DE10041677C2 - Zusätzliche Strompfade zur Optimierung des Störverhaltens einer supraleitenden Magnetanordnung und Verfahren zu deren Dimensionierung - Google Patents
Zusätzliche Strompfade zur Optimierung des Störverhaltens einer supraleitenden Magnetanordnung und Verfahren zu deren DimensionierungInfo
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Abstract
Eine supraleitende Magnetanordnung zur Erzeugung eines Magnetfeldes in Richtung einer z-Achse in einem um z = 0 angeordneten Arbeitsvolumen mit mindestens einer stromführenden Magnetspule (M) und mit mindestens einem zusätzlichen, supraleitend geschlossenen Strompfad (P1, ..., Pn), welcher induktiv auf Änderungen des magnetischen Flusses durch die von ihm umschlossene Fläche reagieren kann, wobei die durch diese zusätzlichen Strompfade im Betriebszustand aufgrund von induzierten Strömen erzeugten Magnetfelder in z-Richtung im Arbeitsvolumen die Größenordnung von 0,1 Tesla betragsmäßig nicht überschreiten, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspule(n) und die Strompfade derart ausgelegt ist (sind), dass bei Einsatz einer zusätzlichen Störspule (D), welche im Magnetvolumen im Wesentlichen ein homogenes Störfeld erzeugt, die Größe beta = 1 - g·T· È DOLLAR F1 sich um mehr als 0,1 von einem Wert beta¶0¶ = 1 - g·T· È DOLLAR F2 unterscheidet, welcher resultieren würde, wenn alpha = 0 wäre. Dadurch kann eine herkömmlich berechnete Magnetanordnung mit einfachen und unaufwändigen Mitteln so modifiziert werden, dass das Störverhalten des Magnetsystems unter Berücksichtigung des Diamagnetismus des Supraleiters korrekt optimiert wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine supraleitende Magnetanordnung zur Erzeugung eines
Magnetfeldes in Richtung einer z-Achse in einem um z = 0 angeordneten
Arbeitsvolumen mit mindestens einer stromführenden Magnetspule und mit
mindestens einem zusätzlichen, supraleitend geschlossenen Strompfad, welcher
induktiv auf Änderungen des magnetischen Flusses durch die von ihm
umschlossene Fläche reagieren kann, wobei die durch diese zusätzlichen
Strompfade im Betriebszustand aufgrund von induzierten Strömen erzeugten
Magnetfelder in z-Richtung im Arbeitsvolumen die Größenordnung von 0.1 Tesla
betragsmäßig nicht überschreiten, sowie ein Verfahren zur Dimensionierung der
zusätzlichen Strompfade.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise bekannt aus der US-A 4,974,113.
Supraleitende Magnetanordnungen mit aktiv abgeschirmten Magneten
sind bekannt aus US-A 5,329,266 oder US-A 4,926,289.
Das Einsatzgebiet von supraleitenden Magneten umfasst verschiedene
Anwendungsfelder, insbesondere die Magnetresonanzverfahren, in welchen in
der Regel die zeitliche Stabilität des Magnetfeldes wichtig ist. Zu den
anspruchsvollsten Anwendungen gehört die hochauflösende Kernresonanz-
Spektroskopie (NMR-Spektroskopie). Zeitliche Feldfluktuationen können sowohl
vom supraleitenden Magneten selbst als auch von seiner Umgebung verursacht
werden. Während mit der aktuellen Magnet- und Leitertechnologie zeitlich sehr
stabile Felder erzeugt werden können, besteht auf dem Gebiet der
Unterdrückung externer magnetischer Störungen noch Handlungsbedarf. Im
folgenden werden Wege aufgezeigt, wie diesen Störungen entgegengewirkt
werden kann. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Störkompensation bei
supraleitenden Solenoidmagneten mit aktiver Streufeldabschirmung.
Die US-A 4,974,113 beschreibt u. a. einen kompensierenden supraleitenden
Solenoidmagneten, wobei jedoch keine aktive Abschirmung des Magnetsystems
erwähnt ist. Die Idee dabei besteht darin, dass mindestens zwei voneinander
unabhängige supraleitende Strompfade mittels zweier koaxial angeordneter
supraleitender Solenoidspulen realisiert und so berechnet sind, dass auftretende
externe Magnetfeldstörungen im Inneren der Anordnung und unter Berücksichti
gung der Erhaltung des magnetischen Gesamtflusses für jeden geschlossenen
supraleitenden Strompfad im Langzeitverhalten auf einen Restwert von
höchstens 20% der ursprünglichen Störung unterdrückt werden. Ferner
beschreibt die US-A 4,974,113 eine Methode zur Berechnung des Störverhaltens
für solche Anordnungen, welche auf dem Prinzip der Erhaltung des
magnetischen Flusses durch eine geschlossene supraleitende Schlaufe basiert.
Eine Anwendung dieser Idee auf ein aktiv abgeschirmtes Magnetsystem ist in der
US-A 5,329,266 beschrieben. Dort ist eine Vielzahl von abschirmenden, struktu
rierten Kompensationsspulen vorgesehen, welche supraleitend in Serie
geschaltet sind und jeweils für sich eine im Verhältnis zu den Hauptspulen
geringe Stromtragfähigkeit in der Größenordnung von maximal einem Ampère
aufweisen, damit im Falle eines Zusammenbruchs der Supraleitung (= Quench)
das von der Magnetanordnung nach außen dringende Streufeld möglichst gering
bleibt.
Einen alternativen Weg zeigt die US-A 4,926,289 auf, in der ein aktiv
abgeschirmtes, supraleitendes Magnetsystem mit einem radial inneren und
einem radial äußeren, supraleitend kurzgeschlossenen Spulensystem
beschrieben ist, wobei zwischen dem inneren und dem äußeren Spulensystem
ein supraleitender Kurzschluss mit begrenzter Stromtragfähigkeit vorgesehen ist,
der als Differenzstrombegrenzer wirken soll. Eine Kompensation von externen
Störungen wird dadurch ermöglicht, dass sich durch den supraleitenden
Strombegrenzer zwischen den beiden Spulensystemen eine Verschiebung der
Stromverteilung zwischen dem radial inneren und dem radial äußeren
supraleitenden Strompfad ergeben kann. Im Quenchfall soll die geringe
Stromtragfähigkeit des Differenzstrombegrenzers sicherstellen, dass das von der
Magnetanordnung erzeugte externe Streufeld klein bleibt.
Dimensioniert man zusätzliche Strompfade nach der obigen Lehre, wird man in
gewissen Fällen feststellen, dass die gewünschte Kompensationswirkung nur
schlecht erreicht wird. Bei aktiv abgeschirmten Magneten mit nur einem einzigen
supraleitend kurzgeschlossenen Strompfad weicht das beobachtete Störverhal
ten besonders deutlich vom - nach zitiertem Stand der Technik - berechneten
ab. Der Grund dafür ist, dass in den gängigen Verfahren zur Berechnung des
Störverhaltens einer supraleitenden Magnetanordnung der Supraleiter als ein
nichtmagnetisches Material behandelt wird. In der vorliegenden Erfindung wird
demgegenüber zusätzlich berücksichtigt, dass sich der Supraleiter gegenüber
Feldfluktuationen kleiner als 0.1 Tesla im Wesentlichen als diamagnetisches
Material verhält und somit kleine Feldfluktuationen weitgehend aus seinem
Innern verdrängt. Dies manifestiert sich in einer Umverteilung des magnetischen
Flusses der Feldfluktuationen in der Magnetanordnung, was sich wiederum
darauf auswirkt, wie der supraleitende Magnet und weitere supraleitend
geschlossene Strompfade auf eine externe Störung reagieren, weil diese
Reaktion durch das Prinzip der Erhaltung des magnetischen Flusses durch eine
geschlossene supraleitende Schlaufe bestimmt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Magnetanord
nung der eingangs genannten Art mit möglichst einfachen und unaufwändigen
Mitteln so zu modifizieren, dass das Störverhalten eines Magnetsystems unter
Berücksichtigung des Diamagnetismus des Supraleiters korrekt optimiert wird.
Dabei beschränkt sich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung nicht darauf, eine
Magnetanordnung der eingangs genannten Art so zu modifizieren, dass externe
Feldfluktuationen im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung weitgehend unter
drückt werden, sondern es sollen auch Anordnungen so ausgelegt werden
können, dass sie eine externe Feldfluktuation in einem bestimmten Maße
verstärken oder abschwächen. Solche Anordnungen sind beispielsweise dann
gewünscht, wenn die externe Feldfluktuation durch Feldmodulationsspulen
erzeugt wird, deren Wirkung im Arbeitsvolumen möglichst stark sein soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die mindestens eine
stromführende Magnetspule und der (die) zusätzliche(n) Strompfade derart
ausgelegt sind, dass bei Einsatz einer zusätzlichen Störspule, welche im
Magnetvolumen im Wesentlichen ein homogenes Störfeld erzeugt, die Größe β
(jener Faktor, um den die Störung durch die Reaktion des Magneten verstärkt
oder abgeschwächt wird) gemäß
berechnet wird. Dies jedoch nur dann, wenn sich dieser Wert um mehr als 0.1
vom Wert
unterscheidet, welcher resultieren würde,
wenn α = 0 wäre.
Die genannten Größen haben folgende Bedeutung:
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der Magnetspule gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . . gPn),
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feld beiträge der Strompfade Pi für i ≠ j und der Magnetspule,
gM: Feld pro Ampère der Magnetspule im Arbeitsvolumen ohne die Feld beiträge der Strompfade,
gD: Feld pro Ampère der Störspule im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade und der Magnetspule,
Lcl: Matrix der induktiven Kopplungen zwischen der Magnetspule und den Strompfaden sowie zwischen den Strompfaden untereinander,
Lcor: Korrektur zur Induktivitätsmatrix Lcl, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe,
L cl|←D: Vektor der induktiven Kopplungen der Störspule mit der Magnetspule und den Strompfaden,
L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter dia magnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe.
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der Magnetspule gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
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L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter dia magnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe.
Das Anbringen zusätzlicher Strompfade in einem supraleitenden Magneten ist
eine Methode, um das Störverhalten des Magneten zu verbessern. Damit die
zusätzlichen Strompfade die gewünschte Wirkung entfalten können, müssen sie
richtig dimensioniert werden.
Dies bedeutet nach dem oben zitierten Stand der Technik, dass ihre Feldeffizienz
gPj und die Feldeffizienz gM des Magneten sowie die induktiven Kopplungen der
zusätzlichen Strompfade untereinander, mit dem Magneten und mit allfälligen
externen Feldquellen sowie alle Selbstinduktivitäten richtig berechnet und in der
Auslegung der Spulen der Strompfade berücksichtigt werden. In einer
erfindungsgemäßen Anordnung wird dagegen bei der Dimensionierung der
zusätzlichen Strompfade berücksichtigt, dass zusätzlich zu den erwähnten
Spuleneigenschaften ein magnetisches Abschirmverhalten des supraleitenden
Volumenanteils im Magneten auftritt.
Dieses Abschirmverhalten erscheint zwar in allen supraleitenden Magnetsyste
men, wirkt sich aber nur in speziellen Konfigurationen signifikant auf das Störver
halten aus. Nur diese Konfigurationen sind erfindungsgemäß, weil bei allen ande
ren Anordnungen die Spulendimensionierung nach dem zitierten Stand der
Technik bereits befriedigende Resultate liefert. Der Vorteil einer erfindungsge
mäßen Anordnung, in welcher sich das erwähnte magnetische Abschirmverhal
ten des Magneten signifikant im Störverhalten der Anordnung niederschlägt, ist
somit, dass vermieden werden kann, dass das Verhalten der Anordnung gegen
über externen magnetischen Störungen nicht den Erwartungen entspricht. Dabei
beschränkt sich die vorliegende Erfindung nicht auf Anordnungen, die externe
Feldfluktuationen in ihrem Arbeitsvolumen weitgehend unterdrücken, sondern es
sollen auch Anordnungen so ausgelegt werden können, dass sie eine externe
Feldfluktuation in einem bestimmten Maße verstärken oder abschwächen.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Magnet
anordnung, bei der der supraleitende Magnet ein radial inneres und ein radial
äußeres, elektrisch in Serie zusammengeschaltetes, koaxiales Spulensystem
umfasst, wobei diese beiden Spulensysteme im Arbeitsvolumen je ein Magnet
feld mit entgegengesetzter Richtung entlang der z-Achse erzeugen.
In einer solchen Anordnung wirkt sich das magnetische Abschirmverhalten des
Supraleiters im Magneten typischerweise besonders stark auf das Störverhalten
der Magnetanordnung aus.
Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform weisen das radial innere
Spulensystem und das radial äußere Spulensystem näherungsweise
entgegengesetzt gleich große Dipolmomente auf. Dies ist die Bedingung für
optimale Unterdrückung des Streufeldes des Magneten. Aufgrund der großen
technischen Bedeutung von aktiv abgeschirmten Magneten ist es ein großer
Vorteil, dass Zusatzspulen in solchen Magneten richtig dimensioniert werden
können, auch in jenen Fällen, wo sich das erwähnte magnetische
Abschirmverhalten des Supraleiters im Magneten signifikant in der Wirkung der
zusätzlichen Strompfade niederschlägt.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der obigen Ausführungsform sieht vor,
dass die Magnetspule einen ersten im Betriebszustand supraleitend
kurzgeschlossenen Strompfad bildet, und dass eine mit dem Magneten
galvanisch nicht verbundene Störkompensationsspule koaxial zum Magneten
angeordnet ist und einen weiteren im Betriebszustand supraleitend
kurzgeschlossenen Strompfad bildet. Diese Ausführungsform beinhaltet eine
einfache, realistische Lösung mit lediglich zwei supraleitend geschlossenen
Strompfaden. Es ist also nur ein einziger supraleitender Strompfad zusätzlich
zum supraleitenden Pfad des Magneten selbst vorgesehen.
Vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung, die sich dadurch auszeichnet, dass
mindestens einer der zusätzlichen Strompfade aus einem mit einem
supraleitenden Schalter überbrückten Teil des Magneten besteht. Dies erlaubt
eine Optimierung des Störverhaltens der Magnetanordnung ohne Anbringen
zusätzlicher Spulen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Magnetanordnung zeichnet sich dadurch aus, dass die im Betriebszustand
supraleitend kurzgeschlossenen Strompfade induktiv zumindest weitgehend
voneinander entkoppelt sind. Beim Laden werden daher keine Ströme
gegenseitig induziert, welche sich über die offenen Schalter in viel Wärme
verwandeln würden. Außerdem erfolgt keine gegenseitige Beeinflussung von
driftenden supraleitenden Strompfaden, die z. B. zum stetigen Aufladen einer
Spule führen könnten. Beim Quench eines supraleitenden Strompfades, z. B. des
Magneten, wird durch einen anderen, z. B. eine Kompensationsspule, nicht
plötzlich ein höheres Streufeld erzeugt.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung dieser Magnetanordnung wird
zur induktiven Entkopplung eine unterschiedliche Polarität des radial inneren
Spulensystems und des radial äußeren Spulensystems ausgenutzt. Die Nutzung
der unterschiedlichen Polaritäten von Streufeldabschirmung und Hauptspule
erleichtert das Design von Magnetanordnungen gemäß der oben beschriebenen
Ausführungsform.
Die obengenannten Vorteile der Erfindung zahlen sich besonders in sensitiven
Systemen aus. Deshalb ist bei einer bevorzugten Ausführungsform die
erfindungsgemäße Magnetanordnung Teil einer Apparatur zur hochauflösenden
Magnetresonanz-Spektroskopie, beispielsweise auf dem Gebiet der NMR, ICR
oder MRI.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist die
Magnetresonanz-Apparatur eine Einrichtung zum Feldlock des im
Arbeitsvolumen erzeugten Magnetfelds auf. Durch die Optimierung des
Störverhaltens der Magnetanordnung mit zusätzlichen Strompfaden kann der
NMR-Lock effizient unterstützt werden.
Es sollte allerdings gewährleistet sein, dass vorhandene aktive Vorrichtungen zur
Kompensation von Magnetfeldfluktuationen, wie z. B. dieser NMR-Lock, nicht mit
dem erfindungsgemäßen Entstörkonzept des Magneten wechselwirken. Deshalb
ist bei einer Weiterbildung der obigen Ausführungsform vorgesehen, dass die
induktiven Kopplungen der supraleitenden Strompfade mit der Lock-Spule im
Verhältnis zu den entsprechenden Eigeninduktivitäten der supraleitenden
Strompfade klein sind. Der Vorteil der induktiven Entkopplung der supraleitenden
Strompfade von der Lock-Spule besteht darin, dass die Wirkung des NMR-Locks
durch die supraleitenden Strompfade nicht behindert wird.
Bei einer anderen verbesserten Weiterbildung kann die Magnetanordnung auch
Feldmodulations-Spulen aufweisen. In einer solchen Anordnung kann durch die
vorliegende Erfindung gewährleistet werden, dass die supraleitenden Strompfade
die Wirkung der Feldmodulations-Spulen im Arbeitsvolumen der
Magnetanordnung nicht behindern oder die Wirkung der Feldmodulations-Spulen
sogar verstärken.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, dass mindestens einer der zusätzlichen Strompfade eine elektrisch von der
Magnetanordnung getrennte, supraleitend geschlossene Spule umfasst. Durch
den Einsatz mehrerer zusätzlicher Strompfade stehen mehr Freiheitsgrade zur
Optimierung des Störverhaltens der Magnetanordnung zur Verfügung.
Besonders vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Magnetanordnung, bei der die Größe
dem
Betrag nach kleiner als 0.1 ist. Unter dieser Bedingung werden externe
Feldfluktuationen im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung im Betrag um mehr
als 90 Prozent reduziert, was in den meisten Anwendungen erwünscht ist.
In den Rahmen der vorliegenden Erfindung fällt auch ein Verfahren zur
Dimensionierung der zusätzlichen Strompfade in einer Magnetanordnung, das
sich dadurch auszeichnet, dass der Anteil β einer externen Feldstörung, welcher
in das Arbeitsvolumen des Magnetsystems eindringt, unter Berücksichtigung der
im Magneten und in den zusätzlichen Strompfaden induzierten Stromänderungen
berechnet wird gemäß:
wobei die verwendeten Größen die
oben genannten Bedeutungen haben. Der Vorteil dieser Methode zur
Dimensionierung der zusätzlichen Strompfade besteht darin, dass das
magnetische Abschirmverhalten des Supraleiters im Magneten berücksichtigt
wird. Mit dieser Methode können sämtliche Ausführungsformen der Erfindung
dimensioniert werden, indem das Verhalten des Magnetsystems beim Auftreten
externer Feldstörungen berechnet wird, unter Berücksichtigung der im Magneten
und in den zusätzlichen Strompfaden induzierten Stromänderungen. Die
Methode basiert darauf, dass für die induktiven Kopplungen der zusätzlichen
Strompfade untereinander, mit dem Magneten und mit allfälligen externen
Feldquellen sowie für alle Selbstinduktivitäten Korrekturterme berechnet werden,
welche sich mit einem Gewichtungsfaktor α auf die entsprechenden Größen
niederschlagen. Mit dieser Methode wird eine bessere Übereinstimmung
zwischen berechnetem und messbarem Störverhalten der Magnetanordnung
erreicht als mit einer Methode nach dem zitierten Stand der Technik.
Bei einer einfachen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht der
Parameter α dem Volumenanteil des Supraleitermaterials am Spulenvolumen
des Magneten. Dieser Methode zur Bestimmung des Parameters α liegt die
Annahme zugrunde, dass im Supraleiter die Suszeptibilität gegenüber
Feldfluktuationen (-1) betrage (idealer Diamagnetismus).
Die so bestimmten Werte für α können aber für die meisten Magnettypen
experimentell nicht bestätigt werden. Daher zeichnet sich eine besonders
bevorzugte alternative Verfahrensvariante dadurch aus, dass der Parameter α
für die Magnetanordnung experimentell bestimmt wird aus der Messung der
Größe βexp der Magnetspule, wobei keine zusätzlichen Strompfade vorhanden
sind, bezüglich einer Störspule, welche im Magnetvolumen im Wesentlichen ein
homogenes Störfeld erzeugt, und durch Einsetzen der Größe βexp in die
Gleichung
gM: Feld pro Ampère der Magnetspule im Arbeitsvolumen,
gD: Feld pro Ampère der Störspule im Arbeitsvolumen ohne den Feldbeitrag der Magnetspule,
L cl|M: Induktivität der Magnetspule,
L cl|M←D: induktive Kopplung der Störspule mit der Magnetspule,
L cor|M: Korrektur zur Magnetinduktivität L cl|M, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe,
L cor|M←D: Korrektur zur induktiven Kopplung L cl|M←D der Störspule mit der Magnetspule, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe,
gD: Feld pro Ampère der Störspule im Arbeitsvolumen ohne den Feldbeitrag der Magnetspule,
L cl|M: Induktivität der Magnetspule,
L cl|M←D: induktive Kopplung der Störspule mit der Magnetspule,
L cor|M: Korrektur zur Magnetinduktivität L cl|M, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe,
L cor|M←D: Korrektur zur induktiven Kopplung L cl|M←D der Störspule mit der Magnetspule, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der Magnetspule ergäbe,
g eff|D: gemessene Feldänderung im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung
pro Ampère Strom in der Störspule.
Bei einer weiteren besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens schließlich werden die Korrekturen
folgendermaßen berechnet:
wobei
Ra1: Außenradius der Magnetspule (im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung Außenradius der Hauptspule),
Ri1: Innenradius der Magnetspule,
R2: im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung mittlerer Radius der Abschirmung, sonst unendlich,
RPj: mittlerer Radius der Zusatzspule Pj,
Ra1: Außenradius der Magnetspule (im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung Außenradius der Hauptspule),
Ri1: Innenradius der Magnetspule,
R2: im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung mittlerer Radius der Abschirmung, sonst unendlich,
RPj: mittlerer Radius der Zusatzspule Pj,
und wobei der Index 1 im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung die
Hauptspule, sonst die Magnetspule bezeichnet, der Index 2 im Falle einer aktiv
abgeschirmten Magnetanordnung die Abschirmung bezeichnet, während
ansonsten die Terme mit Index 2 wegfallen, und der Index (X, red, R) eine
hypothetische Spule bezeichnet, welche entstünde, wenn alle Windungen der
Spule X auf dem Radius R gewickelt wären.
Der besondere Vorteil dieser Methode zur Berechnung der Korrekturen Lcor,
besteht darin, dass die Korrekturen unter Berücksichtigung
der geometrischen Anordnung der beteiligten Spulen auf induktive Kopplungen
und Eigeninduktivitäten von Spulen zurückgeführt werden.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der
Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter
ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu
mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und
beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu
verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch eine radiale Hälfte der
erfindungsgemäßen Magnetanordnung zur Erzeugung eines Magnetfeldes
in Richtung einer z-Achse in einem um z = 0 angeordneten
Arbeitsvolumen AV mit einem Magneten M und mit zusätzlichen
supraleitend geschlossenen Strompfaden P1, P2;
Fig. 2 den berechneten Betafaktor βcl für einen aktiv abgeschirmten Magneten
ohne zusätzliche Strompfade als Funktion des reduzierten Radius ρ
(Radius normiert auf den Außenradius der Hauptspule) einer Störschlaufe;
Fig. 3 den Betafaktor β berechnet nach der erfindungsgemäßen Methode mit
α = 0.33 als Funktion des reduzierten Radius ρ (Radius normiert auf den
Außenradius der Hauptspule) einer Störschlaufe;
Fig. 4 die Differenz der in Fig. 2 und 3 dargestellten Größen β und βcl als
Funktion des reduzierten Radius ρ (Radius normiert auf den Außenradius
der Hauptspule) einer Störschlaufe.
Anhand der Fig. 1 wird ersichtlich, dass in einer erfindungsgemäßen
Magnetanordnung sowohl der supraleitende Magnet M als auch die zusätzlichen
Strompfade P1, P2 aus mehreren Teilspulen aufgebaut sein können, welche auf
verschiedene Radien verteilt sein können. Die Teilspulen können
unterschiedliche Polaritäten aufweisen. Alle Teilspulen sind koaxial angeordnet
um ein Arbeitsvolumen AV auf einer Achse z bei z = 0. Durch den kleinen
Spulenquerschnitt der Zusatzspulen P1, P2 in der Fig. 1 wird dargestellt, dass
die Zusatzspulen P1, P2 nur schwache Magnetfelder erzeugen, das Hauptfeld
aber vom Magneten M herrührt.
Anhand der Fig. 2 bis 4 werden die Funktionen
und
in Abhängigkeit vom Radius einer zur
Magnetanordnung koaxialen Störschlaufe D einander gegenübergestellt. Mit den
Größen βcl beziehungsweise β wird der Anteil des Störfeldes der Spule D,
welcher im Arbeitsvolumen messbar ist, simuliert, mit der Methode nach dem
oben zitierten Stand der Technik beziehungsweise mit der erfindungsgemäßen
Methode. Diese Berechnungen wurden für eine Magnetanordnung mit einem
aktiv abgeschirmten supraleitenden Magneten M ohne zusätzliche Strompfade
durchgeführt, wobei der Radius der aktiven Abschirmung dem doppelten
Außenradius der Hauptspule des Magneten M entspricht. Die Dipolmomente von
Hauptspule und Abschirmspule sind entgegengesetzt gleich groß. Es zeigt sich,
dass sich aufgrund der mit α = 0.33 gewichteten Korrekturterme entsprechend
der erfindungsgemäßen Methode gegenüber der Methode nach dem zitierten
Stand der Technik für große Radien der Störschlaufe D eine Abweichung von
etwa 40 Prozent ergibt für das Störverhalten der Magnetanordnung. Mit einem
Wert α = 0.33 kann das experimentell beobachtete Störverhalten einer solchen
Magnetanordnung gut wiedergegeben werden, wogegen unter Verwendung der
Methode nach dem zitierten Stand der Technik eine nicht erklärbare Diskrepanz
zwischen Messung und Simulation des Störverhaltens der Magnetanordnung
auftritt. Die Größe α = 0.33 entspricht grob dem Supraleitergehalt des
Spulenvolumens des Magneten.
Um die nachfolgende Beschreibung zu vereinfachen, werden hier einige Begriffe
eingeführt:
- - Ein aktiv abgeschirmter Magnet M besteht aus einem radial inneren Spulensystem C1, im Weiteren als Hauptspule bezeichnet, und einem radial äußeren Spulensystem C2, im Folgenden Abschirmspule genannt. Diese Spulen sind axialsymmetrisch um eine z-Achse angeordnet und erzeugen in einem auf der Achse um z = 0 angeordneten Volumen - im Folgenden als das Arbeitsvolumen des Magneten bezeichnet - Magnetfelder entgegengesetzter Richtung. Ein nicht abgeschirmter Magnet M wird als Spezialfall mit einem vernachlässigbaren äußeren Spulensystem C2 betrachtet.
- - Unter einem Störfeld verstehen wir entweder eine elektromagnetische Störung, die außerhalb des Magnetsystems entsteht oder ein Feld, das von zusätzlichen, nicht zum Magneten M gehörenden, Spulen erzeugt wird und dessen Feldbetrag 0.1 T nicht überschreitet.
- - Um möglichst kompakte und übersichtliche Formeln zu bekommen, werden in
der Ausführung folgende Indizes benutzt:
1 Hauptspule
2 Abschirmspule
M Magnet C1, C2
D Störung ("disturbance")
P zusätzlicher supraleitender Strompfad
cl Nach dem zitierten Stand der Technik berechnete Größe
cor Korrekturterme gemäß der vorliegenden Erfindung
Für zusätzliche supraleitende Strompfade werden die Indizes P1, P2, . . .
verwendet.
Bei der Berechnung des Verhaltens einer supraleitenden Spule in einem Störfeld
wird nach dem zitierten Stand der Technik der Supraleiter als ein Material ohne
elektrischen Widerstand modelliert. In einem solchen Modell ist insbesondere ein
aktiv abgeschirmter supraleitender Magnet für im Bereich des Magneten
homogene Störfelder praktisch durchlässig, da die vom Störfeld in der
Abschirmspule induzierte Spannung der induzierten Spannung in der Hauptspule
entgegenwirkt und typischerweise die gleiche Größenordnung hat, so dass
praktisch keine Stromänderung im Magneten resultiert. Experimentell stellt man
jedoch zum Teil beträchtliche Abweichungen von diesem einfachen Modell fest.
Generell sieht man, dass aktiv abgeschirmte Magnete homogene Störungen
verstärken. Dies hängt mit zusätzlichen Eigenschaften des Supraleiters
zusammen, die im einfachen Modell eines Leiters ohne elektrischen Widerstand
(im Weiteren als das klassische Modell bezeichnet) nicht enthalten sind. Diese
zusätzlichen Eigenschaften des Supraleiters wirken sich nicht nur auf das
Störverhalten des aktiv abgeschirmten Magneten aus, sondern sie müssen auch
zu einer korrekten Dimensionierung von Zusatzspulen in einem abgeschirmten
Magneten berücksichtigt werden. Der Effekt tritt auch bei nicht abgeschirmten
supraleitenden Magneten auf, die resultierende Abweichung vom klassischen
Modell ist aber in den meisten Fällen klein und daher selten von Bedeutung.
Weil das Feld des supraleitenden Magneten im Arbeitsvolumen um
Größenordnungen stärker ist als das Störfeld, wirkt sich nur die zum Feld des
Magneten parallele Komponente (hier als z-Komponente bezeichnet) des
Störfeldes im Gesamtfeldbetrag aus. Deshalb betrachten wir im Weiteren nur Bz-
Störfelder.
Sobald am Ort eines supraleitenden Magneten M ein Störfeld auftritt, wird nach
der Lenz'schen Regel ein Strom im supraleitend kurzgeschlossenen Magneten M
induziert, welcher ein dem Störfeld entgegengesetztes Kompensationsfeld
aufbaut. Die im Arbeitsvolumen resultierende Feldänderung ist eine
Überlagerung des Störfeldes ΔBz,D und des Kompensationsfeldes ΔBz,M.
Als Maß für die Störbarkeit einer Magnetanordnung definieren wir den Betafakfor
β als das Verhältnis zwischen der gesamten Bz-Feldänderung (ΔBz,total) im
Arbeitsvolumen der Magnetanordnung unter Berücksichtigung der
Magnetreaktion zur Bz-Feldänderung unter Vernachlässigung derselben:
Der Betafaktor beschreibt die Fähigkeit einer Spule, äußere Störungen im
Arbeitsvolumen zu kompensieren. Ist beispielsweise β = 0, ist die Störung im
Arbeitsvolumen unsichtbar. β < 0 bedeutet, dass der Induktionsstrom im
Magneten die Störung unterkompensiert. β < 0 bedeutet hingegen, dass der
Induktionsstrom so groß ist, dass die Störung im Arbeitsvolumen
überkompensiert wird.
Mit der Feldeffizienz gM, welche das Feld des Magneten im Arbeitsvolumen in z-
Richtung pro Ampère Strom bezeichnet, und dem im Magneten durch die
Störung induzierten Kompensationsstrom ΔIM lässt sich der Betafaktor schreiben
als:
Im Folgenden wird eine beliebige Störquelle durch einen Stromkreis modelliert,
der im Magnetvolumen ein mit dem realen Störfeld identisches Feld erzeugen
soll. Im Störstromkreis wird die Störung durch den Strom ΔID erzeugt. Der
Kompensationsstrom im Magneten ΔIM berechnet sich im klassischen Modell
gemäß:
mit
L cl|M (klassische) Eigeninduktivität des Magneten,
L cl|M←D (klassische) induktive Kopplung zwischen Magnet und Störstromkreis.
L cl|M (klassische) Eigeninduktivität des Magneten,
L cl|M←D (klassische) induktive Kopplung zwischen Magnet und Störstromkreis.
Unter Berücksichtigung der erwähnten speziellen Eigenschaften des Supraleiters
wird die klassische induktive Kopplung um einen zusätzlichen Beitrag erweitert.
Dasselbe gilt für die Eigeninduktivität des Magneten. Deshalb wird der im
Magneten induzierte Strom im Allgemeinen einen anderen Wert als den klassisch
berechneten annehmen.
Im klassischen Modell gilt für den Betafaktor βcl unter Verwendung der
Gleichungen (1) und (2) die Beziehung
Im Fall, wo im Magnetsystem mehrere supraleitend kurzgeschlossene
Strompfade M, P1, . . . Pn vorhanden sind, verallgemeinert sich die Formel (3) zu
mit den Größen:
gD: Feld pro Ampère der Spule D im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . ., gPn), wobei:
gM: Feld pro Ampère des Magneten im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn induzierten Ströme,
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den anderen zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gD: Feld pro Ampère der Spule D im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . ., gPn), wobei:
gM: Feld pro Ampère des Magneten im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn induzierten Ströme,
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den anderen zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
Matrix der (klassischen) induktiven Kopplungen zwischen dem Magneten
M und den Strompfaden P1, . . ., Pn sowie zwischen den Strompfaden
P1, . . ., Pn untereinander,
(Lcl)-1 Inverse der Matrix Lcl,
(Lcl)-1 Inverse der Matrix Lcl,
L cl|Pj←D (klassische) induktive Kopplung des Strompfades Pj mit der Spule D,
L cl|M←D (klassische) induktive Kopplung des Magneten M mit der Spule D.
L cl|M←D (klassische) induktive Kopplung des Magneten M mit der Spule D.
Es ist bekannt, dass Typ-I Supraleiter magnetischen Fluss komplett aus ihrem
Inneren verdrängen (Meissner Effekt). Bei Typ-II Supraleitern ist dies oberhalb
des unteren kritischen Feldes Hc1 nicht mehr der Fall. Nach dem Bean-Modell
(C. P. Bean, Phys. Rev. Lett. 8, 250 (1962), C. P. Bean, Rev. Mod. Phys. 36, 31
(1964)) haften die magnetischen Flusslinien aber an den sogenannten "pinning
centers". Kleine Flussänderungen werden von den "pinning centers" an der
Oberfläche des Supraleiters eingefangen und gelangen nicht bis ins Innere des
Supraleiters. Es resultiert eine teilweise Verdrängung von Störfeldern aus dem
Supraleitervolumen. Ein Typ-II Supraleiter reagiert also auf kleine
Feldfluktuationen diamagnetisch, während größere Feldänderungen weitgehend
ins Supraleitermaterial eindringen. Dieser Effekt wird im klassischen Modell des
Störverhaltens des Magneten nicht berücksichtigt.
Um die Wirkungen dieses Effekts der Verdrängung von kleinen Störfeldern aus
dem Supraleitervolumen berechnen zu können, machen wir verschiedene
Annahmen. Erstens gehen wir davon aus, dass der überwiegende Anteil des
gesamten Supraleitervolumens in einem Magnetsystem in der Hauptspule
konzentriert ist, und dass das Supraleitervolumen in der Abschirmspule und in
weiteren supraleitenden Strompfaden vernachlässigt werden kann.
Ferner stellen wir uns vor, dass alle Feldfluktuationen im Volumen der
Hauptspule um einen konstanten Faktor (1 - α) mit 0 < α < 1 reduziert sind
gegenüber dem Wert, den sie ohne die diamagnetische Abschirmwirkung des
Supraleiters hätten. In der freien Innenbohrung der Hauptspule (Radius Ri1)
nehmen wir dagegen an, dass keine Reduktion der Störfelder aufgrund des
Supraleiter-Diamagnetismus auftritt. Die aus der Hauptspule verdrängten
Feldlinien akkumulieren sich außerhalb des Außenradius Ra1 der Hauptspule, so
dass in diesem Bereich eine Überhöhung des Störfeldes eintritt. Für diese
Störfeldüberhöhung außerhalb von Ra1 nehmen wir an, dass sie von einem
Maximalwert bei Ra1 gegen größere Abstände r von der Magnetachse mit (1/r3)
abnehme (Dipolverhalten). Der Maximalwert bei Ra1 wird so normiert, dass die
Verstärkung des Störflusses außerhalb Ra1 die Reduktion des Störflusses
innerhalb des Supraleitervolumens der Hauptspule genau kompensiert
(Flusserhaltung).
Die Umverteilung von magnetischem Fluss durch die Anwesenheit eines sich
gegenüber kleinen Feldfluktuationen diamagnetisch verhaltenden
Supraleitervolumens bewirkt, dass die induktiven Kopplungen und
Eigeninduktivitäten von Spulen im Bereich des Supraleitervolumens verändert
werden. Am Beispiel eines unabgeschirmten supraleitenden Magneten M,
welcher von einer externen Magnetfeldquelle D gestört wird, tritt einerseits eine
Reduktion des Störflusses durch die Magnetwindungen und damit eine
Reduktion der Kopplung Störung → Magnet LM ← D auf, andererseits wird der
Fluss des Feldes eines im Magneten induzierten Stromes durch die
Magnetwindungen in gleichem Maße reduziert und damit auch die
Eigeninduktivität LM des Magneten. Die Korrekturen zu den klassischen Größen
L cl|M←D und L cl|M kürzen sich also in Gleichung (3) weg, weshalb sich der
beschriebene Supraleiterdiamagnetismus im Störverhalten eines
unabgeschirmten supraleitenden Magneten nicht manifestiert.
Auch bei aktiv abgeschirmten Magneten wir der Störfluss einer externen
Feldquelle D aus dem Supraleitervolumen der Hauptspule verdrängt. Der
verdrängte Fluss konzentriert sich aber unmittelbar außerhalb dem Außenradius
Ra1 der Hauptspule und bleibt daher größtenteils innerhalb dem Innenradius Ri2
der Abschirmspule, denn typischerweise ist Ri2 << Ra1. Dies bedeutet, dass von
allen Kopplungen und Eigeninduktivitäten die Kopplung L2 ← D zwischen Störung
und Abschirmung am wenigsten stark durch die Störflussverdrängung aus dem
Supraleitervolumen der Hauptspule reduziert wird. Im klassischen Modell sind
aktiv abgeschirmte Magneten für Störungen praktisch transparent, weil sich die
induzierten Spannungen in Hauptspule und Abschirmung weitgehend
kompensieren und eine Reaktion des Magneten auf die Störung dadurch
unterdrückt wird. Die beschriebene Flussverdrängung aus dem
Supraleitervolumen der Hauptspule bewirkt nun, dass in der gesamten im
Magneten durch die Störung induzierten Spannung der Beitrag der Abschirmung
überwiegt, was zu der experimentell beobachteten signifikanten Verstärkung der
Störung im Arbeitsvolumen des Magneten führt.
Um das klassische Modell des Störverhaltens einer supraleitenden
Magnetanordnung zu erweitern und den Einfluss des Supraleiter-
Diamagnetismus zu berücksichtigen, genügt es, für jeden in der Formel (4)
vorkommenden Kopplungs- oder Eigeninduktivitäts-Term den richtigen
Korrekturterm zu bestimmen. An der Struktur der Gleichung ändert sich nichts.
Die Korrekturterme werden im Folgenden für alle Kopplungen und
Eigeninduktivitäten hergeleitet.
Das Prinzip der Berechnung der Korrekturterme ist in allen Fällen dasselbe,
nämlich zu bestimmen, um wie viel der magnetische Fluss durch eine Spule
aufgrund einer kleinen Stromänderung in einer anderen (oder in ihr selbst) durch
die Anwesenheit des diamagnetisch reagierenden Supraleitermaterials in der
Hauptspule des Magnetsystems reduziert wird. Entsprechend ist auch die
Kopplung der ersten mit der zweiten Spule (bzw. die Eigeninduktivität) reduziert.
Die Größe des Korrekturterms hängt einerseits davon ab, wie groß der Anteil des
mit Supraleitermaterial der Hauptspule gefüllten Volumens innerhalb der induktiv
reagierenden Spule am gesamten von der Spule umschlossenen Volumen ist.
Andererseits hat auch die relative Lage der Spulen zueinander einen Einfluss auf
den Korrekturterm für ihre gegenseitige induktive Kopplung.
Als nützliches Hilfsmittel zur Berechnung der Korrekturterme hat sich die
Einführung von "reduzierten Spulen" erwiesen. Unter der auf den Radius R
reduzierten Spule X verstehen wir jene hypothetische Spule, welche entstünde,
wenn alle Windungen der Spule X auf dem Radius R gewickelt wären. Für diese
Spule wird in der Notation der Index "X, red, R" verwendet. Dank der reduzierten
Spulen können bei einer Flussänderung durch eine Spule die Beiträge der
Flussänderung durch Teilflächen dieser Spule an der gesamten Flussänderung
berechnet werden.
Als erstes wird nun der Korrekturterm für die Kopplung einer externen Störquelle
D mit der Hauptspule C1 des Magnetsystems (abgeschirmt oder unabgeschirmt)
berechnet.
Im Volumen der Hauptspule C1 wird das Störfeld ΔBz,D im Mittel um den Beitrag
α.ΔBz,D reduziert, wobei 0 < α < 1 ein a priori noch unbekannter Parameter ist.
Als Konsequenz wird der Störfluss durch die Hauptspule C1 und damit die
induktive Kopplung L1 ← D von Hauptspule und Störquelle um einen Faktor (1 - α)
gegenüber dem klassischen Wert L cl|1←D geschwächt, sofern man das Störfeld in
der Innenbohrung der Hauptspule auch als um den Faktor (1 - α) reduziert
behandelt. Wir nehmen aber an, dass der Fluss der Störung nicht aus der
Innenbohrung des Magneten verdrängt wird. Daher muss die Kopplung zwischen
Störung und Hauptspule nun wieder um den fälschlicherweise abgezogenen
Anteil aus der Innenbohrung ergänzt werden. Gemäß der Definition der
"reduzierten Spulen" ist dieser Beitrag
die
Kopplung der Störung mit der auf ihren Innenradius Ri1 reduzierten Hauptspule
C1 ist. Unter Berücksichtigung der Störfeldverdrängung aus dem
Supraleitervolumen der Hauptspule beträgt die induktive Kopplung L1 ← D von
Hauptspule und Störquelle daher:
Der verdrängte Fluss taucht radial außerhalb des Außenradius der Hauptspule
Ra1 wieder auf. Nimmt man für das verdrängte Feld ein Dipolverhalten an
(Abnahme mit (1/r3)), bekommt man außerhalb der Hauptspule zusätzlich zum
klassischen Störfeld noch den Beitrag
Diese Funktion ist so normiert, dass der gesamte Fluss der Störung durch eine
große Schlaufe vom Radius R für R → ∞ gegen null strebt. Es wurde ein Störfeld
ΔBz,D mit Zylindersymmetrie angenommen.
Im Falle eines aktiv abgeschirmten Magneten reduziert sich wegen der
Verdrängung des Störflusses durch die Hauptspule C1 auch der Störfluss durch
die Abschirmspule C2. Genauer gesagt ist der Störfluss durch eine Windung vom
Radius R2 auf axialer Höhe z0 gegenüber dem klassischen Fall um folgenden
Beitrag reduziert (Integral von (6) über das Gebiet r < R2):
Φ cl|(2,red,Ra₁)←D bezeichnet hier den klassischen Störfluss durch eine Schlaufe vom
Radius Ra1, die sich auf gleicher axialer Höhe z0 befindet wie die betrachtete
Schlaufe mit Radius R2 (analog für Ri1). Summiert man nun über alle Windungen
der Abschirmspule (diese befinden sich näherungsweise alle auf dem gleichen
Radius R2) bekommt man neu folgende gegenseitige Kopplung der Störschlaufe
mit der Abschirmspule:
L cl|(2,red,Ra₁)←D bezeichnet dabei die klassische Kopplung der Störquelle mit der auf
den Radius Ra1 "reduzierten" Abschirmung (analog für Ri1). Dieses "Reduzieren"
zusammen mit dem Vorfaktor Ra1/R2 bewirkt, dass die Kopplung L2 ← D
gegenüber dem klassischen Wert L cl|(2←D verhältnismäßig viel weniger
abgeschwächt wird als L1 ← D gegenüber L cl|(1←D. Da die Haupt- und die
Abschirmspule elektrisch in Serie geschaltet sind, überwiegt deshalb in der
Gesamtreaktion des Magneten auf die Störung die induktive Reaktion der
Abschirmspule gegenüber derjenigen der Hauptspule. Dies führt dazu, dass die
resultierende Stromänderung im Magneten das Störfeld im magnetischen
Zentrum noch verstärkt. Je nach genauer Anordnung der Magnetspulen kann der
Betafaktor für homogene Störungen deutlich vom klassischen Wert für
abgeschirmte Magneten βcl ≈ 1 abweichen.
Insgesamt ist die neue Kopplung der Störung D mit dem Magneten M gegeben
durch
Analog wie bei der Hauptspule wird der Störfluss auch aus dem
Supraleitervolumen der Abschirmung verdrängt. Weil aber dieses Volumen im
Vergleich zum Supraleitervolumen der Hauptspule typischerweise klein ist, kann
dieser Effekt vernachlässigt werden.
Ob das Störfeld durch eine externe Störquelle oder durch eine kleine
Stromänderung im Magneten selber erzeugt wird, ist für den Mechanismus der
Flussverdrängung irrelevant. Aus diesem Grunde verändert sich auch die
Eigeninduktivität des Magneten im Vergleich zum klassischen Fall. Insbesondere
gelten
Die anderen Induktivitäten ändern sich wie folgt:
Insgesamt bekommt man für die neue Magnetinduktivität
Setzt man in der Gleichung (3) die korrigierte Kopplung LM ← D von Magnet und
Störquelle gemäß Gleichung (7) anstelle der klassischen induktiven Kopplung
L cl|M←D und die korrigierte Eigeninduktivität LM gemäß Gleichung (8) anstelle der
klassischen Eigeninduktivität L cl|M ein, wird der Betafaktor zu
Im Folgenden werden die obigen Formeln auf den Fall verallgemeinert, in dem
noch zusätzliche Strompfade P1, . . ., Pn vorhanden sind.
Für die Richtung M ← Pj (eine Stromänderung in Pj induziert einen Strom in M
sind die Kopplungen zwischen dem Magneten und den zusätzlichen
Strompfaden (j = 1, . . ., n) in gleichem Maße reduziert wie die entsprechenden
Kopplungen zwischen dem Magneten und einer Störspule:
Die neue Kopplung LPjM (eine Stromänderung in M induziert einen Strom in Pj
berechnet sich hingegen wie folgt:
Für RPj < Ra1 ist die auf Ra1 "reduzierte" Spule Pj wieder so definiert, dass alle
Windungen auf den kleineren Radius Ra1 komprimiert werden (analog für Ri1). Ist
hingegen Ri1 < RPj < Ra1, wird die auf Ra1 "reduzierte" Spule mit der Spule Pj
identifiziert (die Windungen werden nicht expandiert auf Ra1). Für RPj < Ri1 wird
auch die auf Ri1 "reduzierte" Spule mit der Spule Pj identifiziert, also ist in diesem
Fall der Korrekturterm zur klassischen Theorie gleich null.
Für RPj < Ra1 berechnet sich die Konstante fPj aus der Integration von (6) über
das Gebiet r < RPj. Für RPj ≦ Ra1 ist fPj = 1:
Die Korrekturen aufgrund der Eigenschaften des Supraleiters führen somit auf
asymmetrische Induktivitätsmatrizen (LMPj ≠ fPjM!).
Die Kopplung LPjD zwischen einem zusätzlichen supraleitenden Strompfad Pj
und der Störspule D wird ebenfalls mehr oder weniger stark von der Verdrängung
des Flusses des Störfeldes der Spule D aus dem Supraleitermaterial der
Hauptspule beeinflusst:
Nach dem gleichen Prinzip werden auch die Kopplungen zwischen den
zusätzlichen supraleitenden Strompfaden untereinander mehr oder weniger
reduziert (man beachte dabei die Reihenfolge der Indizes):
Im Speziellen werden auch die Eigeninduktivitäten (j = k) der zusätzlichen
supraleitenden Strompfade beeinflusst.
Der tatsächliche Betafaktor des betrachteten Systems aus einem supraleitenden
(insbesondere aktiv abgeschirmten) Magneten M und zusätzlichen
supraleitenden Strompfaden P1, . . ., Pn wird berechnet mit der Gleichung (4) für
den klassischen Betafaktor, wobei die korrigierten Werte für die Kopplungen
LMD, LMPj, LPjM, LPjD und LPjPk gemäß (7), (10), (11), (12) bzw. (13) eingesetzt
werden:
Die Größen, die in der Formel vorkommen, sind:
gD: Feld pro Ampère der Spule D im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . ., gPn), wobei:
gM: Feld pro Ampère des Magneten im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn induzierten Ströme,
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den anderen zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gD: Feld pro Ampère der Spule D im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . ., gPn), wobei:
gM: Feld pro Ampère des Magneten im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn induzierten Ströme,
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der in den anderen zusätzlichen Strompfaden P1, . . ., Pn und im Magneten M induzierten Ströme,
korrigierte Induktivitätsmatrix,
L-1 Inverse der korrigierten Induktivitätsmatrix,
L-1 Inverse der korrigierten Induktivitätsmatrix,
Vektor der korrigierten Kopplungen mit der Störspule D.
Falls ein Strompfad Pj Teilspulen auf unterschiedlichen Radien umfasst, müssen
die Matrixelemente in den Korrekturtermen Lcor und L cor|←D, welche zu Pj gehören,
so berechnet werden, dass zuerst jede Teilspule als einzelner Strompfad
behandelt wird und dann die Korrekturterme aller Teilspulen aufaddiert werden.
Diese Summe ist das Matrixelement des Strompfades Pj.
Der Betafaktor eines Magneten hängt von der genauen Art des Störfeldes ab.
Für die folgenden Betrachtungen nehmen wir als einfache Störquelle eine runde,
zum Magneten koaxiale, Leiterschlaufe auf Höhe des magnetischen Zentrums
an. Der Betafaktor des Magneten bezüglich dieser Schlaufe kann experimentell
ermittelt werden, indem ein Strom in die Schlaufe eingefahren und die
Feldverschiebung im magnetischen Zentrum gemessen wird. Mit dem
klassischen Modell kann der Betafaktor als Funktion des Radius der Schlaufe
berechnet werden. Typischerweise bekommt man einen berechneten Verlauf wie
er in Fig. 2 dargestellt ist. Für das dort dargestellte Beispiel wurde der
Außenradius der Abschirmspule als zweimal so groß wie der Außenradius der
Hauptspule angenommen. Die Dipolmomente von Hauptspule und
Abschirmspule sind entgegengesetzt gleich groß.
Nach dem neuen Modell kann der tatsächliche Betafaktor in Abhängigkeit vom
Radius der Störschlaufe berechnet werden. Dieser Betafaktor ist für α = 0.33 in
Fig. 3 dargestellt. Die Differenz der beiden Kurven ist in Abhängigkeit vom
Radius der Störschlaufe in der Fig. 4 dargestellt.
Qualitativ stellt man fest, dass die größte Abweichung von der klassischen
Theorie dann auftritt, wenn der Radius der Störschlaufe groß ist. In einem
solchen Fall haben die klassischen Kopplungen der Störschlaufe mit der
Hauptspule und mit der Abschirmung die gleiche Größenordnung, aber
entgegengesetztes Vorzeichen. Da diese Kopplungen durch die speziellen
diamagnetischen Eigenschaften des Supraleiters sehr unterschiedlich
geschwächt werden (der Störfluss durch die Hauptspule wird stärker reduziert als
derjenige durch die Abschirmung), wird die stärker gewichtete induktive Antwort
der Abschirmung besonders deutlich sichtbar.
Befindet sich die Störschlaufe hingegen auf dem Außenradius Ra1 der
Hauptspule oder radial noch weiter innen, ist ihre klassische Kopplung mit der
Abschirmung viel kleiner als ihre klassische Kopplung mit der Hauptspule, d. h.
die Gesamtkopplung der Störschlaufe mit dem Magneten entspricht im
Wesentlichen der Kopplung mit der Hauptspule. Die Abschwächung der
Kopplung der Störschlaufe mit dem Magneten ist dann hauptsächlich durch die
Abschwächung ihrer Kopplung mit der Hauptspule gegeben, welche wiederum
etwa gleich groß ist wie die Abschwächung der Eigeninduktivität des Magneten.
Weil die Reaktion des Magneten auf die Störung vom Verhältnis Eigeninduktivität
zu Störkopplung abhängt, kürzen sich die Korrekturterme weg und der Parameter
α ist in diesem Fall fast unsichtbar. Aus diesem Grund hat auch bei
unabgeschirmten Magneten die Feldverdrängung aus dem Supraleitervolumen
keinen wesentlichen Einfluss auf den Betafaktor des Magneten.
Der Parameter α ist in einer ersten Näherung der Supraleiteranteil am
Spulenvolumen der Hauptspule. Die genaueste Art, den Parameter α zu
bestimmen, besteht in einem Störexperiment des Magneten ohne zusätzliche
Strompfade. Aus dem letzten Abschnitt geht hervor, dass Störschlaufen mit
großen Radien dafür besonders geeignet sind. Deshalb empfiehlt sich folgendes
Vorgehen:
- 1. Experimentelle Bestimmung des Betafaktors β des Magneten bezüglich einer im Bereich des Magneten im Wesentlichen homogenen Störung (z. B. mit einer Schlaufe auf großem Radius).
- 2. Theoretische Bestimmung des Betafaktors βcl bezüglich derselben Störquelle mit der klassischen Theorie gemäß Gleichung (3).
- 3. Bestimmung des Parameters α aus der Gleichung
Claims (16)
1. Supraleitende Magnetanordnung zur Erzeugung eines Magnetfeldes
in Richtung einer z-Achse in einem um z = 0 angeordneten
Arbeitsvolumen mit mindestens einer stromführenden
Magnetspule (M) und mit mindestens einem zusätzlichen,
supraleitend geschlossenen Strompfad (P1, . . ., Pn), welcher
induktiv auf Änderungen des magnetischen Flusses durch die von
ihm umschlossene Fläche reagieren kann, wobei die durch diese
zusätzlichen Strompfade im Betriebszustand aufgrund von
induzierten Strömen erzeugten Magnetfelder in z-Richtung im
Arbeitsvolumen die Größenordnung von 0.1 Tesla betragsmäßig
nicht überschreiten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Magnetspule (M) und die Strompfade (P1, . . ., Pn) derart ausgelegt sind, dass bei Einsatz einer zusätzlichen Störspule (D), welche im Magnetvolumen im Wesentlichen ein homogenes Störfeld erzeugt, die Größe
sich um mehr als 0.1 von einem Wert
unterscheidet, welcher resultieren würde, wenn α = 0 wäre,
wobei die genannten Größen folgende Bedeutung haben:
β: Faktor, um den eine externe Feldstörung im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung durch die Reaktion des Magneten verstärkt oder abgeschwächt wird,
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . . gPn),
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade Pi für i ≠ j und der mindestens einen Magnetspule (M),
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn),
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn) und der mindestens einen Magnetspule (M),
Lcl: Matrix der induktiven Kopplungen zwischen der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn) sowie zwischen den Strompfaden (P1, . . ., Pn) untereinander,
Lcor: Korrektur zur Induktivitätsmatrix Lcl, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cl|←D: Vektor der induktiven Kopplungen der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn),
L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe.
dass die mindestens eine Magnetspule (M) und die Strompfade (P1, . . ., Pn) derart ausgelegt sind, dass bei Einsatz einer zusätzlichen Störspule (D), welche im Magnetvolumen im Wesentlichen ein homogenes Störfeld erzeugt, die Größe
sich um mehr als 0.1 von einem Wert
unterscheidet, welcher resultieren würde, wenn α = 0 wäre,
wobei die genannten Größen folgende Bedeutung haben:
β: Faktor, um den eine externe Feldstörung im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung durch die Reaktion des Magneten verstärkt oder abgeschwächt wird,
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . . gPn),
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade Pi für i ≠ j und der mindestens einen Magnetspule (M),
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn),
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn) und der mindestens einen Magnetspule (M),
Lcl: Matrix der induktiven Kopplungen zwischen der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn) sowie zwischen den Strompfaden (P1, . . ., Pn) untereinander,
Lcor: Korrektur zur Induktivitätsmatrix Lcl, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cl|←D: Vektor der induktiven Kopplungen der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn),
L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe.
2. Magnetanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine supraleitende Magnetspule (M) ein radial inneres und ein radial
äußeres, elektrisch in Serie zusammengeschaltetes, koaxiales
Spulensystem (C1, C2) umfasst, wobei diese beiden
Spulensysteme im Arbeitsvolumen je ein Magnetfeld mit
entgegengesetzter Richtung entlang der z-Achse erzeugen.
3. Magnetanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das radial innere Spulensystem (C1) und das radial äußere
Spulensystem (C2) näherungsweise entgegengesetzt gleich große
Dipolmomente aufweisen.
4. Magnetanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Magnetspule (M) einen ersten, im
Betriebszustand supraleitend kurzgeschlossenen Strompfad bildet,
und dass eine mit der mindestens einen Magnetspule (M) galvanisch nicht verbundene
Störkompensationsspule koaxial zu der mindestens einen Magnetspule (M)
angeordnet ist und einen weiteren, im Betriebszustand supraleitend
kurzgeschlossenen Strompfad (P1) bildet.
5. Magnetanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der zusätzlichen
Strompfade (P1, . . ., Pn) aus einem mit einem supraleitenden
Schalter überbrückten Teil der mindestens einen Magnetspule (M) besteht.
6. Magnetanordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die im Betriebszustand supraleitend
kurzgeschlossenen Strompfade (M, P1, . . ., Pn) induktiv zumindest
weitgehend voneinander entkoppelt sind.
7. Magnetanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
zur induktiven Entkopplung eine unterschiedliche Polarität des radial
inneren und des radial äußeren Spulensystems ausgenutzt wird.
8. Magnetanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetanordnung Teil einer
Apparatur zur hochauflösenden Magnetresonanzspektroskopie ist.
9. Magnetanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Magnetresonanz-Apparatur eine Einrichtung zum Feldlock des
im Arbeitsvolumen erzeugten Magnetfelds aufweist.
10. Magnetanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetanordnung
Feldmodulationsspulen aufweist.
11. Magnetanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der zusätzlichen
Strompfade (P1, . . ., Pn) eine elektrisch von der mindestens einen Magnetspule (M)
getrennte, supraleitend geschlossene Spule umfasst.
12. Magnetanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Größe
im Betrag kleiner als 0.1 ist.
im Betrag kleiner als 0.1 ist.
13. Verfahren zur Dimensionierung der zusätzlichen Strompfade
(P1, . . ., Pn) in einer Magnetanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anteil β einer externen Feldstörung, welcher ins Arbeitsvolumen der Magnetanordnung (M, P1, . . ., Pn) eindringt, unter Berücksichtigung der in der mindestens einen Magnetspule (M) und in den zusätzlichen Strompfaden (P1, . . ., Pn) induzierten Stromänderungen berechnet wird gemäß:
wobei die genannten Größen folgende Bedeutung haben:
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . . gPn),
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade Pi für i ≠ j und der mindestens einen Magnetspule (M),
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn),
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn) und der mindestens einen Magnetspule (M),
Lcl: Matrix der induktiven Kopplungen zwischen der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn) sowie zwischen den Strompfaden (P1, . . ., Pn) untereinander,
Lcor: Korrektur zur Induktivitätsmatrix Lcl, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cl|←D: Vektor der induktiven Kopplungen der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn),
L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe.
dass der Anteil β einer externen Feldstörung, welcher ins Arbeitsvolumen der Magnetanordnung (M, P1, . . ., Pn) eindringt, unter Berücksichtigung der in der mindestens einen Magnetspule (M) und in den zusätzlichen Strompfaden (P1, . . ., Pn) induzierten Stromänderungen berechnet wird gemäß:
wobei die genannten Größen folgende Bedeutung haben:
-α: mittlere magnetische Suszeptibilität im Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) gegenüber Feldfluktuationen, welche die Größenordnung von 0.1 T betragsmäßig nicht überschreiten; wobei 0 < α ≦ 1,
gT = (gM, gP1, . . ., gPj, . . . gPn),
gPj: Feld pro Ampère des Strompfades Pj im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade Pi für i ≠ j und der mindestens einen Magnetspule (M),
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn),
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne die Feldbeiträge der Strompfade (P1, . . ., Pn) und der mindestens einen Magnetspule (M),
Lcl: Matrix der induktiven Kopplungen zwischen der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn) sowie zwischen den Strompfaden (P1, . . ., Pn) untereinander,
Lcor: Korrektur zur Induktivitätsmatrix Lcl, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cl|←D: Vektor der induktiven Kopplungen der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M) und den Strompfaden (P1, . . ., Pn),
L cor|←D: Korrektur zum Kopplungsvektor L cl|←D, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
Parameter α dem Volumenanteil des Supraleitermaterials am
Gesamtvolumen der mindestens einen Magnetspule (M) entspricht.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
Parameter α experimentell bestimmt wird aus der Messung der
Größe βexp der mindestens einen Magnetspule (M), wobei keine zusätzlichen
Strompfade (P1, . . ., Pn) vorhanden sind, bezüglich einer Störspule
(D), welche im Magnetvolumen im Wesentlichen ein homogenes
Störfeld erzeugt, und durch Einsetzen der Größe βexp in die
Gleichung
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen,
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne den Feldbeitrag der mindestens einen Magnetspule (M),
L cl|M: Induktivität der mindestens einen Magnetspule (M),
L cl|M←D: induktive Kopplung der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M),
L cor|M: Korrektur zur Magnetinduktivität L cl|M, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cor|M←D: Korrektur zur induktiven Kopplung L cl|M←D der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M), welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
g eff|D: gemessene Feldänderung im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung pro Ampère Strom in der Störspule (D).
gM: Feld pro Ampère der mindestens einen Magnetspule (M) im Arbeitsvolumen,
gD: Feld pro Ampère der Störspule (D) im Arbeitsvolumen ohne den Feldbeitrag der mindestens einen Magnetspule (M),
L cl|M: Induktivität der mindestens einen Magnetspule (M),
L cl|M←D: induktive Kopplung der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M),
L cor|M: Korrektur zur Magnetinduktivität L cl|M, welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
L cor|M←D: Korrektur zur induktiven Kopplung L cl|M←D der Störspule (D) mit der mindestens einen Magnetspule (M), welche sich bei kompletter diamagnetischer Verdrängung von Störfeldern aus dem Volumen der mindestens einen Magnetspule (M) ergäbe,
g eff|D: gemessene Feldänderung im Arbeitsvolumen der Magnetanordnung pro Ampère Strom in der Störspule (D).
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass die Korrekturen
folgendermaßen berechnet werden:
wobei
Ra1: Außenradius der mindestens einen Magnetspule (M) (im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung Außenradius der Hauptspule (C1)),
Ri1: Innenradius der mindestens einen Magnetspule (M),
R2: im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung mittlerer Radius der Abschirmung (C2), sonst unendlich,
RPj: mittlerer Radius der Zusatzspule Pj,
und wobei der Index 1 im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung die Hauptspule (C1), sonst die mindestens eine Magnetspule (M) bezeichnet, der Index 2 im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung die Abschirmung (C2) bezeichnet, während ansonsten die Terme mit Index 2 wegfallen, und der Index (X, red, R) eine hypothetische Spule bezeichnet, welche entstünde, wenn alle Windungen der Spule X auf dem Radius R gewickelt wären.
folgendermaßen berechnet werden:
wobei
Ra1: Außenradius der mindestens einen Magnetspule (M) (im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung Außenradius der Hauptspule (C1)),
Ri1: Innenradius der mindestens einen Magnetspule (M),
R2: im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung mittlerer Radius der Abschirmung (C2), sonst unendlich,
RPj: mittlerer Radius der Zusatzspule Pj,
und wobei der Index 1 im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung die Hauptspule (C1), sonst die mindestens eine Magnetspule (M) bezeichnet, der Index 2 im Falle einer aktiv abgeschirmten Magnetanordnung die Abschirmung (C2) bezeichnet, während ansonsten die Terme mit Index 2 wegfallen, und der Index (X, red, R) eine hypothetische Spule bezeichnet, welche entstünde, wenn alle Windungen der Spule X auf dem Radius R gewickelt wären.
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