DE10041475A1 - Schaltnetzteil - Google Patents
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Abstract
Das Schaltnetzteil weist ein Speicherkondensator (C1), einen Transformator (TR) mit einer Primärwicklung und mindestens einer Sekundärwicklung, sowie einen Schalttransistor (T1) auf, der in Serie zu der Primärwicklung geschaltet ist. Die Primärwicklung ist hierbei in Teilwicklungen (W1a, W1b) mit mindestens einem Abgriff (A) unterteilt, und als Dämpfungsnetzwerk ist eine Kapazität (C2, C3) jeweils parallel zu Teilwicklungen, vorzugsweise zu jeder Teilwicklung (W1a, W1b), angeordnet. Die Windungszahlen der Teilwicklungen sowie die Kapazitäten der parallel zu den Teilwicklungen angeordneten Kondensatoren sind derart gewählt, daß die beim Abschalten des Schalttransistors entstehenden Schwingungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen aufweisen und sich hierdurch teilweise auslöschen. Dies führt zu einer effektiven Dämpfung der Abschaltspannung (U2) über dem Schalttransitor. Da die Kondensatoren (C2, C3) in Serie geschaltet sind, ist die effektive Gesamtkapazität klein, so daß der resultierende Entladestrom im Einschaltzeitpunkt des Schalttransistors vergleichsweise gering ist. Als Transformator kann insbesondere ein Kammertransformator verwendet werden.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Schaltnetzteil mit einem
Speicherkondensator, einem Transformator mit einer
Primärwicklung und einer Sekundärwicklung, und mit einem
Schalttransistor, der in Serie zu der Primärwicklung
geschaltet ist. Schaltnetzteile dieser Art finden
insbesondere Verwendung als Sperrwandler in Geräten der
Unterhaltungselektronik, wie beispielsweise in
Fernsehgeräten und Videorekordern.
Der in einem derartigen Schaltnetzteil verwendete
Schalttransistor wird in einem Schalterbetrieb mit
möglichst kurzen Durchschalt- und Sperrzeiten verwendet,
um die Verluste in dem Schalttransistor möglichst gering
zu halten. Durch die hierbei entstehenden
Stromunterbrechungen im Sperrzeitpunkt und das hierdurch
bewirkte hohe di/dt entsteht durch die Induktivitäten des
Transformators zu Beginn der Sperrphase des
Schaltnetzteiles über dem Schalttransistor eine hohe
Spannungsspitze, die erheblich über den durch den
Speicherkondensator vorgegebenen stationären Spannungswert
hinaus geht. Bei einem Betrieb des Schaltnetzteiles an dem
230 Volt Wechselstromnetz können hierdurch
Spannungsspitzen bis zu 1000 V entstehen, die eine
Gefährdung für den Schalttransistor darstellen,
beziehungsweise dieser muß für diesen Spannungsbereich
entsprechend ausgelegt sein.
Zu diesem Zweck ist es bekannt, ein Dämpfungsnetzwerk,
auch Snubber-Netzwerk genannt, vorzusehen, das diese
Spannungsspitzen zumindest teilweise unterdrückt. Ein
häufig verwendetes Dämpfungsnetzwerk dieser Art ist
beispielsweise aus der DE 40 29 221 A1 bekannt. Hier ist
parallel zu der Primärwicklung des Transformators ein
Netzwerk, bestehend aus einem Kondensator in Serie zu
einer Diode, zu der ein Widerstand parallel geschaltet
ist, angeordnet. Durch dieses Dämpfungsnetzwerk wird die
an dem Schalttransistor entstehende Spannungsspitze
zumindest teilweise durch den Kondensator unterdrückt bzw.
gespeichert und anschließend über die Diode an den
Speicherkondensator abgeführt oder über den Widerstand
verbraucht bei der Entladung des Kondensators.
Bei kleineren Schaltnetzteilen ist es auch bekannt, als
Dämpfungsnetzwerk nur einen Kondensator parallel zur
Primärwicklung zu verwenden. Diese Schaltungsvariante
führt jedoch zu einer höheren Strombelastung des
Schalttransistors im Einschaltzeitpunkt. Weitere
Schaltungsvarianten zur Dämpfung von Spannungsspitzen sind
beispielsweise aus der EP-A-0 279 335 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dämpfungsnetzwerk für
ein Schaltnetzteil der eingangs genannten Art anzugeben,
das nur wenige Bauteile aufweist und das zu geringen
Verlusten in dem Schaltnetzteil führt.
Diese Aufgabe wird für ein Schaltnetzteil durch die im
Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Das Schaltnetzteil nach der Erfindung weist ein
Speicherkondensator, einen Transformator mit einer
Primärwicklung und mindestens einer Sekundärwicklung,
sowie einen Schaltransistor auf, der in Serie zur der
Primärwicklung geschaltet ist. Die Primärwicklung ist
hierbei in Teilwicklungen mit mindestens einem Abgriff
unterteilt, und als Dämpfungsnetzwerk ist eine Kapazität
jeweils parallel einer Teilwicklung, vorzugsweise zu jeder
Teilwicklung, angeordnet. Durch diese Maßnahme werden die
Teilwicklungen einer Primärwicklung einzeln bedämpft, und
nicht die Primärwicklung als solche.
Die Windungszahlen der Teilwicklungen sowie die
Kapazitäten der parallel zu den Teilwicklungen
angeordneten Kondensatoren sind vorteilhafterweise derart
gewählt, daß die beim Abschalten des Schalttransistors
entstehenden Schwingungen unterschiedliche
Resonanzfrequenzen aufweisen und sich hierdurch zumindest
teilweise auslöschen. Dies führt zu einer effektiven
Dämpfung der Abschaltspannung über dem Schaltransistor. Da
die Kondensatoren hierbei in Serie geschaltet sind, ist
die resultierende Gesamtkapazität jedoch klein, so daß der
betreffende Entladestrom im Einschaltzeitpunkt des
Schaltransistors vergleichsweise gering ist.
Als Transformator kann insbesondere ein sogenannter
Kammertransformator verwendet werden, wie beispielsweise
aus der EP-A-0 071 008 bekannt, bei dem die Primärwicklung
in Teilwicklungen, die in einzelnen Kammern eines
Spulenkörpers angeordnet sind, unterteilt ist, und daher
ohne besonderen Aufwand ein Abgriff zu jeder Teilwicklung
herausgeführt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand von
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein vereinfachtes Schaltbild eines
Schaltnetzteiles nach dem Sperrwandlerprinzip,
Fig. 2 ein Spannungs- und Stromdiagramm eines
Schaltnetzteiles nach der Fig. 1, und
Fig. 3 ein Spannungs-Stromdiagramm eines
Schaltnetzteiles mit nur einem Kondensator
parallel zur Primärwicklung nach dem Stand der
Technik.
Das Schaltnetzteil nach der Fig. 1 weist ein
Speicherkondensator C1 auf, der mit einer Primärwicklung
eines Transformators TR verbunden ist und dessen Spannung
U1 bzw. Ladung die erforderliche Leistung für das
Schaltnetzteil bereitstellt. Die Primärwicklung, die in
Serie zu den Stromanschlüssen 1 und 2 eines
Schalttransistors T1 liegt, ist hierbei in zwei
Teilwicklungen W1a und W1b unterteilt und weist einen
Abgriff A auf zwischen den beiden Teilwicklungen W1a und
W1b. Zu diesen beiden Teilwicklungen W1a, W1b ist jeweils
ein Kondensator C2 bzw. C3 parallel geschaltet als
Dämpfungsnetzwerk.
Der Transformator TR weist eine sekundärseitige Wicklung
W2 auf zur Versorgung eines Verbrauchers; in praktischen
Ausführungsformen enthält er üblicherweise weitere
Sekundärwicklungen sowie primärseitige Hilfswicklungen für
den Betrieb des Schaltnetzteiles. Beim Betrieb des
Schaltnetzteiles an dem 230 V Leitungsnetz ist er mit
Netztrennung ausgeführt. Hierbei ist der
Speicherkondensator C1 über einen Gleichrichter mit dem
Leitungsnetz verbunden zur Stromversorgung des
Schaltnetzteiles. Das Schaltnetzteil kann jedoch auch mit
einem Transformator ohne Netztrennung versehen sein,
beispielsweise bei Verwendung als DC-DC Konverter in
Verbindung mit einer Batterie.
Der Transformator TR ist insbesondere ein
Kammertransformator, wie aus der EP-A-0 071 008 bekannt,
dessen Primärwicklung und Sekundärwicklung in mehrere
Teilwicklungen, die in Kammern eines Kammerspulenkörpers
liegen, aufgeteilt sind, wobei die primärseitigen und die
sekundärseitigen Teilwicklungen ineinander verschachtelt
sind. Die Kapazitäten der Kondensatoren C2, C3 betragen in
diesem Ausführungsbeispiel 2,2 nF und 1 nF.
Der Schaltransistor T1 arbeitet in dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 als Sperrwandler, auch Flyback-Converter
genannt, und wird auf bekannte Weise über einen
Steueranschluß 3 von einer Treiberstufe D angesteuert. Der
Schalttransistor T1 ist hier insbesondere ein MOSFET.
Die Kondensatoren C2 und C3 des Dämpfungsnetzwerkes bilden
hier mit den betreffenden Teilwicklungen W1a, W1b
voneinander unabhängige schwingungsfähige Systeme, die
beim Abschalten des Schaltransistors T1 angeregt werden.
Da der Schaltransistor T1 in der Leitendphase über die
Primärwicklung W1a, W1b aus dem Speicherkondensator C1
einen entsprechenden Strom zieht, werden beim Abschalten
des Schalttransistors T1 die Kondensatoren C2 und C3 durch
die Induktivitäten der betreffenden Teilwicklungen W1a und
W1b aufgeladen. Die an dem Eingang 1 des Schalttransistors
T1 anstehende Spannung U2 ergibt sich hierdurch aus der
Addition der über den Kondensatoren C2 und C3 anstehenden
Spannungen in Bezug auf die Spannung U1 über dem
Speicherkondensator C1. Die beiden Resonanzen des
Dämpfungsnetzwerkes sind hierbei derart gewählt, daß sich
die Schwingungen gegenseitig auslöschen, beispielsweise,
wenn das Verhältnis der Resonanzfrequenzen 1 : 3 beträgt, so
daß eine effektive Schwingungsdämpfung gewährleistet ist.
Da die Kondensatoren C2 und C3 in Serie geschaltet sind,
ist die Gesamtkapazität des Dämpfungsnetzwerkes relativ
klein, so daß auch der Entladestrom im Zeitpunkt des
Einschaltens des Transistors T1 relativ gering ist.
Das Verhalten des Dämpfungsnetzwerkes wird anhand von
Strom- Spannungsdiagrammen, wie in der Fig. 2 dagestellt,
nun näher erläutert. Kanal 1, CH1, zeigt hierbei die an
dem Drainanschluß 1 des Schalttransistors T1 anliegende
Spannung U2 und in Kanal 4, CH4, den Strom durch den
Schalttransistor im Normalbetrieb des Schaltnetzteiles. In
den Zeitpunkten t1 und t3 wird der Schalttransistor
jeweils durchgesteuert und in Zeitpunkten t2 und t4
jeweils gesperrt.
Zu den Zeitpunkten t1 und t3 entsteht beim Einschalten des
Schalttransistors T1 durch das Entladen der beiden
Kondensatoren C2 und C3 ein entsprechender Stromstoß I1,
siehe Kanal CH4. Anschließend steigt der Strom durch den
Schalttransistor kontinuierlich an, entsprechend der
Induktivität des Transformators TR. In den Zeitpunkten t2
und t4, wenn der Schalttransistor gesperrt wird, fällt der
Strom jeweils auf Null ab. Die Spannung U2 steigt
dementsprechend an den Zeitpunkten t2 und t4 steil an und
schwingt anschließend langsam aus. Im ersten Peak ist
hierbei deutlich ein Einbruch zu erkennen, der durch die
unterschiedlichen Resonanzfrequenzen verursacht wird. Der
Peak ist verhältnismäßig klein und stellt keine Gefährdung
des Schalttransistors dar. Als Schalttransistor kann daher
ein Typ mit einer entsprechend geringen Spannungs
festigkeit gewählt werden.
In der Fig. 3 sind entsprechende Strom- und
Spannungsverhältnisse für ein Dämpfungsnetzwerk, das nur
einen Kondensator parallel zur Primärwicklung, wie nach
dem Stand der Technik bekannt, aufweist. Der Kondensator
weist hierbei eine Kapazität von 2,2 nF auf. Der
Spannungspeak U4 ist hier in der Höhe vergleichbar mit dem
Spannungspeak U1, der Stromstoß I2 zum Zeitpunkt des
Einschaltens des Schalttransistors, t1 und t3, ist jedoch
erheblich höher und insbesondere erheblich breiter. Dies
würde zu einer hohen Wärmebelastung des Schalttransistors
führen, da in diesem Zeitbereich der Schalttransistor noch
nicht voll durchgesteuert ist und daher an dem
Stromanschluß 1 des Schalttransistors noch eine erhebliche
Spannung ansteht, so daß das Strom-Spannungsprodukt
vergleichsweise groß wäre.
Es läßt sich daher bereits mit einer Primärwicklung, die
in nur zwei Teilwicklungen unterteilt ist, sowie einem
zusätzlichen Kondensator ein effektives Dämpfungsnetzwerk
angeben. Es benötigt insbesondere keinen Widerstand zum
Entladen eines Kondensators, der überlicherweise für eine
höhere Verlustleistung ausgelegt werden muß.
Das Schaltnetzteil der Fig. 1 weist einen Transformator
mit zwei Teilwicklungen, sowie zwei parallel geschaltete
Kondensatoren auf, es kann jedoch entsprechend auch mit
einem Transformator mit mehr als zwei Teilwicklungen
verwendet werden. Mit zwei Teilwicklungen eignet es sich
insbesondere als Sperrwandler mit einem Leistungsbereich
kleiner 100 Watt, mit einem MOSFET als Schalttransistor.
Claims (6)
1. Schaltnetzteil mit einem Speicherkondensator (C1),
einem Transformator (TR) mit einer Primärwicklung und
einer Sekundärwicklung, und mit einem Schalttransistor
(T1) in Serie zu der Primärwicklung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Primärwicklung in
Teilwicklungen (W1a, W1b) mit mindestens einem Abgriff
(A) unterteilt ist, und daß zu zumindest zwei
Teilwicklungen (W1a, W1b) jeweils ein Kondensator (C2,
C3) parallel geschaltet ist.
2. Schaltnetzteil nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kapazitäten der beiden
Kondensatoren (C2, C3) sowie die Windungszahlen der
beiden Teilwicklungen (W1a, W1b) derart gewählt sind,
daß die beim Abschalten des Schalttransistors (T1)
entstehenden Schwingungen unterschiedliche
Resonanzfrequenzen aufweisen, so daß das erste
Maximum einer Schwingung mit einem Minimum der zweiten
Schwingung zusammenfällt.
3. Schaltnetzteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der parallel zu der Teilwicklung
(W1b) liegende Kondensator (C3), der mit dem
Schalttransistor (T1) verbunden ist, kleiner ist als
der zu der zweiten Teilwicklung (W1a) parallel
geschaltete zweite Kondensator (C2).
4. Schaltnetzteil nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Transformator (TR) zwei
Teilwicklungen (W1a, W1b) und zwei Kondensatoren (C1,
C2) aufweist, und daß die Kapazitäten der beiden
Kondensatoren (C2, C3) sowie Windungszahlen der beiden
die Teilwicklungen (W1a, W1b) derart gewählt sind, daß
das Verhältnis der Resonanzfrequenzen in etwa 1 : 3
beträgt.
5. Schaltnetzteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator (TR) ein
Kammertransformator ist, dessen primärseitige
Teilwicklungen (W1a, W1b) mit einem Abgriff (A)
herausgeführt sind.
6. Schaltnetzteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es als Sperrwandler mit
einem MOSFET als Schalttransistor (T1) in einem
Leistungsbereich kleiner 100 Watt arbeitet.
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