DE10056348C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines schalenförmigen Nahrungsmittelproduktes aus einem frei zu backenden Teig und danach hergestelltes Nahrungsmittelprodukt - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines schalenförmigen Nahrungsmittelproduktes aus einem frei zu backenden Teig und danach hergestelltes NahrungsmittelproduktInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines schalenförmigen Nahrungsmittel
produktes aus einem frei zu backenden Teig, bei dem zunächst insbesondere bei Keks-, Bre
zel-, Cracker- oder Vollkornteigen die Verfahrensschritte des Einbringens einer definierten
Teigmenge in oder auf eine erste oder eine zweite Form, des Zusammenführens einer zweiten
Form mit der ersten Form und des Pressens der zweiten Form und der ersten Form relativ
zueinander so, daß die Teigmenge eine durch die Konturen von zweiter Form und erster Form
und deren Position relativ zueinander vorgegebene Eigenform erhält, die anschließend im
Backprozeß fixiert wird.
Mit "schalenförmig" soll dabei gemeint sein, daß in das fertiggestellte Nahrungsmittelprodukt
Füllmassen eingebracht und darin gehalten werden können. Erwähnt werden kann dazu die
WO 98/41105 A1, bei der zwei solche schalenförmige Nahrungsmittelprodukte zu einer Backwa
re oder Süßware kombiniert werden. Der Begriff "schalenförmig" ist allerdings nicht auf diese
Ausgestaltungen als Halbkugeln oder halbkugelähnliche Gebilde beschränkt, wie später noch
genauer erläutert wird. Verschiedene Grundformen sind auch im Zusammenhang mit Süßwa
renprodukten in der EP 0 054 229 B1 beschrieben.
Die erste und die zweite Form sind beispielsweise eine Oberform und eine Unterform, wie sie
bei automatisierten Backprozessen verwendet werden.
Bei der Herstellung von Waffel-Halbschalen wird der Teig bei geschlossener Unter- und
Oberform gebacken, wobei über Teigstege zusammenhängende Halbschalen, zumeist in ei
nem regelmäßigen Muster angeordnet, entstehen. Diese Teigstege müssen vor der weiteren
Verarbeitung entfernt werden, beispielsweise durch die Vorgehensweise nach der EP 0 054 229 B1,
was Abfall und Staubbelästigung und nicht zuletzt einen zusätzlichen Verfahrens
schritt bedeutet.
Die DE 43 04 631 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Backen von Hohlgebäcken, die für
Teige mit hohem Zuckergehalt und solche mit niedrigem Zuckergehalt geeignet ist. Diese
Backform für Hohlgebäcke besteht aus einem konkaven Formteil und einem diesen gegen
überliegenden konvexen Formteil, wobei die Wandungen der Formteile jeweils elektrische
Heizelemente enthalten. Zum Backen kann in der geschlossenen Form das konkave Formteil
schnell auf über 350°C erhitzt werden, während das konvexe Formteil nur auf ca. 120°C
erwärmt wird, um sowohl eine Bräunung des Hohlgebäckes auf seiner Außenseite als auch
einen elastischen Teig zu erzielen. In einer weiteren Ausführungsform können die Formteile
auch sehr dünnwandig ausgebildet sein und in eine diese umfassende äußere beheizte Form
eingesetzt werden, wobei dann die äußere beheizte Form als Heizkörper dient, die innenlie
gende dünnwandige Backform den Teig enthält.
Die DE 199 43 239 C1 offenbart eine Backvorrichtung und einen Backvorgang, bei dem in
einer ersten Formgebungsphase ein Teigrohling in einer vorgeheizten Unter- und Oberform
zu einem Formkörper gepreßt wird, anschließend eine Vorbackphase durchgeführt wird, wäh
rend dieser die Preßkraft dadurch verringert oder ausgeschaltet wird, daß die Unter- und die
Oberbackform um einen gewissen Abstand voneinander entfernt werden und schließlich der
vorgebackene Formteigrohling unter nahezu atmosphärischem Druck vorgebacken wird. Im
Anschluß daran wird der Backvorgang zum vollständigen Ausbacken fortgesetzt, nachdem
die Unter- und Oberform zusammengeführt werden, um eine zweite Preßkraft auf den zwi
schen ihnen liegenden vorgebackenen Formteigrohling ausüben. Es wird angegeben, daß die
Kompressionsphase beim Ausbacken eine gute Oberflächenstruktur und eine hohe Festigkeit
des gebackenen Formteiges mit sich bringt.
Die US 3,963,402 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung schalenför
miger Gebäcke, wobei flach ausgebreiteter Teig zunächst teilweise vorgebacken wird und
anschließend durch eine mit Vorsprüngen versehene Patrize in eine Matrize gedrückt wird,
um Halbschalen aus ausgestanzten, vorgebackenen, flachen Teigstücken zu bilden. Während
dieses Formschrittes können die schalenförmigen Teige durch Erwärmen der Formhälften
weitergebacken werden. Im Anschluß an die Formung wird die Patrize aus der Matrize ent
fern, wobei die angebackenen Hohlformen aus Teig an den Vorsprüngen der Patrize hängen
bleiben und so aus der Matrize entfernt werden, um anschließend auf einer Oberfläche zum
freien Fertigbacken abgelegt zu werden. Die Beschreibung befaßt sich mit der Herstellung
von angebackenen Teiglingen aus hefehaltigem Pizzateig.
Um das sensorische Erlebnis beim Verzehr gefüllter Nahrungsmittelprodukte zu erhöhen, ist
es wünschenswert, auch auf andere Teigarten zurückgreifen zu können. Keks-, Brezel-, Crac
ker- und Vollkornteige müssen aber in der Regel frei gebacken werden, damit sich ihre ge
schmacklichen Eigenheiten voll entfalten können.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, das eingangs genannte Verfahren so auszugestalten,
daß damit das Herstellen schalenförmiger Nahrungsmittelprodukte aus einem frei zu backenden
Teig möglich wird. Diese Aufgabe wird von einem Verfahren nach Anspruch 1 und einer
Vorrichtung nach Anspruch 4 gelöst. Ein mit dem Verfahren hergestelltes Produkt ist Gegen
stand des Anspruchs 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der jeweils rückbezo
genen Ansprüche.
Erfindungsgemäß ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung vorgesehen, daß
ein festgelegter Bereich der ersten Form gegen die zweite Form ausgerückt wird, so daß die
geformte Teigmenge an die zweite Form gezwungen wird, daß dann die zweite Form von der
ersten Form getrennt wird, wobei die geformte Teigmenge an der zweiten Form haftet, und
die auf der zweiten Form befindliche geformte Teigmenge gebacken wird. Die Erfindung
nutzt aus, daß die Adhäsionsverhältnisse für den Teig eingestellt werden können, wenn die
erste Form geteilt wird, und dies in einem solchen Verhältnis, daß sich das Anhaftvermögen
zugunsten der zweiten Form verschiebt. Es muß sich der Teig also zunächst nur von einer
relativ geringen Fläche von der ersten Form lösen und erst in einem zweiten Schritt von einer
zweiten Fläche, die relativ zu der Formfläche der zweiten Form klein ist.
Erfindungsgemäß ist also die erste Form eine solche, die in ihrer Funktion flexibel ist, dahin
gehend, daß sie während der Verfahrensführung ihre wirksame Oberfläche ändert. Die zweite
Form dagegen bleibt während des gesamten Verfahrensablaufes starr.
Das Verhältnis der Formfläche des festgelegten, auszurückenden Bereiches der ersten Form
zur Formfläche der zweiten, starren Form beträgt etwa 60 bis 90%, bevorzugt etwa 70%, das
Verhältnis der Formfläche des festgelegten, auszurückenden Teils zur Formfläche des ver
bleibenden Teils der ersten, flexiblen Form beträgt etwa 80 bis 95%, bevorzugt etwa 90%.
Vorteilhaft kann vorgesehen sein, die zweite Form vor dem Backen so zu drehen, daß die ge
formte Teigmenge unter dem Einfluß der Schwerkraft auf der Form-Oberfläche der zweiten
Form ruht.
Grundsätzlich ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf irgendwelche Größen bei den
schalenförmigen Nahrungsmittelprodukten beschränkt. Sollen Nahrungsmittelprodukte in
Konfektgröße hergestellt werden, wird man eine Vielzahl von ersten Formen und eine Viel
zahl zugeordneter zweiten Formen zu einer "großen ersten Form" bzw. "großen zweiten
Form" vereinigen. Anders als beim Stand der Technik wird aber niemals eine zusammenhän
gende Teigfläche über deren gesamte Oberfläche erzeugt, vielmehr wird, wie später noch er
läutert wird, in jede einzelne erste Form ein Teigstück eingelegt oder auf jede zweite Form ein
Teigstück aufgelegt.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die erfinderische Idee realisiert, indem die erste
Form mit einem Ausrücker versehen ist, der einen Teil der Form-Oberfläche der ersten Form
umfaßt und unabhängig von der ersten Form gegen die zweite Form bewegbar ist.
Dabei ist weiter vorteilhaft das Verhältnis von Form-Oberfläche des Ausrückers zu Form-
Oberfläche der verbleibenden ersten Form größer als 1.
Im allgemeinen wird eine Formplatte mit einer Vielzahl von ersten Formen versehen sein,
eine weitere Halteplatte mit einer Vielzahl von zweiten Formen. Der Vorteil der Erfindung
liegt darin, daß beispielsweise in jede erste Form eine definierte Teigmenge eingebracht wird,
die weiter geformt und gebacken wird, ohne daß Überstände zu entfernen wären.
Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugtes Produkt kann aus Keksteig, Brezel
teig, Crackerteig, Vollkornteig oder dergleichen hergestellt werden. Von der Formgebung
sind für die Schalen kaum Grenzen gesetzt, Abrundungen sind aber immer nötig, scharfe
Kanten sind zu vermeiden. Erste Form und zweite Form müssen nicht notwendig korrespon
dierende Form-Oberflächen haben, innerhalb backtechnischer Grenzen können beispielsweise
auch unterschiedliche Wanddicken, unterschiedliche Innen- und Außenformen usw. beim
Nahrungsmittelprodukt erzeugt werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß
das Nahrungsmittelprodukt auch mit temperaturempfindlichen Füllungen versehen werden
kann, da das Produkt bereits fertig gebacken ist, wenn der Füllschritt erfolgt. Zwei Schalen
können auch zu einem geschlossenen Produkt zusammengesetzt werden, beispielsweise zu
einem Bällchen.
Die Erfindung eignet sich zum Endlosbetrieb, da eine Vielzahl von zweiten Formen den Teig
von ersten Formen gemäß der vorliegenden Erfindung abnehmen und diese in einer kontinu
ierlichen Produktlinie weiter transportieren, wobei sie während des Formungsprozesses im
mer mit nur einem festen Satz erster Formen zusammenwirken. Eine solche automatisierte
Backstrecke ist an sich bekannt und kann erstmals auch für die Verarbeitung der genannten
Teige eingesetzt werden.
Im folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden. Es
zeigt:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch eine Vorrichtung zum Herstellen eines schalenförmigen
Nahrungsmittelproduktes aus einem frei zu backenden Teig gemäß der Erfin
dung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Verfahrensführung.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung gemäß der Erfindung ragt von einer Basisplatte 10
eine Vielzahl von Ausrückern 14. Jeder Ausrücker 14 mündet in eine Öffnung 26 einer auf
einer Trägerplatte 12 liegenden Formenplatte 18. Trägerplatte 12 und Formenplatten 18 kön
nen auch einstückig sein. Die Trägerplatte 12 ist relativ zur Basisplatte 10 durch im allgemei
nen mehrere Federn 20 vorbelastet, von denen hier jedoch nur eine gezeigt wird. An einer
Trägerplatte 30 sind die zweiten Formen 32 festgelegt, und zwar bevorzugt austauschbar fest
gelegt, wobei jede zweite Form 32 beispielsweise durch eine in der Zeichnung nicht darge
stellte Schraube, die durch die Trägerplatte 30 in die jeweilige zweite Form geführt ist, befe
stigt ist. Jede zweite Form 32 ist halbkugelförmig und weist einen Ansatz 34 auf, mit dem sie
in eine jeweilige Ausnehmung 36 der Trägerplatte 30 eingelassen ist. Die Trägerplatte 30 ist
hier auf einem Sockel 40 abgelegt, der mit der Basisplatte 10 fest verbunden, beispielsweise
verschraubt ist. Ein ebenfalls auf der Basisplatte 10 befestigter, am Umfang umlaufender
Rahmen 22 bildet die Führung für die Trägerplatte 30 und für die Trägerplatte 12. Das genaue
Einrücken der Trägerplatte 30 wird zusätzlich dadurch gewährleistet, daß der Sockel 40 mit
einer Abschlußplatte 42 versehen ist, um die eine in der Trägerplatte 12 vorgesehene Ring
ausnehmung 24 greifen kann.
Fig. 1 zeigt die Situation bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor dem Trennschritt, bei
dem die Trägerplatte 30 mitsamt den auf den zweiten Formen 32 befindlichen Teigstücken 50
vom Rest der Vorrichtung abgehoben werden und dem Backschritt zugeführt werden.
In der Zeichnung nicht dargestellt ist ein Spannmechanismus, der dafür sorgt, daß die Träger
platte 12 mit der Formenplatte 18 gegen die Wirkung der Federn 20 auf die Basisplatte 10
gedrückt wird. Die Arbeits- und Wirkungsweise dieses Spannmechanismus wird im Zusam
menhang mit der Fig. 2 näher erläutert.
Fig. 2 zeigt mit Teilbildern a) bis g) die Verfahrensführung zum Herstellen eines Nahrungs
mittelproduktes aus frei zu backendem Teig.
Fig. 2a) zeigt stark schematisiert die Anordnung aus Basisplatte 10, Trägerplatte 12 und
Formenplatte 18, wobei die entspannten Federn 20 die Trägerplatte 12 mit der Formenplatte
18 so weit anheben, daß die Formflächen 16 zusammen mit den frei liegenden Form-
Oberflächen der Ausrücker 14 die ersten Formen bilden. Die Ringausnehmung 24 in der Trä
gerplatte 12 umgreift nun die Abschlußplatte 42 des Sockels 40, zwischen der Basisplatte 10
und der Anordnung aus Trägerplatte 12 und Formenplatte 18 ergibt sich ein Spalt. Eine soge
nannte pick-and-place-Einheit 100, in der Zeichnung nur sehr stark schematisiert dargestellt,
hat in jede erste Form ein Teigstück 50 gelegt.
Fig. 2b) zeigt das Heranführen der Trägerplatte 30 mit den zweiten Formen 32 zum Schlie
ßen der Vorrichtung.
Fig. 2c) zeigt den Formprozeß, bei dem die Trägerplatte 30 so weit abgesenkt wird, daß sie
auf den Sockeln 40 ruht. Dabei werden die Teigstücke 50 deformiert und füllen genau den
zwischen der jeweiligen zweiten Form 32 und ersten Form gebildeten Hohlraum aus.
In Fig. 2d) ist gezeigt, wie die Anordnung aus Trägerplatte 12 und Formenplatte 18 auf die
Basisplatte 10 gedrückt ist. Dieses wird durch ein nicht dargestelltes Spannwerk erreicht. Die
Federn 20 sind komprimiert. Es werden also die Formflächen 16 zurückgenommen, so daß
sich die Teigstücke 50 nun noch zwischen den Formflächen der Ausrücker 14 und den Form
flächen der zweiten Formen 32 befinden. Zwischen diesen sind die Flächenverhältnisse und
damit die Adhäsionskräfte so günstig, daß es, wie in Fig. 2e) gezeigt, gelingt, die Träger
platte 30 mitsamt den Teigstücken 50 abzuheben, ohne daß wesentliche Teigreste in den er
sten Formen zurückbleiben.
Die Darstellung in Fig. 2d) entspricht dem Teilschnitt der Fig. 1.
Wie in Fig. 2f) gezeigt, kann die Trägerplatte 30 mit den Teigstücken 50 nun zum Backpro
zeß geführt werden. Es kann vorteilhaft sein, die Trägerplatte um 180° zu drehen, mit dem
Ergebnis, wie in Fig. 2g) gezeigt, daß die Teigstückchen 50 auf den zweiten Formen 32 auf
liegen und so gebacken werden können.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung eignet sich zum Aufbau einer Produktionslinie, wobei
mehrere Trägerplatten 30 mit zweiten Formen 32 in Kombination mit einer die gesamte Me
chanik, Pneumatik bzw. Elektrik enthaltende Anordnung mit den ersten Formen verwendet
wird. Nachdem die Trägerplatte 30 mit den zweiten Formen und Teigstückchen entfernt wor
den ist, wird die Spannmechanik gelöst, die Federn 20 entspannen sich, so daß wieder der in
Fig. 2a) gezeigte Zustand der Vorrichtung erreicht wird, wobei dann eine neue Charge zu
backender Teigstückchen eingelegt werden kann. Es ist vorstellbar, die die zweiten Formen
tragenden Trägerplatten nach Art eines Endlosbandes anzuordnen.
Die für den Aufbau der Vorrichtung verwendeten Materialien müssen lebensmittelecht und in
gewissem Maße abriebfest sein, da der oftmals in den Teigen enthaltene Zucker mechanisch
aggressiv ist.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbar
ten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
10
Basisplatte
12
Trägerplatte
14
Ausrücker
16
Form-Oberfläche
18
Formenplatte
20
Feder
22
Rahmen
24
Ringausnehmung
26
Öffnung
30
Trägerplatte
32
zweite Form
34
Ansatz
36
Ausnehmung
40
Hebewerk
42
Abschlußplatte
50
Teigstück
100
Aufnehm- und Plazier-Einheit
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen eines schalenförmigen Nahrungsmittelproduktes aus einem
frei zu backenden Teig, mit den folgenden Schritten:
- a) Einbringen einer definierten Teigmenge in oder auf eine erste Form oder in oder auf eine zweite Form
- b) Zusammenführen der ersten Form mit einer zweiten Form
- c) Pressen der zweiten Form und der ersten Form relativ zueinander so, daß die Teigmenge eine durch die Form-Oberflächen von zweiter Form und erster Form und deren Position relativ zueinander vorgegebene Ei genform erhält,
- a) Ausrücken eines festgelegten Bereiches der geteilt ausgebildeten ersten Form gegen die zweite Form, so daß die geformte Teigmenge an die zweite Form gezwungen wird,
- b) Trennen der zweiten Form von der ersten Form, wobei die geformte Teigmenge an der zweiten Form haftet; und
- c) Backen der auf der zweiten Form befindlichen geformten Teigmenge.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Form vor dem
Backen so gedreht wird, daß die geformte Teigmenge unter dem Einfluß der Schwer
kraft auf der Form-Oberfläche der zweiten Form ruht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem eine Endlos-Anordnung zweiter Formen
mit einem festen Satz erster Formen zusammenwirkt.
4. Vorrichtung zum Herstellen eines schalenförmigen Nahrungsmittelproduktes aus ei
nem frei zu backenden Teig, mit einer zweiten Form und einer ersten Form, die je
weils Form-Oberflächen aufweisen, welche die Form des Nahrungsmittelproduktes im
wesentlichen festlegen, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Form einen Ausrücker
(14) aufweist, dessen Form-Oberfläche einen Bereich der Form-Oberfläche der ersten
Form umfaßt, wobei die Form-Oberfläche des Ausrückers (14) und die restliche Form-
Oberfläche (16) der ersten Form relativ zueinander verlagerbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Form-
Oberfläche des Ausrückers (14) zur restlichen Form-Oberfläche (16) der ersten Form
größer als Eins ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von
zweiten Formen (32) auf einer Trägerplatte (30) auswechselbar angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Vielzahl von Ausrückern (14) fest auf einer Basisplatte (10) angeordnet ist und daß
eine Vielzahl von Öffnungen (26) in einer Plattenanordnung (12, 18) vorgesehen ist,
wobei jeweils ein Ausrücker (14) in eine Öffnung (26) ragt.
8. Nahrungsmittelprodukt, hergestellt durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 3, aus Keksteig, Brezelteig, Crackerteig oder Vollkornteig.
9. Nahrungsmittelprodukt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einer
Füllung versehen ist.
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| DE19943239C1 (de) * | 1999-09-10 | 2001-02-15 | Marion Thiele | Verfahren und Preßform zur Herstellung von gebackenen Formkörpern |
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