DE1005199B - Strahlerzeugungssystem zur Erzeugung eines Elektronenstrahls grosser Stromdichte mittels magnetischer Fokussierung - Google Patents
Strahlerzeugungssystem zur Erzeugung eines Elektronenstrahls grosser Stromdichte mittels magnetischer FokussierungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung befaßt sich mit einem Strahlerzeugungssystem
zur Erzeugung von Elektronenstrahlen hoher Stromdichte mit Hilfe magnetischer Fokussierung.
Bei der Konstruktion von Strahlerzeugungssystemen für Strahlen hoher Stromdichte, welche magnetisch
fokussiert werden, ist es wünschenswert und bei einigen Typen, der Strahlfortpflanzung sogar nötig,
daß die Kathode von dem gleichbleibenden axialen magnetischen Fokussierungsfeld abgeschirmt wird,
welches mit dem Entladungsgefäß zusammen, von welchem das Strahlerzeugungssystem einen Teil bildet,
verwendet wird. Es ist wünschenswert und manchmal nötig, daß der von einem Strahlerzeugungssystem erzeugte
Elektronenstrahl im wesentlichen parallel zur Strahlachse ist. Es sind bereits magnetische Sammellinsen
kurzer Feldlänge, vorzugsweise Vergrößerungslinsen für Elektronenoptik, bestehend aus einer
Sammelspule in einem sie vollständig umgebenden, aus hochpermeablem Stoff bestehenden Mantel, der
einen ringförmigen Spalt in seinem Innenteil aufweist und bei dem die Ränder des im Verhältnis zur Längsausdehnung
der Spule schmalen Spaltes bildende Mantelteil nach der Achse zu polschuhartig verjüngt
sind und die lichte Weite des Polschuhringes in der Größenordnung der Spalthöhe liegt, bekannt. Der Spalt
zwischen den Polschuhen dieser magnetischen Sammellinse ist mit unmagnetischem Material vakuumdicht
ausgefüllt, und der innerhalb der Spule liegende Teil des die Spule umhüllenden Mantels dient als Röhrenwandung
einer elektronenoptischen Einrichtung. Die Anordnungen werden als Sammellinsen kurzer Brennweite
in Elektronenmikroskopen verwendet. Zur Herstellung eines Elektronenstrahls von großer Stromdichte
und homogenem Verlauf sind sie jedoch nicht geeignet. Es ist auch bereits ein Strahlerzeugungssystem
bekannt, bei welchem die Beschleunigungsanode einen Polschuh für die magnetische Fokussierungsanordnung
bildet. Bei diesen Anordnungen sind die Kathode und die Fokussierungselektrode vollständig
in der Polschuhanode eingeschlossen, und der Kontakt mit dem übrigen Teil des magnetischen Kreises
wird durch, eine durch die Umhüllung der Röhre geschmolzene Scheibe aus ferromagnetischem Material
hergestellt.
An Stelle einer Scheibe, welche den Kontakt mit
dem magnetischen Stromkreis herstellt, sind gemäß der Erfindung die Kathode und die Fokussierungselektrode
vollständig von dem — einen Teil der Röhrenumhüllung bildenden — Polschuh eingeschlossen.
Ein solches Strahlerzeugungssystem ist einfach anzufertigen und kann leicht zusammengesetzt werden,
so- daß die nötige Genauigkeit in der Lage der Strahlerzeugungselektroden erhalten wird. Die zylin-
Strahlerzeugungssystem
zur Erzeugung eines Elektronenstrahls
großer Stromdichte mittels magnetischer
Fokussierung
Anmelder:
International Standard Electric
Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. März 1953
Großbritannien vom 20. März 1953
Arnold H. W. Beck, London,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
drische Fokussierungselektrode hat über der Emissionsoberflächei
der Kathode eine mit einer öffnung versehene Endkappe und zwischen deren Enden einen
äußeren kreisförmigen Flansch. Die mit einer zentralen Öffnung versehene Anodenscheibe aus magnetischem
Material legt sich gegen einen Endring der im allgemeinen zylindrischen äußeren Hülle aus ferromagnetischem
Material und paßt genau in diese äußere Hülle. Eine innere zylindrische mit der Anodenscheibe
verbundene Anodenhülle umgibt die Fokussierungselektrode und ist mit einem Vorsprung versehen, um
Kathode und Fokussierungselektrode in bezug auf diese Anodenscheibe festzulegen. Eine ringförmige
Scheibe aus Isolationsmaterial ist zwischen diesem Vorsprung und den äußeren kreisförmigen Flansch
der zylindrischen Fokussierungselektrode angeordnet, um die axiale Lage der Kathode festzuhalten und um
die Anodenscheibe gegen das Ende der äußeren Hülle zu drücken.
Die äußere ferromagnetische Hülle besteht vorzugsweise aus einer Verbindung, welche sich leicht mit
Glas verschmelzen läßt, so daß die Röhre durch Glas, beispielsweise einen Preßglasteller, verschlossen werden
und das andere Ende mit einer Glasumhüllung des Entladungsrohres verschmolzen werden kann. Es sei
bemerkt, daß dieses Strahlerzeugungssystem gut zur Verwendung bei allen Röhren mit metallischer Umhüllung
geeignet ist.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert.
609 866/344
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispieles, und
Fig. 2 gibt einen Querschnitt längs der Ebene H-II der Fig. 1 wieder.
Das Strahlerzeugungssystem 1 besteht aus einer indirekt
geheizten Kathode 2 mit konkaver Emissionsoberfläche. Die Kathode 2 wird von einer umgebenden
Fokussierungselektrode 3 gehaltert. Das obere Ende, nämlich die Endkappe 4 dieser zylindrischen Fokussierungselektrode
ist mit einer zentralen Öffnung versehen, um die Emissionsoberfläche der Kathode freizugeben.
Zwischen den Enden der Fokussierungseiektrode sind ein äußerer kreisförmiger Flansch 5 und am
unteren. Ende ein weiter kreisförmiger Flansch 6 angeordnet. Während des Betriebes ist die Fokussierungselektrode
3 auf Kathodenpotential und kann daher mit dieser verbunden sein. Die Anode des Strahlerzeugungssystems
besteht aus der mit einer zentralen Öffnung versehenen Anodenscheibe 7 aus ferromagnetischem
Material, mit welcher eine zylindrische innere Anodenhülle 8 verschweißt ist. Diese umgibt die Fokussierungselektrode 3 und ist außerdem mit dem
Vorsprung 9 versehen. Eine ringförmige Scheibe 10 aus Isolationsmaterial, beispielsweise Glimmer, paßt
dicht über das obere Ende der Fokussierungselektrode
3 und legt sich gegen dein Vorsprung 9. Der äußere kreisförmige Flansch 5 der Fokussierungselektrode
legt sich gegen die untere Seite der Scheibe 10. Auf diese Art und Weise ist die Emissionsoberfläche
der Kathode 2 zentral innerhalb der inneren Anodenhülle und im passenden axialen Abstand von
der Anodenscheibe 7 festgelegt. Die Scheibe 7 ist mit einer zentralen öffnung 11 versehen, deren Seiten vorzugsweise
abgeschrägt sind, wie aus Fig. 1 hervorgeht. Die Dicke der Anodenscheibe 7 und die Stellung
der Fokussierungselektrode zur Anode ist vorzugsweise derart, daß bei den Betriebsbedingungen ein
vollständig raumladungsbegrenzter Strom von der Kathode abgezogen wird und der Strahl durch die
Anodenöffnung 11 so> fokussiert wird, daß er im wesentlichen parallel zur Längsachse des Strahlerzeugungssystems
sofort nach seinem Austritt aus dieser Öffnung wird. In den meisten Fällen ist die Kathodenoberfläche,
wie in der Fig. 1 gezeigt, konkav. Das S trahlerzeugungs system kann so dimensioniert werden,
daß es besonders geeignet ist, um einen Elektronenstrahl
auszusenden, dessen Elektronenbewegung gleich dem Brillouinfluß ist. Bezogen auf einen zylindrischen
festen Strahl (zum Unterschied zu einem ringförmigen Strahl) ist der Brillouinfluß dadurch
charakterisiert, daß alle Elektronen die gleiche axiale Geschwindigkeit haben und sich jedes Elektron auf
Grund eines konstanten axialen magnetischen Feldes in Spiralen von konstantem Radius um die Strahlachse
mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit bewegen, so· daß die Bewegung des Strahles gleich der
eines festen Stabes ist, welcher sich um und längs seiner Achse bewegt. Bei einer Kathode mit konkaver
Emissionsoberfläche verlangt ein solcher Fluß, daß die Kathode von dem Einfluß des axialen Magnetfeldes
abgeschirmt ist. Bei der vorliegenden Anordnung wird dies durch die Anodenscheibe 7 und die äußere Hülle
12 aus ferroinagnetischem Material erreicht. Es ist bekannt, daß, um die magnetische Abschirmung zu verbessern,
es vorteilhafter ist, mehrere voneinander getrennte Schirme aus magnetischem Material zu verwenden,
als einen einzigen Schirm, dessen Dicke die Summe der Dicken der einzelnen Schirme ist. Deshalb
ist es vorteilhaft, die innere Anodenhülse 8 ebenfalls aus ferromagnetischem Material zu machen. Wenn die
Anodenscheibe 7 einen Polschuh der magnetischen Fokussierungsanocdnung bildet, können Verbindungsglieder
(Joche) in der üblichen Art mit der äußeren Hülse 12 verbunden werden. Diese Joche oder Verbindungsglieder
verbessern die magnetische Abschirmung der Kathode weiterhin.
Das beschriebene Strahlerzeugungssystem ist gut geeignet, einen Teil einer Ganzmetallröhre zu bilden.
Es können einige bekannte Mittel angewendet werden, um den Druck zwischen der Anodenscheibe 7 und dem
Endring 13 der äußeren Hülle 12 und ebenso zwischen dem kreisförmigen Flansch 5 der Fokussierungselektrode
der Scheibe 10 und dem Vorsprung 9 der inneren Anodenhülse 8 aufrechtzuerhalten. In dem in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der äußere Teil 12 aus einer Verbindung hergestellt, welche sich
leicht mit Glas verschmelzen läßt, beispielsweise einer Nickel-Eisen-Legierung im Verhältnis 50:50. Mit
dem einen Ende der äußeren Hülle 12 ist ein Glasteil 15 verschmolzen, welcher einen gebräuchlichen. Preßglasteller
16 mit den Durchführungsstiften 17 trägt. Das eine Ende einer Anzahl von Stiften 18 ist mit der
Isolierscheibe 14 und das andere mit den entsprechenden Durchführungsstiften 17 fest verbunden, um"den
erforderlichen axialen Druck zwischen den verschiedenen Strahlerzeugungselektroden aufrechtzuerhalten. In
dem Ausführungsbeispiel ist eine Glasumhüllung 19 des Entladungsgefäßes, von welchem das Strahlerzeugungssystem
einen Teil bildet, mit dem Endring des äußeren Zylinders 12 stumpf verschmolzen.
Da die Teile des Strahlerzeugungssystems gut ineinanderpassen, ist dieses Strahlerzeugungssystem
leicht herzustellen, und die nötigen kritischen Abstände zwischen den. einzelnen Elektroden können
leicht mit großer Genauigkeit erreicht werden.
Claims (17)
1. Strahlerzeugungssystem zur Erzeugungeines
Elektronenstrahls großer Stromdichte mittels magnetischer Fokussierung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kathode und die Fokussierungselektrode vollständig von dem — einen Teil der Röhrenumhüllung
bildenden — Polschuh eingeschlossen sind.
2. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Fokussierungselektrode
mit einer Endkappe versehen ist, deren Öffnung über der Emissionsoberfläche
der Kathode liegt.
3. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Fokussierungselektrode
mit einem kreisförmigen Flansch versehen ist.
4. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Polschuh mit einem
Endring versehen ist.
5. Strahlerzeugungssystem nach. Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit einer zentralen
Öffnung versehene Anodenscheibe aus ferromagnetischem Material gegen den Endring des Polschuhes
drückt.
6. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenscheibe
genau in die den Polschuh bildende äußere zylindrische Hülle aus ferromagnetischem Material
paßt.
7. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Anodenscheibe
eine innere zylindrische Anodenhülse fest verbunden ist.
8. Strahilerzeugungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Anodenhülse
die Fokussierungselektrode umgibt.
9. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Anodenhülse
mit einem Vorsprung versehen ist, um die Kathode und die Fokussierungselektrode in bezug auf die
Anodenscheibe festzulegen.
10. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1 und/oder 3 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß eine ringförmige Scheibe aus Isolationsmaterial zwischen dem Vorsprung und dem äußeren
kreisförmigen Flansch angeordnet ist.
11. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß dieser Flansch gegen die ringförmige Scheibe und die ringförmige
Scheibe gegen den Vorsprung drücken.
12. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das von
dem Endring entfernte Ende der äußeren Hülle mittels einer Glasverschmelzung geschlossen ist.
13. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1 und/oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierungselektrode mit einer Anzahl von Stäben
fest verbunden ist, deren andere Enden mit der Glasverschmelzung fest verbunden sind.
14. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe mit den
Durchführungsstiften eines Glastellers der Glasverschmelzung verbunden sind.
15. Strahlerzeugungssysteim nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dein Endring der
äußeren Hülle eine zylindrische Glashülle stumpf verschmolzen ist.
16. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
Anodenhülle aus ferromagnetischem Material besteht.
17. Strahlerzeugungssystem nach Anspruch 1 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anodenscheibe so dimensioniert ist und die Kathode und die Fokussierungselektroden so zueinander
angeordnet sind, daß bei Betriebsbedingungen ein raumladungsbegrenzter Elektronenstrahl
von dem Strahlerzeugungssystem erzeugt wird, welcher im wesentlichen parallel zur Strahlachse
gleich nach Verlassen der öffnung der Anodenscheibe ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 680 284.
Deutsche Patentschrift Nr. 680 284.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 866/344 ;. V:
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