DE10054580A1 - Mehrwalzengerüst - Google Patents
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Abstract
Ein Mehrwalzengerüst (1) mit einer Anzahl von angetriebenen Stützwalzen (6, 8) und mit einer Anzahl von von diesen über Reibungsantrieb mitgenommenen Arbeitswalzen (2, 4), bei dem die Arbeitswalzen (2, 4) einen Walzspalt (12) bilden, der die Dicke eines zwischen den Arbeitswalzen (2, 4) in einer Walzrichtung (x) geführten Walzguts (10) vorgibt, soll einerseits in einem vergleichsweise hohen Walzkraftbereich einsetzbar sein, andererseits soll auch bei vergleichsweise kleinen Walzkräften der Walzspalt (12) und somit die Dicke des Walzguts (10) besonders genau einstellbar sein. Dazu sind die Arbeitswalzen (2, 4) zur Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts (12) in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Walzrichtung (x) verschiebbar.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mehrwalzengerüst mit einer Anzahl von ange
triebenen Stützwalzen und mit einer Anzahl von von diesen über Reibungsantrieb
mitgenommenen Arbeitswalzen, wobei die Arbeitswalzen einen Walzspalt bilden,
der die Dicke eines zwischen den Arbeitswalzen in einer Walzrichtung geführten
Walzguts vorgibt.
Zum Walzen eines Walzguts, beispielsweise in einer Walzstraße, kann ein Wal
zengerüst zum Einsatz kommen. Das Walzengerüst ist dabei häufig als soge
nanntes Mehrwalzengerüst ausgeführt und umfaßt eine Anzahl von Arbeits- und
eine Anzahl von Stützwalzen. Die Stützwalzen sind dabei üblicherweise von einem
zugeordneten Antrieb angetrieben, wobei jede Stützwalze mit einer zugeordneten
Arbeitswalze in reibschlüssigem Kontakt steht. Durch den somit hergestellten Rei
bungsantrieb wird dabei jede Arbeitswalze von der ihr zugeordneten Stützwalze
mit angetrieben. Die Arbeitswalzen wirken dabei beidseitig auf ein Walzgut ein,
wobei die Dicke des zwischen den Arbeitswalzen durch das Mehrwalzengerüst
geführten Walzguts durch den von den Arbeitswalzen gebildeten Walzspalt be
stimmt wird. Die Dicke des durch das Mehrwalzengerüst geführten Walzguts kann
dabei mittels einer entsprechenden Variation der auch als Walzkraft bezeichneten
Anpreßkraft jeder Arbeitswalze eingestellt werden.
Bei der Bearbeitung eines vergleichsweise hochwertigen Walzguts wie beispiels
weise Stahl oder Edelstahl kann es, insbesondere für das sogenannte Dressieren
eines derartigen Walzguts, bedeutsam sein, daß das jeweilige Mehrwalzengerüst
zur Abdeckung eines vergleichsweise hohen Walzkraftbereichs ausgelegt ist. Eine
dafür vorgesehene Regelung, über die dann unter anderem die Einstellung der
Dicke des Walzguts erfolgt, überstreicht somit in ihrem Wertebereich ebenfalls den
vergleichsweise großen Walzkraftbereich. Allerdings sind bei einem derartigen
System die wesentlichen Komponenten üblicherweise derart ausgelegt, daß
Meßfehler wie beispielsweise Fehler bei der Walzkraftmessung abhängig vom
Maximalwert des jeweiligen Meßwerts sind. Gerade bei einer Walzkraftmessung,
deren Wertebereich einen vergleichsweise großen Walzkraftbereich überstreicht,
ist der absolute Meßfehler somit vergleichsweise groß.
Andererseits ist beim sogenannten Dressieren von IF-Stahl jedoch auch bei derar
tigen Mehrwalzengerüsten die Einstellung von vergleichsweise kleine Walzkräften
erforderlich. Demzufolge kann bei einem Mehrwalzengerüst, das einerseits zum
Dressieren von IF-Stahl einsetzbar sein soll und andererseits zur Abdeckung ei
nes insgesamt vergleichsweise großen Walzkraftbereichs vorgesehen ist, der
Meßfehler bei der Ermittlung der Walzkraft größer als die zum Dressieren des IF-
Stahls vorgesehene Walzkraft an sich sein. Die Dicken- und/oder Dressiergradre
gelung in einem derartigen Mehrwalzengerüst ist somit vergleichsweise ungenau.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Mehrwalzengerüst der oben
genannten Art anzugeben, das einerseits in einem vergleichsweise hohen Walz
kraftbereich einsetzbar ist, und das andererseits auch bei vergleichsweise kleinen
Walzkräften hinsichtlich seines Walzspalts und somit hinsichtlich der Dicke des
Walzguts besonders genau einstellbar ist. Weiterhin soll ein Verfahren zum Be
treiben eines derartigen Mehrwalzengerüsts angegeben werden, das auch bei
vergleichsweise kleinen Walzkräften eine besonders genaue Dickenregelung des
Walzguts ermöglicht.
Bezüglich des Mehrwalzengerüsts wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst,
indem die Arbeitswalzen zur Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts in einer
Richtung im wesentlichen parallel zur Walzrichtung verschiebbar sind.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, daß die Dickeneinstellung des
Walzguts mit einer besonders hohen Genauigkeit erfolgen kann, indem sie über
einen Stellparameter mit einem vergleichsweise großen Stellweg erfolgt. Die ei
gentliche Stellgröße für die Dickeneinstellung, nämlich die Position der jeweiligen
Arbeitswalze senkrecht zur Walzrichtung zur Bildung des Walzspalts, weist jedoch
lediglich einen vergleichsweise geringen Stellweg auf. Sie wird daher in eine Stell
größe mit vergleichsweise größerem Stellweg, nämlich die Position der Arbeits
walze in einer Richtung parallel zur Walzrichtung, umgesetzt. Bei der Verstellung
rollt die Arbeitswalze auf der Oberfläche der räumlich ortsfesten Stützwalze ab, so
daß eine eindeutige Beziehung zwischen der Position der Arbeitswalze senkrecht
zur Walzrichtung und ihrer Position in Walzrichtung besteht. Gerade in einem Be
reich direkt unterhalb der Stützwalze sind die geometrischen Verhältnisse dabei
derart, daß eine vergleichsweise weiträumige Verschiebung der Arbeitswalze in
Walzrichtung in einer lediglich geringen Veränderung ihrer Position in der Richtung
senkrecht zur Walzrichtung resultiert.
Üblicherweise ist eine Walzanlage für eine Durchführung des Walzguts in im we
sentlichen horizontaler Walzrichtung ausgelegt. Vorteilhafterweise sind daher die
Arbeitswalzen daran angepaßt zur Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts im
wesentlich horizontal verschiebbar.
Für eine besonders zuverlässige, automatisierte Dickeneinstellung des Walzguts
ist dem Mehrwalzengerüst vorteilhafterweise eine Regeleinrichtung zugeordnet.
Diese ist zweckmäßigerweise ausgangsseitig mit einer Anzahl von Stelleinrichtun
gen verbunden, von denen jede jeweils einer Arbeitswalze zur Einstellung von deren
Position in Walzrichtung zugeordnet ist. Die Regeleinrichtung gibt dabei für
jede Stelleinrichtung jeweils einen Stellwert für die Positionierung der jeweiligen
Arbeitswalze in Walzrichtung vor, wobei der jeweilige Stellwert in Abhängigkeit von
einem gemessenen Istwert für die Dicke des Walzguts gewählt ist.
Für die auf die Arbeitswalzen wirkenden Stelleinrichtungen können verschiedenar
tige Ausgestaltungen, beispielsweise in Form von Drehspindeln, vorgesehen sein.
Vorteilhafterweise sind die Stelleinrichtungen jedoch als hydraulische Stelleinrich
tungen ausgebildet, wobei sich eine besonders hohe Einstellgenauigkeit erreichen
läßt.
Für eine zeitnahe und besonders reaktionsschnelle Regelung ist vorteilhafterweise
eine direkte Beaufschlagung der Regeleinrichtung mit einem für die Dicke des
Walzguts charakteristischen Meßwert vorgesehen. Dazu ist die Regeleinrichtung
vorteilhafterweise eingangsseitig mit einem zur Erfassung der Dicke des Walzguts
ausgelegten Meßwertgeber verbunden.
Um in der Art eines wählbaren Walzprogramms für eine Mehrzahl verschiedener
Zwecke jeweils geeignet vordefinierte Betriebsparameter bereitzuhalten, ist der
Regeleinrichtung in weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung ein Speicherbaustein
zugeordnet, in dem eine Anzahl von Sollwerten für die Dicke des Walzguts hinter
legbar ist. Dabei kann abhängig vom aktuellen Einsatzzweck auf besonders einfa
che Weise zwischen verschiedenen Walzprogrammen umgeschaltet werden, in
dem jeweils ein neuer aktualisierter Sollwert für die Dicke des Walzguts aus den
im Speicherbaustein hinterlegten Sollwerten angewählt wird.
Bezüglich des Verfahrens zum Betreiben eines Mehrwalzengerüsts wird die ge
nannte Aufgabe gelöst, indem die Dicke des Walzguts durch eine Verschiebung
der Arbeitswalzen in einer zur Walzrichtung im wesentlichen parallelen Richtung
eingestellt wird.
Die Einstellung der Position der Arbeitswalzen in Walzrichtung wird dabei vorteil
hafterweise anhand eines Vergleichs einer aktuell ermittelten Dicke des Walzguts
mit einem Sollwert für die Dicke des Walzguts vorgenommen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch
die Verschiebung der Arbeitswalzen in Walzrichtung zum Zweck der Einstellung
der Spaltbreite des Walzspalts eine Beeinflussung der Dicke des Walzguts indirekt
und über einen Stellparameter mit einem vergleichsweise großen Stellweg erfolgt.
Gerade durch die geometrischen Verhältnisse zwischen den Stützwalzen und den
Arbeitswalzen sind somit die Verschiebehübe der Arbeitswalzen, also die zur Er
zielung einer vorgebbaren Veränderung in der Spaltbreite des Walzspalts erfor
derlichen Positionsänderungen, besonders groß, so daß die Empfindlichkeit und
Genauigkeit bei der Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts besonders hoch ist.
Zudem erfolgt die Positionseinstellung der Arbeitswalzen in einer zur Walzkraft im
wesentlichen senkrechten Richtung, so daß eine Ankopplung an die Walzkraft le
diglich über die Umlenkung in der Arbeitswalze selbst erfolgt. Im übrigen ist bei
einer derartigen Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts die Gerüstreibung be
sonders gering gehalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläu
tert. Darin zeigt die Figur ein Mehrwalzengerüst.
Das Mehrwalzengerüst 1 ist als Vierwalzengerüst ausgebildet und umfaßt eine
obere und eine untere Arbeitswalze 2 und 4, die im wesentlichen vertikal von je
weils einer Stützwalze 6 bzw. 8 abgestützt sind. Den Arbeitswalzen 2, 4 sind nicht
näher dargestellte Walzenbiegevorrichtungen zugeordnet, die zur Einstellung ei
nes Walzprofils die Arbeitswalzen 2, 4 mit vertikalen Walzenbiegekräften beauf
schlagen.
Die Stützwalzen 6, 8 sind jeweils über einen nicht näher dargestellten Antrieb an
treibbar, wobei sie in Rotation um ihre Mittelachse gehalten werden. Jede Ar
beitswalze 2, 4 ist dabei mit der ihr jeweils zugeordneten Stützwalze 6 bzw. 8 in
reibschlüssigem Kontakt, so daß sie von der ihr jeweils zugeordneten, angetriebe
nen Stützwalze 6 bzw. 8 im Reibungsantrieb mitgenommen wird.
Zwischen den Arbeitswalzen 2, 4 hindurch ist in einer durch den Pfeil angedeute
ten im wesentlichen horizontalen Walzrichtung x ein Walzgut 10 geführt. Die Ar
beitswalzen 2, 4 bilden dabei in zur Walzrichtung x im wesentlichen senkrechter
Richtung einen Walzspalt 12, der die Dicke des das Mehrwalzengerüst 1 verlas
senden Walzguts 10 vorgibt.
Das Mehrwalzengerüst 1 ist einerseits zur Beaufschlagung des Walzguts 10 mit
einer im wesentlichen senkrecht zur Walzrichtung x ausgerichteten Walzkraft über
einen vergleichsweise großen Walzkraftbereich ausgebildet. Dabei ist mittels einer
nicht näher dargestellten Stelleinrichtung die Walzkraft an den Stützwalzen 6, 8
einstellbar, die sich über die Arbeitswalzen 2 bzw. 4 auf das Walzgut 10 überträgt.
Das Mehrwalzengerüst 1 ist dabei sowohl für vergleichsweise geringe Walzkräfte,
wie sie beispielsweise beim Dressieren von IF-Stahl erforderlich sind, als auch für
vergleichsweise hohe Walzkräfte ausgelegt und somit hinsichtlich seines Einsatz
zwecks besonders flexibel.
Andererseits ist das Mehrwalzengerüst 1 aber auch - gerade bei vergleichsweise
kleinen Walzkräften - für eine besonders genaue Einstellung der Dicke des Walz
guts 10 ausgebildet. Dazu ist dem Mehrwalzengerüst 1 eine Regeleinrichtung 20
zugeordnet, über die die Arbeitswalzen 2, 4 zur Einstellung der Spaltbreite des
Walzspalts 12 in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Walzrichtung x ver
schiebbar sind. Dazu ist jede Arbeitswalze 2, 4 endseitig in einer Richtung parallel
zur Walzrichtung x verschiebbar gelagert. Zudem ist jeder Arbeitswalze 2, 4 je
weils ein Stellsystem 22 bzw. 24 zugeordnet. Das der Arbeitswalze 2 zugeordnete
Stellsystem 22 umfaßt dabei einen hydraulisch betätigbaren Stellkolben 26, der
über eine als Druckgeber ausgebildete Stelleinrichtung 28 mit Stelldruck beauf
schlagbar ist. Analog umfaßt das der zweiten Arbeitswalze 4 zugeordnete Stellsy
stem 24 einen Stellkolben 30, der über eine als Druckgeber ausgebildete Stellein
richtung 32 mit Stelldruck beaufschlagbar ist.
Zur Einstellung der Position jeder Arbeitswalze 2, 4 in Walzrichtung x ist die Re
geleinrichtung über Datenleitungen 34, 36 ausgangsseitig mit den Stelleinrichtun
gen 28, 32 verbunden. Über die Datenleitungen 34, 36 gibt die Regeleinrichtung
dabei den Stelleinrichtungen 28 bzw. 32 jeweils einen Stellwert S vor, anhand
dessen über die jeweilige Stelleinrichtung 28 bzw. 32 die Einstellung eines Stell
drucks erfolgt, der wiederum die jeweilige Position der Arbeitswalze 2 bzw. 4 in
Walzrichtung x vorgibt.
Die Regeleinrichtung 20 ist für eine Nachführung der Positionseinstellung der Ar
beitswalzen 2, 4 in Walzrichtung x in Abhängigkeit von der Dicke des Walzguts 10
ausgebildet. Dazu ist die Regeleinrichtung 20 eingangsseitig über eine Datenlei
tung 40 mit einem zur Erfassung der Dicke des Walzguts 10 ausgelegten Meß
wertgeber 42 verbunden. Die Regeleinrichtung führt dabei über die Stellwerte S
die Positionen der Arbeitswalzen 2, 4 in Walzrichtung x solange nach, bis die vom
Meßwertgeber 42 erfaßte Dicke des Walzguts 10 einem vorgebbaren Sollwert Sw
entspricht. Der Sollwert Sw ist dabei, abhängig von einem vorgebbaren Einsatz
zweck, aus einer Vielzahl von in einem mit der Regeleinrichtung 20 verbundenen
Datenspeicher 44 hinterlegten Sollwerten Sw auslesbar.
Aufgrund des durch die Walzkraft aufrechterhaltenen andauernden Kontakts zwi
schen jeder Arbeitswalze 2, 4 und der ihr jeweils zugeordneten Stützwalze 6 bzw.
8 rollt die jeweilige Arbeitswalze 2, 4 auf der Oberfläche der ihr zugeordneten
Stützwalze 6, 8 ab. Aufgrund dieser Randbedingungen resultiert die Verschiebung
der jeweiligen Arbeitswalze 2, 4 in einer Richtung parallel zur Walzrichtung x auch
in einer Veränderung der Position der jeweiligen Arbeitswalze 2, 4 in einer Rich
tung senkrecht zur Walzrichtung x und somit in einer Veränderung der Spaltbreite
des Walzspalts 12. Aufgrund der geometrischen Verhältnisse bei der Anordnung
der Arbeitswalzen 2, 4 annähernd mittig zwischen den Stützwalzen 6, 8 resultiert
dabei eine vergleichsweise weiträumige Bewegung der Arbeitswalzen 2, 4 in einer
Richtung parallel zur Walzrichtung x in einer lediglich geringen Veränderung ihrer
Position in einer Richtung senkrecht zur Walzrichtung x. Somit ist über einen ver
gleichsweise großen Stellweg in der Richtung parallel zur Walzrichtung x eine ver
gleichsweise geringe und somit hochauflösende Änderung der Spaltbreite des
Walzspalts 12 erreichbar. Dementsprechend ist die Regelung zur Einstellung des
Walzspalts 12 auch bei vergleichsweise geringen Walzkräften von hoher Genau
igkeit.
1
Mehrwalzengerüst
2
,
4
Arbeitswalzen
6
,
8
Stützwalzen
10
Walzgut
12
Walzspalt
20
Regeleinrichtung
22
,
24
tellsystem
26
Stellkolben
28
Stelleinrichtung
30
Stellkolben
32
Stelleinrichtung
34
,
36
Datenleitungen
40
Datenleitung
42
Meßwertgeber
44
Datenspeicher
S Stellwert
Sw Sollwert
x Walzrichtung
S Stellwert
Sw Sollwert
x Walzrichtung
Claims (8)
1. Mehrwalzengerüst (1) mit einer Anzahl von angetriebenen Stützwalzen (6, 8)
und mit einer Anzahl von von diesen über Reibungsantrieb mitgenommenen
Arbeitswalzen (2, 4), wobei die Arbeitswalzen (2, 4) einen Walzspalt (12) bil
den, der die Dicke eines zwischen den Arbeitswalzen (2, 4) in einer Walz
richtung (x) geführten Walzguts (10) vorgibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitswalzen (2, 4) zur Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts
(12) in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Walzrichtung (x) ver
schiebbar sind.
2. Mehrwalzengerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitswalzen (2, 4) zur Einstellung der Spaltbreite des Walzspalts
(12) im wesentlichen horizontal verschiebbar sind.
3. Mehrwalzengerüst nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Arbeitswalze (2, 4) zur Einstellung ihrer Position in Walzrichtung
(x) jeweils eine Stelleinrichtung (28, 32) zugeordnet ist, wobei die Stellein
richtungen (28, 32) der Arbeitswalzen (2, 4) mit einer gemeinsamen Rege
leinrichtung (20) verbunden sind, die für jede Stelleinrichtung (28, 32) jeweils
einen Stellwert (S) in Abhängigkeit von einem gemessenen Istwert für die
Dicke des Walzguts (10) und von einem vorgebbaren Sollwert (Sw) für die
Dicke des Walzguts (10) ausgibt.
4. Mehrwalzengerüst nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf die Arbeitswalzen (2, 4) wirkenden Stelleinrichtungen (28, 32)
als hydraulische Stelleinrichtungen ausgebildet sind.
5. Mehrwalzengerüst nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Regeleinrichtung (20) eingangsseitig mit einem zur Erfassung der
Dicke des Walzguts (10) ausgelegten Meßwertgeber (42) verbunden ist.
6. Mehrwalzengerüst nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der gemeinsamen Regeleinrichtung (20) ein Speicherbaustein zuge
ordnet ist, in dem eine Anzahl von Sollwerten (Sw) für die Dicke des Walz
guts (10) hinterlegbar ist.
7. Verfahren zum Betreiben eines Mehrwalzengerüsts (1) nach einem der An
sprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke des Walzguts (10) durch eine Verschiebung der Arbeitswal
zen (2, 4) in einer zur Walzrichtung (x) im wesentlichen parallelen Richtung
eingestellt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellung der Position der Arbeitswalzen (2, 4) in Walzrichtung (x)
anhand eines Vergleichs einer aktuell ermittelten Dicke des Walzguts (10)
mit einem Sollwert (Sw) für die Dicke des Walzguts (10) vorgenommen wird.
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