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DE10056462A1 - Fluoreszenzstoff und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Fluoreszenzstoff und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE10056462A1
DE10056462A1 DE10056462A DE10056462A DE10056462A1 DE 10056462 A1 DE10056462 A1 DE 10056462A1 DE 10056462 A DE10056462 A DE 10056462A DE 10056462 A DE10056462 A DE 10056462A DE 10056462 A1 DE10056462 A1 DE 10056462A1
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DE
Germany
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cations
ion exchanger
rare earth
earth metal
luminescent substance
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Ceased
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DE10056462A
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English (en)
Inventor
Ulrich Scholz
Fritz Stahr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Giesecke and Devrient GmbH
Original Assignee
Giesecke and Devrient GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Giesecke and Devrient GmbH filed Critical Giesecke and Devrient GmbH
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Publication of DE10056462A1 publication Critical patent/DE10056462A1/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M3/00Printing processes to produce particular kinds of printed work, e.g. patterns
    • B41M3/14Security printing
    • B41M3/144Security printing using fluorescent, luminescent or iridescent effects
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials
    • C09K11/08Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/77Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials containing rare earth metals
    • C09K11/77064Aluminosilicates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Lumineszenzstoff mit verbesserter Lumineszenzausbeute sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung, wobei ein Ionenaustauscher mit Seltenerdmetallkationen beladen wird und der so beladene Ionenaustauscher anschließend thermisch behandelt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Wertdokument und ein Verfahren zu seiner Her­ stellung, einen Lumineszenzstoff, ein Verfahren zu dessen Herstellung, so­ wie seine Verwendung als Sicherheits- oder Echtheitsmarkierung.
Bei der Herstellung von Wertdokumenten, wie beispielsweise Banknoten, Scheckformularen, Aktien, Ausweiskarten, Kreditkarten, Flugscheinen und anderen Urkunden und Dokumenten, ist es besonders wichtig, auch Siche­ rungsmaßnahmen gegen Verfälschung bzw. Maßnahmen zur Echtheitser­ kennung vorzusehen. Insbesondere trifft dies auch für Dokumente zu, die zur Absicherung von Waren mit beträchtlichem Wert, wie beispielsweise hochwertige Warenetiketten verwendet werden. Neben den Merkmalen, die von jedermann ohne technische Hilfsmittel und ohne besonderes Fachwissen eindeutig zur Echtheitserkennung auf derartige Dokumente aufgebracht werden können, existiert auch eine Gruppe von Merkmalen, die insbesonde­ re bei der Prüfung durch Automaten erkannt bzw. eingesetzt werden kön­ nen. Zu dieser zweiten Gruppe gehören optische Merkmale, die bei Be­ strahlung mit einer Anregungslichtquelle eine Lumineszenzemission auf­ weisen.
Aus der EP 0 522 627 A1 sind lumineszenzfähige Stoffe bekannt, bei welchen Seltenerdmetallkationen mit den in die Hohlräume eines Zeolithen einge­ brachten Liganden Komplexe bilden. Bei den Liganden handelt es sich z. B. um organische Aromaten oder aromatische Carboxylate.
Obwohl es mit dieser Technik grundsätzlich möglich ist, Lumineszenzstoffe herzustellen, führt das bekannte Verfahren im Hinblick auf die Lumines­ zenzausbeute nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Nachteilig ist darüber hinaus auch das Herstellungsverfahren auf Grund komplexer mehrstufiger Mechanismen und langer Reaktions- und Trocknungszeiten. Des Weiteren ergeben sich Probleme bezüglich der Arbeitssicherheit, da gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien eingesetzt werden müssen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgemäß darin, die Nachteile des im Stand der Technik beschriebenen Lumineszenzstoffes sowie seines Herstellungsverfahrens zu überwinden und einen Lumineszenzstoff und ein Verfahren zu seiner Herstellung bereitzustellen, wobei das Herstel­ lungsverfahren einfach durchführbar ist und der Lumineszenzstoff bei An­ regung eine hohe Lumineszenzausbeute aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbil­ dungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass ein Ionenaustauscher mit Seltenerdmetallkationen beladen wird und der so be­ ladene Ionenaustauscher anschließend thermisch behandelt wird. Der dabei entstandene Lumineszenzstoff zeichnet sich insbesondere durch verbesserte chemische Stabilität und erhöhte Lumineszenzausbeute aus.
Unter Lumineszenz versteht man die Emission von Licht im sichtbaren, UV- und IR-Spektralbereich nach Energiezufuhr und umfasst Fluoreszenz- wie auch Phophoreszenzerscheinungen. Erfindungsgemäß erfolgt die Lumines­ zenz bevorzugt im IR-Spektralbereich.
Bei den erfindungsgemäß eingesetzten Ionenaustauschern handelt es sich um Stoffe, die fähig sind, geladene Ionen, nämlich vorliegend Seltenerdme­ tallkationen, aus einer Elektrolytlösung unter Abgabe äquivalenter Mengen anderer Ionen aufzunehmen. Als Ionenaustauscher kommen z. B. Ionenaustauscherharze und anionische Ionenaustauscher in Betracht. Als Vertreter der Ionenaustauscherharze seien vernetzte Polyacrylate und -sulfonate, als Vertreter der anorganischen Ionenaustauscher nichtquellfähige, poröse Glä­ ser, Molekularsiebe wie Zeolithe und Aluminiumphosphate, in Wasser quellfähige Systeme wie glimmerartige Schichtsilikate (z. B. Montmorillonit), Übergangsmetalloxychloride und -disulfide, Polyphosphate und -sulfide erwähnt.
Als Ionenaustauscher bevorzugt sind Silikate, besonders bevorzugt Zeolithe. Zeolithe sind Alkali- oder Erdalkali-Kationen enthaltende Alumosilikate der allgemeinen Struktur M2/nO.Al2O3.xSiO2.yH2O, wobei M ein Alkali- oder Erdalkalimetallkation ist, n die Wertigkeit des Kations und x = 1,8 bis ca. 12 und y = 0 bis ca. 8 ist. Die Zeolithe werden je nach Struktur in die Typen A, X, Y und L gegliedert, wobei sich die einzelnen Typen in Porenweite und SiO2/Al2O3-Verhältnis(Modul) unterscheiden. Da die Porendurchmesser zumeist in Ångström angegeben werden, haben sich Bezeichnungen einge­ bürgert, die auf die Porenweite des Zeolithes zurückschließen lassen. So be­ deutet die Bezeichnung 3A-Zeolith, dass dieser Zeolith dem Typ A angehört und eine Porenweite von 3 Ångström, d. h. von 0,3 nm, aufweist. Erfindungs­ gemäß können dabei insbesondere Zeolithe vom Typ 3A, 4A, 5A oder 13X verwendet werden.
Bei den Seltenerdmetallkationen handelt es sich um die Kationen der Ele­ mente Scandium (Sc), Yttrium (Y) und Lanthan (La) sowie die 14 im Peri­ odensystem der Elemente auf das Lanthan folgenden Elemente Cer (Ce) bis einschließlich Luthetium (Lu). Als Seltenerdmetallkationen kommen bevor­ zugt alle Vertreter von La bis Lu, insbesondere Ytterbium (Yb), Holmium (Ho), Neodym (Nd), Erbium (Er) und Terbium (Tb) in Betracht. Die Sel­ tenerdmetallkationen können allein sowie als Gemische mindestens zweier Seltenerdmetallkationen oder als Gemisch mindestens eines Seltenerdme­ tallkations mit mindestens einem weiteren Übergangsmetallkation eingesetzt werden. Bei den Übergangsmetallen handelt es sich um die Elemente der 4. bis 12. Gruppe im Periodensystem der Elemente nach IUPAC-Nomenklatur. Die Gemische umfassen vorzugsweise Ytterbium (Yb)- und Erbium (Er)- Kationen oder Neodym (Nd)- und Chrom (Cr)-Kationen oder Ytterbium (Yb)- und Yttrium (Y)-Kationen.
Die Seltenerdmetallkationen können über übliche Ionenaustauschtechniken in das Ionenaustauschergitter eingebaut werden. Beispielsweise kann eine Batch- oder Säulentechnik zum Einsatz kommen. Bei der Batchtechnik wird eine die auszutauschenden Ionen enthaltende Verbindung mit einem Ionen­ austauscher in Suspension umgesetzt, während bei der Säulentechnik auf eine Säule, die mit dem Ionenaustauscher befüllt ist, eine Lösung mit den auszutauschenden Ionen aufgegeben wird.
Bei einer bevorzugten Herstellungsvariante des Lumineszenzstoffes wird eine Seltenerdmetallsalzverbindung mit einem Zeolith, beispielweise YbCl3 mit einem 5A-Zeolith, in einer wässrigen Suspension umgesetzt, wobei im Rahmen der folgenden Kationenaustauschreaktion die Yb-Kationen in das Zeolithgitter eingebaut werden. Der so beladene Zeolith zeigt schwache Lu­ mineszenz. Erfindungsgemäß lässt sich diese Lumineszenzausbeute nun da­ durch wesentlich steigern, dass der mit Seltenerdmetallkationen beladene Zeolith einer thermischen Behandlung ausgesetzt wird. Diese thermische Behandlung besteht darin, dass der mit Seltenerdmetallkationen beladene Zeolith bei wenigstens 850°C, bevorzugt wenigstens 900°C, besonders be­ vorzugt wenigstens 1000°C über mehrere Stunden thermisch behandelt wird. Bei einer besonders bevorzugten Temperatur von 1150°C erfolgt die thermische Behandlung bevorzugt zwei Stunden lang.
Trotz dieser einfachen Herstellungsmethode entsteht mit diesem Verfahren ein Lumineszenzstoff, der ausgezeichnete Lumineszenzeigenschaften auf­ weist. Die thermische Behandlung bewirkt bei den Lumineszenzstoffen eine wesentlich höhere Lumineszenzausbeute und eine deutlich verbesserte Sta­ bilität des Lumineszenzstoffes bei der Prüfung auf Wärme-, Licht-, Feuchtig­ keits- und Lösungsmittelbeständigkeit. Darüber hinaus birgt dieses Verfah­ ren keine Probleme seitens der Arbeitssicherheit in sich. Das überraschend einfache Verfahren zur Herstellung von Lumineszenzstoffen ist in seiner Handhabung sehr einfach, verbilligt die Weiterverarbeitung und ist darüber hinaus auch kostengünstig.
Der Lumineszenzstoff kann vor bzw. nach der thermischen Behandlung auf Pigmentgröße, üblicherweise durch Mahlen, zerkleinert werden, um ihn in einen anwendungsgerechten Zustand zu überführen. Der Mahlvorgang kann ohne weitere Zwischenschritte, d. h. ohne Extraktions-, Wasch- und/ oder Trocknungsvorgänge durchgeführt werden, so dass personal- und kos­ tenintensive Zwischenschritte eingespart werden können. Der Luminens­ zenzstoff kann in üblichen Verfahren bei der Herstellung von Dokumenten uneingeschränkt eingesetzt werden. Beispielsweise kann der erfindungsge­ mäße Lumineszenzstoff bei der Papierherstellung in die Papiermasse einge­ arbeitet werden oder aber auch als Aufdruck nachträglich auf das Papier aufgebracht werden. Der Lumineszenzstoff kann im Wertdokument als Si­ cherheits- bzw. Echtheitsmarkierung einsetzt werden, der auf Grund seiner vereinfachten Handhabung eine unproblematisch und gezielt Verarbeitung zulässt. Darüber hinaus ermöglicht die verbesserte Lumineszenzausbeute eine einfache und eindeutige Detektion des Stoffes.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Figur.
Es zeigt:
Fig. 1 die relative Intensität der Lumineszenz als Funktion der Emissionswellenlänge bei unterschiedlichen Temperaturbe­ handlungen.
Fig. 1 zeigt die relative Intensität der emittierten Lumineszenzwelle eines Seltenerd-Zeolithen bei unterschiedlichen Temperaturbehandlungen. Zur Herstellung des Seltenerd-Zeolithen wurden im vorliegenden Beispiel ein 5A Zeolith mit einem wasserlöslichen Seltenerd-Salz in wässriger Suspension umgesetzt. Als wasserlösliches Seltenerd-Salz wurde dabei YbCl3 verwendet. Bei dieser Reaktion erfolgt ein Kationenaustausch, wobei das Seltenerdme­ tallkation in das Zeolithgitter eingebaut wird.
Der dabei entstandene Seltenerd-Zeolith weist eine geringe Lumineszenz auf, die in Fig. 1 durch die Kurve 4 repräsentiert wird. Durch eine gezielte Temperaturbehandlung der so hergestellten Probe lässt sich die Lumines­ zenzausbeute jedoch deutlich steigern, wobei die Temperaturbehandlung jeweils über einen Zeitraum von fünf Stunden erfolgt. Die Kurve 3 repräsen­ tiert die Temperaturbehandlung bei 800°C, die Kurve 2 eine Temperaturbe­ handlung bei 900°C und die Kurve 1 eine Temperaturbehandlung bei 1150°C. Wie aus dem Verlauf der Kurven deutlich entnommen werden kann, liegt das Intensitätsmaximum der emittierten Lumineszenzstrahlung bei et­ wa 976 nm, wobei die Anregung bei 950 nm erfolgte. Bereits die einfache Temperaturbehandlung von 800°C (Kurve 3) führt zu einer deutlichen An­ hebung der Intensität der Lumineszenzstrahlung, die bei einer weiteren Er­ höhung der Temperatur auf 900°C nochmals um einen Faktor 6 gesteigert werden kann. Bei einer weiteren Erhöhung der Temperatur auf 1150°C kann die Lumineszenzausbeute noch weiter gesteigert werden. Letztendlich ergibt sich aus der Grafik, dass die bei 1150°C behandelte Probe im Vergleich zu der bei 800°C behandelten Probe eine Steigerung der Lumineszenzintensität um den Faktor 8 möglich ist.
Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass die chemische Stabilität ge­ gen organische Lösungsmittel sowie die Lichtechtheit durch die Tempera­ turbehandlung positiv beeinflusst werden. Obwohl die Herstellung der Sel­ tenerd-Zeolithe hier am Beispiel von Ytterbiumchlorid erläutert wurde, ist es natürlich auch möglich, andere wasserlösliche Seltenerd-Salze in wässriger Suspension mit einem Zeolith umzusetzen. Dabei ist jedoch zu berücksichti­ gen, dass für jeden einzelnen Stoff die optimale Temperaturbehandlungszeit sowie die optimale Behandlungstemperatur ermittelt werden muss. Die Zeit liegt dabei bevorzugt im Bereich von 1 und 10 Stunden, bevorzugt im Be­ reich von 2 und 7 Stunden, besonders bevorzugt im Bereich von 2 und 5 Stunden. Eine hinreichende Erhöhung der Lumineszenzausbeute kann bei einer Temperatur von wenigstens 1000°C erzielt werden kann.
Anhand der folgenden Beispiele soll die Vorgehensweise zur Herstellung der erfindungsgemäßen Fluoreszenzstoffe exemplarisch beschrieben wer­ den.
Beispiel 1
50 g YbCl3.6H2O werden mit 108,5 g Zeolith (5A) 18 Stunden gerührt, dann filtriert und nach Aufheizen 2 Stunden lang bei 1150°C geglüht. Das abge­ kühlte und gemahlene Produkt wird in einem Polyamidbindemittelsystem angerieben und auf PVC gerakelt. An der getrockneten Probe wird mit Hilfe eines Kontrollgeräts infrarote Phosphoreszenz gemessen.
Beispiel 2
33,5 g CrCl3.6H2O und 1,13 g NdCl3.6H2O werden mit 108,5 g Zeolith (5A) 18 Stunden gerührt, dann gefiltert und nach dem Aufheizen 2 Stunden bei 1150°C geglüht. Das gemahlene Produkt wird in einem Polyamidbindemittel angerieben und auf PVC gerakelt. An der getrockneten Probe wird eine in­ frarote Phosphoreszenz gemessen.
Beispiel 3
28,5 g YbCl3.6H2O und 21,5 g ErCl3.6H2O werden mit 108,5 g Zeolith (5A) 18 Stunden gerührt, dann filtriert und nach Aufheizen 2 Stunden lang bei 1150°C geglüht. Am gemahlenen Produkt werden infrarote Emissionslinien nachgewiesen.
Beispiel 4
Eine Ionenaustauschersäule wird mit Zeolith (5A), der als Ionenaustauscher dient, befüllt. Auf die befüllte Säule wird eine Lösung von YbCl3 in Wasser aufgebracht. Durch das sich kontinuierlich einstellende Gleichgewicht in der Austauschzone können sehr effektiv Natriumionen gegen Ytterbiumionen ausgetauscht werden. Die ausgetauschte Lösung tritt selbstständig aus der Säule aus. Anschließend wird die überschüssige Austauscherlösung ausge­ waschen. Der beladene Zeolith wird aus der Säule entnommen, zwei Stun­ den lang bei 1150°C geglüht und nach dem Abkühlen gemahlen. Die Weiter­ verarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1.
Nachdem die Lumineszenzstoffe auf diese Weise hergestellt sind, können diese zu Pigmenten weiterverarbeitet und zur Sicherheits- oder Echtheitsmarkierung für Gegenstände, wie insbesondere Wertdokumente und Wert­ papiere verwendet werden. Auch die Markierung von Warenetiketten oder anderen Gegenständen, die mit einem reproduzierbaren und eindeutigem Authentizitätsmerkmal versehen werden sollen, kann mit den derartig be­ handelten Seltenerd-Zeolithen erfolgen.

Claims (14)

1. Verfahren zur Herstellung eines Lumineszenzstoffs, dadurch gekenn­ zeichnet, dass
ein Ionenaustauscher mit Seltenerdmetallkationen beladen wird und
der so beladene Ionenaustauscher anschließend thermisch behan­ delt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der beladene Ionenaustauscher vor oder nach der thermischen Behandlung auf Pigmentgröße, vorzugs­ weise durch Mahlen zerkleinert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Ionenaustauscher ein Silikat ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Ionenaustau­ scher ein Zeolith ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Seltenerdme­ tallkationen Ytterbium (Yb)-Kationen sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Seltenerdme­ tallkationen als Gemisch mindestens zweier verschiedener Seltenerd­ metallkationen oder als Gemisch mindestens eines Seltenerdmetallka­ tions mit mindestens einem weiteren Übergangsmetallkation vorliegen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Gemisch Ytterbium (Yb)- und Erbium (Er)-Kationen oder Neodym (Nd)- und Chrom (Cr)-Kationen oder Ytterbium (Yb)- und Yttrium (Y)-Kationen umfasst.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die thermische Be­ handlung bei einer Temperatur von mindestens 900°C, bevorzugt bei 1100 bis 1200°C, besonders bevorzugt bei 1150°C erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die thermische Be­ handlung über eine Zeit von 1 bis 10 Stunden, bevorzugt 2 bis 5 Stun­ den, erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Ionenaustau­ scher mit Seltenerdmetallkationen dadurch beladen wird, dass der Io­ nenaustauscher mit einer wasserlöslischen Seltenerdmetallsalzverbin­ dung in wässriger Suspension umgesetzt wird und die Seltenerdme­ tallkationen in das Ionenaustauschgitter eingebaut werden.
11. Lumineszenzstoff hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Verwendung eines Lumineszenzstoffes gemäß Anspruch 11 als Sicher­ heits- oder Echtheitsmarkierung für Gegenstände, wie insbesondere Wertdokumente und Wertpapiere.
13. Wertdokument wie Banknote, Ausweiskarte oder dergleichen, umfas­ send wenigstens einen Lumineszenzstoff gemäß Anspruch 11.
14. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokumentes, dadurch gekenn­ zeichnet, dass ein Lumineszenzstoff gemäß Anspruch 11 auf das Wert­ dokument aufgedruckt wird oder in das Volumen des Wertdokumen­ tes eingearbeitet wird.
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