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DE1004308B - Verfahren zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtieren - Google Patents

Verfahren zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtieren

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Publication number
DE1004308B
DE1004308B DEB20545A DEB0020545A DE1004308B DE 1004308 B DE1004308 B DE 1004308B DE B20545 A DEB20545 A DE B20545A DE B0020545 A DEB0020545 A DE B0020545A DE 1004308 B DE1004308 B DE 1004308B
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DE
Germany
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melting
mass
fat
heated
greaves
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DEB20545A
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English (en)
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Bell A G
Original Assignee
Bell A G
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Publication date
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Publication of DE1004308B publication Critical patent/DE1004308B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/12Production of fats or fatty oils from raw materials by melting out

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtieren Zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtieren sind sowohl Naßschmelzverfahren als auch Trockenschmelzverfahren bekannt. Beim Naßschmelzverfahren, das bei Rinderfett angewendet wird, erreicht man zwar eine gute und rasche Wärmeübertragung auf das Fettgewebe durch das Wasser. Die Gegenwart des Wassers steigert aber die Fettspaltung und damit den Sluregrad des gewonnenen Rinderfettes. Zudem wird das Eiweißgewebe zum Aufquellen und teilweisen Verleimen ,gebracht, wodurch die Emulgierung des Fettes gefördert und damit die Trennung der Eiweißpartikel vom Fett erschwert wird. Die Grieben können bei diesem Verfahren, weil verleimt und im Wasser aufgequollen und kolloidal gelöst, praktisch nicht mehr verwendet werden. Beim Trokkenschmelzverfahren im offenen Kessel mit indirekter Dampfheizung sind zwar die vorerwähnten Nachteile vermieden. Die Wärmeübertragung ist hier aber verhältnismäßig schlecht und es müssen daher meist hohe Temperaturen bis zu 125° C angewendet werden, um größere Chargen in nützlicher Frist ausschmelzen zu können. Dadurch wird jedoch eine ständige Überhitzung der Fett- und Eiweißteilchen an den Kesselwandungen und damit eine Qualitätseinbuße derselben begünstigt, um so mehr, als das Fett auf relativ großer Oberfläche mit der Luft in Berührung steht. Es sind zwar bereits Verfahren bekanntgeworden, gemäß welchen das Rohfettgewebe in mehr als einer Stufe mit Messern zu pastenartiger Konsistenz zerkleinert und danach unter Erwärmung auf verhältnismäßig niedrige Temperatur in einem offenen Schmelzkessel, dessen Wände durch einen Heißwassermantel geheizt sind, unter Rühren so lange weiterbehandelt wird, bis das Fett ausgeschmolzen ist. Dieses Verfahren bezweckt zwar gegenüber anderen üblichen Verfahren durch eine schonende Erhitzung unter Vermeidung überhoher Temperaturen eine bessere Qualität des ausgeschmolzenen Fettes zu erreichen, wobei jedoch das Eiweiß des Fettgewebes zum Gerinnen kommt und infolgedessen die aus diesem gewonnenen Grieben minderwertig werden und höchstens noch als Schweinefutter verwendbar sind, was durch den freien Luftzutritt im offenen Kessel noch verschärft wird. Außerdem ist das Verfahren nur diskonti=nuierlich durchführbar: Bei der Ölgewinnung aus Fischen ist es bereits bekannt, das Öl aus dem betreffenden Rohgewebe bei noch erheblich tieferen Temperaturen durch eine Vorbehandlung im Heißwasserbad und nachfolgendes Auspressen zu gewinnen. Da jedoch, der Schmelzpunkt von Schlac'httierfett viel höher liegt und die Struktur des Fettgewebes derselben ganz verschieden ist, läßt sich das Fett aus demselben mit solchen Verfahren nicht wirtschaftlich gewinnen.
  • Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß es möglich ist, fetthaltiges Rohgewebe von Landtieren bei ein Gerinnen der Eiweißfasern vermeidenden niedrigen Temperaturen auszuschmelzen und hierbei kontinuierlich zu arbeiten, wenn erfindungsgemäß das in bekannter Weise mittels. Schneidewerkzeugen in eine pasten- bis breiförmige Masse übergeführte Rohmaterial kontinuierlich durch eine von außen beheizte röhrenförmige Schmelzvorrichtung geführt wird, in der es auf nicht über 70° erhitzt wird, und anschließend- eine Trennung von Grieben und Verunreinigungen einerseits und Fett andererseits erfolgt.
  • Ausgedehnte Versuche haben gezeigt, daß sich durch das erfindungsgemäße Verfahren bei geeigneter Durchführung und Ausbildung der hierfür verwendeten Anlage, insbesondere des Schneidwerkes und des Schmelzapparates, mit berhältnismäl3@ig geringem-Zeitaufwand ein einwandfreies Ausschmelzen des Fettes erreichen läßt, wobei gegenüber den erwähnten vorbekannten Verfahren sich nicht nur eine bessere Qualität des Fettes und der -anfallenden Grieben, sondern auch noch eine größere Fettausbeute erzielen läßt. Es hat sich gezeigt, daß die F:rischequalität und Haltbarkeit der nach dem neuen Verfahren gewonnenen Fette eine ,bedeutende Steigerung, erfahren hat. Diese Verbesserung wird.. einerseits bewirkt durch die, größere Reinheit des,ettes in bezog auf Eiweißpartikel, welche in der durch das Verfahren wenig veränderten Züstaridsform in der Fettzentrifuge vollständiger abgetrennt werden. Esn zweiter günstiger Umstand lieft in der erwähnten schonenden Behandlung des Fettes in bezog auf Temperatur, Einwirkungszeit, Ausschluß von Wasser und Luft während des Ausschmelzprozesses. Damit kann eine entsprechend größere Lagerfähigkeit der Fette erzielt werden. Da die Anschmelztemperatur 70° C nicht übersteigt, wird jegliches Rösten der Grieben vermieden. Trotzdem läßt sich ein rasches Ausschmelzen des Fettes erreichen. Wie sich gezeigt hat, wird hierbei das Bindegewebe, aus dem die Grieben in der Hauptsache bestehen, in seiner Substanz gegenüber dem ursprünglichen Rohzustand nur unbedeutend verändert. Es findet lediglich: eine leichte Eiweißkoagulation statt, während im übrigen das negative Fasereiweiß bestehenbleibt, welches biologisch gesehen ein gut ausnutzbares Nahrungsei-,veiß darstellt. Diese Grieben können daher insbesondere als Brätzusatz bei der Brühwurstfabrikation Verwendung finden. Dieser Brätzusatz ist qualitativ hochwertiger als der des öfteren verwendete Schwartenzusatz. Voraussetzung ist natürlich, d'aß die Grieben in dem frischen anfallenden Zustand verarbeitet oder mindestens durch. sofortige Kühlung vor Zersetzung geschützt werden.
  • Bei den vorbekannten Verfahren waren dagegen die anfallenden Grieben praktisch ganz oder fast völlig wertlos, denn beim Naßschmelzverfahren findet eine Verleimung der Grieben statt, wodurch diese völlig entwertet werden. Bei den Trockenschmelzverfahren erhält man zwar gut haltbare Grieben. Diese sind jedoch durch den mit diesem Verfahren verbundenen Röstprozeß qualitativ minderwertig :und können höchstens als Futtermittel Verwendung finden. Ähnlich verhält es sich bei dem erwähnten kontinuierlichen Verfahren mit einer Behandlungstemperatur der Grieben von 90° C.
  • Für die Durchführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung ist es besonders vorteilhaft, auf eine möglichst feine Zerkleinerung des Rohfettgewebes zu achten. Es empfiehlt sich, die Behandlung im Schneidwerk zweistufig durchzuführen, wobei in der ersten Stufe eine Grobzerkleinerung und in der zweiten Stufe die anschließende Feinzerkleinerung durchgeführt wird. Insbesondere in der zweiten Stufe ist darauf zu achten, daß die Eiweißfasern des Rohfettgewebes nicht nur zerquetscht und zerrissen, sondern nach Möglichkeit scharf geschnitten werden. Es ist dies sowohl für einen weitgehenden Aufschluß der Gewebezellen und, eine restlose wirtschaftliche Fettausbeute wichtig, als auch für die Qualität der anfallenden Grieben und die Möglichkeit der Weiterverwertung derselben. Es ist also stets darauf zu achten, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren das Aufschließen der Gewebezellen nicht durch Zersprengen der Zellwände infolge Hitzeeinwirkung und Quell:ung erfolgen soll, sondern durch die feine Zerkleinerung der Rohsubstanz im Schneidwerk.
  • Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung, welche schematisch eine zur Ausübung des Verfahrens geeignete Anlage darstellt, näher erläutert.
  • Die Anlage weist ein zweistufig ausgebildetes Schneidwerk auf, wobei für die erste Stufe ein Grobschneidwerk 1 und für die zweite Stufe ein Feinschneidwerk 2 angeordnet ist. Das Grobschneidwerk 1 ist als eine mit einer Vorschubschneckenwelle 3 und der üblichen Lochscheibe versehene Fleischschneidmaschine ausgebildet. Solche Maschinen, sind im Metzgereigewerbe unter dem Namen »Scheffel« bzw. »Wolf« bekannt. Das mit dem Grobschneidwerk 1 unmittelbar verbundene Feinschneid-,verk 2 besteht aus einem Messerwerk mit hochtourig rotierender Messerwelle 4, die durch einen Elektromotor 5 mit etwa 3000 Umläufen pro Minute angetrieben wird. Das Grobschneidwerk 1 ist mit dem Feinschneidwerk 2 förder- und antriebstechnisch. unmittelbar verbunden, wobei die Messer der Messerwelle 4 zweckmäßig derart schraubenförmig ausgebildet und angeordnet sind, daß sie dem Schneidegut zugleich den zum Weitertransport erforderlichen axialen Vorschub erteilen. Hierbei ist ein Messerwellengehäuse vorzusehen, welches heizbar und derart ausgebildet ist, daß eine einwandfreie Zuführung des Schneidgutes vor die einzelnen Messer und eine möglichst feine Zerkleinerung des Schneidgutes gewährleistet ist. Es hat sich gezeigt, daß für das Grobschneidwerk 1 eine 2- bis 3-mm-Lochscheibe den Anforderungen gerecht wird, wobei man dieser Maschine das Rohfettgewebe im gut faustgroßen Stücken bei einer Temperatur von 8 bis 10° zuführen kann. Das Schneidgut erwärmt sich dann durch die mechanische Bearbeitung, insbesondere durch die intensive Zerkleinerung im Feinschnei& werk 2 derart, daß die zerkleinerte Masse mit einer Temperatur von ungefähr 32 bis 35° C durch den Auslaßstutzen 6 austritt, wobei sie eine pastenförmi.ge bis teigförmige oder sogar breiförmige Konsistenz aufweist. Bei einer solchen Verfahrensführung mit ungefähr diesem Temperaturverlauf läßt sich das Verfahren insofern wirtschaftlich gestalten, als bereits eine gewisse Vorwärmung der Masse für den anschließenden Schmelzprozeß erzielt wird, ohne daß je- doch das Rohfettgewebe im Schneidwerk wegen der Temperaturerhöhung eine für den Schneidvorgang ungünstige Geschmeidigkeit der Gewebefasern erhält. Der Feinheitsgrad der austretenden Masse soll ein hochgradiger sein, so d'aß die austretende Masse in ihrem Gefüge butterähnlichen Charakter hat. Auf Grund der weitgehenden Zerkleinerung und der erwähnten Temperaturerhöhung ist nun die Masse weich und: geschmeidig genug, um ohne besondere Hilfsvorrichtungen unter der ihr vom Schneidwerk erteilten Vorschubkraft in das Aufnahmegefäß einer Förderpumpe 7 zu gelangen, die durch einen Elektromotor 8 angetrieben ist :und zweckmäßig als Spindelpumpe mit Leistungsregulierung ausgebildet werden kann. Der Aus.laßstutzen der Förderpumpe ist durch ein Rohr 9 .mit einem Schmelzapparat verbunden. Dieser weist eine Reihe einander parallel geschalteter Rohrleitungen 10 auf, die in einem Behälter 11 angeordnet sind, der in ein aufheizbares Kreislaufsystem für einen Wärmeträger eingeschaltet ist. Der Behälter 11 kann als offener Trog oder aber als geschlossener Behälter ausgebildet sein und ist mit dem Wärmeträger gefüllt, so daß dieser die Rohrleitungen 10 umgibt, durch welche die Masse mittels der Förderpumpe 7 mit einer gewissen Geschwindigkeit hindurchgepreßt wird. Es empfiehlt sich, die Rohrleitung aus Rohrschlangen von etwa 20 m Länge und 11/x 7011 Durchmesser vorzusehen, wobei sich der Widerstand zum Durchpressen der Masse durch diese Rohrschlangen in annehmbaren Grenzen hält, dergestalt, daß ein Förderdruck von etwa 2 biss 8 Atm. durch die Förderpumpe ausgeübt werden muß, um in kontinuierlichem Verfahren zu günstigen Ergebnissen zu gelangen, wobei die Masse im Schmelzapparat durch den Wärmeträger auf einer Temperatur gehalten wird, die zwischen 60 und 75, insbesondere 68 bis 70° C liegt. Hierbei ist das einzelne Fetteilchen nur etwa 10 bis 15 Minuten lang der erwähnten mäßigen Erhitzung von höchstens 70° C unterworfen und von der Außenluft praktisch völlig abgeschlossen. Das verhältnismäßig schnelle Ausschmelzen ist, abgesehen von der möglichst weitgehenden und feinen Zerkleinerung der Masse, durch die verhältnismäßig große Heizoberfläche der Rohrschlangen ermöglicht. Die Ausschmelzleistung stellt sich nach den bisherigen Erfahrungen auf etwa 40 kg pro m2 Rohrschlangenoberfläche.
  • Die Zuführung des Wärmeträgers erfolgt durch einen in dien Behälter 10 mündenden Stutzen 12. Der Auslaß des Wärmeträgers aus dem Behälter 11 erfolgt durch einen Stutzen 13, an welch letzteren eine Umwälzpumpe 14 angeschlossen ist, welche den Wärmeträger durch ein Rohr 14' in der Pfeilrichtung durch einen Wärmeaustauscher 15 treibt, von wo er wieder dem Einlaßstutzen 12 zugeführt wird. Der Wärmeaustauscher wird mit Dampf beheizt, welcher ihm durch ein Rohr 16 über ein regulierbares Einlaßventil 17 in der eingezeichneten Pfeilrichtung zugeführt wird, wobei. die Abführung des Kondensats durch ein Rohr 18 erfolgt. Das Einlaßventil 17 ist zweckmäßig selbsttätig durch einen Thermostat steuerbar vorzusehen, der sich im Kreislaufsystem zweckmäßig im Behälter 11 befindet und die Wärmezufuhr reguliert im Sinn der Konstanthalbung der Temperatur des Wärmeträgers im Behälter 11. Als Wärmeträger kann Wasser benutzt werden.
  • Auf der Auslaßseite sind die Rohrleitungen 10 an einen heizbaren Zwischenbehälter 19 angeschlossen. Hier sammelt sich das aus dem im Schmelzapparat ausgeschmolzene Fett, den Grieben, sowie Feuchtigkeit und organischen Verunreinigungen bestehende Gemisch an, wobei das Fett bei mäßiger Temperatur im .geschmolzenen Zustand gehalten wird. Zum Abtrennen der Grieben wird' nun dieses Gemisch zweckmäßig durch ein Drahtsieb geleitet, welches die Grieben abtrennt. Die Grieben gelangen dann in eine Pendelzentrifuge 20, welche ebenfalls beheizbar ausgebildet sein kann und in welcher das noch in den Grieben enthaltene Fett weitgehend abgetrennt wird. Die gemäß dem Pfeil 21 austretenden entfetteten Grieben weisen einen, bezogen auf -das ursprüngliche Bindegewebe, fast natürlichen Wassergehalt auf, der in nativer Form gebunden ist. Um einen pausenlosen Betrieb zu ermöglichen, wird die Pendelzentrifuge 20 zweckmäßig mit auswechselbaren Körben ausgerüstet.
  • Zum Abtrennen von Feuchtigkeit und organischen Verunreinigungen des von den Grieben befreiten Gemisches wird letzteres einer Ölzentrifuge 22 zugeführt, aus welcher gemäß dem Pfeil 23 das reine Fett in noch flüssigem Zustand abgezogen wird. Auch diese Ölzentrifuge kann heizbar ausgebildet sein, um unter Umständen den erwünschten Viskositätsgrad dies zu behandelnden Gutes aufrechterhalten zu können. Von der Bedeutung, welche einer intensiven feinen Zerkleinerung des Schneidgutes im Schneidwerk zukommt, kann man sich leicht durch die Vornahme eines Vergleichsversuches überzeugen. Zu diesem Zweck teilt man z. B. Schmer von gleichem Anfall hälftig und zerkleinert die eine Hälfte nur durch das Grobschneidwerk, die andere Hälfte jedoch durch das Grob- und Feinschneidwerk. Werden dann die zerkleinerten Massen beider Hälften separat unter genau gleichen Bedingungen im Schmelzapparat behandelt, dann ergibt sich, daß die Fettausbeute aus der feinzerkleinerten Masse wesentlich größer ausfällt als diejenige aus der lediglich grobzerkleinerten Masse.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtiaren, dadurch gekennzeichnet, daß das in bekannter Weise mittels Schneidewerkzeugen in eine pasten- bis breiförmige Masse überführte Rohmaterial kontinuierlich durch eine von außen beheizte röhrenförmige Schmelzvorrichtung geführt wird" in der es auf nicht über 70° erhitzt wind, und anschließend eine Trennung von Grieben und Verunreinigungen einerseits und Fett andererseits erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung im Schneidwerk derart durchgeführt wird, daß die Austrittstemperatur der Masse 30 bis 35° C beträgt.
  3. 3. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzapparat parallel geschaltete, zum Durchleiten der Masse bestimmte Rohrleitungen aufweist, die von einem Wärmeträger umgeben sind.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 3, dladurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen in einem Behälter angeordnet sind, der in ein aufhe,izbares Kreislaufsystem für den Wärmeträger eingeschaltet ist.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kreislaufsystem durch einen mit Dampf beheizten Wärmeaustauscher aufheizbar ist.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen auf der Auslaßseite in einen heizbaren Zwischenbehälter münden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 200 538, 519 828, 642 920; USA.-Patentschrift Nr. 2 473 538; britische Patentschrift Nr. 306 020; Ubbelohdes Handbuch der Öle und Fette, Bd.I, 1929, S. 487, 488.
DEB20545A 1951-05-30 1952-05-24 Verfahren zum Ausschmelzen von fetthaltigem Rohgewebe von Landtieren Pending DE1004308B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE200538C (de) *
GB306020A (en) * 1928-02-14 1929-05-09 Manuf De Machines Auxiliaires Process for the cold extraction of fish oils
DE519828C (de) * 1926-12-11 1931-03-04 Henrik Bull Verfahren zur Gewinnung von OEl aus stark wasserhaltigen Fischstoffen
DE642920C (de) * 1935-12-08 1937-03-24 Verwertung Fauth Scher Patente Vorrichtung zum Zerkleinern von Walknochen, Walspeck, harten OElfruechten u. dgl.
US2473538A (en) * 1945-06-21 1949-06-21 Dow Chemical Co Liquid styrene-butadiene interpolymers

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