DE10055300A1 - Vorrichtung in einer Spinnmaschine zum Verdichten eines Faserverbandes - Google Patents
Vorrichtung in einer Spinnmaschine zum Verdichten eines FaserverbandesInfo
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Abstract
Dem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks einer Spinnmaschine ist eine Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes nachgeordnet. Die Verdichtungszone enthält eine Saugwalze, welche unter Bilden zweier den Faserverband klemmender Klemmstellen an zwei angetriebenen Walzen anliegt. Im Innern der Saugwalze befindet sich zwischen den Klemmstellen ein Saugschlitz, der die Länge der Verdichtungszone definiert. Die in Transportrichtung des Faserverbandes erste Klemmstelle ist mit der angetriebenen Unterwalze des Ausgangswalzenpaares des Streckwerks gebildet. Dadurch ist der zu verdichtende Faserverband vom Ende der Verzugszone bis zum Ende der Verdichtungszone ständig gut geführt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung in einer Spinnmaschine zum Verdichten eines
Faserverbandes, mit einer einem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks folgenden
Verdichtungszone, die eine Saugwalze enthält, welche unter Bilden zweier den Faserverband
klemmender Klemmstellen an zwei angetriebenen Walzen anliegt und in ihrem Innern einen
zwischen den Klemmstellen befindlichen und dadurch die Länge der Verdichtungszone
definierenden Saugschlitz enthält.
Wenn einem verstreckten Faserverband in unmittelbarem Anschluss an das Ausgangswalzenpaar
des Streckwerks der Spinndrall erteilt wird, dann entsteht an der Klemmlinie des
Ausgangswalzenpaares ein so genanntes Spinndreieck. Dies rührt daher, dass der verstreckte
Faserverband mit einer bestimmten Breite das Streckwerk verlässt und zu einem Faden relativ
kleinen Durchmessers zusammengedreht wird. Das Spinndreieck enthält Randfasern, die nicht
ordnungsgemäß in den verdrehten Faden eingebunden werden und somit wenig oder nichts zur
Festigkeit des ersponnenen Fadens beitragen. Man ist daher in jüngerer Zeit dazu übergegangen,
der Verzugszone des Streckwerks eine so genannte Verdichtungszone nachzuordnen, die
ihrerseits von einer Klemmstelle auslaufseitig begrenzt wird. Erst danach wird dem Faden die
Spinndrehung erteilt. In der Verdichtungszone werden die Fasern gebündelt oder verdichtet,
wodurch der Faserverband beim Verlassen der letzten Klemmstelle so schmal ist, dass das
gefürchtete Spinndreieck nicht mehr entsteht. Der ersponnene Faden wird dann gleichmäßiger und
fester und weniger haarig.
Eine eine Verdichtungszone enthaltende Vorrichtung der eingangs genannten Art ist durch die
DE 198 15 052 A1, Fig. 2, Stand der Technik. Bei dieser bekannten Vorrichtung muss der verstreckte
Faserverband, ohne unterstützt zu sein, eine gewisse Wegstrecke zurücklegen, bevor er auf die
Oberfläche der der Verdichtungszone zugehörigen Saugwalze gelangt. Der bis zu seiner
endgültigen Feinheit verstreckte und noch ohne jegliche Spinndrehung versehene Faserverband
ist jedoch überaus zerbrechlich, so dass die Gefahr von Fehlverzügen oder gar von einem Bruch
des Faserverbandes besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Vorrichtung der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, dass die Gefahr von Fehlverzügen und Faserverbandbrüchen
vermieden wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die in Transportrichtung des Faserverbandes erste
Klemmstelle mit der angetriebenen Unterwalze des Ausgangswalzenpaares des Streckwerks
gebildet ist.
Auf Grund dieser Ausgestaltung liegt der verstreckte und noch nicht verdrehte Faserverband vom
Ende der Verzugszone bis zum Ende der Verdichtungszone ständig am Umfang einer Walze an.
Zunächst ist dies ein Teil des Umfanges der Ausgangsunterwalze, und zwar bis zur ersten
Klemmstelle, an welcher die Saugwalze an der Unterwalze anliegt. Anschließend umschlingt der
Faserverband in der Verdichtungszone den Umfang der Saugwalze, und zwar bis zur zweiten
Klemmstelle, nach welcher dem nunmehr verdichteten Faserverband der Spinndrall erteilt wird.
Der Faserverband ist somit auf der gesamten Wegstrecke, längs welcher er zerbrechlich ist,
außerordentlich gut geführt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf eine Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II auf die Fig. 1.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 3 ist Bestandteil einer Spinnstelle einer
Spinnmaschine, insbesondere einer Ringspinnmaschine. Die Vorrichtung 3 folgt einem Streckwerk
1, in welcher ein Faserband oder Vorgarn 2 verstreckt wird, und dient dem Zweck, den
verstreckten, jedoch noch spinndrehungsfreien Faserverband 4 durch seitliches Zusammenfassen
seiner Fasern zu verdichten.
Das Streckwerk 1 enthält in bekannter Weise ein Eingangswalzenpaar 5, ein Riemchenwalzenpaar
6 und ein Ausgangswalzenpaar 7. Letzteres besteht aus einer angetriebenen Unterwalze 8 sowie
einer dagegen angedrückten Druckwalze 9. Im Streckwerk 1 wird in bekannter Weise das
Faserband oder Vorgarn 2 in Transportrichtung A bis zur gewünschten Feinheit verstreckt. An der
Ausgangsklemmlinie 10 des Ausgangswalzenpaares 7 ist die Verzugszone des Streckwerks 1
beendet.
In einer dem Streckwerk 1 nachfolgenden Verdichtungszone 11 wird der verstreckte, jedoch noch
spinndrehungsfreie Faserverband 4 verdichtet, bevor ihm später der eigentlich Spinndrall erteilt
wird. Die Verdichtungszone 11 ist einlaufseitig durch eine erste Klemmstelle 12 und auslaufseitig
durch eine zweite Klemmstelle 13 begrenzt. Die zweite Klemmstelle 13 dient beim anschließenden
Aufbringen des Spinndralls auf den zu erspinnenden Faden 14 als Drallstopp, damit die
Spinndrehung nicht bis in die Verdichtungszone 11 zurückläuft. Wenn der Faden 14 in
Lieferrichtung B einem nicht dargestellten Drallorgan, beispielsweise einer Ringspindel, zugeführt
wird, entsteht an der zweiten Klemmstelle 13 kein Spinndreieck.
Die Vorrichtung 3 zum Verdichten des Faserverbandes 4 enthält eine Saugwalze 15, deren
Umfang perforiert ist, so dass der Mantel der Saugwalze 15 in bekannter Weise über eine gewisse
Arbeitsbreite luftdurchlässig ist. Die Saugwalze 15 ist in nicht dargestellter Weise auf einem
stationären Saugrohr 16 gelagert, auf welchem wiederum ein Saugeinsatz 17 verstellbar
angeordnet ist. Der Saugeinsatz 17 enthält einen Saugschlitz 18, der sich im Wesentlichen in
Transportrichtung A erstreckt und der die Länge der Verdichtungszone 11 definiert. Wie aus Fig.
2 zur ersehen ist, ist der Saugschlitz 18 gegenüber der Bewegungsrichtung des Umfanges der
Saugwalze 15 leicht schräg angeordnet, wodurch der zu verdichtende Faserverband 4 längs einer
Kante des Saugschlitzes 18 entlang läuft und dabei während des Verdichtens einen leichten
Falschdrall erhält.
Die Saugwalze 15 liegt sowohl an der angetriebenen Unterwalze 8 des Ausgangswalzenpaares 7
als auch an einer weiteren, angetriebenen Unterwalze 19 an, wodurch die beiden genannten
Klemmstellen 12 und 13 gebildet werden. Da die Unterwalzen 8 und 19 getriebemäßig miteinander
verbunden sind, weisen sie die gleichen Umfangsgeschwindigkeiten auf. Die Unterwalzen 8 und
19 sind jeweils mit einem elastischen Belag 20 und 21 versehen, was wegen der metallenen
Oberfläche der Saugwalze 15 zweckmäßig ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Unterwalze 8 des Ausgangswalzenpaares 7 um nahezu 90°
ihres Umfanges vom Faserverband 4 umschlungen. Diese Umschlingung sollte wenigstens 45°
betragen. Im Anschluss daran umschlingt der zu verdichtende Faserverband 4 die Saugwalze 15
um wenigstens 90°. Der Faserverband 4 liegt somit nicht nur zwischen den Klemmstelle 12 und 13
der Verdichtungszone 11, sondern bereits ab der Ausgangsklemmlinie 10 ständig an einer
unterstützenden Fläche an. Der Faserverband 4 ist somit nach seinem Verstrecken bis zum
Erteilen des Spinndralls durchgängig bestens geführt.
Claims (3)
1. Vorrichtung in einer Spinnmaschine zum Verdichten eines Faserverbandes, mit einer einem
Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks folgenden Verdichtungszone, die eine Saugwalze enthält,
welche unter Bilden zweier den Faserverband klemmender Klemmstellen an zwei angetriebenen
Walzen anliegt und in ihrem Innern einen zwischen den Klemmstellen befindlichen und dadurch die
Länge der Verdichtungszone definierenden Saugschlitz enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die
in Transportrichtung (A) des Faserverbandes (4) erste Klemmstelle (12) mit der angetriebenen
Unterwalze (8) des Ausgangswalzenpaares (7) gebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verdichtungszone (11)
über mehr als 90° des Umfanges der Saugwalze (15) erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die angetriebene
Unterwalze (8) des Ausgangswalzenpaares (7) um wenigstens 45° ihres Umfanges vom
Faserverband (4) umschlungen ist.
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