DE10048799A1 - Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von OE-Spinnrotoren - Google Patents
Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von OE-SpinnrotorenInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von OE-Spinnrotoren. Zur berührungslosen Drehzahlmesssung ist eine Stirnseite der Stützscheibe im Messbereich einer Sensorvorrichtung mit wenigstens einer Unstetigkeitsstelle versehen, die eine plane Ringfläche unterbricht. Die wenigstens eine Unstetigkeitsstelle ist als Nocken ausgebildet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von OE-Spinnrotoren, mit
einer Stirnseite, die im Messbereich einer Sensorvorrichtung zur berührungslosen Drehzahl
messung mit wenigstens einer eine plane Ringfläche unterbrechenden Unstetigkeitsstelle
versehen ist.
Es ist bekannt (US-Patent 48 93 946, Fig. 6), eine Stützscheibe stirnseitig mit zwei bezüglich der
Achse der Stützscheibe diametral gegenüberliegenden Durchgangsbohrungen zu versehen. Diese
Bohrungen dienen, im Zusammenwirken mit einer geeigneten Lichtquelle, einer berührungslosen
Drehzahlmessung der Stützscheibe bei Betrieb der Spinnvorrichtung.
Es ist weiterhin bekannt (DE 195 31 660 A1), für eine berührungslose optische Drehzahlmessung
von Stützscheiben anstelle von Durchgangsbohrungen lediglich Sackbohrungen vorzusehen, die
bezüglich des Lichtstrahles als eine Lichtfalle wirken.
Es ist ferner bekannt (EP 0 990 720 A1), dass derartige Bohrungen an der Stirnseite von
Stützscheiben das Ablagern von Schmutz, insbesondere Feinstaub, begünstigen, was zu einer
Beeinträchtigung der optischen Signalerfassung führt. Aus diesem Grund sollen die Innenflächen
der Bohrungen gegenüber der Stirnseite der Stützscheibe einen solchen Winkel bilden, dass der
Aufbau von Schmutzablagerungen verhindert wird.
Es ist schließlich bekannt (DE 43 13 753 A1, Fig. 4), bei Stützscheiben der eingangs genannten
Art die Gefahr von Verflugungen durch Fasermaterial dadurch zu umgehen, dass die Bohrungen
nicht von einem Lichtstrahl einer Sensorvorrichtung abgetastet werden, sondern ein Magnetfeld
eines Impulsaufnehmers verändern und dadurch Signale erzeugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Stützscheibe der eingangs genannten Art so zu
gestalten, dass sie zum einen unterschiedliche Arten von Sensorvorrichtungen möglich macht und
zum anderen für den Fall, dass eine optische Messmethode angewandt wird, gegen Faserflug
unempfindlich ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die wenigstens eine Unstetigkeitsstelle als Nocken
ausgebildet ist.
Abweichend vom genannten Stand der Technik sind die für die berührungslose Drehzahlmessung
vorhandenen Unstetigkeitsstellen nicht als irgendwie gestaltete Bohrungen, sondern als erhabene
Vorsprünge ausgebildet. Da Stützscheiben der in Betracht kommenden Art üblicherweise als
Fließpress- oder Sinterteile hergestellt werden, können derartige Nocken leicht angebracht
werden. Bei solchen Nocken besteht keine Gefahr, dass sie durch Faserflug oder dergleichen
zugesetzt werden. Außerdem sind unterschiedliche Arten von Sensorvorrichtungen möglich.
Beispielsweise kann mit Hilfe des Lichtreflexions-Messverfahrens ein Impuls gewonnen werden,
wenn der Lichtstrahl von einer Ebene zu anderen springt. Alternativ lassen sich derartige
Stützscheiben auch mit Hilfe des Laser-Triangulationsmessverfahrens ausmessen, wobei die
Höhenunterschiede zwischen dem Nocken und der normalen Oberfläche der planen Ringfläche
festgestellt werden.
Zweckmäßig sind bezüglich der Achse der Stützscheibe zwei diametral gegenüberliegende
Nocken vorgesehen. Dies ist hinsichtlich des Auswuchtens der Stützscheibe günstig.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der wenigstens eine Nocken in Umfangsrichtung
der Ringfläche als scharfer Absatz ausgebildet. Bei einer derartig scharten Treppenstufe des
Nockens besteht keine Gefahr, dass dieser Absatz verflugen könnte.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf eine Stützscheibenlagerung für Spinnrotoren mit einer
erfindungsgemäßen Stützscheibe,
Fig. 2 eine Ansicht der Stützscheibenlagerung in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung eine erfindungsgemäße Stützscheibe der Fig. 1,
Fig. 4 die gleiche, teilweise geschnittene Stützscheibe in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen Teilschnitt der Stützscheibe längs der Schnittfläche V-V der Fig. 3.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stützscheibenlagerung 1 für einen Spinnrotor 2 ist
Bestandteil eines OE-Spinnaggregates. Die Stützscheibenlagerung 1 enthält insgesamt vier
Stützscheiben 3, von denen jeweils zwei auf einer gemeinsamen Welle 4 gelagert sind. Die Wellen
4 sind in nicht dargestellter Weise mittels Wälzlagern in Lagergehäusen gelagert. Die
Stützscheiben 3 sind paarweise so angeordnet, dass sie zwei Keilspalte 5 bilden, in denen der
Schaft 6 des Spinnrotors 2 in radialer Richtung gelagert ist. Der Schaft 6 trägt an einem Ende
einen Rotorteller 7, in dessen Innerem in bekannter Weise die Garnbildung stattfindet.
Der Schaft 6 wird mittels eines Tangentialriemens 8 angetrieben, der zwischen den
Stützscheibenpaaren gegen den Schaft 6 anläuft und gleichzeitig den Schaft 6 in den Keilspalten
5 hält. Der Tangentialriemen 8 ist mit einer Andrückrolle 9 in der Nähe des Schaftes 6 belastet. Die
Andrückrolle 9 ist um eine Achse 10 frei drehbar in einem mit einer Belastungsfeder 11 belasteten
Schwenkarm 12 gelagert, der um eine quer zu dem Tangentialriemen 8 verlaufenden
Schwenkachse 13 verschwenkbar ist.
Die Weilen 4 der Stützscheibenpaare sind in bekannter Weise um einen geringen Winkel derart
windschief zueinander ausgerichtet, dass in Verbindung mit der Laufrichtung A des Tangential
riemens 8 durch das Abrollen des Schaftes 6 auf den entsprechend den Pfeilrichtungen B und C
drehenden Stützscheiben 3 ein Axialschub in Richtung des Pfeiles D erzeugt wird, der den Schaft
6 mit seinem freien Ende in Richtung zu einem Spurlager 14 belastet. Das Spurlager 14 enthält
eine von Maschinenschwingungen ständig zu Vibrationen erregte Kugel 15, die auf der dem Schaft
6 gegenüberliegenden Seite mittels eines Widerlagers 16 gehalten ist, das in einem Gehäuseteil
17 einstellbar angeordnet ist. Auf Grund von Maschinenschwingungen wird die Kugel 15 in
Vibrationen mit geringen Amplituden und hoher Frequenz versetzt, wobei auf Grund variierender
Abstützpunkte eine Rotation der Kugel 15 um mehrere Achsen erfolgt.
Die Stützscheiben 3 bestehen jeweils aus einem scheibenartigen Grundkörper 18 sowie einem
damit verbundenen Kunststoffring 19, dessen Umfangsfläche die Lauffläche für den Schaft 6 des
Spinnrotors 2 bildet. Der Grundkörper 18 besteht zweckmäßigerweise aus Kunststoff oder
Aluminium.
Es ist bekannt, dass die bei Betrieb ersponnenen Garne durch irgendwelche Ursachen bisweilen
brechen. In einem solchen Falle muss ein bereits ersponnenes Garnende wieder angesponnen,
das heißt mit den dem Inneren des Rotortellers 7 zugeführten Fasern verbunden werden. Dies
geschieht häufig beim Hochlaufen des zuvor gebremsten Spinnrotors 2. Dabei ist es wichtig, zu
bestimmten Augenblicken des Anspinnens zu wissen, welche momentane Drehzahl der Spinnrotor
2 gerade hat. Dies geschieht in der Praxis häufig durch berührungsloses Messen der momentanen
Drehzahl einer Stützscheibe 3, was indirekt Auskunkt über die momentane Drehzahl des auf den
Stützscheibenpaaren gelagerten Schaftes 6 des Spinnrotors 2 gibt.
Zur berührungslosen Drehzahlmessung ist eine der der Bedienungsseite des Spinnaggregates
zugewandten Stützscheiben 3 an ihrer vorderen Stirnseite 20 in besonderer Weise ausgebildet.
Diese Stützscheibe 3 weist zwei Nocken 21 und 22 auf, welche bezüglich der Stirnseite 20
Unstetigkeitsstellen darstellen, die später anhand der Fig. 3 bis 5 näher beschrieben werden.
Der die Nocken 21 und 22 aufweisenden Stützscheibe 3 ist im Wartungsfalle eine
Sensorvorrichtung 23 eines nicht dargestellten verfahrbaren Wartungsgerätes zustellbar. Das
Wartungsgerät ist in bekannter Weise längs der Spinnaggregate der Offenend-Spinnmaschine
verfahrbar. Die Sensorvorrichtung 23 kann die Stirnseite 20 der betreffenden Stützscheibe 3
berührungslos abtasten und ist über eine elektrische Leitung 24 mit einer Auswerteeinrichtung 25
des Wartungsgerätes verbunden. Diese Auswerteeinrichtung 25 ist ihrerseits in nicht dargestellter
Weise beispielsweise mit Steuermotoren des Wartungsgerätes verbunden. Auf diese Weise lässt
sich während des Hochlaufens eines Spinnrotors 2 von seiner gebremsten Position bis zu seiner
Betriebsdrehzahl ein Anspinnvorgang durchführen.
Die in den Fig. 3 bis 5 vergrößert dargestellte, die Nocken 21 und 22 aufweisende
Stützscheibe 3 besteht in bereits beschriebener Weise aus dem Grundkörper 18 und dem
Kunststoffring 19. Die Nocken 21 und 22 werden bereits bei der Herstellung der Stützscheibe 3
geprägt. Bezüglich der Achse 26 der Stützscheibe 3 sind die Nocken 21 und 22 diametral
gegenüberliegend angeordnet.
Die der Sensorvorrichtung 23 zugewandte Stirnseite 20 der Stützscheibe 3 enthält im Messbereich
der Sensorvorrichtung 23 eine plane Ringfläche 27, die in Fig. 3 durch zwei strichpunktierte
Kreise angedeutet ist. Die plane Ringfläche 27 ist durch die beiden Nocken 21 und 22, welche also
Unstetigkeitsstellen bilden, unterbrochen. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind diese Nocken 21 und
22 in Umfangsrichtung der Stützscheibe 3 mit einem scharfen Absatz 28 versehen, wodurch
jegliche Gefahr einer Verflugung vermieden wird.
In bereits erläuterter Weise ist die erfindungsgemäße Stützscheibe 3 für unterschiedliche
Sensorvorrichtungen 23 verwendbar. Beispielsweise kann ein Lichtreflexions-Messverfahren oder
auch ein Laser-Triangulationsmessverfahren angewendet werden. Auch eine magnetische
Abtastung ist in an sich bekannter Weise möglich, wobei dann allerdings vorgesehen werden
muss, dass der Grundkörper 18 der Stützscheibe 3 aus einem ferromagnetischen Material besteht.
Claims (3)
1. Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von OE-Spinnrotoren, mit einer Stirnseite, die im
Messbereich einer Sensorvorrichtung zur berührungslosen Drehzahlmessung mit wenigstens einer
eine plane Ringfläche unterbrechenden Unstetigkeitsstelle versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Unstetigkeitsstelle als Nocken (21, 22) ausgebildet ist.
2. Stützscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Achse (26) der
Stützscheibe (3) zwei diametral gegenüberliegende Nocken (21, 22) vorgesehen sind.
3. Stützscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine
Nocken (21, 22) in Umfangsrichtung der Ringfläche (27) als scharfer Absatz (28) ausgebildet ist.
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