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DE1005221B - Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Mineraloelen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Mineraloelen

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Publication number
DE1005221B
DE1005221B DEST9159A DEST009159A DE1005221B DE 1005221 B DE1005221 B DE 1005221B DE ST9159 A DEST9159 A DE ST9159A DE ST009159 A DEST009159 A DE ST009159A DE 1005221 B DE1005221 B DE 1005221B
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DE
Germany
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products
solids
separator
primary
vapor
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
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DEST9159A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Development Co
Original Assignee
Standard Oil Development Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Development Co filed Critical Standard Oil Development Co
Publication of DE1005221B publication Critical patent/DE1005221B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/28Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material
    • C10G9/32Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material according to the "fluidised-bed" technique

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Mineralölen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Trennung von dampfförmigen Produkten, insbesondere von Kohlenwasserstoff- und ähnlichen Dämpfen oder Gasen, von anderen Produkten aus thermischen Reaktionsverfahren. Die Erfindung läßt sich insbesondere bei der Trennung primärer oder hochwertiger Produkte von sekundären oder minderwertigen Produkten anwenden, die bei der therrnischen Crackung schwerer Kohlenwasserstofföle oder bei der Hochtemperaturverkokung von Ölen entstehen, ist jedoch nicht auf solche Trennverfahren beschränkt.
  • Es ist bereits bekannt, daß sich bestimmte Stoffe, wie z. B. mittlere oder schwere Kohlenwasserstofföle und verwandte organische Ausgangsstoffe, durch Wärmecrackung in niedermolekulare Stoffe von beträchtlich größerem Wert als dem der Ausgangsstoffe umwandeln lassen. So kann man z. B. ein schweres Erdölrückstandsöl von verhältnismäßig geringem wirtschaftlichem Wert durch Crackung bei mäßig hohen Temperaturen, z. B. bei etwa 480 bis 595', in Motortreibstoffe und Gasöl umwandeln. Bei höheren Temperaturen (und kürzeren Kontaktzeiten) erhält man aus denselben Stoffen Ausgangsstoffe für die Herstellung vieler nützlicher Chemikalien. Bei Temperaturen von z. B. etwa 650 bis 815' lassen sich die schweren Erdölrückstandsöle in Äthylen,Acethylen, Propylen, Butylene, Butadien, Isopren und Benzol sowie andere Produkte umwandeln. Diese niedermolekularen, ungesättigten Verbindungen und ähnliche Stoffe sind besonders wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von synthetischen Fasern, Kunststoffen, Alkoholen, Ketonen, Aldehyden und vielen anderen nützlichen Produkten der modernen Chemie. Deshalb bezeichnet man diese allgemeine Art der Umwandlung schwerer Erdölkohlenwasserstofföle üblicherweise als Hochtemperaturcrackung oder -verkokung. Das Verfahren ist in bestimmtem Umfange auch auf Kohlenteere, Peche, Harze. Schieferöle und andere organische Rückstände anwendbar.
  • Bei der Crackung oder Verkokung bei hoher Temperatur oder bei der destruktiven Destillation organischer Stoffe ist es häufig sehr wichtig, daß man die therinische Reaktion bis zu einem günstigsten Punkt durchführt und sie bei Erreichung dieses Punktes plötzlich unterbricht. Dies gilt insbesondere für die Hochtemperaturverkokung schwerer Öle und Peche zwecks Herstellung niedermolekularer Olefine und ähnlicher Produkte. Bei den Temperaturen, die zur Erzeugung guter Ausbeuten dieser Produkte erforderlich sind, sind diese außerordentlich reaktionsfähig. Sie neigen dazu, sich rasch zu polynierisieren, oder sie werden alk-vliert oder reagieren in sonstiger Weise ii- -- -,#f ouer init anderen Stoffen, mit denen sie in Berührung kommen. Ein Ziel der Erfindung besteht deshalb darin, die plötzliche Unterbrechung der Reaktion zu erleichtern, sobald die besonders gesuchten hochwertigen Produkte erzeugt sind, Ein bevorzugtes Verfahren zur thermischen Umwandlung schwerer Öle, Peche, Teere usw. besteht darin, daß man die genannten Stoffe mit vorerhitzten festen Teilchen in Berührung bringt. Bekanntlich können als besonders günstiges Berührungsmedium vorgewärmte Feststoffteilchen von solcher Größe dienen, daß sie sich von einem Gasstrom aufwirbeln, mitnehmen und in der Schwebe halten lassen. Zum Verkoken schwerer Öle und Peche bei mäßig hohen Temperaturen ist eine Wirbelschicht aus festen Stoffen, mit denen die Beschickung in feinverteilter Form in Berührung gebrachtwird, sehr günstig. Bei höheren Temperaturen, zur Herstellung wesentlicher Mengen von Olefinen (z. B. Acetylen, Äthylen usw.) und in anderen Fällen, in denen die Berührungszeiten sehr kurz sein müssen, ist dieVerwendung eines Reaktionsgefäßes in der Form eines Rohres oder mit einer beweglichen dispersen Feststoffphase sehr vorteilhaft. Bei diesem Verfahren bringt man die umzuwandelnden Stoffe einen Augenblick mit einem rasch bewegten Strom aus heißen Feststoffen in Berührung, die von einem Treibgasstrom bewegt werden und in diesem gewöhnlich suspendiert sind. Nach Ablauf der Kontaktzeit müssen die Feststoffe zur Beendigung der thermischen Umwandlung rasch von den Produkten getrennt werden. Gewöhnlich ist es erwünscht, die Produkte unmittelbar nach der Abtrennung abzuschrecken, d. h. sie auf eine Temperatur abzukühlen, bei der sie nicht mehr reagieren oder sich zersetzen. Durch die Erfindung wird eine rasche Abtrennung und Abschreckung erleichtert.
  • Die üblichste und häufig die wirksamste Art der Abtrennung wärmetragender Feststoffteilchen von Gasen und. Dämpfen besteht darin, daß man sie durch einen Zentrifugalabscheider, z. B. einenZyklonabscheider, leitet. Hierbei wurden aber stets kleinere Mengen der Umwandlungsprodukte von den Feststoffen absorbiert und mitgerissen. Außerdem geht die Reaktion der nur teilweise umgewandelten Beschickung auf dem Wege durch den Abscheider und in die aus ihm herausführende Feststoffleitung weiter, und die absorbierten, -mitgerl-gsenen 4iid umgewandelten sekundären Produkte zersetzen sich gewöhnlich wegen ihrer verhältnismäßig langen Erhitzung in beträchtlichem Umfang.
  • Auch wenn alles getan 'wird, um die Beschickung gleichmäßig auf oder inherhalb der wärmetragenden festen Teilchen zu verteilen, so nehmen doch einige Teilchen stets mehr davon auf, z. B. eine stärkere Öl- schicht, als andere. Infolgedessen sind einige Feststoffteilchen noch verhältnismäßig feucht oder tragen einen klebrigen oder plastischen Überzug aus teilweise verkoktem Öl, während andere Teilchen verhältnismäßig trocken sind und die Umwandlung der Beschickung, die sie berührten, beendet haben. Ob- wohl die primären Produkte nach der günstigsten Berührungszeit abgezogen werden sollten, geben einige der Feststoffe weiterhin Wärme ab und wandeln die teilweise verkokte Beschickung nach Entfernting der primären Produkte in andere Produkte um. Es kommt erfindungsgemäß darauf an, zu verhindern, daß sich diese sekundären und minderwertigen Produkte mit den primären höherwertigen Produkten vermischen. Vorzugsweise erreicht man dies durch Errichtung einer Gas- oder Dampfsperre zwischen den primären und sekundären Produkten. Die Feststoffe trocknen weiter und verdampfen oder cracken das anhaftende Öl, aber die Produkte dieser länger dauernden Berührung werden vorzugsweise von den primären Produkten abgetrennt; ihr Zurückfließen wird durch den Abscheider gesperrt, und sie werden gesondert gewonnen.
  • Die Erfindung wird an Hand einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung erläutert. Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt schematisch eine Anlage zur Durchführung des erfind-ungsgemäßen Verfahrens.
  • Ein Reaktionsgefäß in Form eines Rohres 11 führt von einem Verbrennungs- oder Heizkessel 13 in einen Gas-Feststoff-Separator 15. Heiße Feststoffteilchen, welche eine zur Suspension in einem Gasstrom geeignete Größe besitzen, wie z. B. Sand, Metallgranalien oder andere Metallteilchen, Karborund, Tonerde, Kieselerde, Glasperlen, keramische Teilchen usw. oder von Kohle oder Erdöl stammende Koksteilchen oder auch verbrauchte Katalysatorteilchen, können als wärmetragende Medien verwendet werden. Die zur Mitnahme in einem durch das Reaktionsgefäß 11 fließenden gasförmigeil Strom am besten geeigneten Teilchen besitzen gewöhnlich einen durchschnittlichen Durchmesser von etwa 40 bis 500 Mikron, können aber auch einen Durchmesser von nur 20 bis etwa 2000 Mikron besitzen. Gewöhnlich bevorzugt man im Verfahren hergestellte Koksteilchen; jedoch beschränkt sich die Erfindung nicht hierauf. Die Teilchen wirken vorzugsweise im wesentlichen nicht katalytisch für die Hochtemperaturverkokung von Mineralölen.
  • Das umzuwandelnde Mineralöl wird durch die Leitung 17 in das Reaktionsgefäß eingeführt, wobei es zweckmäßig zur Erzielung guter Verteilung durch mehrere Düsen 19 oder an der engsten Stelle eines Venturirohres in den Strom der suspendierten Feststoffteilchen eingeführt und dadurch zerstäubt wird. Gewünschtenfalls kann man Dampf zusammen mit dem Beschickungsmaterial einführen. Die aufwärts strömenden, vorzug sweise auf eine Temperatur von 675 bis 870' oder mehr vorgewärmten heißen Feststoffteilchen werden durch Dampf, Kohlenwasserstoffgas oder ein anderes inertes Gas bewegt, das durch die Leitungen 21, 23 und 25 in solchem Volumen eingeführt wird, daß die Feststoffe in der gewünschten Verteilung, z. B. in einer Dichte von 1,6 bis 320 kg pro cbm, mitgeschleppt werden. Die Verwendung von Dampf wird bevorzugt. DieTemperatur im Reaktionsgefäß kann 650 bis 870', vorzugsweise 705 bis 760' betragen. Der Druck im Reaktionsgefäß kann zwischen atmosphärischem Druck und 3,5 kg/cm2 schwanken, beträgt jedoch vorzugsweise 0,35 bis 1 kg/CM2. Den Dampf verwendet man gewöhnlich in einer Menge von 5 bis 100 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf das Beschickungsmaterial.
  • *Die Geschwindigkeit des durch das Reaktionsgef äß 11 fließenden, die Feststoffe tragenden gasförmigen Wirbelstromes beträgt vorzugsweise mindestens 2,5 in pro Sekunde und kann sogar 30 in pro Sekunde oder mehr betragen. Der Ölnebel wird verdampft und rasch zu den gewünschten ungesättigten Stoffen mit niedrigem Molekulargewicht vercrackt. Die so hergestellten Dämpfe werden im Abscheider 15 rasch von den Feststoffen getrennt. Die gesamte Kontaktzeit im Reaktionsgefäß 11 und Abscheider 15 beträgt 0,001 bis etwa 1 Sekunde, vorzugsweise 0,05 bis etwa 0,5 Sekunden.
  • Die im Zentrifugal- und Zyklonabscheider 15 abgetrennten primären Dampfprodukte werden durch eine Auslaßleitung 27 nach oben geführt und sofort durch Einblasen eines Stromes einer verhältnismäßig kühleren Flüssigkeit, wie z. B. Wasser oder Öl, in die Leitung 27 durch die Leitung 29 abgeschreckt. Gewünschtenfalls kann man das ölbeschickungsmaterial selbst als Abschreckmittel verwenden und später zur Verkokungsleitung zurückführen. An Stelle eines flüssigen Kühlmediums oder zusammen mit einem solchen lassen sich auch kühle Feststoffe, wie z. B. Koksteilchen verwenden. In diesem Falle können die Kühlstoffe vom Produkt mitgeschleppt und von ihm in einer späteren (in der Zeichnung nicht gezeigten) Trennstufe -etrennt werden. Ein Teil der Kühlstoffe kann gewünschtenfalls durch die Leitung 27 abwärts strömen und sich mit den abwärts fließenden abgetrennten Feststoffen vermischen.
  • Die abgetrennten Feststoffe strömen aus dem Separator abwärts durch einen verengten Kanal 31 nach Art eines vena contracta oder Venturiröhre in eine Trockenzone 33 mit größerem Querschnitt. Hier werden die okkludierten Gase und Dämpfe und die später gecrackten, in der ersten Stufe nicht abgetrennten Produkte durch ein aufwärts strömendes Entlademittel, wie z. B. durch die Leitung 35 eingeführten Dampf oder ein anderes inertes Gas, abgenommen. Die entladenen und verbrauchten Feststoffe werden, vom Ventil 37 gesteuert, durch den Krümmer 39 zum obenerwähnten Verbrennungs- oder Heizkessel 13 zurückgeführt.
  • Zum Zwecke der Erläuterung zeigt die Zeichnung den Verbrennungs- oder Heizkessel 13 als einen solchen mit Wirbelschichtbett. Die Feststoffe, z. B. Koksteilchen, welche durch Ansetzen von Koks während des Verkokungsverfahrens an Größe zugenommen haben, fließen durch die Einlaßleitung 41 aufwärts, und zwar unter der treibenden und/oder tragenden Wirkung eines Trägergases, wie z. B. Luft, das durch eine oder mehrere Leitungen 43, 45 eingeführt wird. Eine Prallplatte 47 dient zur Verteilung der in die Schicht im Verbrennungskessel eintretenden Feststoffe. Zur Aufwirbelung und Verbrennung oder erneuten Erhitzung der Feststoffe wird ein Gas, wie z. B. Luft oder ein Luft-Brennstoff-Gemisch durch den Einlaß 49 und das Gitter 51 am unteren Ende des Verbrennungskessels eingeführt. Nach genügender Erhöhung ihrer Temperatur strömen die Feststoffe über die Trennwand53, welche eine Trennzone55 abgrenzt, aus der sich die Abgase trennen und nach oben strömen. Die abwärts fließenden Feststoffe können gewünschtenfalls durch ein durch die Leitung57 eingeführtes geeignetes Entladungsmittel von okkludierten Verbrennungsgasen befreit werden. Die erneut erhitzten Feststoffe kehren durch ein Standrohr 59 und die Rohrkrümmer 61, 63 unter der obenerwähnten Treibwirkung des durch die Leitungen 21, 23, 25 eingeführten Gases in das Reaktionsgefäß 11 zurück.
  • Zum Abziehen von heißem Koks aus dem Standrohr 59 ist eine Zweigleitung 65 mit Steuerung durch die Ventile 67 und 69 vorgesehen. Aus dem abgezogenen Produkt läßt sich die Wärme dadurch gewinnen, daß man es durch einen (in der Zeichnung nicht gezeigten) Wärmeaustauscher leitet. Gewünschtenfalls kann man den Koks auch bei niedrigerer Temperatur unter Regulierung durch das Ventil 73 aus der Auslaßleitung 39 der Feststofftrockenzone durch das Zweigrohr 71 abziehen.
  • Das Verbrennungsgas kann man aus dem Verbrennungskessel 13 durch einen Gas-Feststoff-Separator 75, der ein üblicher Zvklonabscheider sein kann, abziehen. Die abgetrennten Feststoffe werden durch die Leitung 77 in die Schicht zurückgeleitet. Die Abgase strömen durch die Auslaßleitung 79 nach oben ab.
  • DieMenge des in den meisten Verkokungsverfahren erzeugten Kokses ist viel größer als zur Lieferung der für das Verfahren benötigten Wärme erforderlich ist. Gewünschtenfalls kann man in das Wirbelschichtbett 83 im Verbrennungskessel eine Wärmeaustanschschlange 81 zur Erzeugung von Dampf oder Lieferung von Wärme für andere Zwecke einbauen, wobei ein größerer Teil oder das gesamte Koksprodukt verbrannt werden kann. In Fällen, wo die Kokswerte niedrig sind, kann dies sehr erwünscht sein.
  • Die die Feststoffe aus dem Separator 15 begleitenden sowie die beim Trocknen der Feststoffe in der Trockenzone 33 erzeugten sekundären Produkte werden durch die Leitung 85 abgezogen. Die entsprechenden Drucke im Separator 15 und Trockner 33 werden durch ein Steuerventil 87, das von einem durch eine Kontrolleitung 91 mit ihm in Verbindung stehenden Differentialdruckmesser 89 betrieben wird, ziemlich gut in Gleichgewicht gehalten. Der Druckmesser 89 steht mit dem Separator und dem oberen Teil der Trockenzone ebenfalls durch die Leitungen 93 und 95 in Verbindung, welche in druckansprechenden Vorrichtungen 97 und 99 enden.
  • Um eine klare Trennung zwischen den primären und sekundären Produkten zu erreichen, wird durch die Leitung 101 ein Sperrgas bei der vena contracta oder der Venturieinschnürung eingeblasen, welches inert ist und sich bei der Kondensation leicht von den Produkten trennen läßt. Als Trenngas wird gewöhnlichDampf bevorzugt, jedoch lassen sich gewünschtenfalls auch leichte Kohlenwasserstoffgase, wie Äthan oder Propan, verwenden. Die Menge wird durch ein verstellbares Ventil 103 reguliert und reicht vorzugsweise aus, um zwischen den Dämpfen in Abscheider 15 und den Dämpfen im Trockner 33 eine Sperre aufrechtzuerhalten. Außerdem wird die Geschwindigkeit des aufwärts strömenden Trenngases durch den verengten Kanal 31 bei einem Wert gehalten, der es gestattet, daß die abgetrennten Feststoffe abwärts durch den verengten Kanal 31 strömen, z. B. bei einem Wert von etwa 0,15 m/Sekunde oder weniger, vorzugsweise etwa 0,03 m/Sekunde. Die Dampf-oder Gasdruckdifferenz zwischen dem Abscheider und dem Trockner wird zwischen etwa -12,7 und + 12,7 cm Wasser, vorzugsweise nicht über 2,54 cm gehalten.
  • Gewünschtenfalls kann an Stelle des Wirbelschicht-Verbrennungskessels einWirbelschicht-Verbrennungsrohr verwendet werden. So könnte man z. B. bei Temperaturen oberhalb etwa 760' ein Verbrennungsrohr verwenden, um die Verweilzeit und die Bildung von Kohlenmonoxyd auf ein Minimum zu beschränken. In manchen Fällen kann an Stelle des ikeaktionsgefäßes ein mit einer Wirbelschicht betriebenes Reaktionsgefäß verwendet werden. Bei sehr kurzen Kontaktzeiten ist dies jedoch nicht sehr zufriedenstellend, und man zieht ein Rohrsystem vor. Für den Fachmann ergeben sich zahlreiche andere Anordnungen und Ab- änderungen von selbst, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es wird darauf hingewiesen, daß die hier verwendeten Ausdrücke »Dampf«, »Gas« oder »gasförmiges« Material, synonyrn,sied. da die primären und sektindären Produkte sowie da§ Sperrgas oder -dampf entweder aus Gas oder Dampf bestehen können.
  • Eine weitere von verschiedenenAusführungsformen der Erfindung wird als Beispiel in der Fig. 2 gezeigt. Fig. 2 zeigt einen Teil einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Ein rohrförmiges Reaktionsgefäß 13 eignet sich zur Aufnahme eines Stromes vorerhitzter Koksteilchen aus einem (in der Zeichnung nicht gezeigten) Heiz- oder Verbrennungskessel. Diese auf eine Temperatur von etwa 675 bis 8700, vorzugsweise zwischen etwa 705 und 815', vorgewärmten Teilchen werden durch das Rohr 11 in das Reaktionsgefäß 13 eingelassen, welches solche Ausmaße besitzt, daß es die optimale Kontaktzeit zwischen dem Rückstandsöl und den Koksteilchen gewährleistet. DieseKontaktzeit ist normalerweise ziemlich kurz und beträgt gewöhnlich weniger als eine Sekunde. Ein Beschickungsmaterial, welches ebenfalls auf eine geeignete Temperatur, z. B. 150 bis 315' vorgewärmt sein kann, wird in feinverteilter Form in das Reaktionsgefäß eingeführt, und zwar durch eine Beschickungsleitung 15, von der aus es zerstäubt oder auf andere Weise fein verteilt wird, um dann in Berührung mit den durch das Rohr 11 hereinströmenden Koksteilchen zu treten.
  • Die Reaktion vollzieht sich rasch und ist zu dem Zeitpunkt, in dem die Teilchen und das Beschickungsmaterial das Ende des in einen Zyklonabscheider 17 mündenden Reaktionsgefäßes erreichen, teilweise beendet. In diesem Zyklonabscheider läuft die Reaktion im wesentlichen zu Ende. Hier werden die Feststoffe ebenfalls in üblicher Weise durch Zentrifugalkraft von den gasförmigen und dampfförmigen Urnwandlungsprodukten getrennt, und letztere Produkte werden durch eine zentrale Auslaßleitung 19 nach oben abgeführt. Hier können die Dampfprodukte auf übliche Weise durch Einführung eines Wassersprühstrahls oder vorher gekühlter Produkte aus dem Verkokungskessel abgeschreckt werden. Die Ansammlung von Feststoffen im unteren Teil de-, Abscheiders 17 wird auf einen niedrigen Stand gehalten und der Rücklauf der sekundären Produkte zum Zyklonabscheider wird auf folgende Weise verhütet.
  • Die Auslaßleitung 21 besitzt eine Venturieinschnürung 23, in welche ein abwärts gerichtetes Düsenstück 25 eingesetzt ist. Das Ventil 27 steuert den Strom eines Dampfes oder einer Flüssigkeit, wie z. B. heißen Dampf oder Wasser oder Gase aus der Verbrennung in einem (in der Zeichnung nicht gezeigten) Verbrennungs-oder Heizkessel, so daß der Gas- oder Dampfstrahl das Abwärtsfließen der Feststoffe beschleunigt. Zur Gewinnung sekundärer Dampf- und Gasprodukte können leichte gasförmige Produkte in die Leitung 25 zurückgeführt werden. Eine Vorrichtung 29 zum Anzeigen und Regeln der Schichthöhe steht durch die Leitungen 31 und 33 mit dem unteren Teil des Zyklonabscheiders. bzw. mit dem oberen Teil der Auslaßleitung 21 in Verbindung. Dieser Regler reagiert auf die Anwesenheit von Ansammlungen von Feststoffen im unteren Teil des Separators und ermöglicht dementsprechend mittels des Ventils 27 die Einführung von Gas oder Dampf in die Düse 25, um so die angesammelten Feststoffe abzuziehen und zu verhüten, daß sie innerhalb des Zyklonenabscheiders 17 zu lange erhitzt werden. Gleichzeitig wird verhütet, daß die sekundären Reaktionsprodukte von nicht verdampften, auf den Feststoffen haftenden Bestandteilen zum Zyklonabscheider zurückströmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE. 1. Verfahren zur Umwandlung von Mineralölen in solche dampfförmige Produkte, die die Neigung haben, sich bei der Umwandlungstemperatur zu zersetzen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Beschickungsgut nur ganz kurze Zeit bei hoher Umwandlungstemperatur mit heißen Feststoffteileben in Berührung bringt, die primären Dampfprodukte rasch von den Feststoffen abtrennt und dann sofort abschreckt, die Feststoffe aus der Trennzone in eine Trockenzone zur anschließenden Abtrennung sekundärer Dampfprodukte leitet und zwischen der Trockenzone und der Stelle, an der die primären Produkte abgetrennt werden, zur Verhütung wesentlicher Vertnischung der sekundären Dampfprodukte mit den primären Dampfprodukten eine Dampfsperre errichtet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die sekundären Produkte aus der Trockenzone mit gesteuerter Geschwindigkeit abzieht, um den Druck an der Stelle, wo die primären Produkte abgetrennt werden, mit dem Druck in der Trockenzone möglichst im Gleichgewicht zu halten. 3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfsperre eine Wasserdampfsperre ist oder durch einen niedermolekularen Kohlenwasserstoff gebildet wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckunterschied zwischen der primären Trennstufe und der Trockenzone - 12,7 bis + 12,7 cm Wassersäule, vorzugsweise -2,5 bis + 2,5 cm beträgt. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Feststoffteilchen Koksteilchen verwendet. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der ersten Zone über etwa 650' liegt und daß der bei der Umwandlung schwerer Kohlenwasserstoffe entstehende Koks aus ihr zusammen mit den Feststoffen ausgetragen und zur weiteren Umwandlung des Öls in sekundäre Produkte durch einen verengten Kanal, in dem sich die Dampfsperre befindet, nach unten in die Trockenzone geleitet wird, in der die weitere Umwandlung unter Bildung sekundärer Produkte zu Ende geht. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Trennung der primären gasförinigen Produkte aus ihrem Gemisch mit den Feststoffen das genannte Gemisch mit hoher Geschwindigkeit in einen Zentrifugalabscheider leitet, vorzugsweise einen Zyklon, daraus die Gase nach oben abzieht und die Feststoffe nach unten, daß man die letzteren nach unten durch eine venturiartige Verengung leitet, einen abwärts gerichteten Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsstrahl in die Verengung eindüst und dadurch die genannten Feststoffteilchen beschleunigt und ihre Abtrennungsgeschwindigkeit von dem Gas in dem Abscheider erhöht und einen nach unten gerichteten Begleitstrom für die festen Teilchen einleitet. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der eingedüste Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsstrom selbsttätig in Abhängigkeit von der Ansammlung von Fetteilchen oberhalb der Verengung geregelt wird. 9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das noch nicht umgewandelte, auf den abgetrennten Feststoffteilchen befindliche Öl in der Trockenzone der Pyrolyse unterwirft, so daß mindestens ein Teil der sekundären Produkte dort entsteht. 10. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 1 Gewichtsteil des Öls mit 5 bis 20 Teilen trockenen, etwa 0,01 bis 1 Sekunde lang auf 675 bis 870' vorgewärmten Koksteilchen in Berührung bringt, den Koks und die primären Produkte zur Trennung zentrifugiert und auf den Koks einen Sog einwirken läßt, um die Entfernung des Kokses und sekundärer Reaktionsprodukte, die durch Umwandlung anhaftender wärmebeständiger Ölbestandteile entstehen, aus dem Zentrifugierungsvorgang zu beschleunigen. 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine erste Reaktionszone, einen Abscheider zur Trennung der Feststoffe von den primären Dämpfen, eine Trockenzone für die Feststoff e, einen verengten Kanal, einen selbsttätigen Regler zum Konstanthalten des Druckes in der Trockenzone und im Abscheider und durch Mittel zur Errichtung einer Dampfsperre zwischen dem Abscheider und der Trockenzone. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine Gasauslaßleitung aus der geschlossenen Trockenzone, ein Ventil zur Drosselung dieser Auslaßleitung und einen selbsttätigen, auf den Druckunterschied zwischen dem Abscheider und der genannten Zone ansprechenden und durch Betätigung des Ventils den Druck regelnden Regler. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheider für die Trennung der primären Gasprodukte von den Feststoffteilchen aus einem Zentrifugalabscheider. z. B. einem Zyklon, besteht und aus einer nach unten gerichteten Leitung zum Abführen der Feststoffteilchen mit einer venturiartigen Verengung und mit Mitteln zum Eindüsen eines Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsstrahls in der gleichen Richtung wie die Feststoffteilchen in die genannte Verengung. 14. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 13, gekennzeichnet durch Einrichtung zur Regelung der Einsprühung der Flüssigkeit in die nach unten gerichtete Leitung in Abhängigkeit von der Ansammlung von Feststoffteilchen oberhalb der Leitungsverengung. 15. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 13, gekennzeichnet durch Mittel zur Regelung des Flüssigkeitszuflusses in die Düse in Abhängigkeit von der Ansammlung von Feststoffteilchen in der nach unten gerichteten Leitung.
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