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DE10040427A1 - Sicherheitsschrank zur Lagerung explosionsgefährlicher Stoffe - Google Patents

Sicherheitsschrank zur Lagerung explosionsgefährlicher Stoffe

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Publication number
DE10040427A1
DE10040427A1 DE10040427A DE10040427A DE10040427A1 DE 10040427 A1 DE10040427 A1 DE 10040427A1 DE 10040427 A DE10040427 A DE 10040427A DE 10040427 A DE10040427 A DE 10040427A DE 10040427 A1 DE10040427 A1 DE 10040427A1
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DE
Germany
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explosion
door
storage
safety cabinet
temperature rise
Prior art date
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Ceased
Application number
DE10040427A
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English (en)
Inventor
Gerhard Partbauer
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE10040427A1 publication Critical patent/DE10040427A1/de
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    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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    • E05B65/10Locks or fastenings for special use for panic or emergency doors
    • E05B65/104Locks or fastenings for special use for panic or emergency doors actuated in response to heat, e.g. with fusible element, bimetal, memory shape or swelling material
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Abstract

Hauptsächlich im privaten Bereich werden heute von Sportschützen, Wiederladern, Jägern und Böllerschützen zur Lagerung von Pulver zum Laden von Patronenhülsen und Böllerladungen Tresore und massive Stahl- und Holzschränke verwendet. Im Brandfall kommt es auf Grund der Verdämmung zur Explosion des mit explosionsgefährlichem Material gefüllten Schrankes. Der neue Sicherheitsschrank soll diese Sprengung des Schrankes im Brandfall verhindern. DOLLAR A Der Sicherheitsschrank besteht aus einem Korpus 1 mit einer verschließ- und absperrbaren Öffnung, so, daß der gelagerte explosionsgefährliche Stoff vor unbefugtem Zugriff gesichert ist. Innen im Schrank ist ein Mechanismus angebracht, der bei einer vorher eingestellten, maximal zulässigen Temperatur, die unter der Zündtemperatur des explosionsgefährlichen Materials liegen muß, im Brandfall eine Verriegelung 6 freigibt. Als Lösemechanismus ist z. B. ein Bimetall 3 geeignet, das auf Temperaturänderungen reagiert und damit gegen die Federkraft einer Feder 5 die Verriegelung 6 einer Abdeckung 2 einer Druckentlastungsöffnung freigibt, bevor es zur Zündung des explosionsgefährlichen Stoffes im Sicherheitsschrank kommt. Damit wird eine frühzeitige Ausdehnungsmöglichkeit der Explosionsgase bei einer evtl. stattfindenden Zündung des explosionsgefährlichen Stoffes, verursacht durch eine weitere Temperaturerhöhung, geschaffen und das Explosionsgas kann durch die entstandene Öffnung entweichen. Die Abdeckung 2 wird schon früh, weit bevor der ...

Description

Hauptsächlich im privaten Bereich werden heute von Sportschützen, Wiederladern, Jägern und Böllerschützen zur Lagerung von Pulver zum Laden von Patronenhülsen und zur Lagerung von Munition für Lang- und Kurzwaffen Tresore und massive Stahl- und Holzschränke verwendet. Der Erlaubnisinhaber für explosionsgefährliche Stoffe ist gesetzlich dazu verpflichtet Unbefug­ ten den Zugriff auf diese Stoffe nicht zu ermög­ lichen. Behältnisse die Unbefugten keinen, oder nur geringen Widerstand entgegensetzen sind nicht zulässig. Aus diesem Grunde lagern heute Personen, die eine Erlaubnis für explosionsge­ fährliche Stoffe besitzen (z. B. Wiederlader, Sportschützen usw.) diese Stoffe hauptsächlich in Tresoren und massiven Holzschränken. Bei einem Brand entsteht nun die große Gefahr der ungewollten Entzündung des explosionsgefähr­ lichen Stoffes. Im Ernstfall würde durch die extreme Verdämmung der sich entzündenden Stoffe im Tresor eine gewaltige Sprengung mit nicht abzusehenden, verheerenden Folgen eintreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schrank zu schaffen, der einerseits explosions­ gefährliches Material vor unbefugtem Zugriff sichert und gleichzeitig im Brandfall die Gefahr für Leib und Leben der anwesenden Personen (Po­ lizei, Feuerwehrleute, Rettungspersonal usw.), sowie von Sachschäden, gegenüber den heute ge­ bräuchlichen Schränken (z. B. Tresor) verringert.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß da­ durch gelöst, daß ein Lösemechanismus bei einem Temperaturanstieg über einen Grenzwert, z. B. in­ folge eines Brandes, die Verriegelung einer Entlastungsöffnungsabdeckung (z. B. Tresortür) freigibt. Die Entlastungsöffnung bewirkt, daß noch vor dem Erreichen der Zündtemperatur des explosionsgefärlichen Materials eine Aus­ dehnungsmöglichkeit für eine bei weiterer Erwär­ mung stattfindenden Explosion geschaffen wird. Somit kann das im Inneren des Schrankes entste­ hende Verbrennungsgas (evtl. lediglich durch die träge Masse der Tür beim Aufschleudern verdämmt) durch die entstandene Entlastungsöffnung ent­ weichen und eine unkontrollierte Sprengung des Schrankes mit Splitterwirkung und Druckwelle wird verhindert. Damit werden die Sprengwirkung und Sprengfolgen wesentlich reduziert.
Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschrank zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen, der die Sprengwirkung des in ihm gelagerten explosionsgefährlichen Materials im Explosions­ fall, z. B. bei übermäßiger Erwärmung im Brand­ fall des Stoffes, verringert.
Der Sicherheitsschrank besteht aus einem Korpus 1 und einer verschließ- und absperrbaren Tür 2, so, daß der gelagerte explosionsgefährliche Stoff vor unbefugtem Zugriff gesichert ist. Durch einen Temperaturanstieg biegt sich ein Bimetall 3 durch, und bewirkt damit, daß der Verriegelungsarm 4 gegen die Federkraft der Feder 5 um seinen Drehpunkt d schwenkt und somit die im Normalfall mit einem Schlüssel (Zahlen­ schloß, usw.) zu betätigende Verriegelung 6 der Tür 2 löst. Die Tür 2 kann nun durch das Lösen der Verriegelung 6 aufschwenken. Im Explosions­ fall des gelagerten Materials, bedingt durch weitere Erwärmung, und durch den im Inneren des Sicherheitsschrankes ansteigenden Explosions­ druck, schwenkt die Tür 2 um das Türscharnier 7 auf und gibt die Entlastungsöffnung frei. Da der Druckanstieg bei der Detonation von explosionsgefährlichen Stoffen allmählich, das heißt nicht in unendlich kurzer Zeit, erfolgt und Die Türverriegelung 6 bereits vor der Explosion durch das Bimetall freigegeben wurde, kommt es dazu, daß bei der Explosion der im Sicherheitsschrank gelagerten Stoffe, während sich der Explosionsdruck noch stark aufbaut, die durch den Explosionsdruck aufschwenkende Tür 2 eine große Druckentlastungsöffnung schon früh im Explosionsstadium freigibt. Dadurch wird eine ungewollte Verdämmung, wie sie z. B. im Brandfall in einem heute zur Lagerung von explosions­ gefährlichen Stoffen gebräuchlichen Schrank (z. B. Tresor) auftreten würde, verringert. Im Explosionsfall wird folglich die Sprengwirkung (Splitter, Druckwelle) extrem herabgesetzt wodurch auch die Gefahr für Leib und Leben der anwesenden Personen (z. B. Feuerwehrleute, Poli­ zeibeamte usw.) sowie für mögliche Sachschäden (z. B. an Gebäuden) erheblich vermindert wird. Bekannt sind auch evtl. zusätzlich eingearbeitete Entlastungsbohrungen im Schrank (z. B. im Korpus), die eine zusätzliche Ent­ lastung bringen können, jedoch nicht zwingend notwendig sind. Die Funktion der Erfindung ist auch ohne zusätzliche Entlastungsbohrungen im Sicherheitsschrank voll wirksam und ausreichend.
Der Sicherheitsschrank ist somit sicherer und besser für die Lagerung von explosionsge­ fährlichem Material (z. B. Nitrocellulosepulver, das zum Wiederladen von Patronenhülsen verwendet wird), geeignet, als ein herkömmlicher Tresor oder massiver Holzschrank, wie er heute tau­ sendfach z. B. von Sportschützen, Wiederladern, Jägern und Böllerschützen zum Verwahren von Pulver benutzt wird.

Claims (1)

1. Sicherheitsschrank insbesondere zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen bestehend aus einem Korpus mit einer verschließ- und absperrbaren Öffnung, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichen einer bestimmten Temperatur durch einen Mechanismus eine große Gas- Entlastungsöffnung für eine infolge einer weiteren Temperaturerhöhung stattfindenden Explosion freigegeben wird und die Explosionsgase durch die entstandene Öffnung entweichen können bevor es zu einer Verdämmung und somit zu einem gefährlichen Druckanstieg im Inneren des Schrankes mit anschließender Sprengung kommt.
DE10040427A 2000-04-17 2000-08-18 Sicherheitsschrank zur Lagerung explosionsgefährlicher Stoffe Ceased DE10040427A1 (de)

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