DE10056128A1 - Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanlage sowie eine dementsprechende Anlage - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanlage sowie eine dementsprechende AnlageInfo
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Abstract
Beschrieben wird ein Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanlage sowie eine hierauf gerichtete Gasturbinenanlage, bei der Zuluft verdichtet, mit Brennstoff vermischt und zur Verbrennung gebracht wird, wodurch ein Arbeitsmittel entsteht, das die Gasturbine antreibt, und bei der die im Arbeitsmittel enthaltene Wärme nach Verlassen der Gasturbinenanlage genutzt wird, indem das Arbeitsmittel durch einen Abhitzekessel geleitet wird. DOLLAR A Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens ein Teil des aus dem Abhitzekessel austretenden Arbeitsmittels der Gasturbinenanlage zugeführt wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanla
ge, bei der Zuluft verdichtet, mit Brennstoff vermischt und zur Verbrennung gebracht
wird, wodurch ein Arbeitsmittel entsteht, das die Gasturbine antreibt, und bei der die
im Arbeitsmittel enthaltene Wärme nach Verlassen der Gasturbinenanlage genutzt
wird, indem das Arbeitsmittel durch einen Abhitzekessel geleitet wird. Ferner wird
eine diesbezügliche Gasturbinenanlage beschrieben.
Bei an sich bekannten Gas- und Dampfturbinenanlagen wird die im entspannten Ar
beitsmittel der Gasturbine enthaltene Wärme zur Erzeugung von Dampf für die
Dampfturbine genutzt. Die Wärmeübertragung erfolgt in einem, der Gasturbine
nachgeschalteten Abhitzedampferzeuger, in dem Heizflächen in Form von Rohren
oder Rohrbündeln angeordnet sind. Diese wiederum sind in den Wasser-Dampf-
Kreislauf mit einer Dampfturbine eingebunden. Das aus der Gasturbine austretende,
entspannte Arbeitsmittel wird üblicherweise dem Abhitzedampferzeuger direkt zuge
führt, in welchem der Wärmeaustausch zum Wasser-Dampf-Kreislauf mit der bei
spielsweisen Dampfturbine erfolgt. Das Arbeitsmittel gelangt nach dem Abhitze
dampferzeuger üblicherweise über einen Kamin in die Umgebung. Eine derartige
kombinierte Gas- und Dampfturbinenanlage ist beispielsweise den Druckschriften DE 195 44 226 A1
sowie DE 43 21 081 A1 zu entnehmen.
Das aus dem Kamin austretende Arbeitsmittel einer kombinierten Gas- und Dampf
turbinenanlage hat trotz der in der Gasturbinenanlage erfolgten Verbrennung einen
hohen Luftsauerstoffanteil. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Gasturbinenan
lage mit hohem Luftüberschuss betrieben wird, wodurch die beim Verbrennungspro
zess entstehenden Verbrennungsprodukte, wie insbesondere CO2, mit Luft regel
recht verdünnt sind. Bestrebungen zur Abgasfilterung werden durch die hohen Luft
anteile im Arbeitsmittel erschwert. Daher sind aufwendige Filtertechniken nötig, um
die mit Luft verdünnten Verbrennungsprodukte aus dem Arbeitsmittel auszufiltern.
Hinzu kommt, dass bei hohen Luftanteilen im Arbeitsmittel hohe Stickoxid-Anteile
entstehen können, die es ebenfalls gilt zu reduzieren.
Analoge Verhältnisse gelten auch für Gasturbinenanlagen mit einem nachgeschal
teten Abhitzekessel als Heisswassererzeuger. Ebenso ist es denkbar die Abwärme
von Gasturbinenanlagen für verfahrenstechnische Prozesse zu nutzen. Für die
Gasturbinenanlagen zur Wärmenutzung arbeitsmittelseitig nachgeschalteten Appa
rate soll nachfolgend der Begriff des Abhitzekessels Verwendung finden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben einer Gas
turbinenanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, dass
das aus dem Abhitzekessel austretende Arbeitsmittel einen geringeren Luftanteil
aufweisen soll, so dass die in der Gasturbinenanlage realisierte Verbrennung mit ei
nem geringeren Luftüberschuss erfolgt. Insbesondere soll es möglich sein, die Emis
sionswerte einer Gasturbinenanlage zu verbessern und eine Voraussetzung dafür zu
schaffen, auftretende Verbrennungsprodukte besser zu filtern und leichter zu entsor
gen.
Ferner ist es Aufgabe der Erfindung eine diesbezügliche Gasturbinenanlage mit den
vorstehend aufgezeigten Vorteilen auszubilden.
Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist Gegenstand des An
spruchs 1, in dem das erfindungsgemäße Verfahren beschrieben ist. Anspruch 7
enthält eine erfindungsgemäß ausgebildete Gasturbinenanlage. Den Erfindungsge
danken vorteilhaft weiterbildende Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche
sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf das Ausführungsbeispiel zu entneh
men.
Das erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist der
art ausgebildet, dass wenigstens ein Teil des aus dem Abhitzekessel austretenden
Arbeitsmittels der Gasturbinenanlage zugeführt wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Idee geht dabei davon aus, dass das aus dem
Abhitzekessel austretende Arbeitsmittel im Wege eines geschlossenen Kreislaufes
der Verdichtereinheit der Gasturbinenanlage zugeführt wird. Unter dem Begriff Gas
turbinenanlage wird die an sich bekannte Kombination aus mindestens einer Ver
dichtereinheit, mindestens einer Brennkammer sowie der mindestens einen Gastur
bine verstanden.
Durch die erfindungsgemäße Rezirkulation wenigstens eines Teils des aus dem Ab
hitzekessel austretenden Arbeitsmittels wieder zurück in die Verdichtereinheit der
Gasturbinenanlage steht der beträchtliche Luftüberschuss innerhalb des Arbeitsmit
tels einer wiederholten Verbrennung innerhalb der Brennkammer der Gasturbinen
anlage zur Verfügung. Da das Arbeitsmittel in einem geschlossenen Kreislauf zirku
liert, nimmt der Sauerstoffanteil pro Verbrennungszyklus innerhalb des Arbeitsmittels
stetig ab. Um den Verbrennungsprozess innerhalb der Brennkammer jedoch weiter
hin aufrecht zu erhalten, ist es daher erforderlich dem rezirkulierten Arbeitsmittel vor
Eintritt in die Verdichtereinheit Sauerstoff zumindest in der Menge beizumischen, die
während der Verbrennung benötigt wird. Die Sauerstoffzugabe kann in Form übli
chen Luftsauerstoffes oder durch die Zugabe reinen Sauerstoffes oder eines Sauer
stoff/Kohlendioxid-Gemisches oder eines anderen Sauerstoff enthaltenden Gemi
sches erfolgen.
Da die Rezirkulation des aus dem Abhitzekessel austretenden Arbeitsmittels im We
ge eines geschlossenen Kreislaufes erfolgt, herrschen innerhalb der Zuführleitung
zwischen dem Abhitzekessel und der Verdichtereinheit der Gasturbinenanlage vom
Atmosphärendruck abweichende Druckverhältnisse, die je nach Betriebsweise der
Gasturbinenanlage variieren können. Aus diesem Grunde dient eine weitere Vorver
dichterstufe für die Zufuhr des für den Verbrennungsvorgang zusätzlich erforderli
chen Sauerstoffes unter dem innerhalb des geschlossenen Kreislaufes vorherr
schenden Druckbedingungen.
Wie bereits erwähnt, kann alternativ zur Einspeisung zusätzlichen Luftsauerstoffes
auch reiner Sauerstoff oder ein Sauerstoffgasgemisch verwendet werden, der bzw.
das durch die zusätzliche Vorverdichterstufe einen für die Einkopplung erforderlichen
Betriebsdruck erhält. Für die Vielzahl der Möglichkeiten der Gaszusammensetzung
soll nachfolgend der Begriff des Sauerstoffträgermittels verwendet werden.
Das aus dem Abhitzekessel austretende Arbeitsmittel wird vorzugsweise nicht voll
ständig in einem geschlossenen Kreislauf der Verdichtereinheit der Gasturbinenan
lage zugeführt, sondern ein gewisser Restanteil wird über eine Bypasseinheit einer
Expansionseinheit zugeleitet, in der der Restanteil des Arbeitsmittels vollständig ex
pandiert und die als Niederdruckturbine ausgebildete Expansionseinheit antreibt,
wodurch elektrische oder mechanische Energie gewonnen wird. Die Größe des vom
Hauptstrom des Arbeitsmittels abgetrennten Restanteils ist mit der Bypasseinheit
beliebig regelbar.
Die an der Expansionseinheit gewonnene Energie kann vorzugsweise zum Antrieb
der zusätzlichen Vorverdichterstufe für die Einspeisung des Sauerstoffträgermittels in
den Kreislauf der Gasturbinenanlage verwendet werden.
Durch die vorgeschlagene Betriebsweise für eine Gasturbinenanlage hinsichtlich ei
ner gezielten Rezirkulation des aus dem Abhitzekessel austretenden Arbeitsmittels,
eröffnen sich weitere Optimierungsmöglichkeiten für den Betrieb der gesamten Gas
turbinenanlage. So kann der im Inneren der Zuleitung zwischen Abhitzekessel und
Verdichtereinheit der Gasturbinenanlage vorherrschende Rezirkulationsdruck durch
eine entsprechende, in der Zuleitung vorgesehene Regeleinheit variiert werden.
Grundsätzlich stellen sich geringe Rezirkulationsdruckverhältnisse bei niedriger
Fahrleistung der Gasturbinenanlage ein sowie höhere Drücke bei hoher Fahrleistung,
so dass durch bloße Druckvariation innerhalb des geschlossenen Kreislaufs bspw.
der Teillastbetrieb einer kombinierten Gas- und Dampfturbinenanlage optimiert ein
gestellt werden kann.
Auch ist es möglich, durch gezielte Variation des Sauerstoffträgermittels vor Eintritt in
die Verdichtereinheit der Gasturbinenanlage die Konzentration der Verbrennungs
produkte innerhalb des Arbeitsmittels einzustellen, das aus dem Abhitzekessel aus
tritt. So kann der Anteil der Verbrennungsprodukte hinsichtlich CO2 und H2O derart
gesteigert werden, dass eine leichte Abscheidung von Wasser sowie eine Extraktion
von CO2 nach entsprechender Abzweigung des Arbeitsmittels über die Bypasseinheit
und Entspannung durch die Expansionseinheit möglich ist.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsge
dankens anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
exemplarisch erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisierte Blockbilddarstellung einer kombinierten Gas- und
Dampfturbinenanlage mit Rezirkulation des aus dem Abhitzedampferzeuger
austretenden Arbeitsmittels.
Die Fig. 1 zeigt eine Blockbilddarstellung einer kombinierten Gas- und Dampfturbi
nenanlage, deren Gasturbinenanlage sich aus einer Verdichtereinheit 1, einer
Brennkammer 2 und einer Gasturbine 3 zusammensetzt. Die Verdichtereinheit 1, die
Gasturbine 3 sowie der Generator G befinden sich auf einer Welle, wie der Fig. 1 zu
entnehmen ist. Das aus der Gasturbine 3 austretende Arbeitsmittel gelangt unmittel
bar in einen Abhitzedampferzeuger 4, der in einen Wasser-Dampf-Kreislauf 5 einge
bunden ist.
Selbstverständlich kann es sich bei der Gasturbinenanlage auch um eine Anlage mit
sequentieller Verbrennung handeln. Diese Gasturbinenanlagen verfügen über mehr
als eine Brennkammer und mehr als eine Gasturbine.
Der im Abhitzedampferzeuger erzeugte Dampf dient zum Antrieb einer Dampfturbine
D. Am Austritt des Abhitzedampferzeugers 4 gelangt das Arbeitsmittel in eine By
passeinheit 7, die eine Aufteilung des Arbeitsmittels hauptsächlich durch eine Zulei
tung 6 in Richtung der Verdichtereinheit 1 der Gasturbinenanlage vornimmt. Ein
Restanteil gelangt über die Bypasseinheit 7 in eine Expansionseinheit 8, die als Nie
derdruckturbine ausgebildet ist. Der durch die Expansionseinheit 8 strömende Anteil
des Arbeitsmittels gelangt nachfolgend ins Freie.
Der Hauptanteil des aus dem Abhitzedampferzeuger 4 austretenden Arbeitsmittels
wird über die Zuleitung 6 zur Verdichtereinheit 1 im Rahmen eines geschlossenen
Kreislaufes rezirkuliert. Über eine zusätzliche Vorverdichterstufe 11 sowie einer zwi
schengeschalteten Regeleinheit 9 gelangt zusätzliche Zuluft 10 in den Stoffstrom des
in die Verdichtereinheit 1 einmündenden, rezirkulierten Arbeitsmittels. Der Anteil des
Sauerstoffes in der zusätzlichen Zuluft 10 entspricht vorzugsweise jenem, bei der
Verbrennung in der Brennkammer 2 verbrauchten Sauerstoffanteils, so dass sich
innerhalb des geschlossenen Kreislaufs ein hoher Anteil an Verbrennungsprodukten
im Arbeitsmittel einstellt, welcher sich wiederum im Anschluss an die Expansionsein
heit 8 aus dem abgeleiteten und expandierten Arbeitsmittel leichter abscheiden lässt,
als dies beim Betrieb konventioneller Gas- und Dampfturbinenanlagen der Fall ist. So
ist es zum einen möglich, Wasser im Wege an sich bekannter Abscheidetechniken
zu gewinnen sowie CO2 effektiv zu extrahieren.
Da die erfindungsgemäß ausgebildete Gas- und Dampfturbinenanlage nur mit ca.
einem Drittel der Zuluft arbeitet, verglichen zu einer konventionellen Gas- und
Dampfturbinenanlage, bei der das Arbeitsmittel in herkömmlicher Weise nach
Durchtritt durch den Abhitzedampferzeuger über einen Kamin vollständig entweicht,
besteht überdies die Möglichkeit, die Zuluft durch ein anderes, Sauerstoff enthalten
des Trägermittel zu ersetzen. So ist es möglich, über die Vorverdichterstufe 11 und
die Regeleinheit 9 reinen Sauerstoff oder beispielsweise ein Sauerstoff-CO2-
Gemisch in die Zuleitung 6 einzuspeisen. Auf diese Weise würde man nach entspre
chender Wasserabscheidung nach der Expansionsstufe 8 reines CO2 zur Entsorgung
erhalten.
Neben den verbesserten Reinigungs- bzw. Filtereigenschaften des entstehenden
Arbeitsmittels weist dieses aufgrund des geringeren Luftüberschusses auch geringe
re Stickoxidanteile auf.
1
Verdichtereinheit
2
Brennkammer
3
Gasturbine
4
Abhitzekessel, Abhitzedampferzeuger
5
Wasser-Dampf-Kreislauf
6
Zuleitung
7
Bypasseinheit
8
Expansionseinheit
9
Regeleinheit
10
Sauerstoffträgermittel, Zuluft
11
Vorverdichterstufe
G Generator
D Dampfturbine
G Generator
D Dampfturbine
Claims (13)
1. Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanlage bestehend aus mindestens
einer Verdichtereinheit (1), mindestens einer Brennkammer (2) und mindestens einer
Gasturbine (3), bei der Zuluft (10) verdichtet, mit Brennstoff vermischt und zur
Verbrennung gebracht wird, wodurch ein Arbeitsmittel entsteht, das die mindestens
eine Gasturbine (3) antreibt, und bei der die im Arbeitsmittel enthaltene Wärme nach
Verlassen der Gasturbinenanlage genutzt wird, indem das Arbeitsmittel durch einen
Abhitzekessel (4) geleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des aus dem Abhitzekessel (4)
austretenden Arbeitsmittels der Gasturbinenanlage zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Abhitzekessel (4) austretende Ar
beitsmittel in einem geschlossenen Kreislauf zu Zwecken seiner Verdichtung der
Gasturbinenanlage rezirkuliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gasturbinenanlage, neben dem rezirkulierten
Arbeitsmittel, mittels eines Sauerstoffträgermittels (10) Sauerstoff in Form von reinem
Sauerstoff, von Luft oder einem Sauerstoff-Gas-Gemisch zumindest in dem Masse
zugeführt wird, wie dieser bei der Verbrennung verbraucht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des aus dem Abhitzekessel (4) austretenden
Arbeitsmittels zum Antrieb einer Expansionseinheit (8) verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die Expansionseinheit (8) elektrische und/oder
mechanische Energie gewonnen wird, die der Verdichtung des Sauerstoffträgermittels
(10) und/oder des zur Gasturbinenanlage rezirkulierten Arbeitsmittels verwendet
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem geschlossenen Rückführkreislauf ein geziel
ter Arbeitsdruck in Abhängigkeit der Betriebsweise der Gasturbinenanlage einstellbar
ist.
7. Gasturbinenanlage mit mindestens einer Verdichtereinheit (1), mindestens
einer Brennkammer (2) sowie mindestens einer Gasturbine (3), die von einem Ar
beitsmittel durchströmbar ist, das einem Abhitzekessel (4) zuleitbar ist, in dem die im
Arbeitsmittel enthaltene Wärme nutzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass vom Abhitzekessel (4) zur mindestens einen Ver
dichtereinheit (1) der Gasturbinenanlage eine Zuführleitung (6) führt, durch die der
mindestens einen Verdichtereinheit (1) wenigstens ein Teil des aus dem Abhitzekes
sel (4) austretenden Arbeitsmittels zuführbar ist.
8. Gasturbinenanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführleitung (6) einen geschlossenen Kreislauf,
in Art eines geschlossenen Rückführsystems, bildet.
9. Gasturbinenanlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass am Austritt des Abhitzekessels (4) eine Bypassein
heit (7) vorgesehen ist, die zumindest einen Teil des aus dem Abhitzekessel (4) aus
tretenden Arbeitsmittels einer Expansionseinheit (8) zuführt.
10. Gasturbinenanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Regeleinheit (9) am Eintritt der Verdichterein
heit (1) vorgesehen ist, mittels der der Anteil zwischen dem rezirkuliertem Arbeits
mittel und dem Sauerstoffträgermittel (10) regelbar ist.
11. Gasturbinenanlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Vorverdichterstufe (11) vorgesehen
ist, die das Sauerstoffträgermittel (10) vorverdichtet.
12. Gasturbinenanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abhitzekessel (4) ein Abhitzedampferzeuger ist,
der in einem Wasser-Dampf-Kreislauf (5) integriert ist.
13. Gasturbinenanlage nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der im Abhitzedampferzeuger (4) erzeugte Dampf
zum Antrieb einer Dampfturbine (D) dient.
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