DE10041710A1 - Sitzanordnung für ein einen Bodentunnel aufweisendes Kraftfahrzeug - Google Patents
Sitzanordnung für ein einen Bodentunnel aufweisendes KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Um aus Gründen eines besseren optischen Eindrucks unter einem Fahrzeugsitz (1) vorgesehene Einrichtungen zur Sitzverstellung, wie Schienen (12), möglichst zu verbergen, übergreift ein flächiger, im Querschnitt winkelförmiger Bereich (9') des Sitzrahmens (9) einen bodenseitigen Tunnel (8) teilweise und ist über eine Schiene (12) längsverstellbar an diesem abgestützt. Eine entsprechende Schiene (11) an der Sitzaußenseite ist durch den Seitenschweller (6) des Fahrzeugs verdeckt. Die Erfindung bietet ferner den Vorteil, daß zwischen Sitz (1) und Tunnel (8) bzw. Mittelkonsole (7) kein Spalt existiert, in den Gegenstände hineinfallen können.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sitzanordnung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Bei bekannten Sitzanordnungen dieses Aufbaus ist der Sitzrahmen an seiner Unterseite
mit Rollen oder Gleitschuhen versehen, die im Bereich der Sitzaußenseite und der dem
Bodentunnel benachbarten Sitzinnenseite mit bodenseitigen Schienen zusammenwirken
und eine Sitzlängsverstellung gestatten. Optisch unbefriedigend ist dabei häufig die
Tatsache, daß die dem Bodentunnel benachbarte Schiene der Sitzverstellung und ggf.
auch sitzseitige Bestandteile dieser Verstellung gut sichtbar sind und den optischen
Eindruck negativ beeinträchtigen. Die außenseitige Sitzschiene und die mit ihr
zusammenwirkenden sitzseitigen Elemente sind dagegen in der Regel durch den
seitlichen Bodenschweller abgedeckt.
Ein anderer Nachteil der bekannten Sitzanordnungen ist darin zu sehen, daß zwischen
dem längsverstellbaren Sitz und dem Bodentunnel bzw. einer ihn abdeckenden
feststehenden Konsole schon im Hinblick auf die Relativbewegungen zwischen diesen
beiden Teilen ein Spalt vorliegt, in den leicht Gegenstände hineinfallen können. Aus
diesem Grunde existieren bereits Vorschläge (DE 34 42 863 C1, DE 41 12 990 A1), die
in dem besagten Spalt eine Art Blende enthalten, die am Sitzrahmen an den
Sitzlängsbewegungen teilnehmend festgelegt ist. Bei Sitzlängsbewegungen gleitet eine
Kante dieser Blende auf der Mittelkonsole. Diese Konstruktionen beseitigen also den
Spalt zwischen Sitz und Bodentunnel bzw. Konsole nicht, sondern begrenzen ihn nach
unten; sie ändern auch nichts an der Tatsache, daß nach wie vor die dem Bodentunnel
benachbarte Schiene sowie andere Elemente der Sitzverstellung den optischen Eindruck
beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Sitzanordnung zu
schaffen, die dem Bodentunnel benachbarte Bestandteile der Sitzverstellung verbirgt und
gleichzeitig den störenden Spalt zwischen Sitz und Bodentunnel bzw. Konsole beseitigt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs, vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung beschreiben
die Unteransprüche.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß sich auf der dem
Bodentunnel zugekehrten Innenseite des Sitzes eine "Wand" in Gestalt des
winkelförmigen Bereichs des Rahmens findet, die an den Sitzbewegungen teilnimmt.
Man kann diesen Bereich des Sitzrahmens demgemäß auch zur Unterbringung bzw.
Anlenkung einer Armlehne und einer Gurtaufnahme ausnutzen, d. h. von Teilen, deren
Lage relativ zum Fahrzeuginsassen bei allen Längsstellungen des Sitzes möglichst
unverändert bleiben soll. Demgemäß kann es auch zweckmäßig sein, diesen Bereich
des Rahmens zur Unterbringung von Bedienelementen, beispielsweise für eine
elektrische Sitzverstellung, auszunutzen.
Der definierte Bereich des Rahmens übergreift nicht nur den Bodentunnel bzw. bildet
einen Bestandteil einer an Sitzbewegungen teilnehmenden Konsole, sondern er
übergreift auch die dem Bodentunnel benachbarte Schiene sowie die verschiedenen
anderen dort vorgesehenen Elemente der Sitzlängsverstellung. Dadurch können diese
ohne Rücksichtnahme auf ihren optischen Eindruck und ohne Rücksichtnahme darauf,
daß sie nicht störend in den Fahrgastraum vorstehen dürfen, allein unter technischen
Gesichtspunkten ausgelegt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung
erläutert, deren Fig. 1 perspektivisch eine erfindungsgemäß gestaltete Sitzanordnung
zeigt, während Fig. 2 schematisch die Verhältnisse im Bereich des Bodentunnels im
wesentlichen in einem senkrechten Querschnitt durch das Fahrzeug wiedergibt.
Betrachtet man zunächst Fig. 1, so ist allgemein mit 1 der Sitz, enthaltend den
eigentlichen Sitz 2 mit Polster und die Rückenlehne 3, bezeichnet; diese beiden Teile 2
und 3 sind in üblicher Weise bei 4 zur Veränderung der Rückenlehnenneigung
schwenkbar verbunden. Der Fahrzeugboden 5 weist an der Fahrzeugaußenseite den
Bodenschweller 6 und fahrzeuginnenseitig die Mittelkonsole 7 auf, die - siehe Fig. 2 -
den Bodentunnel 8 abdeckt, der in der Regel zur Aufnahme einer Antriebswelle dient.
Wesentlich für die Erfindung ist das Vorsehen eines schalenförmigen Rahmens 9, der in
der Regel über einen Zwischenrahmen (Polsterrahmen) das Polster des Sitzteiles 2 trägt
und der bei 10, also auf der Außenseite der Sitzanordnung, mit Rollen und/oder
Gleitstücken versehen ist, die mit der Schiene 11 im oder am Boden 5 als Bestandteile
einer Längsverstellvorrichtung des Sitzes 1 zusammenwirken. Derartige
Längsverstellvorrichtungen, sei es mit Handantrieb, sei es mit motorischem Antrieb, sind
bestens bekannt und brauchen daher hier in ihren Einzelheiten nicht beschrieben zu
werden.
Während bei üblichen Sitzanordnungen auch an der Innenseite des Sitzes bzw. des
Sitzrahmens, also im Bereich der Mittelkonsole 7 bzw. des Bodentunnels 8, freiliegend im
oder am Boden 5 eine derartige Sitzverstellschiene vorgesehen ist, sieht die Erfindung
eine derartige Schiene 12, wie aus Fig. 2 ersichtlich, unter einem Winkelbereich 9' des
beschriebenen Rahmens 9 vor, so daß der Rahmen sich unter Verwendung von
Gleitstücken oder Rollen im Bereich des Tunnels 8 am Boden abstützt, und zwar so, daß
der Rahmenbereich 9' den Bodentunnel 8 teilweise übergreift. Dadurch wird die
Möglichkeit gegeben, den Rahmenbereich 9' in diesem Ausführungsbeispiel mit einer
Funktionsleiste 13 zu versehen, die Bedienelemente 14 beispielsweise für eine
motorische Sitzverstellung trägt und an den Sitzlängsbewegungen teilnimmt. In Fig. 1
ist auch angenommen, daß dieser Bereich 9' des Rahmens 9 schwenkbar die Armlehne
15 trägt, die demgemäß bei jeder Sitzlängsverstellung des Sitzes 1 ihre optimale Position
relativ zum Fahrzeuginnensassen einnimmt. Dasselbe gilt bezüglich eines
Sicherheitsgurtes, da die Gurtaufnahme 16 ebenfalls in dem Rahmenbereich 9' und
damit an den Sitzbewegungen teilnehmend angeordnet ist.
Sofern, wie bei modernen Sitzanordnungen üblich, auch eine Vorrichtung zur
Höhenverstellung des Sitzes vorgesehen ist, wird man das Sitzpolster nicht unmittelbar
auf dem diskutierten Rahmen 9 anordnen, sondern einen Zwischenrahmen, d. h. einen
Sitzpolsterrahmen, vorsehen, der in Fig. 2 bei 17 angedeutet ist. Zwischen ihm und
dem schalenartigen Rahmen 9 erkennt man in Fig. 2 eine Sitzhöhenverstellung 18;
Konstruktionen für Sitzhöhenverstellungen sind ebenfalls bekannt und brauchen daher
im Einzelnen nicht erläutert zu werden.
Die Konsole 7 wird in diesem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 durch die an der
Bewegung des Sitzes 1 teilnehmende Funktionsleiste 13, durch die an
Längsbewegungen des benachbarten Sitzes 19 teilnehmende Funktionsleiste 20 und
durch das am Tunnel 8 befestigte Zwischenteil 21 gebildet; wie bei 22 und 23
angedeutet, untergreifen die Funktionsleisten 13 und 20 das Mittelteil 21 zur Vermeidung
von Spalten.
Mit der Erfindung ist demgemäß eine gattungsgemäße Sitzanordnung geschaffen, die
ohne Beeinträchtigung der Verstellmöglichkeiten des Sitzes hinsichtlich des optischen
Eindrucks und der Vermeidung eines Spalts zwischen Sitz und Mitteltunnel bzw.
Mittelkonsole optimiert ist.
Claims (5)
1. Sitzanordnung für ein einen nach oben ragenden Bodentunnel (8) aufweisendes
Kraftfahrzeug mit einem ein Sitzpolster und einen dieses tragenden Rahmen (9)
enthaltenden Sitz (2), dessen Rahmen (9) auf seiner dem Tunnel (8) abgekehrten
Außenseite auf einer bodenseitigen Schiene (11) längsverstellbar abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (9) mit einem flächigen, im Querschnitt
winkelförmigen Bereich (9') den Tunnel (8) zumindest teilweise übergreift und an
diesem mittels einer weiteren Schiene (12) längsverschiebbar abgestützt ist.
2. Sitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Sitzpolster ein
Zwischenrahmen (17) zugeordnet ist, der über eine Höhenverstellvorrichtung (18)
vom Rahmen (9) getragen ist.
3. Sitzanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen
(9) schalenartig ausgebildet ist.
4. Sitzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem flächigen winkelförmigen Bereich (9') Bedienelemente (13) insbesondere für
eine motorische Sitzverstellung angeordnet sind.
5. Sitzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der flächige winkelförmige Bereich (9') eine Armlehne (15) vorzugsweise schwenkbar
trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10041710A DE10041710A1 (de) | 2000-08-25 | 2000-08-25 | Sitzanordnung für ein einen Bodentunnel aufweisendes Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10041710A DE10041710A1 (de) | 2000-08-25 | 2000-08-25 | Sitzanordnung für ein einen Bodentunnel aufweisendes Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10041710A1 true DE10041710A1 (de) | 2002-03-07 |
Family
ID=7653722
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10041710A Withdrawn DE10041710A1 (de) | 2000-08-25 | 2000-08-25 | Sitzanordnung für ein einen Bodentunnel aufweisendes Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10041710A1 (de) |
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| US10633906B2 (en) | 2015-08-17 | 2020-04-28 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. K.G. | Device for manually and/or electromotively adjusting or securing a first vehicle part and a second vehicle part relative to each other |
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