DE10048644A1 - Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von WerkstückenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werkstücken mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug und stehendem Werkstück, insbesondere von Groß- und/oder Langrohren. DOLLAR A Die Vorrichtungen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass das Werkzeug bei drehendem Werkzeugträger jederzeit unabhängig bewegbar ist. Bei der Anordnung mehrerer Werkzeuge auf dem Werkzeugträger sind diese sowohl unabhängig voneinander als auch unabhängig gegenüber dem Werkstück verfahrbar. DOLLAR A Gleichzeitig kann die Bewegung des Werkzeugs gegenüber dem Werkstück gestoppt werden. Die Werkzeuge sind dazu auf oder an Bauteilen befestigt. Die Bauteile sind z. B. als Schlitten ausgeführt. DOLLAR A Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass mit dem Bauteil ein Antriebsmechanismus für ein Werkzeug einschließlich des Werkzeugs verbindbar ist. Damit wird das Werkzeug bewegt, so dass darauf basierende Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen können.
Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Bearbeitung des Enden
bereichs von Werkstücken mit mindestens einem umlaufenden Werk
zeug und stehendem Werkstück, insbesondere von Groß- und/oder
Langrohren.
Ein Bearbeiten von radial feststehenden Werkstücken mit drehen
den Werkzeugen ist aus mehreren Lösungen bekannt.
Bearbeitungsköpfe sind unter anderem in der DE 29 52 752 (Dreh
kopf, insbesondere Plandrehkopf) und DE 34 40 398 (Umlaufender
Bearbeitungskopf) aufgeführt. Eine Bewegung der Werkzeuge ge
genüber dem Werkstück wird vorausgesetzt oder nicht näher be
schrieben.
Die Bewegung der Werkzeuge erfolgt in der DE 32 37 587 (Vor
richtung zur Herstellung von Gewindeanschlüssen an Großrohren)
über eine sich mitdrehende und verschiebbar angeordnete dop
pelseitig verzahnte Antriebsstange. Daran angekoppelte Stirn
zahnräder, die gleichzeitig in an Werkzeugböcken angeordnete
Zahnstangen eingreifen, dienen einer Bewegung der Werkzeug
böcke. Damit sind die Werkzeugböcke nur gleichzeitig bewegbar
und eine voneinander unabhängige Bewegung ist nicht möglich.
Eine Bewegung der Werkzeuge zum Werkstück erfolgt in der DE 33 41 479
(Vorrichtung zum Plandrehen), wobei eine Vorrichtung
einen Drehkopf mit mehreren Werkzeugen aufweist und die gegen
über dem Werkstück verfahren werden können, über eine Schalt
kupplung. Die Bewegungen sowohl der Arbeitswelle als auch der
Werkzeugbauteile sind direkt miteinander verkoppelt, so dass
eine unabhängige Bewegung der Werkzeugbauteile nicht möglich
ist.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem
zugrunde, insbesondere die Endenbereiche von Werkstücken vor
zugsweise Großrohren oder Langrohren so zu bearbeiten, dass
plane Flächen, Phasen, kopierte Flächen und/oder Gewinde ent
stehen.
Dieses Problem wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten
Merkmalen gelöst.
Die Vorrichtungen zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werk
stücken mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug und stehendem
Werkstück zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass das
Werkzeug bei drehendem Werkzeugträger jederzeit unabhängig be
wegbar ist. Bei der Anordnung mehrerer Werkzeuge auf dem Werk
zeugträger sind diese sowohl unabhängig voneinander als auch
unabhängig gegenüber dem Werkstück verfahrbar. Gleichzeitig
kann die Bewegung des Werkzeugs gegenüber dem Werkstück ge
stoppt werden. Die Werkzeuge sind dazu auf oder an Bauteilen
befestigt. Die Bauteile sind z. B. als Schlitten ausgeführt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass mit dem
Bauteil ein Antriebsmechanismus für ein Werkzeug einschließlich
des Werkzeugs verbindbar ist. Damit wird das Werkzeug bewegt,
so dass darauf basierende Fertigungsverfahren zum Einsatz kom
men können. Derartige Verfahren sind z. B. Fräs-, Schleif- und
Sägeverfahren, die sich insbesondere durch die kleinen erziel
baren Spänegeometrien auszeichnen. Für ein Zerkleinern der
Späne notwendige Konstruktionen in Form von z. B. Spanbrecher
werden vermieden, so dass günstige ökonomische Aspekte gegeben
sind.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Bewegungen sowohl
des Werkzeugträgers als auch des/r Werkzeugs/e unabhängig von
einander erfolgen. Ein Schaltvorgang oder eine Unterbrechung
der Bearbeitung ist nicht notwendig, so dass eine kontinuierliche
Bearbeitung des Werkstückes erfolgt.
Die Bewegungen können synchronisiert werden. Die Einstellung
und Steuerung und/oder Regelung der Bearbeitungstechnologie
wird wesentlich vereinfacht. Weiterhin werden dadurch hervor
gerufene Bearbeitungsfehler vermieden.
Die Vorrichtung zeichnet sich weiterhin durch ihren modularen
Aufbau aus, der durch ein Gestell mit einem Antrieb für den
Werkzeugträger und den Werkzeugträger mit einer unterschied
lichen Zahl z. B. von Geradführungen für mehrere Bauteile gege
ben ist.
Durch einen kreisringförmigen Werkzeugträger, einen freien Raum
im Gestell und einem dementsprechend ausgeführten Antrieb oder
einem außerhalb des Werkzeugträgers angeordneten Antriebs kann
das Werkstück vor, während oder nach einer Bearbeitung in die
Vorrichtung eingeführt werden, so dass lange Bearbeitungs
strecken erzielbar sind, oder durch die Vorrichtung geführt
werden. Damit sind die unterschiedlichsten Anwendungsfälle ge
geben. Unter anderem ist nur eine Bewegungsrichtung für das
Werkstück notwendig, so dass einfache Handhabungstechniken für
den Transport des Werkstückes vor oder nach dessen Bearbeitung
notwendig sind. Gleichzeitig ist eine kontinuierlich arbeitende
Fertigungslinie realisierbar, ohne dass das Werkstück zur Be
arbeitung der Enden gedreht werden muss. Der Platzbedarf redu
ziert sich auf ein Minimum. Dieser Sachverhalt ist besonders
bei sehr langen Werkstücken von besonderer Bedeutung.
Mit dem Einsatz eines kreisförmig ausgebildeten Werkzeugträgers
können die Werkzeuge bis zum Mittelpunkt verfahren werden.
Damit können die Endenbereiche sowohl in ihrem Durchmesser
kleine Werkstücke als auch der Innenbereich großer rohrförmiger
Werkstücke bearbeitet werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass anstelle eines Werk
zeugs auch Sensoren mit dem Bauteil verkoppelt werden können.
Ein Sensor ist dabei als ein Wandler zu verstehen, der ein Sig
nal mit einem Signalträger aufnimmt und mit einem anderen Sig
nalträger vorzugsweise einem elektrischen Signalträger abgibt.
Dazu ist der Ausgang des Sensors mit einer programmierbaren
Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbunden. In der Regel sind
das Messfühler, Detektoren oder Fühler. Fühler ändern ihre
Eigenschaften z. B. den elektrischen Widerstand bei einer Be
einflussung z. B. durch das Einwirken mechanischer Kräfte.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patent
ansprüchen 2 bis 11 angegeben.
Die Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Weiterbildung des
Patentanspruchs 2 ermöglicht die Positionierung des Werkstücks
in der Vorrichtung einschließlich des ringförmigen Elektro
motors als Antrieb für den Werkzeugträger. Das Werkstück kann
durch die Vorrichtung bewegt werden, so dass eine kontinuier
liche Bearbeitung der Endenbereiche der Werkstücke gegeben ist.
Ein Drehen des Werkstücks ist nicht notwendig. Dieser Sachver
halt ist besonders bei sehr langen Werkstücken von besonderer
Bedeutung.
Weiterhin ist ein sehr einfacher und multifunktionaler Aufbau
gegeben. Multifunktional bedeutet, dass weitere Antriebe für
Werkzeuge oder Spannvorrichtungen für Werkstücke in diesem
Hohlraum platziert werden können.
Ein erster Werkzeugträger mit einem mit einem Gestell verbun
denen ringförmigen Elektromotor und ein zweiter mit einem An
trieb direkt oder über ein Getriebe verkoppelter und im Quer
schnitt kleiner als der Querschnitt des Hohlraums des ersten
Werkzeugträgers, Gestells und/oder ringförmigen Elektromotors
zweiter Werkzeugträger nach der Weiterbildung des Patentan
spruchs 3 führt zu zwei unabhängig voneinander angetrieben
Werkzeugträgern, wobei sich einer in dem Anderen befindet.
Damit kann sowohl die Außenfläche als auch die Innenfläche des
Endenbereiches des Werkstücks bearbeitet werden. Das kann so
wohl nacheinander als auch gleichzeitig erfolgen. Der zweite
Werkzeugträger ist dabei vorteilhafterweise so ausgeführt, dass
dessen Werkzeuge im Endenbereich des Innenraumes des Werk
stückes verfahren werden kann. Durch den ringförmigen Aufbau
des ersten Werkzeugträgers, des Gestells und des Elektromotors
als Antrieb für der ersten Werkzeugträger kann das Werkstück in
diesen ausgebildeten Hohlraum eingefahren werden. Der zweite
Werkzeugträger kann dabei auch aus der Vorrichtung heraus be
wegt werden, so dass ein weiter Bereich der Innenfläche des
Werkzeugs bearbeitet werden kann.
Eine Vorrichtung mit zwei parallel zueinander angeordneten und
kreisringförmigen Werkzeugträgern, wobei sich ein ringförmiger
Elektromotor dazwischen befindet und mit diesen Werkzeugträgern
direkt oder über Getriebe verkoppelt ist, nach der Weiterbil
dung des Patentanspruchs 4 ist vorteilhafterweise zur Bearbei
tung der beiden Enden von insbesondere kurzen Werkstücken ge
eignet. Das sind z. B. lösbare Rohrverbindungsstücke in Form von
Gewindemuffen. Damit ist eine sehr ökonomische Fertigung der
artiger Werkstücke vorhanden. Das Werkstück befindet sich dabei
vorteilhafterweise mit einer Spannvorrichtung verfahrbar im
Hohlraum, so dass beide Enden gleichzeitig oder nach einem kur
zen Verfahrweg nacheinander, ohne das Werkstück zu drehen, be
arbeitet werden können. Gleichzeitig ist der wesentliche Vor
teil vorhanden, dass nur ein Antrieb für die Werkzeugträger
notwendig ist. Damit ist eine sehr ökonomische Fertigung von
insbesondere kurzen rohrförmigen Werkstücken mit Gewinden als
Muffen gegeben.
Eine mit einem translatorischen Antrieb verkoppelte Spannvor
richtung für das Werkstück nach der Weiterbildung des Patentan
spruchs 5 sichert zum Einen die Positionierung des Werkstücks
in den Bearbeitungsbereich der Werkzeuge und führt zum Anderen
dazu, dass eine Breite Innen- und/oder Außenfläche des Enden
bereichs des Werkstücks bearbeitet werden kann. Gleichzeitig
wird durch die Spannvorrichtung eine mittige Position des Werk
stücks zum Werkzeugträger gewährleistet.
Eine Verbindung des mit dem zweiten Werkzeugträger verkoppelten
Antriebes mit einem translatorischen Antrieb nach der Weiter
bildung des Patentanspruchs 6 führt zu einer unabhängigen Be
wegung des zweiten Werkzeugträgers gegenüber dem ersten Werk
zeugträger und dem Werkstück. Eine breite Innenfläche des
Werkstücks ist damit bearbeitbar.
Elektromotore für die Antriebsmechanismen der Werkzeuge nach
der Weiterbildung des Patentanspruchs 7 wandeln eine leicht
transportierbare Energie in eine mechanische Bewegung, wobei
diese Bewegung über eine entsprechende Steuerung leicht beein
flussbar ist. Mit der Anordnung des Läufers des Elektromotors
parallel oder rechtwinklig zur Symmetrieachse des Werkstücks
wird der Einsatz von Werkzeugen ermöglicht, deren Bearbeitungs
fläche eine Stirnfläche oder eine Umfangsfläche ist. Dadurch
lassen sich eine Vielzahl von Werkzeugen einsetzen.
Günstige Werkzeuge für die Bearbeitung des Werkstückes sind in
der Weiterbildung des Patentanspruchs 8 aufgeführt. Das sind
unter anderem ein Drehmeißel für eine Flächenbearbeitung oder
ein Flachgewindestrehler zum Einbringen eines Gewindes als
nichtangetriebenes Werkzeug und ein Rund-Gewindestrehler,
Wälzfräser, Werkzeug zum Gewindewirbeln jeweils zum Einbringen
eines Gewindes, Sägeblatt jeweils zum Trennen, Drehfräser zur
Flächenbearbeitung, eine Bürste zum Entgraten oder eine
Schleifscheibe zum Trennen oder zur Flächenbearbeitung als
angetriebenes Werkzeug.
Die Anordnung der Bauteile für die Werkzeuge auf oder in Gerad
führungen, die strahlenförmig vom Mittelpunkt des Werkzeugträ
gers weg weisen, nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 9,
sichert die Bewegung der Werkzeuge sowohl zum Mittelpunkt des
Werkzeugträgers als auch von diesem weg. Gleichzeitig können je
Geradführung auch vorteilhafterweise zwei Bauteile, in Form
z. B. von Schlitten, angeordnet sein. Damit können sowohl eine
Bearbeitung der Innenfläche und/oder der Querschnittsfläche des
Werkstücks als auch eine Bearbeitung der Außenfläche und/oder
der Querschnittsfläche des Werkstücks erfolgen.
Günstige Winkel zwischen den Geradführungen sind dabei ein
Vielfaches von 15°.
Die Weiterbildung des Patentanspruchs 10 stellt eine Führung
durch die Rolle für das Werkzeug dar. Die Rolle und das Werk
zeug sind zusammen federnd gegenüber dem Werkzeugträger ange
ordnet, so dass kleine Unregelmäßigkeiten in der Geometrie der
Wandung des Werkstücks ausgleichbar sind. Dabei wird ein
gleichmäßiger bestimmter Abstand zwischen Rolle und Werkzeug
gewährleistet.
Die programmierbare Steuer- und/oder Regeleinrichtung ist nach
der Weiterbildung des Patentanspruchs 11 ein Mikrorechner
system. Die Verbindung des Mikrorechnersystems mit den An
trieben, den Antriebsmechanismen und/oder der Sensoren ist auf
dem Werkzeugträger über entsprechende Datenleitungen leicht
möglich. Derartige Datenleitungen bestehen dabei vorteilhafter
weise entweder aus einem elektrisch leitenden Werkstoff, z. B.
Kupfer, oder optische Daten leitende Glasfasern.
Mit dem Mikrorechnersystem ergeben sich eine Vielzahl von
Möglichkeiten für den Nutzer. Derartige Mikrorechnersysteme
sind frei programmierbar, so dass für unterschiedliche Werk
stücke speziell abgestimmte Programme für die darauf basie
renden Verarbeitungstechnologien einsetzbar sind. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass derartige Mikrorechnersysteme eine
lokale Intelligenz besitzen. Grundlage dafür bilden jeweils
intelligente Sensoren und Aktuatoren. Intelligente Sensoren
sind vorteilhafterweise auf den geführten Bauteilen angeordnet.
Die intelligenten Sensoren können sich auch gleichzeitig oder
in Kombination mit den Werkzeugen auf den geführten Bauteilen
befinden. Die intelligenten Aktuatoren sind die Antriebe.
Als Mikrorechnersystem ist dabei ein
- - zentrales System,
- - Smart-System oder
- - Multiprozessorsystem einsetzbar.
Damit wird das Mikrorechnersystem entweder entsprechend der
Geometrie und der technologischen Bearbeitungsschritte program
miert oder ist eine sich entsprechend der Position der zu bear
beitenden Oberflächen des Werkstücks sich selbst programmieren
de. Im zweiten Fall wird die Position und die Oberflächengeo
metrie des Werkstücks über Sensoren vor oder während der Be
arbeitung vermessen. Die daraus resultierenden Daten bilden die
Grundlage für die Bearbeitung des Werkstücks.
Dazu wird vorteilhafterweise ein Speicher des Mikrorechnersys
tems von außen beschrieben und/oder diese mit einem externen
Speicher kontaktiert.
Die letzte Variante ist besonders vorteilhaft, da die Bearbei
tung in einem Computer simuliert durchgeführt werden kann.
Ergebnis dieser Simulation ist die Datenfolge zur Bearbeitung,
die auf dem externen Speicher abgelegt wird. Dieser externe
Speicher ist mit dem Computer lösbar verbunden. Damit steht dem
Nutzer ein ortsunabhängiges, transportables und in Form einer
Bibliothek ablegbares Medium zur Verfügung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dar
gestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung mit einem ringförmigen Elektromotor und
einem kreisringförmigen Werkzeugträger in einer
schematischen Schnittdarstellung,
Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung eines kreisringförmigen
Werkzeugträgers in einer Draufsicht,
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung eines kreisförmigen
Werkzeugträgers in einer Draufsicht,
Fig. 4 eine Vorrichtung mit zwei angetriebenen Werkzeugträgern
in einer schematischen Schnittdarstellung,
Fig. 5 eine prinzipielle Darstellung eines Bauteils auf einem
Werkzeugträger mit einem Antriebsmechanismus und einem
damit verkoppelten Werkzeug,
Fig. 6 eine Vorrichtung mit einem ringförmigen Elektromotor mit
zwei kreisringförmigen Werkzeugträgern in einer
schematischen Schnittdarstellung,
Fig. 7 zwei Vorrichtungen mit zueinander gerichteten
Werkzeugträgern zur Bearbeitung von insbesondere kurzen
Werkstücken in einer prinzipiellen Darstellung und
Fig. 8 eine prinzipielle Darstellung einer Anordnung für eine
Innenbearbeitung eines Werkstückes als Ausschnitt.
Eine Vorrichtung 1 zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werk
stücken 2 mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug 3 und steh
endem Werkstück 2 besteht in einem ersten Ausführungsbeispiel
im Wesentlichen aus einem angetriebenen und kreisringförmig
ausgebildeten Werkzeugträger 4, der zum Einen mit einem be
wegten Teil eines Antriebs entweder direkt oder über ein Ge
triebe verbunden ist, wobei zum Anderen der Antrieb und/oder
das Getriebe mit einem Gestell 5 verkoppelt ist.
Der Direktantrieb ist ein bürstenloser ringförmiger Elektro
motor 6 dessen Läufer 8 mit dem kreisringförmigen Werkzeugträ
ger 4 und dessen Stator 7 mit einem Gestell 5 fest verbunden
ist. Zwischen dem Gestell 5 und dem kreisringförmigen Werkzeug
träger 4 befindet sich ein Wälzlager 9 zum Stützen des kreis
ringförmigen Werkzeugträger 4. Der ringförmige Elektromotor 6
als Direktantrieb ist ein Synchronmotor, wobei am Läufer 8
Magnete angeordnet sind und sich im Stator 7 eine Drehstrom
wicklung befindet. In dieser wird ein magnetisches Drehfeld
erzeugt. Als Ansteuerung des ringförmigen Elektromotors 6 kommt
ein Frequenzumrichter zum Einsatz. Die Fig. 1 zeigt eine der
artig ausgebildete Vorrichtung 1 mit dem ringförmigen Elektro
motor 6 und dem kreisringförmigen Werkzeugträger 4 in einer
schematischen Schnittdarstellung.
Durch den kreisringförmigen Werkzeugträger 4 und dem ringför
migen Elektromotor 6 ist ein Hohlraum 10 vorhanden, in dem das
Werkstück 2 oder wenigstens der Endenbereich des Werkstücks 2
verfahren werden kann. Damit ist ein breiter Endenbereich des
Werkstücks 2, das gegenüber der Vorrichtung 1 verfahrbar ist,
bearbeitbar.
Der kreisringförmige Werkzeugträger 4 weist mehrere Geradfüh
rungen 11 in Form von
- - Flachführungen mit Umgriffleisten gegen ein Abheben des Schlittens,
- - Schwalbenschwanzführungen,
- - Prismenführungen z. B. in Dach- und V-Form,
- - Kombinationen, dass heißt unterschiedliche Führungen je Seite der Geradführung 11, daraus oder
- - zylindrischen Führungen auf,
die strahlenförmig vom Mittelpunkt weg weisen. Die Winkel zwi
schen den Geradführungen
11
betragen 180° (2 Führungen), 120°
(3 Führungen), 90° (4 Führungen) oder 60° (6 Führungen). In der
Fig.
2 ist ein kreisringförmiger Werkzeugträger
4
mit drei
Geradführungen
11
in einer Draufsicht prinzipiell dargestellt.
Die Geradführungen
11
sind entweder als Gleitführungen mit
einer hydrodynamischen, hydrostatischen oder aerostatischer
Schmierung oder als Wälzführungen ausgebildet. Als Wälzkörper
kommen Kugeln, Zylinderrollen oder Nadeln zum Einsatz. Eine
besondere Variante sind dabei Umlaufelemente mit Rückführung
der Wälzkörper, die ein-, zwei- oder vierreihig angeordnet
sind. Eine weitere Möglichkeit sind Kugelführungen mit einer 2-
oder 4-Punktberührung der kugelförmigen Wälzkörper zwischen
einem Umlaufschuh und einer Führungsleiste. Jeweils wenigstens
ein Bauteil
12
ist mit einer Geradführung
11
verkoppelt. Jedes
Bauteil
12
ist mit einem Antrieb als Linearantrieb versehen.
Das ist zum Einen ein Elektromotor, der eine tanslatorische
Bewegung bewirkt, z. B. über ein Gewindespindel-/Gewindemutter-
System oder Zahnstange-/Zahnrad-System, wobei die Rotations
bewegung des Elektromotors in eine translatorische Bewegung
gewandelt wird. Eine weitere Variante sind Rollengewindetriebe.
Diese zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Steifigkeit
und hohen axialen Tragfähigkeit aus. Der Rollengewindetrieb
besteht dabei prinzipiell aus einer Gewindespindel und einer
Gewindemutter. In der Gewindemutter sind achsparallel Gewinde
rollen angeordnet. Rotiert die Gewindespindel, so drehen sich
die Gewinderollen ohne axiale Verschiebung planetenartig um die
Gewindespindel. Zahnkränze führen dabei die Gewinderollen ra
dial. Der Elektromotor ist vorteilhafterweise mit einem Dreh
geber verkoppelt, so dass die Position des Bauteils 12 erfass
bar ist. Der Elektromotor kann auch ein elektrischer Schritt
motor sein, der aus mehreren Statoren besteht und bei ent
sprechender Ansteuerung der Felder Winkelschritte ausführt, so
dass ein derartiger Antrieb zugleich Motor und Messmittel ist.
Zum Anderen sind das kontinuierlich arbeitende Linearmotore
(Gleichstromlinearmotore, elektrodynamische Linearmotore, Wan
derfeldlinearmotore) oder Linearschrittmotore (elektromagneti
sche Linearschrittmotore, Piezomotore, magnetostriktive Linear
schrittmotore).
Weiterhin besitzt das Bauteil 12 eine Haltekonstruktion für ein
Werkzeug 3. Die Haltekonstruktion ist dabei so ausgebildet,
dass das Werkzeug 3 lösbar befestigt werden kann. Das Werkzeug
3 ist ein Meißel zum Erzeugen eines Kegels oder zum Abstechen
der Querschnittsfläche des Werkstücks 2 oder ein Werkzeug 3 zum
Einbringen eines Gewindes in Form eines Meißels oder Flach
gewindestrehlers, so dass ein Endenbereich des Werkstückes 2
bearbeitet wird. In der Fig. 8 ist eine prinzipielle Darstel
lung einer Anordnung für eine Innenbearbeitung eines Werk
stückes 2 als Ausschnitt gezeigt, wobei als Werkzeug 3 ein
Flachgewindestrehler prinzipiell dargestellt ist.
Eine speicherprogrammierte oder numerische Steuerung mit einem
Mikrorechnersystem, das sich auf dem kreisringförmigen Werk
zeugträger 4 befindet, übernimmt die Steuerung der Bewegungen
und das Positionieren der Bauteile 12. Das erfolgt über eine
Software, die vor der Bearbeitung im Mikrorechnersystem imple
mentiert wird. Ein Speicher wird dabei entweder vor der Bear
beitung beschrieben oder ein externer Speicher wird mit dem
Mikrorechnersystem lösbar verkoppelt. Während der Bearbeitung
verbleibt dieser Speicher beim Mikrorechnersystem. Der Speicher
ist dabei vorteilhafterweise ein Datenspeicher in Kartenform,
der über Kontakte mit dem Mikrorechnersystem verbindbar ist. In
der Karte befindet sich z. B. ein EPROM, EEPROM, maskenprogram
mierte ROM, NOVRAM oder eDRAM.
Das Mikrorechnersystem ist entweder ein zentrales System oder
ein Multiprozessorsystem. Im ersten Fall sind die Elektromotore
der Bauteile 12 und positionsbestimmende Einrichtungen in Form
z. B. der mit den Elektromotoren verkoppelten Drehgebern mit dem
zentralen System verbunden. Im zweiten Fall ist jeder Elektro
motor der Bauteile 12 mit einem Mikrorechnersystem vorteil
hafterweise mit einer positionsbestimmenden Einrichtung in Form
z. B. des mit dem Elektromotor verkoppelten Drehgebers für jedes
Bauteil versehen. Diese Mikrorechnersysteme sind entweder di
rekt oder über ein weiteres Mikrorechnersystem als Zentrale
miteinander verbunden.
Zwischen dem bewegten kreisringförmigen Werkzeugträger 4 und
einem feststehenden Bestandteil des Gestells 5 befindet sich
ein Schleifkontaktsystem 13, das prinzipiell in der Fig. 1
gezeigt ist. Dieses dient der Übertragung elektrischer Energie
von einer elektrischen Energiequelle zu dem bewegten kreis
ringförmigen Werkzeugträger 4. Grundlage ist wenigstens eine
Feder, die auf einer kreisringförmigen Leiterbahn bewegt wird.
Umgekehrt kann auch die Leiterbahn sich gegenüber der Feder
bewegen. Sowohl die Feder als auch die Leiterbahn bestehen aus
einem elektrisch leitenden Material mit einer hohen Verschleiß
festigkeit. Die Anzahl der Federn richtet sich nach den elek
trischen Bedingungen für die Stromversorgung.
In einer ersten Variante sind je Leiter des Energienetzes
wenigstens eine Feder und eine Leiterbahn notwendig. Die Lei
terbahnen sind parallel zueinander angeordnet. Als Energienetz
kommt insbesondere das Ein- oder Dreiphasennetz mit einer
Wechselspannung zur Anwendung. Dementsprechend werden je Phase
und dem Nullleiter je mindestens eine Leiterbahn und wenigstens
eine Feder eingesetzt. Damit ist eine elektrische Stromversor
gung der Antriebe und des Mikrorechnersystems auf dem Werk
zeugträger gegeben. Die Spannungen für die einzelnen Elektro
motore und das Mikrorechnersystem werden aus der Wechselspan
nung des jeweiligen Netzes über Netzteile auf dem kreisring
förmigen Wekzeugträger 4 erzeugt.
In einer zweiten Variante befinden sich die Netzteile außerhalb
des kreisringförmigen Werkzeugträgers 4 und sind feststehend.
Mittels des Schleifkontaktsystems 13 werden die einzelnen
Spannungen für die Elektromotore und das Mikrorechnersystem zu
dem kreisringförmigen Werkzeugträger 4 übertragen. Dadurch
können die Netzteile leichter und kontrolliert gekühlt werden.
Das Starten der Vorrichtung erfolgt entweder optisch über
Lichtstrahlen oder mittels elektromagnetischer Wellen jeweils
zwischen einem Sender am Gestell 5 und einem Empfänger auf dem
kreisringförmigen Werkzeugträger 4 berührungslos.
Das Werkstück 2 befindet sich auf einer Spannvorrichtung, die
dieses in der Symmetrieachse des kreisringförmigen Werkzeug
trägers 4 positioniert. Weiterhin ist die Spannvorrichtung
gegenüber dem kreisringförmigen Werkzeugträger 4 über einen
translatorisch wirkenden Antrieb verfahrbar. Die Spannvor
richtung ist bekannterweise realisiert und in der Fig. 1 nicht
gezeigt.
In einer Ausführungsform des ersten Ausführungsbeispiels kann
ein kreisförmiger Werkzeugträger 4 mit einem Antrieb versehen
sein. In der Fig. 3 ist ein kreisförmiger Werkzeugträger 4 in
einer Draufsicht prinzipiell gezeigt. Damit können pro Gerad
führung 11 zwei Bauteile 12 angeordnet werden, so dass die
Außen- und die Innenfläche (Darstellung in der Fig. 8) eines
rohrförmigen Werkstücks 2 bearbeitet werden kann.
Eine Vorrichtung 1 zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werk
stücken 2 mit umlaufenden Werkzeugen 3 und stehendem Werkstück
2 besteht in einem zweiten Ausführungsbeispiel aus einer Vor
richtung 1 entsprechend des ersten Ausführungsbeispiels.
Zusätzlich zum kreisringförmigen Werkzeugträger 4 des ersten
Ausführungsbeispiels als einen ersten kreisringförmigen Werk
zeugträger 4a, wird in diesem Ausführungsbeispiel ein zweiter
Werkzeugträger 4b eingesetzt.
Der grundsätzliche Aufbau des zweiten Werkzeugträgers 4b ent
spricht dem des Ersten. Dabei ist der zweite Werkzeugträger 4b
als kreisring- oder kreisförmiger Werkzeugträger 4b entspre
chend des ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt. Die Außen
abmessungen des zweiten Werkzeugträgers 4b sind im Querschnitt
kleiner als der Querschnitt des Hohlraumes 10 gebildet aus dem
ersten kreisringförmigen Werkzeugträger 4a und dessen ringför
migen Elektromotors 6.
Der zweite Werkzeugträger 4b ist zum Einen mit dem Läufer 14
eines weiteren Elektromotors 15 direkt oder über ein Getriebe
so verkoppelt, dass der zweite Werkzeugträger 4b Drehbewegungen
vollführt. Der zweite Werkzeugträger 4b, dessen Bauteile 12 und
die damit verkoppelten Werkzeuge 3 sind so ausgebildet, dass
die Innenfläche (Darstellung in der Fig. 8) und/oder die Quer
schnittsfläche des Endenbereichs des Werkstücks 2 bearbeitbar
ist. Dazu ist der zweite Werkzeugträger 4b über ein weiteres
Wälzlager 9b gegenüber dem Gestell 5 abgestützt. Die Bearbei
tung der Außenfläche des Endenbereichs des Werkstücks 2 erfolgt
über die Werkzeuge 3 des ersten kreisringförmigen Werkzeug
trägers 4a entsprechend des ersten Ausführungsbeispiels. Der
Stator des weiteren Elektromotors 15 ist mit dem Gestell 5
verkoppelt.
In einer ersten Variante ist der weitere Elektromotor 15 für
den zweiten Werkzeugträger 4b fest mit dem Gestell 5 verbunden.
Die Positionen des zweiten Werkzeugträgers 4b gegenüber dem
ersten kreisringförmigen Werkzeugträger 4a sind fest. Die
Bearbeitung der Endenbereiche des Werkstücks 2 erfolgt über die
translatorische Bewegung des Werkstücks 2 in seiner Symmetrie
achse.
In einer zweiten Variante befindet sich zwischen dem zweiten
Werkzeugträger 4b und dem weiteren Elektromotor 15 eine in
ihrer Länge veränderbare Einrichtung mit einem translatorischen
Antrieb für diese Längenänderung. Eine derartige Einrichtung
sind wenigstens zwei teleskopartig, rohrförmig ausgebildete und
ineinandergeführte Elemente. Der Längenänderung dient als
translatorischer Antrieb ein Zahnrad-/Zahnstangesystem, ein
Gewindemutter-/Gewindespindelsystem oder ein Zugmitteltrieb
mit einer Kette, einem Seil oder einem Riemen (Keilriemen,
Zahnriemen) als Zugmittel, das über wenigstens eine Antriebs
rolle und eine Umlenkrolle geführt ist. Bei diesen linearen
Antrieben wird das Zahnrad, die Gewindespindel oder die An
triebsrolle angetrieben. Jeweils eines der Bestandteile dieses
translatorischen Antriebes ist fest mit einem der Elemente
verkoppelt. Eine weitere Variante sind Rollengewindetriebe.
Diese zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Steifigkeit
und hohen axialen Tragfähigkeit aus. Der Rollengewindetrieb
besteht dabei prinzipiell aus einer Gewindespindel und einer
Gewindemutter. In der Gewindemutter sind achsparallel Gewinde
rollen angeordnet. Rotiert die Gewindespindel, so drehen sich
die Gewinderollen ahne axiale Verschiebung planetenartig um die
Gewindespindel. Zahnkränze führen dabei die Gewinderollen
radial.
In einer dritten Variante besitzen der weitere Elektromotor 15
und der zweite Werkzeugträger 4b eine feste Position zuein
ander. Dabei ist der weitere Elektromotor 15 mit dem Gestell 5
über einen translatorischen Antrieb verkoppelt, so dass der
weitere Elektromotor 15 und der zweite Werkzeugträger 4b zu
sammen gegenüber dem Gestell 5 und im Hohlraum 10 verfahrbar
sind.
Der zweite Werkzeugträger 4b besitzt ein Mikrorechnersystem und
zur Energieversorgung ein weiteres Schleifkontaktsystem 16
entsprechend des ersten Ausführungsbeispiels.
In der Fig. 4 ist eine Vorrichtung 1 mit zwei angetriebenen
Werkzeugträgern 4a, 4b in einer schematischen Schnittdarstel
lung dargestellt.
Grundlage eines dritten Ausführungsbeispiels sind Vorrichtungen
1 zur Bearbeitung des Endenbereiches von Werkstücken 2 des
ersten oder zweiten Ausführungsbeispiels.
In Ergänzung des ersten oder zweiten Ausführungsbeispiels be
sitzt wenigstens ein Bauteil 12 des ersten und/oder zweiten
Werkzeugträgers 4a, 4b einen Antriebsmechanismus 17 in Form
eines Elektromotors einschließlich einer Haltekonstruktion für
ein Werkzeug 3 (prinzipielle Darstellung der Fig. 5, wobei die
Haltekonstruktion nicht dargestellt ist). Die Haltekonstruktion
ist dabei so ausgebildet, dass das Werkzeug 3 lösbar befestigt
werden kann. In einer Ausführungsform befindet sich zwischen
dem Antriebsmechanismus 17 und der Haltekonstruktion eine Vor
richtung zur Aufnahme von mechanischen Kräften, die ansonsten
den Antriebsmechanismus 17 zerstören könnten. Das sind insbe
sondere Getriebe mit integrierten flüssigen oder festen
Dämpfungsmitteln oder Dämpfungseinrichtungen. Diese Vorrichtung
dient in einer weiteren Ausführungsform weiterhin oder gleich
zeitig der Änderung der Bewegungsrichtung entsprechend des ver
wendeten Werkzeugs 3. Diese Vorrichtungen sind dabei so ausge
staltbar, dass ein Winkel zwischen gleich/größer 0° und gleich/
kleiner 180° realisierbar ist. Das basiert auf bekannten Ge
triebeanordnungen mit unter anderem verschieden gestalteten
Zahnrädern, die als Stirn-, Kegel-, Schrauben- oder Schnecken
zahnräder zum Einsatz kommen. Für eine Getriebestufe werden
diese jeweils paarweise oder in einer Kombination eingesetzt.
Damit ist es möglich, anzutreibende Werkzeuge 3 zur Bearbeitung
des Endenbereichs von Werkstücken 2 mit einzubeziehen.
Derartige Werkzeuge 3 sind unter anderem Rund-Gewindestrehler
(zum Einbringen eines Gewindes), Wälzfräser (zum Einbringen
eines Gewindes oder zur Oberflächenbearbeitung), Drehfräser
(zur Oberflächenbearbeitung), Sägeblätter (zum Trennen), Werk
zeuge zum Gewindewirbeln (zum Einbringen eines Gewindes),
Schleifscheiben (zur Oberflächenbearbeitung, zum Trennen oder
zum Einbringen eines Gewindes) oder Bürsten (zum Reinigen und
Entzundern oder zur Oberflächenbearbeitung, z. B. Entgraten).
Je nach Werkzeug 3 sind die Elektromotore für deren Antrieb so
mit dem Bauteilen 12 verbunden, dass der Läufer des Elektro
motors und die Symmetrieachse des Werkstücks 2 parallel oder
rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
Die Elektromotore als Antriebsmechanismen 17 für die Werkzeuge
3 sind mit dem Mikrorechnersystem des jeweiligen Werkzeugträ
gers 4a, 4b entsprechend des ersten oder zweiten Ausführungs
beispiels verkoppelt, so dass diese darüber steuerbar sind.
In einer Ausführungsform des ersten, zweiten oder dritten Aus
führungsbeispiels befinden sich drei Bauteile 12 am Werkzeug
träger 4a, 4b. Zwei Bauteile 12 sind z. B. mit einem angetrie
benen Drehfräser und einem angetriebenen Rund- Gewindestrehler
oder einem angetriebenen Wälzfräser entsprechend des dritten
Ausführungsbeispiels ausgerüstet. Das dritte Bauteil ist mit
einer Haltevorrichtung zur lösbaren Befestigung eines Werkzeugs
3 in Form eines Drehmeißels entsprechend des ersten Ausfüh
rungsbeispiels versehen. Dieser dient der Bearbeitung der Quer
schnittsfläche des Werkstücks 2. Damit ist ein Endenbereich mit
einem Innen- oder Außengewinde und einem Dichtesitz für eine
Dichteverschraubung herstellbar. In weiteren Ausführungsformen
sind auch andere Kombinationen von Bauteilen 12 und Werkzeugen
3 entsprechend des ersten, zweiten und dritten Ausführungsbei
spiels realisierbar.
Eine Vorrichtung 1 zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werk
stücken mit umlaufenden Werkzeugen und stehendem Werkstück
besteht in einem vierten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
aus zwei angetriebenen, parallel zueinander angeordneten und
kreisringförmig ausgebildeten Werkzeugträgern 4 entsprechend
des ersten und/oder dritten Ausführungsbeispiels, die mit dem
Läufer 8 eines ringförmigen Elektromotors 6 so verbunden sind,
dass sich dieser zwischen den kreisringförmigen Werkzeugträgern
4 befindet. Damit ist ein durchgehender Hohlraum 10 vorhanden,
in dem das Werkstück entweder platziert oder platziert und ver
fahren werden kann. Der Stator 7 des ringförmigen Elektromotors
6 ist mit einem Gestell 5 verbunden.
Die kreisringförmigen Werkzeugträger 4 einschließlich der
Mikrorechnersysteme für die Bauteile 12 sind entsprechend denen
des ersten oder dritten Ausführungsbeispiels ausgebildet. Mit
einer derartigen Vorrichtung 1 können die Endenbereiche eines
kurzen Werkstückes, z. B. als Muffe, nacheinander oder gleich
zeitig bearbeitet werden (Darstellung in der Fig. 6 und 8).
Das Werkstück befindet sich auf einer Spannvorrichtung, die
dieses in der Symmetrieachse der Vorrichtung 1 positioniert.
Weiterhin ist die Spannvorrichtung gegenüber den kreisring
förmigen Werkzeugträgern 4 über einen Antrieb verfahrbar.
In einer Ausführungsform dieses Ausführungsbeispiels können
zwei Vorrichtungen 1a, 1b (Darstellung in der Fig. 7) ent
sprechend des ersten und dritten Ausführungsbeispiels mit den
Werkzeugträgern 4 zueinander gerichtet zur Bearbeitung der
Endenbereiche insbesondere von kurzen Werkstücken 2 verwendet
werden. Die Werkzeugträger 4 können kreisförmig und/oder kreis
ringförmig ausgebildet sein. Die kurzen Werkstücke 2 sind z. B.
Muffen für Rohrverbindungen. Die Zuführung der Werkstücke 2
erfolgt dabei in den Raum zwischen den beiden Vorrichtungen 1a,
1b. Zur Bearbeitung können sowohl wenigstens eine der Vorrich
tungen 1a, 1b gegenüber der anderen Vorrichtung 1a, 1b als auch
das Werkstück 2 einschließlich einer Spanneinrichtung für das
Werkstück 2 gegenüber den Vorrichtungen 1a, 1b bewegt werden.
Mit einer derartigen Anordnung der Vorrichtungen 1a, 1b können
Werkstücke 2 sowohl außen (Darstellung in der Fig. 7) als auch
innen (Darstellung in der Fig. 8) bearbeitet werden.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von
Werkstücken mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug und
stehendem Werkstück, insbesondere von Groß- und/oder
Langrohren, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein
angetriebener und kreis- oder kreisringförmiger Werkzeugträger
(4) gegenüber einem Gestell (5) drehbar angeordnet ist, dass
der Werkzeugträger (4) quer zu seiner Drehachse verfahrbare und
der lösbaren Befestigung eines Werkzeuges (3), eines Sensors
oder eines Antriebsmechanismusses (17) für ein Werkzeug (3)
dienende Bauteile (12) aufweist, dass die Bauteile (12) mit
wenigstens einem Antrieb auf dem Werkzeugträger (4) direkt oder
mittels Übertragungsmechanismen so verkoppelt sind, dass die
Bauteile (12) in Richtung sowohl zur Außenkante als auch zum
Mittelpunkt des Werkzeugträgers (4) bewegbar sind, dass der
Antrieb, der Sensor und/oder der Antriebsmechanismus (17) mit
mindestens einer programmierbaren Steuer- und/oder
Regeleinrichtung auf dem Werkzeugträger (4) verkoppelt sind und
dass sich zwischen dem Gestell (5) und dem Werkzeugträger (4)
ein der Übertragung elektrischer Energie von einer elektrischen
Energiequelle für den wenigstens einen Antrieb, den mindestens
einen Antriebsmechanismus (17) und der wenigstens einen
programmierbaren Steuer- und/oder Regeleinrichtung dienendes
Schleifkontaktsystem (13, 16) befindet.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster kreisringförmiger Werkzeugträger (4a) mit einem
ringförmigen Elektromotor (6) insbesondere einem bürstenlosen
Ringmotor direkt oder über ein Getriebe verkoppelt ist.
3. Vorrichtung nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Werkzeugträger (4a) mit einem
mit einem Gestell (5) verbundenen ringförmigen Elektromotor (6)
verkoppelt ist und dass sich ein zweiter mit einem Antrieb
direkt oder über ein Getriebe verkoppelter und im Querschnitt
kleiner als der Querschnitt des Hohlraums (10) des ersten
Werkzeugträgers (4a), Gestells (5) und/oder ringförmigen
Elektromotors (6) ausgeführter Werkzeugträger (4b) so befindet,
dass der zweite Werkzeugträger (4b) im oder außerhalb des
Hohlraums (10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, dass sich zwischen zwei parallel zueinander
angeordneten und kreisringförmigen Werkzeugträgern (4) ein
ringförmiger Elektromotor (6) befindet, dass die
kreisringförmigen Werkzeugträger (4) direkt oder Getriebe mit
dem ringförmigen Elektromotor (6) verkoppelt sind und dass die
kreisringförmigen Werkzeugträger (4) so angeordnet sind, dass
die Bauteile (12) zueinander, voneinander weg oder in eine
Richtung weisen.
5. Vorrichtung nach den Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Spannvorrichtung für das Werkstück
(2) gegenüber dem mindestens einem Werkzeugträger (4) über
einen translatorischen Antrieb so angeordnet ist, dass
wenigstens die Symmetrieachse des Endenbereichs des Werkstücks
(2) und die des Werkzeugträgers (4) in ihrer Lage
übereinstimmen.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Werkzeugträger (4b) und/oder der mit dem
zweiten Werkzeugträger (4b) direkt oder über ein Getriebe
verkoppelte Antrieb mit einem Linearantrieb verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass dass der Antriebsmechanismus (17) ein Elektromotor ist und
dass der Läufer des Elektromotors und die Symmetrieachse des
Werkstücks (2) parallel oder rechtwinklig zueinander angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Werkzeug (3) ein mit dem Bauteil (12) lösbar
verbundener Drehmeißel oder Flachgewindestrehler ist oder dass
das Werkzeug (3) ein mit dem Antriebsmechanismus (17) lösbar
verbundener Rund-Gewindestrehler, Wälzfräser oder Drehfräser,
lösbar verbundenes kreisförmiges Sägeblatt oder Werkzeug zum
Gewindewirbeln oder lösbar verbundene Schleifscheibe oder
Bürste ist.
9. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Bauteile (12) auf oder in Geradführungen (11)
befinden, dass die Geradführungen (11) strahlenförmig vom
Mittelpunkt des Werkzeugträgers (4) weg weisen und dass die
Geradführungen (11) einen Winkel mit einem Vielfachen von 15°
einschließen.
10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Wandung des Werkstücks (2) zwischen dem gegenüber
einer Oberfläche des Werkstücks (2) verfahrbaren Werkzeug (3)
und einer in ihrem Abstand gegenüber dem Werkzeug (3)
einstellbaren Rolle befindet und dass wenigstens entweder das
Werkzeug (3) oder der Antriebsmechanismus (17) und die Rolle
gemeinsam gegenüber dem Werkzeugträger (4) in Richtung der
Geradführung (11) federnd angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das eine entsprechend der Geometrie und der
technologischen Schritte mit den Werkzeugen (3) zur Bearbeitung
mindestens eines Werkstücks (2) programmierbare Steuer-
und/oder Regeleinrichtung insbesondere eine
speicherprogrammierte oder eine numerische Steuerung mit einem
zentralen oder einem verteilten Mikrorechnersystem ist oder
dass das zum Einen eine die Antriebe der Bauteile (12)
entsprechend der Position der zu bearbeitenden Oberflächen des
Werkstücks (2) sich selbst programmierende Steuer- und/oder
Regeleinrichtung und zum Anderen entsprechend der Technologie
zur Herstellung eines Werkstücks (2) programmierbare Steuer-
und/oder Regeleinrichtung insbesondere eine
speicherprogrammierte oder eine numerische Steuerung jeweils
mit einem zentralen oder einem verteilten Mikrorechnersystem
ist und dass das Mikrorechnersystem wenigstens einen von außen
beschreibbaren und der Aufnahme mindestens eines
Bearbeitungsprogramms dienenden Speicher aufweist und/oder dass
das Mikrorechnersystem mit mindestens einer lösbaren und
externen Speichereinrichtung verkoppelt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000148644 DE10048644A1 (de) | 2000-09-22 | 2000-09-22 | Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werkstücken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000148644 DE10048644A1 (de) | 2000-09-22 | 2000-09-22 | Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werkstücken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10048644A1 true DE10048644A1 (de) | 2002-04-11 |
Family
ID=7658326
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000148644 Withdrawn DE10048644A1 (de) | 2000-09-22 | 2000-09-22 | Vorrichtung zur Bearbeitung des Endenbereichs von Werkstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10048644A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITVE20100043A1 (it) * | 2010-07-19 | 2012-01-20 | O M G Di Menon Guglielmo | Testa di tornitura con piu' utensili.- |
-
2000
- 2000-09-22 DE DE2000148644 patent/DE10048644A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITVE20100043A1 (it) * | 2010-07-19 | 2012-01-20 | O M G Di Menon Guglielmo | Testa di tornitura con piu' utensili.- |
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| 8181 | Inventor (new situation) |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |