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DE10043442C2 - Elektronische Marktplattform - Google Patents

Elektronische Marktplattform

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DE10043442C2
DE10043442C2 DE10043442A DE10043442A DE10043442C2 DE 10043442 C2 DE10043442 C2 DE 10043442C2 DE 10043442 A DE10043442 A DE 10043442A DE 10043442 A DE10043442 A DE 10043442A DE 10043442 C2 DE10043442 C2 DE 10043442C2
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Stefan Priebsch
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Novative E GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft das Gebiet der elektronischen Märkte und insbesondere das Gebiet des elektronischen Handels (e-commerce) über ein Computernetzwerk wie beispielsweise das Internet. Der Begriff "Markt" soll dabei in seiner weitesten Bedeutung verstanden werden und umfaßt jede Kommunikationsmöglichkeit mit dem Zweck des Zusammenführens von Angebot und Nachfrage betreffend z. B. Waren, Dienstleistungen, Arbeitskraft, Finanzgüter, Immaterialgüter, Rechte, Informationen, Nachrichten, Meinungen und so weiter. Die Erfindung ist damit sowohl für klassische Märkte einsetzbar als auch z. B. für Tauschbörsen, Vermitt­ lungsagenturen, Informationsdienstleistungen und so weiter.
Ein grundsätzliches Ziel des Wirtschaftslebens ist es, Geschäfte schnell und effizient abzuwickeln. Durch moderne Kommunikationsmethoden ergeben sich in dieser Hinsicht ungeahnte Möglichkeiten. Elektronische Marktplattformen haben die Vermittlung von Suchenden und Bietenden bereits bedeutend vereinfacht.
Eine elektronische Marktplattform mit komplexen Suchmöglichkeiten ist in der WO 99/17224 A1 beschrieben. Diese Lösung beruht jedoch auf einem starren Schema von Angebot und Nachfrage. Wenn ein Benutzer einen bestimmten Artikel verkaufen möchte, so kann er sich entscheiden, entweder eine "Biete"- Anzeige aufzugeben oder die bereits vorhandenen "Suche"-Anzeigen zu durchsuchen. Möchte der Benutzer beide Möglichkeiten wahrnehmen, um sowohl frühere als auch zukünftige Interessenten anzusprechen, so sind dies zwei getrennte Vorgänge, die für den Benutzer effektiv eine Verdoppelung des Aufwands bedeuten.
US-Patent 5,832,497 A beschreibt ein computergestütztes System zur Vermittlung von Arbeitsangeboten, bei dem eine erste Datenbank mit persönlichen Daten von Bewerbern und eine zweite Datenbank mit Beschreibungen offener Arbeitsstellen verwaltet werden. Mittels einer Suchmaschine können Arbeitnehmer nach offenen Arbeitsstellen und Arbeitgeber nach geeigneten Bewerbern suchen. Ferner besteht sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber die Möglichkeit, Einträge in der jeweils zugeordneten Datenbank zu erstellen oder zu ändern.
US-Patent 5,907,838 A offenbart ein System zum Suchen und Sammeln von Informationen. Eine von einem Benutzer vorgenommene Eingabe wird hierbei vom System analysiert und einer vorgegebenen Klassenstruktur zugeordnet. Für jede Klasse weist die Klassenstruktur Methoden auf, um Informationen bezüglich der jeweiligen Klasse zu sammeln und anzuzeigen.
Ein weiteres Problem wird dadurch hervorgerufen, daß die zunehmende Inter­ nationalisierung vieler Märkte weltweite Lösungen fordert. Eine Beschränkung auf die nationale Ebene würde den Nutzen der elektronischen Marktplattform stark einschränken. Die Verwendung einer einheitlichen Geschäftssprache verringert die Benutzerfreundlichkeit und dadurch die Verbreitung der Marktplattform insbesondere dann, wenn sich die Marktplattform auch an Privatleute richtet.
Die Erfindung hat demgemäß die Aufgabe, die genannten Probleme zumindest zum Teil zu lösen. Insbesondere soll durch die Erfindung eine Marktplattform bereitgestellt werden, die hohe Benutzerfreundlichkeit mit guten Vermittlungs­ ergebnissen kombiniert. In bevorzugten Ausführungsformen soll die Akzeptanz der Marktplattform insbesondere durch Überwindung eventuell vorhandener Sprachbarrieren gesteigert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 19 und ein Computerprogrammprodukt mit den Merkmalen des Anspruchs 20 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung. Die Aufzählungsreihenfolge der Verfahrensschritte soll nicht als Einschränkung des Schutzbereichs verstanden werden. Vielmehr sind erfindungsgemäße Ausgestal­ tungen vorgesehen, in denen diese Schritte ganz oder teilweise in anderer Rei­ henfolge oder ineinander verzahnt oder parallel ausgeführt werden.
Die Erfindung basiert auf einer Kombination zweier Grundideen. Erstens wird als Ausgangspunkt für die Marktteilnahme eines Benutzers eine Beschreibung der gewünschten Marktteilnahme (z. B. Kauf oder Verkauf, Art des Produkts, Preis und so weiter) verwendet. Zweitens wird dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, aufgrund dieser Beschreibung und/oder einer davon abgeleiteten internen Reprä­ sentation sowohl in bereits vorhandenen Anzeigen zu suchen als auch eine eigene Anzeige aufzugeben. Dies stellt eine erhebliche Bedienungserleichterung dar und vergrößert die Chance auf eine erfolgreiche Vermittlung zwischen Suchendem und Bietendem.
Die Kombination der beiden genannten Grundideen ist überraschend, weil der Fachmann normalerweise erwarten würde, daß die Beschreibung der gewünsch­ ten Marktteilnahme nur für das Aufgeben einer Anzeige und nicht auch für die Suche verwendet wird. Um diese Suche zu ermöglichen, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, die Beschreibung in eine interne Repräsentation umzusetzen. Dies beinhaltet zumindest den Schritt, einen oder mehrere Begriffe der Beschreibung zu klassifizieren, also z. B. Begriffe wie "Biete" und "Verkaufe" und "offeriere" sämtlich einer Klassenbezeichnung "BIETEN" zuzuordnen. Die interne Repräsen­ tation wird dann so festgelegt, daß aus ihr zumindest einige der ermittelten Klas­ sen ableitbar sind. Beispielsweise kann die interne Repräsentation die Klassen­ bezeichnung "BIETEN" im Klartext oder einen entsprechenden Kode oder einen entsprechenden Verweis enthalten.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß dem Benutzer aufgrund seiner Eingabe der Beschreibung der gewünschten Marktteilnahme und gegebenenfalls der daraus ermittelten internen Repräsentation die beiden Funktionalitäten (1) Suchen in bereits vorhandenen Anzeigen und (2) Aufgeben einer neuen Anzeige angeboten werden. Dies heißt nicht notwendigerweise, daß stets beide Funktio­ nen ausgeführt werden müssen. Beispielsweise kann sich der Benutzer entschei­ den, nach einer erfolgreichen Suche keine eigene Anzeige mehr aufzugeben. Es sollen aber gemäß der Erfindung dem Benutzer auf Grundlage einer einzigen Beschreibung stets beide Funktionalitäten zur Verfügung stehen, wobei vorge­ sehen sein kann, eine oder beide automatisch oder erst auf Anforderung durch den Benutzer auszuführen. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung, in der die Suche automatisch erfolgt, während das Aufgeben einer eigenen Anzeige erst auf ausdrückliche Anweisung des Benutzers vorgenommen wird.
Die vom Benutzer formulierte Beschreibung der gewünschten Marktteilnahme kann beispielsweise ein Gebot oder Gesuch bezüglich eines Gegenstandes oder einer Dienstleistung sein. Während in manchen Ausführungsformen die Beschrei­ bung mit eingeschränkten Sprachkonstrukten und/oder unter Verwendung von vorgegebenen Bausteinen zusammengestellt werden muß, ist es vorzugsweise vorgesehen, eine natürlichsprachliche Beschreibung zuzulassen. Beispielsweise kann das System dazu ausgelegt sein, als Beschreibung typische deutsche Kleinanzeigentexte zu verarbeiten.
Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen, die nicht auf eine einzige Sprache beschränkt sind, sondern Beschreibungen in mehreren gebräuchlichen Sprachen zulassen. Bei der eingangs bereits erwähnten Internationalisierung des elektroni­ schen Handels weisen solche Ausgestaltungen der Erfindung erhebliche Vorteile im Hinblick auf Akzeptanz und Vermittlungserfolg auf. Eine besonders einfache Ausgestaltung mehrsprachiger Marktplattformen ergibt sich dadurch, daß bei dem Klassifizierungsschritt Wörter, die in unterschiedlichen Sprachen einen vergleich­ baren Sinngehalt aufweisen, in eine einzige Klasse abgebildet werden. So kön­ nen etwa nicht nur die oben genannten deutschen Wörter, sondern z. B. auch "offer" und "sell" in die Klasse "BIETEN" eingeordnet werden.
Die interne Repräsentation ist vorzugsweise sprachunabhängig in dem Sinne, daß in unterschiedlichen Sprachen formulierte Beschreibungen mit gleichem Sinngehalt in eine identische oder zumindest weitgehend identische interne Repräsentation umgesetzt werden. Insbesondere können auch die bei der Klassifizierung ermittelten Klassen sprachunabhängig sein.
In bevorzugten Ausgestaltungen des Klassifizierungsschritts werden neben den Klassen, die sich aus einer unmittelbaren Stichwortsuche ergeben, auch weitere Klassen ermittelt, die Kombinationen bereits ermittelter Klassen und/oder in der Beschreibung enthaltener Begriffe entsprechen. So kann beispielsweise eine Beschreibung der Aktionsklasse "GEBOT" zugeordnet werden, wenn sie die Klassen "ICH" und "BIETEN" (oder das Wort "ich" und die Klasse "BIETEN") aufweist. Auf diese Weise lassen sich auch komplexere Beschreibungstexte mit hinreichender Genauigkeit auswerten und in eine zutreffende interne Repräsenta­ tion überführen.
Insbesondere bei komplexen oder ungewöhnlichen Formulierungen in der Be­ schreibung ist es nicht auszuschließen, daß ein vollautomatischer Umsetzvor­ gang eine fehlerhafte interne Repräsentation erzeugt. In bevorzugten Ausfüh­ rungsformen ist daher vorgesehen, eine vorgeschlagene interne Repräsentation automatisch zu bestimmen, diese dann in einer für den Benutzer verständlichen Form anzuzeigen und dem Benutzer die Möglichkeit zur Korrektur zu geben. Dieser interaktive Prüfschritt kann entweder bereits vor der Suche nach vorhandenen Anzeigen oder erst dann ausgeführt werden, wenn sich der Benut­ zer entschieden hat, eine eigene Anzeige aufzugeben.
Eine in der Datenbank gespeicherte Anzeige enthält vorzugsweise die interne Repräsentation und kann überdies auch den ursprünglich vom Benutzer einge­ gebenen Beschreibungstext aufweisen. Das Ergebnis der Suche kann z. B. in Form einer nach Relevanz geordneten Liste der aufgefundenen Anzeigen dar­ gestellt werden. Der Inhalt jeder Anzeige kann in dieser Liste wahlweise voll­ ständig oder in einer Zusammenfassung wiedergegeben werden. Wenn die Datenbank den ursprünglichen Beschreibungstext einer Anzeige enthält, kann dieser bei der Ergebnisdarstellung ausgegeben werden. Dies ist in der Regel auch bei fremdsprachigen Anzeigen sinnvoll, weil wichtige Information (z. B. Preis, Art des Produkts, Marke, Typangabe und so weiter) auch ohne oder mit geringen Sprachkenntnissen verständlich sind.
In bevorzugten Ausführungsformen, die besonders auf eine internationale Ver­ wendung der Handelsplattform zugeschnitten sind, enthält die Darstellung einer bei dem Suchvorgang gefundenen Anzeige zumindest einige aus der internen Repräsentation gewonnene Angaben. In einfachen Implementierungen kann dies nur eine Kategorieangabe in der Sprache des Benutzers sein (z. B. "Zu verkau­ fen:"). Auch eine relativ einfach zu implementierende Umrechnung von Preis­ angaben der internen Repräsentation in eine dem Benutzer geläufige Währung steigert den Bedienungskomfort der Handelsplattform erheblich. In komplexen Ausgestaltungen der Erfindung ist vorgesehen, aus der gespeicherten internen Repräsentation wieder einen Anzeigentext zu generieren, der dem üblichen Sprachgebrauch in der vom Benutzer verwendeten Sprache möglichst weit­ gehend entspricht.
Um ein besonders brauchbares Suchergebnis zu erhalten, kann in bevorzugten Ausführungsformen ein Alterungsmechanismus oder eine Lebensdauer für Anzeigen vorgesehen sein. Eine Anzeige kann z. B. mit zunehmendem Alter als immer weniger relevant bewertet werden, oder sie kann nach einer vom Inseren­ ten oder dem System vorgegebenen Zeitdauer ganz gelöscht werden. Ferner können bei der Suche neben Anzeigen auch weitere Informationsquellen durch­ sucht werden, z. B. Webseiten wie bei bekannten Internet-Suchmaschinen oder Beiträge in Diskussionsforen und Nachrichtengruppen. Insgesamt ergibt sich somit eine Integration der reinen Vermittlungsfunktion der Handelsplattform mit Informations- oder Unterhaltungsfunktionen, wodurch die Kundenbindung ver­ stärkt wird.
Die vom Benutzer formulierte Beschreibung kann in manchen Ausführungs­ formen wie eine aufzugebende Anzeige und in anderen Ausführungsformen wie eine Suchanfrage nach bereits vorhandenen Anzeigen formuliert sein. Es ist darauf zu achten, daß sowohl die Suche in bereits vorhandenen Anzeigen als auch zukünftige Suchvorgänge anderer Benutzer nach einer durch den aktuellen Benutzer aufgegebenen Anzeige korrekte Ergebnisse liefern, indem sie Angebot und Nachfrage einander zuordnen. Eine solche Suche nach komplementären Anzeigen kann beispielsweise durch den Suchmechanismus verwirklicht werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, eine Suche nach möglichst identischen Klassen durchzuführen und entweder beim Speichern der Anzeige oder beim Bestimmen der für die Suche verwendeten Klassen eine Veränderung der inter­ nen Repräsentation vorzunehmen. So kann z. B. die Klassenangabe "GESUCH" durch die Klassenangabe "GEBOT" ersetzt werden. In weiteren Ausgestaltungen sind überdies Normalisierungsschritte vorgesehen um z. B. durch eine Ober­ begriffsbildung den Sucherfolg zu erhöhen.
In bevorzugten Ausführungsformen sind die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Computerpogrammprodukt mit Merkmalen weitergebildet, die den oben beschriebenen und/oder den in den abhängigen Verfahrensansprü­ chen genannten Merkmalen entsprechen. Die Vorrichtung weist erfindungsgemäß einen oder mehrere Computer auf, so daß sowohl ein Server allein als auch ein System mit mindestens einem Server und mindestens einem Client eine Vorrich­ tung im Sinne der Erfindung sein können. Das Computerprogrammprodukt kann beispielsweise ein computerlesbarer Datenträger oder eine über ein Computer­ netzwerk ladbare Programmdatei oder ein auf einem Server ablaufendes Pro­ gramm im Sinne des Application Service Providing (ASP) sein.
Weitere Merkmale, Vorteile und Aufgaben der Erfindung sind in der folgenden Detailbeschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung und in den Zeichnungen offenbart. Es stellen dar:
Fig. 1 einen zentralen Rechner (Server) und einen Anwenderrechner (Client) sowie ein Kommunikationsnetzwerk, über das beide Systeme in einem Aus­ führungsbeispiel der Erfindung kommunizieren,
Fig. 2 ein Flußdiagramm des von der Vorrichtung nach Fig. 1 ausgeführten Verfahrens im Überblick,
Fig. 3 ein beispielhaftes Verfahren zum Schalten einer Anzeige,
Fig. 4 ein Beispiel für eine vom Benutzer eingegebene Beschreibung in der Bildschirmmaske,
Fig. 5 die interne Repräsentation der Beschreibung von Fig. 4,
Fig. 6 ein beispielhaftes Suchergebnis mit auf die Beschreibung aus Fig. 4 passenden Anzeigen,
Fig. 7 die detaillierte Ansicht einer Anzeige des Suchergebnisses aus Fig. 6,
Fig. 8 ein Beispiel für eine Maske zur Korrektur des vom System erstellten Anzeigenvorschlages,
Fig. 9 ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Transformation einer Beschreibung in deren interne Repräsentation,
Fig. 10 eine beispielhafte Tabelle von Schlüsselbegriffen mit zugeordneten Suchworten,
Fig. 11 eine beispielhafte Tabelle, in der die semantische Bedeutung der Schlüsselbegriffe hinterlegt ist,
Fig. 12 ein Flußdiagramm der Erstellung eines Anzeigenvorschlages in dem Verfahren von Fig. 3,
Fig. 13 das interne Speicherungsformat der aus der Beschreibung von Fig. 4 abgeleiteten Anzeige, und
Fig. 14 eine beispielhafte Ersetzungstabelle, nach der Schlüsselbegriffe bei der Speicherung einer Anzeige ersetzt werden.
In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist ein Verfahrensablauf vorge­ sehen, der mit der Eingabe einer Beschreibung durch den Benutzer beginnt. Die Beschreibungen sind in natürlicher Sprache formuliert und können in verschie­ denen Sprachen eingegeben werden. Jeder Benutzer kann somit Beschreibun­ gen in seiner Muttersprache eingeben.
In den nächsten Verfahrensschritten werden die vorhandenen Anzeigen nach Anzeigen durchsucht, die auf die eingegebene Beschreibung passen. Dabei ist das Durchsuchen der vorhandenen Anzeigen unabhängig von der Sprache, in der die Beschreibung formuliert wurde. Dies wird durch eine Transformation des Anzeigentextes in eine interne Repräsentation erreicht. Somit kann eine Anzeige, die englisch formuliert wurde, durch eine deutsche Beschreibung gleichermaßen aufgefunden werden wie durch eine englische oder französische Beschreibung.
Die gefundenen Anzeigen werden absteigend nach Relevanz sortiert ausgege­ ben. Gleichzeitig schlägt das System dem Benutzer vor, eine Anzeige zu schalten.
Gemäß Fig. 1 werden die Anzeigen in einer Datenbank eines zentralen Rechners (Servers) 101 gespeichert, auf den eine Anzahl von Anwendern zugreifen. Fig. 1 zeigt beispielhaft einen solchen Anwenderrechner (Client) 103. Die Kommuni­ kation zwischen dem zentralen Rechner 101 und dem Rechner des Anwenders 103 erfolgt über ein Kommunikationsnetzwerk 102, beispielsweise das Internet. Der zentrale Rechner 101 ist in Fig. 1 schematisch als ein einziges Gerät gezeigt; er kann jedoch auch als Verbund mehrerer Rechner ausgestaltet sein, von denen z. B. einer die Datenbank verwaltet und ein weiterer für die Ausführung des eigentlichen Verfahrens und die Kommunikation über das Netzwerk 102 vorgesehen ist.
In Fig. 2 ist der generelle Ablauf des Verfahrens gemäß dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel überblicksartig gezeigt. Das Verfahren beginnt mit Schritt 201. Der Benutzer gibt in Schritt 202 eine Beschreibung der von ihm gesuchten oder gebotenen Gegenstände oder Dienstleistungen ein. Eine solche Beschrei­ bung ist beispielhaft in Fig. 4 dargestellt. Die eingegebene Beschreibung wird vom System in Schritt 203 verarbeitet und in eine interne Repräsentation umge­ wandelt, die beispielhaft in Fig. 5 gezeigt ist. Schritt 203 wird später noch detailliert erläutert.
In Schritt 204 wird die Gesamtheit aller Anzeigen als aktuelles Ergebnis definiert. An dieser Stelle können in Ausführungsalternativen auch von vorne herein wei­ tere Einschränkungen, etwa Sprache der Anzeige oder Ort, an dem die Anzeige geschaltet wurde, gemacht werden.
In Schritt 205 wird im aktuellen Ergebnis nach den Anzeigen gesucht, die auf die eingegebene Beschreibung passen. Jeder Anzeige dieses Suchergebnisses wird eine Relevanz zugeordnet. Schritt 205 wird später noch detailliert erläutert. In Schritt 206 werden Kurzbeschreibungen der gefunden Anzeigen absteigend nach Relevanz sortiert ausgegeben (wie in Fig. 6 gezeigt). Bei Interesse für die Anzei­ ge 601 kann der Benutzer diese durch Betätigen eines Bedienfeldes 603 im Voll­ text sehen. Dies zeigt Fig. 7. Der Benutzer kann hier mit dem Inserenten Kontakt aufnehmen (Bedienfeld 701) oder zu Fig. 6 zurückkehren, indem er ein Bedien­ feld 702 betätigt. In Ausführungsalternativen können die Anzeigeninformationen anders präsentiert werden, beispielsweise indem der Volltext der Anzeige bereits in der Trefferliste nach Fig. 6 enthalten ist.
Um gegebenenfalls eine einschränkende Suche durchführen zu können, werden in Schritt 207 die ausgegebenen Anzeigen als aktuelles Ergebnis gespeichert. In Schritt 208 wird geprüft, ob der Benutzer eine Anzeige schalten will. Falls der Benutzer eine Anzeige schalten will, also Bedienfeld 605 (Fig. 6) betätigt hat, wird Schritt 209 ausgeführt. Schritt 209 wird später noch detailliert erläutert. Nach Schaltung der Anzeige endet das Verfahren mit Schritt 213. Falls der Benutzer keine Anzeige schalten will, wird in Schritt 210 geprüft, ob er eine einschränkende Abfrage durchführen will. Falls der Benutzer eine einschränkende Abfrage durch­ führen will, also Bedienfeld 606 (Fig. 6) betätigt hat, gibt er in Schritt 211 erneut eine Beschreibung ein, wie in Fig. 4 bereits gezeigt. Die Beschreibung wird in Schritt 212 verarbeitet. Schritt 212 ist analog zum bereits erläuterten Schritt 203 und wird ebenfalls später detailliert erläutert. Das Verfahren wird dann mit dem bereits erläuterten Schritt 205 fortgesetzt. Falls der Benutzer keine einschrän­ kende Abfrage durchführen will, endet das Verfahren mit Schritt 213.
Anzeige schalten (Schritt 209 von Fig. 2)
Fig. 3 zeigt eine detailliertere Darstellung des Verfahrens zum Schalten einer Anzeige. Das Verfahren beginnt mit Schritt 301. In Schritt 302 wird anhand der internen Repräsentation der Beschreibung ein Anzeigenvorschlag erstellt, der in Fig. 8 gezeigt ist. Schritt 302 wird später noch detailliert erläutert.
Der Anzeigenvorschlag wird dem Benutzer in Schritt 303 angezeigt. In Schritt 304 wird der Benutzer gefragt, ob er die vorgeschlagene Anzeige noch korrigieren will. Falls der Benutzer die vorgeschlagene Anzeige korrigieren will (indem er Bedien­ feld 805 von Fig. 8 betätigt), kann er in Schritt 305 den Anzeigenvorschlag abän­ dern oder ergänzen. Nach der Änderung des Vorschlages wird das Verfahren mit dem bereits beschriebenen Schritt 302 fortgesetzt.
Falls der Benutzer die Anzeige nicht korrigieren will, wird das Verfahren mit Schritt 306 fortgesetzt. Hier wird geprüft, ob der Benutzer die Anzeige schalten will oder nicht. Will der Benutzer die Anzeige schalten (Bedienfeld 806 von Fig. 8), so wird die Anzeige im Schritt 307 gespeichert. Schritt 307 wird später noch detailliert erläutert. Will der Benutzer die Anzeige nicht schalten (Bedienfeld 807 von Fig. 8), so endet das Verfahren mit Schritt 308.
Verarbeitung/Klassifizierung der Beschreibung (Schritte 203 und 212 von Fig. 2)
In den identischen Schritten 203 und 212 (Fig. 2) wird die vom Benutzer einge­ gebene Beschreibung in die interne Repräsentation (z. B. in Fig. 5 dargestellt) überführt. Die wesentlichen Schritte dieser Transformation zeigt Fig. 9. Ziel der Transformation ist es, die Beschreibung in eine Anzahl von Klassen einzuordnen. Die Klassen werden im folgenden auch als "Schlüsselbegriffe" bezeichnet, weil jede Klasse durch einen die Klasse repräsentierenden Schlüsselbegriff benannt werden kann. Diese Identifizierung von Klassen und Schlüsselbegriffen verein­ facht die folgende Beschreibung; es versteht sich jedoch, daß in tatsächlichen Implementierungen beliebige Kodierungen der Klassen (insbesondere auch mit Bezeichnern, die für den Menschen keinen Bedeutungsgehalt haben) möglich sind. Jede Klassenzuordnung besitzt eine Relevanz. Im folgenden werden Schlüsselbegriffe in Unterscheidung zu normalen Zeichenketten in Großbuch­ staben dargestellt.
Jede Klasse ist mit einem oder mehreren Suchworten verknüpft. Dies zeigt die Tabelle von Fig. 10. Spalte 1001 enthält beispielhaft drei Schlüsselbegriffe, also Klassenbezeichnungen. Der Schlüsselbegriff 1004 "BIETEN" ist z. B. mit einer Anzahl von Suchworten 1005 verknüpft. Dadurch, daß eine Klasse Suchworte in mehreren Sprachen (mit ähnlicher Bedeutung) enthalten kann, ergibt sich die Möglichkeit, in den Anzeigen sprachunabhängig zu suchen. Dadurch, daß unterschiedlichen Klassen ein identisches Suchwort zugeordnet ist, lassen sich Mehrdeutigkeiten abbilden. So ist beispielsweise in Fig. 10 das Suchwort "verkaufe" zwei Klassen mit den Schlüsselbegriffen BIETEN bzw. VERKAUFEN zugeordnet.
Unter einem "Wort" wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Teil einer Zeichenkette verstanden, der entweder Anfang oder Ende der Zeichenkette ist oder durch ein oder mehrere Leerzeichen begrenzt ist, selbst aber keine Leer­ zeichen enthält. Jedes Suchwort ist ein Wort in diesem Sinne. Für Begriffe, die aus mehreren Worten bestehen, wie zum Beispiel bei der Klasse 1006 (Schlüs­ selbegriff "PINK FLOYD"), werden mehrere Suchworte angelegt (1007: "PINK" und "FLOYD"). Die Relevanzen der einzelnen Suchworte werden so gewählt, daß die Summe der Relevanzen aller Suchworte, die einen Schlüsselbegriff bilden, immer 100 beträgt. Durch Addieren der Relevanzen der Suchworte ergibt sich so für die Klasse 1006 eine Relevanz von 100, wenn beide Suchworte 1007 ("PINK" und "FLOYD") in der Beschreibung vorkommen. In alternativen Ausführungsbei­ spielen kann zusätzlich die Nachbarschaft und Reihenfolge der in der Beschrei­ bung auftretenden Suchworte berücksichtigt werden.
Die Klassifizierung der Beschreibung ist der Vorgang, eine Liste von Schlüssel­ begriffen für diese Beschreibung zu erstellen. Dazu werden im vorliegenden Ausführungsbeispiel für jedes Wort der Beschreibung die folgenden Schritte durchgeführt. Zunächst wird das Eingabewort mit allen Suchworten verglichen, die im System hinterlegt sind (Schritt 901). Ein Ausschnitt aus der Tabelle von Suchworten ist in Fig. 10 mit dem Bezugszeichen 1002 versehen.
Falls das Eingabewort mit einem oder mehreren Suchworten übereinstimmt, wird in Abfrage 902 geprüft, ob das Schlüsselwort, mit dem ein übereinstimmendes Suchwort verknüpft ist, bereits in der Liste der repräsentierenden Schlüssel­ begriffe existiert. Ist dies nicht der Fall, so wird der mit dem Suchwort verknüpfte Schlüsselbegriff in die Liste der repräsentierenden Schlüsselbegriffe aufgenom­ men (Schritt 903) und mit der Relevanz versehen, die das Suchwort für den Schlüsselbegriff hat. Ist der entsprechende Schlüsselbegriff bereits in der Liste der repräsentierenden Schlüsselbegriffe enthalten, so wird die Relevanz des übereinstimmenden Suchwortes zur Relevanz des Schlüsselbegriffes addiert (Schritt 904).
Durch die bisher beschriebenen Verfahrensschritte wird die Beschreibung klassifiziert. Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Klassifizierung, also die Liste der repäsentierenden Schlüsselbegriffe mit ihren jeweiligen Relevanzen, gleichzeitig die interne Repräsentation der Beschreibung. Diese Repräsentation ist auch die Basis für den Anzeigenvorschlag, den das System erstellt (Schritt 302 in Fig. 3). Die Erstellung des Anzeigenvorschlages wird später noch detailliert erläutert. In Ausführungsalternativen dient als interne Repräsen­ tation eine Darstellung oder Kodierung, die jedoch so gewählt ist, daß daraus zumindest einige der bei der Klassifizierung ermittelten Klassen ableitbar sind.
Suche nach passenden Anzeigen (Schritt 205 von Fig. 2)
Zur Ermittlung aller auf die Beschreibung passenden Anzeigen werden alle in der Datenbank gespeicherten Anzeigen gesucht, die mit Klassen (hier: Schlüssel­ begriffen) aus der Liste der die Beschreibung repräsentierenden Klassen (hier: Schlüsselbegriffen; gezeigt in Fig. 5) verknüpft sind. Diese Anzeigen sind pas­ send auf die Beschreibung, da sie jeweils mit mindestens einem Schlüsselbegriff verknüpft sind, der in der internen Repräsentation der Beschreibung vorkommt. Die Relevanz einer Anzeige ergibt sich aus der Summe aller Relevanzen der Schlüsselbegriffe, die mit dieser Anzeige verknüpft sind.
In alternativen Ausführungsbeispielen ist auch die Suche nach geographischen Aspekten (z. B. "in München"), nach Datum (z. B. "neueste Angebote") oder nach Preis (z. B. "kostet weniger als 20 DM") denkbar. Dazu werden Klassen (d. h., Schlüsselbegriffe) eingeführt, die beispielsweise als Ort, Datum oder Preis ge­ kennzeichnet sind, analog wie in Fig. 10 gezeigt. Beim Speichern einer Anzeige werden dann die jeweiligen Schlüsselbegriffe für Ort, Datum und Preis, sofern nicht schon vorhanden, automatisch angelegt.
Die Realisierung von Größer- und Kleiner-Vergleichen erfolgt derart, daß bei der Verarbeitung der Beschreibung (Schritt 203 bzw. Schritt 212) jeweils alle Schlüs­ selbegriffe, die auf den Vergleich zutreffen, zur internen Repräsentation der Beschreibung hinzugefügt werden. Diesen Schlüsselbegriffen können auch abgestufte Relevanzen zugeordnet werden.
Erstellen des Anzeigenvorschlages (Schritt 302 in Fig. 3)
Das Verfahren zum Erstellen des Anzeigenvorschlages ist in Fig. 12 gezeigt. Das Verfahren beginnt mit Schritt 1201. Aus der Beschreibung wird zunächst der Preis ausgelesen (Schritt 1202). Dazu werden zunächst Positionen in der Zeichenkette der Beschreibung bestimmt, die Währungssymbolen benachbart sind, da diese Positionen für Preisangaben in Frage kommen. Danach wird an diesen Stellen etwa mit dem regulären Ausdruck
[0-9]+((,|.)([0-9]|[0-9][0-9]-|--)){0,1}
der Preis ausgelesen. Dieser Preis wird für die weitere interne Verarbeitung in einen numerischen Wert umgewandelt. Ist kein Preis vorhanden, wird ein speziel­ ler Wert benutzt, der einen undefinierten Preis kennzeichnet. Ist der Preis nicht eindeutig zu bestimmen, wird die Zahl als Preis interpretiert, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit den Preis darstellt; dies ist z. B. im deutschen Sprachgebrauch im allgemeinen die Zahl vor dem Währungssymbol. Der Preis kann vom Benutzer im weiteren Verlauf des Verfahrens korrigiert werden.
Nun wird die Währung bestimmt (Schritt 1203). Für jede Währung ist ein Schlüs­ selbegriff angelegt, der anhand der in der Beschreibung vorkommenden Wäh­ rungssymbole oder ausgeschriebenen Bezeichnungen der Währungen in Schritt 203 bzw. 212 (Fig. 2) zur internen Repräsentation der Beschreibung hinzugefügt wurde. Durch diese Schlüsselbegriffe ist die Währung bereits bestimmt. Ist die Währung jedoch nicht eindeutig bestimmt, wird unter den in Frage kommenden Währungen, die in der Beschreibung vorkommenden, die wahrscheinlichste ausgewählt. Diese Entscheidung kann auf Basis der Position des Währungs­ symbols in der Beschreibung erfolgen oder aus dem Ort, den der Benutzer ange­ geben hat, abgeleitet werden. Die Währung kann vom Benutzer im weiteren Verlauf des Verfahrens korrigiert werden.
In alternativen Ausführungsbeispielen können auch andere oder weitere Kriterien zur Bestimmung von Währung und Preis verwendet werden. Ebenso können in alternativen Ausführungsbeispielen an dieser Stelle mit ähnlichen oder anderen Verfahren noch andere Informationen aus der Beschreibung extrahiert werden, beispielsweise Stückzahlen, Jahreszahlen oder Datumsangaben.
Nun wird der Name bestimmt, auf den sich die Beschreibung bezieht (Schritt 1204). Ein Name kann etwa ein Produktname, Firmenname oder die Bezeich­ nung einer Dienstleistung sein. Für jede Klasse (korrespondierend zu einem Schlüsselbegriff, der im System hinterlegt ist; siehe Fig. 11), ist voreingestellt, ob es sich um einen Namen handelt (Spalte 1102). Zur Untersuchung der Beschrei­ bung auf Namen werden alle in der internen Repräsentation der Beschreibung (Fig. 5) vorkommenden Schlüsselbegriffe, die laut Spalte 1102 in der Tabelle in Fig. 11 Namen sind, betrachtet. Als Name wird derjenige Schlüsselbegriff ge­ wählt, der die höchste Relevanz hat. Bei gleicher Relevanz mehrerer Namen wird derjenige Name gewählt, der zuerst in der Beschreibung auftritt.
Analog wird anhand der internen Repräsentation der Beschreibung (Fig. 5) bestimmt, welcher Schlüsselbegriff einen Artikel (im Sinne von handelbarem Gut) darstellt (1205). Auch hier wird im Zweifelsfall der Artikel gewählt, der die höchste Relevanz hat bzw. der zuerst in der Beschreibung auftritt.
Nun wird ein weiterer Klassifizierungsschritt (Schritt 1206) vorgenommen, bei dem festgestellt wird, auf welche Aktion (Gebot oder Gesuch) sich die Beschrei­ bung bezieht. Zu diesem Schritt wird ausgewertet, ob die bisher ermittelte Klassifikation vorbestimmte Klassenkombinationen aufweist. So werden z. B. im hier beschriebenen Auswertungsbeispiel die folgenden Schlüsselbegriffs- Kombinationen betrachtet:
ICH + SUCHEN ist ein Gesuch, daher Klassifizierung als "GESUCH"
WER + SUCHEN ist ein Gebot, daher Klassifizierung als "GEBOT"
ICH + BIETEN ist ein Gebot, daher Klassifizierung als "GEBOT"
WER + BIETEN ist ein Gesuch, daher Klassifizierung als "GESUCH"
Somit wird "Ich suche eine CD" als Gesuch erkannt, während "Wer sucht eine CD" als Gebot erkannt wird. Hierzu müssen "suche" und "sucht" als Suchworte mit dem Schlüsselwort SUCHEN verknüpft sein. Falls in der Beschreibung keines der Schlüsselworte ICH oder WER auftaucht, wird implizit die Klassifizierung ICH angenommen. Taucht keines der Schlüsselworte SUCHEN oder BIETEN auf, so wird implizit die Klassifizierung SUCHEN angenommen.
Die gewonnenen Informationen werden nun in Schritt 1207 zum Anzeigen­ vorschlag zusammengesetzt, wie er beispielhaft in Fig. 8 gezeigt ist. Bei dem Anzeigenvorschlag dient eine Rubrik 801 der Orientierung des Benutzers und wird aus Aktion und Artikel zusammengesetzt. Rubrik 801 und Titel 802 der Anzeige können dem Benutzer in alternativen Ausführungsbeispielen auch in dessen bevorzugter Sprache angezeigt werden, da sie durch Schlüsselbegriffe repräsentiert sind. Hierzu ist eine Übersetzungstabelle hinterlegt, in der für jeden Schlüsselbegriff in jeder Sprache der Ausgabetext steht, der dann abhängig von der darzustellenden Sprache ausgewählt wird.
Der Titel 802 setzt sich zusammen aus der in der Beschreibung angegebenen Aktion VERKAUFEN, dem Namen und dem Artikel. Anstelle VERKAUFEN könnte hier abhängig von der eingegebenen Beschreibung auch beispielsweise TAUSCHE stehen. Die Angaben 803 und 804 entstammen dem im System hinterlegten Benutzerprofil, in dem für jeden Benutzer zumindest Name, Ort und Kontaktmöglichkeit hinterlegt sind. In alternativen Ausführungsbeispielen sind auch andere Zusammensetzungen von Rubrik und Titel oder andere Kategori­ sierungen denkbar. Das Verfahren endet mit Schritt 1208.
Speichern von Anzeigen (Schritt 307 in Fig. 3)
Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Beschreibung wie eine Such­ anfrage formuliert, so daß in Schritt 205 von Fig. 2 möglichst ähnliche Anzeigen gefunden werden sollen. Um nun aufgrund dieser Beschreibung eine Anzeige aufzugeben, die bei zukünftigen Suchanfragen korrekt gefunden wird, ist vorge­ sehen, beim Speichern der Anzeige weitere Transformationen vorzunehmen. Anhand der Ersetzungstabelle in Fig. 14 werden bestimmte Schlüsselbegriffe durch den jeweils korrespondierenden (komplementären) Schlüsselbegriff ersetzt. Die Ersetzungstabelle Fig. 14 enthält alle Schlüsselbegriffe, die Gebote oder Gesuche kennzeichnen. Beispielsweise wird BIETEN durch SUCHEN ersetzt (Eintrag 1401). Somit findet der Suchende die Anzeige des Bietenden und umgekehrt. In Ausführungsalternativen ist es möglich, eine entsprechende Funk­ tionalität in die Suchfunktion zu integrieren oder die Ersetzung der Schlüssel­ begriffe im Zusammenhang mit anderen Verfahrensschritten durchzuführen. Ebenso sind Ausführungsvarianten vorgesehen, bei denen die Beschreibung wie eine aufzugebende Anzeige formuliert ist.
Fig. 13 stellt die gespeicherte Anzeige dar. Der als Beschreibung eingegebene Text wird unverändert gespeichert (Feld 1301), zusätzlich wird die interne Reprä­ sentation in Feld 1302 gespeichert (hier als Liste der Schlüsselbegriffe mit Rele­ vanzen). Rubrik 1303, Titel 1304 und Währung 1305 werden ebenfalls in einer Repräsentation durch Schlüsselbegriffe gespeichert. Der Preis 1306 wird als numerischer Wert gespeichert. Eine Sequenznummer 1307 eines Benutzerdaten­ satzes ist in der Anzeige als Verweis abgelegt. In Ausführungsalternativen kann zum Speichern der Anzeige der angegebene Preis in eine Referenzwährung umgerechnet werden. Als Referenzwährung kann auch eine fiktive Währung dienen. Auf diese Weise kann über alle Anzeigen auch nach Preisen gesucht werden. Zusätzlich können die Preisangaben jedem Benutzer in derjenigen Wäh­ rung angezeigt werden, die als bevorzugte Währung in seinem Benutzerprofil gespeichert ist.
Die hier beschriebene Erfindung realisiert eine internationale Marktplattform, die sich durch besondere Benutzerfreundlichkeit auszeichnet. Die Grenzen des herkömmlichen starren Denkens in Suche- und Biete-Kategorien werden auf­ gehoben. Durch die wenig aufwendigen Verarbeitungsschritte eignet sich das hier beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung besonders gut für Systeme, die mit großen Benutzerzahlen und großen Datenbeständen arbeiten und garantiert auch dort kurze Antwortzeiten. Die Verfahrensschritte zur Relevanzberechnung erfordern nur Addition von Ganzzahlen, also insbesondere keine Fließkomma­ arithmetik oder komplexe mathematische Operationen. Die Verfahrensschritte zur Transformation einer Beschreibung erfordern nur Vergleiche von ganzen Zei­ chenketten und keine aufwendigen Vergleiche von Teilzeichenketten.
Die in diesem Dokument beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen nur exemplarische Anwendungen dar. Eine Vielzahl von Abwandlungen ist möglich und ergibt sich für den Fachmann beim Studium des vorliegenden Dokuments. So versteht sich beispielsweise, daß die Erfindung zur Vermittlung aller Arten von Geschäften oder Kontakten eingesetzt werden kann. In diesem Sinne soll die obige detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen nicht als einschrän­ kend betrachtet werden.

Claims (20)

1. Verfahren zum Bereitstellen einer elektronischen Marktplattform, das von mindestens einem Computer ausgeführt wird, der auf eine Datenbank zuzugrei­ fen vermag, mit den Schritten:
  • a) Empfangen einer von einem Benutzer formulierten Beschreibung einer gewünschten Marktteilnahme,
  • b) Umsetzen der Beschreibung in eine interne Repräsentation mit den Schritten:
    • 1. Klassifizieren zumindest einiger in der Beschreibung enthaltener Begriffe, und
    • 2. Festlegen der internen Repräsentation derart, daß zumindest einige der ermittelten Klassen aus der internen Repräsentation ableitbar sind,
  • c) Bereitstellen einer Funktionalität für den in Schritt a) genannten Benutzer zum Ausführen der Schritte:
    • 1. Ausführen eines Suchvorgangs in der Datenbank nach bereits darin gespeicherten Anzeigen, die zu der internen Repräsentation passen, und
    • 2. Generieren einer Anzeige unter Verwendung der internen Reprä­ sentation und/oder der Beschreibung sowie Speichern der generier­ ten Anzeige in der Datenbank.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Beschreibung in natürlicher Sprache formuliert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem in Schritt b1) Wörter in unterschiedlichen Sprachen in eine einzige Klasse abgebildet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die in Schritt b1) ermittelten Klassen unabhängig von der Sprache der Beschreibung sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem in Schritt b1) weitere Klassen ermittelt werden, die vorbestimmten Kom­ binationen bereits ermittelter Klassen und/oder in der Beschreibung enthaltener Begriffe entsprechen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit den weiteren Schritten:
  • - automatisches Bestimmen einer vorgeschlagenen internen Repräsenta­ tion,
  • - Anzeigen der vorgeschlagenen internen Repräsentation in einer für den Benutzer verständlichen Darstellung, und
  • - Korrigieren der internen Repräsentation ansprechend auf Änderungsan­ weisungen des Benutzers.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem Schritt c1) stets und Schritt c2) nur nach Eingabe eines Befehls durch den Benutzer ausgeführt wird, wobei beide Schritte c1) und c2) auf Grundlage ein und derselben vom Benutzer eingegebenen Beschreibung ausgeführt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die in Schritt c2) in der Datenbank gespeicherte Anzeige die interne Repräsentation enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die in Schritt c2) in der Datenbank gespeicherte Anzeige ferner die Beschreibung enthält.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem in Schritt c1) das Ergebnis des Suchvorgangs dem Benutzer angezeigt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 und Anspruch 10, bei dem die Darstellung einer bei dem Suchvorgang gefundenen Anzeige die ursprüngliche Beschreibung enthält.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, bei dem die Darstellung einer bei dem Suchvorgang gefundenen Anzeige zumin­ dest einige aus der internen Repräsentation dieser Anzeige gewonnene Angaben enthält.
13. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die aus der internen Repräsentation gewonnenen Angaben in einer in Abhängigkeit von dem Benutzer bestimmten Sprache abgefaßt sind.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, bei dem Preisangaben in den aus der internen Repräsentation gewonnenen Angaben in einer in Abhängigkeit von dem Benutzer bestimmten Währung angegeben werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem in der Datenbank gespeicherte Anzeigen mit einem die Suche beeinflus­ senden Zeitstempel versehen sind.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem bei der Suche neben Anzeigen auch weitere Informationen durchsucht werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei dem beim Speichern der generierten Anzeige in Schritt c2) eine Normalisierung und/oder Veränderung und/oder Ersetzung der internen Repräsentation erfolgt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, das von einem zentralen Rechner (101) ausgeführt wird, wobei der zentrale Rechner (101) über ein Kommunikationsnetzwerk (102) Daten mit einem Anwenderrechner (103) auszutauschen vermag.
19. Vorrichtung mit mindestens einem Computer zum Ausführen eines Verfah­ rens nach einem der Ansprüche 1 bis 18.
20. Computerprogrammprodukt, das Befehle aufweist, um mindestens einen Computer zum Ausführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 18 zu veranlassen.
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