DE10041882A1 - Verfahren zur Ermittlung der Schichtdickenverteilung in einer Lackschicht - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung der Schichtdickenverteilung in einer LackschichtInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung einer beim Farbsprühen nach Eingabe bestimmter Sprühparameter in eine Lacksprüheinrichtung mit elektrostatischer Aufladung zu erwartenden Schichtdickenverteilung in der erzeugten Lackschicht mittels einer dafür eingerichteten Datenverarbeitungsanlage. Es erfolgt eine Erstellung eines phänomenologischen mathematischen Modells eines quasi dreidimensionalen Sprühbildes, eine Eingabe von spezifischen Parametern als feste Eingabeparameter für das phänomenologische Modell, eine Eingabe von zusätzlichen realen physikalischen Eingabeparametern, die einem künstlichen neuronalen Netz zugeführt werden, das zuvor unter Verwendung realer Eingabedaten angelernt wurde, und das eine Umwandlung der zusätzlichen Eingabeparameter in Modell-Eingabeparamenter durchführt, eine Einspeisung der Modell-Eingabeparameter in das phänomenologische Modell, eine Erzeugung von Sprühbildern durch das phänomenologische Modell an ausgewählten Punkten (38, 40, 42) auf einer Bewegungsbahn (17), in Abhängigkeit von Bewegungsdaten der Sprüheinrichtung, welche Bewegungsdaten als Polygonzug in den Eingabeparametern enthalten sind, eine Erstellung von einzelnen Kopien der Sprühbilder auf eine virtuelle Oberfläche in Abhängigkeit von einem Skalierungsfaktor, eine Integration der Kopien der Sprühbilder zur Gesamtlackschicht integriert werden und eine Ausgabe der Schichtdickenverteilung dieser Lackschicht.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung einer beim Farblacksprü
hen nach Eingabe bestimmter Sprühparameter in eine Lacksprüheinrichtung mit
elektrostatischer Aufladung zu erwartenden Schichtdickenverteilung in der zu erzeu
genden Lackschicht.
Es ist ein Verfahren zur Vorab-Berechnung des Lackierergebnisses von elektrosta
tisch basierten Lackieranlagen bekannt, das auf empirischen Untersuchungen be
ruht, mit Hilfe derer wenig fundierte Schätzwerte und nur sehr vereinfachte mathe
matische Beschreibungen für das Lackierergebnis ermittelbar sind. Die dabei not
wendigen extremen Vereinfachungen, wobei auch einige Einflüsse auf das Lackie
rergebnis, wie zum Beispiel Umgebungstemperatur oder Art und Form der Lackier
kabine unberücksichtigt bleiben, führen zu einer unzureichenden Genauigkeit der
Berechnung.
Weiterhin kann eine komplexe physikalische Modellbildung vorgenommen werden,
mit deren Hilfe der sehr komplexe physikalische Prozeß des Lackierens detailgetreu
nachgebildet und anhand dessen das Lackierergebnis bestimmt werden soll.
Nachteilig ist hierbei die Komplexität der Modellbildung. Eine hinreichend genaue
Nachbildung der physikalischen Vorgänge während des Lackiervorganges, und ins
besondere deren Rückwirkungen untereinander ist quasi nicht möglich, da es sich
um stochastisch ablaufende Vorgänge handelt (Zerstäubung, Verwirbelung, etc.).
Der Aufwand für die Modellbildung und die reine Berechnungszeit des Modells ist für
derzeit verfügbare Rechenanlagen inakzeptabel hoch (Tage oder Wochen).
Es ist ein Verfahren bekannt geworden, bei dem die Ermittlung der zu erwartenden
Schichtdickenverteilung in einer zu erzeugenden Lackschicht bei relativ geringem
Aufwand zu ausreichend genauen Ergebnissen führt. Bei dem Verfahren wird nicht
der gesamte physikalische Prozeß des Lackierens, sondern das Lackierergebnis,
zunächst ohne Berücksichtigung der physikalischen Prozesse, anhand eines phä
nomenologischen Modells nachgebildet. Die dabei berücksichtigten Modellparameter
entsprechen nur teilweise den tatsächlichen Parametern des Lackiervorganges. Der
Zusammenhang zwischen Modellparametern und den realen Sprühparametern wird
mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze hergestellt, die anhand realer Messungen an
gelernt werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfah
ren der eingangs genannten Art anzugeben, mittels welchem die Bewegungsbahn
eines Zerstäubers sowie die Simulation des Farbauftrages mit ausreichender Ge
nauigkeit auf möglichst günstige Weise erreicht wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren zur Ermittlung der Schicht
dickenverteilung in einer Lackschicht mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen
gelöst.
Besonders vorteilhaft ist es, daß vom phänomenologischen Modell Sprühbilder ge
bildet werden, die in einer werteren Funktionseinheit an ausgewählten Punkten auf
einer Bewegungsbahn, abhängig von Bewegungsdaten der Sprüheinrichtung, welche
Bewegungsdaten als Polygonzug in den Eingabeparametern enthalten sind, sowie
abhängig von einem Skalierungsfaktor auf eine virtuelle Oberfläche kopiert werden.
Die einzelnen Kopien der Sprühbilder werden zur Gesamtlackschicht integriert und
die Schichtdickenverteilung dieser Lackschicht wird ausgegeben.
Auf diese Weise wird nämlich erreicht, daß die Bewegung der Sprüheinrichtung so
wie deren Bewegungsbahn mit der erforderlichen Genauigkeit nachgebildet werden
kann, wobei eine Einteilung der virtuellen Oberfläche mit einem besonders kleinen
Raster, das die Rechenzeit über ein nützliches Maß ansteigen läßt, vermieden ist.
Die ausgewählten Punkte werden als Mittelpunkte der Sprühbilder verwendet. Der
Kopiervorgang eines Sprühbildes auf die virtuelle Oberfläche entspricht dem Auftrag
einer bestimmten Menge an Lack. Mit der Angabe, um welchen Mittelpunkt das
Sprühbild kopiert werden soll, wird auf besonders günstige Weise der Farbauftrag
auf den betroffenen Bereich der virtuellen Oberfläche festgelegt. Durch wiederholtes,
mittelpunktversetztes Kopieren des Sprühbildes entlang seiner Bewegungsbahn
überlagern sich sozusagen die verschiedenen Sprühbilder in einer durch die Simula
tion bestimmten Weise und lassen nach und nach die Lackschicht entstehen.
Um die Bewegung der Sprüheinrichtung auf vorteilhaft einfache Weise in der Simula
tion zu erfassen wird die Bewegungsbahn mit einem Polygonzug abgebildet. Zwi
schen zwei aufeinanderfolgenden Eckpunkten des Polygonzugs wird die Sprühein
richtung mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.
Eine Verbesserung des Simulationsergebnisses wird erreicht, indem ein Skalie
rungsfaktor eingeführt wird, der für das Sprühbild als antiproportional zu der jeweili
gen Geschwindigkeit der Sprüheinrichtung ermittelt wird und der auch eine der
Kennlinie des Zerstäubers entsprechende geschwindigkeitsabhängige Absenkung
des Zerstäuberwirkungsgrades berücksichtigen kann.
Die Simulationsgenauigkeit wird verbessert, wenn für einen Abstand von zwei auf
einanderfolgenden Eckpunkten, der größer ist als die Genauigkeit des Rastermaßes,
die Steigung der durch die von zwei aufeinanderfolgenden Eckpunkten eines Poly
gonzugs bestimmten Bahngeraden ermittelt wird. Aus der Steigung wird diejenige
Koordinatenrichtung als führende Koordinatenrichtung ermittelt, deren Betrag der
jeweiligen Differenz der x- beziehungsweise y-Koordinaten größer ist. Anders ausge
drückt heißt das, daß diejenige Koordinatenrichtung als führende Koordinatenrich
tung gewählt wird, deren Werte sich vergleichsweise stärker ändern.
Der Rechenaufwand wird sich vorteilhaft verringern, wenn die bestimmten Punkte
nach den in der führenden Koordinatenrichtung des Rastermaßes vorgegebenen
Rasterkoordinaten festgelegt und die jeweiligen zugeordneten Werte der nicht
führenden Koordinatenrichtung ermittelt werden.
Für den Fall, daß der Abstand von zwei aufeinanderfolgenden Eckpunkten kleiner ist
als die Genauigkeit des Rastermaßes, wird das entsprechende Sprühbild punktweise
für jeden der beiden Eckpunkte unter Beachtung eines Korrekturfaktors kopiert, wo
bei der Korrekturfaktor die realen sowie der Modell-Eingabeparameter für diesen
Bahnabschnitt berücksichtigt. Das vom phänomenologischen Modell ermittelte
Sprühbild wird günstigerweise in nur einem Kopiervorgang mit den betreffenden
Eckpunkten als Mittelpunkte auf die virtuelle Oberfläche übertragen.
Ein Kopiervorgang reduziert sich auf nur einen Kopierschritt, wenn der dem Sprüh
bild zugeordnete bestimmte Punkt eine zulässige Differenz zu der nächstliegenden
Rasterkoordinate unterschreitet. Das Verfahren ist dadurch vorteilhaft vereinfacht.
Sollten bei einem Kopiervorgang eines Sprühbildes auf die virtuelle Oberfläche zwei
oder vier Kopierschritte durchgeführt werden, dann wird jedem Kopierschritt eine
Einzelintensität zugeordnet. Demgemäß wird das jedem Kopierschritt zugeordnete
Sprühbild mit einem der Intensität entsprechendem Intensitätsfaktor multipliziert. So
ist auf einfache Weise gewährleistet, daß die simulierte Lackmenge der zu simulie
renden realen Lackmenge entspricht.
Die Einzelintensität eines Kopierschritts ist jedenfalls kleiner als die oder gleich mit
der Gesamtintensität des Sprühbildes für den betreffenden Kopiervorgang. Die Ein
zelintensität wird nach den Abständen zu den nächstliegenden Rasterkoordinaten
von betroffenen Teilflächen der virtuellen Oberfläche ermittelt. Auf diese Weise ist
eine besonders vorteilhafte Simulation des Lackauftragens erreicht.
Bei einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Einzelintensität für den
Kopiervorgang der Sprühbilder an denjenigen bestimmten Punkten, die mit den Eck
punkten der Bewegungsbahn, beziehungsweise des Polygonzugs zusammenfallen,
mit dem Faktor 0,5 multipliziert. Hier wird ein vorteilhaft weicher oder stoßfreier
Übergang von einer Teilstrecke der Bewegungsbahn auf eine nächstfolgende er
reicht. Der gemeinsame Eckpunkt zweier aufeinanderfolgender Teilstrecken kann auf
die beschrieben Art als Anfangs- beziehungsweise Endpunkt jeweils für die betref
fende Teilstrecke berücksichtigt werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprü
chen angegeben.
Anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen sollen die Er
findung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung, sowie be
sondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht 10 auf einen lackierten Bereich,
Fig. 2 einen ersten bestimmten Punkt in einem ersten Ausschnitt eines
Rasters,
Fig. 3 einen zweiten bestimmten Punkt in einem zweiten Ausschnitt eines
Rasters und
Fig. 4 einen dritten bestimmten Punkt in einem dritten Ausschnitt eines
Rasters.
Die Fig. 1 zeigt eine Draufsicht 10 auf einen lackierten Bereich 12, dessen Lack
schichtdickenverteilung durch unterschiedliche Grautönung kenntlich gemacht wur
de. In die Draufsicht 10 ist eine x-Achse 14 sowie eine y-Achse 16 eingefügt. Ein er
stes Schnittbild 18 zeigt die Schichtdickenverteilung entlang der y-Achse 16 mittels
einer ersten Kurve 20 und ein zweites Schnittbild 22 zeigt die Schichtdickenvertei
lung entlang der x-Achse 14 mittels einer zweiten Kurve 24. In einem Informations
feld 26 sind die minimalen beziehungsweise maximalen Werte der Schichtdicken für
das erste Schnittbild 18 sowie das zweite Schnittbild 22 angegeben. Eine Bewe
gungsbahn 17 mit verschiedenen Eckpunkten 19 zeigt die Wegstrecke, auf der sich
eine Sprüheinrichtung entlang bewegt, um den lackierten Bereich 12 zu simulieren.
Der lackierte Bereich 12 ist ein Beispiel für eine simulierte Schichtdickenverteilung
einer Lackschicht, wobei zunächst ein bestimmtes, zum Beispiel quadratisches 5 mm
x 5 mm großes Raster zur Beschreibung einer virtuellen Oberfläche festgelegt und in
einem zweidimensionalen Array dargestellt wird. Das heißt jedem Rasterpunkt ent
spricht eine 5 mm x 5 mm große virtuelle Teilfläche und so wird die Farbschichtdicke
für eine Teilfläche durch einen Zahlenwert in dem entsprechenden Element eines
Arrays gespeichert. Eine Verkleinerung des Rasters, beispielsweise auf 1 mm x 1 mm
große Teilflächen, was einer entsprechend höheren Auflösung entspricht, erhöht den
Rechenaufwand für die Datenverarbeitungsanlage überproportional. Letztlich be
grenzt die zu Verfügung stehende Rechenzeit die Auflösung.
Des weiteren ist in Fig. 1 eine Problematik dargestellt, die dann auftritt, wenn die Be
wegungsbahn 17 der Sprüheinrichtung, das wird insbesondere ein Zerstäuber oder
Rotationszerstäuber sein, eine höhere Auflösung erfordert, als das Raster hat. In
diesem Beispiels ist das betreffende Raster mit 5 mm x 5 mm gewählt und der Zer
stäuber soll parallel zu den Rasterlinien verlaufende Teilstrecken der Bewegungs
bahn 17 lackieren, die einen Abstand von 57 mm aufweisen, wobei die Orientierung
nach x- oder y-Richtung nur eine untergeordnete Rolle spielt, da hier nur ein grund
legendes Problem gezeigt werden soll. Demgemäß wird das Verfahren die erste
Bahn für den Zerstäuber bei 55 mm legen, dis folgenden Bahnen bei 110 mm,
170 mm, 225 mm, 285 mm und so fort. Das heißt, das Raster ist zu groß für diese Lac
kieraufgabe, so daß Riefen oder Unregelmäßigkeiten in Richtung der Bewegungs
bahnen des Zerstäubers simuliert werden, die in einem realen Sprühbild nicht vor
handen sind. Zur Verbesserung der Simulation insbesondere wegen dieser Proble
matik sind die nachfolgenden Verbesserungen und Ausgestaltungen der Erfindung
gedacht.
Das Beispiel soll auch eine grundlegende Ausgestaltung des Verfahrens zur Ermitt
lung einer Schichtdickenverteilung in einer Lackschicht deutlich machen. Vom phä
nomenologischen Modell werden Sprühbilder ermittelt. Diese Sprühbilder werden um
bestimmte Punkte der Bewegungsbahn 17 der Sprüheinrichtung, das heißt bei
spielsweise eines Rotationszerstäubers, auf die virtuelle Oberfläche kopiert. Der Ko
piervorgang simuliert den Lackiervorgang. Soll zum Beispiel ein bestimmter Lack
strom mit der Sprüheinrichtung, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt
wird, gesprüht werden, dann wird insgesamt eine durch diese Randbedingungen
festgelegte Menge an Lack auf einer bestimmten Strecke der Bewegungsbahn 17
gesprüht. Diese Lackmenge wird durch eine entsprechende Anzahl an Kopiervor
gängen von simulierten skalierten Sprühbildern auf die virtuelle Oberfläche simuliert.
Die Geschwindigkeit des Zerstäubers wird mittels der Lage sowie der Verteilung der
Mittelpunkte der simulierten Sprühbilder auf der Bewegungsbahn 17 simuliert.
Schließlich wird die Bewegungsbahn 17 zusammen mit anderen Bewegungsdaten
der Sprüheinrichtung simuliert. Die Gesamtlackschicht an einer Stelle der virtuellen
Oberfläche wird durch Integration aus den Lackanteilen der simulierten Sprühbilder
an dieser Stelle ermittelt.
Die Fig. 2, 3 sowie 4 zeigen jeweils ein Beispiel für verschiedene Lagen eines be
stimmten Punktes in einem ihn umgebenden Rastermaß, der als Mittelpunkt für ein
Sprühbild dienen soll und anhand dessen verschiedene Kopiervorgänge bezie
hungsweise Kopierschritte erklärt werden sollen.
Diesen drei Figur gemeinsam ist ein Raster, wobei dessen Rastermaß 1 cm × 1 cm
große Teilflächen sind. Es sind vier benachbarte Teilfelder 30, 32, 34, 36 gezeigt, die
quadratisch angeordnet sind, wobei das erste Teilfeld 30 die Koordinaten (X/Y) ha
ben soll. Das zweite Teilfeld 32 hat die Koordinaten (X+1 cm/Y), das dritte Teilfeld 34
hat die Koordinaten (X/Y+1 cm) und das vierte Teilfeld weist die Koordinaten
(X+1 cm/Y+1 cm) auf. Die Koordinaten geben jeweils den in der geometrischen Mitte
liegenden Punkt des betreffenden Teilfeldes an, der für das gesamte Teilfeld reprä
sentativ sein soll. In einer Legende zu den vier Teilfeldern 30, 32, 34, 36 wird deren
jeweilige Einzelintensität für einen Kopierschritt angegeben in % im Vergleich zu der
Gesamtintensität des Sprühbildes, das gerade auf die virtuelle Oberfläche kopiert
werden soll. Die Einzelintensität beziehungsweise die Gesamtintensität sind jeweils
als Intensitätsfaktoren zu interpretieren, mit dem der Farbauftrag, den der Kopiervor
gang simuliert, skaliert wird, wobei die maximale Intensität bei 100% erreicht ist, was
einem Intensitätsfaktor von 1 entspricht. Der Intensitätsfaktor wird nicht größer als
eins sein, um nicht in einem Kopierschritt eine größere Farbmenge auf einer virtuel
len Oberfläche zu simulieren, als die einzelnen Sprühbilder vorgeben.
Außerdem werden die Koordinaten des betreffenden bestimmten Punktes angege
ben.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens wird anhand der nachfolgenden Figu
ren erläutert. Hierbei kann insbesondere eine Bewegungsbahn der Sprüheinrichtung,
die nicht genau mit den repräsentativen Koordinaten von Teilfeldern beschrieben
werden kann, auf günstige Weise simuliert werden.
Die Fig. 2 zeigt einen ersten bestimmten Punkt 38 bei den Koordinaten 38(X/Y) in
dem Ausschnitt des Rasters mit den vier Teilflächen 30, 32, 34, 36. Die Position des
ersten bestimmten Punktes 38 fällt mit der repräsentativen Koordinate der vierten
Teilfläche 30 zusammen. Die Lage des Mittelpunktes des zu kopierenden Sprühbil
des ist somit identisch mit den Rasterkoordinaten. Die Einzelintensität für die betrof
fene vierte Teilfläche 36 wird in diesem Fall zu 100%, was einem Intensitätsfaktor
von 1 entspricht. Alle anderen Einzelintensitäten der Teilflächen 32, 34, 36 sind 0%,
was einem Intensitätsfaktor von 0 entspricht. Für die Simulation bedeutet das, daß
nur ein einziger Kopierschritt für den Kopiervorgang des betreffenden Sprühbildes
um die Koordinaten der vierten Teilfläche 30 als Mittelpunkt des betreffenden Sprüh
bildes erfolgt.
Die Fig. 3 zeigt einen zweiten bestimmten Punkt 40 bei den Koordinaten
40(X+0,5 cm/Y+1 cm), wobei dieser mittig auf der gemeinsamen Begrenzung der
dritten 34 sowie der vierten Teilfläche 36 angeordnet ist. Durch die Lage des zweiten
bestimmten Punktes 40 genau auf halber Distanz einer gedachten Strecke zwischen
den repräsentativen Koordinaten der beiden betroffenen Teilflächen 34, 36 werden
zwei Kopierschritte für den Kopiervorgang vorgenommen. Da genau zwei Teilflächen
34, 36 betroffen sind, wird entsprechend der Lage des zweiten bestimmten Punktes
40 eine erste Einzelintensität eines ersten Kopiervorganges des betreffenden Sprüh
bildes um den Mittelpunkt mit den repräsentativen Koordinaten der dritten Teilfläche
34 zu 50% ermittelt sowie eine zweite Einzelintensität eines zweiten Kopiervorgan
ges des betreffenden Sprühbildes um den Mittelpunkt mit den repräsentativen Koor
dinaten der vierten Teilfläche 36 ebenfalls zu 50% ermittelt. Die Summe der Einze
lintensitäten ergibt eine Gesamtintensität von 100%. Demgemäß wurde die gesamte
vom betreffenden Sprühbild vorgegebene Lackmenge auf die virtuelle Oberfläche
kopiert, das heißt eine entsprechende Lackschicht durch den Kopiervorgang mit zwei
Kopierschritten simuliert.
Die Fig. 4 zeigt einen dritten bestimmten Punkt 42 bei den Koordinaten
42(X+0,5 cm/Y+0,5 cm), wobei dieser auf dem gemeinsamen Grenzpunkt aller vier
Teilflächen 30, 32, 34, 36 angeordnet ist. Gemäß dieser Position, das heißt der Lage
des Mittelpunktes des simulierten Sprühbildes sind alle vier Teilflächen 30, 32, 34, 36
anteilig von der Simulation des Lackauftragens betroffen. In diesem Fall ist der dritte
bestimmte Punkt 42 gleich weit von allen vier repräsentativen Koordinaten der
Teilflächen 30, 32, 34, 36 entfernt. Demgemäß wird jeder Teilfläche eine Einzelinten
sität von 25% zugeordnet. Die Summe der Einzelintensitäten ergibt wiederum eine
Gesamtintensität von 100%. Es wird aber auch jeweils ein Kopiervorgang des
Sprühbilds um jede repräsentative Koordinate der Teilflächen 30, 32, 34, 36 unter
Berücksichtigung der entsprechenden Einzelintensität durchgeführt.
Claims (15)
1. Verfahren zur Ermittlung einer Schichtdickenverteilung in einer erzeugten
Lackschicht, die beim Lacksprühen nach Eingabe bestimmter Sprühparameter in ei
ne Lacksprüheinrichtung mit elektrostatischer Aufladung zu erwarten ist, unter Ein
satz einer dafür eingerichteten Datenverarbeitungsanlage, welches folgende Schritte
umfaßt;
- a) Erstellung eines phänomenologisches mathematisches Modells eines qua si dreidimensionalen Sprühbildes,
- b) Eingabe von spezifischen Parametern als feste Eingabeparameter für das phänomenologische Modell,
- c) Eingabe von zusätzlichen realen physikalischen Eingabeparametern, die einem künstlichen neuronalen Netz zugeführt werden, das zuvor unter Verwendung realer Eingabedaten angelernt wurde, und das eine Um wandlung der zusätzlichen Eingabeparameter in Modell-Eingabeparameter durchführt,
- d) Einspeisung der Modell-Eingabeparameter in das phänomenologische Mo dell,
- e) Erzeugung von Sprühbildern durch das phänomenologische Modell an ausgewählten Punkten (38, 40, 42) auf einer Bewegungsbahn (17), in Ab hängigkeit von Bewegungsdaten der Sprüheinrichtung, welche Bewe gungsdaten als Polygonzug in den Eingabeparametern enthalten sind,
- f) Erstellung von einzelnen Kopien der Sprühbilder auf eine virtuelle Oberflä che in Abhängigkeit von einem Skalierungsfaktor,
- g) Integration der Kopien der Sprühbilder zur Gesamtlackschicht integriert werden und
- h) Ausgabe der Schichtdickenverteilung dieser Lackschicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Koordinaten
der Eckpunkte (19) des Polygonzugs der Bewegungsdaten mit einer größeren Ge
nauigkeit ermittelt werden, als die eines gewählten Rastermaßes der virtuellen Ober
fläche.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Koordi
naten der ausgewählten Punkte (38, 40, 42) mit einer größeren Genauigkeit ermittelt
werden als die des gewählten Rastermaßes der virtuellen Oberfläche.
4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Mittelpunkte der Sprühbilder die ausgewählten Punkte (38, 40, 42) verwen
det werden.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprüheinrichtung zwischen zwei auf der Bewegungsbahn (17) aufeinander
folgenden Eckpunkten (19) des Polygonzugs mit konstanter Geschwindigkeit bewegt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Skalierungsfaktor für das Sprühbild als antiproportional zu der jeweiligen
Geschwindigkeit der Sprüheinrichtung ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß für einen Abstand von zwei auf der Bewegungsbahn (17) aufeinanderfolgenden
Eckpunkten (19), der größer ist als die Genauigkeit des Rastermaßes, die Steigung
der durch die von den zwei aufeinanderfolgende Eckpunkte (19) eines Polygonzugs
bestimmten Teilstrecke ermittelt wird, und daß diejenige Koordinatenrichtung als füh
rende Koordinatenrichtung ermittelt wird, deren Betrag der jeweiligen Differenz der
x- beziehungsweise y-Koordinaten größer ist.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die ausgewählten Punkte (38, 40, 42) nach den in der führenden Koordinaten
richtung des Rastermaßes vorgegebenen Rasterkoordinaten festgelegt und die je
weiligen zugeordneten Werte der nichtführenden Koordinatenrichtung ermittelt wer
den.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
für einen Abstand von zwei auf der Bewegungsbahn (17) aufeinanderfolgenden Eck
punkten (19), der kleiner ist als die Genauigkeit des Rastermaßes, das entsprechen
de Sprühbild punktweise für jeden der beiden Eckpunkte (19) unter Beachtung eines
Korrekturfaktors kopiert wird, wobei der Korrekturfaktor die realen sowie der Modell-
Eingabeparameter für diese Teilstrecke der Bewegungsbahn (17) berücksichtigt.
10. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kopiervorgang des Sprühbildes auf die virtuelle Oberfläche dann in einem
Kopierschritt durchgeführt wird, wenn der dem Sprühbild zugeordnete ausgewählten
Punkt (38, 40, 42) eine zulässige Differenz zu der nächstliegenden Rasterkoordinate
unterschreitet.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kopiervorgang eines Sprühbildes auf die virtuelle Oberfläche in zwei oder vier
Kopierschritten durchgeführt wird, und daß jedem Kopierschritt eine Einzelintensität
zugeordnet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der
Kopierschritte nach der räumlichen Nähe zur jeweils nächstliegenden Rasterkoordi
nate jeder Koordinatenrichtung ermittelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
zelintensität kleiner als die oder gleich mit der Gesamtintensität des Sprühbildes für
den betreffenden Kopiervorgang, und daß die Einzelintensität nach den Abständen
zu den Rasterkoordinaten von nächstliegenden beteiligten Teilflächen der virtuellen
Oberfläche ermittelt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Summe der Einzelintensitäten des Sprühbildes für den betreffenden Kopiervor
gang der Gesamtintensität dieses Sprühbildes entspricht.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einzelintensität für den Kopiervorgang der Sprühbilder an denjenigen ausge
wählten Punkten (38, 40, 42), die mit den Eckpunkten (19) der Bewegungsbahn (17),
beziehungsweise des Polygonzugs zusammenfallen, mit dem Faktor 0,5 multipliziert
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000141882 DE10041882A1 (de) | 2000-08-25 | 2000-08-25 | Verfahren zur Ermittlung der Schichtdickenverteilung in einer Lackschicht |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2000141882 DE10041882A1 (de) | 2000-08-25 | 2000-08-25 | Verfahren zur Ermittlung der Schichtdickenverteilung in einer Lackschicht |
Publications (1)
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|---|---|
| DE10041882A1 true DE10041882A1 (de) | 2002-03-07 |
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ID=7653819
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|---|---|---|---|
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