DE1004097B - Geraet zum Auflegen befeuchteter Klebstreifen auf Packstuecke - Google Patents
Geraet zum Auflegen befeuchteter Klebstreifen auf PackstueckeInfo
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Description
- Gerät zum Auflegen befeuchteter Klebstreifen auf Packstücke Zusatz zum Patent 936 256 Die Erfindung betrifft ein Gerät, insbesondere ein Handgerät, zum Auflegen befeuchteter Klebestreifen beim Verpacken od. dgl., wie es bereits Gegenstand des Hauptpatents 936 256 ist. Klebestreifen werden bekanntlich vielfach zum Verschluß der Papierverpackungen von Waren aller Art, zum Verschluß von Pappkartons usw. verwendet. Man verhindert durch solche Klebestreifen ein ungewolltes Wiederaufgehen der Verpackung, ohne daß man dazu Bindfaden oder andere Verschnürungen benötigt.
- Es sind bereits zahlreiche Geräte dieser Art, auch in Form von Handgeräten, bekanntgeworden. Bei diesen wird die handelsübliche Klebestreifenrolle in eine Trommel eingesetzt und von dieser abgezogen.
- Bevor dabei das betreffende, zu verwendende Stück Klebestreifen den Apparat verläßt, wird es mit Wasser oder einer verdünnten Leimlösung angefeuchtet. Das dann aufgeklebte Stück Klebestreifen wird anschließend am Apparat abgerissen. Dazu hat man schon am Apparat geeignete Schneidemesser, auch solche mit Sägezahnung, angebracht.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind erhebliche Verbesserungen der Konstruktion eines solchen Gerätes, das durch das Hauptpatent 936 256 geschützt ist.
- Erfindungsgemäß werden erstens die Klebestreifenrollen in eine Trommel eingesetzt, die jeweils der Breite der Rollen angepaßt werden kann. Zweitens erfolgt das Anfeuchten der Klebestreifen nach dem Abziehen von der Rolle vermittels einer auswechselbaren Schwammrolle, die aus Moosgummi bzw.
- Schwammgummi oder noch besser aus Sdiwammviskose od. dgl. besteht oder mit solchem Material überzogen ist. Zur Befeuchtung dieser Rolle streift diese über einer oder einigen Öffnungen eines Wasserbehälters. Diesen bildet der Handgriff bzw. ein im Handgriff untergebrachter Behälter, etwa ein länglicher Gummiball, dessen Mundstück dann bis an die Rolle reicht. Der von der Rolle abgezogene Klebestreifen wird drittens seinerseits durch eine geeignete Führung in Kontakt mit der Befeuchtungswalze gebracht. Erfindungsgemäß geschieht das dadurch, daß der Klebestreifen nach dem Verlassen der Vorratsrolle über die abgerundete obere Kante eines Führungsstückes geführt wird, welches die Anfeuchtungswalze umgreift und so angeordnet ist, daß der gleitende Klebestreifen gezwungen wird, die Anfeuchtwalze leicht zu überstreifen. Von hier gelangt der augefeuchtete Klebestreifen zu einer Andrückwalze und wird durch diese auf den zu beklebenden Gegenstand aufgepreßt. Viertens befindet sich oberhalb der Andrückwalze eine Abtrennvorrichtung Durch Hochkippen des Gerätes kann diese mit dem Klebestreifen in Kontakt gebracht werden. Zieht man nun weiter, so erfolgt das Abtrennen des Streifens. Dabei erfährt der Streifen durch die Lageveränderung an der Abtrennvorrichtung genügend Widerstand, so daß die weitere Zufuhr des Klebestreifens von der Vorratsrolle gesperrt wird und beim Durchziehen des Geräts in hochgekippter Lage das Abtrennen glatt erfolgt Die Abtrennvorrichtung besteht aus einem an sich bekannten Zahnmesser. Dieses schneidet jedoch auf der einen Seite bevorzugt, was man beispielsweise dadurch erreicht, daß man das Messer schräg anordnet, oder es auf irgendeine andere Art auf der einen Seite steigend, und dadurch besser schneidend, gestaltet, also etwa besser schärft, spitzere Zähne, längere Zähne oder schmalere Zähne vorsieht. Diese besser scihneiblende Seite beginnt das Abtrennen. Ist einmal augeschnitten, so erfolgt das Durchschneiden auch durch weniger scharfe Schneiden. In gleicher Weise könnte man natürlich auch die Mitte der Schneide den Schnitt beginnen lassen, aher die angegebene Weise, insbesondere eine solche mit schräger Messerschneide, ist einfacher herzustellen und betriebssicherer.
- Die Anfeuchtwalze ist, besonders zum Zwecke des schnellen Reinilgens, auswechselbar, was beispielsweise durch eine Offnung in den seitlichen Deckplatten geschehen kann. Eine bessere Lösung stellt die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform dar, wonach das Herausnehmen und das Einsetzen von unten her erfolgt. Das Auswechseln geschieht demnach durch Schlitze in den seitlichen Deckplatten, welche nach oben hin in kreisrunden Aussparungen enden, die als Lagerstellen für die auf der hohlen Achse der Anfeuchtwalze federnd aufgesetzten Halteköpfe dienen.
- Durch gleichzeitigen Druck auf die Halteköpfe nach der Mitte der Achse zu, also etwa mit Daumen und Zeigefinger, werden erstere aus den Lagerstellen nach innen gedrückt. Die auf den Halteköpfen vorgesehenen schmalen Nocken können nun in die schmalen Schlitze in den Deckplatten eingreifen und die Anfeuchtwalze kann dadurch herausgenommen werden.
- Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines solchen Geräts, nach Abnahme einer Seitenplatte, Fig. 2 eine Stirnansicht des gleichen Gerätes, Fig. 3 eine Stirnansicht eines etwas anderen Gerätes, Fig. 4 einen Querschnitt durch die Anfeuchtwalze, etwas vergrößert, Fig. 5 eine Seitenansicht des Geräteteils, an dem die Anfeuchtwalze eingesetzt wird. über die abgerundete obere Kante des Führungsstückes 1 wird der von der Klebestreifenrolle 8 abgezogene Klebestreifen 8a geführt. Dieser passiert auf seinem Wege zur Andrückwalze 4 die leicht drehbar gelagerte Anfeuchtwalze 3. Am unteren Teil des Führungsstückes 1 ist die Zahnleiste 5 befestigt, welche das Abftennen des benötigten Streifenstückes zu bewirken hat. Die Anfeuchtwalze 3 ist auswechselbar.
- Sie ist zu diesem Zwecke durch Schlitze 11a und 11b in den Seitenteilen 2a und 2o einsetzbar. Diese Schlitze enden in kreisförmigen Erweiterungen, in denen sich die Halteköpfe der Anfeuchtwalze zusammen mit dieser drehen können. Im hohlen Handgriff 6 befindet sich der Wasser- bzw. Leimbehälter 7, falls man nicht den Handgriff selbst als Behäfler verwenden will.
- Der Behälter 7 besteht beispielsweise aus einem ellipsoidischen Gummiball, auf den durch eine Aussparung im Teil 6 gedrückt werden kann. Dieser Ball 7 wird mit leichtem Druck gegen die Anfeuchtwalze 3 gedrückt, so daß diese aus der Öffnung im Ball 7 mit Wasser bzw. verdünnter leimlösung getränkt wird.
- Dabei berührt der Ball 7 die Anfeuchtwalze 3 in deren oberem Teil. Die Klebestreifenrolle 8 ist zwischen den heiden seitlichen Deckplatten 2a und 2b auf der Achse 12 gelagert. Die Deckplatten 2Q und 2b sind am Teil 1 angeschraubt, sie können durch die die Achse 12 haltende Flügelmutter 9 auf Abstand gehalten werden.
- Dadurch kann man erreichen, daß die Klebestreifenrolle 8 eine straffere oder lockere Führung erhält. Zur Vermeidung von Beschädigungen des zu bleklebenden Pakets od. dgl. durch die Zähne der Zahnleiste 5, befinden sich am unteren Ende der Seitenplatten 2a und 2b abgerundete Nasen oder Nocken 13.
- Bei einer anderen Ausbildung des Geräts (Fig. 3) ist die eine Deckplatte 2a verschieblich angeordnet; sie kann der Klebestreifenbreite entsprechend in geringerem oder größerem Abstand von dem Teil 2b am Trägerteil 1 befesltilgt werden, und zwar vorzugsweise wahlweise. Dies kann man auf verschiedenem Wege erreichen, etwa durch Anbringen mehr als eines bchraubenloohes am Teil 1 zum Eindrehen der Befestigungsschtraube 24 oder durch eine Schraube mit !mutter, welche längs eines Langloches im Teil 1 verschaben werden kann. Das Langloch kann aber auch m rechtwinklig abgebogenen Teil 25 der Deckplatte 2a vorgesehen sein.
- Die Anfeuchtwalze 3 besteht aus einer Hohl achse t5, auf welche der Zylinder aus Schwamm-, Moos-:>d. dgl. Gummi bzw. Viskose od. dgl. aufgeklebt oder aufvulkanisiert ist. In der Hohlachse 15 sind zwei Bolzen 17 und 18 gelagert und durch je einen Stift 19 bzw. 20, der in je einem Schlitz in der Achse 15 glei- ten kann, so festgehalten, daß die Bolzen gegen die Kraft der Feder 16 zwischen den Bolzen 17 und 18 nach innen gedrückt werden können. Jeder Bolzen endet in einem runden Kopf 23, dessen äußerster Teil 22 so verschmälert ist, daß er in die Schlitze 11 einführbar ist. Jeder Kopf ist mit einer Scheibe 21 unterlegt, die fest mit dem Kopf verbunden ist. Zum Einsetzen der Walze 3 drückt man die Bolzen 17 und 18 gegen die Kraft der Feder 16 nach innen, so daß man die Kopfteile22 in die Schlitze 11 einsetzen und die Walze in den Schlitzen bis zur Erweiterung dieser einschieben kann. Hier läßt man die Bolzen 17 und 18 los, so daß die Feder 16 diese nach außen drückt. Dabei setzen sich die Köpfe 23 in die ihnen entsprechende Schlitzerweiterung. Dabei ist die Bewegung der Bolzen durch Anschlag der Stifte 19 und 20 in ihren Schlitzen in der Achse 15 begrenzt. Die Scheiben 21 sollen lediglich ein Herausfallen der Walze 3 verhindern, sie werden nicht durch die Feder 16 gegen die Seiten 2a und 2b gedrückt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Gerät zum Auflegen befeuchteter Klebestreifen auf Packstücke u. dgl. mit gegebenenfalls im Handgriff untergebrachtem Wasserbehälter, der das Wasser an eine Anfenchtrolle abgibt, von wo es zur Anfeuchtung auf den Klebestreifen gelangt, der von einer Andrückwalze gegen den zu beklebenden Gegenstand gedrückt wird, nach Patent 936 256, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise auswechselbare Anfeuchtwalze (3) aus Schwammgummi oder zweckmäßiger Schwammviscosecellulose od. dgl. besteht oder damit überzogen ist und zwischen der Vorratsrolle (8) für den Klebestreifen (8a) und der Andrückwalze (3) gelagert und ein Führungsstück (1) vorgesehen ist, über dessen abgerundete obere Kante der Klebestreifen (8a) nach dem Verlassen der Vorratsrolle (8) geführt ist und welches mit seiner vorzugsweise bogenförmig verlaufenden inneren Fläche die Anfeuchtwalze (3) in geringem Abstand derart umfaßt, daß der Klebestreifen zwangläufig auf dem Wege zur Andrückwalze (4) die Anfeuchtwalze (3) berührt, so daß diese sich unter der Bewegung des Klebestreifens dreht, während das untere Ende des Führungsstückes (1) ein einseitig steigendes, vorzugsweise schräg angeordnetes Zahnmesser (5) trägt, derart, daß beim Schneiden des Streifens mit diesem nach erfolgtem starkem Hochkippen des Handgriffteiles des Geräts bei gleichzeitigem weiterem Durchzug der Streifen durch die Lageveränderung an den Zähnen des Messers genügend Widerstand findet, so daß eine weitere Zufuhr von Klebestreifen von der Vorratsrolle gesperrt wird und das Abtrennen in dieser Lage glatt erfolgt.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfeuchtwalze (3) auswechselbar ist, vorzugsweise dadurch, daß in deren hohl ausgebildeter Achse (15) eine Druckfeder (16) gelagert ist, durch welche die an beiden Enden der Achse befindlichen und letztere überragenden Halteköpfe (23) der Bolzen (17 und 18) bei seitlichem Druck in Richtung nach der Mitte der Achse zu zusammengedrückt werden, wodurch die an den Halteköpfen (23) befindlichen Nocken (22) in die schmalen, in den Seitenwänden des Geräts vorgesehenen Schlitze (11a und leib) eingeführt werden können, bis die kreisrunden Teile der Halteköpfe (23) in ihre an den Enden der Schlitze vorgesehenen, ebenfalls kreisrunden Lagerstellen sich einfügen können, was beim Nachlassen des Druckes zufolge des Federdruckes erfolgt, wobei Lagerscheiben (21) verhindern, daß die Köpfe (23) ihre Lagerstellen verlassen.
- 3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Deckplatten (2a und 2b) der Breite der Klebestreifenrolle anpaßbar ist durch Nähern der einen Deckplatte (2a) der anderen Deckplatte (2b) oder beider Deckplatten (20 und 2t) gegeneinander.
Priority Applications (1)
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| DEST9561D DE1004097B (de) | 1942-01-24 | 1942-01-24 | Geraet zum Auflegen befeuchteter Klebstreifen auf Packstuecke |
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| DE1004097B true DE1004097B (de) | 1957-03-07 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1183007B (de) | 1960-09-27 | 1964-12-03 | Astoe Alois Stoeckerl Ges Mit | Handgeraet zum Aufbringen klebfaehiger Streifen auf Unterlagen |
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1942
- 1942-01-24 DE DEST9561D patent/DE1004097B/de active Pending
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