklappe aufgebläht und
vor dem Herausschwenken der Drehklappe aus ihrer
Schließposition drucklos gestellt ist. Dadurch fährt die
Ringdichtung beim Schließvorgang mit der Drehklappe
berührungslos und damit reibungsarm in ihre
Schließposition, da erst hiernach die Druckbeaufschlagung
der Ringdichtung erfolgt. Umgekehrt wird die Drehklappe erst
dann geöffnet, wenn die Ringdichtung drucklos gestellt ist. In
beiden Fällen befindet sich sowohl vor als auch nach dem
Dichtvorgang zwischen der Außenumfangsfläche der
Ringdichtung und der Außenumfangsfläche der Drehklappe
ein geringfügiger, umlaufender Spalt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den 3
Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Ansicht des Absperrorgans von der der
Antriebswelle der Drehklappe abgewandten Seite,
Fig. 2 die Schnittansicht des Absperrorgans entlang der
Linie II-II von Fig. 1,
Fig. 3 die Schnittansicht entlang der Linie III-III von
Fig. 1 durch eine erste Ausführungsform einer Kupplung
zwischen Antriebswelle und Drehklappe mittels Spannstiften
bei druckloser Ringdichtung,
Fig. 3a die Schnittansicht entlang der Linie III-III von
Fig. 1 mit einer zweiten Ausführungsform mit einer
formschlüssigen Steckkupplung zwischen Antriebswelle und
Drehklappe bei druckfluidbeaufschlagter Ringdichtung,
Fig. 4 die Rückansicht des Absperrorgans von Fig. 1,
Fig. 5 die Ausschnittvergrößerung V von Fig. 3a,
Fig. 6 die Schnittansicht entlang der Linie VI-VI von
Fig. 1 durch den Anschluß der Druckfluidleitung zum
Aufblähen der Ringdichtung und
Fig. 7 die Schnittansicht entlang der Linie VII-VII von
Fig. 1 durch eine mit einer herkömmlichen
Innensechskantschraube erfolgten Befestigung des
Stützringes am Gehäuse.
Das Absperrorgan 1 gemäß den Fig. 1 bis 4, welches
in eine nicht dargestellte Rohrleitung einsetzbar ist, besteht
im wesentlichen aus einem Gehäuse 2 und einer von einer
Antriebswelle 3 verschwenkbaren Drehklappe 4, die in ihrer
Schließposition gemäß der Fig. 3a von einer an einer
Stirnfläche 5 des Gehäuses 2 über einen Stützring 6
befestigten, von einem Fluid beaufschlagbaren, aufblähbaren
entropieelastischen Ringdichtung 7 abgedichtet ist. Der
Stützring 6 ist mit dieser Ringdichtung 7 gemäß den
Fig. 1 und 7 über herkömmliche
Innensechskantschrauben 8, die in den Fig. 3 und 3a nur
als Symmetrieachsen angedeutet sind, im Gehäuse 2
befestigt. Zu diesem Zweck weist der Stützring 6 gemäß Fig. 7
eine den Kopf der Innensechskantschraube 8 aufnehmende
Ausnehmung 9 und das Gehäuse 2 eine Sackbohrung 10 mit
Innengewinde auf.
Eine gesonderte Abdichtung in irgendeiner Form ist für
diese Innensechskantschrauben 8 nicht mehr erforderlich.
Gemäß den Fig. 2, 3 sowie 5 bis 7 ist die
Ringdichtung 7 erfindungsgemäß mit zwei kreisringförmigen,
aufeinanderzu gerichteten Vorsprüngen 11, 12 versehen, die
in je eine Kreisringnut 13, 14 in jeder Stirnfläche 15, 16 des
Stützringes 6 dichtend eingreifen.
Außerdem ist in jede der Seitenaußenflächen 17, 18 der
Ringdichtung 7 je ein vorspringender Dichtring 19, 20
integriert.
Die kreisringförmigen, aufeinanderzu gerichteten
Vorsprünge 11, 12 der Ringdichtung 7 sind in ihrer
Querschnittsform der Querschnittsform der aufnehmenden
Kreisringnut 13, 14 formschlüssig angepaßt. Im Bereich
dieser Vorsprünge 11, 12 sind auf den beiden
Seitenaußenflächen 17, 18 der Ringdichtung 7 die
vorspringenden Dichtringe 19, 20 angeordnet. Da diese
Dichtringe 19, 20 gegenüber den beiden Stirnflächen 15, 16
des Stützringes 6 ein Übermaß aufweisen, wird der
Dichtring 20 bereits beim Anziehen der
Innensechskantschrauben 8 von Fig. 7 und der Dichtring 19
während des Einbaus des Absperrorgans 1 in eine Rohrleitung
mittels einer Flanschverbindung in Richtung der Pfeile 21 von
Fig. 5 zusammengepreßt. Durch diese Zusammenpressung
erfahren auch die aufeinanderzu gerichteten
Vorsprünge 11, 12 der Ringdichtung 7 eine einem O-Ring
ähnliche Kompression und dichten die Fluidkammer 22
fluiddicht gegenüber den Stirnflächen 15, 16 des
Stützringes 6 ab. Dadurch werden mehrere Probleme
gleichzeitig gelöst, nämlich
- a) durch die in die Ringdichtung 7 integrierten Dichtringe 19, 20, die einen halbkreisförmigen oder kreisabschnittsförmigen Querschnitt aufweisen können, wird der Innenraum der nicht dargestellten Rohrleitung gegenüber der Außenatmosphäre abgedichtet,
- b) zugleich werden durch die Kompression der Dichtringe 19, 20 auch die Vorsprünge 11, 12 komprimiert und damit die Dichtung zur Abdichtung des Fluidraumes 22 aktiviert, und
- c) bei drucklosem Zustand der Ringdichtung 7 kann im Reparaturfall der Stützring 6 mit der Ringdichtung 7 problemlos - ohne Überwindung von Ansaugkräften der Dichtringe 19, 20 - vom Gehäuse 2 gelöst und entweder die defekte gegen eine andere Ringdichtung 7 auf dem Stützring 6 ausgetauscht oder der komplette Satz von Stützring 6 mit Ringdichtung 7 ausgewechselt werden.
Um diesen Austausch problemloser zu gestalten, werden
die beschriebenen, keine Dichtung mehr benötigenden, in die
Sackbohrungen 10 des Gehäuses 2 eingreifenden
Innensechskantschrauben 8 verwendet. Es versteht sich, daß
diese Innensechskantschrauben 8 auch durch andere im
Stützring 6 versenkbare Schrauben ersetzt werden können.
Wie insbesondere den Fig. 5 bis 7 entnommen
werden kann, ist der Stützring 6 an seiner
Innenumfangsfläche 23 mit der Fluiddruckkammer 22 in
Form einer umlaufenden Kreisringnut versehen, in welche
direkt eine gegenüber der Außenatmosphäre fluiddicht
abgedichtete Fluidanschlußleitung 24 zur
Druckbeaufschlagung der Ringdichtung 7 einmündet. Diese
Fluidanschlußleitung 24 durchsetzt von außen radial den
Stützring 6 und mündet an ihrem anderen Ende in einen
Kanal 25 ein, in welche eine Verschraubung 26 für die
Fluidzuführung 27 eingedichtet ist. Diese Verschraubung 26
ist mit dem Kanal 25 gegenüber der Außenatmosphäre
entweder über eine Metallringdichtung oder ein Klebemittel,
beispielsweise Loctide, abgedichtet. Durch diese Ausbildung
ist eine zusätzliche Abdichtung der Fluidanschlußleitung 24
gegenüber dem Gehäuse 2 wie beim nächstkommenden Stand
der Technik gemäß der DE 195 42 568 C2 nicht mehr
erforderlich. Dabei ist die Gesamtbreite b des
Schraubanschlusses 26 für die Fluidanschlußleitung 24
geringfügig kleiner als die Breite B des Stützringes 6 mit den
Dichtringen 19, 20 der Ringdichtung 7 in komprimiertem
Zustand.
Wie außerdem aus Fig. 6 hervorgeht, befindet sich in
drucklosem Zustand der entropieelastischen Ringdichtung 7
zwischen ihrer Außenumfangsfläche 28 und der
Außenumfangsfläche 29 der Drehklappe 4 ein umlaufender
Ringspalt S. Erst bei Erreichen der Schließposition der
Drehklappe 4 gemäß Fig. 7 wird die Fluiddruckkammer 22
über die Fluidanschlußleitung 24 beaufschlagt und die
entropieelastische Ringdichtung 7 aufgebläht, wodurch ihre
Außenumfangsfläche 28 gegen die Außenumfangsfläche 29
der Drehklappe 4 gepreßt wird und der Spalt S verschwindet,
so, wie es in den Fig. 2, 3a, 5 und 7 dargestellt ist.
Dadurch ist die Drehklappe 4 in ihre und aus ihrer
Schließposition berührungslos zur Ringdichtung 7
verschwenkbar und diese 7 erst nach Erreichen der
Dichtposition der Drehklappe 4 aufgebläht. Vor dem
Herausschwenken der Drehklappe 4 aus ihrer Dichtposition
wird die Fluiddruckkammer 22 und damit die Ringdichtung 7
drucklos gestellt.
Wie aus den Fig. 2, 3, 3a sowie 5 bis 7 entnommen
werden kann, weist das Gehäuse 2 an seiner von der
Ringdichtung 7 abgewandten Stirnfläche 30 einen in eine
Ringnut 31 eingelegten O-Ring 32 auf, womit das Gehäuse 2
mit dem an dieser Stirnfläche 30 angreifenden, nicht
dargestellten Rohrleitungsende abgedichtet ist. Diese Art der
Abdichtung ist bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
Wie am anschaulichsten in Fig. 2 in Verbindung mit
Fig. 1 einerseits und aus den Fig. 3 und 3a andererseits
offenbart ist, wird der Stützring 6 zur Montage auf die ihm
zugekehrte Stirnfläche 35 des Gehäuses 2 aufgelegt, bis
lediglich an den zwei diametral gegenüberliegenden
Bereichen 34, 35 der Durchführung der Drehklappenwelle 3
konzentrierenden Rücksprüngen 36, 37 umfaßt. Auf diese
Weise wird nicht nur die Montage, sondern auch die Fertigung
des Absperrorgans 1 gegenüber dem Stand der Technik
erheblich vereinfacht.
In den Fig. 3 und 3a sind zwei unterschiedliche
Verbindungen zwischen der Antriebswelle 3 und der
Drehklappe 4 dargestellt:
In Fig. 3 ist die Antriebswelle 3 über zwei Spannstifte 40 mit der Drehklappe 4 gekuppelt. Diese Ausführungsform ist mit dem Vorteil einer im Durchmesser durchgehenden Antriebswelle 3 und daher mit einer einfachen Fertigung und einem einfachen Aufbau verbunden.
In Fig. 3 ist die Antriebswelle 3 über zwei Spannstifte 40 mit der Drehklappe 4 gekuppelt. Diese Ausführungsform ist mit dem Vorteil einer im Durchmesser durchgehenden Antriebswelle 3 und daher mit einer einfachen Fertigung und einem einfachen Aufbau verbunden.
In Fig. 3a besteht diese Verbindung aus einer
formschlüssigen Zapfenkupplung 38, die im wesentlichen aus
einem mehrkantigen Kupplungszapfen 39 und einer
formschlüssigen, nicht dargestellten Aufnahmeöffnung in der
Drehklappe 4 besteht.
Die Antriebswellen 3 sind in den Fig. 3 und 3a mit
aus dem Stand der Technik bekannten Lagerbuchsen und
Abdichtungen im Gehäuse 2 gelagert. Da diese Lagerung und
ihre Abdichtung keine Berührung zum Erfindungsgegenstand
aufweisen, wird von einer weitergehenden Beschreibung
abgesehen.
Zum Öffnen der Drehklappe 4 und damit zur Freigabe
des Förderstromes wird die Drehklappe 4 über die
Antriebswelle 3 in Richtung des Pfeiles 41 von Fig. 2
verschwenkt. Diese Verschwenkung erfolgt jedoch erst, wenn
die Fluiddruckkammer 22 drucklos gestellt und damit die
Ringdichtung 7 entspannt ist. Dann befindet sich zwischen
der Außenumfangsfläche 28 der Ringdichtung 7 und der
Außenumfangsfläche 29 der Drehklappe 4 der in den
Fig. 3 und 6 dargestellte Ringspalt S. Somit kann die
Drehklappe 4 berührungslos aus ihrer Schließposition
herausgeschwenkt werden.
Zum Schließen des Durchflußstromes wird die
Drehklappe 4 in Richtung des Pfeiles 42 in ihre aus Position 2
ersichtliche Lage zurückgeschwenkt. Nach Erreichen dieser
erneuten Schließposition wird über die
Fluidanschlußleitung 24 die Fluiddruckkammer 22
beaufschlagt, die Ringdichtung 7 aufgebläht und dadurch die
Außenumfangsfläche 28 der Ringdichtung 7 gegen die
Außenumfangsfläche 29 der Drehklappe 4 gepreßt, so, wie es
in vergrößerter Darstellung aus den Fig. 5 und 7
hervorgeht. In dieser Lage ist der Spalt S gleich Null und
damit der Durchflußstrom geschlossen.
Da sowohl das Herausschwenken der Drehklappe 4
gemäß dem Pfeil 41 in ihre Öffnungsposition als auch das
Hineinschwenken der Drehklappe 4 gemäß dem Pfeil 42 in
ihre Schließlage berührungslos zur Ringdichtung 7 erfolgt,
wird dieser einer entsprechenden geringeren Reibung
unterzogen, wodurch sich seine Standzeit erhöht.
In Fig. 4 sind mit der Fig. 1 sowie mit Fig. 3
übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern
bezeichnet. Wie daraus hervorgeht, ist die Drehklappe 4 mit
der Antriebswelle 3 in der in Fig. 3 dargestellten Art über die
Spannstifte 40 gekuppelt.
Darüberhinaus sind in den Fig. 1 und 4
strichpunktiert Teilkreise 33 mit Bohrungen 43 von nicht
dargestellten Rohrleitungsenden mit Flanschverbindungen
eingezeichnet, zwischen denen das Absperrorgan 1 eingesetzt
und mit Flanschschrauben verspannt wird, die durch die
Bohrungen 43 greifen. Zur Erzielung einer gleichmäßigen
Verspannung sind die Bohrungen 43 für die
Flansch schrauben in gleichem Abstand auf dem Teilkreis 33
angeordnet. Dabei können die Flanschschrauben im oberen
Bereich 34 des Gehäuses 2 mit Spiel durch ovale
Öffnungen 44 im Gehäuse 2 greifen.
1
Absperrorgan
2
Gehäuse
3
Antriebswelle
4
Drehklappe
5
,
30
Stirnfläche des Gehäuses
2
6
Stützring
7
Ringdichtung
8
Innensechskantschraube
9
Ausnehmung
10
Sackbohrung
11
,
12
Vorsprünge der Ringdichtung
7
13
,
14
Kreisringnuten im Stützring
6
15
,
16
Stirnflächen des Stützringes
6
17
,
18
Seitenaußenfläche der
Ringdichtung
7
19
,
20
Dichtringe
21
,
41
,
42
Pfeile
22
Fluiddruckkammer
23
Innenumfangsfläche
des Stützringes
6
24
Fluidanschlußleitung
25
Kanal
26
Verschraubung
27
Fluidzuführung
Außenumfangsfläche der
28
Ringdichtung
7
29
Außenumfangsfläche der
Drehklappe
4
31
Ringnut im Gehäuse
2
32
O-Ring
33
Teilkreis
34
,
35
diametral gegenüberliegende
Bereiche
36
,
37
Eindrehungen
38
Zapfenkupplung
39
Kupplungszapfen
40
Spannstifte
43
Bohrungen
44
Öffnungen im Gehäuse
2
b Gesamtbreite des
Schraubanschlusses
26
B Breite des Stützringes
6
S Ringspalt
Claims (8)
1. Absperrorgan mit einem in eine Rohrleitung
einsetzbaren, einteiligen Gehäuse und einer von einer
Antriebswelle verschwenkbaren Drehklappe, die in ihrer
Schließposition von einer an einer Stirnseite des Gehäuses
von einem Stützring gehaltenen sowie durch eine
Leitungsverbindung von einem Fluid beaufschlagbaren,
aufblähbaren, entropieelastischen Ringdichtung mit
U-förmigem Querschnitt gegenüber dem Gehäuse abgedichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringdichtung (7) mit zwei kreisringförmigen, aufeinanderzu
gerichteten Vorsprüngen (11, 12) in je eine
Kreisringnut (13, 14) in jeder Stirnfläche (15, 16) des
Stützringes (6) dichtend eingreift, in jede ihrer
Seitenaußenflächen (17, 18) je ein vorspringender
Dichtring (19, 20) integriert ist und der Stützring (6) in
seinem außerhalb der Ringdichtung (7) liegenden Bereich mit
mehreren herkömmlichen Innensechskantschrauben (8) am
Gehäuse (2) befestigt ist.
2. Absperrorgan nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die kreisringförmigen,
aufeinanderzu gerichteten Vorsprünge (11, 12) der
Ringdichtung (7) in ihrer Querschnittsform der
Querschnittsform der aufnehmenden Kreisringnut (13, 14)
formschlüssig angepaßt und in ihrem Bereich auf den beiden
Seitenaußenflächen (17, 18) die vorspringenden
Dichtringe (19, 20) angeordnet sind.
3. Absperrorgan nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die in jeder der
Seitenaußenflächen (17, 18) integrierten Dichtringe (19, 20)
einen halbkreisförmigen oder kreisabschnittsförmigen
Querschnitt aufweisen.
4. Absperrorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützring (6) an seiner Innenumfangsfläche (23) mit einer
Fluiddruckkammer (22) in Form einer umlaufenden
Kreisringnut versehen ist, in welche eine gegenüber der
Außenatmosphäre fluiddicht abgedichtete
Fluidanschlußleitung (24) zur Druckbeaufschlagung der
Ringdichtung (7) direkt einmündet.
5. Absperrorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützring (6) auf die ihm zugekehrte Stirnfläche (33) des
Gehäuses (2) aufgelegt und lediglich an den zwei diametral
gegenüberliegenden Bereichen (34, 35) der Durchführung der
Drehklappenwelle (3) von zentrierenden
Eindrehungen (36, 37) umfaßt ist.
6. Absperrorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehklappe (4) in ihre und aus ihrer Schließposition
berührungslos zur Ringdichtung (7) verschwenkbar und
diese (7) erst nach Erreichen der Schließposition der
Drehklappe (4) aufgebläht und vor dem Herausschwenken der
Drehklappe (4) aus ihrer Schließposition drucklos gestellt ist.
7. Absperrorgan nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sich in drucklosem Zustand
der entropieelastischen Ringdichtung (7) zwischen ihrer
Außenumfangsfläche (28) und der Außenumfangsfläche (29)
der Drehklappe (4) ein umlaufender Ringspalt (S) befindet.
8. Absperrorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse (2) an seiner von der Ringdichtung (7) abgewandten
Stirnfläche (30) in an sich bekannter Weise von einem in eine
Ringnut (31) eingelegten O-Ring (32) mit dem an dieser
Stirnfläche (30) angreifenden Rohrleitungsende abgedichtet
ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10060004A DE10060004B4 (de) | 2000-12-02 | 2000-12-02 | Absperrorgan mit einer verschwenkbaren Drehklappe und einer an einem Stützring gehaltenen, entropieelastischen Ringdichtung |
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| DE10060004A DE10060004B4 (de) | 2000-12-02 | 2000-12-02 | Absperrorgan mit einer verschwenkbaren Drehklappe und einer an einem Stützring gehaltenen, entropieelastischen Ringdichtung |
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| DE10060004A1 true DE10060004A1 (de) | 2002-06-13 |
| DE10060004B4 DE10060004B4 (de) | 2005-08-25 |
Family
ID=7665594
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| DE10060004A Expired - Lifetime DE10060004B4 (de) | 2000-12-02 | 2000-12-02 | Absperrorgan mit einer verschwenkbaren Drehklappe und einer an einem Stützring gehaltenen, entropieelastischen Ringdichtung |
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