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DE10042217A1 - Kolbenkompressor für Fahrzeuge (Kolbenbefestigungsanordnung) - Google Patents

Kolbenkompressor für Fahrzeuge (Kolbenbefestigungsanordnung)

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DE10042217A1
DE10042217A1 DE2000142217 DE10042217A DE10042217A1 DE 10042217 A1 DE10042217 A1 DE 10042217A1 DE 2000142217 DE2000142217 DE 2000142217 DE 10042217 A DE10042217 A DE 10042217A DE 10042217 A1 DE10042217 A1 DE 10042217A1
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Knorr Bremse Systeme fuer Schienenfahrzeuge GmbH
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    • F16J1/16Connection to driving members with connecting-rods, i.e. pivotal connections with gudgeon-pin; Gudgeon-pins
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Abstract

Um bei einem Kolbenkompressor für Fahrzeuge, insbesondere für Schinenfahrzeuge, der im wesentlichen aus einer eine Drehbewegung erzeugenden Antriebseinheit (2) und einer nachgeschalteten Verdichtereinheit (1) besteht, welche im wesentlichen aus mindestens einem an einem Gehäuse (3) für eine Kurbelwelle (16) angeordneten topfartigen Zylinder (4) mit zugeordnetem Kolben (13) besteht, wobei die über die Antriebseinheit (2) angetriebene Kurbelwelle (16) ihre Drehbewegung über je ein Pleuel (15) in eine lineare Bewegung für den Kolben (13) zum Komprimieren von Luft umwandelt, DOLLAR A eine unter Einsatz einfach zu fertigender Bauteile zuverlässige und ohne ein Spezialwerkzeug lösbare Kolbenbolzenbefestigung zu schaffen, wird vorgeschlagen, DOLLAR A daß der Kolben (13) am Pleuel (15) über einen mindestens eine radiale Gewindebohrung (20a, 20b) aufweisenden Kolbenbolzen (17) gelagert ist, der in eine Querbohrung (21) des Kolbens (13) sowie eine Durchgangsbohrung (22) des Pleuels (15) eingeschoben ist, wobei mindestens eine stirnflächenseitig in den Kolben (13) eingebrachte und in fluchtende Übereinstimmung mit der radialen Gewindebohrung (20a, 20b) am Kolbenbolzen (17) stehende Axialbohrung (23a, 23b) vorgesehen ist, worüber mittels einer zugeordneten Schraube (24a, 24b) von der Stirnflächenseite des Kolbens (13) her eine Verschraubung erfolgt, um den Kolben (13) am Pleuel (15) zu befestigen.

Description

Die Erfindung betrifft einen Kolbenkompressor für Fahrzeuge, insbesondere für Schienen­ fahrzeuge, der im wesentlichen aus einer eine Drehbewegung erzeugenden Antriebseinheit und einer nachgeschalteten Verdichtereinheit besteht, welche im wesentlichen aus mindes­ tens einem an einem Gehäuse für eine Kurbelwelle angeordneten topfartigen Zylinder mit zugeordnetem innenliegenden Kolben besteht, wobei die über die Antriebseinheit angetriebe­ ne Kurbelwelle ihre Drehbewegung über je ein Pleuel in eine lineare Bewegung für den Kol­ ben zum Komprimieren von Luft umwandelt.
Die im Fahrzeugbereich zum Einsatz kommenden Kolbenkompressoren sind gewöhnlich ei­ nem langen Dauerbetrieb oder einem häufigen Ein- und Ausschalten ausgesetzt, was rei­ bungsbedingt zu einer hohen Wärmeentwicklung führt. Im Fahrzeugbereich wurden daher bisher vorwiegend ölgeschmierte Kolbenkompressoren verwendet, die erforderlichenfalls eine ausreichende Abfuhr überschüssiger Wärme über einen Ölkühlungskreislauf zur Sicher­ stellung einer stets optimalen Betriebstemperatur aufweisen.
In jüngster Zeit kommen in verschiedenen Industriebereichen auch trockenlaufende Kolben­ kompressoren zum Einsatz. Ein trockenlaufender Kolbenkompressor arbeitet in seiner Ver­ dichtereinheit ohne ein im Gehäuse befindliches Schmieröl. Stattdessen wird die Schmierung an der Kolbenlaufbahn durch eine besonders reibungsarme dynamische Dichtungsanordnung ersetzt. Alle drehenden Bauteile sind üblicherweise wälzgelagert. Die gekapselten Wälzlager werden dabei mit einer temperaturbeständigen langlebigen Fettfüllung versehen. Im Ventil­ bereich werden gleitgeführte Bauteile weitestgehend vermieden. Durch die Summe dieser Maßnahmen ist eine Ölschmierung in der Verdichtereinheit entbehrlich. Folglich kann bei­ spielsweise auch die Gefahr einer Verölung der von der Verdichtereinheit erzeugten Druck­ luft ausgeschlossen werden. Durch den Wegfall eines Ölkreislaufs und größerer zusätzlicher Ausgleichsmassen kann ein trockenlaufender Kolbenkompressor relativ leichtbauend ausge­ führt werden.
Die vorliegende, eine Kolbenbefestigung beinhaltende Erfindung ist sowohl bei einem ölge­ schmierten Kolbenkompressor als auch bei einem trockenlaufenden Kolbenkompressor mit ganz unterschiedlichen Zylinderanordnungen bei der Verdichtereinheit anwendbar. So kann eine Verdichtereinheit auch nach Art eines mehrstufigen Kolbenverdichters mit einer Nieder­ druckstufe und mindestens einer weiteren darauffolgenden Hochdruckstufe oder auf andere Weise ausgebildet sein.
Aus der zum Stand der Technik zählenden EP 0 611 428 B1 ist eine Kolbenbefestigungs­ anordnung für einen Kolbenverdichter bekannt, bei welcher der Kolben mit dem Kolbenbol­ zen verschweißt ist. Dabei ist das kolbenseitige Ende des Pleuels eines Kurbeltriebs in eine Ausnehmung an der unteren Seite des Kolbens eingeführt und durch einen Kolbenbolzen am Kolben gehalten, dessen Endabschnitte in entsprechenden Querbohrungen des Kolbens gela­ gert sind. Dabei sind die Abschnitte, die durch die Umlaufkante wenigstens eines Endes des Kolbenbolzens und der benachbarten Innenfläche der entsprechenden Querbohrung des Kol­ bens festgelegt werden, über mindestens einen Schweißpunkt miteinander verbunden. Der Schweißpunkt ist in einem ersten Schweißbereich enthalten, der einen definierten Abschnitt der Umlaufkante des Endes des Kolbenbolzens umfaßt. In einem im wesentlichen gegenü­ berliegenden zweiten Schweißbereich ist wenigstens ein weiterer Schweißpunkt platziert.
Diese spezielle Anordnung der Schweißpunkte bildet zwar eine zuverlässige und an geeig­ neter Stelle platzierte Befestigung des Kolbenbolzens am Kolben, so daß die ortsfeste Lage des Kolbenbolzens relativ zum Kolben stets gesichert ist; gleichwohl ist eine Schweiß­ verbindung im Reparatur- oder Wartungsfall durch ihre Unlösbarkeit recht nachteilig und führt zumindest zum Verlust des Kolbens sowie des Kolbenbolzens.
Eine weitere bekannte Variante einer Kolbenbefestigung geht aus der DE 197 54 979 A1 hervor. Diese demgegenüber mit einem Werkzeug in einfacher Weise lösbare Kolben­ befestigung bedient sich einer Paßschraube. Die Paßschraube verfügt über ein selbstschnei­ dendes Gewinde, das von einem Passungsabschnitt gefolgt ist, der in einen zylindrischen Schraubenkopf mit Innensechskant als Eingriff für das Werkzeug mündet. Die Paßschraube übernimmt die Funktion eines Kolbenbolzens und ist mit ihrem Gewinde zu einer Seite quer im Kolben eingeschraubt. Der mittlere Passungsabschnitt ist für die Lagerung des Pleuels vorgesehen. Der Schraubenkopf ist zur anderen Seite des Kolbens angeordnet. Da diese Art von Kolbenbefestigung insbesondere auf Seiten des Gewindes relativ beanspruchungsgefährdet ist, eignet sie sich nur beschränkt für den Einsatz in Kolbenkompressoren, die im Betrieb eine hohe Belastung des Kolbenbolzens verursachen. Weiterhin ist die Paßschraube als Spe­ zialteil recht aufwendig in der Herstellung.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kolbenbefestigungsanordnung bei einem Kolbenkompressor zu schaffen, die unter Einsatz einfach zu fertigender Bauteile eine zuver­ lässige und ohne ein Spezialwerkzeug lösbare Befestigung eines Kolbenbolzens an einem Kolben ermöglicht.
Die Aufgabe wird ausgehend von einem Kolbenverdichter gemäß dem Oberbegriff des An­ spruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die nachfolgenden abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, daß der Kolben am Pleuel über einen min­ destens eine radiale Gewindebohrung aufweisenden Kolbenbolzen gelagert ist, der in eine Querbohrung des Kolbens eingeschoben ist, wobei mindestens eine stirnflächenseitig in den Kolben eingebrachte und in fluchtende Übereinstimmung mit der radialen Gewindebohrung am Kolbenbolzen stehende Axialbohrung vorgesehen ist, worüber mittels einer zugeordneten Schraube von der Stirnflächenseite des Kolbens her eine Verschraubung erfolgt, um den Kol­ ben am Pleuel zu befestigen.
Die Erfindung schafft damit den Vorteil, daß eine einfache Montage- oder Demontage des Kolbens über ein Lösen bzw. Anziehen mindestens einer genormten Schraube mittels eines herkömmlichen Sechskantschlüssel erfolgen kann. Die Verschraubung erfolgt dabei von der Stirnflächenseite des Kolbens her, d. h. vom dem Kompressionsraum zugewandten Kolben­ boden her, und ist insoweit gut zugänglich. Da die erfindungsgemäße Lage der Gewindeboh­ rungen nicht die Festigkeit des Kolbenbolzens beeinträchtigt, kann dieser seine kraftübertra­ gende Funktion zwischen dem Pleuel und dem Kolben zuverlässig ausführen. Die erfindungs­ gemäße Lösung eignet sich insbesondere für trockenlaufende Kolbenkompressoren, da hier ein Spiel am Kolbenbolzen, welches zu Relativbewegungen zwischen dem Kolben und dem Kolbenbolzen führen kann, wegen der festen Verschraubung vermieden wird. Selbst bei ge­ ringen Relativbewegungen würde bereits nach kurzer Betriebszeit wegen der fehlenden Öl­ dämpfung bei einem trockenlaufenden Kolbenkompressor der Kolbenbolzen in der Querboh­ rung des Kolbens ausschlagen.
Vorzugsweise sind genau zwei stirnflächenseitig im Kolben eingebrachte Axialbohrungen vorgesehen, welche beidseits des Pleuels angeordnet sind und mit korrespondierenden Ge­ windebohrungen im Kolbenbolzen zusammenwirken. Mit diesen Bohrungen kommen dann zwei genormte Schrauben für die Kolbenbefestigung zum Einsatz. Diese Anordnung bildet eine symmetrische Kraftaufteilung zwischen den zwei verwendeten Verschraubungsstellen, um bei der Kolbenbefestigung eine optimale Belastungssituation zu schaffen.
Vorteilhafter Weise ist die stirnflächenseitig im Kolben eingebrachte Axialbohrung endseitig angesenkt, um den Kopf der zylinderschraubenartig ausgebildeten Schraube vollständig auf­ zunehmen. Daneben ist es auch möglich den Kolben mit einem erhöhten stirnflächenseitigen Randbereich auszubilden, um zu vermeiden, daß ein Schraubenkopf über die Stirnfläche des Kolbens hinausragt.
Insbesondere für einen trockenlaufenden Kolbenkompressor ist in die Durchgangsbohrung am kolbenseitigen Ende des Pleuels ein lebensdauergeschmiertes Nadellager eingesetzt, wel­ ches eine Wälzlagerstelle zum Kolbenbolzen bildet. Es ist auch denkbar an dieser Stelle bei einem ölgeschmierten Kolbenverdichter ein einfaches Gleitlager zu verwenden. Das Pleuel kann in vorteilhafter Weise über ein Wälzlager an der Kurbelwelle befestigt sein und zu die­ sem Zwecke über geteilte, miteinander verbindbare Halbschalen verfügen, die in ihrer Aus­ bildung eine besonders einfache Montage des Pleuels durch die Zylinderöffnung im Gehäuse hindurch ermöglichen.
Gemäß einer weiteren die Erfindung verbessernden Maßnahme wirkt mindestens eine Schraube mit Mitteln zum Sichern gegen ein selbsttätiges Lösen zusammen. Eine derartige Sicherung ist dann erforderlich, wenn die Gefahr besteht, daß sich die Schraube aufgrund von Betriebsschwingungen des Kolbenverdichters lösen könnte. In den meisten Fällen sind Mittel zum Sichern gegen ein selbsttätiges Lösen jedoch entbehrlich, da sich die Schrauben unter normalen Umständen allein aufgrund der Eigenvorspannung selbst sichern. Vorzugsweise ist - falls erforderlich - als Mittel zum Sichern gegen ein selbsttätiges Lösen der Schraube ein Klebstoff vorgesehen, der eine feste Verbindung zwischen der Schraube und dem Kolben herstellt. Diese Sicherungsmaßnahme für die Schraube ist einfach und wirkungsvoll. Alter­ nativ hierzu ist auch die Verwendung von herkömmlichen Spannscheiben oder Sperrkantrin­ ge denkbar.
In erfindungsgemäßer Weise kann eine einfache Montage der Kolbenbefestigungsanordnung durch eine Abfolge weniger Montageschritte durchgeführt werden. Zunächst wird demnach das Pleuel an die im Gehäuse bereits montierte Kurbelwelle angebracht. Der mindestens eine Kolben wird dann auf das insoweit vormontierte zugeordnete Pleuel aufgesetzt. Dann wird der Kolbenbolzen unter Bildung einer Spielpassung in die Querbohrung des Kolbens und die fluchtende Durchgangsbohrung am kolbenseitigen Ende des Pleuels eingesetzt. Schließlich wird der Kolbenbolzen am Kolben über die mindestens eine Schraube verschraubt, gegebe­ nenfalls gesichert, und der zugeordnete Zylinder wird auf den Kolben aufgeschoben und mit dem Gehäuse verschraubt.
Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Außenansicht eines Kolbenkompressors mit 3 Zylindern in 180° V-Bauweise und
Fig. 2 eine teilweise Schnittdarstellung im Bereich eines Zylinders des Kolbenkompressors gemäß Fig. 1 mit einer erfindungsgemäßen Kolbenbefestigungsanordnung.
Ein trockenlaufender Kolbenkompressor gemäß Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer 2- stufigen Verdichtereinheit 1 mit angeflanschter Antriebseinheit 2. Die Antriebseinheit 2 ist als Elektromotor ausgeführt und ist am Gehäuse 3 der Verdichtereinheit 1 über eine Schraub­ verbindung lösbar befestigt. Die Antriebseinheit 2 versetzt eine im Gehäuse 3 angeordnete - hier nicht sichtbare - Kurbelwelle in eine Drehbewegung, welche in eine Hubbewegung für Kolben umgesetzt wird, die innerhalb der am Gehäuse 3 befestigten topfartigen Zylinder 4a bis 4c zur Drucklufterzeugung untergebracht sind. Durch die Kolbenbewegung wird aus der Atmosphäre Luft über eine eingangsseitige Filteranordnung 5 angesaugt und verdichtet. Die so erzeugte Druckluft passiert eine Kühleranordnung 6 und steht danach dem Druckluftsys­ tem eines Fahrzeuges über den Anschluß 7 zur Verfügung. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Verdichtereinheit 1 als mehrstufiger Kolbenverdichter mit Niederdruckstufe und Hoch­ druckstufe ausgeführt. Der Niederdruckstufe sind die Zylinder 4b und 4c zugeordnet; zur Hochdruckstufe gehört der Zylinder 4a. Die Zylinder 4a bis 4c sind am Gehäuse 3 der Verdichtereinheit 1 gegenüberliegend in 180° V-Bauweise angeordnet. Zur Befestigung der Ver­ dichtereinheit 1 mit angeflanschter Antriebseinheit 2 an einer nicht weiter dargestellten Trä­ gerkonstruktion eines Fahrzeuges sind Verbindungsmittel 8 vorgesehen.
Die Fig. 2 gibt einen Einblick in das Innere der Verdichtereinheit 1, beispielhaft im Bereich eines Zylinders 4. Der Zylinder 4 ist stirnseitig über eine Ventilplatte 9 mittels eines Zylin­ derkopfes 10 verschlossen. Zur Befestigung des Zylinderkopfes 10 am Zylinder 4 sind meh­ rere Schrauben 11a, 11b vorgesehen. Im Zylinder 4 ist eine Laufbuchse 12 aus einem rei­ bungsminimalen harten Werkstoff eingelassen, innerhalb der ein Kolben 13 zur Drucklufter­ zeugung hin- und herbewegbar angeordnet ist. Als dynamische Dichtung zwischen der Lauf­ buchse 12 und dem Kolben 13 ist ein Dichtring 14 innerhalb einer nutförmigen Ausnehmung am oberen Randbereich des Kolbens 13 vorgesehen. Der Dichtring 14 besteht ebenfalls aus einem reibungsminimalen Werkstoff. Der lineare Antrieb des Kolbens 13 erfolgt über eine Kurbeltriebanordnung mittels eines Pleuels 15, das auf der dem Kolben 13 gegenüberliegen­ den Seite mit einer hier nur teilweise dargestellten Kurbelwelle 16 verbunden ist. Die kolben­ seitige Befestigung des Pleuels 15 erfolgt über einen Kolbenbolzen 17, der mit dem Kolben 13 lösbar verbunden ist. Auf dem Kolbenbolzen 17 ist das obere Ende des Pleuels 15 über ein lebensdauergeschmiertes Nadelager 18 gelagert. Die kurbelwellenseitige Lagerung des Pleu­ els 15 ist durch ein Wälzlager 19 realisiert.
Zur Befestigung des rohrförmig ausgebildeten Kolbenbolzens 17 besitzt dieser zwei beabstandet angeordnete radiale Gewindebohrungen 20a, 20b, die sich parallel zur Achse des Zylinders 4 erstrecken und beidseits des Pleuels 15 angeordnet sind. Der Kolbenbolzen 17 ist - eine Spielpassung bildend - in eine Querbohrung 21 des Kolbens 13 eingeschoben. Dabei ist der Kolbenbolzen 17 in seiner Länge so bemessen, daß dieser in die Querbohrung 21 voll­ ständig einsteckbar ist. Der Mittelbereich des Kolbenbolzens 17 wirkt dabei mit einer Durch­ gangsbohrung 22 am kolbenseitigen Ende des Pleuels 15 zur Bildung der Lagerstelle über das Nadellager 18 zusammen. Der Kolben 13 weist zwei mit den beiden Gewindebohrungen 20a, 20b korrespondierende parallele stirnflächenseitige Axialbohrungen 23a, 23b auf. Die Axial­ bohrungen 23a, 23b stehen in fluchtender Übereinstimmung mit den Gewindebohrungen 20a, 20b des Kolbenbolzens 17. Hierüber erfolgt eine Verschraubung durch zugeordnete genormte Schrauben 24a, 24b, so daß der Kolbenbolzen 17 fest am Kolben 13 befestigt ist.
Die erfindungsgemäße Kolbenbefestigungsanordnung bei einem vorzugsweise trockenlau­ fenden Kolbenkompressor ermöglicht unter Einsatz einfach zu fertigender Bauteile eine zu­ verlässige und ohne ein Spezialwerkzeug lösbare Befestigung eines Kolbenbolzens an einem Kolben.
Bezugszeichenliste
1
Verdichtereinheit
2
Antriebseinheit
3
Gehäuse
4
Zylinder
5
Filteranordnung
6
Kühleranordnung
7
Anschluß
8
Verbindungsmittel
9
Ventilplatte
10
Zylinderkopf
11
Schraube
12
Laufbuchse
13
Kolben
14
Dichtring
15
Pleuel
16
Kurbelwelle
17
Kolbenbolzen
18
Nadellager
19
Wälzlager
20
Gewindebohrung
21
Querbohrung
22
Durchgangsbohrung
23
Axialbohrung
24
Schraube

Claims (10)

1. Kolbenkompressor für Fahrzeuge, insbesondere für Schienenfahrzeuge, der im we­ sentlichen aus einer eine Drehbewegung erzeugenden Antriebseinheit (2) und einer nachge­ schalteten Verdichtereinheit (1) besteht, welche im wesentlichen aus mindestens einem an einem Gehäuse (3) für eine Kurbelwelle (16) angeordneten topfartigen Zylinder (4) mit zu­ geordnetem Kolben (13) besteht, wobei die über die Antriebseinheit (2) angetriebene Kur­ belwelle (16) ihre Drehbewegung über je ein Pleuel (15) in eine lineare Bewegung für den Kolben (13) zum Komprimieren von Luft umwandelt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (13) am Pleuel (15) über einen mindestens eine radiale Gewindebohrung (20a, 20b) aufweisenden Kolbenbolzen (17) gelagert ist, der in eine Querbohrung (21) des Kolbens (13) sowie eine Durchgangsbohrung (22) des Pleuels (15) eingeschoben ist, wobei mindestens eine stirnflächenseitig in den Kolben (13) eingebrachte und in fluchtende Über­ einstimmung mit der radialen Gewindebohrung (20a, 20b) am Kolbenbolzen (17) stehende Axialbohrung (23a, 23b) vorgesehen ist, worüber mittels einer zugeordneten Schraube (24a, 24b) von der Stirnflächenseite des Kolbens (13) her eine Verschraubung erfolgt, um den Kolben (13) am Pleuel (15) zu befestigen.
2. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenbolzen (17) unter Bildung einer Spielpassung oder einer Übergangspassung in die Querbohrung am Kolben (13) eingeschoben ist.
3. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß genau zwei stirnflächenseitig im Kolben (13) eingebrachte Axialbohrungen (23a, 23b) vorgesehen sind, welche beidseits des Pleuels (15) angeordnet sind, und mit korrespon­ dierenden Gewindebohrungen (20a, 20b) im Kolbenbolzen (17) zusammenwirken, um über zwei Schrauben (24a, 24b) eine kraftflußoptimale Kolbenbefestigung zu gestatten.
4. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnflächenseitig im Kolben (13) eingebrachte Axialbohrung (23) endseitig ange­ senkt ist, um den Kopf der zylinderschraubenartig ausgebildeten Schraube (24a, 24b) zumin­ dest teilweise aufzunehmen.
5. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Durchgangsbohrung (22) am kolbenseitigen Ende des Pleuels (15) ein lebensdau­ ergeschmiertes Nadellager (18) eingesetzt ist, welches eine Wälzlagerstelle zum Kolbenbol­ zen (17) bildet.
6. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Schraube (24a, 24b) mit Mitteln zum Sichern gegen ein selbsttätiges Lösen zusammenwirkt.
7. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zum Sichern gegen ein selbsttätiges Lösen der Schraube (24a, 24b) ein Kleb­ stoff vorgesehen ist, der eine feste Verbindung zwischen der Schraube (24a, 24b) und dem Kolben (13) herstellt.
8. Kolbenkompressor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Pleuel (15) über ein Wälzlager (19) an der Kurbelwelle (16) befestigt ist und über geteilte miteinander verbindbare Halbschalen verfügt, die in ihrer Ausbildung eine Montage des Pleuels (15) durch die Zylinderöffnung im Gehäuse (3) hindurch ermöglichen.
9. Kolbenkompressor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtereinheit (1) nach Art eines mehrstufigen Kolbenverdichters mit einer Nie­ derdruckstufe und mindestens einer weiteren darauffolgenden Hochdruckstufe ausgebildet ist.
10. Verfahren zur Montage einer Kolbenbefestigungsanordnung bei einem Kompressor nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • - das Pleuel (15) wird an die im Gehäuse (3) montierte Kurbelwelle (16) angebracht,
  • - der mindestens eine Kolben (13) wird auf das insoweit vormontiertes Pleuel (15) auf­ gesetzt,
  • - der Kolbenbolzen (17) wird in die Querbohrung (21) des Kolbens (13) und die fluch­ tende Durchgangsbohrung (22) am kolbenseitigen Ende des Pleuels (15) eingesetzt,
  • - der Kolbenbolzen (17) wird am Kolben (13) über die mindestens eine Schraube (24a, 24b) verschraubt, und
  • - schließlich wird der zugeordnete Zylinder (4) auf den Kolben (13) geschoben und am Gehäuse (3) verschraubt.
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