DE10043128C2 - Tilgervorrichtung zur Absorption einer unerwünschten Erregung - Google Patents
Tilgervorrichtung zur Absorption einer unerwünschten ErregungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Tilgervorrichtung zur Absorption einer unerwünschten Erregung,
insbesondere einer Erschütterung oder einer Schwingung, mit einer einen Aufbau tragenden
Basis, deren Abstand von einer durch die unerwünschte Erregung beweglichen, zwischen
Basis und dem Fundament angeordneten Masse mittels eines Wegstellgliedes absorbierbar
ist, und mit einer Steuereinheit, mittels der aus einer durch einen Sensor erfassten Messgrö
ße ein Signal für das Wegstellglied erzeugbar ist, wobei die Masse gegenüber dem Funda
ment der unerwünschten Erregung beweglich angeordnet ist und diese relative Bewegung
durch den Sensor erfassbar und daraus ein für das Wegstellglied bestimmtes Signal erzeug
bar ist.
Eine solche Vorrichtung wird in der Praxis eingesetzt, um störende Erschütterungen von
empfindlichen technischen Geräten fernzuhalten. Störend wirken dabei insbesondere Bo
denerschütterungen oder Erschütterungen durch Luftschall. Hierdurch verursachte Beein
trächtigungen sind beispielsweise bei der Mess- und Lasertechnik ebenso anzutreffen, wie
bei Festplatten von Datenspeicheranlage (Head-Crash) oder auch der merklichen Ein
schränkung des Fahrkomforts für einen Insassen eines Kraftfahrzeuges.
Weitere typische Anwendungsgebiete für Tilgervorrichtungen sind die Abschirmung empfind
licher Sensoren, insbesondere bei Versuchsanordnungen oder inertial stabilisierten Syste
men im Bereich der Wehr- oder Überwachungstechnik und beim Einsatz bei Gefahrgut- oder
Krankentransporten, wie auch allgemein zur Erhöhung des Komforts bei der Personenbeför
derung.
Vielfach werden technische Systeme bereits mit Hilfe von Federn vor Erschütterungen ge
schützt. Solche passiven Systeme sind insbesondere aufgrund ihres Übertragungsverhaltens
bei niederfrequenten Störungen nicht ausreichend.
Für hochpräzise Systeme werden Tilgervorrichtungen verwendet, bei denen die Erschütte
rung durch Beschleunigungssensoren erfasst und mittels des Wegstellgliedes kompensiert
wird. Dieses Verfahren ist jedoch für hohe Frequenzen meist ungeeignet, da das Wegstell
glied eine obere Grenzfrequenz hat. Der Arbeitsbereich der Anordnung ist somit durch die
Bandbreite des Wegstellgliedes begrenzt. Dabei ergibt sich bei den bekannten Vorrichtungen
insbesondere das Problem, dass die unerwünschte Erregung erst an der den Aufbau, also
beispielsweise die Karosserie eines Kraftfahrzeuges, tragenden Basis durch den Sensor
erfasst wird. Bevor die zur Kompensation geeignete Gegenbewegung durch das Wegstell
glied eingeleitet werden kann, ist die Erschütterung für den Insassen bereits spürbar, so
dass sich mit einer solchen Vorrichtung der Einfluss der Erschütterung zwar einschränken
aber nicht verhindern lässt.
Durch die DE 197 25 770 A1 ist auch bereits eine Vorrichtung bekannt, bei der zur Dämp
fung über einen vergrößerten Frequenzbereich eine zusätzliche Masse mittels eines Weg
stellgliedes elastisch an das zu dämpfende System angebunden ist. Mit dem Wegstellglied
sollen Kräfte zwischen dem elastischen System und der Masse der Tilgervorrichtung zusätz
lich zu der Masse an das System hervorgerufen werden, um so dem System Schwingungs
energie zu entziehen. Nachteilig hierbei erweist sich der vergleichsweise hohe Aufwand, der
mit der Erfassung der Erregung und der Ansteuerung der Masse durch das Wegstellglied
verbunden ist.
Durch die US 45 31 699 ist es weiterhin bekannt, eine aktive Tilgervorrichtung, bei der stö
rende Vibrationen von der Basis ferngehalten werden indem das Wegstellglied mit gleicher
Auslenkung in entgegengesetzter Richtung zur der Vibration bewegt wird, während ein Fe
derelement die Basis stabilisiert.
Die JP 22-25 839 offenbart bereits eine Tilgervorrichtung, bei der ein Beschleunigungssen
sor einen gefilterten Bereich der Erregung erfasst. Das so erfasste Signal wird dann in ein
entgegengesetztes Eingangssignal für einen Piezo-Aktuator umgesetzt, so dass sich die
Schwingungen gegeneinander aufheben können.
Ferner beschreibt die US 45 66 118 ein Verfahren zur Schwingungstilgung, bei dem eine
Erregung in einem bestimmten Bereich dadurch ausgelöscht wird, dass eine zweite zu der
ersten Erregung synchronisierte Erregung erzeugt wird. Hierzu dient ein Schwingungssensor
mit einem Filter.
Ergänzend wird durch die DE 196 21 700 A1 auch ein aktiver Schwingungsminderer mit
einem steuerbaren Magnetlager zum Erreichen einer gewünschten Tilgerwirkung offenbart.
Ungeachtet der Vielzahl der bekannten und in der Praxis gebräuchlichen Tilgervorrichtungen
besteht das bisher ungelöste Problem bei der Bekämpfung der unerwünschten Erregung
darin, dass ein Beschleunigungssensor oder ein Referenzsystem erforderlich ist, um durch
einen Abgleich ein Signal für das Wegstellglied erstellen zu können. Ein solches von der
Erregung unbeeinflusstes Referenzsystem ist jedoch lediglich mit hohem Aufwand realisier
bar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die unerwünschte Erregung zu absorbieren, ohne
dass hierzu ein aufwendiges Referenzsystem erforderlich ist. Dabei soll zugleich der Wir
kungsgrad der Vorrichtung gesteigert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1 gelöst, indem die unerwünschte Erregung an dem Fundament in die Masse
einleitbar ist und eine Übertragung der unerwünschten Erregung von der Masse auf die Ba
sis durch eine der Masse entgegengesetzte Bewegung durch das Wegstellglied ausge
schlossen ist.
Hierdurch kann auf ein aufwendiges Referenzsystem verzichtet werden, da die Kenntnis der
absoluten Position der durch die Erregung beeinflussten Masse entbehrlich ist. Dabei wird
zur Erfassung eines Signals durch den Sensor lediglich die relative Bewegung der uner
wünschten Erregung als Störbewegung und der dadurch bedingten, gegebenenfalls verzö
gerten Bewegung der Masse bestimmt. Diese relative Bewegung lässt sich dabei mit we
sentlich höherer Genauigkeit bestimmen, als durch einen konventionellen Beschleunigungs
sensor. Zugleich lässt sich die derart beschaffene Tilgervorrichtung mit vergleichsweise ein
fachen technischen Mitteln realisieren. Dabei wirkt die unerwünschte Erregung zunächst le
diglich auf die Masse, wobei eine im Wesentlichen in der Massenträgheit begründete Rela
tivbewegung zwischen der eingeleiteten Bewegung und der Masse durch den Sensor erfasst
wird. Die Übertragung dieser auf die Masse wirkenden unerwünschten Erregung auf die Ba
sis wird mittels des Wegstellgliedes verhindert indem rechtzeitig eine Gegenbewegung ein
geleitet wird. Dadurch, dass die unerwünschte Erregung zunächst mit einer Verzögerung
lediglich auf die Masse wirkt, kann das Wegstellglied derart angesteuert werden, dass einer
Übertragung der unerwünschten Erregung auf die Basis rechtzeitig entgegengewirkt wird, so
dass diese in vollkommener Ruhe gehalten werden kann. Dadurch wird die unerwünschte
Erregung nicht lediglich abgeschwächt, sondern bereits vor einer unerwünschten Einfluss
nahme auf die Basis ausgeglichen, so dass eine Übertragung von der Masse auf die Basis
ausgeschlossen ist. Beispielsweise wird hierzu die relative Geschwindigkeit zwischen der
Masse und der unerwünschten Erregung erfasst.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird dadurch geschaf
fen, dass die Masse mittels eines Federelementes durch die unerwünschte Erregung beweg
lich ist. Hierdurch wird die mit der unerwünschten Erregung verbundene Störbewegung aus
schließlich durch das Federelement auf die Masse übertragen. Demnach ergibt sich eine der
Federkonstante entsprechende Verformung des Federelementes aus der die Relativbewe
gung zwischen einer der Masse abgewandten Aufnahme der Feder und der Masse abgelei
tet werden kann.
Hierzu kann bei der Auslenkung des Federelementes die Relativgeschwindigkeit erfasst
werden, um so mittels der Steuereinheit das entsprechende Signal für das Wegstellglied zu
bestimmen. Eine andere besonders vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
wird hingegen dadurch erreicht, dass die Auslenkung des Federelementes erfassbar ist.
Hierdurch wird lediglich der durch die unerwünschte Erregung veränderte Abstand zwischen
einem Fußpunkt und einem mit der Masse verbundenen Fixpunkt des Federelementes be
stimmt, um so die durch die unerwünschte Erregung einwirkende Kraft mittels der Steuerein
heit zu errechnen.
Eine andere besonders vorteilhafte Ausführungsform der Tilgervorrichtung wird auch da
durch geschaffen, dass die Masse mittels eines Magnetfeldes gegenüber der unerwünschten
Erregung relativ beweglich angeordnet ist. Hierdurch kann die Lage der Masse über eine
Regelung vorgegeben werden, so dass eine berührungslose Positionierung erreicht wird. Die
Präzision der Steuerung lässt sich dadurch weiter erhöhen, da die hierzu erforderlichen Sys
temparameter mit einer hohen Genauigkeit reproduzierbar sind. Die unerwünschte Erregung
wird dabei als eine Veränderung der Kenngrößen des Magnetfeldes bzw. als Veränderung
der Position der Masse erfasst.
Hierzu ist ebenfalls besonders günstig, wenn das Wegstellglied ein steuerbares Magnetlager
aufweist. Durch eine geeignete Ansteuerung des derart ausgeführten Wegstellgliedes lässt
sich eine schnelle und präzise Bewegung erreichen, durch die die Basis frei von der uner
wünschten Erregung gehalten werden kann. Die an sich bekannten Parameter des Magnet
lagers können mit Hilfe der Steuerung exakt verarbeitet werden, so dass sich eine weitere
Steigerung des Wirkungsgrades erreichen lässt.
Eine andere, ebenfalls sehr vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird dadurch er
reicht, dass die Masse drehbeweglich angeordnet ist und eine relative Drehbewegung zwi
schen der Masse und der unerwünschten Erregung durch den Sensor erfassbar ist. Hier
durch wird eine Tilgervorrichtung für eine Drehschwingung oder -erregung geschaffen, durch
die in einfacher Weise beispielsweise die bei Motoren auftretenden Schwingungen ausgegli
chen werden können. Hierzu kann eine Drehfeder zum Einsatz kommen, mittels der die
Masse gegenüber der unerwünschten Erregung beweglich in einer vorbestimmten Ruheposi
tion gehalten werden kann.
Dabei wird eine besonders effektive Abwandlung der vorliegenden Erfindung erreicht, indem
der relative Drehwinkel zwischen der Masse und der unerwünschten Erregung durch den
Sensor erfassbar ist. Hierdurch kann die relative Bewegung zwischen der Masse und der
unerwünschten Erregung mit einer durch einen konventionellen Beschleunigungssensor
nicht erreichbaren Genauigkeit erfasst werden. Dabei ist ein Bezugssystem nicht erforder
lich. Denkbar ist es hier zugleich, auch anstelle eines Federelementes ein Magnetfeld vorzu
sehen, wodurch insbesondere unerwünschte Reibungseinflüsse vermieden werden können.
Dabei wird eine weitere, besonders zweckmäßige Ausführungsform der vorliegenden Erfin
dung dadurch erreicht, dass die Tilgervorrichtung mehrere auf eine gemeinsame Basis wir
kende Wegstellglieder mit einem jeweils zugeordneten Sensor aufweist. Hierdurch können
verschiedene, an unterschiedlichen Teilbereichen der Basis eingeleitete unerwünschte Erre
gungen erfasst und durch die einzelnen Wegstellglieder ein zuverlässiger Ausgleich der La
ge bzw. eine Lagestabilisierung erreicht werden.
Die hohe Empfindlichkeit des Geschwindigkeitssensors eröffnet auch weitere Anwendungs
felder. Da durch die Tilgervorrichtung die Bewegung der unteren Masse rekonstruierbar ist,
gelingt mit Hilfe einer erweiterten Steuerung auch die Bestimmung der Erregungsform. Dies
erlaubt eine Bestimmung der relativen Fundamentbewegung. Durch Differenzieren des Sig
nals des Geschwindigkeitssensors ist auch die Beschleunigung der unerwünschten Erregung
bestimmbar. Ein so realisierter Beschleunigungssensor weist eine höhere Empfindlichkeit bei
zugleich verringertem Herstellungsaufwand auf, als die nach dem Stand der Technik be
kannten Sensoren.
Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres
Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Diese zeigt in
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Tilgervorrichtung in einer Vorderansicht;
Fig. 2 ein Schaltbild der Tilgervorrichtung;
Fig. 3 eine weitere Tilgervorrichtung mit einem Magnetlager in einer Prinzipskizze.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Tilgervorrichtung 1 mit einer Basis 2, die für einen
nicht dargestellten und gegenüber einer unerwünschten Erregung, beispielsweise einer Er
schütterung oder einer Schwingung, zu schützenden Aufbau bestimmt ist. Die unerwünschte
Erregung wirkt über ein Fundament 3 auf eine Aufnahme 4 (Fuß) der Tilgervorrichtung 1,
welche dadurch um eine nicht bekannte Strecke vertikal bewegt wird. Mittels eines Feder
elementes 5 wird dabei die durch die unerwünschte Erregung verursachte Krafteinwirkung
auf eine Masse 6 übertragen, deren Säule 7 in der Aufnahme 4 im Wesentlichen ungehindert
sowohl nach oben als auch nach unten beweglich ist. Dabei führt die Krafteinwirkung zu ei
ner Auslenkung des Federelementes 5, welche mittels eines Sensors 8 als Relativbewegung
zwischen der Säule 7 und der Aufnahme 4 erfassbar ist. Die so gewonnene Messgröße wird
anschließend mittels einer Steuereinheit 9 in ein Signal für ein mit der Masse 6 verbundenes
Wegstellglied 10 umgesetzt, welches eine vertikale Längenveränderung gestattet. Diese
Längenveränderung entspricht ihrem Betrag nach der unerwünschten Erregung, wobei deren
Bewegungsrichtung entgegengesetzt ist. Daher wirkt die unerwünschte Erregung zwar auf
die Masse 6, wird aber derart durch das Wegstellglied 10 ausgeglichen, dass eine Rückwir
kung auf die Basis 2 ausgeschlossen ist. Das Wegstellglied 10 ist hierzu mit einem als Fe
derelement ausgeführten Verbindungsmittel 11 ausgestattet, um so einer möglichen Rück
wirkung der Basis 2 auf die Masse 6 entgegen zu wirken.
Das Federelement 5 gestattet eine von der unerwünschten Erregung abweichende Bewe
gung der Masse 6. Die hierbei auftretende Auslenkung des Federelementes 5 wird dabei
durch den Sensor 8 erfasst und mittels der Steuereinheit 9 in ein Signal für das Wegstellglied
10 umgesetzt, wobei ein Referenzsystem, insbesondere zur Bestimmung der relativen erre
gungsbedingten Position, nicht erforderlich ist. Aufgrund der gegenüber der unerwünschten
Erregung verzögerten Relativbewegung der Masse 6 kann die Ausgleichsbewegung durch
das Wegstellglied 10 eingeleitet werden, bevor die unerwünschte Erregung an der Basis 2
spürbar wird.
Die genaue Funktionsweise wird anhand der Fig. 2 näher erläutert, die ein Schaltbild der
Tilgervorrichtung 1 zeigt. Zu erkennen ist zunächst die als vertikale Störung 12 dargestellte
unerwünschte Erregung. Diese wirkt über ein dem in Fig. 1 dargestellten Federelement 5
bzw. dem in der Aufnahme 4 beweglichen Säule 7 entsprechendes, schematisch dargestell
tes Feder-Dämpfer-System 13 auf die Masse 6. Der dabei erfasste, gegenüber der Ruhelage
veränderte Abstand wird anhand der idealisierten Bewegungsgleichung des Feder-Dämpfer-
Systems 13 als Eingangsgröße für das hierbei lediglich durch seine Funktionsgleichung dar
gestellte Wegstellglied 10 errechnet. Durch das Wegstellglied 10 wird so ein zeitabhängiger
und dem Betrag der Störung 12 entsprechender Korrekturabstand 14 zwischen der Basis 2
und der Masse 6 eingestellt, um so eine Einwirkung der Störung 12 auf die Basis 2 zu ver
meiden.
Die Generierung des Signals für das Wegstellglied 10 ist sowohl zeitdiskret als auch kontinu
ierlich denkbar. Dabei ist eine vollständige, über das gesamte Frequenzband exakte Nach
bildung des unbelasteten Feder-Masse-Systems nicht zwingend erforderlich wenn die prakti
schen Erfordernisse eine derart hohe Genauigkeit nicht bedingen.
Fig. 3 zeigt eine weitere Tilgervorrichtung 15, bei welcher eine Masse 16 in hängender An
ordnung in einer vorbestimmten Ruhelage durch ein Magnetlager 17 gehalten wird. Eine
unerwünschte Erregung wird dabei als eine Änderung der Kenngrößen des magnetischen
Feldes erfasst, wodurch die Relativbewegung zwischen der Masse 16 und einer Aufnahme
18 bestimmt werden kann. Daraus wird anschließend eine Steuergröße für ein ebenfalls als
ein Magnetlager ausgeführtes Wegstellglied 19 errechnet, um so eine Gegenbewegung ein
leiten zu können. Eine Basis 20 der Tilgervorrichtung 15 ist daher von der unerwünschten
Erregung unbeeinflusst und entkoppelt.
Claims (8)
1. Tilgervorrichtung (1, 15) zur Absorption einer unerwünschten Erregung, insbesondere ei
ner Erschütterung oder einer Schwingung, mit einer einen Aufbau tragenden Basis (2, 20),
deren Abstand von einer durch die unerwünschte Erregung beweglichen, zwischen Basis (2,
20) und dem Fundament (3) angeordneten Masse (6, 16) mittels eines Wegstellgliedes (10,
19) absorbierbar ist, und mit einer Steuereinheit (9), mittels der aus einer durch einen Sensor
(8) erfassten Messgröße ein Signal für das Wegstellglied (10, 19) erzeugbar ist, wobei die
Masse (6, 16) gegenüber dem Fundament (3) der unerwünschten Erregung beweglich ange
ordnet ist und diese relative Bewegung durch den Sensor (8) erfassbar und daraus ein für
das Wegstellglied bestimmtes Signal erzeugbar ist, und dass die unerwünschte Erregung an
dem Fundament (3) in die Masse (6, 16) einleitbar ist und eine Übertragung der unerwünsch
ten Erregung von der Masse (6, 16) auf die Basis (2, 20) durch eine der Masse (6, 16) ent
gegengesetzte Bewegung durch das Wegstellglied (10, 19) ausgeschlossen ist.
2. Tilgervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse (6) mit
tels eines Federelementes (5) durch die unerwünschte Erregung beweglich ist.
3. Tilgervorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslenkung des
Federelementes (5) erfassbar ist.
4. Tilgervorrichtung (15) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Masse (16) mittels eines Magnetfeldes gegenüber der uner
wünschten Erregung relativ beweglich angeordnet ist.
5. Tilgervorrichtung (15) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Wegstellglied (19) ein steuerbares Magnetlager aufweist.
6. Tilgervorrichtung (15) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Masse drehbeweglich angeordnet ist und eine relative Drehbewe
gung zwischen der Masse und der unerwünschten Erregung durch den Sensor erfassbar ist.
7. Tilgervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der relative Drehwinkel
zwischen der Masse und der unerwünschten Erregung durch den Sensor erfassbar ist.
8. Tilgervorrichtung (1, 15) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Tilgervorrichtung (1, 15) mehrere auf eine gemeinsame Basis (2,
20) wirkende Wegstellglieder (10, 19) mit einem jeweils zugeordneten Sensor (8) aufweist.
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