DE10057042A1 - Mobilkommunikationsgerät mit Zeichenlesefunktion - Google Patents
Mobilkommunikationsgerät mit ZeichenlesefunktionInfo
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Abstract
Ein mobiles Telekommunikationsgerät für die Sprach- und Datenkommunikation mit wenigstens einer Zentrale umfaßt eine Zeichenleseeinrichtung (14) und ist eingerichtet, um von der Zeichenleseeinrichtung (14) gelesenen Informationen an die Zentrale zu übermitteln. Die Zeichenleseeinrichtung (14) ist einsetzbar, um Daten von zu kaufenden Gegenständen schnell und zuverlässig zu erfassen und an einen Verkäufer zu übermitteln, oder um individuelle Daten eines zeitweiligen Benutzers des Telekommunikationsgeräts einzulesen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikati
onsgerät für die mobile Kommunikation mit einer
Zentrale. Derartige Kommunikationsgeräte sind in
zahlreichen Ausgestaltungen bekannt, so z. B. in
Form von Handys nach GSM-, UMTS-, WAP-Standard oder
dergleichen für die Kommunikation mit einer Zentra
le in Form eines öffentlichen Mobilfunksystems;
oder in Form von schnurlosen Endgeräten nach DECT-
Standard für die Kommunikation mit einer privaten
Telekommunikationsanlage.
Derartige Telekommunikationsgeräte sind zur Zeit in
ihrer Anwendung eng an ihre jeweiligen Benutzer ge
bunden. So verfügt z. B. ein Handy üblicherweise
über eine sogenannte SIM-Karte, auf der teilnehmer
spezifische Daten gespeichert sind, die zur Legiti
mation des Handys bei der Einbuchung ins Mobilfunk-
Kommunikationsnetz übertragen werden und unter an
derem für die Berechnung der auf einem Benutzer
entfallenden Gebühren dienen. Falls ein Handy-
Benutzer sein Gerät einer anderen Person zur Verfü
gung stellt, der die SIM-Karte des Geräts nicht
durch eine eigene ersetzen kann, hat der Benutzer
nachträglich keine Möglichkeit, die von der Person
verursachten Gebühren zu identifizieren. Personen,
die jeweils nur vereinzelt und/oder kurzfristig Be
darf für Mobilfunk-Kommunikation haben, jeweils ei
ne eigene SIM-Karte zur Verfügung zu stellen, ist
aber unverhältnismäßig aufwendig, da mit der Zutei
lung einer SIM-Karte auch gleichzeitig die Vergabe
einer Telefonnummer und deren Freischaltung durch
den Mobilfunk-Netzbetreiber verbunden ist.
Gegenwärtige mobile Telekommunikationsgeräte der
oben genannten Art werden im wesentlichen für
Sprachkommunikation genutzt; in geringem Umfang
auch für die schnurlose Datenübertragung eines über
eine entsprechende Schnittstelle an das Gerät ange
schlossenen Computers. Mit Hilfe eines WAP-Handys
ist es auch möglich, Internet-Inhalte ohne Zuhilfe
nahme eines Computers abzufragen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die Anwen
dungsmöglichkeiten mobiler Telekommunikationsgeräte
zu erweitern.
Eine überraschende Vielzahl neuer Anwendungsmög
lichkeiten ergibt sich erfindungsgemäß dadurch, daß
zu dem mobilen Telekommunikationsgerät eine Zei
chenleseeinrichtung hinzugefügt wird, und die Mög
lichkeit geschaffen wird, von der Zeichenleseein
richtung gelesene Information über das Telekommuni
kationsgerät an dessen Zentrale zu übermitteln.
Daraus ergibt sich z. B. die Möglichkeit, mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Telekommunikationsgeräts Be
stellungen aufzugeben oder allgemeiner gesagt Kauf
geschäfte zu tätigen, indem ein Benutzer mit Hilfe
der Zeichenleseeinrichtung einen für eine gewünsch
te Ware oder Dienstleistung stehenden Code erfaßt
und die so gelesene Information an die Zentrale
übermittelt.
Bei der Zentrale kann es sich um eine private Tele
kommunikationsanlage eines Anbieters der betreffen
den Waren und/oder Dienstleistungen handeln; diese
Variante ermöglicht insbesondere den Abschluß von
Kaufgeschäften, indem Kunden beim Betreten der Ge
schäftsräume eines Anbieters ein erfindungsgemäßes
Telekommunikationsgerät ausgehändigt wird, worauf
hin die Kunden angebotene Waren in den Geschäfts
räumen frei in Augenschein nehmen können und bei
Kaufwunsch die Zeichenleseeinrichtung an einen an
der Ware oder in deren Nähe angebrachten Code hal
ten können, um diesen zu erfassen und die so gele
sene Information an die private Telekommunikations
anlage des Geschäftsinhabers zu übermitteln, von wo
sie z. B. an einen die Bestellung bearbeitenden Com
puter weiter geleitet werden kann.
Denkbar ist ein ähnliches Verfahren auch unter Ein
schaltung eines beliebigen öffentlichen Fernmelde
netzes als Zentrale. In diesem Fall kann ein Ge
schäftsinhaber seinen Kunden Kataloge zur Verfügung
stellen, in denen angebotene Waren/Dienstleistungen
in Verbindung mit einem Code abgebildet und/oder
beschrieben sind, und ein Kunde kann eine Bestel
lung aufgeben, in dem er die Codes gewünschter Wa
ren oder Dienstleistungen mit Hilfe eines Zeichen
lesegeräts erfaßt und die so gelesenen Informatio
nen über das öffentliche Netz an den Betreiber des
Geschäfts übermittelt.
Um dem Kunden vor dem definitiven Abschluß eines
Geschäfts eine Übersicht über die erfaßten Informa
tionen zu ermöglichen, verfügt das Telekommunikati
onsgerät vorzugsweise über eine Anzeigeeinrichtung
zum Anzeigen von der Zeichenleseeinrichtung gelese
ner Informationen.
Diese Anzeigeeinrichtung und die Zeichenleseein
richtung sind zweckmäßigerweise an voneinander ab
gewandten Oberflächen eines gleichen Gehäuses ange
ordnet, so daß ein Benutzer gleichzeitig die Zei
chenleseeinrichtung an einen zu lesenden Code füh
ren und dabei die Anzeigeeinrichtung betrachten
kann.
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung umfaßt
das Telekommunikationsgerät eine lokale Schnitt
stelle zur Ausgabe der von der Zeichenleseeinrich
tung gelesenen Information. Mit Hilfe dieser
Schnittstelle kann sich der Kunde z. B. über einen
daran angeschlossenen Drucker kurzfristig einen Be
leg über die aufgegebene Bestellung verschaffen.
Bei dieser Schnittstelle handelt es sich vorzugs
weise um eine Infrarot-Schnittstelle.
Bei der Zeichenleseeinrichtung handelt es sich vor
zugsweise um ein Barcode-Lesegerät. Mit einem sol
chen Lesegerät können EAN-Codes erfaßt werden, wie
sie heutzutage auf praktisch allen abgepackten Wa
ren im Einzelhandel zu finden sind. Es ist aber
denkbar, als Zeichenlesegerät ein Lesegerät für Ma
gnetkarten-Streifen, Bänder oder dergleichen oder
ein Erkennungsgerät für alphanumerische Zeichen
einzusetzen.
Das Kommunikationsgerät verfügt über einen Speicher
für Daten, anhand derer der Benutzer des Geräts
identifizierbar ist. Ein solcher Speicher ist in
Form der bereits erwähnten SIM-Karte an sich be
kannt. Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Tele
kommunikationsgeräts liegt darin, daß es eingerich
tet ist, bei der Übermittlung der von der Zeichen
leseeinrichtung gelesenen Informationen solche
Identifizierungsdaten mit zu übertragen, die es dem
Empfänger einer mit diesem Telekommunikationsgerät
aufgegebenen Bestellung ermöglichen, Namen und An
schrift bzw. Lieferadresse eines Bestellers zu er
kennen.
Für eine weitere Anwendungsmöglichkeit des erfin
dungsgemäßen Kommunikationsgeräts ist es vorteil
haft, wenn dieses über die Möglichkeit verfügt, mit
dem Zeichenlesegerät erfaßte Informationen in den
Speicher für die Identifizierungsdaten zu übertra
gen. Dies ermöglicht die kurzfristige Zuordnung ei
nes Kommunikationsgeräts zu einem zeitweiligen Be
nutzer lediglich dadurch, daß die Identifizierungs
daten dieses Benutzers in das Gerät eingelesen wer
den.
Weitere Merkmale, Vorteile, Besonderheiten und An
wendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Tele
kommunikationsgeräts ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels mit
Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen
Fig. 1 und 2 jeweils ein erfindungsgemäßes Tele
kommunikationsgerät in einer Ansicht von vorn
und von der Seite; und
Fig. 3 ein Blockschaltbild des Telekommunikations
geräts.
In der Vorderansicht der Fig. 1 unterscheidet sich
das erfindungsgemäße Telekommunikationsgerät nicht
wesentlich von einem herkömmlichen Handy. Es ver
fügt über einen Lautsprecher 1, ein Mikrofon 2, ein
Ziffern-Tastenfeld 3 zur Eingabe einer Rufnummer,
diverse Funktionstasten 4 und eine Anzeigeeinrich
tung 5, z. B. ein LCD-Display.
Der interne Aufbau des Kommunikationsgeräts ist in
Fig. 3 als Blockschaltbild dargestellt. Der innere
Aufbau der einzelnen Komponenten wird hier nicht im
Detail beschrieben, da diese Komponenten im wesent
lichen bekannt oder für die speziellen Funktionen
des erfindungsgemäßen Telekommunikationsgeräts al
lenfalls geringfügig angepaßt sind. Diese Anpassun
gen sind für einen Fachmann in Kenntnis der zu rea
lisierenden Funktionen ohne weiteres durchführbar.
Das Kommunikationsgerät besitzt eine Sender-
Empfänger-Einheit mit Codern/Decodern 11, 12 für
zwei Übertragungskanäle, einen für externe Gesprä
che, die über ein öffentliches Netz, z. B. nach GSM-
oder UMTS-Standard vermittelt werden, und einen für
interne Gespräche, d. h. für Gespräche mit Endgerä
ten, die zusammen mit dem hier gezeigten an eine
private Telekommunikationsanlage als Nebenstellen
angeschlossen sind. Die Kanäle können gleichzeitig
und konkurrierend betrieben werden. Dies bedeutet,
daß, sofern das Telekommunikationsgerät frei ist,
sowohl auf dem externen als auf dem internen Kanal
eintreffende Anrufe dem Benutzer signalisiert wer
den; für eine Gesprächsverbindung wird jedoch immer
nur ein Kanal benutzt, der andere ist im Warte-
bzw. Bereitschaftszustand. Nach dem Einschalten des
Kommunikationsgeräts ist der externe Kanal grund
sätzlich bereit, d. h. das Kommunikationsgerät bucht
sich in das öffentliche Kommunikationssystem
selbsttätig ein. Der interne Kanal hingegen wird
mit der Anmeldung des Geräts an eine Telekommunika
tionsanlage in den Bereitschaftszustand versetzt
und hält diesen Zustand bis eine Abmeldung oder die
Abschaltung des Geräts erfolgt. Eine Telekommunika
tionsanlage kann je nach Betriebs- und Besitzerei
genheiten das Telekommunikationsgerät in seiner Ei
genschaft als Nebenstelle dieser Anlage abschalten.
Die Telekommunikationsanlage überträgt hierzu Aus
tausch- und Identifizierungsdaten an das Telekommu
nikationsgerät, das sich daraufhin gegenüber der
Telekommunikationsanlage wie ein Schnurlostelefon
verhält.
Die Sender-Empfänger-Einheit 10 ist über eine Steu
ereinheit 15 mit einem Audioprozessor 16 verbunden,
der digitalisierte Audiodaten von Mikrofon 2 lie
fert und über den Lautsprecher 1 auszugebende Au
diodaten empfängt.
An die Steuereinheit 15 ist ferner ein Speicher 13
angeschlossen, in dem Daten fest gespeichert sind,
die einen Rückschluß auf den Benutzer des Telekom
munikationsgeräts zulassen, und die bei der Einbu
chung in das öffentliche Netz oder bei der Anmel
dung an eine Telekommunikationsanlage von der Steu
ereinheit 15 gelesen und übertragen werden. Der
Aufbau von Datensätzen, die diese Funktion erfüllen
und die z. B. nach GSM- oder UMTS-Norm für die Legi
timation eines Endgeräts genutzt werden, ist be
kannt und braucht hier nicht eigens beschrieben zu
werden. Zusätzlich zu diesen bedingt durch die von
dem Telekommunikationsgerät befolgte Norm vorhande
nen Daten können Identifikationsmerkmale des Gerä
teinhabers wie z. B. Iris- und/oder Fingerabdruck-
Merkmale gespeichert sein. Diese Daten sind in ei
ner geschützten Form gespeichert, so daß sie nur
von einer autorisierten Stelle etwa einem Verkäufer
oder Hersteller der Geräte erfaßt und geändert wer
den können.
Bei der Nutzung des erfindungsgemäßen Telekommuni
kationsgeräts zum Abschluß von Kaufgeschäften kön
nen diese Daten auch wenigstens eine Adresse des
Geräteinhabers umfassen, so daß an den Empfänger
der Bestellung eine Adresse, an die bestellte Waren
geliefert werden sollen, und, falls davon abwei
chend, eine Rechnungsadresse, mit der Bestellung
übermittelt werden können.
In der Seitenansicht der Fig. 2 erkennt man ein an
der Rückseite des Gerätegehäuses angebrachtes,
schräg nach oben orientiertes Fenster 6, hinter dem
sich eine Zeichenleseeinrichtung, genauer gesagt
ein Barcode-Lesegerät 14 (siehe Fig. 3) befindet.
Das Barcode-Lesegerät 14 hat einen Eingangs-
Erfassungswinkel zwischen ca. 15 und 90°. Dies er
laubt es einem Benutzer, das Telekommunikationsge
rät mit der gleichen Handhaltung gegen eine Fläche
mit einem zu lesenden Code zu halten, die es auch
beim Wählen einer Rufnummer innehat. So kann der
Benutzer in Verbindung mit dem Lesen des Codes auf
dem Zifferntastenfeld 3 die gewünschte Menge oder
Stückzahl des Artikels bequem eingeben.
Das Barcode-Lesegerät 14 kann auch zum Lesen von
Zeichen eingesetzt werden, die anschließend in dem
Speicher 13 gespeichert werden. In einem solchen
Fall ist es zweckmäßig, wenn der Speicher 13 zu
sätzlich zu einem nichtflüchtigen Teil einen flüch
tigen Teil für die Speicherung der so gelesenen Da
ten aufweist.
Bei diesen Zeichen kann es sich um persönliche Da
ten eines Benutzers des Geräts handeln.
Diese Möglichkeit ist insbesondere für die Kommuni
kation innerhalb eines Unternehmens attraktiv. So
ist es z. B. denkbar, alle Mitarbeiter eines Unter
nehmens für ihren Telefonierbedarf mit den erfin
dungsgemäßen Telekommunikationsgeräten auszustat
ten, wobei es für die Individualisierung eines sol
chen Geräts genügt, mit der Zeichenleseeinrichtung
einen individuellen Code jedes einzelnen Mitarbei
ters zu erfassen, der anschließend beim Anmelden
des Kommunikationsgeräts an der privaten Telekommu
nikationsanlage des Betriebs verwendet wird, um so
z. B. über die Telekommunikationsanlage nach außen
geführte Gespräche einzelnen Mitarbeitern, Projek
ten oder dergleichen zuordnen zu können, die Amts
zugangsberechtigung der einzelnen Mitarbeiter fest
zulegen, etc..
Ein solcher mit der Zeichenleseeinrichtung zu er
fassender Code kann z. B. auf einem Werksausweis an
gebracht sein. Dies eröffnet die Möglichkeit, Mit
arbeitern, die nicht ständig ein Telekommunikati
onsgerät benötigen, ein erfindungsgemäßes Gerät nur
zeitweilig auszuhändigen, das Gerät nach der Arbeit
oder wenn der Bedarf nicht mehr besteht, wieder
einzusammeln und das gleiche Gerät anschließend ei
nem anderen Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen,
der es durch Einlesen seines persönlichen Codes für
sich individualisiert. Genauso können auch Besucher
eines Unternehmens ein solches Gerät zur Verfügung
gestellt bekommen; Voraussetzung dafür ist ledig
lich die Zuordnung eines Codes in einer von der
Zeichenleseeinrichtung erfassbaren Form, z. B. auf
einem gedruckten Besucherausweis.
Die Anmeldung eines solchen Telekommunikationsge
räts bei der Telekommunikationsanlage des Unterneh
mens kann vom Empfangspersonal des Unternehmens
durchgeführt werden; es kann aber auch vorgesehen
werden, daß eine Gebrauchsanweisung, gegebenenfalls
in mehreren Sprachen, auf der Anzeigeeinrichtung 5
dargestellt oder von einer Voicebox des Telekommu
nikationsgeräts ausgegeben wird, die es einem Besu
cher ermöglicht, diese Anmeldung selbst vorzuneh
men.
Ein solches Telekommunikationsgerät kann z. B. übli
che Telefone in Hotelzimmern ersetzen; Hotelgäste
können ein solches Gerät bei sich tragen und auf
diese Weise ständig erreichbar sein, auch wenn sie
sich nicht im Zimmer aufhalten.
Eine weitere wichtige Anwendung des erfindungsge
mäßen Telekommunikationsgeräts ist die Erleichte
rung von Kaufvorgängen aller Art. Ein solcher Kauf
vorgang kann z. B. folgendermaßen ablaufen: Ein Kun
de bekommt beim Betreten eines Einzelhandelsge
schäfts ein erfindungsgemäßes Telekommunikationsge
rät ausgehändigt. In dieses Endgerät gibt er indi
vidualisierende Daten ein, z. B. seinen Namen, seine
Wohn- oder Geschäftsadresse oder falls von ersteren
abweichend, eine gewünschte Adresse, an die Waren
geliefert werden sollen. Diese Eingabe kann, wie
von SMS-Nachrichten bekannt, durch Eingabe von Hand
am Zifferntastenfeld 3 erfolgen; wesentlich beque
mer ist jedoch das Einlesen eines Codes mit Hilfe
der Zeichenleseeinrichtung. Ein solcher Code kann
z. B. auf einem Kundenausweis aufgedruckt sein. Die
se individualisierenden Daten werden im flüchtigen
Teil des Speichers 13 gespeichert. Im Laden wählt
der Kunde aus dem angebotenen Warensortiment, indem
er an der angebotenen Ware oder z. B. an einem Re
galboden in der Nähe der Waren angebrachte Codes
mit Hilfe des Zeichenlesegeräts 14 einscannt. Auf
der Anzeigeeinrichtung 5 erscheint daraufhin die
Bezeichnung des ausgewählten Gegenstandes, und der
Kunde wird aufgefordert, die Stückzahl oder Menge
des gewünschten Artikels über das Zifferntastenfeld
3 einzugeben. Wenn der Kunde alle benötigten Arti
kel auf diese Weise in sein Kommunikationsgerät
eingegeben hat, kann er die so erfaßten Informatio
nen sich mit Hilfe der Funktionstasten 4 nochmals
auf der Anzeigeeinrichtung 5 anzeigen lassen, um
gegebenenfalls letzte Änderungen daran vorzunehmen
oder sich die Gesamtkaufsumme anzeigen zu lassen,
und schließlich die erfaßten Informationen durch
Tastendruck an eine Telekommunikationsanlage des
Geschäfts übertragen, woraufhin die gewünschten Ar
tikel aus einem Lager herbeigeschafft werden und
entweder dem Kunden ausgehändigt werden oder an ei
ne von ihm angegebene Lieferadresse zugestellt wer
den.
Da der Kunde für seinen Einkauf keinen Einkaufswa
gen mehr benötigt, reduziert sich der Flächenbedarf
des Geschäfts. Da außerdem die in dem Verkaufsbe
reich des Geschäfts ausgestellten Artikel am Ort
bleiben, erübrigt sich eine Kontrolle der Regalbe
stände in den Verkaufsräumen, außerdem kann, da je
weils nur ein Exemplar jedes Artikels ausgestellt
werden muß, die Vielfalt des Sortiments, das auf
einer begrenzten Ladenfläche angeboten werden kann,
erheblich gesteigert werden. Die Beschaffung der
bestellten Artikel aus einem Lager kann vollautoma
tisch erfolgen.
In der gleichen Weise wie von Kunden für ihre Ein
käufe kann das Gerät auch von den Mitarbeitern des
Ladengeschäfts zur Erfassung von Lagerbeständen
eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Kommunikationsgerät ist aber
nicht nur für den Einkauf in einem Ladenlokal
brauchbar, sondern es erleichtert auch Bestellungen
per Katalog. In diesem Fall ist es lediglich erfor
derlich, daß der verwendete Katalog für jeden ange
botenen Artikel einen Code enthält, der mit der
Zeichenleseeinrichtung erfaßt werden kann. Nachdem
ein Kunde alle zu bestellenden Artikel in der glei
chen Weise wie oben beschrieben erfaßt hat, über
mittelt er die Bestelldaten an den Katalogversender
über ein öffentliches Telekommunikationsnetz.
Auf diese Weise wird das Bestellen per Katalog für
die Kunden einfacher und effizienter, da kein zeit
raubendes und fehlerträchtiges Abschreiben von Be
stellnummern aus einem Katalog auf einen Bestell
zettel mehr erforderlich ist.
Um in einem solchen Fall dem Besteller ein schrift
liches Dokument über seine Bestellung an die Hand
geben zu können, ist an dem Telekommunikationsgerät
eine lokale Schnittstelle 17, insbesondere eine In
frarot-Schnittstelle, vorgesehen, deren an der
oberseite des Gehäuses angeordnetes Fenster 7 in
den Figuren gezeigt ist. Diese Infrarot-
Schnittstelle 17 kann genutzt werden, um die über
mittelten Bestellungsdaten an einen lokalen Drucker
zu übertragen. Das einfachste ist es, direkt die
vom Benutzer erfaßten Bestelldaten über die Infra
rot-Schnittstelle 17 auszugeben. Zweckmäßiger oder
ergänzend möglich ist es jedoch, nach der Übermitt
lung der Bestelldaten an den Händler eine von des
sen Computer umgehend erzeugte und noch während der
gleichen Fernsprechverbindung übertragene Auftrags
bestätigung zu drucken, deren Bestelldaten vom Com
puter des Händlers an das Telekommunikationsgerät
rückübertragen werden. Auf diese Weise hat der Kun
de sofort einen Beleg darüber in der Hand, welche
Daten tatsächlich beim Händler eingetroffen sind,
und kann eventuelle Übermittlungsfehler sofort er
kennen.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemä
ßen Telekommunikationsgeräts ergeben sich z. B. im
Bereich des öffentlichen Personenverkehrs: Trifft
ein Benutzer mit einem solchen Gerät an einem Flug
hafen ein, so wird zunächst eine Anmeldung des Ge
räts an einer Telekommunikationsanlage des Flugha
fens durchgeführt. Anhand der dabei übermittelten
Identifizierungsdaten des Benutzers wird geprüft,
ob ein Flugticket gebucht ist. Wenn ja, wird eine
Verkehrswegführung örtlich und zeitgerecht, bei
spielsweise "Check-in im Bereich X melden Sie sich
bis spätestens um xx : xx Uhr am Schalter xy" durch
geführt. Wenn Meldungen oder Nachrichten, z. B. bei
Gruppenbildungen vorliegen, werden diese übertra
gen.
Alle eingewählten Telekommunikationsgeräte können
untereinander kommunizieren. Bei Benutzung einer
Freisprechfunktion des Telekommunikationsgeräts
entsteht der Eindruck, daß alle Servicemaßnahmen
nur für dessen Benutzer zuständig sind.
Wenn dem Benutzer kein Start eines Flugzeuges zuge
ordnet werden kann, wird von der Telekommunikati
onsanlage automatisch eine Anfrage übermittelt, ob
er jemanden erwartet oder selber ein Ziel anfliegen
will.
Erwartet der Benutzer einen Fluggast, wird die
Flugnummer mit der Zeichenleseeinrichtung erfaßt
oder über den Abflugort ermittelt. Voraussichtliche
Ankunftszeiten und Verspätungen können auf das Te
lekommunikationsgerät übertragen und auf der Anzei
geeinrichtung 5 angezeigt werden.
Gibt der Besucher zu erkennen, daß er ein bestimm
tes Ziel anfliegen will, ohne im Besitz eines Tik
kets zu sein, wird an das Telekommunikationsgerät
automatisch eine Nachricht übertragen, die z. B. ei
nen Schalter einer Fluggesellschaft bezeichnet, wo
der gewünschte Flug gebucht und der Check-in ausge
führt werden kann.
Claims (14)
1. Mobiles Telekommunikationsgerät für die
Sprach- und Datenkommunikation mit wenigstens
einer Zentrale, dadurch gekennzeichnet, dass
es eine Zeichenleseeinrichtung (14) umfasst
und eingerichtet ist, von der Zeichenleseein
richtung (14) gelesene Informationen an die
Zentrale zu übermitteln.
2. Mobiles Telekommunikationsgerät nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass es über einen
Speicher (13) für Daten Verfügt, anhand derer
sein Benutzer identifizierbar ist, und dass es
eingerichtet ist, bei der Übermittlung der von
der Zeichenleseeinrichtung (14) gelesenen In
formationen an die Zentrale diese Daten mitzu
übertragen.
3. Mobiles Telekommunikationsgerät nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, dass es eingerich
tet ist, von der Zeichenleseeinrichtung (14)
gelesene Information in den Speicher (13) ein
zutragen.
4. Mobiles Telekommunikationsgerät nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass es über eine Anzeigeeinrichtung (5)
zum Anzeigen von von der Zeichenleseeinrich
tung (14) gelesener Information verfügt.
5. Mobiles Telekommunikationsgerät nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet, dass Anzeigeein
richtung (5) und Zeichenleseeinrichtung (14)
an voneinander abgewandten Oberflächen eines
gleichen Gehäuses angeordnet sind.
6. Mobiles Telekommunikationsgerät nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass es ein Mobiltelefon ist.
7. Mobiles Telekommunikationsgerät nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass es eine lokale Schnittstelle (17)
zur Ausgabe der von der Zeichenleseeinrichtung
(14) gelesenen Information umfaßt.
8. Mobiles Telekommunikationsgerät nach Anspruch
6, dadurch gekennzeichnet, dass die lokale
Schnittstelle (17) eine Infrarot-Schnittstelle
ist.
9. Mobiles Telekommunikationsgerät nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Zeichenleseeinrichtung (14) ein
Barcode-Lesegerät ist.
10. Mobiles Telekommunikationsgerät nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass es für die Kommunikation mit zwei
Zentralen ausgelegt ist.
11. Mobiles Telekommunikationsgerät nach Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Zen
tralen ein öffentliches Fernmeldenetz und die
andere eine private Nebenstellenanlage ist.
12. Anwendung eines mobilen Telekommunikationsge
räts nach einem der vorhergehenden Ansprüche
im Rahmen von Handelsgeschäften, bei der ein
Käufer Daten eines gewünschten Gegenstandes
mit der Zeichenleseeinrichtung (14) erfaßt und
die Daten von dem Telekommunikationsgerät an
die Zentrale übermittelt werden.
13. Anwendung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Daten an oder in der Nähe
von zum Verkauf angebotenen Gegenständen ange
brachte Codes sind.
14. Anwendung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Daten in einem Katalog in
Verbindung mit einer Darstellung eines angebo
tenen Gegenstandes angebrachte Codes sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10057042A DE10057042A1 (de) | 2000-07-28 | 2000-11-17 | Mobilkommunikationsgerät mit Zeichenlesefunktion |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10036887 | 2000-07-28 | ||
| DE10057042A DE10057042A1 (de) | 2000-07-28 | 2000-11-17 | Mobilkommunikationsgerät mit Zeichenlesefunktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10057042A1 true DE10057042A1 (de) | 2002-02-14 |
Family
ID=7650584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10057042A Withdrawn DE10057042A1 (de) | 2000-07-28 | 2000-11-17 | Mobilkommunikationsgerät mit Zeichenlesefunktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10057042A1 (de) |
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