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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch
1. Desweiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff von Anspruch 10.
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Aus
der
DE 28 42 771 A1 ist
bekannt, zum Reinigen einer Vorrichtung zum Garen von Nahrungsmitteln
Reinigungsmittel in den Garraum bzw. in den Gebläseluftstrom einzusprühen. Dazu
weist die bekannte Vorrichtung Düsen
auf, wobei die Düsen
zum Eindüsen
des Reinigungsmittels in Richtung des Gebläserades ausgebildet sind und
wobei die Düsen
so angeordnet sind, daß sich
mit ihnen jeweils der gegenüberliegende
Bereich des Garraums einsprühen
läßt. Darüber hinaus
ist bekannt, daß Einsprühdüsen für Spülwasser
als Dreharm ausgebildet sein können.
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Aus
der
DE 87 17 935 U1 ist
ein Gerät
zum Garen von Nahrungsmitteln mit mindestens einer Wasserzuführungsleitung
bekannt, wobei die Austrittsöffnung
der Wasserzuführungsleitung
gegenüber
einem rotierenden Zerstäuber
angeordnet ist. Das bekannte Gerät
ist zur Beschwadung der Nahrungsmittel ausgebildet.
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Ein
Verfahren zum Reinigen einer Vorrichtung zum Garen von Nahrungsmitteln
ist darüber
hinaus aus der
EP 801
271 A1 bekannt, wobei das Reinigungsmittel über eine
Düse der
Düseneinrichtung vom
Gebläserad
in den Garraum gegen die vom Gebläserad angesaugte Strömung eingedüst wird
und wobei die Düsenachse
der Drehachse des Gebläserades
entspricht. Die aus der
EP
801 271 A1 bekannte Vorrichtung weist den Nachteil auf,
daß es trotz
der Eindüsung
des Reinigungsmittels entgegen der Ansaugströmung des Gebläserades
nur zu einer unzureichenden Verteilung des Reinigungsmittels im Garraum
kommt. Wird die Reinigungsflüssigkeit
mit zu geringer Strömungsgeschwindigkeit
aus der Sprühdüse in den
Ofenraum eingesprüht,
kommt es zu einer vollständigen
Umlenkung des Reinigungsmittels noch bevor das Reinigungsmittel
im Garraum verteilt worden ist. In diesem Fall wird durch die Ansaugströmung das
Reinigungsmittel unmittelbar nach dem Austreten aus der Sprühdüse erfaßt und in Richtung
auf das Gebläserad
transportiert. Der Verwirbelungseffekt des Reinigungsmittels ist
zudem begrenzt auf den unmittelbaren Umgebungsbereich der Drehachse
des Gebläserades.
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Aus
der
DE 31 14 951 A1 ist
im übrigen
eine Vorrichtung zur Behandlung von Fleisch oder Wurst in einer
Rauch- und Kochkammer bekannt, die ein Gebläse und einen unterhalb des
Gebläses
angeordneten Sprüharm
aufweist. Der Sprüharm
ist dazu vorgesehen, daß zu
reinigende Gut von oben mit der Reinigungsmittellösung zu
besprühen.
Während
des Reinigungsvorgangs ist das Gebläse ausgeschaltet, wobei das
Gebläse
ausschließlich
zum Umwälzen von
Rauch innerhalb des Behandlungsraums vorgesehen ist.
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Nachteilig
bei dem aus der
DE
31 14 951 A1 bekannten Gargerät ist es, daß die Reinigung
des Garraumes und ggf. auch eines darin angeordneten Gestells teilweise
manuell durch Einspritzen eines Reinigungsmittels und Abbürsten des
Garraumes und ggf. des darin angeordneten Gestells erfolgt. Dies
ist letztlich arbeitsaufwendig und zeitintensiv.
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Aus
der
DE 198 38 864
A1 gehen ebenfalls ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Reinigung von Gargeräten
hervor. Dieses bekannte Gargerät
weist eine Reinigungseinrichtung auf, die lediglich zum Zwecke der
Reinigung in den Garraum eingebaut wird, zum Garen also ausgebaut
ist. Die Reinigungseinrichtung weist einen hydraulisch betätigbaren, heb-
und senkbaren Sprüharm
auf, an dessen Ende eine Sprühkopfhalterung
für zwei
einander entgegengesetzt angeordnete, drehbewegliche Sprühköpfe vorgesehen
sind. Die Sprühköpfe weisen
Drehstrahldüsen
auf und können über die
Sprühkopfhalterung eine
Drehbewegung mit drei Rotationsfreiheitsgraden zusätzlich zur
Hub- und Senkbewegung des Sprüharms
ausführen.
Das Reinigungsprogramm der bekannten Reinigungseinrichtung weist
eine Reihe von Reinigungsschritten auf, die nacheinander durchgeführt werden,
nämlich
- a) Dämpfen,
vorzugsweise bei eingeschaltetem Gebläse,
- b) Einbringen eines Reinigers, vorzugsweise bei eingeschaltetem
Gebläse,
- c) Einwirken des Reinigers, vorzugsweise bei ausgeschaltetem
Gebläse,
- d) Klarspülen,
insbesondere mit Wasser, vorzugsweise bei eingeschaltetem Gebläse,
- e) Einbringen eines Entkalkers, vorzugsweise bei eingeschaltetem
Gebläse,
- f) Einwirken des Entkalkers, vorzugsweise bei ausgeschaltetem
Gebläse,
- g) Klarspülen,
insbesondere mit Wasser, vorzugsweise bei eingeschaltetem Gebläse und
- h) Trocknen, insbesondere mit Heißluft, vorzugsweise bei eingeschaltetem
Gebläse.
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Das
aus der
DE 198 38
864 A1 bekannte Gargerät
zeichnet sich dadurch aus, daß der
Reinigungsvorgang automatisch durchgeführt werden kann, ein manuelles
Reinigen des Garraumes also nicht erforderlich ist. Nachteilig ist
jedoch, daß die Anordnung
eines Gestells im Garraum beim Reinigen aufgrund des sich auf und
ab bewegenden Sprüharmes
nicht möglich
ist. Außerdem
ist der Aufbau des Sprüharms
sowie die Realisierung der zur Hubbewegung des Sprüharms erforderlichen
Hydraulik relativ aufwendig.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Garen
von Nahrungsmitteln der eingangs genannten Art sowie ein Reinigungsverfahren
für eine
derartige Vorrichtung zur Verfügung
zu stellen, wobei in einfacher Weise eine vollständige Reinigung des Garraumes
gewährleistet wird.
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Zur
Lösung
der vorgenannten Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen von
Anspruch 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 10
vorgeschlagen.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
ergibt sich bei eingeschaltetem Gebläserad eine ganz besondere Strömungsfüh rung des
Reinigungsmittels. Das Gebläserad
an sich erzeugt eine Strömung
im Garraum, wobei die Luft über
das Gebläserad
nach außen
allseitig gegen die Wandungen der Muffel beschleunigt und dort umgelenkt
wird. Anschließend
wird die Strömung
an den Wandungen bis an das dem Gebläserad gegenüberlie gende Ende des Garraums
geführt
und dort wiederum in den mittigen Bereich umgelenkt. Im mittigen
Bereich des Garraumes entsteht während
des Betriebes des Gebläserades
ein Unterdruck, über
den Luft angesaugt wird. Es ergibt sich also im mittigen Bereich
eine Strömung
auf das Gebläserad
zu. Bei der Erfindung wird mit einem Düsenflügel entgegen der durch das
Gebläserad
erzeugten Strömung
Reinigungsmittel und bedarfsweise auch Wasser eingedüst bzw.
eingesprüht.
Es ergibt sich damit eine sogenannte Gegenstromdüsung zur eigentlichen, durch
das Gebläserad
hevorgerufenen Strömung.
Je nach Stärke
der durch das Gebläserad hervorgerufenen
Strömung
und der Gegenstromdüsung
wird das Reinigungsmittel dann in den Garraum mehr oder weniger
weit eingedüst.
Da das eingedüste
Reinigungsmittel jedenfalls teilweise auch von der durch das Gebläserad hervorgerufenen
Strömung
erfaßt
wird, läßt sich
auf einfache Weise eine Reinigung nicht nur des Garraumes, sondern
auch von in den Garraum eingestellten Gestellen und dergleichen
erreichen, und zwar ohne sogenannte Sprühschatten. Die Gleichzeitigkeit
des Betriebs des Gebläserades
und der Düseneinrichtung
zur Reinigung wird dabei über
eine Steuereinrichtung sichergestellt, die zum Start des Reinigungsverfahrens
eingeschaltet wird.
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Im übrigen ist
festgestellt worden, daß sich durch
die Gegenstromdüsung
in Verbindung mit der durch das Gebläserad erzeugten Strömung Verwirbelungen
ergeben, die zu einer großflächigen Benetzung
aller Wandungen sowie der Decke und des Bodens des Garraums führen.
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Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
die Düseneinrichtung
einen drehbaren Düsenflügel mit
einer Mehrzahl von Düsen
auf, wobei die Drehachse des Düsenflügels der
Drehachse des Gebläserades
entspricht oder aber die Drehachse des Düsenflügels im wesentlichen koaxial
zur Drehachse des Gebläserades
ist. Dementsprechend ist verfahrensgemäß vorgesehen, daß das Reinigungsmittel über einen
drehbaren Düsenflügel der
Düseneinrichtung
mit einer Mehrzahl von Düsen
vom Gebläserad weg
in den Garraum gegen die vom Gebläserad angesaugte Luft eingedüst wird.
Zur Verbesserung der Reinigungswirkung ist außerdem vorgesehen, daß die Düsenöffnungen
der weiteren Düsen
des Düsenflügels zumindest
teilweise zum Gebläserad
hin und vom Gebläserad
weg gerichtet sind, so daß sich
ein Einsprühen
mit Reinigungsmittel in beide Richtungen ergibt.
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Um
auch eine radiale Verteilung des Reinigungsmittels in der Muffel
zu bewirken, dreht sich der Düsenflügel beim
Eindüsen
des Reinigungsmittels. Konstruktiv ist hierzu wenigstens eine Düsenöffnung einer
weiteren Düse
derart am Düsenflügel ausgerichtet,
daß sich
der Düsenflügel bei
Druckbeaufschlagung dreht, oder aber daß die Arme des Düsenflügels derart
ausgebildet sind, daß sich
der Düsenflügel durch
die vom Gebläserad
im Garraum erzeugte Strömung
dreht, also entsprechende Strömungsleitflächen vorgesehen
sind.
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Zur
Befestigung des Düsenflügels dient
ein quer zum Düsenflügel verlaufender
Anschlußarm,
an dem der Düsenflügel drehbar
gelagert ist. Bevorzugt ist der Anschlußarm im Bereich der Drehachse
des Gebläserades
angeordnet und – wie
auch die erste Düse – mit einem
Anschlußteil
einer Zuleitung der Einrichtung zur Zuführung von Reinigungsmitteln
lösbar
verbindbar ausgebildet, so daß die
Düse oder auch
der Anschlußarm
bedarfsweise montiert und demontiert werden können.
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Besonders
günstig
ist es, daß der
Düsenarm mit
dem Anschlußteil
oder mit einer einzelnen Düse wahlweise
verbindbar ist. Konstruktiv weist hierzu das Anschlußteil ein
Schraubgewinde auf, wobei der Düsenarm
und eine einzelne Düse
jeweils ein korrespondierendes Schraubgewinde aufweisen.
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Bei
einer weiteren alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß die Düseneinrichtung eine im Bereich
des Gebläserades
angeordnete zweite Düse
aufweist und daß die
Düsenöffnung der
zweiten Düse
in das Gebläserad
hinein gerichtet ist. Verfahrensgemäß ist in diesem Zusammenhang
vorgesehen, daß das
Reinigungsmittel über
eine zweite Düse
der Düseneinrichtung
in den Bereich des Gebläserades
eingedüst wird,
so daß sich
eine Verteilung des Reinigungsmittels im Garraum über die
vom Gebläserad
erzeugte Strömung
ergibt.
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Bei
dieser erfindungsgemäßen Alternative wird
das Gebläserad
bzw. die vom Gebläserad
erzeugte Strömung
unmittelbar dazu ausgenutzt, das Reinigungsmittel in der Muffel
zu verteilen. Vorzugsweise wird das Reinigungsmittel in den freien
Innenbereich des als Schaufelrad ausgebildeten Gebläserades
eingebracht, so daß es
anschließend
nach außen
gedrückt
wird und sich zunächst
eine tangentiale Beschleunigung und Tröpfchenverwirbelung ergibt.
Anschließend
be wegt sich die gesamte Strömung
in dem Garraum an der Decke, dem Boden und den Wänden bis zur gegenüberliegenden
Stirnwand. Auf diese Weise wird ein Großteil des Innenraumes mit Reinigungsmittel
benetzt.
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Es
versteht sich, daß es
besonders günstig ist,
die vorgenannte Ausführungsform
mit der den Düsenflügel aufweisenden
Ausführungsform
zu kombinieren, um auf diese Weise ein hervorragendes Reinigungsergebnis
des Garraums und eines darin eingestellten Gestells zu erzielen.
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Insbesondere
bei Kombination der vorgenannten Alternativen miteinander ist es
möglich,
einen vollständig
automatisierten Reinigungsvorgang durchzuführen, der bevorzugt mehrstufig
ist. Im einzelnen sollte der Reinigungsvorgang zumindest die Stufen
Einweichen, Einwirken und Abwaschen umfassen. In diesem Zusammenhang
wird in der Stufe Einweichen zunächst
Wasser über
den Düsenflügel und
die zweite Düse
dem Garraum zugeführt.
Anschließend
sollte eine mit Wasser verdünnte
Lauge als Reinigungsmittel über
den Düsenflügel und
die zweite Düse
dem Garraum zugeführt
werden. Dabei versteht es sich, daß zumindest während der
Zuführung
von Reinigungsmittel das Gebläserad
in Betrieb ist. Vorzugsweise sollte während des gesamten Einweichens
das Gebläserad
in Betrieb sein.
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Nach
der Stufe Einweichen wirkt das Reinigungsmittel über ein vorgegebenes Zeitintervall
ein, ohne daß dabei
das Gebläserad
betrieben wird. In der sich dann anschließenden Stufe Abwaschen wird Wasser über den
Düsenflügel und
die zweite Düse dem
Garraum zugeführt,
um das Reinigungsmittel und den Restschmutz abzuwaschen. Schließlich wird der
Garraum während
oder nach dem Abwaschen mit heißem
Dampf erwärmt,
um nach Öffnen
einer Wrasenklappe zum Garraum diesen abtrocknen zu lassen.
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Dabei zeigt
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1 eine
schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
und
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2 eine
Darstellung des Ablauf des erfindungsgemäßen Reinigungsverfahrens.
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In 1 ist
eine Vorrichtung 1 zum Garen von Nahrungsmitteln dargestellt.
Bei der Vorrichtung 1 kann es sich um einen Konvektionsofen,
einen sogenannten Kombigarer oder ein sonstiges Gargerät handeln.
Die Vorrichtung 1 weist einen aufheizbaren Garraum 2 auf,
der von einer Muffel 3 und einer nicht dargestellten Tür begrenzt
ist. Weiterhin weist die Vorrichtung 1 ein Gebläserad 4 auf,
das vorliegend innerhalb des Garraumes 2 unmittelbar neben
der Seitenwandung 5 und parallel zu dieser angeordnet ist.
Grundsätzlich
ist es auch möglich,
das Gebläserad 4 in
einem vom Garraum 2 abgeteilten Raum anzuordnen, wobei
die abteilende Wand dann aber zumindest teilweise luftdurchlässig ist
oder Öffnungen
aufweist, um die vom Gebläserad 4 erzeugte Strömung nicht
zu behindern.
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Nicht
dargestellt ist im übrigen,
daß neben dem
Gebläserad 4 etwa
parallel zur Seitenwandung 5, neben der das Gebläserad 4 angeordnet
ist, ein luftdurchlässiges
Schutzgitter vorgesehen ist, das dem Berührungsschutz dient und eine
unbeabsichtigte Berührung
mit dem Gebläserad 4 verhindert.
Die Aufheizung des Garraums 2 erfolgt im übrigen über eine
im Bereich des Gebläserades 4 angeordnete, nicht
dargestellte Heizeinrichtung, an der die vom Gebläserad 4 erzeugte
Strömung
vorbeigeführt
wird.
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Weiterhin
weist die Vorrichtung 1 eine Reinigungseinrichtung 6 auf,
die zum Reinigen des Garraumes 2 ggf. mit einem darin eingestellten
Gestell(wagen) dient. Die Reinigungseinrichtung 6 weist eine
Einrichtung 7 zur Zuführung
von flüssigen
Reinigungsmittel bzw. einer Reinigungslösung sowie Wasser und eine
damit verbundene Düseneinrichtung 8 auf, über die
das Reinigungsmittel oder aber Wasser dem Garraum 2 zugeführt wird.
Im einzelnen weist die Einrichtung 7 ein nicht dargestelltes
Laugenreservoir für
Lauge L und eine Wasserzuführung
zur Zuführung
von Wasser W auf. Die Förderung
der Laugen erfolgt über
eine Pumpe 9, die die Lauge L in eine Leitung 10 fördert. Die
Wasserzuführung
weist in einer Leitung 11 ein Stellventil 12 auf, über das
die Wassermenge eingestellt werden kann. Die Leitung 11 verzweigt
sich in eine Leitung 13 und eine Leitung 14, die
beide in die Leitung 10 münden. In der Leitung 13 befindet
sich ein Stellventil 15, während sich in der Leitung 14 eine
Drossel 16 befindet. Die Leitung 10 verzweigt
sich in eine Leitung 17 und eine Leitung 18, in
der sich wie derum ein Stellventil 19 befindet. Die Leitungen 17 und 18 sind
beide in den Garraum 2 hineingeführt, worauf nachfolgend noch
näher eingegangen
wird.
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Im übrigen ist
eine nicht dargestellte Steuereinrichtung vorgesehen, die derart
ausgebildet ist, daß beim
Eindüsen
von Reinigungsmittel und/oder Wasser gleichzeitig das Gebläserad 4 in
Betrieb ist.
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Bei
der in 1 dargestellten Ausführungsform weist die Düseneinrichtung 8 einen
drehbaren Düsenflügel 23 mit
einer Mehrzahl von Düsen 24 auf, wobei
die Drehachse des Düsenflügels 23 der
Drehachse des Gebläserades 4 entspricht
oder zumindest im wesentlichen koaxial, also parallel zur Drehachse des
Gebläserades
ist. Der Düsenflügel 23 ist
wie das Gebläserad 4 senkrecht
angeordnet und steht damit parallel zu den Seitenwandungen 5 und 22.
Wie sich im übrigen
aus 1 ergibt, sind die Düsenöffnungen der weiteren Düsen 24 des
Düsenflügels 23 zum Teil
zum Gebläserad 4 hin
und zum Teil vom Gebläserad 4 weg
gerichtet. Es ergeben sich damit zur Seitenwandung 22 hin
gerichtete Sprühkegel 25 sowie zur
Seitenwand 5 hin gerichtete Sprühkegel 26. Im übrigen versteht
es sich, daß die
weiteren Düsen 24 jedenfalls
zum Teil auch schräg
oder aber von ihrer Ausrichtung her quer zu den Seitenwänden 5, 22 ausgerichtet
sein können,
so daß sich
der Düsenflügel 23 bei
Druckbeaufschlagung dreht. Der Düsenflügel 23 ist
im übrigen
am einem quer zum Düsenflügel 23 verlaufenden
Anschlußarm 27 gelagert.
Die Ausrichtung des Anschlußarms 27 ist
entlang der Drehachse des Gebläserades 4.
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Zur
Verbindung des Anschlußarms 27 dient ein
Anschlußteil 28.
Im einzelnen weist das Anschlußteil 28,
das fest im Garraum 2 montiert ist, ein Schraubgewinde
auf, wobei am Anschlußarm 27 ein korrespondierendes
Schraubgewinde vorgesehen ist. Wahlweise kann je nach Verschmutzungsgrad des
Garraumes 2 mit gegebenenfalls darin eingestelltem Gestell(wagen)
entweder den Düsenflügel 23 oder
aber auch eine nicht dargestellte einzelne Düse verwendet werden, wobei
der Düsenflügel 23 oder
die einzelne Düse
wahlweise mit dem Anschlußteil 28 verbindbar
sind. In diesem Zusammenhang versteht es sich natürlich, daß die Abmaße des Düsenflügels 23 derart
gewählt
sind, daß eine
Drehung des Düsenflügels 23 bei
einem eingestellten Gestell bzw. Gestellwagen noch möglich ist.
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Wesentlich
im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist im übrigen,
daß die
Düseneinrichtung 8 im
Bereich des Gebläserades 4 eine zweite,
ortsfeste Düse 29 aufweist,
deren Düsenöffnung unmittelbar
in das Gebläserad 4 hinein
gerichtet ist. Die zweite Düse 29 schließt sich
unmittelbar an die Leitung 17 an und wird dabei entweder
vom Ende der Leitung 17 direkt oder durch einen separaten
Düseneinsatz
gebildet. Die Leitung 17 selbst ist von außen in den
Garraum 2 an der Außenseite
des Gebläserades 4 vorbeigeführt. Zur
festen Halterung der Leitung 17 und der zweiten Düse 2 kann
eine von der Muffel 3 abstehende Halterung vorgesehen sein.
Die Anordnung und ortsfeste Halterung der Leitung 17 bzw.
der zweiten Düse 29 ist
derart, daß die
Düsenöffnung der
zweiten Düse
in den freien Innenbereich des als Schaufelrad ausgebildeten Gebläserades 4 hinein
gerichtet ist.
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Nicht
dargestellt ist, daß die
Vorrichtung 1 eine Abzugseinrichtung zum Abführen des
Wassers und des Reinigungsmittels aufweist. Diese Einrichtung ist
bevorzugt am Boden der Muffel vorgesehen.
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Im
einzelnen läuft
das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren
nun wie folgt ab. Nach Aktivierung der Steuereinrichtung wird über die
Einrichtung 7 Reinigungsmittel oder Wasser dem Garraum über die
zweite Düse 29 einerseits
und den Düsenflügel 23 andererseits
zugeführt.
Gleichzeitig wird das Gebläserad 4 über die
Steuereinrichtung automatisch eingeschaltet. Das Verfahren wird
nachfolgend lediglich in Bezug auf Reinigungsmittel beschrieben,
gilt aber in gleicher Weise auch für Wasser, das zu Reinigungszwecken
zugeführt
wird.
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Das über die
zweite Düse 29 in
den Innenbereich des Gebläserades 4 eingedüste Reinigungsmittel
wird zu den äußeren Schaufeln
des Gebläserades gesaugt
und tangential allseitig nach außen beschleunigt. Die Strömung mit
dem Reinigungsmittel wird dann umgelenkt und an der Decke 30,
dem Boden 31 der hinteren Stirnwand der Muffel sowie der Innenseite
der nicht dargestellten Tür
vorbeigeführt, bis
sie auf die Stirnwandung 22 trifft. Die Richtung der durch
das Gebläserad 4 erzeugten äußeren Strömung mit
dem in feinen Tröpfchen
vorliegenden Reinigungsmittel ist mit den Pfeilen X dargestellt.
Anschließend
wird die Strömung
im mittigen Bereich des Garraumes 2 zum Gebläserad 4 zurückgeführt, nämlich angesaugt,
da im mittigen Bereich ein Unterdruck herrscht.
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Von
dem Düsenflügel 23 wird
nun eine Strömung
mit dem Reinigungsmittel entgegen der Ansaugströmung erzeugt, so daß sich eine
sogenannte Gegenstromdüsung
ergibt, mit der eine Umkehr der durch das Gebläserad hervorgerufenen Strömungsrichtung
des Reinigungsmittels bewirkt wird, so daß die entgegen der Ansaugströmung angeordneten Teile
im Garraum 2 ebenfalls mit Reinigungsmittel benetzt werden.
Im übrigen
ergeben sich durch die Kombination der beiden unterschiedlichen
Strömungsführungen
aufgrund des Gebläserades 4 und des
Düsenflügels 23 Verwirbelungseffekte
des in feiner Tröpfchenform
vorliegenden Reinigungsmittels, was zu einer großflächigen Benetzung der Muffel
und der Innenfläche
der Tür
führt. Über den
sich drehenden Düsenflügel 23 bzw.
die weiteren Düsen 24 wird in
und entgegen der Strömungsrichtung
X sowie der Ansaugströmung
zum Gebläserad 4 gesprüht, was zu
einer vollständigen
Benetzung und Reinigung des Garraumes 2 und eines darin
eingestellten Gestells führt.
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Hinsichtlich
des Ablaufs des Reinigungsverfahrens an sich darf auf 2 verwiesen
werden, wo schematisch ein dreistufiger Reinigungsvorgang mit den
Stufen Einweichen A, Einwirken B und Abwaschen C dargestellt ist.
In der Stufe A wird zu Beginn Starkwasser (Balken a) und Dampf (Balken
b) zugeführt.
Während
der gesamten Stufe A wird das Gebläserad 4 betrieben
(Balken c). In der Stufe A erfolgt das Abspülen der groben Verunreinigungen
unter großem
Wasserdruck über
den Düsenflügel 23 und das
Gebläserad 4.
Das Starkwasser wird dabei über die
Leitungen 11, 13, 10 und 17 sowie 18 zugeführt. Nach
einem vorgegebenen Zeitintervall wird die Starkwasser- und Dampfzufuhr
abgestellt und es wird dosiertes Wasser W mit Lauge L zugeführt. Es wird
dann das Stellventil 15 geschlossen, so daß das Wasser über die
Drossel 16 geführt
wird. Gleichzeitig wird über
die Pumpe 9 die Lauge L mit dem Wasser W in einem vorgegebenen
Verhältnis
gemischt. Die Verteilung des Reinigungsmittels, was mit dem Balken
d in der Stufe A bezeichnet ist, erfolgt in der zuvor beschriebenen
Art und Weise.
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An
die Stufe A schließt
sich die Stufe B an, in der das Reinigungsmittel in feuchtem Klima
im Garraum 2 bei geschlossener Tür ohne Lüfterbewegung einwirkt.
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Schließlich wird
in der Stufe C mit großem Wasserdruck
in der zuvor beschriebenen Art und Weise sowie über Dampf der Restschmutz und
das Reinigungsmittel ausgewaschen. Das Gebläserad 4 wird während der
gesamten Dauer der Stufe C betrieben, was sich aus dem Balken c
ergibt. Nach Beendigung der Starkwasserzufuhr (Balken a) wird eine Wrasenklappe
geöffnet,
was durch den Balken e dargestellt ist, so daß der Garraum, der zuvor über den Dampf
erwärmt
worden ist (Balken b), abtrocknet.
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Die
Steuerung des gesamten Ablaufs erfolgt über die Steuereinrichtung.