Die Erfindung betrifft ein zumindest teilweise gekühltes Warenpräsentationsmöbel mit
wenigstens einem der Präsentation und/oder Lagerung der Ware(n) dienenden
Warenpräsentationsboden, insbesondere ein Kühlregal, bei dem die Kühlung des oder
der zu kühlenden Bereiche des Warenpräsentationsmöbels zumindest teilweise mittels
eines Kühlluftstromes erfolgt.
Unter dem Begriff "Warenpräsentationsmöbel" seien Möbel, die der Präsentation
und/oder Lagerung von Waren dienen zu verstehen.
Für die Kühlung derartiger Warenpräsentationsmöbel wird die benötigte Kühlluft aus
der Umgebung des Warenpräsentationsmöbels angesaugt, mittels dafür vorgesehener
Einrichtungen innerhalb des Warenpräsentationsmöbels abgekühlt und in den oder die
zu kühlenden Warenräume des Warenpräsentationsmöbels eingeleitet.
Nachteilig bei der vorgenannten Art der Kühlung ist jedoch, dass insbesondere bei
Kühlregalen aufgrund des Verlustes von Kühlluft, die nach vome aus dem zu
kühlenden Warenraum aus dem Kühlregal herausfällt, der Energiebedarf hoch ist.
Zudem ist die Geräuschentwicklung derartiger Möbel vergleichsweise hoch, da für die
Umwälzung der Kühlluft in dem Möbel oftmals mehrere Ventilatoren erforderlich sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes
Warenpräsentationsmöbel anzugeben, das die genannten Nachteile vermeidet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein zumindest teilweise gekühltes
Warenpräsentationsmittel vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der
oder wenigstens einer der Warenpräsentationsböden Mittel zum Kühlen der auf ihm
angeordneten Waren aufweist.
Gemäß einer ersten Alternative sind diese Mittel zum Kühlen der auf dem oder den
Warenpräsentationsböden angeordneten Waren dergestalt ausgebildet, dass der oder
die Warenpräsentationsböden mit einer Sole befüllt sind.
In einer zweiten Alternative sind die Mittel zum Kühlen dergestalt ausgebildet, dass der
oder die Warenpräsentationsböden zumindest in Teilbereichen hohl ausgebildet und
Mittel zum Zuführen zumindest eines Teilstromes des Kühlluftstromes in den oder die
Warenpräsentationsböden vorgesehen sind.
Die Erfindung sei anhand zweier in den Fig. 1 und 2 dargestellter, nicht
maßstabsgerechter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Das in den Fig. 1 und 2 in einer seitliche Schnittdarstellungen dargestellte
Kühlregal weist einen isolierten Korpus 1 auf, der auf einem Sockel 2 ruht. Der isolierte
Korpus 1 umschließt einen Warenraum 4, in dem im Regelfall mehrere
Warenpräsentationsböden 5 angeordnet sind. Zudem dient der Warenraumboden 5'
der Präsentation von Waren.
In dem vorderen unteren Bereich des Kühlregals ist ein Rückluftgitter 10 angeordnet,
über das Kühlluft - dargestellt durch die Pfeile - sowie Luft aus der Umgebung des
Kühlregals mittels eines Ventilators 9 angesaugt und einem Verdampfer 8, in dem sie
abgekühlt werden, zugeführt werden. Der in dem Verdampfer 8 abgekühlte
Kühlluftstrom wird anschließend über den Rückluftkanal 6 und den Lufteinlass 11
wieder in den Warenraum 4 geführt. Der von dem Lufteinlass 11 zu dem Rückluftgitter
10 strömende Kühlluftstrom bildet einen Kühlluftschleier, der das Eindringen von
warmer Umgebungsluft in den Warenraum 4 wirkungsvoll verhindert. Oftmals wird -
durch entsprechende konstruktive Maßnahmen - ein mehrlagiger Kühlluftschleier
entlang der Warenraumöffnung gebildet.
Zusätzlich ist im Regelfall die Rückwand des Warenraumes 4 perforiert ausgebildet -
in den Fig. 1 und 2 durch die punktierten Pfeile dargestellt -, so dass Kühlluft aus
dem Rückluftkanal 6 in den Warenraum 5 eintreten kann, wobei dieser Anteil der
Kühlluft über die auf den Warenpräsentationsböden 5 angeordneten Waren strömt und
diese kühlt.
Die in der Fig. 1 dargestellten Warenpräsentationsböden 5 sowie gegebenenfalls der
Warenraumboden 5' sind nunmehr erfindungsgemäß mit einer Sole 6 befüllt. Zudem
sind Leitungen 7 in den Warenpräsentationsböden 5 sowie dem Warenraumboden 5'
vorgesehen, durch die ein Kältemittel strömt. Die Leitungen 7 sind beispielsweise in
Form von Rohrschlangen in den Warenpräsentationsböden 5 sowie dem
Warenraumboden 5' angeordnet. Das darin strömende Kältemittel dient der Kühlung
der Sole 6. Im Regelfall ist diese zusätzliche Kühlung erforderlich, jedoch kann
prinzipiell auch auf sie verzichtet werden, wodurch sich die in der Fig. 1 dargestellten
Leitungen 7 erübrigen.
Das in den Leitungen 7 strömende Kältemittel wird den Leitungen 7 über
entsprechende Vorrichtungen, wie beispielsweise eine flexible Schlauchleitung
zugeführt. Das Kältemittel wird vorzugsweise innerhalb des Möbels im Kreis geführt
und mittels entsprechender, dem Fachmann geläufiger Vorrichtungen, gekühlt.
Das Vorsehen der Sole in den Warenpräsentationsböden 5 sowie dem
Warenraumboden 5' hat den Vorteil, dass während der erforderlichen Abtauprozesse
sowie während eines Störfalles, bei dem die Umluftkühlung außer Betrieb genommen
werden muss, ein Kältepuffer vorhanden ist, so dass die Gefahr des Verderbens der
Ware verringert werden kann.
Bei der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform, die die vorgenannte zweite
Alternative der Erfindung darstellt, sind die Mittel zum Kühlen der
Warenpräsentationsböden 5 derart ausgebildet, dass die Warenpräsentationsböden 5
zumindest in Teilbereichen hohl ausgebildet sind und ihnen zumindest ein Teilstrom
des Kühlluftstromes zugeführt wird.
Wiederum kann die Zuführung des Kühlluftstromes mittels beispielsweise einer flexibler
Schlauchleitung erfolgen. Denkbar ist jedoch auch, in der Warenraumrückwand
Öffnungen vorzusehen, die zu entsprechenden Öffnungen im rückwärtigen Bereich der
Warenpräsentationsböden 5 korrespondieren - in der Fig. 2 dargestellt durch den
Verbindungsbereich 12 zwischen Warenraumrückwand und Warenpräsentationsböden
5.
Über ein an der dem Kunden zugewandten Seite des Warenpräsentationsbodens 5
angeordnetes Gitter 13 kann der Kühlluftteilstrom aus dem Warenpräsentationsboden
5 ausströmen und wird anschließend wieder über das Rückluftgitter 10 dem
Verdampfer 8 zugeführt. Die über das Gitter 13 aus den Warenpräsentationsböden 5
austretende Kühlluft bildet hierbei vergleichsweise kurze, jeweils bis zum
darunterliegenden Warenpräsentationsboden 5 reichende Kühlluftschleier.
Den beiden vorbeschriebenen Alternativen ist gemein, dass die Kühlung der auf den
Warenpräsentationsböden 5 angeordneten Waren optimiert wird, da diese Waren
nunmehr nicht mehr ausschließlich von oben - wie dies beim Stand der Technik der
Fall ist -, sondern auch von unten gekühlt werden. Durch diese optimierte Kühlung
kann die umzuwälzende Kühlluftmenge deutlich verringert werden, was eine erhebliche
Energieeinsparung zur Folge hat.
Die Verringerung der umzuwälzenden Luftmenge hat zudem den Vorteil, dass weniger
Kühlluft aus dem Möbel herausfällt und damit auch die Umgebung des Möbels weniger
stark abgekühlt wird. Dieser Effekt wird insbesondere für den Kunden, der vor dem
Möbel steht, als angenehm empfunden.
Beiden Varianten ist ferner gemein, dass sie weniger und/oder kleinere Ventilatoren
benötigen, so dass die mit den Ventilatoren verbundene Geräuschentwicklung
verringert werden kann.
Sofern die Rückwand des Warenraumes 4 perforiert ausgebildet ist, kann die Lochung
verringert werden, wodurch sich die optische Wirkung des Möbels verbessert und
darüber hinaus die gestaltbare Fläche für Werbung - beispielsweise Folienaufkleber
mit Kundenlogo - vergrößert wird.
Beide Alternativen garantieren eine gleichmäßigere Warentemperatur mit einer
geringeren Temperaturspreizung, was insbesondere im Hinblick auf empfindliche
Warengruppen, die keinen großen Temperaturhub vertragen, oder für verpackte
Frischware, die bisher zuviel Wasser verlieren, von Vorteil ist.
Die in der Fig. 2 dargestellte Variante hat zudem den Vorteil, dass die aus dem Gitter
13 aus den Warenpräsentationsböden 5 austretende Kühlluft einen kurzen, jeweils bis
zum nächsten darunterliegenden Warenpräsentationsboden 5 reichenden
Kühlluftschleier bildet. Derartige Schleier sind stabiler, da sie kürzer sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich auf alle diejenigen Kühlmöbeltypen - wie
beispielsweise Kühltheken - übertragbar, die wenigstens einen
Warenpräsentationsboden aufweisen; im Falle einer Kühltheke fungiert der
Warenraumboden als Warenpräsentationsboden. Ferner sind beispielsweise
truhenförmige Warenpräsentationsmöbel - wie Kühlinseln - bekannt, bei denen im
Warenraum Warenpräsentationsböden vorgesehen sein können.