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DE10040647A1 - Einrichtung und Verfahren zur Überwachung von Fahrzeugreifen - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Überwachung von Fahrzeugreifen

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Publication number
DE10040647A1
DE10040647A1 DE2000140647 DE10040647A DE10040647A1 DE 10040647 A1 DE10040647 A1 DE 10040647A1 DE 2000140647 DE2000140647 DE 2000140647 DE 10040647 A DE10040647 A DE 10040647A DE 10040647 A1 DE10040647 A1 DE 10040647A1
Authority
DE
Germany
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gas
sensor
tire
temperature
evaluation unit
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2000140647
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Haaf
Holger Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
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Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG filed Critical DaimlerChrysler AG
Priority to DE2000140647 priority Critical patent/DE10040647A1/de
Publication of DE10040647A1 publication Critical patent/DE10040647A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C23/00Devices for measuring, signalling, controlling, or distributing tyre pressure or temperature, specially adapted for mounting on vehicles; Arrangement of tyre inflating devices on vehicles, e.g. of pumps or of tanks; Tyre cooling arrangements
    • B60C23/20Devices for measuring or signalling tyre temperature only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine Einrichtung an einem Fahrzeug zur Überwachung wenigstens eines Parameters der Reifen des Fahrzeuges, mit einer Sensorik, die den wenigstens einen Parameter misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen einer Auswerteeinheit zur Verfügung stellt, wobei die Auswerteeinheit in Abhängigkeit des Signalwertes eine Warninformation abgeben kann. DOLLAR A Um insbesondere einen Reifenbrand besser detektieren zu können, kann die Sensorik mindestens einen Gassensor aufweisen, der den Anteil wenigstens eines vorbestimmten Gases in der Umgebung des jeweiligen Reifens misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen der Auswerteeinheit zur Verfügung stellt. Dabei gibt die Auswerteeinheit eine Warninformation ab, wenn der Gasanteil oder wenn die zeitliche Zunahme des Gasanteils einen vorbestimmten Grenzwert übersteigt.

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an einem Fahrzeug zur Überwachung wenigstens eines Parameters der Reifen eines Fahrzeuges mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Überwachung eines Parameters der Reifen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Aus der DE 41 06 848 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen von Temperatur und Luftdruck in einem Reifen bekannt. Die Messwerte für Temperatur und Luftdruck werden dabei von einem Sender drahtlos übertragen und in einer Empfangsschaltung weiter verarbeitet.
Aus der EP 0 828 621 B1 ist eine Einrichtung bekannt, die an Fahrzeugen mit Luftreifen zur Überwachung des Luftdrucks in den Reifen angebracht ist. Die bekannte Einrichtung weist für jeden zu überwachenden Reifen einen Druckmessfühler auf sowie einen bei diesem Druckmessfühler angeordneten Sender, welcher Signale, die den vom Druckmessfühler ermittelten Luftdruck beinhalten, aussendet. Desweiteren sind Antennen für den Empfang dieser Signale vorgesehen, welche am Chassis des Fahrzeuges angebracht sind, wobei lediglich eine Antenne jedem Reifen benachbart angeordnet ist und die Antennen mit einer gemeinsamen elektronischen Empfangs- und Auswerteschaltung Verbunden sind. Von elektrischen Leitungen, welche von den Antennen zu der Empfangsschaltung führen, führt jeweils eine Zweigleitung, in welcher ein Gleichrichter liegt, zu einer als Mikrocomputer ausgebildeten Auswerteschaltung. In dieser Auswerteschaltung werden die gleichgerichteten Signale derart gesteuert, dass jedes mal dann, wenn über eine der Antennen ein vom Sender am Reifen ausgesandtes Signal empfangen wird, der Mikrocomputer nur dieses über die entsprechende Leitung an die Empfangsschaltung übermittelte Signal auswertet. Durch diesen Aufbau soll eine eindeutige Signalauswertung ermöglicht werden.
Aus der DE 197 44 611 A1 ist ein Reifensensor bekannt, der die Einfederung des Reifens durch Messung des Abstandes zwischen Felge und Innenwand des Reifen an der Laufsohle innerhalb des Reifens misst. Dieser Reifensensor ist dazu innerhalb des Reifens an der Felge angebracht und als berührungslos arbeitender Abstandssensor ausgebildet. Vorzugsweise ist dieser Abstandssensor ein Ultraschall-Echolot, mit dessen Hilfe die Entfernung zu der Laufflächeninnenwand gemessen wird. Wenn die durch den Sensor gemessenen Abstandswerte in Abhängigkeit der Reifenrotationsgeschwindigkeit ausgewertet werden, können beispielsweise Temperatur und Druck der im Reifen eingeschlossenen Luft ermittelt werden.
Aus der DE 198 23 646 A1 ist ein Verfahren zur Messung eines Temperaturanstiegs eines Luftreifens bekannt. Durch die Überwachung des Temperaturanstiegs soll mittelbar der Zustand des Reifens, insbesondere der Reifendruck, kontrolliert werden. Zu diesem Zweck wird die Temperaturänderung in Abhängigkeit von der Zeit gemessen mit einem für den jeweiligen Reifen typischen Temperaturprofil verglichen. Bei Überschreiten des gemessenen zeitabhängigen Temperaturprofils über das zulässige normierte Temperaturprofil hinaus, wird eine Warninformation abgegeben.
Bei Fahrzeugen, die mit Luftreifen ausgestattet sind, ist die Überwachung eines Parameters, wie z. B. Reifentemperatur oder Reifendruck, von besonderer Bedeutung. Insbesondere bei Nutzfahrzeugen, wie Omnibusse oder Lastkraftwagen, kann z. B. ein zu geringer Reifendruck bei langen Fahrten zu einem kritischen Temperaturanstieg im jeweiligen Reifen führen. Im Extremfall kann sich der Reifen entzünden und abbrennen. Wenn dies vom Fahrer zu spät bemerkt wird, kann dies dazu führen, dass das gesamte Fahrzeug abbrennt. Vorrichtungen und Verfahren zur Überwachung der Reifen sollen dazu beitragen, dass derartige Gefahren reduziert werden.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Einrichtung bzw. ein Verfahren der eingangs genannten Art eine Ausführungsform anzugeben, die das Erkennen eines kritischen Zustandes eines Reifen verbessert.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, dem zu überwachenden Reifen einen Gassensor zuzuordnen, der den Anteil bzw. die Konzentration wenigstens eines vorbestimmten Gases in der Umgebung des zugeordneten Reifens misst. Vorzugsweise überwacht dieser Gassensor die Konzentration eines Gases, das typischerweise beim Brand eines Reifens freigesetzt wird. Vorteilhaft ist dieser Gassensor so ausgebildet, dass er die Konzentration mehrerer Gase sensiert, die beim Brand eines Reifen freigesetzt werden.
Durch die Überwachung der Gaskonzentration in der Umgebung des Reifens kann unmittelbar ein Reifenbrand erkannt werden. Durch einen entsprechenden Warnhinweis kann der Fahrzeugführer dann frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Auswerteeinheit mit einem Motorsteuergerät des Fahrzeuges gekoppelt sein, wobei dieses Motorsteuergerät in Abhängigkeit der Warninformation der Auswerteeinheit die Leistung des Fahrzeugmotors reduziert. Auf diese Weise erhält der Fahrzeugführer einen zusätzlichen Hinweis auf das Vorliegen eines Brandfalles.
Gemäß einer besonderen Weiterbildung kann der Gassensor in einem Sensorgehäuse untergebracht sein, das eine Gaseintrittsöffnung enthält, durch die das zu überwachende Gas in das Sensorgehäuse eintreten kann, wobei im Sensorgehäuse ein labyrinthischer Gasweg ausgebildet ist, der die Gaseintrittsöffnung mit dem Gassensor verbindet. Ein derartig aufgebautes Sensorgehäuse verhindert eine Verschmutzung des Gassensors auch dann, wenn das Sensorgehäuse in unmittelbarer Nähe des zu überwachenden Reifens, z. B. im Radkasten, angeordnet ist. Der labyrinthische Gasweg verhindert dabei, dass Schmutz, wie z. B. Spritzwasser, zum Gassensor gelangt.
Bei einer verbesserten Ausführungsform kann das Sensorgehäuse wenigstens an einer tief liegenden Stelle des Gasweges eine Wasseraustrittsöffnung enthalten. Durch diese Bauweise kann Spritzwasser, das während des Fahrbetriebs durch die Gaseintrittsöffnung in das Sensorgehäuse eindringt, oder Kondensat, das sich im Gasweg niederschlägt, aus dem Sensorgehäuse austreten, so dass eine Beeinträchtigung des Gassensors vermieden wird.
Bei einer Weiterbildung kann im Sensorgehäuse außerdem ein Temperatursensor angeordnet sein, der durch optische Abtastung die Temperatur des jeweiligen Reifens misst, wobei im Sensorgehäuse ein gradliniger optischer Weg ausgebildet ist, durch den der Temperatursensor den jeweiligen Reifen optisch abtasten kann. Durch diese Bauweise ist auch dieser Temperatursensor vor Spritzwasser oder anderen Verunreinigungen geschützt.
Gemäß einer Weiterbildung können der Gassensor und der Temperatursensor am Ende des Gasweges im Sensorgehäuse angeordnet sein, wobei der optische Weg den Gasweg und die Gaseintrittsöffnung durchdringt. Insbesondere können Wandabschnitte, die den Gasweg begrenzen, im Bereich des optischen Weges Aussparungen oder Unterbrechungen aufweisen oder für die vom Temperatursensor abgetastete Strahlung durchlässig ausgebildet sein. Durch diese Maßnahmen wird der optische Weg des Temperatursensors in den Gasweg des Gassensors integriert, wodurch das Sensorgehäuse einen relativ einfachen Aufbau aufweisen kann.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird auch durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den von einem Sensor erzeugten Signalwert hinsichtlich seiner Plausibilität zu überprüfen, indem dieser Signalwert mit dem Mittelwert der Signalwerte der anderen Sensoren verglichen wird. Diese Vorgehensweise beruht auf der Annahme, dass bei einem ordnungsgemäßen Fahrbetrieb sämtliche Reifen hinsichtlich des zu überprüfenden Parameters etwa den selben Wert aufweisen. Beispielsweise haben alle Reifen etwa die selbe Temperatur. Durch diese Vorgehensweise kann differenziert werden, ob während des Fahrbetriebs die Temperatur aller Reifen ansteigt oder ob lediglich bei einem Reifen die Temperatur übermäßig ansteigt. Voraussagen für kritische Situationen können somit verbessert werden.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine Seitenansicht auf einen Abschnitt eines Fahrzeuges, das mit einer Einrichtung nach der Erfindung ausgestattet ist,
Fig. 2 eine Schnittansicht durch ein Sensorgehäuse nach der Erfindung und
Fig. 3 eine schaltplanartige Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Entsprechend Fig. 1 weist im Übrigen nicht dargestelltes Fahrzeug, z. B. ein Lastkraftwagen, zwei Hinterachsen 1 und 2 auf, denen an jeder Fahrzeugseite wenigstens ein Reifen 3 zugeordnet ist. Ein Radkasten 4 kapselt den jeweiligen Reifen 3 zumindest zum Aufbau 5 des Fahrzeuges hin.
Im Radkasten 4 ist für jeden Reifen 3 ein Sensorgehäuse 6 angebracht, das beispielsweise einen in Fig. 1 nicht erkennbaren Gassensor sowie einen ebenfalls nicht sichtbaren Temperatursensor enthält. Der Temperatursensor führt zur Temperaturmessung des jeweiligen Reifens 3 eine optische Abtastung des Reifens 3 durch, wobei der dazu benötigte Strahlengang in Fig. 1 mit 7 bezeichnet ist.
Gemäß Fig. 2 kann das Sensorgehäuse 6 bei einer besonderen Ausführungsform einen gekapselten Aufbau aufweisen, der insbesondere gegenüber Schmutzwasser abgedichtet ist. Eine dem Betrachter zugewandte Gehäusewand ist zur besseren Darstellung des Sensorgehäuses 6 in Fig. 2 weggelassen. Das Sensorgehäuse 6 weist an einer dem jeweiligen Reifen 3 zugewandten Stirnseite eine Gaseintrittsöffnung 8 auf, durch die ein zu überwachendes Gas aus einer Umgebung 9 des Reifens 3 in das Sensorgehäuse 6 eindringen kann. Im Inneren des Sensorgehäuses 6 ist ein labyrinthischer Gasweg 10 ausgebildet, derart, dass es keine gradlinige direkte Verbindung zwischen der Gaseintrittsöffnung 8 und einem Gassensor 11 gibt, der an einem von der Gaseintrittsöffnung 8 abgewandten Ende des Gasweges 10 am bzw. im Sensorgehäuse 6 angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine Verschmutzung des Gassensors 11, z. B. durch Spritzwasser, vermieden.
Der labyrinthische Strömungsweg 10 wird im Inneren des Sensorgehäuses 6 dadurch ausgebildet, dass Wandabschnitte 12, die den Gasweg 10 seitlich begrenzen, von Seitenwänden 13 des Sensorgehäuses 6 senkrecht in das Innere des Sensorgehäuses 6 vorstehen. Innerhalb des Gasweges 10 sind an Stellen, die in der Einbaulage des Sensorgehäuses 6 relativ tief liegen, Wasseraustrittsöffnungen 14 am Sensorgehäuse 6 ausgebildet. Gemäß Fig. 2 sind an diese Wasseraustrittsöffnungen 14 Abflussstutzen 15 angeschlossen. Feuchtigkeit, die im Inneren des Sensorgehäuses 6 kondensiert, oder Spritzwasser, das durch die Gaseintrittsöffnung 8 in das Innere des Sensorgehäuses 6 eindringt, sammelt sich im Bereich der tief liegenden Stellen und kann dort durch die Wasseraustrittsöffnungen 14 aus dem Sensorgehäuse 6 wieder abfließen.
Neben dem Gassensor 11 ist ebenfalls am Ende des Gasweges 10 ein Temperatursensor 16 am oder im Sensorgehäuse 6 angeordnet. Durch diese Anordnung ist auch der Temperatursensor 16 vor Verunreinigungen, z. B. Spritzwasser, geschützt. Dieser Temperatursensor 16, der z. B. als Pyrometer ausgebildet ist, arbeitet mit einer optischen Abtastung, bei der eine bestimmte Strahlung vom abzutastenden Reifen 3 zum Temperatursensor 16 gelangen muss. Da sich eine solche Strahlung regelmäßig geradlinig ausbreitet, ist für den Temperatursensor 16 im Inneren des Sensorgehäuses 6 ein geradliniger optischer Weg 17 ausgebildet, durch den der Temperatursensor 16 den jeweiligen Reifen 3 optisch abtasten kann. Gemäß Fig. 2 ist dieser optische Weg 17 dabei so angeordnet, dass er im Sensorgehäuse 6 den Gasweg 10 sowie die Gaseintrittsöffnung 8 durchdringt.
Dabei sind in den Wandabschnitten 12 Aussparungen oder Unterbrechungen oder Fenster 18 ausgebildet, die für die vom Temperatursensor 16 abgetastete Strahlung durchlässig sind.
In Fig. 3 ist in einer prinzipiellen Darstellung eine einfache Anordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung wiedergegeben. Bei dieser Ausführungsform ist beispielsweise ein Fahrzeug, das eine Vorderachse, eine Hinterachse und vier Räder bzw. Reifen aufweist, mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ausgestattet. Der Index "VL" bezeichnet dabei den Reifen vorne links; der Index "VR" bezeichnet den Reifen vorne rechts; der Index "HL" bezeichnet den Reifen hinten links; der Index "HR" bezeichnet den Reifen hinten rechts.
Bei der Anordnung gem. Fig. 3 ist somit jedem der vier Reifen ein Gassensor 11 und ein Temperatursensor 16 zugeordnet. Alle Gassensoren 11 sind über entsprechende Signalleitungen 19 mit einer ersten Auswerteeinheit 20 verbunden, die zur Auswertung der Signale der Gassensoren 11 dient. In entsprechender Weise sind sämtliche Temperatursensoren 16 über geeignete Signalleitungen 21 mit einer zweiten Auswerteeinheit 22 verbunden, die zur Auswertung der Signale der Temperatursensoren 16 dient. Bei einer bevorzugten Ausführungsform können die beiden Auswerteeinheiten 20 und 22 miteinander kommunizieren, was durch einen Doppelpfeil 23 angedeutet ist. Durch diese Kopplung der beiden Auswerteeinheiten 20, 22 können beispielsweise Plausibilitätsprüfungen durchgeführt werden, dahingehend, ob z. B. ein Temperaturanstieg bei einem Reifen mit einer Zunahme der Brandgaskonzentration in der Umgebung dieses Reifen zusammenfällt.
Anstelle von zwei separaten Auswerteeinheiten 20, 22 kann auch eine gemeinsame Auswerteeinheit vorgesehen sein, an die die Signalleitungen 19 und 21 angeschlossen sind.
Die beiden Auswerteeinheiten 20 und 22 sind jeweils über eine Signalleitung 24 bzw. 25 mit einer Signalisiereinrichtung 26, verbunden, die beispielsweise im Cockpit des Fahrzeuges angeordnet sein kann. Diese Signalisiereinrichtung 26 besitzt eine Anzeigeeinheit oder Display 27 mit Kontrolleuchten 28, die jeweils einem der Reifen zugeordnet sind, und mit Kontrolleuchten 29, die jeweils dem überwachten Parameter zugeordnet sind, nämlich hier einerseits Gaskonzentration 0 (Gas) und andererseits Temperatur (Temp.). Wenn beispielsweise am Reifen vorne links eine überhöhte Temperatur festgestellt wird, leuchten am Display 27 zum einen die dem Reifen vorne links zugeordnete Kontrolleuchte 28 und zum anderen die der Temperaturüberwachung zugeordnete Kontrolleuchte 29.
Bei einer besonderen Ausführungsform arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung gem. Fig. 3 wie folgt:
Die Sensoren 11 und 16 messen permanent die Temperatur der Reifenlauffläche sowie die Konzentration eines oder mehrerer bestimmter Brandgase in der Umgebung des Reifens. Unter "Brandgase" werden hierbei Gase verstanden, die beim Brand eines Reifens freigesetzt werden. Die Sensoren 11 und 16 erzeugen in Abhängigkeit ihrer Messungen Signalwerte, die mit den gemessenen Temperaturen bzw. Gaskonzentrationen korrelieren. Diese Signalwerte werden dann über die Signalleitungen 19 bzw. 21 an die Auswerteeinheiten 20 bzw. 22 weitergeleitet.
Die Auswerteeinheiten 20 und 22 überprüfen, ob die gemessenen Signalwerte und/oder deren zeitliche Zunahme unterhalb eines vorgegebenen, maximal zulässigen Grenzwertes liegen. Sobald ein unzulässig hoher Signalwert und/oder eine unzulässig starke Signalwert-Zunahme erkannt wird, generiert die jeweilige Anzeigeeinheit 20, 22 einen entsprechenden Warnhinweis und leitet diesen über die Signalleitung 24 bzw. 25 an die Signalisiereinrichtung 26 weiter. Dort werden dann am Display 27 die entsprechenden Kontrolleuchten 28, 29 aktiviert.
Die Auswerteeinheiten 20 und 22 führen außerdem eine zusätzlich Abfrage durch, bei der für jeden Mess-Zeitpunkt für jeden überwachten Reifen überprüft wird, ob der zugehörige Signalwert vom Mittelwert der Signalwerte aller anderen überwachten Reifen dieses Mess-Zeitpunktes abweicht und ob ggf. diese Abweichung noch innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereiches liegt. Diese spezielle Abfrageroutine wird separat für die Signalwerte der Temperaturmessung und für die Signalwerte der Gaskonzentrationsmessung durchgeführt. Die Messung wird für jeden Reifen separat durchgeführt. Wenn beispielsweise festgestellt wird, dass die Temperatur des Reifens hinten rechts zu stark vom Mittelwert der Temperaturen der anderen Reifen abweicht, generiert die zweite Auswerteeinheit 22 einen entsprechenden Warnhinweis. Dieser Warnhinweis kann insbesondere schon dann erfolgen, bevor der Reifen hinten rechts die zulässige Maximaltemperatur erreicht hat. Durch diese Vorgehensweise kann eine unzulässige Temperaturerhöhung eines Reifens bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkannt werden.

Claims (12)

1. Einrichtung an einem Fahrzeug zur Überwachung wenigstens eines Parameters der Reifen (3) eines Fahrzeuges, mit einer Sensorik (11, 16), die den wenigstens einen Parameter misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen einer Auswerteeinheit (20, 22) zur Verfügung stellt, wobei die Auswerteeinheit (20, 22) in Abhängigkeit des Signalwertes eine Warninformation abgeben kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik mindestens einen Gassensor (11) aufweist, der den Anteil wenigstens eines vorbestimmten Gases in der Umgebung (9) des jeweiligen Reifens (3) misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen der Auswerteeinheit (20) zur Verfügung stellt, wobei die Auswerteeinheit (20) eine Warninformation abgibt, wenn der Gasanteil oder wenn die zeitliche Zunahme des Gasanteils einen vorbestimmten Grenzwert übersteigt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (11) wenigstens ein Gas sensiert, das beim Brand eines Reifens (3) entsteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (20) mit einem Motorsteuergerät des Fahrzeuges gekoppelt ist, wobei das Motorsteuergerät in Abhängigkeit der Warninformation der Auswerteeinheit (20) die Leistung des Fahrzeugmotors reduziert.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik außerdem mindestens einen Temperatursensor (16), z. B. Pyrometer, aufweist, der durch optische Abtastung die Temperatur des jeweiligen Reifens (3) misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen einer Auswerteeinheit (22) zur Verfügung stellt, wobei die Auswerteeinheit (22) eine Warninformation abgibt, wenn die,; Temperatur oder wenn die zeitliche Temperaturzunahme einen vorbestimmten Grenzwert übersteigt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (11) in einem Sensorgehäuse (6) untergebracht ist, das eine Gaseintrittsöffnung (8) enthält, durch die das zu überwachende Gas in das Sensorgehäuse (6) eintreten kann, wobei im Sensorgehäuse (6) ein labyrinthischer Gasweg (10) ausgebildet ist, der die Gaseintrittsöffnung (8) mit dem Gassensor (11) verbindet.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (6) wenigstens an einer tief liegenden Stelle des Gasweges (10) eine Wasseraustrittsöffnung (14) enthält.
7. Einrichtung zumindest nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Temperatursensor (16) im Sensorgehäuse (6) angeordnet ist, wobei im Sensorgehäuse (6) ein geradliniger optischer Weg (17) ausgebildet ist, durch den der Temperatursensor (16) den jeweiligen Reifen (3) optisch abtasten kann.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (11) und der Temperatursensor (16) am Ende des Gasweges (10) im Sensorgehäuse (6) angeordnet sind, wobei der optische Weg (17) den Gasweg (10) und die Gaseintrittsöffnung (8) durchdringt.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Wandabschnitte (12), die den Gasweg (10) begrenzen, im Bereich des optischen Weges (17) Aussparung oder Unterbrechungen (18) aufweisen oder für die vom Temperatursensor (16) abgetastete Strahlung durchlässig ausgebildet sind.
10. Verfahren zur Überwachung eines Parameters der Reifen (3) eines Fahrzeuges, dadurch gekennzeichnet,
dass für mehrere Reifen (3) jeweils ein Sensor (11, 16) vorgesehen ist, der den Parameter des zugeordneten Reifens (3) misst und einen damit korrelierten Signalwert erzeugt und diesen Signalwert einer Auswerteeinheit (20, 22) zur Verfügung stellt,
dass die Auswerteeinheit (20, 22) eine Warninformation abgibt, wenn bei einem Messzeitpunkt der Signalwert eines Reifens (3) um ein vorbestimmtes Toleranzmaß vom Mittelwert der Signalwerte der anderen Reifen (3) abweicht.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinheit (20, 22) die Warninformation in Abhängigkeit davon erzeugt, welcher der Signalwerte die Abgabe der Warninformation verursacht, so dass vom Fahrzeugführer erkennbar ist, welcher Reifen (3) einen unzulässigen Parameter aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Parameter die Reifentemperatur oder der Reifendruck oder der Gasanteil mindestens eines bestimmten Gases in der Umgebung des Reifens (3) ist.
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