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Stand der Technik
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Aus dem Stand der Technik ist bekannt, den Momentenbedarf des Generators über die elektrische Leistungsabgabe zu ermitteln. Die elektrische Leistungsabgabe des Generators wird dabei aus der erzeugten Ausgangsspannung und dem Ausgangsstrom des Generators ermittelt.
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Eine solche direkte Bestimmung des elektrischen Generatorleistung ist die Ausnahme, da eine direkte Strommessung bei Generatoren aufgrund der damit verbundenen hohen Kosten die Ausnahme ist. Wegen der hohen effizienten Stromstärke, die ein Generator heutzutage liefert, sind verhältnismäßig teure Strommessgeräte notwendig. Eine Berücksichtigung des Momentenbedarfs des Generators findet in der Momentenbilanz der Motorsteuerung daher nur selten statt.
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Aus dem Dokument
WO 00/19084 A1 ist bekannt, dass eine elektrische Leistung durch das Produkt aus einer Drehzahl und einem Drehmoment ausgedrückt werden kann. Das tatsächliche Drehmoment des elektrischen Generators wird hier aus einer tatsächlichen Drehzahl de Reformmaschine und der Erzeugungsleistung des elektrischen Generators geschätzt. Ein aktueller Generatorwirkungsgrad wird im Rahmen des Verfahrens nicht zu Grunde gelegt.
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Vorteile
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Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruches ist es möglich, die Leistung und damit das Lastmoment des Generators zu ermitteln, ohne dass eine Ausgangsstrommessung erfolgt.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im unabhängigen Anspruch angegebene Merkmale.
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Die Bestimmung des Drehmoments einer elektrischen Maschine setzt voraus, dass der aktuelle Generator- bzw. Maschinenwirkungsgrad bekannt ist. Auf mathematische Weise formulierte Zusammenhänge zwischen momentaner elektrischer Leistung des Generators und aktueller Generatordrehzahl mit dem Generatorwirkungsgrad sind sehr kompliziert, weshalb der Zusammenhang zwischen den genannten drei Größen in einem Kennfeld Vorteilhafterweise gespeichert ist. Von dort wird in Abhängigkeit von der Leistung des Generators und der Generatordrehzahl der jeweils aktuelle Generatorwirkungsgrad durch eine Steuereinheit entnommen. Ein solches Kennfeld wird dazu vorab ermittelt und in einem Speichermedium gespeichert. Die kennfeldabhängige Speicherung des Wirkungsgrads ist insofern von Vorteil, da ein Ermitteln des aktuellen Wirkungsgrads so besonders schnell vor sich geht. Die Drehzahl einer Antriebswelle eines Generators, üblicherweise eine Kurbelwelle, ist bei modernen Motorsteuerungen bekannt. Um ohne zusätzlichen Geräteaufwand, z. B. ohne Drehzahlsensor eine Drehzahl des Generators zu ermitteln, ist eine einfache Berechnung mit Hilfe eines bekannten Übersetzungsverhältnisses zwischen einer Antriebswelle des Generators und der Generatorwelle möglich.
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Die Bestimmung der aktuellen Generatorleistung ist auf verschiedenen Wegen möglich. Ist, wie bei modernen Fahrzeugen üblich ein Informationsnetzwerk wie z. B. ein CAN-Bussystem vorhanden, so ist der Einschaltzustand der elektrischen Verbraucher und damit der Leistungsbedarf dieser elektrischen Verbraucher im wesentlichen bekannt. Wird ein mit diesem Informationsnetzwerk ausgetauschter Code ausgewertet, ist es möglich, über den Vergleich des Einschaltzustandes mit einer Tabelle oder einem Kennfeld den Leistungsbedarf in einfacher Weise zu ermitteln. Sind die Zustände beziehungsweise die Leistungsanforderungen von elektrischen Verbrauchern unbekannt, können diese mittels eines pauschal angenommenen Leistungsbedarfs berücksichtigt werden. Die Auswertung eines Informationscodes ist von Vorteil, da die benötigten Informationen im wesentlichen bereits vorhanden sind und nur noch ein Abgleich mit einer Tabelle bzw. einem Kennfeld zu erfolgen hat.
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Alternativ ist die Bestimmung der Generatorleistung in Abhängigkeit vom Erregerstrom der Erregerspule und der Drehzahl des Generators möglich. Dies ist in verhältnismäßig einfacher Weise wiederum dadurch möglich, dass die vom Generator abgegebene Leistung in Abhängigkeit vom Erregerstrom und der Generatordrehzahl aus einem Kennfeld entnommen wird. Der ansonsten komplizierte Zusammenhang zwischen Generatorleistung, Erregerstrom und Drehzahl ist dadurch vereinfacht, da das Kennfeld durch vorheriges Ausmessen von Generatoren gewonnen wird.
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Die Generatordrehzahl kann auch dadurch gewonnen werden, dass beispielsweise die Frequenz der Ausgangsspannung ausgewertet wird. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Drehzahlsensors. Dieser hätte ebenso wie die Ermittlung der Generatordrehzahl über die Frequenz der Ausgangsspannung den Vorteil, dass die Generatordrehzahl unabhängig vom Schlupf zwischen der Drehzahl der Antriebswelle und der Generatorwelle ist. Der bei den letztgenannten Verfahrensschritten ermittelte Drehzahlwert ist somit genauer.
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Der Erregerstrom lässt sich mittels mehrerer Verfahren einfach ermitteln. In einer ersten Variante wird der Erregerstrom in Abhängigkeit von der Spannung und dem Widerstand der Erregerspule ermittelt. In einer zweiten Variante wird der Erregerstrom in Abhängigkeit von der Ausgangsspannung, dem Widerstand der Erregerspule und einem sogenannten Taktverhältnis des Generatorreglers ermittelt. Die Ausgangspannung der Ständerspule wird dabei als Summe der Batteriespannung und der Spannung, die über die Ladeleitung abfällt, ermittelt. Die Ermittlung des Erregerstroms in Abhängigkeit von der Ausgangspannung der Ständerspulenwicklung ist von Vorteil, wenn bei einem Fahrzeug auf eine sogenannte Batteriezustandserkennung zurückgegriffen werden kann, durch die die Batteriespannung bereits bekannt ist. In einer dritten Variante wird der Erregerstrom durch den Zusammenhang von Taktverhältnis des Reglers, dem elektrischen Widerstand der Erregerspule und lediglich der Batteriespannung ermittelt. Im Gegensatz der zweiten Variante ist dieses Verfahren von Vorteil, da hierbei auf die Ermittlung des Spannungsabfalls über die Ladeleitung verzichtet wird.
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Um eine genauere Ermittlung des Erregerstroms zu erhalten, ist es von Vorteil den elektrischen Widerstand der Erregerspule in Abhängigkeit von der Temperatur der Erregerspule zu ermitteln. Die Temperaturabhängigkeit des Widerstands der Erregerspule kann berücksichtigt werden, indem beispielsweise bei flüssiggekühlten Generatoren die Kühlmitteltemperatur als Temperatur der Erregerspule angenommen wird. Schließlich ergibt sich in einer einfachen Variante die Möglichkeit, einen zuvor ermittelten festen Wert für die Betriebstemperatur der Erregerspule anzunehmen und diesen in der Vorrichtung abzuspeichern.
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Zeichnungen
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Die Erfindung wird nachstehend in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen und einem Verfahrensablaufsdiagramm näher erläutert. Es zeigen
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1 eine Ansicht auf eine Antriebsmaschine, die über ein Zugmittel mit einem Generator gekoppelt ist,
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2 ein Schema eines Bordnetzes,
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3, 4, 5, 6 und 7 ein Verfahrensablaufdiagramme für die Ausführungsbeispiele.
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Identische bzw. gleichwirkende Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet.
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In 1 ist eine Antriebsmaschine 10 dargestellt, die über eine Antriebswelle 13 und eine Antriebsriemenscheibe 16 einen Generator 19 antreibt. Dazu ist die Antriebsriemenscheibe 16 über einen Riemen 22 mit einer Generatorriemenscheibe 25 verbunden. Die Generatorriemenscheibe 25 treibt eine Läuferwelle 28 an, die mit einem elektromagnetisch erregten Läufer 31 in einer Ständerwicklung 34 eine Ausgangsspannung US induziert, durch die ein Bordnetz 37 mit elektrischer Energie versorgt wird.
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Ein an der Generatorriemenscheibe 25 wirkendes Lastdrehmoment MGL wird im wesentlichen durch das elektrische System, d. h. durch die dort wirkenden elektromagnetischen Widerstände und damit durch eine vom Generator 19 abgegebene elektrische Leistung PG hervorgerufen. Das Lastdrehmoment MGL ist abhängig von der momentan abgegebenen elektrische Leistung PG, der Generatordrehzahl NG und dem Wirkungsgrad ηG des Generators 19. Um das vom Generator 19 über die Generatorriemenscheibe 25 und den Riemen 22 sowie die Antriebsriemenscheibe 16 an der Antriebswelle 13 wirkende Drehmoment MGA zu ermitteln, ist eine Berechnung mittels eines Übersetzungsverhältnisses u zwischen Antriebswelle 13 und Läuferwelle 28 notwendig.
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Das an der Generatorriemenscheibe 25 des Generators 19 wirkende Drehmoment MGL ergibt sich nach Gleichung 1 als Quotient aus der elektrischen Leistung PG des Generators 19 und dem Produkt aus der Zahl Zwei, der Kreiszahl π, der Drehzahl NG des Generators 19 und dem Wirkungsgrad ηG. MGL = PG/(2·π·NG·ηG) (Gleichung 1)
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Die verschiedenen Möglichkeiten zur Bestimmung des Drehmoments MGL ergeben sich aus verschiedenen Möglichkeiten zur Bestimmung der Leistung PG des Generators 13.
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Im ersten Ausführungsbeispiel wird zur Bestimmung der Leistung PG des Generators 19 in einem Fahrzeug, das über ein sogenanntes Informationsnetzwerk verfügt, in diesem Beispiel über ein CAN-Bussystem 40, in einer Einheit 43 mittels einer Rechen- und Speichereinheit 46 ein Code C ausgewertet, der den Einschaltzustand verschiedener elektrischer Verbraucher R1, R2, R3 und R4 verschlüsselt beinhaltet. Die Rechen- und Speichereinheit 46 ist zur Übermittlung des Codes C über einen CAN-Treiber 49 mit dem CAN-Bussystem 40 verbunden.
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2 zeigt schematisch den Generator 19, der das Bordnetz 37 mit elektrischer Energie versorgt. Teil des Bordnetzes 37 sind eine Batterie 52 sowie mehrere Verbraucher R1, R2, R3 und R4, die in diesem Fall paarweise sogenannten Signal-Leistungsverteilern SLV1 und SLV2 nachgeschaltet sind.
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Aus diesem Einschaltzustand ergibt sich der gesamte Leistungsbedarf PRges für verschiedene elektrische Verbraucher, wie zum Beispiel für einen Antrieb für eine Klimaanlage, für einen Antrieb einer Sitzverstellung oder beispielsweise einen Wischerantrieb. PRi ist der Leistungsbedarf eines allgemeinen Verbrauchers Ri, wobei i zur Bezeichnung eines Verbrauchers dient und im allgemeinen einer ganzen Zahl entspricht.
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Gemäß dem Verfahrensdiagramm nach 3, werden in einem ersten Schritt S11 die einzelnen Leistungsanteile, die der Generator aufzubringen hat, ermittelt.
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Die Leistung PRi eines einzelnen Verbrauchers Ri ist gemäß Gleichung 2 eine Funktion f1, die vom Code C abhängig ist. In der Rechen- und Speichereinheit 46 werden die einem oder mehreren Einschaltzuständen entsprechenden Leistungswerte durch Entschlüsselung des Codes C ermittelt. Dazu ist die entsprechende Funktion f1 in Form eines Kennfeldes K1 abgespeichert. Durch eine eindeutige Zuordnung des Einschaltzustands aus dem Code C zu einem Leistungswert ergibt sich die Leistung PRi eines einzelnen Verbrauchers Ri. PRi(C) = f1(C). (Gleichung 2)
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Aus diesen einzelnen Leistungsanforderungen P
Ri ergibt sich durch Summenbildung in der Rechen- und Speichereinheit
46 die vom Generator
19 aufzubringende elektrische Leistung P
G, siehe auch Gleichung 3 beziehungsweise Schritt S12 in
3.
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Der Index n gibt die Höchstzahl der Verbraucher an, deren Leistung PRi sich aus dem Code C ermitteln lässt. Hier im Beispiel nach 2 bedeutet dies, dass sich PG als Summe nach Gleichung 4 ergibt. PG = PR1(C) + PR2(C) + PR3(C) + PR4(C). (Gleichung 4)
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Zusätzlich zur Auswertung dieses Codes C ist es möglich, den Leistungsbedarf elektrischer Verbraucher Rp, deren Zustand nicht aus dem Code C bekannt ist, beispielsweise als zusätzlichen Pauschalwert P
RP bei der Leistungsbilanz zu berücksichtigen, Gleichung 5. Dies gilt insbesondere für Kleinverbraucher, die nicht über einen CAN-Anschluß verfügen,
2.
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Darüber hinaus kann die von einer Batterie
43 verbrauchte oder abgegebene, durch eine Batteriezustandserkennung bekannte Leistung P
BAT zur Ermittlung der Generatorleistung P
G berücksichtigt werden, Gleichung 6.
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Die Batteriezustandserkennung umfasst ein Spannungsmessgerät 55 und ein Strommessgerät 58. Die ermittelten Strom- und Spannungswerte werden der Rechen- und Speichereinheit 46 zugeführt und gemäß Gleichung 6 addiert.
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Hat man mit Hilfe der Rechen- und Speichereinheit 46 die Generatorleistung PG ermittelt, so lässt sich unter Zuhilfenahme der bekannten Generatordrehzahl NG über ein Kennfeld K2 der Wirkungsgrad ηG des Generators 19 bestimmen, siehe auch Gleichung 7, beziehungsweise Schritt S13, 3. Das Kennfeld K2 ist in der Rechen- und Speichereinheit 46 gespeichert und hat in Abhängigkeit von bestimmten Generatorleistungen PG und Generatordrehzahlen NG den Wirkungsgrad ηG abgespeichert.
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ηG ergibt sich nach Gleichung 7 als Funktion f2, die von der Generatorleistung PG und der Generatordrehzahl NG abhängig ist. ηG = f2(PG, NG) (Gleichung 7)
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Die Generatordrehzahl NG ist indirekt von einer Steuerung 61 der Antriebsmaschine 10 bekannt. Über das CAN-Bussystem wird die Drehzahl NA an die Einheit 43 übertragen. Aus einer bekannten Drehzahl NA der Antriebsmaschine 10 wird die Generatordrehzahl NG mittels des Übersetzungsverhältnisses u zwischen der Läuferwelle 28 und der Antriebswelle 13 ermittelt.
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Über die Gleichung 1 und die nunmehr bekannten Größen elektrische Leistung PG des Generators 19, die Kreiszahl π, die Drehzahl NG des Generators 19 sowie den Wirkungsgrad ηG ist das Drehmoment MGL des Generators 19 ermittelbar, 3, Schritt S14.
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Das an der Antriebswelle 13 wirkende beziehungsweise aufzubringende Drehmoment MGA des Generators 19 lässt sich bestimmen mit dem formelmäßigen Zusammenhang nach Gleichung 8, 3, Schritt S15. MGA = MGL·u, (Gleichung 8) wobei sich das Übersetzungsverhältnis u in diesem Beispiel aus dem Verhältnis der Riemenscheibendurchmesser der Antriebsriemenscheibe 16 und der Generatorriemenscheibe 25 ergibt.
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In einem zweiten Ausführungsbeispiel zur Bestimmung der elektrischen Leistung PG des Generators 19 wird die Leistung PG aus einem Kennfeld K3, das in der Rechen- und Speichereinheit 46 abgespeichert ist, in Abhängigkeit eines Erregerstroms IERR und der Generatordrehzahl NG ermittelt.
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Die Leistung PG des Generators 19 ergibt sich damit gemäß Gleichung 9 zu PG = f3(IERR, NG) (Gleichung 9)
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Damit ist Leistung PG eine Funktion f3 des Erregerstroms IERR und der Drehzahl NG des Generators 13.
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Der Erregerstrom IERR wird nach dem ohmschen Gesetz in Abhängigkeit einer Spannung UERR einer Erregerspule und deren ohmschen Widerstand RERR ermittelt, siehe auch Gleichung 10 und 4, Schritte S21, S22 und S23. IERR = UERR/RERR (Gleichung 10)
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Die Spannung UERR der Erregerspule wird im Generator 19 gemessen, der Widerstand RERR wird als unveränderlich angenommen. Im Beispiel wird für den Widerstand RERR ein bei einer Betriebstemperatur TERR von 160°C konstanter Widerstand angenommen. Dies ist eine Näherung für eine mittlere Temperatur TERR im Fahrbetrieb.
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Nach der Bestimmung der Generatorleistung PG wird mit dem Schritt S13 aus dem ersten Ausführungsbeispiel fortgefahren.
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In einer Variante des zweiten Ausführungsbeispiels wird für den Fall, dass der Generator 19 voll ausgelastet ist und damit ein Signal DF eines Generatorreglers 64 gleich Null ist, zunächst die Ständerspulenspannung US als die Summe von Batteriespannung UBAT und eines Spannungsabfalls UL über eine Ladeleitung 67 ermittelt, siehe auch Schritte S31 und S32, 5 und Gleichung 11. US = UBAT + UL (Gleichung 11)
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Wird der Spannungsabfall UL über die Ladeleitung 67 nicht gemessen, so ergibt sich dieser Spannungsabfall UL nach Gleichung 12 UL = RL·(IBAT + IBi) (Gleichung 12) als Produkt des Widerstands der Ladeleitung RL und der Summe eines Stroms IBAT, der von oder zur Batterie fließt und den Strömen IBi zu den einzelnen Verbrauchern Ri.
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DF ist der Quotient aus einer Zeit TA und einer Summe aus der Zeit TE und einer Zeit TA, siehe auch Gleichung 13. DF charakterisiert damit das Taktverhältnis des Generatorregelers 64. TE ist die Zeit, in der der Generatorregler 64 die Erregerspule bestromt, TA ist die Zeit, in der der Generatorregler 64 die Erregerspule nicht bestromt. Das bedeutet, dass für einen Wert DF = 0 die Erregerspule ohne Unterbrechung bestromt ist. DF = TA/(TE + TA) (Gleichung 13)
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Die Erregerspulenspannung UERR wird dann gemäß Gleichung 14 in Abhängigkeit von der Ständerspulenspannung US und dem Signal DF ermittelt. UERR = US·(1 – DF) (Gleichung 14)
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Ist der Erregerspulenwiderstand RERR wie im zweiten Ausführungsbeispiel bestimmt beziehungsweise bekannt, fährt das Verfahren mit dem Schritt S22 aus 4 fort.
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In einer zweiten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels wird für den Fall, dass der Generator 19 nicht voll ausgelastet ist und damit das Signal DF des Generatorreglers 64 ungleich Null ist, als Ständerspulenspannung US die über die Generatorschnittstelle vorgegebene Sollspannung US soll angenommen, siehe auch 6, Schritt 41. Das Verfahren fährt in dieser zweiten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels mit dem Schritt S33 und wie dort beschrieben weiter fort.
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In einer dritten Variante, die von der zweiten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels ausgeht, wird vereinfachend davon ausgegangen, dass der Spannungsabfall UL über die Ladeleitung 67 gleich Null ist, so dass als Ständerspulenspannung US die Batteriespannung angenommen wird, siehe auch 7, Schritt 51. Die dritte Variante fährt mit dem Schritt S33 aus 6 fort.
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Im zweiten Ausführungsbeispiel ist der Widerstand RERR der Erregerspule als konstant angenommen. Um einen realistischeren Wert für den Widerstand RERR zu erhalten sind verschiedene Ansätze möglich.
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Geht man von einem bekannten Widerstand der Erregerspule bei einer Raumtemperatur von 20°C aus, beispielsweise RERR = 2,6 Ω, so kann der Widerstand der Erregerspule bei angenommener Betriebstemperatur gemäß Gleichung 15 ermittelt werden. RERR = RERR,20°C·[1 + αERR·(TERR – 20°C)] (Gleichung 15)
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αERR ist der Temperaturkoeffizient des Leitermaterials der Erregerspule. Mittels einer gemessenen Erregerspulentemperatur TERR erhält man einen genaueren Widerstandswert RERR. Bei flüssiggekühlten Generatoren 19 kann die Kühlmitteltemperatur gemessen werden. Da flüssiggekühlte Generatoren 19 oft den gleichen Kühlkreislauf haben wie die Antriebsmaschine 10, ist die Temperatur bereits durch eine Messung der Kühlmitteltemperatur der Antriebsmaschine 10 bekannt und kann von der Steuerung 61 über CAN an die Einheit 43 gesendet werden.
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Die Generatordrehzahl NG kann alternativ zu allen Ausführungsbeispielen und Varianten auf andere Weisen erhalten werden. Zum einen ist dies möglich über die Bestimmungen der Frequenz der Ausgangsspannung US, zum anderen durch Messen der Drehzahl NG der Läuferwelle 28 oder der Generatorriemenscheibe 25.
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Eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung der Generatordrehzahl NG besteht über eine Drehzahl der den Generator 19 antreibenden Antriebsmaschine 10, bzw. deren Antriebswelle 13. Die Bestimmung der Generatordrehzahl NG über ein Übersetzungsverhältnis u ist ungenau, da durch den in der Regel vorhandenen und von den Betriebsbedingungen abhängigen unterschiedlich hohen Schlupf zwischen einer Antriebsriemenscheibe 16 und der Generatorriemenscheibe 25 das Übersetzungsverhältnis u nicht konstant ist. Diese Ungenauigkeit kann beispielsweise pauschal berücksichtigt werden, indem das theoretische, sich an Geometrien von Übertragungsteilen zwischen Antriebswelle 13 und Läuferwelle 28 orientierende Übersetzungsverhältnis u um einen festen Schlupfwert verringert wird.