DE10046285A1 - Verfahren zum Bezahlen von Leistungen - Google Patents
Verfahren zum Bezahlen von LeistungenInfo
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Abstract
Erfindungsgemäß soll das System 0190... zur Bezahlung beliebiger Leistungen verwendet werden, wobei es vorzugsweise um Zahlungsvorgänge mit hoher Häufigkeit, aber geringer Betragshöhe geht. Ein Anwendungsschwerpunkt ist das Download von Dateien aus dem Internet. Ebenso ist es möglich, durch Werbung auf ein Produkt hinzuweisen, das durch eine Telefonverbindung bestimmter Dauer bezahlt wird. Die Identifikation des Bestellers ist hierbei beispielsweise durch die vom Netz übermittelte "calling party number" möglich.
Description
Die Erfindung betrifft ein System zum automatischen
Bezahlen von vorzugsweise kleineren Beträgen.
Bekannt ist ein Zahlungssystem für Dienstleistungen über
Telekommunikationsnetze. Bei Nutzung der 0190. . .
Rufnummern der Deutschen Telekom AG werden
besonders hohe Verbindungszeitgebühren erhoben, von denen
die DTAG einen Großteil an den Anbieter/Betreiber der
Rufnummer weiterleitet. Auf diese Weise wird die Dienst
leistung des Betreiber bezahlt.
Nach dem Stand der Technik wird das System ausschließlich
zur Bezahlung von Leistungen benutzt, die über das
Telekommunikationsnetz erbracht werden. Beispielhaft sind
hier Faxserver mit Informationen oder Hotlines für technische
Informationen.
Erfindungsgemäß soll das System 0190. . . zur Bezahlung beliebiger
Leistungen verwendet werden, wobei es vorzugsweise um Zahlungs
vorgänge mit hoher Häufigkeit aber geringer Betragshöhe geht.
Ein Anwendungsschwerpunkt ist das Download von Dateien aus dem
Internet. Ebenso ist es möglich durch Werbung auf ein Produkt
hinzuweisen, das durch eine Telefonverbindung bestimmter Dauer
bezahlt wird. Die Identifikation des Bestellers ist hierbei
beispielsweise durch die vom Netz übermittelte "calling party
number" möglich".
Die Aufgabe wird durch die im 1 Patentanspruch aufgeführten
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen bzw. Ausge
staltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gegeben.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird anhand von Beispielen erklärt.
Hierbei zeigt Fig. 1 die einzelnen Komponenten der Erfindung
sowie deren Zusammenschaltung.
Ein User 9 möchte mit seinem PC 7 eine MP3 Datei vom Server 1
über das Internet herunterladen. Die Datei soll ca 5 DM kosten.
Der User 9 hat eine Internet Verbindung zum Server 1 und die
gewünschte Datei ausgesucht. Der User 9 wird nun durch den
Server 1 zum Bezahlen von 5 DM aufgefordert. Der User 9 nutzt
das erfindungsgemäße Bezahlsystem und signalisiert dies dem
Server 1.
Für den Bezahlvorgang ist eine Referenznummer RN erforderlich.
Hierbei sich folgende Varianten möglich.
- 1. Der User 9 gibt eine beliebige Zeichen-/Ziffernfolge als RN ein.
- 2. Der User 9 gibt seine Telefonnummer als RN ein. Dies hat den besonderen Vorteil das die RN bei der späteren Bezahl bezahlverbindung als "calling party number" übertragen wird. Die "calling party number" ist beispielsweise im "setup frame" beim Euro ISDN enthalten. Die Nutzung der "calling party number" vom Kommunikationsnetz ist aber nur dann möglich wenn die Bezahlverbindung auch von diesem Anschluß aus aufgebaut wird. Denkbar sind auch Lösungen bei denen der Kassierrechner 2 bei der ankommenden Bezahlverbindung prüft ob eine "calling party number" übermittelt wurde. Sollte sie nicht vorhanden sein besteht die Möglichkeit die Verbindung abzuweisen bzw. nicht abzufragen oder den User 9 per Ansageautomaten zur manuellen Eingabe aufzufordern.
- 3. Die RN wird vom Server 1 vorgegeben und zum User 9 über tragen.
- 4. Ein besonderes Softwaremodul S für das erfindungsgemäße System bestimmt die RN und überträgt sie automatisch zum Server 1 als auch in der Kassierverbindung zum Kassier rechner 2.
- 5. Die IP Adresse (Interntadresse) wird als RN verwendet, wobei auch eine temporäre IP Adresse benutzt werden kann.
In diesem Beispiel soll die Variante 3 verwendet werden. Der
Server 1 erzeugt eine RN und überträgt sie zum User 9/PC 7.
Sie soll hier aus den Ziffern "224466" bestehen. Des weiteren
kann die Rufnummer X des Kassierrechners (2) 0190. . . sowie die
Zeit Z, für die die Bezahlverbindung bestehen muß, zum
User 9/PC 7 übertragen werden.
Der User 9 wählt mit dem Telefon 8 den Kassierrechner 2 an.
Der Kassierrechner 2 fragt die Verbindung ab und fordert per
automatischer Ansage den User zur Eingabe der Referenznummer
RN auf. Mit der Abfrage hat die Bezahlzeit Z begonnen. Der
User gibt die RN "224466" am Telefon ein. Die Übertragung
erfolgt hier mit dem gängigen MFV System.
Vorteilhaft ist hier noch eine zyklische automatische Ansage
der Zeit, für die die Verbindung noch aufrecht erhalten werden
muß, um die gewünschte Leistung zu bezahlen. Ebenso sollte
das Ende der Bezahlzeit Z angesagt werden. Der User kann die
Verbindung jetzt auslösen. Denkbar ist auch eine automatische
Auslösung durch den Kassierrechner 2.
Zur besseren Information des Users 9 kann auch der Verlauf
der Bezahlverbindung (Beginn, Restzeit, Ende) über
Verbindung 6 und Server 1 in einem Fenster auf dem PC 7
dargestellt werden. Der Server 1 kann die Verbindung anhand
der RN zuordnen.
Bei bestimmten Anwendungen, wie z. B. Datenbankanwendungen,
können während der Zeit des Bestandes der Bezahlverbindung
bestimmte kostenpflichtige Inhalte freigegeben werden. Hierzu
ist es erforderlich, daß der Datensatz D bereit mit Beginn
der Bezahlverbindung angelegt wird bzw. daß der Server 1
entsprechend Zugriff auf die erforderlichen Daten (Referenz
nummer RN) hat. Der Server 1 schickt dann solange kosten
pflichtige Informationen an die IP Adresse des Users 9
wie die Bezahlverbindung besteht, wobei die IP Adresse des
Users 9 direkt als Referenznummer RN verwendet werden kann,
bzw. ihr zugeordnet wird.
Durch den Kassierrechner (2) wird nun festgestellt, daß vom
User 9 gekennzeichnet durch die RN "224466" eine Bezahlver
bindung mit der notwendigen Zeit Z bestanden hat. Die
Informationen werden in einem Datensatz D gespeichert
und zum Server 1 übertragen, bzw. ihm zugänglich gemacht.
Der Server 1 erkennt anhand der Referenznummer RN, daß die
gewünschte Leistung des Users 9 bezahlt ist und gibt in
diesem Fall den Download frei. Selbstverständlich kann die
Bezahlverbindung auch vor dem Download erfolgen. Auf dem
Server 1 befindet sich dann unter der Referenznummer RN ein
Guthaben.
Anstelle eines Downloads ist z. B. auch der Druck eines
Adressaufklebers zum Versand einer Zeitschrift zu einer vom
User 9 eingegebenen Adresse möglich.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist weiterhin möglich auch
ohne das Internet automatisch Waren zu bestellen und zu
bezahlen. Hierbei wird die Rufnummer X des Kassierrechners 2
als Durchwahlnummer betrieben. Durch die Durchwahlnummer
wird das gewünschte Produkt bestimmt. Die Anschrift des
Bestellers kann auf einfache Weise durch die vom Netz ge
lieferte "calling party number" bestimmt werden. Denkbar
sind auch vorherige Zuordnungen von Adressen zu Referenz
nummern, die dann z. B. per MFV einzugeben sind.
Anstatt mit dem Telefon 7 ist auch eine mehr oder weniger
automatische Anwahl mit dem Softwaremodul S auf dem PC 7
möglich. Wenn der PC 7 mit einer ISDN Karte ausgestattet
ist, sind zwei gleichzeitige Verbindungen möglich.
Zur Bezahlung wird das Softwaremodul S gestartet. Es
übernimmt die vom Server gelieferte Rufnummer X des
Kassierrechner 2, ggf. die Referenznummer RN und die
Zeit für die die Bezahlverbindung aufrecht erhalten werden
muß. Danach erfolge die Anwahl des Kassierrechners 2,
eine automatische Sendung von RN und der Abbruch nach Ende
der Bezahlzeit, wobei der Abbruch sowohl durch den Kassier
rechner 2 als auch durch das Softwaremodul S erfolgen kann.
Ebenso kann die Referenznummer RN auch durch das Software
modul S erzeugt werden. Sie wird dann zum Server 1 über die
Internetverbindung und zum Kassierrechner 2 per Telefon-/
ISDN Verbindung übertragen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist der automatische
Rechnungsdruck. Durch den Server 1 oder mit der Hilfe eines
weiteren Softwaremoduls wird eine Rechnung beim User 9
gedruckt. Sie enthält Angaben über die gelieferte Leistung,
die Referenznummer RN und den Beginn und das Ende der
Bezahlverbindung. Ein Doppel der Rechnung kann auf dem
Rechner des Lieferanten gespeichert werden. Mit Hilfe einer
Telefonrechnung kann dann die Bezahlung der Leistung nach
gewiesen werden.
1
Internet Server (für Download)
2
Kassierrechner
3
Mögliche Variante mit Server und Kassierrechner in einem
Rechner
4
Internet
5
öffentliches Telekommunikationsnetz (ISDN)
6
Verbindung vom Server zum Kassierrechner
7
PC beim User (Benutzer)
8
Telefon beim User
9
User
Claims (10)
1. Verfahren zum Bezahlen von Leistungen über ein
Telekommunikationsnetz, bei dem bei der Anwahl von
bestimmten Rufnummern X den Betreibern dieser
Rufnummern X durch den Netzbetreiber Geld ausgezahlt
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit einer Rufnummer X verbundener Kassierrechner (2) eine ankommende Verbindung automatisch abfragt,
daß der Kassierrechner (2) eine Referenznummer RN von der ankommenden Verbindung empfängt und speichert,
daß bei Abbruch der Verbindung ein Datensatz D mit der Zeit für die die Verbindung bestand und der Referenz nummer RN gebildet wird und
daß der Datensatz D weiteren Systemen als Indikation dafür, daß eine entsprechender Betrag übermittelt wurde, zugänglich gemacht/übermittelt wird.
daß ein mit einer Rufnummer X verbundener Kassierrechner (2) eine ankommende Verbindung automatisch abfragt,
daß der Kassierrechner (2) eine Referenznummer RN von der ankommenden Verbindung empfängt und speichert,
daß bei Abbruch der Verbindung ein Datensatz D mit der Zeit für die die Verbindung bestand und der Referenz nummer RN gebildet wird und
daß der Datensatz D weiteren Systemen als Indikation dafür, daß eine entsprechender Betrag übermittelt wurde, zugänglich gemacht/übermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenznummer RN die vom Kommunikationsnetz über
mittelte Rufnummer des Anrufers ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
die Referenznummer RN eine beliebige vom Anrufer gesendete
Zeichenfolge ist, die geeignet ist ihn dem gezahlten
Betrag zuzuordnen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Datensatz D zusätzlich um die vom Kommunikationsnetz
übermittelte Rufnummer X, Xn des gerufenen Teilnehmers er
weitert wird und
daß die Rufnummer X, Xn genutzt wird um einen bezahlten Betrag
einer Leistung zuzuordnen.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kassierrechner (2) automatisch einen Hinweistext
zur bezahlten Leistung sendet,
daß automatisch, zyklisch der Fortschritt der Bezahlung
ansagt wird und
daß der Kassierrechner (2) automatisch, dann wenn die
Leistung vollständig bezahlt ist die Verbindung abbricht.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Internetserver (1) einem User (9) das erfindungs gemäße Zahlverfahren zur Bezahlung einer Leistung anbietet,
daß nach Einwilligung durch den User (9) eine Referenznummer RN für die Bezahlung abgestimmt und aus getauscht wird,
daß der User den Kassierrechner (2) unter einer vom Server (1) vorgegebenen Rufnummer X anruft und die Ver bindung für die notwendige Zeit zur Bezahlung der Leistung aufrecht erhält,
daß der Kassierrechner einen Datensatz D erzeugt und diesen dem Server (1) zugänglich macht und daß der Server (1) darauf hin die gewünschte Leistung liefert.
daß ein Internetserver (1) einem User (9) das erfindungs gemäße Zahlverfahren zur Bezahlung einer Leistung anbietet,
daß nach Einwilligung durch den User (9) eine Referenznummer RN für die Bezahlung abgestimmt und aus getauscht wird,
daß der User den Kassierrechner (2) unter einer vom Server (1) vorgegebenen Rufnummer X anruft und die Ver bindung für die notwendige Zeit zur Bezahlung der Leistung aufrecht erhält,
daß der Kassierrechner einen Datensatz D erzeugt und diesen dem Server (1) zugänglich macht und daß der Server (1) darauf hin die gewünschte Leistung liefert.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kassierrechner (2) dem Server (1) Beginn und
Ende der Kassierverbindung signalisiert und
daß der Server ausschließlich während dieser Zeit be
stimmte kostenpflichtige Leistungen frei gibt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Server (1) den User (9) über die Internetver
bindung mit Hilfe von direkten Informationen vom Kassier
rechner (2) über Beginn, Verlauf und Ende der Bezahl
verbindung informiert.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Softwaremodul S im PC (7) automatisch die
anzuwählende Rufnummer X, die notwendige Verbindungszeit
und die Referenznummer RN vom Server (1) übernimmt und
damit nach Einwilligung durch den User automatisch die
Bezahlverbindung steuert.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Aufgaben des Servers (1) und des Kassierrechners (2)
von einem Computer ausgeführt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000146285 DE10046285A1 (de) | 2000-09-19 | 2000-09-19 | Verfahren zum Bezahlen von Leistungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000146285 DE10046285A1 (de) | 2000-09-19 | 2000-09-19 | Verfahren zum Bezahlen von Leistungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10046285A1 true DE10046285A1 (de) | 2002-03-28 |
Family
ID=7656753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000146285 Withdrawn DE10046285A1 (de) | 2000-09-19 | 2000-09-19 | Verfahren zum Bezahlen von Leistungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10046285A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1646019A1 (de) * | 2004-10-05 | 2006-04-12 | Deutsche Telekom AG | Verfahren und Kommunikationssystem zum Abwickeln eines Zahlungsverkehrs |
| DE102006030176A1 (de) * | 2006-06-30 | 2008-01-03 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren zum Fakturieren über die Telephonrechnung |
-
2000
- 2000-09-19 DE DE2000146285 patent/DE10046285A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1646019A1 (de) * | 2004-10-05 | 2006-04-12 | Deutsche Telekom AG | Verfahren und Kommunikationssystem zum Abwickeln eines Zahlungsverkehrs |
| DE102006030176A1 (de) * | 2006-06-30 | 2008-01-03 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren zum Fakturieren über die Telephonrechnung |
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