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Die
Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeug, insbesondere Handkreissäge, Handhobel
oder dergleichen, mit einem, durch eine Welle, motorisch angetriebenen
kreisförmigen
Werkzeug, das mittels einer Spannvorrichtung an der Welle verspannbar
ist; einer mechanischen Bremsvorrichtung, die bei Aktivierung das
Werkzeug abbremst; einem Schaltelement zum An- und Ausschalten eines
Motors; einem Sicherungselement, das in einer Sicherungsposition ein
Anschalten verhindert und die Bremsvorrichtung aktiviert und in
einer Freigabeposition ein Anschalten zulässt und die Bremsvorrichtung
deaktiviert, wobei die Bremsvorrichtung mit dem Sicherungselement mechanisch
verbunden ist und die Spannvorrichtung in einer Spannposition verspannt
und in einer Entspannposition entspannt ist.
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Elektrowerkzeuge
der oben genannten Art weisen eine Kopplung zwischen einem Schaltelement
und einem Sicherungselement auf, um auf diese Art und Weise ein
versehentliches Einschalten des Elektrowerkzeuges zu vermeiden.
Ferner dient eine Bremsvorrichtung dem schnellen Abbremsen des Werkzeuges
und/oder des Motors. Durch eine mechanische Verbindung, beispielsweise
durch ein Gestänge,
sind die Bremsvorrichtung und das Sicherungselement miteinander
gekoppelt. Befindet sich das Sicherungselement in der Freigabeposition,
so ist die Bremsvorrichtung deaktiviert und ein Anschalten eines
Motors möglich.
Befindet sich das Sicherungselement in der Sicherungsposition, ist
das Anschalten des Motors verunmöglicht
und die Bremsvorrichtung aktiviert.
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Ein
derartiges Elektrowerkzeug ist aus der
DE 40 07 030 A1 bekannt,
mit einem durch eine Bremsvorrichtung abbremsbaren Werkzeug, wobei die
Bremsvorrichtung mechanisch mit einem Sicherungselement gekoppelt
ist. Das Sicherungselement ist zwischen einer Freigabe- und einer
Sicherungsposition stellbar. In der Freigabeposition kann ein Motor mit
einem Schaltelement angeschaltet werden und die Bremsvorrichtung
ist deaktiviert. In der Sicherungsposition ist es nicht möglich, den
Motor anzuschalten und die Bremsvorrichtung ist aktiviert. Die Bremsvorrichtung
besteht aus einem, um eine parallel einer Welle verlaufenden Drehachse
verschwenkbaren Bremsteil, das auf eine auf einer Welle befestigte
Bremstrommel wirkt und durch die Reibung den Motor und das Werkzeug
abbremst. Die Betätigung der
Bremsvorrichtung erfolgt über
ein Betätigungselement,
das durch ein Gestänge
mit mehreren Gelenken gebildet wird.
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Nachteilig
an dieser bekannten Lösung
ist, dass ein Anwender des Elektrowerkzeuges den Motor anschalten
kann, ohne dass die Spannvorrichtung in der Spannposition ist.
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Aus
der
DE 43 36 620 A1 ist
ein Elektrowerkzeug bekannt, welches eine motorisch angetriebene Hohlspindel
zum Antrieb eines Werkzeugs aufweist. Das Werkzeug ist zwischen
einem Spannflansch und einem Gegenflansch mittels einer Schnellspanneinrichtung über eine
zur Hohlspindel koaxiale Zugspindel festgelegt, die über elastische
Elemente in axialer Richtung verspannt ist. Die Zugspindel ist mittels
eines Spannhebels relativ zur Hohlspindel in Axialrichtung zwischen
einer Spannstellung, in der das Werkzeug zwischen den Flanschen
drehfest eingespannt ist, und einer Lösestellung verschiebbar. Der
Spannhebel ist mit dem Motorschalter über eine Schaltstange mechanisch
derart gekoppelt, dass der Spannhebel nur bei ausgeschaltetem Motor
in die Lösestellung
bewegbar ist.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein handgeführtes Elektrowerkzeug
mit einer Spannvorrichtung zu schaffen, das einfach und sicher zu
bedienen ist.
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Erfindungsgemäss wird
die Aufgabe dadurch gelöst,
dass ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen ist, mit welchem das
Sicherungselement in der Spannposition entriegelt und in der Entspannposition verriegelt
ist.
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Dadurch,
dass ein Verriegelungsmechanismus das Sicherungselement verriegelt
oder gegebenenfalls entriegelt, ist eine Fehlmanipulation des Sicherungselementes
und des Schaltelementes durch einen Anwender beim Bedienen der Spannvorrichtung
ausgeschlossen. Der Ablauf wird vom Elektrowerkzeug vorgegeben.
Ist das Sicherungselement in der Sicherungsposition, so ist ein
Anschalten eines Motors mittels des Schaltelementes nicht möglich. Wird
zudem die Spannvorrichtung in die Entspannposition gestellt, so
ist das Sicherungselement in der Sicherungsposition verriegelt.
Erst durch das Stellen der Spannvorrichtung in die Spannposition
wird das Sicherungselement wieder in die Freigabeposition stellbar.
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Vorzugsweise
ist der Verriegelungsmechanismus und die Spannvorrichtung mittels
eines Spannhebels betätigbar,
um eine einfache und handliche Bedienung zu gewährleisten. Durch die Integration
zweier Funktionen in ein Bedienungselement, den Spannhebel, ist
au sserdem eine problemlose Kopplung des Verriegelungsmechanismus
und der Spannvorrichtung gewährleistet.
Für den
Anwender bleibt die Funktion des Verriegelungsmechanismus versteckt
und fördert
dadurch die Handlichkeit des Elektrowerkzeugs.
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Der
Verriegelungsmechanismus weist vorteilhafterweise ein Verriegelungselement
und die Bremsvorrichtung eine Nut auf, wobei das Verriegelungselement
in die Nut bringbar ist. Durch die einfache und wirtschaftlich herstellbare
Lösung
des Verriegelungsmechanismus findet dieser Verriegelungsmechanismus
bevorzugt Anwendung. Unter Berücksichtigung
des betreffenden Elektrowerkzeuges und der anzunehmenden Rahmenbedingungen
für das Elektrowerkzeug
können
jedoch auch andere Lösungen
Anwendung finden.
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Vorzugsweise
ist das Verriegelungselement an einem Bolzen schwenkbar befestigt.
Der Bolzen befestigt das Verriegelungselement am Gehäuse oder
einem Gehäuseteil
und ermöglicht
es, das Verriegelungselement in die Nut zu schwenken.
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Der
Spannhebel weist vorzugsweise eine Steuerkurve auf, die zur Führung des
Verriegelungselementes dient, um eine einfache und stabile Steuerung
des Verriegelungsmechanismus zu erreichen. Die Steuerkurve ist in
einer bevorzugten Ausführung derart
ausgebildet, dass sie das Verriegelungselement zwangsführt. Dadurch
wird beispielsweise eine Federelement, welches das Verriegelungselement von
der Nut wegdrückt überflüssig. Ferner
erhöht sich
dadurch die Standzeit des Verriegelungsmechanismus. Die Ausbildung
der Steuerkurve ist vorteilhafterweise auf den Schwenkbereich des
Spannhebels abgestimmt.
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Ferner
weist die Steuerkurve in einer vorteilhaften Ausführungsform
einen Arretierabschnitt zur Arretierung des Verriegelungselementes
in der Spannposition auf. Dadurch wird ein ungewollter Wechsel von
der Spannposition in die Entspannposition vermieden. Bei einem Wechsel
von der Spannposition in die Entspannposition, wird dem Anwender dadurch
bewusst, dass die Spannvorrichtung somit entspannt ist.
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Vorteilhafterweise
ist der Verriegelungsmechanismus aus Kunststoff, um eine wirtschaftliche Herstellung
zu fördern.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen:
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1 Eine
Gesamtansicht des erfindungsgemässen
Elektrowerkzeuges;
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2 eine
Teilansicht einer Bremsvorrichtung und einer Welle mit Bremstrommel
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3 eine
Seitenansicht eines Verriegelungsmechanismus, der Bremsvorrichtung
und eines Spannhebels in Spannposition;
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4 eine
Seitenansicht des Verriegelungsmechanismus, der Bremsvorrichtung
und des Spannhebels in Entspannposition.
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In
der 1 ist ein erfindungsgemässes Elektrowerkzeug, insbesondere
eine Kreissäge,
mit einer in einem Gehäuse 1 gelagerten
und motorisch angetriebenen Welle 2 gezeigt. Die Welle 2 ist
durch eine nicht dargestellte Spannvorrichtung mit einem Werkzeug 3 lösbar verbunden.
Zur Betätigung
der Spannvorrichtung ist ein Spannhebel 5 vorgesehen, der
zwischen einer Spannposition und einer Entspannposition stellbar,
insbesondere schwenkbar am Gehäuse 1 befestigt
ist. In der Entspannposition ist das Werkzeug 3 auswechselbar
und in der Spannposition drehfest an der Welle 2 fixiert.
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Zur
Führung
weist das Elektrowerkzeug eine Anlageplatte 4 auf, die
vom Werkzeug 3 durchgriffen wird. Ferner ist das Gehäuse 1 mit
einem Halteteil 6 versehen, das ein Schaltelement 7 zum
An- und Abschalten eines nicht dargestellten Motors, und ein Sicherungselement 8,
mit einer Sicherungs- und einer Freigabeposition besitzt.
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Die 2 zeigt
die mechanisch mit dem Sicherungselement 8 gekoppelte,
insgesamt mit 10 bezeichnete Bremsvorrichtung, die Welle 2,
das Schaltelement 7 und das Sicherungselement 8.
Die mechanische Kopplung erfolgt über ein Betätigungselement 11,
das stoffschlüssig
mit der Bremsvorrichtung 10 verbunden ist. Eine auf das
Sicherungselement 8 wirkende Kraft wird durch mehrere Gelenke 12 auf die
Bremsvorrichtung 10 übertragen
und bewirkt eine Bewegung entgegen einer Bremsrichtung B. Die Bremsvorrichtung 10 weist
zur Führung
mehrere Langlöcher 13 auf,
die von am Gehäuse 1 befestigten,
nicht dargestellten Führungsdomen
durchgriffen werden.
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Die
Bremsvorrichtung 10 weist ein Bremsteil 14 auf,
das durch die Bewegung in Bremsrichtung B in Kontakt mit einer an
der Welle 2 befestigten Bremstrommel 16 bringbar
ist und durch die entstehende Reibung eine Drehbewegung der Welle 2 abbremst. In
der Sicherungsposition, wie sie insbesondere in 2 dargestellt
ist, zieht nur die Federkraft eines mittels einer Schraube 19 am
Betätigungselement 11 und
an seinem gegenüberliegenden Ende
am Gehäuse 1 befestigten
Federelementes 17 das Betätigungselement 11 und
somit das Bremsteil 14 gegen die Bremstrommel 16.
Wird das Sicherungselement 8 in die Freigabeposition gestellt,
so wird das Bremsteil 14 gegen die Federkraft von der Bremstrommel 16,
entgegen der Bremsrichtung B, wegbewegt. Die Welle 2 ist
in der Freigabeposition ungebremst und ist dadurch drehbar. Zur
Aufnahme der Welle 2 und der Bremstrommel 16 besitzt
die Bremsvorrichtung 10 eine Ausnehmung 18. Im
Bereich dieser Ausnehmung 18 und der Welle 2 ist
an der Bremsvorrichtung 10 eine im Wesentlichen parallel
zur Welle 2 verlaufende Nut 20 angeordnet.
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In
den 3 und 4 ist ein Teil der Bremsvorrichtung 10 mit
der Nut 20, der Spannhebel 5, die Welle 2 und
der mit insgesamt 21 bezeichnete Verriegelungsmechanismus
vergrössert
dargestellt.
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Der
Spannhebel 5 weist an einem Ende einen Angriffsteil 22 und
am gegenüberliegenden
Ende einen zylinderförmigen
Führungskörper 23 auf.
Der Führungskörper 23 findet
in zwei am Gehäuse 1 komplementär ausgebildeten
Bohrungen eine Aufnahme und ist dadurch um eine Schwenkachse S schwenkbar
im Gehäuse 1 gelagert.
Um den Führungskörper 23 erstrecken
sich zwei senkrecht zur Schwenkachse S angeordnete Steuerkurven 24,
welche mit einem Verriegelungselement 25 in Kontakt stehen.
Das Verriegelungselement 25 ist durch einen parallel zur
Schwenkachse S angeordneten Bolzen 26 schwenkbar mit dem
Gehäuse 1 verbunden.
Das Verriegelungselement 25 weist einen Riegelschenkel 27 und
einen senkrecht dazu angeordneten Steuerschenkel 28 auf.
Der Riegelschenkel 27 ist durch Verschwenken des Spannhebels 5 von
der Spannposition, wie sie insbesondere in 3 dargestellt
ist, in die Entspannposition, in 4 dargestellt,
in die an der Bremsvorrichtung 10 angeordnete Nut 20 bringbar,
falls sich das Sicherungselement 8 in der Sicherungsposition
befindet. Durch diese formschlüssige Verbindung
ist die Bremsvorrichtung 10 in dieser Position arretiert.
Durch Stellen des Spannhebels 5 von der Entspannposition
in die Spannposition wird das Verriegelungselement 25 wieder
aus der Nut 20 bewegt und die Arretierung zwischen Bremsvorrichtung 10 und
dem Verriegelungsmechanismus 21, insbesondere dem Gehäuse 1,
aufgehoben. Dadurch, dass das Sicherungselement 8 mittels
des Betätigungsteils
mechanisch direkt mit der Bremsvorrichtung 10 gekoppelt
ist, bewirkt eine Arretierung der Bremsvorrichtung 10 gleichzeitig
eine Arretierung des Sicherungselementes 8.
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Um
in der Spannposition des Spannhebels 5, wie sie insbesondere
in 3 dargestellt ist, ein unbeabsichtigtes Wechseln
in die Entspannposition zu verhindern weist die Steuerkurve 24 einen
Arretierabschnitt 29 auf.
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Der
Verriegelungsmechanismus 21 ist aus Kunststoff mit einem
Spritzgussverfahren hergestellt.