DE10052661C1 - Sanitäre Auslaufarmatur - Google Patents
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Abstract
Das Auslaufmundstück (3) einer sanitären Auslaufarmatur ist wahlweise an den Auslauf (1) anlegbar oder von dem Auslauf (1) abnehmbar. Es ist hierzu mit einem flexiblen Schlauch (10) verbunden, der sich durch den Auslauf (1) hindurch erstreckt und an seinem anderen Ende ein Führungsteil (11) aufweist. Dieses liegt mit seiner Mantelfläche dicht gegen die Innenmantelfläche eines wasserführenden Kanals, der vorzugsweise innerhalb des Auslaufs (1) selbst liegt, an und ist dort nach Art eines Kolbens verschiebbar. Zieht der Benutzer das Auslaufmundstück (3) von dem Auslauf (1) ab, so kann er den flexiblen Schlauch (10) aus dem Auslauf (1) herausziehen, wobei sich das Führungsteil (11) unter Kompression einer Rückholfeder (14) entsprechend verschiebt. Bei dieser Konstruktion ist es nicht erforderlich, den flexiblen Schlauch (10) durch die gesamte Armatur hindurchzuführen und eine Schlauchschleife zu bilden, welche den für die Ausziehbarkeit erforderlichen Schlauchvorrat zur Verfügung stellt.
Description
Die Erfindung betrifft eine sanitäre Auslaufarmatur
mit einem Auslauf; mit einem Auslaufmundstück, das wahl
weise an die Mündungsöffnung des Auslaufs anlegbar und
von der Mündungsöffnung des Auslaufs abnehmbar ist und
das über einen flexiblen Schlauch mit einem wasserführen
den Kanal der Auslaufarmatur verbunden ist.
Insbesondere im Küchenbereich werden Sanitärarmaturen
häufig mit einem abnehmbaren Mundstück, einer sog. "Aus
ziehbrause" versehen, um das gesamte Spülbecken und
ggf. den dieses umgebenden Bereich des Spültisches abspülen
zu können. Bei bekannten sanitären Auslaufarmaturen
der eingangs genannten Art, wie sie beispielsweise in
der EP 0 756 038 B1 oder der DE 37 21 152 A1 beschrieben
sind, wird der flexible Schlauch durch das gesamte Arma
turengehäuse nach unten bis unter den Spültisch hindurch
geführt, wo er eine Schleife bildet und sodann mit einem
unteren Anschluß zum wasserführenden Kanal der Sanitär
armatur verbunden ist. Die Schleife bildet dabei den
Schlauchvorrat, der zur Bewegung des abnehmbaren Auslauf
mundstücks erforderlich ist. Nachteilig bei diesen bekann
ten sanitären Auslaufarmaturen ist, daß das Armaturenge
häuse als Sondergehäuse ausgebildet sein soll, das wegen
der Notwendigkeit, den Schlauch unterzubringen, größer
als ein normales Armaturengehäuse sein muß. Dadurch,
daß der Schlauch durch das Armaturengehäuse hindurchge
führt ist, ergeben sich außerdem konstruktive Schwierig
keiten bei der Unterbringung der anderen Armaturenteile
im Armaturengehäuse.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine sanitäre
Auslaufarmatur der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei welcher die Durchführung des Schlauchs durch das
Armaturengehäuse nicht erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
am armaturenseitigen Ende des Schlauchs ein Führungsteil
angeordnet ist, welches dicht gegen die Innenmantelfläche
des wasserführenden Kanals anliegt und gegenüber diesem
um eine gewisse Strecke verschiebbar ist, derart, daß das
Auslaufmundstück von der Mündungsöffnung des Auslaufs um
eine Entfernung wegbewegbar ist, die dem Verschiebeweg des
Führungsteils entspricht.
Erfindungsgemäß wird auf das Vorhalten eines Schlauchvor
rats, der beim Abnehmen des Auslaufmundstücks "aufge
braucht" wird und in Form einer Schleife unterhalb des
Spültisches oder dgl. angeordnet werden muß, verzichtet.
Stattdessen wird ausgenutzt, daß das erfindungsgemäß
am Schlauchende angebrachte Führungsteil sich innerhalb
des wasserführenden Kanals weiter innen oder weiter
außen befinden kann. Die Wasserströmung erfolgt also
je nach Position des Führungsteils 11 über eine kleinere
oder eine größere Strecke innerhalb des wasserführenden
Kanals, bevor dann das Wasser in den flexiblen Schlauch
eingeleitet wird. Bei dieser Konstruktion ist es nicht
mehr erforderlich, den flexiblen Schlauch durch das
gesamte Armaturengehäuse hindurchzuführen. Der wasser
führende Kanal kann vollständig an der Oberseite der
Armatur angeordnet sein.
Besonders bevorzugt wird dabei, wenn der Bereich des
wasserführenden Kanals, in dem sich das Führungsteil
verschieben kann, innerhalb des Auslaufs selbst liegt.
Der Benutzer ist bereits heute an geschwungene Auslauf
rohre, insbesondere bei Armaturen mit Schwenkauslauf,
gewohnt, in denen der Verschiebeweg des Führungsteils
ohne weiteres untergebracht werden kann. In diesem Fall
ist es möglich, ein konventionelles Auslaufrohr einfach
gegen ein erfindungsgemäßes Auslaufrohr auszutauschen.
Für den Hersteller der Sanitärarmatur bietet dies den
Vorteil einer größeren Produktvielfalt ohne großen Aufwand;
für den Anwender der Sanitärarmatur besteht die Möglich
keit einer Nachrüstung.
Das Führungsteil ist bevorzugt ein hohlzylindrisches
Teil, welches in seiner Mantelfläche zwei O-Ringdich
tungen trägt. Die O-Ringdichtungen übernehmen zusätzlich
zu ihrer Dichtungs- eine Führungsfunktion.
Zweckmäßigerweise ist eine Rückholfeder vorgesehen,
welche das Auslaufmundstück in Anlage gegen die Mündungs
öffnung des Auslaufs zu drücken sucht. Diese Rückholfeder
erleichtert das Zurückführen des Schlauchs, nachdem zuvor
das Auslaufmundstück herausgezogen worden war.
Die Rückholfeder kann zwischen einem in dem wasserführenden
Kanal angebrachten Anschlagring und dem Führungsteil
angeordnet sein. Dabei wiederum empfiehlt es sich, wenn
die Rückholfeder einen Bereich des Schlauchs umgibt.
Dies stellt eine besonders platzsparende Anordnung dar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert; die einzige Figur
zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Schwenkauslauf.
Der in der Zeichnung dargestellte Schwenkauslauf besitzt
die Form eines gebogenen Auslaufrohrs 1. Das untere
Ende des Auslaufrohrs 1 wird in bekannter Weise in eine
nicht dargestellte Armatur so eingesteckt, daß es um
seine vertikale Achse verdreht werden kann. Es kommuniziert
an diesem Einsteckende mit einem wasserführenden Kanal
der Armatur.
Das Auslaufrohr 1 weist einen im wesentlichen geradlinigen
Abschnitt 1a auf, der vom Einsteckende bis etwa zu einem
an der Innenseite befestigten Anschlagring 2 reicht.
An den geradlinigen Abschnitt 1a des Auslaufrohrs schließt
sich ein kreisbogenförmiger Abschnitt 1b an, an dessen
Ende ein Auslaufmundstück 3 lösbar aufgesetzt ist. Das
Auslaufmundstück 3 besitzt einen Mundstückkörper 4, der an
seiner dem Abschnitt 1b des Auslaufrohrs 1 zugewandten
Seite eine kreisförmige Vertiefung 5 aufweist. Der Durch
messer der kreisförmigen Vertiefung 5 entspricht dem
Durchmesser des Auslaufrohrs 1 an seiner Mündungsöffnung.
Eine Flachdichtung 4 liegt zwischen der Stirnseite des
Auslaufrohrs 1 und dem Boden der kreisförmigen Vertiefung
5.
Koaxial zur kreisförmigen Vertiefung 5 ist eine Gewindeboh
rung 6 durch den Körper 4 des Mundstücks 3 geführt, die
in den Innenraum 7 des Mundstücks 3 ausmündet. Der Innen
raum 7 kommuniziert mit einem in das Mundstück 3 stirn
seitig eingeschraubten Luftsprudler 8.
In die Gewindebohrung 6 des Auslaufmundstücks 3 ist
der Anschlußnippel 9 eines flexiblen Schlauchs 10 einge
dreht. Der Schlauch 10 verläuft durch den kreisbogenför
migen Abschnitt 1b des Auslaufrohrs 1, durch die Bohrung
in dem Anschlagring 2 in den geradlinigen Abschnitt
1a des Auslaufrohrs 1 hinein und besitzt an seinem unteren
Ende ein hohlylindrisches Führungsteil 11. Das Führungs
teil 11 ist durch zwei in seiner Mantelfläche einliegende
O-Ringdichtungen 12, 13 gegen die Innenmantelfläche des
Auslaufrohrs 1 abgedichtet. Zwischen der oberen Stirnfläche
des Führungsteils 11 und dem Anschlagring 2 erstreckt
sich eine als Spiralfeder ausgebildete Rückholfeder
14, die nur schematisch gezeichnet ist.
Die Sanitärarmatur, deren Teil der beschriebene Auslauf 1
ist, funktioniert wie folgt:
Normalerweise wird das Auslaufmundstück 3 durch die Rückholfeder 14, welche das Führungsstück 11 nach unten drückt, in Anlage an der Mündungsöffnung des Auslaufrohrs 1 gehalten; dies ist die in der Zeichnung dargestellte Position. Das von der Armatur von unten in das Auslauf rohr 1 zuströmende Wasser durchsetzt den Innenraum des Führungsteils 11, gelangt in den Schlauch 10, von diesem über die Gewindebohrung 6 in den Innenraum 7 des Auslauf mundstücks 3 und tritt über den Luftsprudler 8 aus. Dies ist die Funktion eines normalen Armaturenauslaufs.
Normalerweise wird das Auslaufmundstück 3 durch die Rückholfeder 14, welche das Führungsstück 11 nach unten drückt, in Anlage an der Mündungsöffnung des Auslaufrohrs 1 gehalten; dies ist die in der Zeichnung dargestellte Position. Das von der Armatur von unten in das Auslauf rohr 1 zuströmende Wasser durchsetzt den Innenraum des Führungsteils 11, gelangt in den Schlauch 10, von diesem über die Gewindebohrung 6 in den Innenraum 7 des Auslauf mundstücks 3 und tritt über den Luftsprudler 8 aus. Dies ist die Funktion eines normalen Armaturenauslaufs.
Bei Bedarf kann der Benutzer jedoch das Auslaufmundstück
3 von Hand ergreifen und von der Mündungsöffnung des
Auslaufrohrs 1 abziehen. Er zieht dabei einen Teil des
Schlauchs 10 aus dem Auslaufrohr 1 heraus; dabei gleitet
das Führungsteil 11 innerhalb des geradlinigen Abschnitts
1a des Auslaufrohrs 1 nach oben. Der Bewegungsweg wird
durch die sich zusammendrückende Rückholfeder 14 begrenzt.
Der Strömungsweg des Wassers stimmt im wesentlichen mit
dem oben beschriebenen Strömungsweg bei eingestecktem
Auslaufmundstück 3 überein, mit der einzigen Ausnahme,
daß das Wasser erst in einer höheren Position innerhalb
des geradlinigen Abschnitts 1a des Auslaufrohrs 1 in das
Führungsteil 11 und von dort in den Schlauch 10 eintritt.
Das Auslaufmundstück 3 kann nunmehr von dem Benutzer unter
Ausnutzung der Flexibilität des aus dem Auslaufrohr 1
herausstehenden Schlauchstücks nach Bedarf hin- und
herbewegt werden, beispielsweise, um einen Spültisch oder
ein Spülbecken zu reinigen.
Läßt der Benutzer das Auslaufmundstück 3 los, so wird
dieses durch die Rückholfeder 14, welche eine Zugwirkung
auf den Schlauch 10 ausübt, in die in der Zeichnung
dargestellte Position zurückgeführt, in welcher es mit
seiner Vertiefung 5 an dem Auslaufrohr 1 anliegt.
Das dargestellte Auslaufrohr 1 mit ausziehbarem Mundstück
3 ist gegen einen konventionellen Auslauf mit feststehen
dem Mundstück ohne weiteres austauschbar und damit bei
Bedarf auch nachrüstbar.
Claims (6)
1. Sanitäre Auslaufarmatur mit einem Auslauf; mit einem
Auslaufmundstück, das wahlweise an die Mündungsöffnung
des Auslaufs anlegbar und von der Mündungsöffnung des
Auslaufs abnehmbar ist und das über einen flexiblen
Schlauch mit einem wasserführenden Kanal der Auslaufarmatur
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
am armaturenseitigen Ende des Schlauchs (10) ein Führungs
teil (11) angeordnet ist, welches dicht gegen die Innen
mantelfläche des wasserführenden Kanals (10) anliegt und
gegenüber diesem um eine gewisse Strecke verschiebbar ist,
derart, daß das Auslaufmundstück (3) von der Mündungsöff
nung des Auslaufs (1) um eine Entfernung wegbewegbar ist,
die dem Verschiebeweg des Führungsteils (11) entspricht.
2. Sanitäre Auslaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bereich (1a) des wasserführen
den Kanals, in dem sich das Führungsteil (11) verschieben
kann, innerhalb des Auslaufs (1) selbst liegt.
3. Sanitäre Auslaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (11)
ein hohlzylindrisches Teil ist und in seiner Mantelfläche
zwei O-Ringdichtungen (12, 13) trägt.
4. Sanitäre Auslaufarmatur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückhol
feder (14) vorgesehen ist, welche das Auslaufmundstück
(3) in Anlage gegen die Mündungsöffnung des Auslaufs
(1) zu drücken sucht.
5. Sanitäre Auslaufarmatur nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückholfeder (14) zwischen
einem in dem wasserführenden Kanal (1a) angebrachten
Anschlagring (2) und dem Führungsteil (11) angeordnet
ist.
6. Sanitäre Auslaufarmatur nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückholfeder (14) einen
Bereich des Schlauchs (10) umgibt.
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| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20130501 |