DE10042300A1 - Elektronisches Musikinstrument - Google Patents
Elektronisches MusikinstrumentInfo
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Abstract
Ein elektronisches Musikinstrument weist eine Tongenerierungseinrichtung mit Eingangsmitteln sowie eine Eingabeeinrichtung auf, die an die Eingangsmittel angeschlossen ist und dazu dient, die Tonerzeugung durch die Tongenerierungseinrichtung zu steuern. Die Eingabeeinrichtung weist eine graphische Oberfläche auf, die durch die Oberfläche eines Touchscreens gebildet ist. Auf der graphischen Oberfläche werden mehrere Symbole dargestellt, bei deren Berührung bspw. die Tonhöhe kennzeichnende Steuersignale erzeugt und an die Tongenerierungseinrichtung gesendet werden. Auf der variabel anpassbaren graphischen Oberfläche können in Echtzeit Spielelemente mit Registerelementen gemischt werden, um so den dynamischen Eingriff in die Klangart und -qualität auch während des eigentlichen Spiels zu ermöglichen.
Description
Aus der Praxis sind elektronische Musikinstrumente,
insbesondere elektronische Tasteninstrumente bekannt, die
im Wesentlichen eine Eingabeeinrichtung sowie eine Tongene
rierungseinrichtung aufweisen. Die Eingabeeinrichtung ist
der Klaviatur eines Klaviers nachgebildet und dient zur
Definition von Tonhöhe und gegebenenfalls der Anschlagdyna
mik. Die Tongenerierungseinrichtung erzeugt durch Kombina
tion von Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke einen entspre
chenden hörbaren Ton. Sie kann wie bei elektronischen Or
geln mittels einer analogen Hardware aufgebaut sein oder
einen Signalprozessor aufweisen, der Ansteuersignale von
der Eingabeeinrichtung empfängt und mit Hilfe von Informa
tionen über die Klangfarbe das gewünschte Tonsignal er
zeugt. Das Tonsignal wird über nachgeschaltete Vor- und
Endstufen verstärkt und über Lautsprecher ausgegeben.
Es besteht häufig der Wunsch, solche analogen oder
digitalen Musikinstrumente sowohl für den Studio- als auch
für den Bühneneinsatz geeignet auszugestalten und intuitiv
bedienbar zu machen. Bisherige Lösungen modifizierten ent
weder lediglich Gehäuseformen oder waren klassischen In
strumenten nachempfunden. Es wurden bspw. Keyboards, Syn
thesizer oder digitale Saiteninstrumente geschaffen, die
alle getragen oder um die Schulter umgehängt werden können.
Sie sind jedoch meist unhandlich oder schwer zu erlernen
bzw. zu bedienen. Darüber hinaus sind sie für den Bühnen
einsatz nur beschränkt geeignet, weil Tasteninstrumente
naturgemäß rein ergonomisch auf eine horizontale Spielweise
ausgelegt sind.
Außerdem ist der mechanische Aufbau der Tastatur fest
vorgegeben und unveränderbar.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein so
wohl für den Bühnen- als auch für den Studioeinsatz geeig
netes elektronisches Musikinstrument zu schaffen, das in
tuitiv und einfach bedienbar ist. Darüber hinaus sollte es
weitgehend handlich und flexibel ausgestaltet sein können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem elektro
nischen Musikinstrument mit den Merkmalen des Anspruches 1
gelöst.
Das erfindungsgemäße elektronische Musikinstrument
weist eine Tongenerierungseinrichtung auf, die nach her
kömmlicher Art analog oder digital aufgebaut sein kann und
zur gesteuerten Erzeugung des gewünschten Tons oder Ton
signals eingerichtet ist. Zu dem Musikinstrument gehört
außerdem eine Eingabeeinrichtung, die an Eingangsmittel der
Tongenerierungseinrichtung angeschlossen ist und zur Steue
rung der Tonerzeugung durch die Tongenerierungseinrichtung
dient. Die Eingabeeinrichtung weist eine graphische Ober
fläche auf, die als Schnittstelle zwischen dem Benutzer und
dem Gerät vorgesehen ist. Auf der graphischen Oberfläche
sind wenigstens zwei, vorzugsweise eine erforderliche Viel
zahl von optisch voneinander unterscheidbaren Flächenberei
chen, bspw. Symbolen oder abgegrenzten Flächenbereichen,
dargestellt, die der Benutzer auswählen kann, um bestimmte
Charakteristika, insbesondere die Tonhöhe des zu erzeugen
den Tons festzulegen. Bei einer Berührung des jeweiligen
Flächenbereiches wird durch die Eingabeeinrichtung ein ent
sprechendes Steuersignal erzeugt, das die Tonerzeugung ver
ursacht.
Zur Vereinfachung soll hier ein Ton oder Tonsignal
Begriffe wie Ton, Tonhöhe, Klang, Klangfarbe, Lautstärke,
Laut, Geräusch oder dergleichen einzeln oder in Kombination
miteinander umfassen.
Das erfindungsgemäße Musikinstrument bedient sich also
keiner Eingabemittel, wie sie bei herkömmlichen Tasten-
oder Saiteninstrumenten verwendet werden, sondern einer
graphischen Oberfläche, die beliebig variabel für die in
tuitive Bedienung ausgestaltet sein kann. Im Gegensatz zum
Niederdrücken der Klaviaturtasten ist die Berührung der
Symbole der graphischen Oberfläche in keiner Stellung des
Musikinstrumentes eingeschränkt, was dieses insbesondere
auch für den Bühneneinsatz geeignet macht.
Die Flächenbereiche werden vorzugsweise dynamisch er
zeugt, wozu entsprechende Mittel zur Erzeugung der Flächen
bereiche vorgesehen werden können. Außerdem ist dann zum
Anzeigen der Flächenbereiche eine optische Ausgabeeinrich
tung vorzusehen. Dadurch wird hohe Flexibilität bei der
Gestaltung der als Eingabefelder dienenden Flächenbereiche
und deren Anordnung auf der graphischen Oberfläche erhal
ten. Sie können derart ausgestaltet und angeordnet werden,
dass sie der Ergonomie der Spielhand entsprechen und einen
guten Spielfluss ermöglichen. Es ist auch möglich, wie bei
Orff'schen Schulwerken, lediglich Flächenbereiche vorzuse
hen, die nur die zu einer Tonart passenden Töne charakte
risieren. Das Spielen oder das Erlernen des Spielens wird
auf diese Weise wesentlich erleichtert. Es ist auch denk
bar, die Flächenbereiche statisch auf der graphischen Ober
fläche aufzubringen, bspw. auf dieser aufzudrucken.
Vorzugsweise ist die graphische Oberfläche durch den
Benutzer individuell an seine Bedürfnisse anpassbar. Es
können unterschiedliche Darstellungen von Eingabefeldern
vorgehalten und Steuerungsmittel für den Benutzer zur Ver
fügung gestellt werden, die eine Auswahl der geeigneten
Eingabefelder ermöglicht. Die Steuerungsmittel können auch
zur Anpassung der Form, Größe und/oder Anordnung der Flä
chenbereiche dienen.
Die Flächenbereiche können durch Buttons oder Icons,
d. h. einfach gestaltete Schaltflächen, durch sonstige gra
phische Symbole oder Eingabefelder gebildet sein, die auch
mehrere Symbole enthalten und beliebige Form aufweisen kön
nen. Es kann bspw. ein Perkussionsinstrument nachgebildet
oder eine Klaviatur emuliert werden. Es ist auch möglich,
zwei oder mehrere Instrumente nebeneinander darzustellen,
wenn bspw. die Tongenerierungseinrichtung dazu eingerichtet
ist, einen aus mehreren Teiltönen zusammengesetzten Gesamt
ton zu erzeugen.
Die Eingabefelder können auch kreisförmig, elliptisch
oder anders gestaltet sein. Sie können auf der graphischen
Oberfläche verteilt und voneinander getrennt angeordnet
sein. Sie können auch einander überlappen und zur Unter
scheidung eine unterschiedliche Farbausprägung oder Grau
wertdarstellung aufweisen. Ineinander übergehende Bereiche
können ähnlich einem Regenbogen dargestellt werden. Durch
Gleiten des Berührungspunktes auf der Oberfläche in ver
schieden dargestellte Bereiche können bspw. Glissando- oder
andere Effekte sehr einfach erzielt werden. Es kann auch
die Tonhöhe direkt und bspw. nahezu kontinuierlich variiert
oder die Lautstärke verändert werden. Durch die Möglichkeit
eines vollflächigen Spielens in sich überlappenden oder
ineinander übergehenden Bereichen wird ein völlig neuarti
ges Instrument geschaffen, das klangliche Erweiterungen der
bisher bekannten Spielweise ermöglicht. Physische und damit
physikalische Begrenzungen z. B. durch die Handspanne des
Spielenden oder durch den Einsatz von maximal zehn Fingern
werden aufgehoben. Selbst wenn beim Spielen eine Hand zum
Halten des Instruments benutzt wird, kann so die andere
Hand beide üblicherweise notwendigen Hände ersetzen.
Zur Bestimmung des Berührungspunktes oder der Berüh
rungsfläche ist eine Auswerteeinheit vorgesehen, die die
graphische Oberfläche abtastet und daraus Steuersignale für
die Tongenerierungseinrichtung erzeugt. Vorzugsweise ist
die Auswerteeinheit zur gleichzeitigen, parallelen Erfas
sung mehrerer Berührungsbereiche eingerichtet, um eine
gleichzeitige Erzeugung mehrerer Töne durch Betätigung meh
rerer Eingabefelder zu ermöglichen. Dies ermöglicht ein
polyphones Spiel, also bspw. das Spielen eines Akkords. Das
Abtasten der Berührungspunkte kann entweder voll-polyphon,
d. h. absolut gleichzeitig, oder semi-polyphon, d. h. sequentiell
erfolgen, wobei dann die Töne im geringen zeitlichen
Abstand nacheinander hörbar werden. Es sind auch monophone
Ausführungen möglich.
Vorzugsweise enthält die Auswerteeinheit auch Mittel
zur Auswertung der Anschlagdynamik, insbesondere des An
fangsanschlags und ggf. des Nachklanges durch Nachdrücken.
Die Bestimmung der Anschlagdynamik kann bspw. durch zusätz
liche Messung des Fingerdruckes oder durch kontinuierliche
Messung der vom Fingerdruck abhängigen Berührungsfläche
erfolgen. Eine kleine Berührungsfläche entspricht einer
geringen Anschlagdynamik oder einer kleinen Lautstärke.
Eine größere Fläche entspricht einer größeren Anschlagdyna
mik bzw. Lautstärke. Mittel zur Kalibrierung können indivi
duelle Anpassung bspw. des Dynamikbereiches erlauben.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist als Ein
gabeeinrichtung ein Touchscreen-Monitor oder -Display vor
gesehen, wobei hierunter jede berührungsempfindliche Bild
wiedergabeeinrichtung verstanden werden soll, bei der die
Berührung des Bedienfeldes des Displays erfasst werden und
eine Reaktion auslösen kann. Solche Monitore oder Displays
sind aus der Technik bekannt und nicht als solche Gegen
stand der Erfindung. Besonders geeignet sind Flüssigkris
talldisplays (LCD-, TFT-Displays) oder Plasmabildschirme,
die mit unterschiedlicher Touch-Technologie ausgeführt sein
können.
Eine der Technologien ist die resistive Technologie.
Bildschirme mit resistiver Technologie verwenden eine mit
einer leitenden Schicht versehene Kunststofffolie, die in
geringem Abstand über einer leitenden Beschichtung einer
Glasscheibe angeordnet ist. Bei der Berührung wird ein Kontakt
zwischen der Folie und dem Glas hergestellt, und die
anliegende Spannung kann zur Ermittlung der Koordinaten
verwendet werden. Solche Folienanordnungen ermöglichen die
gleichzeitige Erfassung mehrerer Berührungspunkte, so dass
das entsprechende erfindungsgemäße Musikinstrument voll-
polyphon gespielt werden kann.
Eine andere Touch-Technologie ist die Oberflächen
wellen-Technologie, bei der jeder Koordinatenachse ein oder
mehrere Sender und Empfänger sowie ein Satz Reflektor-
Streifen an den Rändern des Bildschirms zugeordnet sind. Es
werden z. B. Ultraschallwellen ausgesendet, die eine Art
"digitales Raster" auf dem Bildschirm erzeugen. Bei einer
Berührung des Rasters wird ein Teil der Wellen absorbiert.
Die Störung des Rasters kann ausgewertet und lokalisiert
werden. Wenn zusätzlich die Intensität der Absorbtion ge
messen und ausgewertet wird, kann neben den Ortskoordinaten
auch die Größe der berührten Flächen festgestellt und vor
teilhafterweise zur Auswertung der Anschlagdynamik verwen
det werden. Außer den beschriebenen Technologien sind noch
die auf dem Prinzip der Lichtschranke beruhende Infrarot-
Technologie sowie die kapazitive Technologie allgemein be
kannt.
Die erwähnten Monitore oder Displays haben den Vor
teil, dass sie besonders flach, also platzsparend ausge
führt sein können. Flache Bildschirme, die keine große
räumliche Tiefe aufweisen, ermöglichen eine ebenso flache
Form zumindest des Eingabeteils des Musikinstrumentes. Zwei
Bildschirme können besonders ergonomisch für die Spielhände
nach Art eines Satteldachs angeordnet werden. Es sind aber
auch Bildschirme mit Elektronenstrahlröhren verwendbar. Zur
Ermittlung des Berührungspunktes können die Oberflächenwellen,
wie oben erläutert, direkt auf der Kathodenstrahlröhre
erzeugt werden. Hierzu kann auch das durch die Fingerberüh
rung verursachte Streulicht herangezogen und mit der aktu
ellen Strahlposition korreliert werden.
Die insbesondere die Klangfarbe charakterisierenden
Daten können in einem nichtflüchtigen Speichermittel hin
terlegt sein, auf das die Tongenerierungseinrichtung zu
greifen kann. Es können unterschiedliche Töne oder Klänge,
insbesondere Instrumentalstimmen, wie z. B. Piano-, Gitarre-
oder Perkussions-Stimmen, Chorstimmen, sonstige Laute oder
bspw. Motorengeräusche als Standardsatz in dem Speicher
mittel vorgehalten werden. Außerdem kann das oder können
weitere Speichermittel dazu dienen, die vom Benutzer vor
genommenen Einstellungen oder neu kreierte Töne abzuspei
chern. Zur Auswahl oder Abspeicherung eines gewünschten
Tones ist eine zweckmäßige Bedieneinrichtung vorzusehen.
Die Bedieneinrichtung weist vorzugsweise auch Elemente
zur Veränderung der Geräteeinstellungen, bspw. zur Regelung
der Lautstärke, und ggf. auch zur Bewirkung klanglicher
Effekte, wie z. B. Chorus oder Portamento, auf. Die Bedien
einrichtung kann somit eine völlig frei konfigurierbare
Eingabe bei gleichzeitiger Spielkontrolle ermöglichen. Es
kann eine Visualisierungseinrichtung, ein LCD-Display etc.,
zum Anzeigen der momentanen Einstellungen vorgesehen sein.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist
eine Bedien- und Visualisierungseinrichtung vorgesehen, die
durch auf der graphischen Oberfläche zusätzlich zu den Ein
gabefeldern der Eingabeeinrichtung darstellbare Kontroll-,
Steuer- und sonstige Bedienfelder gebildet ist. Diese er
möglichen eine Überwachung und Veränderung der Einstellungen
und gegebenenfalls ein Eingreifen in die Klangart und
Klangqualität vorzugsweise auch während des Spielens. Nor
malerweise bei elektronischen Musikinstrumenten vorgesehene
Dreh- oder Schieberegler können hier entfallen.
Die Bedienfelder können vorzugsweise aktiviert bzw.
deaktiviert und bei Nichtbedarf eventuell vollständig aus
geblendet werden. Außerdem ist es möglich, die Bedienfelder
nach Art einer Menüführung für den Benutzer derart auszu
gestalten, dass durch Auswahl eines Feldes weitere Felder
generiert werden, die erweiterte Funktionen enthalten. Da
durch kann eine übersichtliche Unterteilung einer Vielfalt
von Funktionen des Instrumentes vorgenommen werden.
Wie bereits angedeutet, kann die Tongenerierungsein
richtung analog oder digital realisiert sein. Die zur Er
zeugung eines Tones notwendigen Oszillator-, Filter- und
Verstärkermittel können bspw. wenigstens zum Teil als Soft
ware oder Firmware auf einem Prozessor realisiert werden,
wobei eine Vielzahl von Mikrocomputern oder digitalen Sig
nalprozessoren aus der Technik geeignet sind. Der Prozessor
kann auch die Kommunikation mit dem Touchscreen übernehmen.
Hierzu können auch gesonderte Einheiten vorgesehen werden.
Ebenso vielfältig wie die Funktionalität des erfin
dungsgemäßen Instrumentes sind auch die Möglichkeiten zu
dessen äußerlicher Ausgestaltung. Das Instrument kann mit
einem Gehäuse aus einem geeigneten Kunststoff oder beson
ders robust bspw. aus Edelstahl ausgeführt sein. Es kann
eine flache Form, wie ein Schreibblock, oder eine sphäri
sche, wie die Bedieneinheit eines Videospiels, aufweisen.
Die Größenverhältnisse sind in weiten Grenzen variierbar.
An dem Gehäuse sind vorzugsweise Mittel zum Halten oder
Tragen des Musikinstrumentes und auch solche vorgesehen,
die als Orientierungshilfe für die Spielhand des Benutzers
dienen können. Diese Mittel erleichtern die Handhabung, vor
allem wenn das Instrument auf der Bühne verwendet wird.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsfor
men der Erfindung ergeben sich aus Unteransprüchen, der
Zeichnung sowie der zugehörigen Beschreibung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegen
standes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 den Eingabeteil des erfindungsgemäßen Musikin
strumentes in schematisierter, perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 den elektrischen Aufbau des Musikinstrumentes
nach Fig. 1, in vereinfachter, schematisierter
Darstellung,
Fig. 3 eine vorteilhafte Weiterbildung des Musikinstru
mentes nach Fig. 1 als vereinfachtes Blockschalt
bild, unter Veranschaulichung der einzelnen Funk
tionseinheiten,
Fig. 4 den Eingabeteil des Musikinstrumentes nach Fig. 1
oder 3, mit einer gegenüber Fig. 1 abgewandelten
graphischen Oberfläche, in schematisierter per
spektivischer Darstellung,
Fig. 5 den Eingabeteil des Musikinstrumentes nach Fig. 1
oder 3, mit einer weiteren Ausführungsform der
graphischen Oberfläche, in schematisierter per
spektivischer Darstellung, und
Fig. 6 eine weiter abgewandelte graphische Oberfläche,
in einer schematisierten Darstellung, in Drauf
sicht.
Fig. 1 veranschaulicht in einer vereinfachten Perspek
tive den Eingabeteil eines insgesamt mit 1 bezeichneten
elektronischen Musikinstrumentes mit einem im Wesentlichen
flachen, in Draufsicht rechteckförmigen Gehäuse 2, in dem
durch ein Sichtfenster 3 für den Benutzer zugänglich ein
Bildschirm 4 angeordnet ist. An dem bspw. aus Kunststoff
gefertigten Gehäuse 2 sind an beiden Seiten des Sichtfens
ters 3 zwei längliche Durchbrüche 5 ausgebildet, die als
Halte- bzw. Tragemittel 6 dienen. Zur Orientierung für die
Spielhand können an dem Gehäuse 2 Orientierungsmittel 7,
bspw. Bohrungen 8, Erhöhungen oder dgl., vorgesehen sein.
Das Musikinstrument 1 kann batterie- oder netzbetrieben
arbeiten. Gegebenenfalls erforderliche Elemente, wie z. B.
Netzschalter, Netzanschluss oder Ausgangsbuchsen, sind in
Fig. 1 nicht veranschaulicht.
Der Bildschirm 4 ist als Flachbildschirm und bspw. als
TFT- (Thin-Film-Transistor-) oder Plasmabildschirm ausge
bildet. Er ist ein Sensor- oder Kontaktbildschirm, der zur
Berührungseingabe eingerichtet ist und allgemein als Touch
screen bezeichnet wird. Die Oberfläche des Touchscreens 4
bildet für den Benutzer eine graphische Oberfläche 10, die
in Fig. 1 in einer beispielhaften Ausgestaltung veranschau
licht ist. Auf der graphischen Oberfläche 10 ist ein Ein
gabefeld 11 für den Benutzer dargestellt, das mehrere gra
phische Symbole 12, 13 enthält, die zur Definition bestimm
ter Tonparameter, bspw. der Tonhöhe dienen. In der Ausfüh
rungsform gemäß Fig. 1 ist das Eingabefeld 11 durch die
Darstellung einer herkömmlichen Klaviatur gebildet, die
mehrere weiße Tastensymbole 12, die ganzen Tönen entspre
chen, sowie schwarze Tastensymbole 13 enthält, die den zu
spielenden Halbtönen zugeordnet sind. Es sind im vorliegen
den Fall zwei Oktaven ausgehend von dem Grundton C der ersten
Oktave bis zu dem Ton H' der nächst höheren Oktave dar
gestellt. Die in Fig. 1 sechste weiße Taste von links oder
das Symbol 12 kennzeichnet bspw. den Kammerton A (440 Hz),
die schwarze Taste links daneben den Ton Gis. Soweit auf
diese Tasten oder Symbole Bezug genommen wird, wird verein
fachend die Notation 12C, 13Gis, 12A oder 12H' verwendet.
Der elektrische Aufbau des soweit beschriebenen Musik
instrumentes nach Fig. 1 ist in Fig. 2 vereinfacht darge
stellt. Das Musikinstrument 1 weist demgemäß eine Eingabe
einrichtung 15, die durch den Touchscreen 4 mit dem auf der
graphischen Oberfläche 10 dargestellten Eingabefeld 11 ge
bildet ist, und eine Tongenerierungseinrichtung 16 auf, zu
der Eingangsmittel 17 gehören. An die Eingangsmittel 17 der
Tongenerierungseinrichtung 16 ist über Steuerleitungen 18
die Eingabeeinrichtung 15 angeschlossen. Die Tongenerie
rungseinrichtung 16 ist an sich bekannt und nicht Gegen
stand der Erfindung. Die Tongenerierungseinrichtung 16 kann
in das die Eingabeeinrichtung 15 enthaltende Gehäuse 2 in
tegriert oder getrennt davon angeordnet sein.
Das Eingabefeld 11 könnte auf der Oberfläche des
Touchscreens 4 gezeichnet, aufgedruckt oder als Folie auf
geklebt sein. Das Eingabefeld 11 wird jedoch vorzugsweise
dynamisch erzeugt und angezeigt. In diesem Zusammenhang
wird auf die vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ver
wiesen, die in Fig. 3 in Form eines Blockschaltbilds ver
anschaulicht ist. Es ist ein Mikroprozessor 20 vorgesehen,
dessen Eingangsregister 21 über die Steuerleitungen 5 mit
der Eingabeeinrichtung 15 verbunden ist. Über weitere
Daten- und Steuerleitungen 22 steht der Mikroprozessor 20
mit einem Speichermittel 23 in Verbindung. In dem Speicher
mittel 23 sind Datensätze abgelegt, die verschiedene musikalische
und nichtmusikalische Mustertöne kennzeichnen. Der
Mikroprozessor 20 ist zur Erzeugung des gewünschten Ton
signals eingerichtet. Er wertet die von der Eingabeeinrich
tung empfangenen Signale aus und liest die erforderlichen
Daten aus dem Speichermittel 23 aus. Zur Modulation, Filte
rung und Verstärkung des Tonsignals können weitere, bspw.
von dem Prozessor 20 gesteuerte Mittel vorgesehen sein, wie
sie in Fig. 3 unter dem Block 24 zusammengefasst sind und
die gemeinsam mit dem Prozessor 20 die Tongenerierungsein
richtung 16 bilden.
Zur dynamischen Erzeugung der Eingabefelder ist, wie
in Fig. 3 weiter veranschaulicht, eine optische Ausgabeein
richtung 26 vorgesehen, die zum Anzeigen der vom Benutzer
betätigbaren Symbole 12, 13 eingerichtet ist. Die Symbole
12, 13 können bspw. von dem Prozessor 21 dynamisch erzeugt
werden, wobei dieser vorzugsweise auch die optische Ausga
beeinrichtung 26 ansteuert, um z. B. die in Fig. 1 gezeigte
Klaviatur auf der graphischen Oberfläche 10 darzustellen.
Außerdem ist gemäß Fig. 3 eine Bedieneinrichtung 27
vorgesehen, die dem Benutzer bspw. die Veränderung des
Klanges des erzeugten Tones oder der Geräteeinstellungen
ermöglicht. Eine Visualisierungseinrichtung 28 kann zum
Anzeigen der wichtigsten vorgenommenen Einstellungen die
nen. Der Prozessor 21 kann zur Auswertung der von der Be
dieneinrichtung 27 generierten Signale und zur Ansteuerung
der Visualisierungseinrichtung 28 dienen, oder es werden
weitere Einheiten verwendet. Die vom Mikroprozessor 21 be
nötigte Software oder Firmware 29 kann an die individuellen
Bedürfnisse, insbesondere die Funktionalität des Musikin
strumentes 1 angepasst und bspw. in dem Speichermittel 23
in Form eines ablauffähigen Programms abgespeichert werden.
Der Touchscreen 4, bspw. ein Folien-Touchscreen, ist
dazu eingerichtet, die erwähnten Funktionen von einer ein
zigen graphischen Oberfläche 10 aus bedienbar zu machen.
Wie in Fig. 1 veranschaulicht, können neben dem Eingabefeld
11 der Eingabeeinrichtung 15 weitere Felder 31 dynamisch
erzeugt und angezeigt werden, die als Steuer-, Regel-, Pro
grammierfelder oder sonstige Bedienfelder der Bedienein
richtung 27 dienen. Bspw. kann der Benutzer in dem als "VO
LUME" bezeichneten Feld 31a die Einstelltastensymbole 32
auch während des Spielens dazu verwenden, die Lautstärke zu
verändern. Der eingestellte Wert wird digital oder in Form
einer einer LED-Anzeige nachgebildeten Graphik angezeigt,
so dass die Felder 31 zugleich als Visualisierungseinrich
tung 28 dienen. Es können mehrere solche Felder 31a, 31b,
31c, 31d zum Festlegen und Anzeigen der Ton- und Geräteein
stellungen dargestellt werden. Zur besseren Übersichtlich
keit und wegen der begrenzten graphischen Oberfläche sind
vorzugsweise mehrere Funktionen in einem Feld zusammenge
fasst. Es kann auch eine Menüführung für den Benutzer vor
gesehen sein, wie sie von PCs her bekannt ist. Durch An
tippen eines der Felder 31 kann ein neues Feld aufgebaut
werden, das eine genaue Einstellung bestimmter oder weite
rer Parameter ermöglicht. Die wesentlichen Vorteile eines
auf einer graphischen Oberfläche beruhenden Bedien- und
Visualisierungssystems bestehen darin, dass viele Funktio
nen auf einer kleinen Fläche zur Verfügung gestellt und
mechanische Regler und dergleichen vermieden werden können.
Zur Musikausgabe sind entsprechende Ausgangsbuchsen 33
des Musikinstrumentes 1 mit einem in Fig. 1 symbolhaft dar
gestellten Lautsprecher, einem Kopfhörer oder einem Key
board-Verstärker zu verbinden. Das erfindungsgemäße Musik
instrument 1 kann auch an andere Instrumente oder bspw. zur
Speicherung an einen PC angeschlossen werden, wozu vorteil
hafterweise die Standard-Schnittstelle MIDI (Musical In
strument Digital Interface) vorgesehen werden kann. Es ist
auch möglich, entsprechende akustischen Ausgabemittel oder
Speichermittel in das Musikinstrument 1 zu integrieren.
Im Betrieb kann das Musikinstrument 1 entweder auf
eine Unterlage aufgelegt oder vom Benutzer getragen bzw.
umgehängt werden, wozu die Haltemittel 6 verwendet werden
können.
Das erfindungsgemäße Musikinstrument 1 funktioniert
wie folgt:
Zur Vorgabe der Tonhöhe und gegebenenfalls der An schlagdynamik tippt der Benutzer einen der Tastensymbole 12, 13 bspw. mit dem Finger einer Hand und mit der ge wünschten Stärke an. Die Berührung eines Tastensymbols wird mit in Fig. 1 bis 3 nicht veranschaulichten Sensoren er fasst und durch eine Auswerteeinheit in entsprechende Steu ersignale für die Tongenerierungseinrichtung 16 umgesetzt. Die graphische Oberfläche 10 des Touchscreens 4 kann bspw. mittels darauf aufgebrachten digitalen Frequenzrasters ab getastet werden, und "Störungen" des Rasters infolge der Berührung können in Form von dreidimensionalen Koordinaten erkannt werden. Die vertikale und horizontale Position der Störung kann bspw. der Mikroprozessor 20 zur Ermittlung der ausgewählten Taste 12, 13 verwenden, indem er bestimmt, innerhalb welchen der durch die Kontur der Tastensymbole 12, 13 festgelegten Flächenbereiche die Berührungsposition liegt. Eine zu der graphischen Oberfläche 10 senkrechte virtuelle Z-Koordinate kann bspw. durch kontinuierliche Messung der Berührungsfläche ausgewertet und zur Bestimmung des Berührungsdrucks, also der Anschlagdynamik oder Laut stärke, herangezogen werden. Die Größe der Berührungsfläche ist im Wesentlichen der Druckstärke proportional.
Zur Vorgabe der Tonhöhe und gegebenenfalls der An schlagdynamik tippt der Benutzer einen der Tastensymbole 12, 13 bspw. mit dem Finger einer Hand und mit der ge wünschten Stärke an. Die Berührung eines Tastensymbols wird mit in Fig. 1 bis 3 nicht veranschaulichten Sensoren er fasst und durch eine Auswerteeinheit in entsprechende Steu ersignale für die Tongenerierungseinrichtung 16 umgesetzt. Die graphische Oberfläche 10 des Touchscreens 4 kann bspw. mittels darauf aufgebrachten digitalen Frequenzrasters ab getastet werden, und "Störungen" des Rasters infolge der Berührung können in Form von dreidimensionalen Koordinaten erkannt werden. Die vertikale und horizontale Position der Störung kann bspw. der Mikroprozessor 20 zur Ermittlung der ausgewählten Taste 12, 13 verwenden, indem er bestimmt, innerhalb welchen der durch die Kontur der Tastensymbole 12, 13 festgelegten Flächenbereiche die Berührungsposition liegt. Eine zu der graphischen Oberfläche 10 senkrechte virtuelle Z-Koordinate kann bspw. durch kontinuierliche Messung der Berührungsfläche ausgewertet und zur Bestimmung des Berührungsdrucks, also der Anschlagdynamik oder Laut stärke, herangezogen werden. Die Größe der Berührungsfläche ist im Wesentlichen der Druckstärke proportional.
Der Benutzer kann auch mehrere Tastensymbole, bspw.
die Tasten 12C, 12E und 12A gleichzeitig drücken, um einen
a-moll Dreiklang zu erzeugen. Die Auswerteeinheit ist vor
zugsweise dazu eingerichtet, dies zu erkennen und den ge
wünschten Akkord zu erzeugen. Werden zwei nebeneinander
liegende Tasten gespielt, so kann bspw. durch entsprechende
Festlegung bestimmt werden, dass nur der Ton gespielt wird,
in dessen zugehörigem Flächenbereich die Berührungsfläche
überwiegend liegt. Dadurch können Fehlbedienungen vermieden
werden. Sofern erwünscht, kann das Spielen zweier anein
ander angrenzender Tasten auch zugelassen werden.
Während des Spielens oder während der Spielpausen kann
der Benutzer die Bedienfelder 31 dazu verwenden, die Ein
stellungen zu verändern. Da die Bedienfelder 31 in unmit
telbarer Nähe des Eingabefeldes 11 angeordnet sind, kann
dies im Allgemeinen schnell mit der Spielhand bewirkt wer
den.
Das Musikinstrument 1 ist sehr handlich und unabhängig
von seiner Stellung leicht spielbar. Die Tastensymbole 12,
13 müssen lediglich angetippt und nicht, wie bei einer her
kömmlichen Klaviatur, niedergedrückt werden. Das Instrument
kann also in beliebiger Stellung gespielt werden und eignet
sich somit auch gut für Bühnenauftritte.
In den Fig. 4 bis 6 sind weitere vorteilhafte Modifi
zierungen der Erfindung veranschaulicht. Soweit Überein
stimmungen mit dem vorstehend beschriebenen Musikinstrument
in Bau und/oder Funktion bestehen, wird unter Zugrundele
gung gleicher Bezugszeichen auf die vorstehende Beschrei
bung verwiesen.
Die Eingabefelder 11 und die Bedienfelder 31 können,
wie in Fig. 4 bis 6 nur beispielhaft veranschaulicht, ande
re als von herkömmlichen Instrumenten bekannte Formen auf
weisen. Die gezeigten Beispiele können einzeln realisiert
oder miteinander kombiniert werden. Es sind einfache, bspw.
rechteckförmige Buttons 34 oder kreisförmige bzw. ellipti
sche Flächenbereiche 35 möglich (Fig. 4). Diese können ge
trennt voneinander und vorteilhafterweise, wie in Fig. 4
angedeutet, der Krümmung der beim Spielen abgewinkelten
Finger folgend auf der graphischen Oberfläche 10 angeordnet
sein. Den einzelnen Ellipsen 35 können Töne zugeordnet wer
den, die zu einer Tonart gehören, oder sogar ganze Akkorde.
Außerdem kann der in Fig. 4 größten Ellipse 35a oder den
Buttons 34 eine andere Instrumentalstimme zugewiesen werden
als den übrigen Ellipsen.
Der in Fig. 4 rechts oben dargestellte Kreissektor 36
weist eine sich mit dem Abstand zum Kreismittelpunkt konti
nuierlich ändernde Farbe auf. Ähnliches gilt für den in
Fig. 5 dargestellten Balken 37. Es können mehrere solche
kreissektor- oder balkenförmige Flächenbereiche 36, 37 vor
gesehen werden. Durch Gleiten des Fingers über solch ge
staltete Flächenbereiche können Glissandoeffekte, also das
Hinüberschleifen von einem hohen Ton zu einem tieferen und
umgekehrt, wie auch andere Effekte auf bisher ungewöhnliche
und sehr einfache Weise bewirkt werden. Diese Effekte las
sen sich auch mit der in Fig. 5 weiter veranschaulichten
Ellipse 38 erzielen, die in einzelne Sektoren 39 unterteilt
ist, wobei die Ellipsensektoren 39 unmittelbar aneinander
angrenzen.
Werden mehrere balken- oder rechteckförmige Flächen
bereiche 37 nach Fig. 5 in Längsichtung der graphischen
Oberfläche 10 aneinander gereiht, ergibt sich das in Fig. 6
dargestellte Eingabefeld 11. Jeder Flächenbereich 37 kenn
zeichnet einen Ton bestimmter Höhe. Die Lautstärke oder die
Anschlagdynamik nimmt in Richtung der Längserstreckung der
Flächenbereiche 37 von unten nach oben, wie in Fig. 6 vom
Betrachter aus gesehen, bspw. kontinuierlich zu. Der Benut
zer kann also die Flächenbereiche 37 bspw. im unteren Be
reich antippen, um leise Töne zu erzeugen oder im oberen
Bereich, um die gleichen Töne mit höherer Lautstärke zu
spielen. Hierzu genügt eine einzige Spielhand. Es ist auch
denkbar, sowohl die Tonhöhe in Längsrichtung des Touch
screens 4 als auch die Lautstärke in dessen Querrichtung
kontinuierlich anwachsen zu lassen. Die graphische Oberlä
che kann dabei nach Art eines Regenbogens farblich ausge
staltet werden. Abgrenzungen der einzelnen Flächenbereiche
sind nicht erforderlich.
Es gibt zahlreiche andere Gestaltungsmöglichkeiten für
die zum Spielen vorgesehenen Flächenbereiche. Nur ergänzend
werden bspw. ineinander übergehende oder einander überlap
pende Bereiche mit bspw. unterschiedlicher Farbprägung ge
nannt. Solche Bereiche ermöglichen es z. B., mehrere Töne
mit einem einzigen Finger zu spielen. Die oben erwähnten
Erweiterungen der bisher möglichen Spielweise (vgl. bspw.
Glissando-Effekt) sind auch einfach möglich.
Mit dem erfindungsgemäßen Musikinstrument 1 kann auch
der unerfahrene Benutzer das Spielen leicht erlernen. Dies
vor allem, wenn er die für ihn geeigneten Eingabe- bzw.
Bedienfelder 11, 31 selbst auswählen und vorzugsweise auch
seinen Wünschen entsprechend individuell anpassen kann.
Ein elektronisches Musikinstrument 1 weist eine Tonge
nerierungseinrichtung 16 mit Eingangsmitteln 17 sowie eine
Eingabeeinrichtung 15 auf, die an die Eingangsmittel 17
angeschlossen ist und dazu dient, die Tonerzeugung durch
die Tongenerierungseinrichtung 16 zu steuern. Die Eingabe
einrichtung 15 weist eine graphische Oberfläche 10 auf, die
durch die Oberfläche eines Touchscreens 4 gebildet ist. Auf
der graphischen Oberfläche 10 werden mehrere Symbole 10
dargestellt, bei deren Berührung bspw. die Tonhöhe kenn
zeichnende Steuersignale erzeugt und an die Tongenerie
rungseinrichtung 16 gesendet werden. Auf der variabel an
passbaren graphischen Oberfläche 10 können in Echtzeit
Spielelemente mit Registerelementen gemischt werden, um so
den dynamischen Eingriff in die Klangart und -qualität auch
während des eigentlichen Spiels zu ermöglichen.
Claims (22)
1. Elektronisches Musikinstrument (1)
mit einer Tongenerierungseinrichtung (16), die Ein gangsmittel (17) aufweist, und
mit einer Eingabeeinrichtung (15),
die an die Eingangsmittel (17) angeschlossen ist,
die dazu dient, die Tonerzeugung durch die Tongene rierungseinrichtung (16) zu steuern, und
die eine graphische Oberfläche (10) aufweist, auf der wenigstens zwei optisch voneinander unterscheidbare Flächenbereiche (12, 13, 34, 35, 36, 37, 39) dargestellt sind,
wobei bei einer Berührung des jeweiligen Flächenbe reichs (12, 13, 34, 35, 36, 37, 39) ein entsprechendes Steuersignal an die Tongenerierungseinrichtung (16) abge geben wird.
mit einer Tongenerierungseinrichtung (16), die Ein gangsmittel (17) aufweist, und
mit einer Eingabeeinrichtung (15),
die an die Eingangsmittel (17) angeschlossen ist,
die dazu dient, die Tonerzeugung durch die Tongene rierungseinrichtung (16) zu steuern, und
die eine graphische Oberfläche (10) aufweist, auf der wenigstens zwei optisch voneinander unterscheidbare Flächenbereiche (12, 13, 34, 35, 36, 37, 39) dargestellt sind,
wobei bei einer Berührung des jeweiligen Flächenbe reichs (12, 13, 34, 35, 36, 37, 39) ein entsprechendes Steuersignal an die Tongenerierungseinrichtung (16) abge geben wird.
2. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass zur Darstellung der Flächenbereiche (12, 13,
34, 35, 36, 37, 39) eine optische Ausgabeeinrichtung (26)
vorhanden ist.
3. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass Mittel (20) zur Erzeugung der Symbole (10)
auf der grafischen Oberfläche (10) vorgesehen sind.
4. Signalerzeugungseinrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, dass Steuerungsmittel (27) zur Aus
wahl unterschiedlicher Flächenbereiche (12, 13, 34, 35, 36,
37, 39) und/oder zur Anpassung deren Form vorgesehen sind.
5. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass auf der graphischen Oberfläche (10) ein oder
mehrere vorzugsweise dynamische Felder (31) vorgesehen
sind, die die Flächenbereiche (12, 13, 34, 35, 36, 37, 39)
zur Eingabe durch den Benutzer enthalten.
6. Musikinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass eine Klaviatur als Eingabefeld (31) dar
stellbar ist.
7. Musikinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Eingabefelder (31) durch Buttons (34)
oder durch auf der graphischen Oberfläche (10) verteilt
angeordnete voneinander getrennte oder einander überlappen
de Bereiche (35, 36, 37, 39) gebildet ist.
8. Musikinstrument nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Bereiche (35, 36, 37, 39) eine beliebige
Form aufweisen und gegebenenfalls unterschiedlich farblich
gekennzeichnet sind.
9. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Eingabeeinrichtung (15) eine Auswerte
einheit zugeordnet ist, die zur Abtastung der graphischen
Oberfläche (10) eingerichtet ist, um den Berührungspunkt
oder die Berührungsfläche zu bestimmen.
10. Musikinstrument nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Auswerteeinheit zur gleichzeitigen Be
stimmung mehrerer Berührungsbereiche eingerichtet ist, um
eine gleichzeitige Betätigung mehrerer Flächenbereiche (12,
13, 34, 35, 36, 37, 38, 39) zu erkennen und durch Verknüpfung
der den jeweiligen Symbolen entsprechenden Teiltöne
einen resultierenden Ton zu erzeugen.
11. Musikinstrument nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Auswerteeinheit Mittel (20) zur Auswer
tung der Anschlagdynamik aufweist.
12. Musikinstrument nach wenigstens einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeein
richtung (15) einen Touchscreen-Monitor (4) aufweist.
13. Musikinstrument nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, dass als Touchscreen (4) ein Folien-Touchscreen
verwendet wird.
14. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass ein nichtflüchtiges Speichermittel (23) vor
gesehen ist, in dem von der Tongenerierungseinrichtung (16)
auswertbare Daten hinterlegbar sind.
15. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass eine Bedieneinrichtung (27) zur Auswahl ei
nes in einem Speichermittel (23) abgespeicherten Tones
und/oder zur Veränderung der Geräteeinstellungen und/oder
zur Bewirkung klanglicher Effekte vorgesehen ist und dass
vorzugsweise eine Visualisierungseinrichtung (28) zum An
zeigen der momentanen Einstellungen vorhanden ist.
16. Musikinstrument nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, dass eine Bedien- und Visualisierungseinrichtung
(4, 27, 28) vorgesehen ist, die durch auf der graphischen
Oberfläche (10) zusätzlich zu Eingabefeldern (11) der Eingabeeinrichtung
(15) darstellbare Kontroll-, Steuer-
und/oder sonstige Bedienfelder (31) gebildet sind.
17. Musikinstrument nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, dass die grafische Oberfläche (10) für den Benut
zer derart gestaltet ist, dass durch Auswahl eines Feldes
(31a, 31b, 31c, 31d) weitere Felder mit erweiterten Funk
tionen generiert werden.
18. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Tongenerierungseinrichtung (16)
Oszillator-, Filter- und Verstärkermittel (20, 24) auf
weist, die zur Erzeugung eines Tones dienen.
19. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Tongenerierungseinrichtung (16) einen
digitalen Signalprozessor (20) aufweist.
20. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Tongenerierungseinrichtung (16) zur Hör
barmachung der Töne mit einer akustischen Ausgabeeinheit
Verbunden oder an eine solche anschließbar ist.
21. Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass es ein Gehäuse (2) aufweist, in dem die Ton
generierungseinrichtung (16) und von außen bedienbar die
Eingabeeinrichtung (15) angeordnet sind und an dem vorzugs
weise Haltemittel (6) zum Halten oder Tragen des Musikin
strumentes (1) vorgesehen sind, die bspw. durch in dem Ge
häuse vorgesehene Durchbrüche (5) gebildet sind.
22. Musikinstrument nach Anspruch 21, dadurch gekenn
zeichnet, dass an dem Gehäuse (2) Mittel (7) vorgesehen
sind, die als Orientierungshilfe für die Spielhand des Be
nutzers dienen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=7654106
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| DE2000142300 Ceased DE10042300A1 (de) | 2000-08-29 | 2000-08-29 | Elektronisches Musikinstrument |
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |