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DE10057901C2 - Paneel, insbesondere Fussbodenpaneel - Google Patents

Paneel, insbesondere Fussbodenpaneel

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DE10057901C2
DE10057901C2 DE10057901A DE10057901A DE10057901C2 DE 10057901 C2 DE10057901 C2 DE 10057901C2 DE 10057901 A DE10057901 A DE 10057901A DE 10057901 A DE10057901 A DE 10057901A DE 10057901 C2 DE10057901 C2 DE 10057901C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Paneel, insbesondere ein Fußbodenpaneel, das zumindest an einer seiner Seiten eine Feder und an der gegenüberliegenden Seite eine Nut auf­ weist, die so ausgebildet sind, das mehrere Paneele durch Ineinanderstecken mitein­ ander verbindbar sind, wobei die Feder-/Nut-Verbindung ein Verschieben zweier mit­ einander verbundener Paneele entgegen der Verbindungsrichtung verhindert, in dem die Feder und die Nut im Querschnitt im wesentlichen kreisförmig ausgebildet sind und die Breite der Nutöffnung kleiner ist als die Stärke der Feder.
Ein solches Paneel ist beispielsweise aus der DE 17 10 082 U bekannt. Zur Verbin­ dung zweier Paneele muss die Feder in Längsrichtung der Nut eingeschoben werden, was recht umständlich ist. Sind die Teile nicht exakt zueinander passend gefräst, kann es zum Verklemmen und Verkanten der Paneele führen, wenn die Feder in die Nut eingeführt wird, wobei die Paneele beschädigt werden können.
Die aus der DE 198 51 200 C1 oder der JP 3-169967 bekannten Paneele lassen sich miteinander verbinden, ohne dass sie auf dem Untergrund verklebt oder miteinander durch zusätzliche Verbindungsglieder verbunden werden müssen. Die Feder bzw. die Nut sind mit Verrastmitteln versehen. Die Verbindungskanten zweier Fußbodenpa­ neele können durch geradliniges Ineinanderschieben parallel zum Untergrund ineinan­ dergesteckt werden, wobei durch Formschluss der Verrastmittel ein Verschieben der Paneele entgegen der Verbindungsrichtung ausgeschlossen wird. Die entsprechende Ausbildung der Feder/Nut wird Klick-Profil genannt. Damit der Formschluss zwischen den Verrastmitteln eintreten kann, wird bei dem Paneel nach der JP 3-169967 beim Ineinanderstecken zweier Paneele durch die Feder des ersten Paneels die Unterlippe der Nut des zweiten Paneels in Richtung der Unterseite verbogen. Kommen die Ver­ rastmittel zueinander in Überdeckung, federt die Unterlippe elastisch zurück und stellt den Formschluss her.
Die Verrastmittel, die durch einen Vorsprung und eine hierzu komplementäre Vertie­ fung ausgebildet werden, müssen sehr sorgfältig gearbeitet sein, damit eine sichere Verrastung möglich ist. Laminat-Bodenpaneele weisen eine Stärke von etwa 10 mm auf. Sie bestehen aus MDF oder HDF mit einer Kunststoff-Dekor-Oberseite. In den Kern aus Holzwerkstoff müssen die Profile der Nut und der Feder eingefräst werden. Die Verrastmittel müssen so ausgestaltet sein, dass zwei ineinandergesteckte Paneele an ihrer Oberseite unter Vorspannung aneinanderstoßen, damit eine dichte Verbin­ dungsstelle hergestellt wird und keine Feuchtigkeit in den Kern eintreten kann, was zum Aufquellen des Holzwerkstoffs und zur Zerstörung des verlegten Fußbodens führen würde. Bei der geringen Paneelstärke sind natürlich auch die Abmessungen der Verrastmittel entsprechend klein. Werden die Paneele nach dem Verlegen wieder auf­ genommen und später erneut ausgelegt, kann es nach mehrmaligem Verlegen zu Ver­ schleißerscheinungen an den Verrastmitteln kommen. Dann ist eine Verbindung unter Vorspannung nicht mehr an allen Stellen mit Sicherheit gewährleistet, was zu den vorbeschriebenen Folgen führen kann.
Die DE 298 22 341 U1 offenbart eine Nut- und Federverbindung für Bauelemente aus Holz, bei der die Nut und die Feder im Querschnitt rechteckig ausgebildet sind. Um ein Zusammenfügen der Paneele zu erleichtern ist die Feder mittig über ihre volle Breite geschlitzt, so dass sich zwei Federhälften ergeben, und die Nut weist in ihrem Nutgrund einen parallel zur Plattenoberfläche verlaufenden Schlitz auf. Beim Zusam­ menfügen können die beiden Federteile zusammengedrückt und die Nut durch diese Ausbildung aufgeweitet werden. Die miteinander verbundenen Paneele können aber nicht zueinander verrastet werden, so dass Bodenpaneele miteinander verklebt wer­ den müßten, was sehr aufwendig ist.
Von dieser Problemstellung ausgehend soll ein eingangs beschriebenes Paneel so ver­ bessert werden, dass zwei Paneele durch horizontales Ineinanderschieben mittels ei­ ner Klickverbindung verbunden werden können, und dass dabei eine sichere Verra­ stung der Paneele untereinander auch nach mehrmaligem Zerlegen und Zusammen­ setzen gewährleistet ist.
Zur Problemlösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes Paneel dadurch aus, dass die Feder in der Nut im wesentlichen spielfrei aufnehmbar ist, und dass die Nut in ihrem Grund einen Schlitz aufweist, der in Richtung der Paneeloberseite oder der Paneelun­ terseite schräg verläuft.
Durch diese Ausgestaltung werden die Verrastmittel durch die Nut selbst gebildet. Die Stärke der Verrastung ist einstellbar durch die Wahl von Breite der Nutöffnung und Stärke der Feder. Auch bei Paneelen mit einer Stärke von 10 mm können Abmessun­ gen der Verrastmittel eingestellt werden, die wesentlich über den Bekannten liegen. Durch die schräg geschlitzte Nut wird die Elastizität der die Nut begrenzenden Ober­ lippe bzw. Unterlippe erhöht, so dass das Zusammenstecken zweier Paneele erleich­ tert wird. Die Nut weitet sich durch elastisches Ausbiegen einer oder beider Lippen auf und zieht sich wieder zusammen, wenn die Feder vollständig in die Nut einge­ taucht ist.
Vorzugsweise bildet der Schlitz einen spitzen Winkel zur Paneelunterseite. Durch die­ se Ausgestaltung kann die Länge des Schlitzes entsprechend dem gewünschten Ela­ stizitätsverhalten der die Nut begrenzenden Lippen eingestellt werden.
Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend nä­ her erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 - den Teilschnitt durch ein Bodenpaneel an der Nutseite;
Fig. 2 - den Teilschnitt durch ein Bodenpaneel an der Federseite;
Fig. 3 - den Teilschnitt zweier zusammengesetzter Bodenpaneele an der Verbin­ dungsstelle.
Das Paneel 1, 2 besteht aus einem Holzwerkstoff, beispielsweise MDF und weist eine Oberseite 9, auf der eine Dekorschicht 10 aufgebracht ist, und eine Unterseite 11 auf. An sich gegenüberliegenden Seiten ist jedes Paneel 1, 2 mit einer Feder 4 und einer Nut 3 versehen. Feder 4 und Nut 3 können sowohl an den Längs- als auch an den Querseiten der Paneele 1, 2 ausgebildet sein.
Die Nut 3 und die Feder 4 sind im Querschnitt rund, im wesentlichen kreisförmig aus­ gebildet und ihre Konturen entsprechen sich so, dass die Feder 4 im wesentlichen spielfrei in der Nut 3 aufgenommen wird. Die Breite B der Nutöffnung ist kleiner als die Stärke S der Feder 4. Dadurch werden in der Nut 3 Hinterschneidungen 3a, 3b ausgebildet, die mit Hinterschneidungen 4a, 4b an der Feder 4 zusammenwirken und bei zusammengesteckten Paneelen 1, 2 die Feder 4 hintergreifen. Die Nut 3 und die Feder 4 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Länge und/oder Breite des Paneels 1, 2.
Im Nutgrund ist ein im spitzen Winkel α zur Unterseite 11 verlaufender Schlitz 5 vor­ gesehen. Durch diesen Schlitz 5 wird die die Nut 3 begrenzende Unterlippe 6 ela­ stisch. Wird das Paneel 2 mit der Feder 4 in die Nut 3 des Paneels 1 eingeschoben, federt die Unterlippe 6 nach unten aus. Wenn die Feder 4 vollständig in der Nut 3 aufgenommen ist, schnappt die Unterlippe 6 zurück und die Hinterschneidung 3b greift hinter die Feder 4 und die Paneele 1, 2 sind sicher miteinander verrastet. Ein Verschieben entgegen der Verbindungsrichtung 12 ist wirksam ausgeschlossen. Die Ausgestaltung der Hinterschneidungen 3a, 3b und der Hinterschneidungen 4a, 4b ist so gewählt, dass die Paneele 1, 2 zumindest an der Verbindungsstelle 14 der Obersei­ te 9 unter Vorspannung stehen, so dass eine dichte Verbindung hergestellt wird. Um die Spannung nicht zu groß werden zu lassen, was beim Verlegen (Ineinanderstecken) der Paneele 1, 2 zu einem notwendigen erhöhten Kraftaufwand führen würde, ist die Oberlippe 7 der Nut 3 an der Stirnseite leicht abgeschrägt und das Paneel 1, 2 an der gegenüberliegenden Seite ausgenommen, so dass sich zwischen den verbundenen Paneelen 1, 2 ein Freiraum 13 ausbildet. Durch Veränderung des Verhältnisses von Stärke S der Feder 4 zur Breite B der Nutöffnung können die Klemmkräfte in der Ver­ bindung eingestellt werden.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass sich die Umfangskontur der Nut 3 (Nutgrund) und die Umfangskontur der Feder (4) so entsprechen, dass die Feder (4) allseits am Nutgrund anliegt. Dadurch wird eine optimale Verbindung geschaffen. Diese kongru­ ente Ausgestaltung ist jedoch nicht zwingend notwendig, um eine sichere Verbindung einzustellen. Bedeutsam ist, dass die Hinterschneidungen 3a, 3b der Nut 3 in die Hin­ terschneidungen 4a, 4b der Feder 4 eingreifen. Auch wenn der Querschnitt der Feder 4 nicht kreisrund ist, sondern im Bereich eines vorderen Kreissegments abgeplattet ist, wäre eine sichere Verbindung der Paneele 1, 2 möglich.
Bezugszeichenliste
1
Paneel
2
Paneel
3
Nut
3
a Hinterschneidung
3
b Hinterschneidung
4
Feder
4
a Hinterschneidung
4
b Hinterschneidung
5
Schlitz
6
Unterlippe
7
Oberlippe
9
Oberseite
10
Dekorschicht
11
Unterseite
12
Verbindungsrichtung
13
Freiraum
14
Verbindungsstelle
B Breite
S Stärke

Claims (2)

1. Paneel, insbesondere Fußbodenpaneel, das zumindest an einer seiner Seiten eine Feder (4) und an der gegenüberliegenden Seite eine Nut (3) aufweist, die so ausgebildet sind, dass mehrere Paneele (1, 2) durch Ineinanderstecken mit­ einander verbindbar sind, wobei die Feder/Nut-Verbindung ein Verschieben zweier miteinander verbundener Paneele (1, 2) entgegen der Verbindungsrich­ tung verhindert, indem die Feder (4) und die Nut (3) im Querschnitt im wesent­ lichen kreisförmig ausgebildet sind und die Breite (B) der Nutöffnung kleiner ist als die Stärke (S) der Feder (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (4) in der Nut (3) im wesentlichen spielfrei aufnehmbar ist und dass die Nut (3) in ih­ rem Grund einen Schlitz (5) aufweist, der in Richtung der Paneeloberseite (9) oder der Paneelunterseite (11) schräg verläuft.
2. Paneel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (5) zur Pa­ neelunterseite (11) im spitzen Winkel (α) verläuft.
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