DE10056904A1 - Verbindungsanordnung - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Verbindungsanordnung zur elektrischen Kontaktierung von mehreren elektrischen Leiterplatten vorgeschlagen, welche mit ihren Kantenbereichen einander anliegend zugeordnet sind. Zu dem Zweck, eine Verbindungsanordnung zu schaffen, welche nur an einer Oberflächenseite bzw. Hauptfläche der miteinander zu verbindenden Leiterplatten Bauraum in nur geringem Umfange benötigt, ist je elektrischer Verbindung jeweils nur auf einer der Hauptflächen auf der ersten Leiterplatte und auf der zumindest einen zugeordneten weiteren Leiterplatte ein oberflächenmontierbarer, kompakt ausgebildeter Kontaktkörper vorhanden und sind die beiden einander zugeordneten Kontaktkörper der ersten Leiterplatte und der zumindest einen weiteren Leiterplatte über ein separat aufsteckbares, die beiden zugehörigen Kontaktkörper bereichsweise umschlingendes Federelement elektrisch leitend verbunden.
Description
Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches
konzipierten Verbindungsanordnung zur elektrischen Kontaktierung von mehreren
Leiterplatten aus.
Verbindungsanordnungen zur elektrischen Kontaktierung von mehreren Leiterplatten sind in
vielen Ausführungsformen auf dem Markt erhältlich. Bei einer dieser Ausführungsformen
umgreift z. B. eine Kontaktfeder die Randbereiche der miteinander zu verbindenden
Leiterplatten. Dabei kommt die Kontaktfeder zur Kontaktierung der Leiterbahnen jeweils auf
der oberen und der unteren Hauptfläche der miteinander zu verbindenden elektrischen
Leiterplatten zur Anlage. Somit wird auch unterhalb der zu verbindenden Leiterplatten
Bauraum von der bzw. den Kontaktfedern beansprucht, so dass eine Montage bzw.
Verbindung der elektrischen Leiterplatten nicht auf einer flachen Auflagefläche stattfinden
kann.
Als weitere Ausführungen sind zur elektrisch leitenden Verbindung von mehreren
Leiterplatten Steckverbindungskupplungen allgemein bekannt, welche zur elektrischen
Verbindung einerseits Kontaktstifte und andererseits Kontaktfedern aufweisen. Solche
Steckverbindungskupplungen sind zumeist auf einer Hauptflächen der miteinander zu
verbindenden Leiterplatten angeordnet und benötigen einen vergleichsweise großen Bauraum.
Eine solche dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechende Verbindungsanordnung mit
einer Steckverbindungskupplung ist z. B. durch die DE 100 12 510 A1 bekannt geworden.
Ausgehend von einer solchen Ausgestaltung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Verbindungsanordnung zu schaffen, welche nur an einer Oberflächenseite
bzw. Hauptfläche der miteinander zu verbindenden Leiterplatten Bauraum in nur sehr
geringem Umfange benötigt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des
Hauptanspruches angegebenen Merkmale gelöst.
Besonders vorteilhaft bei einer derartigen Ausgestaltung ist, dass auf einfache und
preisgünstige Art und Weise die zu verbindenden Leiterplatten automatisch d. h. maschinell
mit den zur Bildung der elektrischen Verbindung notwendigen Kontaktkörpern bestückbar
sind. Dabei sind die Kontaktkörper ohne weiteres als sogenannte SMD-Bauteile auslegbar,
was den sich an den Bestückungsvorgang anschließenden Lötprozess erheblich vereinfacht.
Zur Herstellung der elektrischen Verbindungen braucht letztendlich bei der Montage lediglich
jeweils ein entsprechend ausgebildetes, besonders flach bauendes Federelement auf die beiden
zugeordneten Kontaktkörper aufgesteckt werden. Die Endmontage der miteinander zu
verbindenden Leiterplatten ist damit bei erheblicher Bauraumeinsparung besonders einfach.
Weiterhin ist besonders Vorteilhaft, dass zur Herstellung einer zuverlässigen elektrischen
Verbindung zwischen den Leiterplatten diese nicht, wie bei der Verwendung von
Steckverbindungskupplungen notwendig, verschoben werden müssen. Die Leiterplatten
können bei er erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung vielmehr in ihrer gewählten
Montageposition verbleiben, lediglich das Federelement muss auf die zugehörigen
Kontaktkörper aufgesteckt werden, was ebenfalls maschinell durchgeführt werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Anhand zweier
Ausführungsbeispiele sei der erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht einer solchen Verbindungsanordnung gemäß eines ersten
Ausführungsbeispieles in räumlicher Darstellung;
Fig. 2 eine Vorderansicht einer solchen Verbindungsanordnung gemäß eines zweiten
Ausführungsbeispieles in räumlicher Darstellung.
Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht eine solche Verbindungsanordnung im wesentlichen
aus mehreren Kontaktkörpern 1 die jeweils auf einer Hauptfläche 2, 3 der ersten Leiterplatte 4
und der weiteren Leiterplatte 5 festlegt sind, wobei jeweils zwei einander direkt
zugeordnete Kontaktkörper 1 zur Herstellung jeweils einer elektrischen Verbindung von
einem Federelement 6 umfasst werden. Die beiden Leiterplatten 4, 5 sind mit ihren
Stirnkantenbereichen einander direkt zugeordnet, so dass die einander zugeordneten
Kantenbereiche aneinander zur Anlage kommen. Je Leiterbahn 7, 8 ist ein Kontaktkörper 1
im Randbereich auf der ersten Leiterplatte 4 und im Randbereich auf der weiteren Leiterplatte
5 vorhanden. Die Kontaktkörper 1 sind als sogenannte SMD Bauteile ausgeführt und weisen
im wesentlichen eine quaderförmige Ausführung auf. Zur definierten Aufnahme des
aufgesteckten Federelementes 6 sind in die Seitenwandungen der Kontaktkörper 1
Einschnürungen 9 eingeformt, welche in ihrer Form auf das zur Anwendung kommende
Federelement 6 abgestimmt sind. Wegen der kompakten Abmessungen der
oberflächenmontierbaren Kontaktkörper 1 und der flachbauenden Federelemente 6 wird nur
an einer der Hauptflächen 2, 3 der beiden Leiterplatten 7, 8 Bauraum in nur sehr geringem
Umfange zur Herstellung einer zuverlässigen elektrischen Verbindung benötigt.
Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht ist das Federelement 6 als gebogene Drahtfeder mit
einem runden Querschnitt ausgeführt. Ausgehend von seiner Basis 10 erstrecken sich zwei
Federarme 11, 12, welche sich einander kreuzend ausgeführt sind. Jeder der beiden Federarme
11, 12 weist eine wellenartige Kontur auf, wobei jeweils zwei Wellenberge als an den
Kontaktkörpern 1 zur Anlage kommende Kontaktzonen 13 ausgebildet sind. Bei relativ
weicher Federkernlinie können somit vergleichsweise hohe Kontaktkräfte auf die
Kontaktkörper 1 an definierten Kontaktstellen ausgeübt werden. Zur Herstellung einer
elektrischen Verbindung wird das Federelement 6 zunächst an der dafür vorgesehenen Stelle
auf die Randbereiche der beiden Leiterplatten 4, 5 aufgelegt und dann über seine Basis 10
parallel zu den Hauptflächen 2, 3 auf die zugehörigen Kontaktkörper 1 aufgesteckt bzw.
aufgeschoben, dabei kommen die beiden Federarme 11, 12 im Tiefpunkt der Einschnürung 9
an den Seitenwandungen der beiden zugehörigen Kontaktkörper 1 zur Anlage. Auf besonders
einfache Art und Weise ist eine zuverlässige elektrische Verbindung bei geringen
Bauraumbedarf hergestellt. Vorteilhafterweise lassen sich dabei sowohl die Kontaktkörper 1
als auch die Federelemente 6 maschinell bestücken bzw. montieren.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist das Federelement 6 als aus Blech hergestelltes
Stanz-Biegeteil ausgeführt. Ausgehend von seiner Basis 10 erstrecken sich je Kontaktkörper
1 zwei Federarme 11, 12, welche jeweils mehrere Kontaktfinger 14 aufweisen. Die vier
Federarme 11, 12 mit ihren jeweils mehreren Kontaktfingern 14, weisen jeweils eine C-
förmige Kontur auf. Bei relativ weicher Federkernlinie können somit vergleichsweise hohe
Kontaktkräfte auf die Kontaktkörper 1 an definierten Kontaktstellen ausgeübt werden. Zur
Herstellung der elektrischen Verbindung wird das Federelement 6 senkrecht zu den beiden
Hauptflächen 2, 3 der beiden Leiterplatten 4, 5 verlaufend auf die zugehörigen Kontaktkörper
1 aufgesteckt, dabei kommt jeweils ein Federarmpaar 11, 12 mit seinen Kontaktfingern 14 in
Tiefpunkt der Einschnürung 9 an den Seitenwandungen eines der beiden zugehörigen
Kontaktkörper 1 zur Anlage. Auf besonders einfache Art und Weise ist eine zuverlässige
elektrische Verbindung bei geringen Bauraumbedarf hergestellt. Vorteilhafterweise lassen
sich dabei sowohl die Kontaktkörper 1 als auch die Federelemente 6 maschinell bestücken
bzw. montieren.
Claims (9)
1. Verbindungsanordnung zur elektrischen Kontaktierung von mehreren elektrischen
Leiterplatten, welche mit ihren Kantenbereichen einander zugeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, dass je elektrischer Verbindung jeweils nur auf einer der Hauptflächen
(2, 3) auf der ersten Leiterplatte (4) und auf der zumindest einen zugeordneten weiteren
Leiterplatte (5) ein oberflächenmontierbarer, kompakt ausgebildeter Kontaktkörper (1)
vorhanden ist, und dass die beiden einander zugeordneten Kontaktkörper (1) der ersten
Leiterplatte (4) und der zumindest einen weiteren Leiterplatte (5) über ein separat
aufsteckbares, die beiden zugehörigen Kontaktkörper (1) bereichsweise umschlingendes
Federelement (6) elektrisch leitend verbunden sind.
2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein
die beiden einander zugeordneten Kontaktkörper (1) elektrisch leitend verbindendes
Federelement (6) als gebogene Drahtfeder ausgeführt ist.
3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein, die beiden einander zugeordneten Kontaktkörper (1) elektrisch leitend
verbindendes Federelement (6) als aus Blech hergestelltes Stanz-Biegeteil ausgeführt ist.
4. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Kontaktkörper (1) zur definierten Aufnahme des zugehörigen
Federelementes (6) in seinen Seitenwandungen entsprechend ausgebildete
Einschnürungen (9) aufweist.
5. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Federelement (6) zumindest zwei Federarme (11, 12) aufweist.
6. Verbindungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federarme
(11, 12) zumindest eines Federelementes (6) sich einander kreuzend angeordnet sind.
7. Verbindungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federarme
(11, 12) zumindest eines Federelementes (6) kammartig angeordnet sind.
8. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Kontaktkörper (1) im wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist.
9. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Kontaktkörper (1) im wesentlichen tonnenförmig ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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| DE10056904A DE10056904B4 (de) | 2000-11-16 | 2000-11-16 | Verbindungsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE10056904B4 DE10056904B4 (de) | 2009-10-29 |
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|---|---|---|---|
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Cited By (1)
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- 2000-11-16 DE DE10056904A patent/DE10056904B4/de not_active Expired - Fee Related
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| US7286370B2 (en) | 2004-05-25 | 2007-10-23 | Nitto Denko Corporation | Wired circuit board and connection structure of wired circuit board |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10056904B4 (de) | 2009-10-29 |
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