DE10046602A1 - Fadenspannungsspeicher - Google Patents
FadenspannungsspeicherInfo
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Abstract
Es ist eine Aufspulvorrichtung beschrieben, bei welcher ein mit konstanter Geschwindigkeit anlaufender Faden zu einer Spule aufgewickelt wird. Die Spule wird auf einer Spulhülse gewickelt, die auf eine angetriebene Spulspindel gespannt ist. Der Antrieb der Spulspindel wird dabei durch eine Schlaufenregeleinrichtung geregelt. Die Schlaufeneinrichtung weist hierzu Mittel zur Bildung und zur Überwachung einer erzwungenen Fadenschlaufe des anlaufenden Fadens auf. Erfindungsgemäß werden zur Bildung der Fadenschlaufe ein Fadenspeicher und ein Luftstromerzeuger eingesetzt. Der Luftstromerzeuger und der Fadenspeicher wirken derart zusammen, daß ein im wesentlichen quer zum Fadenlauf gerichteter Luftstrom innerhalb des Fadenspeichers erzeugt wird und daß der im Bereich des Fadenspeichers geführte Faden durch den Luftstrom zu der Fadenschlaufe innerhalb des Fadenspeichers ausgelenkt wird. Zur Überwachung der Fadenschlaufe ist ein Sensor vorgesehen, welcher die Lage der Fadenschlaufe erfaßt, so daß eine entsprechende Regelung des Antriebs der Spulspindel erfolgen kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Aufspulvorrichtung zum Aufspulen eines mit kon
stanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens gemäß dem Oberbegriff des An
spruchs 1.
Die Aufspulvorrichtung ist bekannt durch die DE-OS 39 33 048.
Bei dieser Aufspulvorrichtung wird der mit konstanter Geschwindigkeit anlaufen
de Faden zu einer Spule mittels einer angetriebenen Spulspindel aufgewickelt.
Um den Faden mit gleichmäßiger Fadenspannung aufspulen zu können, muß die
Aufwickelgeschwindigkeit gleich der Zuführgeschwindigkeit des Fadens sein.
Hierzu wird der Faden über eine zwischen zwei ortsfesten Fadenführern angeord
nete Tänzerarmrolle geführt. Die Tänzerarmrolle ist an einem mit einem
Drehmoment belasteten Tänzerarm befestigt. Hierdurch wird zwischen den beiden
Fadenführern eine Fadenschlaufe erzeugt. Über einen Regelkreis wird in Abhän
gigkeit von der Stellung des Tänzerarms und damit der Lage der Fadenschlaufe
die Drehzahl der Spulspindel und damit die Umfangsgeschwindigkeit der Spule so
geregelt, daß die Fadenschlaufe beim Aufwickeln von Beginn bis zum Ende der
Spulreise einen gleichmäßigen Durchhang aufweist.
Bei derartigen Aufspulvorrichtungen ändert sich die absolute Fadenlänge zwi
schen dem der Changierung vorgeordneten Fadenführer und dem Ablagepunkt
des Fadens auf der Spule aufgrund der Changierbewegung bei jedem Changierhub
des Changierfadenführers. Um diese Längendifferenz zu kompensieren, muß der
Tänzerarm seine Stellung mit einer Frequenz, die der doppelten Changierfrequenz
entspricht, folgen. Dieser Frequenz kann der Tänzerarm, bedingt durch seine
Masse und geometrische Form, nicht folgen. Die notwendige Amplitude und Fre
quenz der Bewegung der Tänzerarmrolle bzw. des Tänzerarms kann bei erhöhter
Geschwindigkeit der Changierung nicht erreicht werden. Dadurch kommt es zu
Fadenspannungsänderungen, wodurch der Faden entweder überdehnt wird oder
verschlappt.
Insbesondere beim Aufspulen von spannungslos gekräuselten Fäden tritt das Pro
blem auf, daß die Überdehnung des Fadens zu einem teilweisen Herausziehen der
Kräuselung führt. Ebenso tritt beim Aufspulen von Fäden mit sehr feinen Titern
das Problem auf, daß derartige Spannungsspitzen aufgrund der Massenträgheit des
Tänzerarms zu Filamentbrüchen bzw. zum Fadenriß führt.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Aufspulvorrichtung der eingangs
genannten Gattung derart weiterzubilden, daß die Aufwickelspannung unabhängig
von der Changierbewegung im wesentlichen konstant bleibt. Ein weiteres Ziel der
Erfindung ist es, eine Aufspulvorrichtung zu schaffen, die einen Faden mit sehr
geringer Aufwickelspannung zu einer Spule wickeln kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Aufspulvorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wurde auch nicht durch die Offenlegungsschrift DE 22 54 736 na
hegelegt. Hierbei wird das Verschlappen eines Fadens beim Spulenwechseln
durch eine mit einem Luftstrom erzeugte Fadenschlaufe vor der Aufwickelvor
richtung vermieden. Hierbei wird eine völlig unkontrollierte Fadenschlaufe bei
Wegfall der Aufwickelspannung erzeugt.
Die Erfindung dagegen basiert darauf, daß die Lage einer erzwungenen Faden
schlaufe zur Regelung des Antriebs der Spulspindel, die direkt durch einen Spin
delmotor oder indirekt durch eine Treibwalze angetrieben wird, genutzt wird.
Durch derartige Schlaufenregeleinrichtungen ist es möglich, die Aufwickelspan
nung bzw. die Aufwickelgeschwindigkeit des Fadens im wesentlichen konstant zu
halten. Die erfindungsgemäße Aufspulvorrichtung weist zur Bildung der Faden
schlaufe einen Fadenspeicher und einen Luftstromerzeuger auf. Der Fadenspei
cher und der Luftstromerzeuger wirken dabei derart zusammen, daß ein im we
sentlichen quer zum Fadenlauf gerichteter Luftstrom innerhalb des Fadenspei
chers erzeugt wird und daß der im Bereich des Fadenspeichers geführte Faden
durch den Luftstrom zu der Fadenschlaufe innerhalb des Fadenspeichers ausge
lenkt wird. Zur Überwachung der Fadenschlaufe ist ein Sensor vorgesehen, der
die Lage der Fadenschlaufe innerhalb des Fadenspeichers erfaßt. Damit werden
Fadenspannungsspitzen, die insbesondere in den Hubumkehrpunkten der Chan
gierung auftreten, vermieden. Aus der Fadenschlaufe kann der unterschiedlich
hohe Fadenbedarf, der bei Kreuzspulen zwingend entsteht, herausgenommen wer
den. Die Erfindung zeichnet sich insbesondere durch das extrem massearme Sy
stem aus, so daß Fäden mit kleinsten Aufwickelspannungen sicher zu Spulen auf
gewickelt werden können. Zur Überwachung der Lage der Fadenschlaufe können
beispielsweise Fotosensoren eingesetzt werden, die eine Ist/Sollauswertung der
Lage der Fadenschlaufe ermöglicht. Damit wird die Aufspulgeschwindigkeit vom
Beginn des Aufwickelns bis zum Ende des Aufwickelns der Spule auf einen vor
gegebenen Wert geregelt.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Luftstromerzeuger als
eine Unterdruckquelle ausgebildet, die an dem Fadenspeicher angeschlossen ist
und durch eine Öffnung des Fadenspeichers einen Luftstrom in den Fadenspeicher
einsaugt. Damit läßt sich innerhalb des Fadenspeichers eine derartige Luftströ
mung erzeugen, die eine für die Bildung der Fadenschlaufe ausreichende Faden
reibung an dem laufenden Faden erzeugt. Die nähere Umgebung des Fadenspei
chers bleibt dabei im wesentlichen unbeeinträchtigt von dem Luftstrom.
Um eine möglichst große Angriffsfläche zur Bildung der Fadenschlaufe an dem
anlaufenden Faden zu erhalten, ist der Fadenspeicher gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung mit einer schlitzförmigen Öffnung ausgeführt, die parallel zum
Fadenlauf ausgebildet ist. Der Faden kann dabei außerhalb des Fadenspeichers
unmittelbar vor der Öffnung oder innerhalb des Fadenspeichers hinter der Öff
nung geführt werden. Bei Führung des Fadens innerhalb des Fadenspeichers läßt
sich eine Fadenschlaufe auch bei größeren Aufwickelspannungen vorteilhaft er
zeugen.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Luftstrom
erzeuger als Gebläse ausgebildet. Dabei ist das Gebläse gegenüber einer Öffnung
des Fadenspeichers angeordnet, wobei der Faden zwischen der Öffnung und dem
Fadenspeicher geführt wird. Diese Anordnung besitzt den Vorteil, daß ein intensi
ver zielgerichteter Luftstrom auf den laufenden Faden gelenkt werden kann, der
so zur Ausbildung der Fadenschlaufe führt. Hierbei wird der von dem Gebläse
erzeugte Luftstrom vorteilhaft über Düsen geführt.
Damit die Lage der Fadenschlaufe im wesentlichen durch die Auslenkung des
Fadens aus der Fadenlaufbahn bestimmt werden kann, wird gemäß einer bevor
zugten Weiterbildung der Erfindung die Fadenschlaufe zwischen einem Einlauf
fadenführer und einem Auslauffadenführer erzeugt. Der Einlauffadenführer und
der Auslauffadenführer sind in Fadenlaufrichtung hintereinander unmittelbar vor
der Öffnung des Fadenspeichers oder innerhalb des Fadenspeichers angeordnet.
Damit bildet sich die Fadenschlaufe zwischen den beiden Fadenführern aus, so
daß die Breite der Fadenschlaufe fixiert ist und eine Änderung der Fadenschlaufe
sich nur in der Auslenkung quer zur Fadenlaufrichtung bemerkbar macht.
Zur Erhöhung des Luftwiderstands des Fadens sowie zur Führung der Faden
schlaufe ist die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 bevorzugt anzu
wenden. Dabei wird eine frei drehbare Rolle im Fadenlauf angeordnet, die inner
halb des Fadenspeichers quer zur Fadenlaufrichtung beweglich ausgeführt ist. Am
Umfang der Rolle wird der Faden geführt. Der Luftstrom wirkt in diesem Fall im
wesentlichen auf die Rolle ein, die den Faden am Umfang zu einer Fadenschlaufe
führt. Die Lage der Fadenschlaufe läßt sich somit durch die Lage der Rolle be
stimmen, so daß eine Lageregelung der Fadenschlaufe durch einfache Kontakt
schalter möglich ist, die beispielsweise durch die Rollenachse betätigt werden.
Zur Einstellung einer Vorspannung im Fadenlauf ist gemäß Anspruch 8 vorteil
haft eine auf die Rolle wirkende Feder vorgesehen. Die Feder übt dabei eine in
Strömungsrichtung des Luftstroms wirkende Kraft auf die Rolle aus.
Für den Fall, daß Fäden mit höheren Aufwickelspannungen zu Spulen gewickelt
werden sollen, wird vorgeschlagen, gemäß einer weiteren besonders bevorzugten
Weiterbildung der beweglichen Rolle im Abstand eine zweite frei drehbare ortsfe
ste Rolle zuzuordnen. Die erste unter Wirkung des Luftstroms stehende bewegli
che Rolle bildet mit der zweiten ortsfesten Rolle zusammen einen zusätzlichen
Fadenspeicher, in dem der Faden innerhalb der Fadenschlaufe durch mehrere Um
schlingungen an den Rollen geführt ist. Damit kann bei unveränderter Wirkung
des Luftstroms eine höhere Fadenspannung beim Aufwickeln des Fadens realisiert
werden.
Nachfolgend wird unter Hinweis auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Aufspulvorrichtung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Auf
spulvorrichtung in einer Vorderansicht;
Fig. 2 schematisch das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Auf
spulmaschine aus Fig. 1 in der Seitenansicht;
Fig. 3 und 4 schematisch weitere Ausführungsbeispiele eines Fadenspeichers.
In Fig. 1 und Fig. 2 ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen Aufspulvorrichtung gezeigt. In Fig. 1 ist eine Vorderansicht der
Aufspulmaschine und in Fig. 2 eine Seitenansicht der Aufspulmaschine darge
stellt. Insoweit kein ausdrücklicher Hinweis auf eine der Figuren gemacht ist, gilt
die nachfolgende Beschreibung für beide Figuren.
Die Aufspulvorrichtung weist eine drehbare Spulspindel 3 auf. Die Spulspindel 3
ist auskragend mit einem Antrieb 9 verbunden. Auf dem Umfang der Spulspindel
3 ist eine Spulhülse 5 aufgespannt. Auf der Spulhülse 5 wird eine Spule 4 gewic
kelt. Am Umfang der Spule 4 liegt eine frei drehbare Andrückwalze 6 an. Der
Andrückwalze 6 ist eine Changiereinrichtung 8 im Fadenlauf vorgeschaltet. Die
Changiereinrichtung 8 besitzt einen Changierfadenführer 7, der einen zulaufenden
Faden 2 innerhalb eines Changierhubes hin- und herführt. Der Faden 2 wird dabei
an einem der Changiereinrichtung 8 vorgeschalteten Kopffadenführer 1 ausge
lenkt. Somit wird der Faden mit einem Kreuzungswinkel auf der Spulenoberflä
che der Spule 4 abgelegt. Um das Anwachsen der Spule 4 zu ermöglichen, wird
die Spulspindel 3 oder die Andrückwalze 6 zur Vergrößerung des Achsabstandes
zwischen der Spulspindel 3 und der Andrückwalze 6 wegbewegt.
Um während des Anwachsens des Spulendurchmessers der Spule 4 eine vorbe
stimmte Umfangsgeschwindigkeit der Spule 4 einzuhalten, weist die Aufspulvor
richtung eine Schlaufenregeleinrichtung auf. Die Schlaufenregeleinrichtung weist
hierzu einen im Fadenlauf vor dem Kopffadenführer 1 angeordneten Fadenspei
cher 11 auf. Der Fadenspeicher 11 ist hierbei kammerförmig ausgebildet. An einer
Seite weist der Fadenspeicher 11 eine Öffnung 12 auf. Der Öffnung 12 gegen
überliegend ist an dem Fadenspeicher 11 ein Luftstromerzeuger 14 angeschlossen.
Der Luftstromerzeuger 14 ist hierbei als Unterdruckquelle ausgebildet. Der Fa
denspeicher besitzt einen Fadeneinlauf und einen Fadenauslauf, die den Faden 2
innerhalb des Fadenspeichers 11 im wesentlichen quer zu einer sich zwischen der
Öffnung 12 und dem Luftstromerzeuger 14 ausgebildeten Luftströmung führen.
Im Einlaufbereich des Fadens 2 ist innerhalb des Fadenspeichers 11 ein Einlauf
fadenführer 16 und in dem Auslaufbereich im Fadenspeicher 11 ein Auslauffaden
führer 17 angeordnet. An dem Fadenspeicher 11 ist ein Sensor 13 angeordnet, der
mit einem Regler 10 verbunden ist. Der Regler 10 ist mit dem Antrieb 9 der Spul
spindel 13 gekoppelt.
Bei der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Aufspulvorrichtung wird ein kontinuier
lich zugeführter Faden 2 zunächst durch den Fadenspeicher 11 geleitet. Innerhalb
des Fadenspeichers 11 wirkt eine Luftströmung im wesentlichen quer zum Fa
denlauf auf den Faden 2 ein. Die Luftströmung wird durch die Unterdruckquelle
14 erzeugt, wobei die Luft durch die Öffnung 12 des Fadenspeichers 11 aus der
Umgebung angesaugt wird. Die Luftströmung bewirkt eine Auslenkung des Fa
dens 2 derart, daß sich zwischen dem Einlauffadenführer 16 und dem Auslauffa
denführer 17 eine Fadenschlaufe 15 bildet. Die Lage der Fadenschlaufe 15 wird
durch den Sensor 13 erfaßt und als Signal dem Regler 10 aufgegeben. Innerhalb
des Reglers 10 wird ein Ist/Sollvergleich durchgeführt. Abhängig von dem
Ist/Sollvergleich wird in dem Regler ein Differenzsignal erzeugt, das dem Antrieb
9 der Spulspindel 3 aufgegeben wird. Auf der Spulspindel 3 wird der Faden 2 zu
einer Spule 4 gewickelt. Der Antrieb 9 bestimmt dabei jeweils die Umfangsge
schwindigkeit der Spule 4.
Die Regelung der Umfangsgeschwindigkeit der Spule 4 erfolgt dabei nach fol
genden Kriterien. In dem Fall, daß der Sensor 13 eine in ihrer Auslenkung zu gro
ße Fadenschlaufe 15 erfaßt und signalisiert, wird das von dem Regler 10 erzeugte
Differenzsignal eine Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit der Spule 4 bewir
ken. Daraufhin wird sich die Fadenschlaufe 15 verkleinern.
Für den Fall, daß der Sensor 13 dem Regler 10 eine zu kleine Fadenschlaufe 15
signalisiert, wird im Regler 10 ein Differenzsignal erzeugt, welches den Antrieb 9
bremst, so daß die Umfangsgeschwindigkeit der Spule 4 verlangsamt wird. Dar
aufhin wird sich die Fadenschlaufe 15 wieder vergrößern.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Schlaufenregeleinrichtung zeichnet sich insbeson
dere durch ein massearmes System aus. Damit können selbst die während der
Changierbewegung auftretenden Fadenspannungsspitzen ohne Überdehnung des
Fadens ausgeglichen werden. Die erfindungsgemäße Aufspulvorrichtung ist somit
insbesondere geeignet, um empfindliche Fäden mit niedrigen Aufwickelspannun
gen auf Spulen zu wickeln.
In Fig. 3 ist schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fadenspeichers
im Querschnitt dargestellt, wie er beispielsweise in der Aufspulvorrichtung nach
Fig. 1 und 2 einsetzbar wäre. Hierbei ist der Fadenspeicher 11 ebenfalls kammer
förmig ausgebildet mit einer seitlichen zum Faden gewandten Öffnung 12. Der
Faden 2 wird hierbei unmittelbar vor der Öffnung des Fadenspeichers 11 geführt.
Auf der gegenüberliegenden Seite zur Öffnung 12 weist der Fadenspeicher 11
einen Auslaß 24 auf. In der Ebene des Fadenspeichers 11 ist gegenüberliegend zu
der Öffnung 2 ein Luftstromerzeuger 14 angeordnet. Der Luftstromerzeuger 14 ist
hierbei als Gebläse ausgebildet, welches einen über eine Düse 25 gerichteten
Luftstrom erzeugt. Der Faden 2 wird zwischen dem Fadenspeicher 11 und der
Düse 25 geführt.
Innerhalb des Fadenspeichers 11 ist eine frei drehbare Rolle 18 angeordnet. Die
Rolle 18 wird mit ihrer Achse 20 in seitlichen Führungsschlitzen 19 in den Kam
merwänden des Fadenspeichers 11 geführt. Die Rolle 18 ist in der Fadenlaufebene
angeordnet und wird am Umfang von dem Faden 2 umschlungen. Die Faden
schlaufe 15 bildet sich somit am Umfang der Rolle 18 und zwischen einem Ein
lauffadenführer 16 und einem Auslauffadenführer 17 aus. Der Einlauffadenführer
16 und der Auslauffadenführer 17 sind im Bereich der Öffnung 12 des Fadenspei
chers 11 angeordnet.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung wird der von dem Gebläse 14 und der Düse
25 erzeugte Luftstrom auf die Rolle 18 gerichtet. Dadurch wird die Rolle 18 in
Strömungsrichtung des Luftstroms innerhalb des Fadenspeichers 11 ausgelenkt,
so daß sich eine Fadenschlaufe 15 bildet. Die Lage der Rolle 18, die die Lage der
Fadenschlaufe 15 bestimmt, läßt sich hierbei durch Kontaktsensoren oder optische
oder kapazitive Sensoren erfassen und als Signal dem Regler einer Schlaufenre
geleinrichtung zuführen.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fadenspeichers 11 im Quer
schnitt schematisch dargestellt. Bei dem in Fig. 4 gezeigten Fadenspeicher ist der
Luftstromerzeuger 14 mit dem Auslaß 24 des Fadenspeichers 11 verbunden, wo
bei der Luftstromerzeuger 14 eine Unterdruckquelle ist, die einen Luftstrom durch
die Öffnung 12 des Fadenspeichers 11 ansaugt. Die Anordnung ist im wesentli
chen identisch zu der vorher gezeigten Anordnung des Fadenspeichers in Fig. 3.
Insoweit wird auf die vorhergehende Beschreibung Bezug genommen. Bei der in
Fig. 4 dargestellten Anordnung ist der beweglichen Rolle 18 eine zweite außer
halb des Fadenspeichers 11 angeordnete ortsfeste Rolle 21 zugeordnet. Die Rolle
21 ist frei drehbar. Der Faden 2 wird nach Teilumschlingung der Rolle 18 in meh
reren Fadenumschlingungen 22 um die Rolle 21 und Rolle 18 geführt, um dann
über den Auslauffadenführer 17 weiter zur Aufspulvorrichtung abzulaufen. Zwi
schen dem Fadenspeicher 11 und der frei beweglichen Rolle 18 ist eine Feder 23
vorgesehen, die eine Zugkraft auf die Rolle 18 in Strömungsrichtung des Luft
stroms erzeugt. Damit wird eine Mindestfadenspannung in dem Fadenlauf er
zeugt. Die Auslenkung der Rolle 18 und damit die Bildung der Fadenschlaufe 15
erfolgt hierbei wieder durch eine vom Luftstromerzeuger 14 erzeugte Luftströ
mung. Wie bereits zuvor beschrieben, wird die Rolle 18 dabei mit ihrer Achse 20
in den Führungsschlitzen 19 der Kammerwände des Fadenspeichers 11 geführt.
Die Lage der Rolle 18 wird durch einen Sensor erfaßt und einem Regler einer
Schlaufenregeleinrichtung aufgegeben.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausbildung des Fadenspeichers können auch höhere
Fadenspannungen beim Aufwickeln des Fadens 2 realisiert werden.
Die erfindungsgemäße Aufspulvorrichtung mit den beispielsweise gezeigten Aus
führungen der Fadenspeicher ist insbesondere zum Aufwickeln von hochfeinen
Fäden geeignet und gewährleistet dabei bedingt durch die konstante Fadenspan
nung eine Vermeidung der Schädigung des Fadens durch Überdehnung. Es kön
nen jedoch auch hochelastische Fäden wie z. B. Elastomerfäden vorteilhaft damit
aufgewickelt werden.
1
Kopffadenführer
2
Faden
3
Spulspindel
4
Spule
5
Spulhülse
6
Andrückwalze
7
Changierfadenführer
8
Changiereinrichtung
9
Antrieb
10
Regler
11
Fadenspeicher
12
Öffnung
13
Sensor
14
Luftstromerzeuger
15
Fadenschlaufe
16
Einlauffadenführer
17
Auslauffadenführer
18
Rolle
19
Führungsschlitz
20
Achse
21
Rolle
22
Fadenumschlingung
23
Feder
24
Auslaß
25
Düse
Claims (9)
1. Aufspulvorrichtung zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit
anlaufenden Fadens (2) zu einer Spule (4), mit einer angetriebenen Spul
spindel (3) zur Aufnahme einer Spulhülse (5), auf welcher die Spule (4)
gewickelt wird, mit einer Changiereinrichtung (8) zum Hin- und Herverle
gen des Fadens (2) quer zu seiner Laufrichtung auf der Spulenoberfläche,
und mit einer Schlaufenregeleinrichtung (10), welche mehrere Mittel (11,
13, 14) zur Bildung und zur Überwachung einer erzwungenen Faden
schlaufe (15) des anlaufenden Fadens (2) vor einem im Fadenlauf unmit
telbar vor der Changiereinrichtung (8) angeordneten Kopffadenführer (1)
aufweist und welche mit einem Antrieb (9) der Spulspindel (3) verbunden
ist, wobei der Antrieb (9) der Spulspindel (3) in Abhängigkeit von einer
Lage der Fadenschlaufe (15) geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Bildung der Fadenschlaufe (15) ein Fadenspeicher (11) und ein Luft
stromerzeuger (14) vorgesehen sind, daß der Luftstromerzeuger (14) und
der Fadenspeicher (11) derart zusammenwirken, daß ein im wesentlichen
quer zum Fadenlauf gerichteter Luftstrom innerhalb des Fadenspeichers
(11) erzeugt wird und daß der im Bereich des Fadenspeichers (11) geführte
Faden (2) durch den Luftstrom zu der Fadenschlaufe (15) innerhalb des
Fadenspeichers (11) ausgelenkt wird, und daß zur Überwachung der Fa
denschlaufe (15) ein Sensor (13) vorgesehen ist, welcher die Lage der Fa
denschlaufe (15) innerhalb des Fadenspeichers (11) erfaßt.
2. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Luftstromerzeuger (14) eine Unterdruckquelle ist, die an dem Fadenspei
cher (11) angeschlossen ist und durch eine Öffnung (12) einen Luftstrom
in den Fadenspeicher (11) einsaugt.
3. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Öffnung (12) des Fadenspeichers (11) schlitzförmig parallel zum Faden
lauf ausgebildet ist, wobei der Faden (2) außerhalb des Fadenspeichers
(11) unmittelbar vor der Öffnung (12) oder innerhalb des Fadenspeichers
(11) hinter der Öffnung (12) geführt wird.
4. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Luftstromerzeuger (14) ein Gebläse ist, das gegenüber einer Öffnung (12)
des Fadenspeichers (11) angeordnet ist, wobei der Faden (2) zwischen der
Öffnung (12) des Fadenspeichers (11) und dem Gebläse (14) oder inner
halb des Fadenspeichers (11) hinter der Öffnung (12) geführt wird.
5. Aufspulvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Einlauffadenführer (16) und ein Auslauffadenführer (17)
vorgesehen sind, die in Fadenlaufrichtung hintereinander unmittelbar vor
der Öffnung (12) des Fadenspeichers (11) oder innerhalb des Fadenspei
chers (11) angeordnet sind, so daß sich die Fadenschlaufe (15) zwischen
den beiden Fadenführern (16, 17) ausbildet.
6. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Einlauffadenführer (16) und der Auslauffadenführer (17) durch Stifte oder
Rollen gebildet werden.
7. Aufspulvorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine frei drehbare Rolle (18) im Fadenlauf angeordnet
ist und innerhalb des Fadenspeichers (11) quer zur Fadenlaufrichtung be
weglich geführt ist, so daß der Faden (2) am Umfang der Rolle (18) anliegt
und die Lage der Fadenschlaufe (15) durch die Lage der Rolle (18) be
stimmt ist.
8. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rolle (18) durch eine in Strömungsrichtung des Luftstroms wirkende Fe
der (23) belastbar ist.
9. Aufspulvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der beweglichen Rolle (18) in einem Abstand eine zweite frei drehbare
ortsfeste Rolle (21) zugeordnet ist und daß die zweite Rolle (21) außerhalb
des Fadenspeichers (11) mit der ersten Rolle (18) in einer Ebene angeord
net ist, so daß der Faden (2) innerhalb der Fadenschlaufen (15) beide Rol
len (18, 21) mehrmals umschlingt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10046602A DE10046602A1 (de) | 1999-09-21 | 2000-09-20 | Fadenspannungsspeicher |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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